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Bonusfolge #B03 Vita: Wenn der Körper das Leben neu schreibt - 3 Hirnblutungen mit 9 & 10 Jahren

Shownotes

Triggerwarnung: In dieser Bonusfolge geht es um schwere Krankheit in der Kindheit, Hirnblutungen, Intensivstation, Todesangst, langfristige körperliche Einschränkungen, Ableismus und Mobbing. Hör die Folge nur, wenn du dich stabil genug fühlst. Brich ab, wenn du merkst, dass es dir zu viel wird.

Vita erlebt mit zehn Jahren mehrere Hirnblutungen. Plötzlich wird aus einem aktiven, fröhlichen Kind ein Intensivpatient, dem Ärztinnen und Ärzte kaum Chancen geben. Sie erzählt, wie sich die Symptome gezeigt haben, wie ihre Familie reagiert hat und welche Folgen geblieben sind, von Lähmungserscheinungen bis zu einem Leben mit Spastik und Therapien. Später kommt der zweite große Bruch. Freunde springen ab, Lehrkräfte sprechen ihr Fähigkeiten ab, und Vita merkt früh, wie schnell Menschen Behinderung mit Unfähigkeit verwechseln. Trotzdem baut sie sich Schritt für Schritt ihr Leben auf, zieht weit weg, organisiert sich ein Netzwerk und entwickelt eine klare Mission: Sichtbarkeit für unsichtbare Behinderungen und echte Teilhabe, ohne Mitleid und ohne Übergriffigkeit. Diese Folge zeigt, was passiert, wenn der Körper alles verändert. Und wie du dir trotzdem einen Weg zurück ins Leben schreibst.

Zeitstempel: 0:00:00 – 0:01:09: Intro 0:01:09 – 0:04:46: Vorstellung, Erste Hirnblutung, Symptome, erste Diagnosewege 0:04:46 – 0:08:57: Zweite Blutung, Intensivstation, Todesnähe, Familie hält Hoffnung 0:08:57 – 0:12:53: Krankenhauszeit, Eingriffe, Desorientierung, erste Folgen am Körper 0:12:53 – 0:16:56: Kindheit danach, Freundeverlust, Misstrauen, Mobbing 0:16:56 – 0:20:14: Schule, Abwertung durch Lehrkräfte, Kampf um Abschlüsse 0:20:14 – 0:23:27: Neustart in Hamburg, Netzwerken, Selbstständigkeit 0:23:27 – 0:26:55: Was „gesund“ bedeutet, Ableismus im Alltag, Grenzen bei Hilfe 0:26:55 – 0:38:18: Sichtbarkeit, Arbeit, Inklusion, Wirtschaft, Speaker-Ziele 0:38:18 – Ende: Hoffnung, Therapie, Zukunftswünsche, Abschluss

bonusfolge #wennderkörperdaslebenneuschreibt #hirnblutung #intensivstation #selbstbestimmtleben #behinderung #unsichtbarebehinderung #ableismus #inklusion #rehabilitation #schlaganfallfolgen #mobbing #resilienz


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Transkript anzeigen

00:00:01: Da lag ich dann auf intensiv und die Ärzte wollten mich eigentlich sterben lassen.

00:00:06: Guckt doch mal genauer hin, guckt mal hinter die Fassade!

00:00:09: Man sieht dann irgendwie da ist jemand eingeschränkt?

00:00:11: Oh ja der kann ja nicht... Ich wurde gefragt vor einem Walchen Ja du bekommst bestimmt Rente oder?

00:00:19: Hä?

00:00:19: Wie?!

00:00:20: Also wenn man irgendwie ein bisschen eingeschrenkt ist das ist gleich so dass man ja nicht fähig ist.

00:00:31: Stell dir vor Du kommst in einen Raum Vor dir sitzt ein Mensch

00:00:35: und du hast

00:00:35: keine Ahnung, wer das ist.

00:00:37: Das

00:00:38: passiert mir in jeder Folge bei unserem Podcast von Bohne

00:00:41: zu Bohne!

00:00:42: Mein

00:00:42: Name ist Charlotte und ich weiß vorher nichts über unsere Gäste.

00:00:46: Kein Name?

00:00:47: Keine

00:00:47: Information?!

00:00:48: Keine Themen.

00:00:49: also werden meine Fragen auch deine Fragen sein.

00:00:52: Ich bin Sanya und ich suche die Gäster.

00:00:54: Hier achte ich darauf dass es Menschen mit ehrlichen berührenden und bewegenden Geschichten sind

00:00:59: Und genau

00:01:00: die wollen wir mit euch teilen.

00:01:02: Bist du bereit, gemeinsam mit Charlotte neue Geschichten kennenzulernen?

00:01:10: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge.

00:01:12: Mein Name ist Charlotte.

00:01:13: Mein name ist Zanya.

00:01:14: Meinname ist Vita L. Und ich hatte im Jahr meines zehnten Geburtstags dreimal Hirnblutungen.

00:01:20: Hi, Vita!

00:01:21: Krass, mit zehn Jahren.

00:01:23: Ja, und doch so fit heute,

00:01:24: ne?!

00:01:25: Definitiv krass... Also zehn, hätte ich jetzt gar nicht gedacht, dass man so früh tatsächlich das auch mit unterkriegen kann.

00:01:31: Wo fängt denn da deine Geschichte an?

00:01:33: Was würdest du sagen?

00:01:34: Ja, mein Geschichte fängt da an.

00:01:36: Also ich bin zur Welt gekommen und war das frühlichste Kind dieser Erde sozusagen.

00:01:41: Niemand hätte gedacht dass irgendwann mal irgendwas passiert.

00:01:44: Ich bin auf Bäume geklettert rumgerannt Rad gefahren hatte viele Freunde war super in der Schule alles gut.

00:01:51: Und dann Im Januar des Jahres Hätte ich dann... Das war tatsächlich nicht nur eine sondern mehrere Hirnblutungen Und man wusste das damals nicht.

00:02:03: Damals war das nicht erforscht und im Prinzip da war auch noch nicht die Dramatik, die Dramatic war dann beim zweiten Mal in Mai.

00:02:13: Da lag ich dann auf intensiv und die Ärzte wollten mich eigentlich sterben lassen.

00:02:18: und ja so genau.

00:02:20: Beim dritten mal wusste man dann was es ist.

00:02:22: Woher kommen denn hier Blutungen?

00:02:24: Weißt du das?

00:02:25: Es gibt da glaube ich die unterschiedlichsten Gründe, also heutzutage vor allen Dingen nachdem wir Corona hatten und was weiß ich.

00:02:33: Bei mir war das... Also ich hatte einen Blutgerinsel.

00:02:37: Ich würde heute sagen Aneurysma.

00:02:39: Es wurde mir gesagt naja es ist wohl kein Anorysma aber ein Blut gerinsel und letztendlich wirds auch oder wurde es dann später von Ärzten im Ausland Aneurystma genannt Ein Blutgerinsel, genau.

00:02:53: Wie hat

00:02:53: sich das damals gezeigt gehabt?

00:02:56: Also wie gesagt ich war ein total fröhliches freundliches und entspanntes Kind Und habe auf einmal totale Kopfschmerzen bekommen und musste erbrechen.

00:03:07: und aus heutiger Sicht weiß Ich dass es in Ordnung ist wenn man Kopfschmetzen hat und dass Es auch in Ordnungen ist wenn Man erbricht.

00:03:13: aber beides zusammen Ist halt neurologisch.

00:03:16: und Das war Aber Damals einfach ja war einfach alles noch nicht so klar Oder was heißt nicht klar, aber man hat da einfach nicht drauf geachtet.

00:03:25: Wenn du ein Kind hast oder wenn da ein Mensch ist, ein Kind ist das nie irgendwelche Anzeichen von Schwäche oder so zeigt und ja, so war das dann.

00:03:35: Und ich habe dann wohl die Augen vertretet Ich bin bewusstlos geworden und damals dachte man irgendwie Tumor oder sowas.

00:03:46: Als Du die Augen verdreht hast Wie wurdest du untersucht?

00:03:50: Und was war da tatsächlich die Diagnose, nur der Tumor.

00:03:54: Also ich hab zu Hause die Augen verdreht und bin umgefallen und wurde dann eben zum Arzt gebracht.

00:04:00: Ich weiß noch ... Der Kinderarzt hat gesagt, ich weiß nicht, was das ist aber gehen Sie mal ins Krankenhaus!

00:04:06: Und ich war davor nie in irgendeinem Krankenhaus.

00:04:08: Ich hatte mir nie einen Arm gebrochen oder ich war nie irgendwie... Ich war immer gesund, ich war immer alles gut.

00:04:16: Und auf einmal stand da Krankenhaus und dann bin ich dort ins Krankenhaus gekommen.

00:04:20: der erste Gedanke war Tumor aber im Krankenhaus war dann gleich klar so ja das ist also gleich klar.

00:04:28: nicht.

00:04:28: ich weiß nicht ob man damals schon ob es damals schon MRT gab also Magnet Resonanz Tomografie.

00:04:35: Die haben damals bei mir ein CT gemacht, was man nicht bei Gefäßen macht.

00:04:39: Sondern bei Knochen eigentlich.

00:04:41: und da haben sie das aber auf diesem CT gesehen, dass da eine Blutung ist.

00:04:47: Wie

00:04:47: haben deine Eltern reagiert als sie das erfahren haben?

00:04:50: Ja für die war es natürlich furchtbar.

00:04:52: Das war klar.

00:04:53: Ich meine ich habe auch noch Geschwistern und das war einfach total schwierig.

00:04:57: Klar natürlich.

00:04:58: also insgesamt war's für mein soziales Umfeld damals ganz schwierig.

00:05:05: so

00:05:06: Hattest du denn nach Einschränkungen?

00:05:08: Ja, ich war... Ich bekam natürlich dann schon die ersten Lähmungserscheinungen.

00:05:16: Also jetzt beim ersten Mal weiß ich tatsächlich nicht mehr so ganz... Da hatte ich schon so Lähmus... also Bewegungseinschränkung, wollte ich sagen.

00:05:27: Beim zweiten mal als es dann so im Mai dann, als das dann so schlimm war, da habe ich tatsächlich eine Zeit lang auch blind

00:05:35: Krass.

00:05:36: Dann lass uns gerne zur zweiten Herrn Blutung kommen, wie hat sich das denn gezeigt?

00:05:41: Genau so eigentlich.

00:05:43: also es war so dass damals wurde ja viel geforscht als an mir wurde geforsht.

00:05:49: jeder der heute eine derartige Diagnose hat auch etwas von meiner Geschichte sozusagen medizinisch zumindest gesehen Weil, also wie gesagt die wussten damals.

00:06:00: Also einmal Kind und außerdem so eine Sache das war ja mitten im Stammhirn.

00:06:04: Also nicht irgendwo wo man sehen konnte.

00:06:06: Mitten drin da guckt kein Mensch hin wenn ich irgendwie...ja wenn nicht irgendwas ist Und da war es einfach so dass ich auch umgefallen bin Kopfschmerzen bekommen habe.

00:06:17: dieses mal wusste ich natürlich Kopfschmärzten und mir wurde übel.

00:06:20: Da wusste sich was es ist.

00:06:22: Alle um mich herum wussten es auch.

00:06:24: Dann wurde ich schnell ins Krankenhaus gebracht und ... von dort aus dann mit einem Notubschrauber woanders hin, in ein anderes Krankenhaus.

00:06:32: Und da hieß es dann nie heute Nacht ist vorbei.

00:06:36: Wurde dir das persönlich gesagt?

00:06:37: Ich war ein Kind.

00:06:39: Vor mir hat man ... Also meine Eltern beziehungsweise meinen Umfeld grundsätzlich hat mir das schon so schonend beigebracht irgendwie aber Ärzte haben mir das natürlich nicht gesagt.

00:06:51: Wie hast du das wahrgenommen, als man dir gesagt hat hey also es könnte sein dass es heute Nacht deine letzte Nacht

00:06:57: wird?

00:06:58: Das wurde mir da noch nicht gesagt.

00:07:00: Okay

00:07:01: Also ich war danach dann noch in dem anderen Krankenhaus auf intensiv und Da wurde dann schon das so ein bisschen und da habe ich mich tatsächlich vom Leben verabschiedet als noch nicht mal zehnjährige.

00:07:15: Wir haben deine Eltern sich gegenüber Verhaltenen der nacht.

00:07:18: hast du daran was gemerkt?

00:07:20: Die, also alle waren eigentlich da für mich immer.

00:07:24: Also meine Eltern waren da und für die war das auch schwierig weil ja wenn man ein Kind hat dass dann quasi nur im Sterben liegt oder wo die Ärzte sagen nö Das wird nichts mehr Schon schwierig auf jeden Fall.

00:07:43: Ich frage nur so genau, weil ... Also ich kann mich noch dreimal nennen.

00:07:45: bei mir gab es eine ähnliche Geschichte und dort war's so dass meine Eltern sich von mir verabschiedet haben Und ich hab das richtig gespürt.

00:07:50: Sie haben mir nicht gesagt du wirst jetzt sterben.

00:07:53: So aber sie haben sich vor mir verabsiedelt und ich stelle mir so die Frage hast Du das auch gespült?

00:07:58: Dass diese Verabschiederung zwischen euch stattfand?

00:08:01: Nein da schwebte immer.

00:08:04: Es schwebt wie mein meine Erinnerungen sozusagen da noch dran sind, dass irgendwie immer so ein bisschen Hoffnung wobei ich es tatsächlich nicht sagen kann.

00:08:18: Ich glaube sie haben mir gegenüber einfach versucht immer die Hoffnung zu bewahren.

00:08:23: also Aber ich habe auch tatsächlich über meinen Tod gesprochen, was passiert danach mit mir und so weiter.

00:08:30: Das wurde mir erzählt da fühle ich nichts mehr.

00:08:32: das ist schon zu lange her und das hab' ich wahrscheinlich auch raus geblendet.

00:08:36: aber genau es war nie so dass sie gesagt haben Sohn jetzt ist Schluss sondern Sie haben eigentlich immer also Was mir einmal erzählt wurde dass den Ärzten gesagt wurde wenn sie Wenn sie nichts tun dann komme ich mit dem Gesetz.

00:08:53: Also da wurde schon immer die Hoffnung quasi aufrecht erhalten.

00:08:57: So, also ich weiß nicht wie es in Ihnen selbst ausgesehen hat aber mir gegenüber...

00:09:02: ...wurdest dir nicht so deutlich gemacht?

00:09:03: Genau!

00:09:04: Okay.

00:09:05: Kannst du uns von dem Tag danach berichten weil die erste Nacht war ja sehr heikel hast du gerade gesagt?

00:09:11: Tatsächlich verschwimmt das alles ein bisschen.

00:09:14: Ich habe dann die Tage danach, es wurde ja immer noch gesagt man weiß nicht und so weiter.

00:09:21: Ja, also ich war dann auf Intensiv und war auch tatsächlich geistig abwesend oder zumindest nicht so ganz da.

00:09:33: Weil ja genau das Gehirn war ja quasi sehr angestrengt oder jetzt eben schwer verletzt und anschläuchen und alles Mögliche.

00:09:44: Also viel Erinnerungen an konkrete Erinnerung habe ich tatsächlich.

00:09:50: Weißt du, wie lange du im Krankenhaus warst?

00:09:53: Beim ersten Mal weiß ich das.

00:09:54: Da wurde ich als noch nicht mal zehnjährige drei Wochen flach ins Bett gelegt so von wegen dass diese Blutung sich stillt und die vierte Woche war ich noch zur Beobachtung da und war nie in meinem Zimmer.

00:10:06: Ich musste ja die ganze Station erkunden weil naja es ist zehnjähriges oder nicht mal zehnjähriges Kind und beim zweiten Mal weiß also bestimmt auch drei Wochen nur länger noch.

00:10:20: Daraufhin sollte ich dann nämlich in einem Spezialisten, wo das Ganze behandelt werden sollte.

00:10:27: Das sollte ich auch nach dem ersten Mal schon, da kam das zweite mal dazwischen und... Nach dem zweiten Mal wurde das embolisiert, nennt sich das also mit Klebstoff zugeklebt sozusagen auf dass es sich beruhige hatten die gehofft so Und dann kam das dritte mal dZwischen.

00:10:44: Also das heißt hat sich wieder gelöst und dann haben sie relativ schnell diese Ader, also da wie gesagt im Stammhirn mittendrin zugeklebt.

00:10:54: Und ich hatte dann tatsächlich auch die Bewegungseinschränkungen.

00:11:00: Also mein linker Arm hast du ja bestimmt gesehen oder ihr.

00:11:05: Mein linker arm ist gelehmt.

00:11:07: Ich habe wie beim Schlaganfall eine Halbzeitenlehmung.

00:11:10: so und gehen habe ich wieder relativ schnell gelernt Und beim Arm hat man halt resigniert.

00:11:18: Also ... Therapeuten, Ärzte haben gesagt, ihr hatt überlebt?

00:11:23: Das reicht sozusagen und ja genau.

00:11:27: Und dann, weswegen ich das mit dieser Einschränkung sage im Frühjahr'iteinundneunzig hab ich dann anhand oder mithilfe von Therapie wieder gelernt die Finger zu bewegen und ich habe so Pinzettengriffen schon wieder machen können Und da bin ich danach dann aber kurz danach noch mal zu einem anderen Spezialisten nach Stockholm gekommen.

00:11:51: Dort wurde das Ganze bestrahlt, also geläsert und danach war es dann so wie's jetzt ist oder naja nicht ganz.

00:11:57: Ich hab' jetzt ja noch viele Jahre dazwischen gehabt, aber... ...ich bin seit dreißig Jahren austherapiert!

00:12:14: Naja, ich hab... Ich weiß das tatsächlich nicht mehr so viel von.

00:12:19: Also ich war... also ich kam auch aus dem Krankenhaus zurück und war geistig abwesend.

00:12:23: Das heißt, ich hatte jemanden der mich gefüttert hat.

00:12:28: Was ich wohl konnte sagen, ich muss auf Toilette.

00:12:32: dann hat mich irgendjemand zur Toiletten gebracht aber ich konnte ja auch nicht laufen oder gehen.

00:12:38: So wie man es eigentlich immer sich wünscht heutzutage dass man den Moment erlebt So, das hab ich dann wohl zu der Zeit ... Ich weiß nicht mehr so sehr viel darüber tatsächlich.

00:12:47: Ja, also es war einfach ... Ich war handlungsunfähig.

00:12:53: Also quasi ... Ich konnte sein!

00:12:57: Ich konnte essen und ich konnte vielleicht irgendwie sagen.

00:13:01: Aber ich konnte gar nichts selbst machen überhaupt nicht.

00:13:06: Hattest du das Gefühl dass damit deine Kindheit endet?

00:13:10: ein Stück weit?

00:13:11: Ja, schon.

00:13:12: Also es war so... Ich war ja sehr, sehr beliebt vorher.

00:13:16: Ich hatte ganz viele Law-Freunde und ich sage immer, ich war das fröhlichste Kind dieser Erde.

00:13:23: Wird mir heute immer gesagt, heute bist du auch nicht unfröhlich?

00:13:26: Okay also ich bin halt auch fröhlig aber haltet andersfröhlich.

00:13:30: Und damals auf einmal hatte ich keine Freunde mehr nur noch eine Freundin die wirklich regelmäßig kam Und ja, sonst hatte ich halt hauptsächlich irgendwie ältere Leute.

00:13:41: Die älteren Leute.

00:13:43: Dass was ich heute bin war damals auch Älter sozusagen und ja... Ich hatte nicht mehr so die Menschen in meinem Alter.

00:13:52: Hattest du das Gefühl dass deine Eltern dich danach auch ein bisschen den Watte gepackt

00:13:56: haben?

00:13:58: Eigentlich nicht!

00:13:59: Also ein bisschen schon, bisschen auf Sorge wie auch immer aber Nein, also ich wurde schon gefordert.

00:14:08: Also gefördert auch aber eben geforderd vor allen Dingen.

00:14:13: Dass ich wieder gehen kann das war schon auch wichtig.

00:14:16: Ich weiß dass ich es wollte, aber ich weiß auch dass das hieß so jetzt nicht wie ein Rollstuhl sitzen sondern jetzt gehste mal hältst dich fest am Rollstühl.

00:14:28: Wie lange hat's denn gedauert bis du wieder laufen konntest?

00:14:30: Gute Frage!

00:14:32: Also, bis ich wieder wirklich selbstständig gehen konnte.

00:14:35: Bestimmt ein Dreivierteljahr so... Und es war ja auch am Anfang so dass ich bin einfach gegangen und das ist auch heute noch so.

00:14:42: letztens.

00:14:43: Das erzähle ich nachher noch.

00:14:45: Ich war vor Kurzem in New York auf einem Fondress und da hatte ich dann abends die falschen Schuhe an oder hat sich mich auch wieder hingehauen.

00:14:52: also ich meine das passiert auch heute manchmal noch.

00:14:54: aber damals war's einfach so dass natürlich so mein Umfeld immer Angst hatte, dass ich irgendwie fallen könnte.

00:15:01: Dass mir was passieren könnte oder war wie auch immer und... Ich bin dann einfach losgegangen irgendwann und natürlich sieht man das ja heute auch noch aber eben damals noch mehr.

00:15:11: und Ja, ich bin halt freiheitsliebend!

00:15:17: Ich würde gerne nochmal zurück auf deine Kindheit in Jugend gehen.

00:15:21: als zehnjährige oder noch nicht mal zehnjähriger hattest du ja nur Erwachsene als Kontaktpersonen?

00:15:28: mit Ausnahme dieser einen Freundin.

00:15:30: Aber dadurch, dass du ja auch viel Zeit im Krankenhausen bei Ärzten und Therapeuten verbracht hast, waren das quasi die Menschen in deinem Leben, die dich umgeben haben?

00:15:40: Was hat es mit dir gemacht?

00:15:42: Es ist schwierig!

00:15:43: Ich glaube ich habe so ein bisschen das nicht geschafft meine Kindheit abzurunden oder so ähnlich... Also ich hab mich oftmals nicht so in meiner, was soll man sagen, in meiner Gleichaltigkeit Das ist ein Wort, das vielleicht gar nicht gibt.

00:15:59: Also quasi nie so in meiner Generation gefühlt oder so... Ich habe auch tatsächlich Schwierigkeiten Menschen zu vertrauen.

00:16:08: Heutzutage ist es besser geworden aber in der Zeit war es einfach schwierig Menschen zu Vertrauen also in meinem Alter sozusagen und ich hab da Schwierigkeiten gehabt irgendwie Kontakte zu knüpfen und eben auch weil natürlich die Menschen oder die anderen Schülerinnen und Schülern eben gesagt haben, mich gesehen haben.

00:16:28: Und meinten, du bist ja behindert, nee mit dir geht nicht.

00:16:33: Viele, viele so genannte Freunde, die dann abgesprungen sind, die mir auch im Nachhinein schon erzählt haben oder erklärt haben.

00:16:40: Ich hab den Kontakt zu dir abgebrochen weil ich gemobbt wurde.

00:16:42: Weil ich zu dir Kontakt hatte.

00:16:44: Das hat mir eine einmal erzählt.

00:16:45: das fand ich krass.

00:16:47: Fand ich sehr krass.

00:16:48: aber so ist das und das ist die Gesellschaft bis heute teilweise.

00:16:52: Und ja, deswegen... Genau.

00:16:56: Bist du gerne zur Schule gegangen?

00:16:58: Nö!

00:17:00: Also tatsächlich nicht.

00:17:02: Ich bin früher gerne zu Schule gegangen weil ich konnte einfach... und bis heute nicht doof auch wenn viele Leute... also das kommt nachher noch mir.

00:17:11: manchmal ist nichts zutraue und einfach was sie sehen auf.

00:17:13: Mensch hat eine Einschränkung.

00:17:15: Die kann da nichts können.

00:17:16: Tatsächlich gibt es da Menschen.

00:17:18: Ich Bin früher gern zur Schule gegangen bevor diese Geschichte war Und danach war es halt eigentlich nur noch, also selbst von Lehrern.

00:17:27: Ich hatte einen Lehrer und ich habe tatsächlich mal ein IQ-Test gemacht.

00:17:31: Da kam raus – ich bin mathematisch besser als sprachlich!

00:17:39: In Deutsch war ich immer super und ich hab auch vor einigen Jahren mal ein Buch geschrieben und das heißt, ich kann sprachlos jetzt nicht so schlecht sein und wenn ich mathematisch bessere bin rein durch den IQ-test dann muss ich am Mathematisch richtig gut sein.

00:17:55: Und ich hatte ein Mathelehrer, der hat mir gesagt ja du bist einfach zu blöd fürs Leben und so und da habe ich dann mehrere Fünfen im Zeug das gehabt.

00:18:04: Das heißt diesem Lehrer also er lebt glaube nicht mehr.

00:18:09: aber diesen Lehrer habe ich so verdanken dass sich zum Beispiel auch einfach schulisch keine Freude hatte und eben da auch nicht wirklich viel weitergekommen bin.

00:18:19: Wie hat sich das Leben dann für dich entwickelt?

00:18:21: Denn für dich war ja von da an klar, dass vielleicht nicht genau dein Weg so ist wie bei allen anderen in deinem Umfeld.

00:18:29: Ich habe sehr viel gekämpft – also bis heute!

00:18:34: Weil ich meinen Weg

00:18:37: einfach

00:18:38: normaler sehe als andere ihn sehen.

00:18:41: Das heißt viele Möglichkeiten ergeben sich mir nicht die mir eigentlich offen stehen würden.

00:18:46: Also es fängt dabei an oder ja dabei richtig an, dass ich... naja.

00:18:54: Ich habe eine Hürnverletzung und dann heißt das ja ganz kann ja nicht wirklich laufen alles.

00:19:02: Und mir wurde ja gesagt, naja wird niemals irgendwie einen normalen eigenen Lebensweg haben.

00:19:11: und dann hieß es maximal Hauptschule irgendwie so und ich habe aber tatsächlich mittlere Reife gemacht.

00:19:20: Das ist jetzt nicht Abitur, aber es ist ja mittlere reife gemacht.

00:19:22: Ich habe eine Ausbildung gemacht ich hab auch noch ein Fernstudium gemacht später.

00:19:27: Ich hätte auch tatsächlich Abiture machen können Aber diese Schule auf der ich war Die hat die Schüler mehr noch und noch ein bisschen mehr unterstützt und die Oberstufe wären vier Jahre gewesen.

00:19:38: Jetzt hatte ich ja damals bei dieser im Jahr die vierte Klasse wiederholt, dadurch dass ich viel gefehlt habe.

00:19:46: Jetzt hatte ich die zehnte Klasse widerholt weil der Lehrer mir gesagt hat Ich bin so blöd für diese Welt.

00:19:53: und dann hab' ich gesagt Und dann noch nochmal ein Jahr mehr Oberstufe.

00:19:56: Also irgendwann will ich ja nicht auch mit sechzig noch mein Abitur machen und daraufhin habe ich dann einfach nur mittler Reife und hab aber trotzdem wie gesagt noch viel Weiterbildung gemacht.

00:20:10: Aber dadurch ist man natürlich viel Ja, viel versperrt geblieben.

00:20:14: Hat sich dein Freundeskreis verändert über die Jahre?

00:20:17: Total, total!

00:20:19: Also ich hab die meisten sogenannten Freunde von damals gab's ganz schnell nicht mehr.

00:20:25: Ich habe eine Freundin bis heute, die hab' ich in der Ausbildung kennengelernt Die ist mir sehr treu und ich ihr also ich komme ursprünglich aus Süddeutschland Und bin mit Anfang zwanzig nach Norddeutsche Land gezogen Und sie hat mir die Treue gehalten bis heute.

00:20:43: Ja, genau und ich hab natürlich dann später hier noch mit Anfang Mitte zwanzig mir mein soziales Netz aufgebaut.

00:20:53: Du hast gesagt du bist ausgezogen?

00:20:55: Als ich das erste Mal ausgezogen bin wollte ich unbedingt in der Nähe meiner Eltern bleiben.

00:20:59: damit falls irgendwas ist ich die fragen kann hey Mama Papa was kann ich tun?

00:21:04: können nicht mehr helfen.

00:21:04: mich habe dich ausgeschlossen was auch immer.

00:21:07: Jetzt hast du aber eine riesige Distanz zwischen dir und deinen Eltern gebracht.

00:21:12: Was war der ausschlaggebende Grund dafür?

00:21:14: Ich wollte endlich groß werden!

00:21:18: Also meine Eltern oder mein soziales Umfeld habe schon viel dafür getan, dass ich aufstehe wieder ins Leben komme, dass sich mein Leben selbst gestalten kann und nicht gefüttert werden muss im Rollstuhl sitzen bleiben muss sondern das ich mein Leben lebe und weiter gehe.

00:21:37: Aber ich wollte endlich mein Leben leben.

00:21:40: Wenn ich abends weggehe, wollte ich dann auch am nächsten Morgen ewig lang schlafen und das ging da einfach nicht zum Beispiel.

00:21:47: Außerdem wollte ich einfach, dass ich auch Geheimnisse haben kann die jetzt nicht jeder gleich.

00:21:53: Und dann war es einfach noch so.

00:21:55: ne?

00:21:55: Ich war da relativ bekannt und da hat jeder alles mit gekriegt von mir.

00:21:59: Abgesehen davon ist... wenn man aus einem Ort in Süddeutschland kommt, Hamburg so was wie Hollywood.

00:22:06: Und ich hab es, ich will nach Hamburg!

00:22:08: So voll, also ich will Nach Hamburg und ... Ich bin dann ja... Und letztendlich ist Hamburg zu dieser Distanz, also fünfhundert, sechshundert Kilometer nicht Australien.

00:22:19: Also mit dem Auto kommt man in sechs, sieben Stunden darunter im Zweifel.

00:22:26: Abgesehen davon bin ich ein Meister im Netzwerken.

00:22:29: Das heißt Ich kam nach Hamburg und war, hab nach ungefähr, ich habe es seit nach einem halben Jahr die Halbe Stadt gekappt.

00:22:39: Und das ist glaube ich das was voll gut ist an mir also daran dass ich mich sicher fühlen kann.

00:22:46: und ja ich hatte dann schnell Leute gehabt von denen ich wusste wenn ich jetzt keine Ahnung wenn ich Hunger habe dann kriege ich da etwas zu essen oder wenn ne wenn nicht irgendwie ...hinfallen würde, also hinfallen im Sinne von irgendwie... keine Ahnung.

00:23:02: Meine Wohnung verlieren würde oder was?

00:23:04: Dass ich dann bei irgendwem auf der Kraut schlafen kann zumindest ein bisschen.

00:23:07: Also ein paar Tage, paar Wochen oder so.

00:23:10: Ich hab da nicht so Angst gehabt, was das angeht.

00:23:13: Ich bin immer eher so dass ich schaue wo gibt's noch für mich Möglichkeiten?

00:23:17: und Das ist nicht so, dass ich das nur nehme.

00:23:20: Ich gebe das auch gerne.

00:23:21: Also ich gebe auch gerne anderen Menschen Unterstützung.

00:23:25: ja so genau

00:23:27: Hatte dein bisheriger Lebensweg deine Buchswoll beeinflusst?

00:23:31: Ja.

00:23:32: Ähm, ja und nein!

00:23:34: Also ich... Ich werde ja nachher noch erzählen dass ich jetzt meine Geschichte veröffentliche und eben gerne anderen Menschen helfe und helfen möchte mit meiner Geschichte.

00:23:48: aber ich habe jetzt einfach ein Brotjob also einfach nur einen Job der mir mein Leben quasi Mein Leben finanziert, sozusagen dass ich was zu essen habe.

00:23:57: Ein Nachbarnkopf und so weiter.

00:23:59: Und eigentlich.

00:24:00: also ich wollte immer was mit Sprache machen nur mit Menschen machen das ist aber halt schwierig.

00:24:06: Also Rundfunk ist so das Ding was Ich gerne möchte.

00:24:11: Eigentlich nach wie vor oder Naja eben sprechen von Menschen Das mache ich jetzt ja Aber also Jetzt hab ich mich verhasst wird aber wie auch immer also auf jeden Fall War das immer das, was ich wollte?

00:24:22: Aber zum Rundfunk kommt man nicht so einfach.

00:24:24: Also entweder muss man entdeckt werden oder man muss halt Abitur haben und habe ich nicht und irgendwie weiß es sich wie oder eben keine Ahnung, neunzig, sechzig, neunsig... Das hatte ich auch nicht!

00:24:36: Ja gut also Schwierig, Radio ist relativ schwierig.

00:24:40: Das wäre aber voll das was gewesen, was ich möchte.

00:24:43: und gut jetzt strebe ich in die Richtung.

00:24:46: beziehungsweise habe er schon angefangen sozusagen mit Sprechen vor Menschen und Impuls geben und so genau.

00:24:55: also so gesehen hab ich halt das genommen was mich nähert.

00:25:01: derzeit ja genau

00:25:03: Was bedeutet für dich gesund sein?

00:25:08: Das ist eine lustige Frage, weil verschiedene Menschen zu mir auch sagen, ja ich bin ja gesund.

00:25:14: Und ich sage immer, ich bin auch super gesund!

00:25:16: Ich habe ein ganz tolles Immunsystem.

00:25:18: Also gesund?

00:25:19: Ich bin nicht krank.

00:25:20: Ich hab ne Behinderung.

00:25:23: Also dieses...ich nenne es jetzt in Anführungsstrichen normal sein bedeutet halt an der Gesellschaft voll ernst genommen zu werden und das ist etwas was.

00:25:35: Also es gibt tatsächlich viele Menschen, ich hab mittlerweile auch viele Menschen in meinem Umfeld mit denen ich super gut kann.

00:25:41: Ich habe tolle Freunde und Partner und so meine Wunsch- oder Wahlfamilie, aber jemand der mich nicht kennt und vielleicht voreingenommen ist... Es gibt ja mehr als genug Arbeitgeber wie auch immer.

00:26:00: also dazu kann ich gleich noch was sagen.

00:26:03: Da ist es einfach schwierig.

00:26:06: Das ist auch was, was ich mitgeben möchte... ...mit meiner Rolle als Public Speaker so,... ...dass ich erklären möchte, guck doch mal genauer hin.

00:26:16: Guck mal hinter die Fassade!

00:26:17: Man sieht dann irgendwie, da ist jemand eingeschränkt und der kann ja nicht.

00:26:21: Ich wurde gefragt vor einem Weilchen,... ..."Ja du bekommst bestimmt Rente oder?

00:26:28: Hä?

00:26:28: Wie?".

00:26:29: Also wenn man irgendwie ein bisschen eingeschränkt ist, das ist gleich so dass man ja nicht fähig ist.

00:26:35: Und das ist was, was ich halt total doof finde.

00:26:37: also auch im Sinne der Wirtschaftskrise sollte man lieber gucken, dass man die Menschen in ihren Fähigkeiten stärkt statt sie alle zu Hause sitzen zu lassen weil sie ja nicht der Norm entsprechen und vielleicht ansteckend sein können.

00:26:55: Das sage ich immer.

00:26:57: So das zum Thema Gesundheit.

00:27:01: Hattest du das Gefühl, wenn Menschen dir begegnen, spürst du ob sie vor eingenommen sind oder nicht?

00:27:08: Manchmal schon.

00:27:10: Wie zeigt sich das?

00:27:12: Bestimmte Blicke und eben auch gewisse Fragen.

00:27:19: Die Menschen meinen es meistens nicht böse aber wenn jemand einfach kommt und hilft... Ich hab kein Problem damit, wenn mich jemand fragt.

00:27:28: Entschuldigung, kann ich Ihnen helfen?

00:27:32: Dann hab ich kein Problem mit, dass mir jemand hilft oder ich sag dann die Dankeschön.

00:27:37: Oder es ist auch total süß ... Ich bin jetzt ja nicht mehr die Jüngste.

00:27:42: Ich bin erst auch schon Mitte vierzig und wenn mir dann Kinder, Schulkinder einen Sitzplatz anbieten, war der immer so peinlich!

00:27:51: Wie weit ist das jetzt schon

00:27:52: gekommen?!

00:27:53: Das sage ich dann immer vielen Dank, ist total lieb.

00:27:55: Ich habe jetzt schon acht Stunden gesessen und alles gut.

00:27:58: Das finde ich dann in Ordnung wenn jemand fragt.

00:28:00: Und ich frage auch grundsätzlich, wenn ich jemanden sehe der irgendwie Hilfe braucht.

00:28:04: Ich mach nicht einfach!

00:28:06: Das ist etwas was sich tatsächlich gerne in der Gesellschaft ändern würde dass man miteinander redet so ne dieses

00:28:13: Ist ja auch ziemlich übergriffig, dann jemanden einfach die Tasche aus der Hand zu nehmen.

00:28:17: Weil man sieht okay, die Person scheint nicht so kräftig zu sein oder hat zwei weitere schweren Taschen.

00:28:22: Das finde ich absolut

00:28:23: übergriffisch!

00:28:24: Ja naja genau, ja eigentlich... Also eine Tasche hat mir noch niemand abgenommen aber einfach mich dann... also letztens war das wieder, da bin ich ins Flugzeug gestiegen und da war so ne hohe Stufe.

00:28:37: natürlich war es nicht einfach, natürlich So, aber ich komme da schon hin und wenn ich Hilfe brauche sage ich das.

00:28:43: Und dann hat einfach jemand von hinten mich genommen und nur so.

00:28:46: Ich war ja nicht böse gemeint, ne?

00:28:49: War überhaupt nicht bösen gemeint!

00:28:50: Aber... Ja, da hab' ich dann wieder gedacht, hm, so,

00:28:53: ne?!

00:28:55: Also, ja genau.

00:28:59: Das betrifft jetzt nicht mich persönlich, aber dass man einfach jemanden nimmt über die Straße führt oder was weiß ich.

00:29:09: Es gibt viele Leute, wie gesagt, die meinen das nicht böse?

00:29:11: Die wissen nicht, wie sie fragen sollen.

00:29:13: aber ich denke immer hey mach doch den Mund auf!

00:29:15: Einfach

00:29:16: fragen?!

00:29:17: Was ist das denn für eine...

00:29:18: Ja sagst du halt ne?

00:29:21: Ich finde das

00:29:21: richtig schlimm.

00:29:23: Aber das ist das was ich halt jetzt nicht mehr so fiel tatsächlich, aber ich habe das schon seit langen sehr viel erlebt.

00:29:29: Oder Das ist noch eine Geschichte, die auch ganz, ganz nicht echt krass fand.

00:29:35: Es waren alte Leute, also Seniorinnen und Senioren, die wollten in Zug einsteigen und wollten einfach mich zur Seite drängen.

00:29:43: Und ich habe... Also, na?

00:29:45: Ich sehe das dann auch nicht mit ein, weil ich hab da ja auch gewartet!

00:29:48: Dann bin ich vor und wollte rein und meinte die eine Frau, oh seh doch sie kann nicht so gut gehen!

00:29:59: Weiß ich nicht.

00:30:00: Also ihr habt den Fehler gemacht, dass ihr mich weggedrängen wolltet.

00:30:03: Blödes Volk!

00:30:04: Aber whatever ist egal.

00:30:05: Ich hab nix gesagt.

00:30:06: Ich habe nur einen Kopf geschüttelt und bin weitergegangen.

00:30:09: So Zeugs erlebt man halt.

00:30:10: aber das ist glaube ich die Gesellschaft einfach.

00:30:12: Und wenn man dann eben auch noch eine Einschränkung hat, dann ja... ...ist es halt dann nochmal so ne andere Sache.

00:30:19: Ja gut

00:30:21: Hat dich denn deine Einschränkung auch in deinem Lebensweg so weit beeinflusst, als dass du sagst, das hat dir den Weg in eine bestimmte Richtung vorgegeben?

00:30:31: Ja also ich weiß nicht ob ich soweit weg gegangen wäre von meinem Elternhaus.

00:30:36: Ich musste einfach endlich meinen Weg gehen und dann habe ich halt gesagt ganz weit weg natürlich dadurch dass Hamburg wie Hollywood war.

00:30:44: für mich vom Gefühl war es natürlich nochmal extra ne andere Sache.

00:30:47: aber Ja, einfach dass ich quasi diesen Abstand brauche oder brauchte und ja in anderen Dingen zum Beispiel habe kein Führerschein weil ich einen Gesichtsfeldausfall hab.

00:31:03: Also nicht weil ich nicht fahren könnte so sondern welchen Gesichtsfeldausfall hab das ist etwas was mich vielleicht auch ein bisschen beeinflusst.

00:31:09: Was heißt das genau?

00:31:11: der Gesichtsausfall?

00:31:14: Wenn du einen Führerschein machst, dann musst du doch machen verschiedene Tests und so weiter beim Augenarzt oder beim Optiker.

00:31:22: Und dann gibt es einen Test.

00:31:24: da guckst du vorne auf einen Punkt und ringsrum leuchten zu Lüchter auf.

00:31:31: Das ist das Gesichtsfeld.

00:31:32: Das bedeutet wenn du fährst und dir jemand ins Auto rennt, das ist in deinem Gesichtsfeld.

00:31:38: Und bei mir links unten Und wenn mir da jemand ins Auto läuft, dann hat derjenige verloren.

00:31:44: Okay verstehe du hast vorhin erzählt dass du eine Zeit lang blind warst?

00:31:49: Ja das war als diese Blutung auf mein Sehnerv gedrückt hat.

00:31:55: also es war nicht jetzt so wie dass der sehnerf kaputt ist sondern er hat das halt einfach auf den Sehnav gedruckt diese Blutung und das war ziemlich zu anfangen.

00:32:04: Ich weiß davon nicht mehr so viel, ich weiß nur noch dass die Ärzte immer mit der Taschenlampe geleuchtet haben und die Puppeln sich nicht bewegt haben halt, ne?

00:32:11: Genau!

00:32:12: Wie

00:32:12: hat sich das für dich angefühlt damals?

00:32:15: Wie gesagt, ich weiss dann nicht mehr sehr viel drüber aber ja es ist schon war schon sehr komisch also immer wieder die Äzze gekommen sind und geguckt haben.

00:32:24: nee also es hat sich doch noch nicht verändert.

00:32:26: und wie gesagt den konkreten Gedanken oder das konkrete Gefühl habe ich tatsächlich jetzt nicht mehr so im Gefühl, oder?

00:32:35: Nicht mehr so da parat.

00:32:37: Ich möchte noch einmal ganz kurz springen und zwar dieser riesige Umzug.

00:32:42: Ich finde es absolut bewundernswert.

00:32:43: Also ich bin auch sehr oft umgezogen und tue es immer noch sehr gerne wie ein neues Hobby von mir

00:32:51: aber

00:32:53: Würde schon sagen es bei mir anders ist als bei dir.

00:32:56: So, ich bin sehr gesund Ich habe gar keine Einschränkung.

00:32:59: und jetzt stellt sich mir die Frage Wolltest du deiner Familie etwas beweisen dadurch dass Du diesen weiten Umzug gemacht hast?

00:33:08: Nee, nee, ich wollte niemandem was beweisen sondern ich war ich wollte frei sein!

00:33:13: Ich wollte mein Leben leben.

00:33:15: also Vielleicht beweisen, dass du es alleine schaffst?

00:33:18: Gar nicht beweisen.

00:33:20: Das war vielleicht so ein Nebengedanke aber nicht... Also ich wollte einfach weiterkommen und ich wusste, ich komme da nicht weiter.

00:33:28: Ich werde dort vegetieren im Sinne von ...Ich werd einen Job haben!

00:33:33: Ich werd Essen haben!

00:33:35: Aber ich hatte andere Gefühle gehabt.

00:33:38: Das seht ihr jetzt ja.

00:33:40: Warum komme ich hier zu euch?

00:33:41: Warum könnt ihr mich filmen, warum komme ich ins Internet?

00:33:44: Ich will weiterkommen mit meiner Geschichte einfach.

00:33:46: Es hat irgendeinen Grund, warum ich das hatte und vor allen Dingen, warum es überlebt habe gar nicht mal.

00:33:51: Also ich hätte auch gestärben können dann wäre alles vorbei gewesen und dann so.

00:33:54: aber ich hab's überlebte und das hatten Grund und ich muss einfach irgendwie weiterkommen Und das war da eigentlich möglich.

00:34:01: also so nicht jedenfalls.

00:34:03: Was sind deine nächsten konkreten Ziele um deine Wünsche und Träume in der Füllung zu bringen?

00:34:07: Ja, also ich habe ... genau.

00:34:10: Ich hab ja diese Speaker-Ausbildung gemacht und bin jetzt gleich für New York gebucht worden.

00:34:17: Und war dann dort auf einem internationalen Kongress und habe meine Expertise, also Joy of Life... Also auf Englisch hab' ich das gehalten tatsächlich?

00:34:27: Ich bin ganz stolz!

00:34:29: Ich werd immer gefragt und mich fragt nicht ob man das auch andere Leute fragen würde.

00:34:33: Ist dein Englis so

00:34:34: gut?!

00:34:35: Naja, ich kann halt super gut umschreiben und bestimmte Worte habe ich mir halt gelernt wird dafür.

00:34:41: Also Ambassador of Joy Of Life zum Beispiel!

00:34:44: Ja und das bin ich.

00:34:46: Ja also konkret ein... ihr werdet das Interview später ausstrahlen aber ich hab jetzt tatsächlich demnächst einen Termin beim Hamburger Abendblatt die schreiben über mich Und ich möchte gerne meine Message in die Welt bringen.

00:35:04: Genau und wichtig ist dabei, es geht nicht nur darum Menschen die in so einer Situation sind zu helfen oder zu sagen hey gibt niemals auf.

00:35:11: Gibt die Hoffnung nicht auf?

00:35:12: Es gibt immer Wege und guckt das ihr.

00:35:17: eure kleine Erfolge oder eben die kleinen Dinge des Lebens können ja auch total toll sein.

00:35:24: also dass ihr euch an den kleinen Dingen erfreut so rum.

00:35:28: Das ist die eine Menschengruppe sozusagen, die ich erreichen möchte.

00:35:32: Dann möchte ich aber auch gerne so die Wirtschaft erreichen weil ich der Wirtschaft gerne sagen eben erklären möchte warum bezahlte diese Abgabe?

00:35:44: Wenn ihr diese Abgaben bezahlt dann könnt ihr euch frei kaufen sozusagen.

00:35:47: Magst du kurz die Abgabe erklären für die Leute, die es nicht kennen.

00:35:51: also Es gibt man muss.

00:35:53: das ist auch ziemlich blöd.

00:35:56: In Deutschland muss jede Firma ab einer Firmengröße von, ich weiß es nicht genau wie vielen Menschen, also Mitarbeitern fünf Prozent Menschen mit Schwerbehindungen einstellen.

00:36:09: Und viele Firmen sagen Nö machen wir lieber nicht, wir bezahlen lieber diese Abgabe.

00:36:13: Diese Abgabe ist auch relativ niedrig so wie ich gehört habe.

00:36:17: dann bezahlt man das lieber und stellt niemand ein weil Ja, weil es ja viel zu umständlich ist.

00:36:24: Also einmal will man dann niemanden im Büro oder im Unternehmen haben, dass der dann weiß ich nicht... also blödes Beispiel!

00:36:34: Der sabbernd an seinem Schreibtisch sitzt.

00:36:36: aber das gibt ja noch genügend andere Formen und es gibt genügen Menschen die können und vielleicht nicht so schnell, nur wie auch immer, die wollen arbeiten.

00:36:48: Ich kenne ganz viele davon.

00:36:51: Und es ist einfach, genau ich möchte einfach nicht nur appellieren sondern auch erklären was man alles tun kann.

00:37:01: Ich zum Beispiel hat mir eine Bekannte erzählt ja wir würden ja eigentlich würde schon jemanden einstellen aber wir sind dem ersten stock und wir bräuchten dafür einen Aufzug und nie den können wir uns nicht leisten.

00:37:14: ganz ehrlich es gibt Diese Abgabe wird bezahlt von vielen Firmen und mit dieser Abgabe, die bezahlt wird können Firmen ausgestattet werden.

00:37:23: Mit einem Aufzug oder mit irgendwas was dann Menschen mit einer Behinderung in eine Firma bringen kann.

00:37:31: Und das ist etwas, was ich gerne auf einen Wirtschaftskongress oder so einmal mitteilen würde.

00:37:38: oder dieses Wissen weiterzugeben.

00:37:41: Und ja, grundsätzlich gibt es ja immer Möglichkeiten.

00:37:44: Es geht nicht nur um Lebensfreude sondern es geht einfach darum... dieses Wort Inklusion finde ich furchtbar aber eben dass wir alle miteinander leben und das wir alle voneinander lernen.

00:37:55: Ansonsten bin ich natürlich sehr fröhlich und freundlich und kann auch einfach nur für einen positiven Impuls sorgen.

00:38:02: Genau!

00:38:03: Also mein Wunsch ist es, dass meine Geschichte nicht umsonst war, in die Welt kommt, so und ja anderen Menschen was bringt.

00:38:16: Auf welche Art und Weise auch immer?

00:38:19: Ich weiß nicht ob du das gerade schon beantwortet hast mit deiner Rede grade Aber warum denkst du braucht es mehr Sichtbarkeit für menschen mit unsichtbaren Behinderungen?

00:38:33: Weil ich glaube also einmal für die Menschen ist es gut weil diese Menschen Ja, es ist eine unsichtbare Behinderung oder Einschränkung und das bedeutet dass Menschen rumherum zwar sehen auch derjenige ist irgendwie ängstlich oder er ist zurückhaltend.

00:38:56: Und man sieht das Potenzial nicht!

00:38:59: Und jetzt gerade in diesen Zeiten wo wir stecken mit Krisen Alle möglichen ist doch gut, wenn man die Menschen alle mit einbezieht.

00:39:07: Dass das von ihnen nimmt was sie können und nicht einfach so zur Seite stellt sozusagen weil dann bezahlt man natürlich auch für diese Menschen weiter ohne dass sie irgendwas beitragen können.

00:39:21: also ich habe eine Bekannte die ja wird bei der Arbeit sehr Ja, wie soll man sagen?

00:39:31: Ihr wird gesagt bei der Arbeit.

00:39:33: Ja wenn du das nicht so hinkriegst dann ja vielleicht wäre es doch gut, wo wir zu den Rente gehen und sie sagt hallo ich bin Mitte vierzig Ich will auch noch ein bisschen was machen.

00:39:44: da sollte man dann Vielleicht gucken und dass ist jetzt in dem Fall die Frage ob Sie nicht mehr Homeoffice machen kann.

00:39:51: andere Menschen können das doch auch machen zum Beispiel.

00:39:53: also muss andere Möglichkeiten geben Dass Menschen sich einbringen können in diese Gesellschaft.

00:39:58: Das ist, glaube ich, ziemlich wichtig.

00:40:02: Gibt es in deiner ganzen Geschichte etwas was du nicht vergessen kannst und auch nicht vergessen willst?

00:40:09: Das ist eine gute Frage!

00:40:11: Auf diese Frage war ich nicht vorbereitet.

00:40:13: Also eigentlich auf keine,

00:40:14: ne?!

00:40:15: Also im Prinzip bin ich ein sehr hoffnungsvoller Mensch... Und ja also ich bin seit über dreißig Jahren austherapiert Aber ich gebe die Hoffnung bis zu meinem letzten Atemzug nicht auf, dass doch noch was geht.

00:40:34: Weil ... Ich arbeite also... Die meisten Ärzte sagen und auch die Gesellschaft so sagen ja ach ist schon viel zu lange her und ach was.

00:40:46: aber ich habe Menschen kennengelernt, die anders denken Also zwei Ärzten eine Therapeutin Und auch verschiedene andere Menschen zu mir sagen, ich weiß du schaffst das.

00:41:00: Und was ich nicht vergessen werde ist daran zu glauben dass man etwas schaffen kann.

00:41:08: Das auf jeden Fall!

00:41:10: Da kann ich dir sehr unsere Folge mit Oliver Brünner empfehlen.

00:41:14: Ich weiß nicht, ob du den geschaut hast oder ihn kennst.

00:41:17: Er selbst ist als Schwerstbehinderter geboren worden und ist vor einem Jahr, als wir die Aufnahme gemacht haben kurz zuvor ein Haltmarathon gelaufen hatte Spastiken an allen vier Gliedmaßen.

00:41:31: also ich kann dir nur empfehle, hör da rein!

00:41:33: Da ist es sehr inspirierend.

00:41:39: Punkt selbst auch wieder erkannt, zum Beispiel eine Sache.

00:41:43: Er hatte gesagt, er wollte unbedingt eine, ich weiß nicht wie er es ausgedruckt hat aber eine normale Frau kennenlernen so und wo alle drum herum gelacht haben und so.

00:41:52: Und ich habe das auch gesagt.

00:41:53: Ich wollte einen... ich hab gesagt, ich will ganz normal heiraten und ich habe tatsächlich deutlich früher getan als Oliver Brunner mit Ende zwanzig geheiratet einen Ingenieur Und bin nach wie vor mit ihm verheiratet.

00:42:10: Ja, genau und er sagt... Also ich hatte ihn gefragt irgendwann und hab gesagt, sag mal ist das nicht schlimm für dich?

00:42:19: Du siehst gut aus!

00:42:20: Du könntest doch jede andere haben du bist intelligent und wie immer Ist es nicht schlimm dass ich eine Behinderung habe.

00:42:27: und dann hat er gesagt Behinderung ist nicht schlimm Das ist nur anders.

00:42:32: Und er hat außerdem gesagt, ich bin nicht stärker als du.

00:42:36: Also das ist das was mich mit wo es so ein bisschen Parallelen gibt zu Oliver Brunner genau.

00:42:45: Wie sieht denn für dich ein erfülltes Leben aus?

00:42:49: Ein erfülltes Leben... also ich würde gerne noch mehr machen das was ich will und kann und da versuche ich mein Weg hinzuführen.

00:43:06: Also im Prinzip habe ich persönlich keine Sorgen, die man so kennt.

00:43:15: Wir leben in der ersten Welt glaube ich, sagt man so und da haben wir Luxusprobleme.

00:43:22: aber für mich denke mir immer, mir geht es so gut eigentlich also nicht eigentlich sondern mir geht's so gut dass... Alles, was mich jetzt noch mehr erfüllen kann sind halt Luxusprobleme sozusagen.

00:43:36: Gut natürlich!

00:43:36: Jetzt die Bewegungseinschränkung.

00:43:38: da arbeite ich dran.

00:43:39: ein Halbmarathon möchte ich nicht laufen.

00:43:41: Ich war noch nie sportlich aber die Bewegungs-Einschrankungen da arbete ich daran auch wenn mir jeder sagt ne also nicht jeder.

00:43:50: aber viele Menschen sagen nee das genau

00:43:53: Wie zeigt sich deine Übung?

00:43:55: Was machst du dafür?

00:43:56: Also ich habe wie gesagt wenige, aber Menschen die daran glauben das noch weiter.

00:44:03: Ich habe eine ganz tolle Physiotherapeutin, die super toll ist!

00:44:08: Also ich hatte mal einen Physietherapeuten.

00:44:10: zu dem habe ich gesagt, ich möchte Klavier spielen und ich habe als Kind Klavier gespielt.

00:44:15: und deswegen es ist schon hier drin, dass ganze die Theorie oder überhaupt die Mechanik ist auch hier schon drin in der Theorie.

00:44:25: und ich hab zu ihm gesagt Ich möchte Klavier spielen.

00:44:27: und dann hat er zu mir gesagt, dieser Physiotherapeut.

00:44:31: Hä?

00:44:31: Wie willst du nur das

00:44:32: schaffen?".

00:44:33: Und das ist ein schlechtes Beispiel für einen Physiotherapist.

00:44:37: Dann habe ich bei einer anderen Praxis angerufen und hab dort gesagt so ja, ich brauche den neuen Therapeuten und wissen Sie, sie werden jetzt bestimmt lachen.

00:44:47: Ich habe eine Spastik und ich möchte gerne Klavier

00:44:50: spielen.".

00:44:53: Wir bekommen dann bestimmt Freikarten für die Elbphilharmonie, oder?

00:44:56: Ich hab gesagt ja perfekt.

00:44:57: Ja klar machen wir so!

00:44:59: Ja genau und ich arbeite daran.

00:45:02: also was heißt Übungen geht ganz viel über den Kopf und mittlerweile ist das so dass ich in den Fingern kribbeln spüre.

00:45:11: natürlich sind da die Muskeln noch sehr schwach Es kommt auch noch nicht ganz an, aber wie gesagt ich werde da bis zu meinem letzten Atemzug.

00:45:23: Ich hoffe es ein bisschen vorher noch dran glauben.

00:45:25: das ist was wird ja

00:45:27: Was wünscht ihr denn für deine persönliche Zukunft?

00:45:30: Also ich wünsche mir dass meine Message in die Welt kommt.

00:45:33: wirklich also das wünsche ich mir.

00:45:36: und ansonsten Ja eigentlich ist es das so und ich bin ich hab sonst Ich habe alles, was ich brauche um zu überleben und zum Leben.

00:45:45: Also ich möchte gerne auch ins englische Ausland.

00:45:49: da war jetzt ja auch schon.

00:45:51: also ich möchte halt dass meine Geschichte nicht umsonst war und das soll in die Welt kommen.

00:45:57: Danke dir!

00:45:57: Das wünschen wir dir auch und vielen lieben Dank für deine Geschichte

00:46:00: mit uns.

00:46:00: Na klar sehr gerne!

00:46:01: Gerne auch mal wieder!

00:46:04: Dankeschön und wir wünscht ihr alles Liebe und Gute für dich.

00:46:07: Internetzukündung.

00:46:08: Vielen

00:46:08: Dank Du willst selbst bei uns dabei sein oder hast einen Teamvorschlag?

00:46:14: Denn melde dich auf unserer Website oder unsere Social Media.

00:46:19: Wenn du von dem besprochenen Themen betroffen bist, oder Unterstützung benötigst, dann zögere nicht Hilfe in Anspruch zu nehmen!

00:46:27: Hol dir Unterstützung bei professionellen Hilfeinrichtungen oder dir vertrauten Personen – bis zum nächsten Mal bei Von Bohne zu Bohne.

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