Dissoziative Identitätsstörung durch Missbrauch - so nutzten Pädokriminelle sie aus #81 Lene
Shownotes
Triggerwarnung: In dieser Folge geht es um organisierte sexualisierte Gewalt in der Kindheit, schwere körperliche und psychische Gewalt und eine dissoziative Identitätsstörung. Es geht auch um Essstörungen, Klinikaufenthalte, Selbstverletzung, Suizidgedanken, Zwangsernährung, Medikamentenmissbrauch, Abhängigkeit und Prostitution. Bitte höre nur weiter, wenn du dich stabil fühlst.
In dieser Episode erzählt Lene ihre Geschichte. Sie wächst in einer nach außen unauffälligen Akademikerfamilie auf. Hinter der Fassade erlebt sie über Jahre organisierte sexualisierte Gewalt im eigenen Zuhause. Um zu überleben, entwickelt sie eine dissoziative Identitätsstörung. Sie beschreibt, wie Anteile entstehen, wie Blackouts und Co-Bewusstsein sich anfühlen und warum sie als Kind kaum Erinnerungen einordnen konnte.
Lene spricht über Sprechverbote, Manipulation und die Erfahrung, dass niemand hinschaut, obwohl sie Signale sendet. Als die Übergriffe mit einem Umzug enden, bleibt das Erlebte in ihr aktiv. In der Pubertät kippt ihr Körpergefühl. Sie rutscht in eine Magersucht und erlebt Kliniken, Druck, Zwangsernährung und viele weitere Aufenthalte. Später folgt eine Phase schwerer Suizidalität, Medikamentenüberversorgung und ein Suchtproblem, das sie in einen zweiten Täterkreis führt.
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Zeitstempel: 0:00:03 – 0:01:48: Triggerwarnung & Intro 0:01:48 – 0:04:56: Familie nach außen, Elternbild, Bindung, Beginn der Gewalt 0:04:56 – 0:10:43: Organisierte sexualisierte Gewalt, Dissoziation, Anteile, frühe Prägung 0:10:43 – 0:16:33: „Sessions“, andere Kinder, Videomaterial, Ohnmacht, Abspaltung, Training 0:16:33 – 0:21:42: Nacht, Kellerraum, Mutter, Gewalt gegen die Mutter, Isolation, Überleben 0:21:42 – 0:30:34: Sprechverbote, Alltag vs. Trauma-Anteile, Co-Bewusstsein, Blackouts, Zeitverlust 0:30:34 – 0:37:56: Dauer bis Umzug, Ende der Übergriffe, Hoffnung wegen Geschwistern, Erleichterung und Misstrauen 0:37:56 – 0:50:03: Pubertät, Magersucht als Kontrolle, Klinik, Zwangsernährung, viele Aufenthalte 0:50:03 – Ende: Suizidalität, geschlossene Station, Abi in der Klinik, Medikamente, Suchtproblem, zweiter Täterkreis, Prostitution
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Transkript anzeigen
00:00:01: Ich glaube eher, dass es Menschen gab die genauso pervers drauf waren wie er und die da einfach, ich sag immer so das Hobby ausgelebt haben.
00:00:11: Und es gab dann irgendwie die Möglichkeit das zu tun als wenn sie's getan.
00:00:15: Und ich weiß auch, dass ich nicht das einzige Kind da war.
00:00:18: Es gibt so viele solcher Sequenzen wo einfach ich maximale Hilflosigkeit und Ohrmacht erlebt habe auch total abgestumpft bin.
00:00:33: Und das ist auch gut, und alles was dann irgendwie nicht mehr aushaltbar war wurde halt
00:00:39: abgespalten.".
00:00:43: Trigger-Warnung In dieser Folge geht es um organisierte sexualisierte Gewalt in der Kindheit Schwere körperliche und physische Gewalt und eine dissoziative Identitätsstörung.
00:00:54: Es geht auch um Essstörung Klinikaufenthalte Selbstverletzung und Suizidgedanken.
00:00:59: Wenn dich das triggert pausiere jetzt oder höre die Folge nicht.
00:01:09: Stell dir vor, du kommst in einen Raum.
00:01:12: Vor dir sitzt ein Mensch und du hast keine Ahnung wer das ist.
00:01:15: Das
00:01:16: passiert mir in jeder Folge bei unserem Podcast von Bohne zu Bohne.
00:01:20: Mein Name ist Charlotte Und ich weiß vorher nichts über unsere Gäste.
00:01:24: Kein Name, keine Information, keine Themen.
00:01:27: Also werden meine Fragen auch deine Fragen sein.
00:01:30: Ich bin Sanya und ich suche die Gäster.
00:01:32: Hier achte
00:01:33: ich darauf
00:01:33: dass es Menschen
00:01:34: mit
00:01:34: ehrlichen
00:01:35: berührenden
00:01:36: und bewegenden Geschichten sind Und genau die wollen wir mit euch teilen.
00:01:40: Bist du bereit, gemeinsam mit Charlotte neue Geschichten kennenzulernen?
00:01:48: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge!
00:01:50: Mein Name ist Charlotte... ...mein
00:01:51: Name ist
00:01:51: Zanya... ...Mein Name is Lene... ...und ich wurde von pedokriminellen Missbraucht und habe dadurch eine dissoziative Identitätsstörung entwickelt.
00:01:59: Hi Lene, vielen, vielen Dank, dass Du Dich heute hier anvertraust.
00:02:03: Ich hab wirklich ganz arg Gänsehaut.
00:02:04: Ich muss sagen großen Respekt dafür das Du heute hier bist.
00:02:08: für mich persönlich nicht selbstverständlich.
00:02:11: Was würdest du sagen, wo beginnt deine Geschichte?
00:02:14: Das ist schwer zu sagen.
00:02:16: Also die Geschichte ist sehr komplex und eine dissociative Identitätsstörung entwickelst du wenn du ganz klein bist und von daher würde ich sagen da beginn sie auch schon.
00:02:27: Magst du uns sagen wie du aufgewachsen bist?
00:02:31: Ich bin in der Kernfamilie aufgewachsen Akademiker Eltern und ich habe noch Geschwister Und im Prinzip von ganz außen gesehen unauffällig.
00:02:43: Du bist, du hast Geschwister, hast du gesagt?
00:02:46: Jünger oder älter als du?
00:02:48: Das ist gar nicht so wichtig.
00:02:49: Okay.
00:02:51: Du hast gesagt, du bist bei Akademikern groß geworden.
00:02:53: das heißt es war immer auch wichtig dass du gut Noten nach Hause bringst.
00:02:57: War das...
00:02:58: Ja also es war auf jeden Fall so, dass Leistung honoriert wurde.
00:03:02: im Prinzip erwähne ich Vor allem deshalb, weil man es sich immer nicht so vorstellen kann.
00:03:08: Es ist immer ein Klienteldenken und gerade wenn Kinder Probleme haben, kommt man immer nicht darauf dass in einem Haushalt so graviere Probleme sein können.
00:03:19: Was hat denn deine Mutter gemacht?
00:03:22: Beruflich
00:03:23: Die war im medizinischen Bereich
00:03:25: Und dein Vater?
00:03:27: Der auch
00:03:28: Das heißt der am beidem Schichtdienst gearbeitet?
00:03:31: Nee Meine Mutter hat im Schichtdienst gearbeitet und mein Vater hat, als ich ganz klein war noch studiert.
00:03:41: Und war später aber auch viel zu Hause also ohne Schicht-Dienst.
00:03:46: Wie würdest du deine Eltern heute beschreiben?
00:03:49: Meine Mutter war sehr defensiv Also sehr ja klein so Ohne selbst Vertrauen meinem Vater irgendwie höhrig, würde ich fast sagen.
00:04:03: Und mein Vater war sehr dominant, ähm, cholerisch... Ja.
00:04:09: Mhm!
00:04:10: Das hat sich über deine ganze Kindheit so erstreckt?
00:04:13: Genau also bis ich zehn war, weil ich dann einfach für die Pädophilen nicht mehr über der Kinderkörperfingern wegzugehen und das war dann einfach nicht mehr gewollt und nicht mehr interessant.
00:04:27: Hattest du eine enge Bindung zu deinen Eltern?
00:04:30: Naja, hatte ich tatsächlich nicht.
00:04:32: Weil meine Mutter mich nicht schützen konnte und zu meinem Vater.
00:04:37: Vor dem hatte ich Angst.
00:04:38: Warum hattest du Angst vor ihm?
00:04:40: Weil er so cholerisch war und weil er absolut unberechenbar war... ...und weil er so schlimme Dinge mit mir gemacht hat zusammen mit anderen Männern.
00:04:52: Magst du darüber reden?
00:04:56: Ja kann ich!
00:04:58: Also mittlerweile bin ich einfach.
00:05:00: Ich habe einen langen Weg hinter mir mit viel Therapie und bin heute echt stabil.
00:05:06: Von daher, wir waren einfach unsere ganze Kindheit lang Lustobjekt – das macht was mit dir als Kind!
00:05:16: Und es war für uns irgendwie alles sexuell aufgeladen.
00:05:21: Es war aber auch so durch die Dissoziative Identitätsstörung, ich würde das gerne einfach dann langfristig mit dis abkürzen.
00:05:28: Das ist nicht immer so ein Riesenbord-Konstrukt.
00:05:32: Habe ich ganz viel auch gar nicht mitbekommen.
00:05:33: Ich wusste an vielen Stellen, ich fühle mich total unwohl und ich habe irgendwann auch gemerkt... ...ich bin echt anders als andere Kinder!
00:05:43: Ich hatte als Kind tatsächlich wenig Erinnerung weil durch die Diss ja so gespalten war dass es alles in Fragmenten ablief.
00:05:52: Und die Kinder, die nachts vergewaltigt und gefoltert wurden, die waren nicht in der Schule.
00:06:00: Das war ein anderer Anteil.
00:06:03: Von daher kam Erinnerung im Form von Flashbacks aber auch eher in Form von Albträumen so dass ich mich an Szenen, die mich da einfach verfolgt haben Nichts damit anfangen konnte so richtig, weil ich das ja alles gar nicht zu geordet bekommen habe.
00:06:26: Und es waren Dinge... Das kann man sich immer als Außensteller gar nicht vorstellen!
00:06:35: Ich kann da mittlerweile wirklich gut über reden aber es gab so Perversionen die sie dann auch ausgelebt haben und uns gequält haben mit unterschiedlichsten Equipment und es sollte auch darum gehen, dass bestimmte Anteile bestimmte Dinge tun.
00:07:03: Wenn du gesagt hast, dass du gequält wurdest, wann fing das alles an?
00:07:09: Früher!
00:07:10: Es gab eine Zeit in der meine Mutter nicht greifbar war, in der mein Vater quasi die komplette Verfügung über mich hatte – da war ich vielleicht zwei.
00:07:23: Und da müssen so die Grundlagen entstanden sein.
00:07:28: Das entsteht immer dann, es darf sich noch kein stabiles Ich entwickelt haben.
00:07:33: Es muss zwingend vor dem fünften Lebensjahr angefangen haben meistens aber noch deutlich früher und in der Rückschau wird das der Zeitpunkt gewesen sein wo's angefangen hat.
00:07:49: In der Zeitspanne hat dein Vater primär auf dich aufgepasst und somit hatte er die freie Hand- und Möglichkeit zu tun, was immer er wollte.
00:07:59: Hat er dich an die Pädophilen oder an die Pedophilekriminellen
00:08:04: verkauft?
00:08:05: Oder...
00:08:06: Das weiß ich tatsächlich nicht!
00:08:08: Ich glaube gar nicht mal dass da an meinen Vater Geld geflossen ist.
00:08:14: Ich glaube eher das es Menschen gab, die genauso pervers drauf waren wie er und die da einfach ich sag immer so das Hobby ausgelebt haben.
00:08:24: Und es gab dann irgendwie die Möglichkeit das zu tun.
00:08:27: also haben sie's getan.
00:08:28: Ich weiß auch dass ich nicht das einzige Kind war.
00:08:32: Warst du in der Konstellation wenn was passiert ist?
00:08:34: Immer das einzige kind?
00:08:36: oder hast doch andere Kinder dort gesehen?
00:08:37: Genau sogar!
00:08:38: Ich habe auch andere Kinder gesehen
00:08:40: Wenn Du sagst das hat sehr früh angefangen Was hat das mit Dein Erinnerung gemacht?
00:08:46: Ich kann ja keine Erinnerungen haben an dieses ganz frühe.
00:08:51: und es ist aber tatsächlich so, dass therapeutischen Settings man kommt ja dann auch an Anteilen vorbei.
00:09:00: Und von Es gibt Anteile die sehr sehr klein sind und die wirklich nur Zugriff haben auf dieses Rudimentäre im Gehirn.
00:09:08: Die können da tatsächlich nicht laufen, die können tatsächlich nicht sprechen.
00:09:10: Das ist irgendwie ein bisschen verrückt und ich konnte mir das auch immer nicht so richtig vorstellen funktioniert.
00:09:17: Was meinst du damit genau?
00:09:19: Wenn du eine Diss hast oder andersrum eine DISS entsteht, weil es gibt noch kein stabiles Ech und das Gehirn möchte irgendwie überleben.
00:09:31: Das wird gerade verrückt an der Situation die da passiert, weil sich anfühlt als würdest du sterben, weil du so starke Schmerzen hast, weil da ungeheuerliche Dinge passieren.
00:09:44: Die Möglichkeit, die das Gehirn in dieser Situation hat ist abspallen.
00:09:48: Und wenn das zum Beispiel im Alter von zwei Jahren passiert dann ist auf einmal ein Teil in deinem Gehirnen dauerhaft zwei Jahre alt oder dass der Teil ist wo das gespeichert wurde.
00:09:58: dieses unsägliche Leid das irgendwo hin musste weil du sonst verrückt geworden wirst und so isst dein Gehirnt quasi fragmentiert und unterteilt in diese unterschiedlichen Anteile eingekapselt ist, ist in diesem Stück Gehirn wo dann diese Zweijährige sitzt.
00:10:20: Auch nur das für sie greifbar was in dieser Zeit schon installiert war also konnte sich schon laufen, konnte Sie sprechen und wenn sie das nicht konnte Dann kann sie das auch heute noch nicht wenn sie noch nicht integriert ist ins System weil sie keinen Zugriff hat auf den Rest des Gehirns.
00:10:38: Okay das heißt es kann man sich so ein bisschen vorstellen wie die erste Erinnerung die man hatte.
00:10:44: Du kannst nur so fragmentiert drauf zugreifen, weil noch nicht alle Sinne vollkommen ausgeprägt waren als dass du die jetzt sozusagen zusammensetzen kannst.
00:10:54: Richtig?
00:10:55: Okay verstehe.
00:10:57: Du hast vorhin gesagt du hast oder hattest Flashbacks.
00:11:02: sind das Bilder aus deiner Altersspanne von zwei Jahren oder sind das Flashbacks von später?
00:11:08: Ich denke von später, weil ich aus der Zeit wirklich auch keine Bilder abgespeichert habe, also es ist nicht von Schwieter.
00:11:15: Du hast ja jetzt von sehr vielen belastenden Situationen gesprochen, gab es denn auch schöne Situation vielleicht auch mit deinem Vater wo er Vater sein konnte an Weihnachten?
00:11:27: Schwierig das Problem war dass mein Vater so unbrechenbar war das heißt ich war immer innerhalb acht stelle und konnte das gar nicht genießen selbst wenn es mal schön war weil es potenziell jederzeit sofort wieder kippen konnte.
00:11:39: Ich will nicht sagen, dass mein Vater Vierundzwanzig Sieben Turan war.
00:11:44: Aber potenziell und deshalb konnte ich mich in seinem Beiser nie entspannen.
00:11:51: Das heißt dein Vater war auch nie eine Vaterfigur für dich?
00:11:55: Wenn du daran zurück denkst wie viele Kinder waren mit dir in diesen Situation?
00:12:02: Meistens ein bis zwei.
00:12:06: Waren das Geschwister oder fremde Kinder
00:12:08: Fremde Kinder.
00:12:10: Kanntest du die?
00:12:11: Nicht wirklich, also nur aus diesen Sessions.
00:12:13: Okay, weißt Du ob das Kinder von den pädophilen Männern
00:12:17: war?
00:12:17: Die ich definitiv unausse durfte nicht miteinander sprechen und von daher jeder und jede hatte so irgendwie ich sag mal bestimmte Rollenaufgaben und Ich war auch Mal alleine aber Auch oft mit anderen zusammen Und es wurde auch alles aufgezeichnet.
00:12:35: Also Es wurden eben auf Videomaterial hergestellt Genau.
00:12:40: Gab es denn Situationen, an denen du dich konkret erinnerst?
00:12:44: Ja letztendlich gibt es mittlerweile einige Situationen und es gibt auch so wiederkehrende Geschichten sowas wie Weihnachten.
00:12:50: deshalb aber ja eine absolute Affersion gegen Weihnachten Und auch da war's So perfide dass dann da unten wurde eine Weihnachtsgeschichte aufgebaut mit Tannenbaum und keine Ahnung was.
00:13:06: Und es gab Geschenke, mir wurden zwei Geschenken hingehalten und ich durfte mir eins aussuchen.
00:13:18: Ich habe mich ans Ausgesucht und es war immer eins mit einem Folterinstrument drin Und es gab, ich weiß nicht wie sie das gemacht haben immer auch ein Geschenk mit was Schönen drin.
00:13:34: Ich weiß nicht, wie Sie das geschafft haben dass sie das dann immer so hingedreht haben, dass ich eben genau das gezogen habe.
00:13:39: aber ich weiß, dass es einen Trick hinter gab weil es auch System hatte, dass die genau damit gearbeitet haben Dass du einfach wusstest.
00:13:47: Du bist einfach immer verkehrt und du machst immer alles falsch.
00:13:51: Das heißt also, sie haben es immer so manipuliert dass du immer das schlechte Geschenk ziehst.
00:13:56: Wusstest du was in diesem guten geschenkt drin ist?
00:13:59: Sie haben's mal hergezeigt!
00:14:00: Okay...
00:14:01: Was ist dann passiert?
00:14:03: Dann war klar mit dem schlechten Geschenkt, dass das jetzt eben wie die muss man eingebaut wird.
00:14:11: Man wusste also dann oder ich wusste was die Stunde gestanden hat.
00:14:14: Deshalb habe ich immer so doll versucht das richtige Geschenck zu finden und das richtige geschenk aufzumachen weil ich auch wusste ich muss ein Geschenke aufmachen.
00:14:21: Was hast
00:14:22: du dabei gefühlt, dass du immer dieses schlechte Geschenk da aufgenommen hast?
00:14:27: Fürchterlich.
00:14:28: Weil ich so ausgeliefert war und so ohnmächtig und hilflos.
00:14:32: Und genau darauf zählt das ja auch ab, dass in diesen Situationen eben genau das erlebst.
00:14:38: Weil du dich dann irgendwann aufhörst zu wehren und dich dagegenzustellen weil du sowieso weißt es du bist hoffnungslos verloren.
00:14:48: Darf ich fragen mit wie vielen Erwachsenen Du in einem Zimmer warst?
00:14:54: Drei bis vier meistens.
00:14:56: Nur Männer?
00:14:57: Da waren auch
00:14:58: Frauen dabei!
00:14:59: Ja, also beziehungsweise eine Frau nicht immer.
00:15:04: aber zum Beispiel zu dieser Weihnachtsgeschichte gehört eben auch eine Frau.
00:15:08: so das gab ne Sequenz nach der ... Eska war schon viel folter Vergewaltigung und Qualen durch und dann kam Ja, so eine Frau in einem Engels gewandt und irgendwie war dann so eine Idee von Gott sei Dank ist es vorbei.
00:15:24: Und irgendwie jetzt werde ich vielleicht gerettet oder wie auch immer und dann hebt sie ihr Gewand und dann war da so ein Riesenschwarzer Dildo drunter, so einen Umschneidildo.
00:15:35: Es gibt so viele solcher Sequenzen wo einfach ich so maximale Hilflosigkeit und Ohnmacht erlebt habe auch total abgestumpft bin.
00:15:50: Und das ist auch gut und alles was dann irgendwie nicht mehr aushaltbar war, wurde halt abgespalten.
00:15:58: So gab es immer mehr Anteile.
00:16:01: Weißt du wie die anderen Kinder damit umgegangen sind?
00:16:04: Ich denke genauso.
00:16:06: also wir wurden auch dahin ich sag mal trainiert, uns wurde auch das Schreien abtrainiert dass wir das gut finden.
00:16:20: Also, dass es... Dass wir zu zeigen hatten, dass wir es gut finden weil es dann auch mehr Spaß macht.
00:16:27: Wie hatte sich das immer angebahnt dieser Situation?
00:16:30: Wie hast du davon erfahren, dass jetzt wieder so etwas Schreckliches passieren wird?
00:16:35: Ähm... Ich bin geweckt worden.
00:16:38: Das war also immer in der Nacht.
00:16:40: Ja
00:16:41: Das heißt also, das hat deinen Umfeld auch gar nicht mitbekommen.
00:16:45: Es war immer in den Nacht und seid ihr da weggefahren oder war das bei euch?
00:16:48: Das waren uns Zuhause.
00:16:49: Wir hatten so einen Kellerraum, der ausgebaut war.
00:16:53: Und daneben an war ein anderer Kellerraum und da stand viel von dem Equipment.
00:16:58: Das war sowieso rödlich.
00:17:01: So umfangreich war das Equipement nicht, als dass man das in einer Ecke hätte lagern können.
00:17:08: Und das
00:17:09: hat deine Mutter nicht mitbekommen?
00:17:11: Es war für mich lange schwer zu verstehen.
00:17:15: Sie hat mir das erklärt, sie hat auch sehr unter meinem Vater gelitten Und immer hat davon ausgegangen
00:17:22: ist,
00:17:23: dass nur sie leidet.
00:17:24: Denn wenn Sie zu Hause war, war sie diejenige, die alles abbekommen hat.
00:17:28: Was heißt das?
00:17:30: Gewalt, Ernietrigung, Vergewaltigung!
00:17:34: Das heißt auch all das hat sie auch erfahren von ihm und sie hatte sich keine Gedanken darüber gemacht, dass das auch hätte dich oder der nächste Schwester betreffen können.
00:17:45: Sie sagt, sie weiß nicht warum weil es ist so ein Vorstellbar und deshalb Ja, konnte sie sich das offensichtlich nicht vorstellen.
00:17:53: Dass man das mit seinen eigenen Kindern machen kann.
00:17:56: Meinst du dass Sie das auch so ein bisschen als Abwehrmechanismus gemacht haben?
00:17:59: Bestimmt!
00:18:00: Als Schutzmechanismus.
00:18:02: Sie ist selber also physisch misshandelt worden und auch psychisch ganz ganz furchtbar gequält worden.
00:18:13: Sie kommt aus einem ja aus dem religiösen Zuhause Und da wurde eben auch immer ganz viel mit so Dogma und Schuld und so gearbeitet.
00:18:27: Sie hat für sich eigentlich immer ... sie wollte es besser machen!
00:18:30: Ja, und daran hat sie gearbeitet und hat dann bei mich auf dem Schirm gehabt dass dazu noch ein zweiter Part gehört.
00:18:39: Hast du das als Kind mitbekommen wie dein Vater Gewalt doch an deiner Mutter ausgeübt hat?
00:18:45: Hat er es absichtlich vor dir gemacht?
00:18:48: Das weiß ich nicht.
00:18:49: Ich glaube fast nicht.
00:18:51: Aber er hat uns ferngerhaltend voneinander und hat auch immer mir klargemacht, dass ... Er hat subtiler gemacht.
00:19:07: Ich würde sie vorziehen, ich würde sie lieber mögen, ich würden ihn nicht lieben.
00:19:13: Und das wollte ich irgendwie auch nicht, dass er das so denkt Sie auch, also einfach von mir fern gehalten.
00:19:27: Von mir weggehalten, dass sie... selbst wenn sie sich mal kümmern wollte oder so ist er dazwischen gegangen und hat dann irgendwie diese Nähe auch unterbunden.
00:19:40: Wenn du gesehen hast das dein Vater Gewalt gegenüber deine Mutter angewendet hat Was hast du dabei gefühlt?
00:19:48: Ich habe mich hilflos gefühlte ich wollte ihr helfen und ich wusste ich kann es nicht.
00:19:54: Und ich wusse eben auch, sie kann mir nicht helfen.
00:19:58: Sie kann sicher selbst nicht helfen, wie soll sie mir denn helfen.
00:20:01: Ich wusste ich bin auf mich alleine gestellt absolut und das ist auch etwas was sich bis heute nicht ablegen kann.
00:20:08: diesen also ich bin schon viel besser geworden aber ich habe einfach so ein einzig Kämpfermodus.
00:20:13: wenn ich mich auf mich allein verlasse dann fühle ich mich sicher
00:20:18: Das heißt du vertraust nur dir selbst?
00:20:20: Ja im Prinzip ja.
00:20:22: Also wie gesagt ich vertraue schon mehr viel mehr als früher.
00:20:27: Aber im Grunde genommen ist es genau das, ja.
00:20:29: Würdest du sagen, dass war manipulatives Verhalten deines Vaters?
00:20:33: Ich glaube fast nicht!
00:20:35: Ich glaube, dass es einfach zusammen naturell gehörte, das genauso zu machen.
00:20:40: Es fühlte natürlich unweigerlich dazu, dass mir klar war, dass meine Mutter für mich keine Stützung und kein Halt ist.
00:20:46: aber dieses Gefühl hatte ich sowieso nie von ihr.
00:20:50: Hast Du in anderem Menschen den anderen Dingen Handlungen?
00:20:55: hast Du da Unterstützung gefunden oder Trost?
00:20:59: Ich habe mich irgendwie immer so ein bisschen reingeträumt in so Geschichten.
00:21:05: Also dass ich zum Beispiel, ich fand eine Kassiererin beim Supermarkt die fand ich so... Die hab' ich mir immer vorgestellt.
00:21:11: das wäre so toll wenn das meine Mutter wär.
00:21:15: und es war so ein ganz schönes warmes Gefühl, dass ich sonst einfach nicht kannte Und sonst Schwierig!
00:21:27: Ich hatte auch irgendwie nicht das Gefühl dass mir überhaupt jemand helfen kann.
00:21:30: Das war eigentlich auch so verrückt.
00:21:32: Ich hab schon immer Zeichen gegeben, also ich war in der Grundschule dauernd im Krankenzimmer, mir war immer schlecht und ich habe auch gesagt, ich hab gespuckt obwohl ich gar nicht gespuckt hab und ich hab eigentlich immer darauf gewartet dass irgendjemand mich fragt was mit mir nicht stimmt.
00:21:52: aber es hat mich nie jemand gefragt.
00:21:55: Du hattest vollen gesagt Und da ist so ein bisschen noch ein Fragezeichen in meinem Kopf.
00:22:01: Es gab Kinder, die nicht zur Schule gegangen sind?
00:22:04: Was hast du damit genau
00:22:06: gemeint?".
00:22:07: Damit meinte ich tatsächlich Anteile.
00:22:10: Die Anteilen von den Tätern gequält wurden – das waren andere Anteiler als die, die zur Schule gegangen
00:22:18: sind.".
00:22:19: Okay,
00:22:19: d.h.,
00:22:19: Du hast die Anteili sozusagen zu Hause gelassen?
00:22:23: Naja… Das geht ja nicht wenn Du in einem Körper wohnst!
00:22:26: Aber die waren einfach im Hintergrund, die waren komplett abgeschottet.
00:22:30: Die haben auch von der Außenwelt nichts mitbekommen und das war auch Sinn und Zweck der Sache, da sollten sie gar nicht.
00:22:37: Okay, verstehe...
00:22:39: Du hattest gerade noch gesagt dass du versucht hast dir Hilfe zu holen, dass du dir gewünscht hast, dass man dich mal anguckt und ich fragt was denn los ist?
00:22:48: Hast du dir versucht mal wer bei?
00:22:52: Also hast du
00:22:53: tatsächlich nicht!
00:22:54: Weil ich Ich durfte das nicht.
00:22:56: Das war auch ganz tief in mir veranlagt, also es gab einfach jede Verbote und von daher glaube ich konnte ich das auch gar nicht, konnte gar nicht offensiv auf jemanden zugehen?
00:23:07: Ich habe eigentlich darauf gewartet dass mich jemand fragt!
00:23:10: Und das war auch später in der Therapie Teil der Therapiarbeit, dass meine Therapeute Fragen gestellt hat weil klar war ich bin noch nicht so weit dass ich von mir aus erzählen kann, weil die Sprechverbote noch zu stark sind.
00:23:26: Kannst du uns beschreiben, wie du von deinem Wesen damals warst als Kind?
00:23:33: Schüchtern.
00:23:35: Ängstlich.
00:23:36: Introvertiert.
00:23:39: Freundlich.
00:23:43: Höflich.
00:23:46: So würde ich sagen...
00:23:48: Du bist damit groß geworden!
00:23:49: Mit den Eigenschaften bist du groß geworden und damit war es für die Menschen außen auch gar nicht so richtig ersichtlich dass vielleicht die Charaktereigenschaften oder deinen Wesen Vielleicht aus bestimmten Bedingungen oder Situationen geboren sind.
00:24:03: Genau!
00:24:05: Du hast gerade von Sprechverboten gesprochen, wie können wir uns das vorstellen?
00:24:11: Wenn du eine Diss hast dann bist du einfach in deinem Wesen, in deiner Psyche, in der Seele unglaublich fragil.
00:24:21: und wenn deine Seele den Weg der Spaltung gewählt hat... dann ist es für Außenstehende, also für Täter sage ich jetzt mal.
00:24:32: Wenn die wissen wie's geht relativ... Na ja, sind wir das nicht!
00:24:37: Aber sie wissen dann wie Sie da reingrätchen in Deine Seele um dann noch weiter zu spalten und zwar versuchen sie einen Zustand in deiner Psyche herzustellen der unglaublich fragil ist und der deine Psychie gerade nirgendwo mehr irgendwie verankert ist.
00:24:54: und das machen sie entweder über massiven Schmerz oder auch so Sachen, dass sie dich um deine Längsachse drehen.
00:25:03: Wie wild und verrückt das ist.
00:25:04: ja wenn du Karussell fährst dann hast du ja manchmal auch irgendwann gar nicht mehr den Zustand wo es oben wo es unten wo es links wo es rechts wenn es zu wild ist Und sowas.
00:25:13: So ein Zustand stellen Sie her und in diesem Zustand sagen sie dir Dinge und zum Beispiel Du wirst niemals irgendjemandem etwas von uns erzählen.
00:25:31: Also die werden vielleicht noch andere... Die werden das vielleicht noch anders formulieren, aber du wirst nicht sprechen!
00:25:37: Du wirst hier drüber nichts sprechen, über die Taten nichts sprechen.
00:25:41: und das machen sie nicht nur einmal sondern genau diese Sequenz machen Sie hundertmal Und es ist so tief in diesem Anteil drin.
00:25:49: Das heißt wenn der dann irgendwie In der Therapie mitkriegt dass darüber gesprochen werden soll Dann kriegst er da rein und macht quasi dass du nicht sprechen kannst.
00:26:00: Du hast gesagt, bei einer Diss in welchem Zeitalter oder Zeitspanne das auch immer passiert?
00:26:06: In den meisten Fällen unter fünf Jahren...
00:26:09: Immer!
00:26:10: ...
00:26:11: dann ist es so, dass sich ja sozusagen ein Teil von dir in dieser Altersspanne bleibt.
00:26:17: Bei dir hast du gesagt, ist das bei zwei Jahren Diese Alterspanne von zwei Jahren ist die irgendwann mal auch über die Jahre rausgekommen, sodass man das hätte erkennen können.
00:26:28: Dass du genau in verschiedenen Situationen dann des Alter von zwei Jahren angenommen hast und außenstehende Personen hätten sehen können dass Du vielleicht vor Herausforderung gestellt warst?
00:26:39: Eher nicht.
00:26:41: Es braucht dazu Trigger Und Die Menschen müssten die Trigger kennen um gezielt Anteile nach vorne zu holen.
00:26:49: und es ist eher so dass nachher wenn man anfängt sich das Ganze anzugucken, also mit einem Therapeuten anfängt daran zu arbeiten und versucht zu ergründen wo dieses ganze Leid herkommt.
00:27:04: Dann ist es eher so dass Wechsel provoziert werden und dass dann irgendwann das ganze Ausmaß sichtbar wird weil man wenn man einen bestimmten Anteil antickt quasi eine ganze Ecke an Anteilen auf einmal aufmacht.
00:27:19: So und so ist das eher.
00:27:22: Wie viele Anteile hast
00:27:23: du?
00:27:24: Es waren so um die vierzig gut vierzig und es sind wahrscheinlich also ich stehe mir das immer so vor.
00:27:35: Ich habe da kein anderes Bild für, dass die Anteile mit ihrem Anliegen gehört wurden und nicht mehr nach vorne kommen müssen in Anführungszeichen, weil sie ihre Aufgabe erfüllen müssen.
00:27:53: Dass die quasi irgendwie entweder schlafen gegangen sind oder mich als Frontpersönlichkeit auch mit übergegangen sind mit ihren Qualitäten, die Sie ja haben und von daher würde ich jetzt sagen gibt es sind vielleicht noch fünfzehn so von Relevanz
00:28:16: zeigen die sich regelmäßig.
00:28:18: Also einige Anteile zeigen sich relativ regelmäßig auch im Alltag und andere Anteilen, gerade so in therapeutischen Settings wenn man an bestimmten Traumataarbeiter arbeitet wo die einfach von Betroffen sind.
00:28:37: Ich habe immer das Bild von es gibt ein großes Haus mit einem Balkon und wer oben auf dem Balkon steht ist gerade vorne gibt zwei Zustände.
00:28:49: Es gibt den Zustand, dass jemand mich oder irgendwie ein anderes von Balkon nach hinten schubst und die Tür zu macht und isoliert alleine vorn ist und du kriegst davon nichts mit.
00:29:01: dann ist es einfach einen Zeitverlust.
00:29:04: Oder es gibt sowas das nennt sich dann Kobewusstsein wenn jemand dann nach vorne geht und ich oder jemand anders geht einfach einen Schritt zurück und kriegt mit was da passiert aber oder greift selber nicht ein.
00:29:19: Könnte vielleicht auch eingreifen, denkt sich aber naja wenn der gerade einen Anliegen hat kann er machen so
00:29:25: in Situation eins weißt du das im nachhinein dann auch?
00:29:30: Das ist dann einfach blackout
00:29:34: okay und dann ist es wie so ein Fingerschnipsen und du bist wieder da oder wie kann man sich das vorstellen?
00:29:38: manchmal ja
00:29:40: und die anderen manchmal.
00:29:42: Es ist so, dass es vielleicht so ein bisschen neblich ist.
00:29:46: Und mich dann irgendwie so orientiere einmal auf die Uhr guckt.
00:29:48: zum Beispiel das ist eigentlich mal das erste was ich mache.
00:29:50: Guck auf die uhr um einzuschätzen wie lange war jetzt eigentlich weg und früher als ich kind war gab es dieses konzept von zeit einfach für mich nicht.
00:29:58: Das habe ich aber auch erst in der grundschule festgestellt also es dann so darum ging erstmal verabreden.
00:30:07: Ich dachte immer so, wie stellen die denn bitte sicher?
00:30:10: Dass der einen Tag fünfzehn Uhr bilden haltet.
00:30:12: Weil mein Tag war immer fragmentiert.
00:30:15: Der hatte zwar... So das Konzept von einem Tag hat vierundzwanzig Stunden, hatte ich irgendwo aber meinen Tag hatte in den vierund zwanzig stunden.
00:30:23: Wenn verschiedene Anteile von dir prägen oder haben die verschiedene Ausprägungen In der Art und Weise wie du dich artikulierst oder gestikuliersst
00:30:33: Ja Die Stimmen sind tatsächlich unterschiedlich.
00:30:37: Wobei es jetzt bei mir nicht so wild ist, dass irgendjemand etwas was echt nur Englisch spricht oder irgendwie einen ganz verrückten Akzent hat oder so.
00:30:46: Es ist eher die Klangfarbe, die sich unterscheidet.
00:30:48: Tatsächlich dann auch vom Alter her.
00:30:51: War das schon als Kind bei dir dann so?
00:30:53: Dass ich das so äußert habe?
00:30:55: Ja bestimmt!
00:30:57: Wobei da natürlich dann so ist, diese Range von sagen wir mal... drei bis sechs oder so, sind sich jetzt noch nicht so unterschiedlich anhört.
00:31:09: Und ich glaube auch nicht dass es da so viele Wechsel gab weil das Konzept ja war es gibt eben Alltagskinder die sich verabreden und zur Schule gehen und es gibt die Kinder die missbraucht werden.
00:31:26: Wie lange ging das?
00:31:28: So wie lange warst du diesen schrecklichen Situationen ausgesetzt mit dem Pedro Ring
00:31:34: Solange mein kindlicher Körper das hergab, irgendwann war es kein kindlicher Körper mehr und dann war's nicht mehr interessant.
00:31:41: Und dann hört es auf!
00:31:42: Du hattest gesagt von ich glaube zehn Jahre ungefähr?
00:31:45: Also kann auch sagen dass es irgendwie bis elf oder zwölf ging, ne ne zwölfe nicht mehr also vielleicht zu bis elf.
00:31:51: Hat das abrupt aufgehört oder wurde die Häufigkeit einfach geringer?
00:31:57: Nee, das hat dann relativ abrupt aufgehört weil wir denn auch nochmal umgezogen sind und da haben sich die Räumlichkeiten einfach komplett geändert.
00:32:03: Dann gab es diesen Raum nicht mehr Und ich fing eben an Nicht mehr ganz so klein zu sein.
00:32:12: Ich war da glaube ich tatsächlich elf als wir umgezogen sind und damit hörte dass dann quasi abrupt auf.
00:32:18: Hast du dir mal die Frage gestellt ob deine Geschwister der Situation auch ausgesetzt waren?
00:32:22: Na klar Was ist da in dir vorgegangen?
00:32:25: Ich habe immer gehofft das nicht.
00:32:27: Du hast ja jetzt sehr viel vom emotionalen und körperlichen Missbrauch gesprochen.
00:32:33: Wie war das denn, wenn du gezeigt hast dass dir etwas wichtig ist?
00:32:38: Haben die Menschen dein Vater vielleicht darauf Rücksicht genommen?
00:32:44: Nee weil es also tatsächlich genau das Gegenteil.
00:32:48: jegliche Schwäche wurde komplett ausgenutzt.
00:32:52: auch das ist etwas was ich so verinnerlicht habe ganz, ganz schwer überhaupt Schwäche zeigen kann.
00:32:59: Und es war früher zum Beispiel so einfach mal als Beispiel ich hatte natürlich wie jedes Kind Kuscheltiere und so und ich hatte eins.
00:33:06: das gab es einfach schon sehr lange in meinem Leben und das war mir unfassbar wichtig!
00:33:12: Ich habe aber alles gegeben um nicht zu zeigen dass mir das so wichtig war weil ich das unbedingt behalten wollte und das hab ich auch geschafft Aber da gehörte eben auch viel zu.
00:33:22: also wenn ich irgendwo hingefahren bin Und dieses Kuscheltier unbedingt mit soll.
00:33:26: Ich habe immer eine Auswahl mitgenommen, so und dass das so aussieht als wenn das zufällig halt einmal mit dabei ist.
00:33:33: Wie hat sich das angefühlt?
00:33:35: Ich hatte einfach immer Angst.
00:33:36: Ich hatte immer Angst, dass mir irgendwie mein Halt entzogen wird weil ich sowieso so haltlos war.
00:33:42: Was haben dir deine Kuscheltiere genau gegeben?
00:33:45: Sicherheit!
00:33:46: Das war ne Konstante Eine der wenigen guten Konstanten in meinem Leben.
00:33:53: Hast du die bis heute?
00:33:54: Ja
00:33:55: Jetzt hast du ja sehr viel von deinem Vater gesprochen, dass der sehr gewalttätig war, cholerisch war.
00:34:02: Aber du hast gleichzeitig auch gesagt direkt zu Beginn das von außen es gewirkt hat als sei es eine ganz heile Familie?
00:34:12: Ja weil es ähm Türen nach Außen hin wirkend wird dir das einfach so denn hinter die Fassaden gucken die wenigsten und auch wenn Besuch da war oder so, dann hatte er sich im Griff.
00:34:31: Gab es äußerliche Blessuren, die man an dir erkannt hat?
00:34:35: Sie haben immer versucht das zu vermeiden.
00:34:38: Es ließ ich aber nicht immer vermeiden Und es gab aber für jede Blessur eine Erklärung, die auch immer gleich mitgeliefert wurde.
00:34:48: Wenn dich jemand fragt sagst du x y und Das habe ich auch immer brav getan.
00:34:54: Man muss dazu sagen, seine Mutter hätte das sich daraus ja durchaus erschließen können.
00:35:00: Dass du in schwierigen Situationen warst, meinst du nicht?
00:35:07: Ich glaube ... Sie konnte soweit nicht denken!
00:35:12: Ich glaube es war für sie... Nicht im Bereich des Möglichen und irgendwie ist sie da glaube ich auch.
00:35:18: dass sie unterbewusst sein weiß ich nicht.
00:35:20: Sie dafür geschützt hat vor diesen Gedanken.
00:35:23: Ich kann es mir auch nicht erklären.
00:35:25: Wobei es eben tatsächlich so war, die Täter wirklich versucht haben, krasse Verletzungen zu vermeiden.
00:35:33: Und ich hatte vielleicht mal blaue Flecke und ich war im Teambereich mal wund und ich hatte irgendwelche Sachen... das mir war es keine Ahnung was eingeklemmt, Abschiffung oder so aber letztendlich auch etwas was Kindern auch passieren kann wenn sie dann mal hinfallen.
00:35:51: Oder wenn die immer irgendwie teubhatschig sind und sich mal die Hände einklemmen oder sowas.
00:35:55: Was würdest du heute sagen, wie oft ist das passiert in der Zeitspanne bis zu deinem ungefähr elften Lebensjahr?
00:36:02: Das ist schwer zu sagen.
00:36:04: Gefühlt dauernd tatsächlich... Ich kann es tatsächlich nicht sagen.
00:36:10: ich würde vielleicht sagen einmal im Monat und also dann wirklich dass das so groß aufgezogen war
00:36:17: hat sich das angekündigt?
00:36:20: für mich nicht.
00:36:22: Also letztendlich.
00:36:23: natürlich wurde geguckt wann ist meine Mutter nicht da?
00:36:26: Von daher wusste ich schon immer, dass da potenziell was sein kann.
00:36:32: Und ich habe so verrückt dabei.
00:36:33: Ich hab immer gedacht natürlich wenn meine Mutter nicht da war konnte ich nicht schlafen.
00:36:36: So und ich habe mich aber immer schlafend gestellt weil ich irgendwie immer noch gehofft habe Dass das irgendwas hilft Weil ich wusste kämpfen hilft sowieso nicht.
00:36:46: Also das ist eigentlich damit mache ich eigentlich alles noch schlimmer weil es dann noch mehr wehtut und wann ich mich dann Noch mehr gebrochen fühle.
00:36:52: andererseits gibt es einen Anteil von mir Die kämpft bis aufs Blut.
00:36:58: Und die hat sich immer so krass gewährt und sie sagt, ähm ... Sie hatte wenigstens das Gefühl, sie hat es versucht.
00:37:07: Wie hat sich das angefühlt als die Menschen dann nicht mehr zu dir kamen?
00:37:12: bei ihr seid umgezogen?
00:37:14: Du warst dann ja uninteressant!
00:37:16: Wie war das für dich wenn du vorher immer gehofft hast?
00:37:20: Sie lassen dich schlafen.
00:37:23: Es war eine riesengroße Erleichterung Und es wurde ruhiger in meinem Leben.
00:37:33: Wobei ist eben nicht so wahr, dass ich da vom Alltag her so viel Zugriff drauf hatte.
00:37:39: Ich wusste nicht warum das jetzt passiert ist und warum es mir jetzt besser geht.
00:37:44: Das ganze spugte ja immer noch total in mir herum.
00:37:51: Und ich hab dem Frieden auch nicht getraut eine ganze Zeit
00:37:53: lang.".
00:37:54: Was hat es mit deinem Körpergefühl gemacht?
00:37:58: Das weggefallen ist und du dich weiterentwickelt hast.
00:38:02: Für den Moment nichts, aber als es so in Richtung Pubertät ging hat das mich total verunsichert weil ich innerlich gespürt habe dass ich dann Riesenthema mit hab Und also bei Klassenkameraden losging mit Partys Jungs Ich quasi in die Magersucht gerutscht, weil ich damit überhaupt nicht umgehen konnte und weil bei mir da irgendwas aufgebrochen ist was ich nicht unter Kontrolle hatte.
00:38:40: Und ich habe durch die Magesucht versucht irgendwie Kontrolle zu
00:38:43: haben.".
00:38:44: So in diesem Alter von vierzehn fünfzehn fängt es ja häufig an dass das andere Geschlecht Interesse an einem entwickelt.
00:38:53: war das bei dir auch so?
00:38:54: Dass du das wahrgenommen hast, dass plötzlich Jungs Interesse
00:38:59: weil ich glaube, dass ich zum einen relativ deutlich signalisiert habe.
00:39:04: Dass das überhaupt nicht meine Veranstaltung ist und noch bevor ich richtig weiblich war in die Margesucht gegangen bin.
00:39:18: also von daher stellte sich das Thema für mich gar nicht so richtig.
00:39:21: Du hast jetzt gesagt, dass du Kontrolle haben wolltest.
00:39:26: Kontrollete dir ja zuvor die letzten ... zehn, fünfzehn Jahre absolut gefehlt hat.
00:39:34: Wie hat sich das angefühlt als du die Kontrolle hattest und selbst entscheiden konntest?
00:39:38: Was ist du?
00:39:39: Wann isst du?
00:39:41: Und ob du überhaupt was isst...
00:39:42: Gut!
00:39:43: Das hat sich richtig gut angefühlt.
00:39:45: Weil ich in der Zeit, als dass mit Jungs unsere Anfängen es gab einen Klassenkameraden, den mich irgendwie auch immer gemobbt hatte und die war so schlank und er dann auch immer gesagt, du fette Sau und so Die wollte nicht, dass ich auf einmal so dünn werde.
00:40:00: Und auch da habe ich das total genossen, dass sich einfach... Dass sie das nicht unter Kontrolle hatte und zu Hause hab' ich es auch genossen.
00:40:13: Dass immer alle von mir was wollten, dass Ich irgendwie esse und ich immer gesagt ne oder nur so viel gegessen habe wie ich wollte.
00:40:27: Wie weit ging deine Anorexie?
00:40:29: Also Langfristig gesehen bis in die Zwangseinhöhung.
00:40:34: Krass!
00:40:36: Wie alt warst du da?
00:40:38: Siebzehn oder achtzend, ich weiß es jetzt gerade tatsächlich gar nicht ganz genau.
00:40:42: Aber das war nicht dein erster Aufenthalt?
00:40:44: Nee.
00:40:45: Nur für uns zur Einordnung war dein ersters klinischer Aufenthalte aufgrund der Anorexie
00:40:50: oder
00:40:51: auf Grund der ganzen Traumata, die Du im Vorfeld erlebt hast
00:40:56: Also... letztendlich natürlich, aufgrund der Traumanzahl.
00:41:01: Die spielten da aber keine Rolle, sondern es gehen eben um die Anorexie.
00:41:04: Wie alt warst du bei deinem ersten Aufenthalt?
00:41:06: Fünfzehn.
00:41:08: Magst du davon berichten?
00:41:10: Ich bin immer depressiver geworden, immer in mich gekärter, immer trauriger, habe immer mehr Gewicht verloren und meine Eltern haben dann irgendwann entschieden das kann so nicht weitergehen in der Ambulanzstücke und Jugendpsychiatrie vorgestellt.
00:41:32: Und die hat dann nach wenigen Sitzungen gesagt, sie glaubt nicht dass das hier ambulant irgendwie hinzukriegen ist... ...und daraufhin bin ich dann stationär aufgenommen worden.
00:41:45: Wie viel hast du da gewogen?
00:41:48: Ah, forty-fünf Kilo.
00:41:50: Bei welcher Körpergröße kannst du das einordnen?
00:41:54: Ein bisschen kleiner als jetzt vielleicht eins zu zweiundsechzig oder was?
00:41:59: Wie hat sich das für dich angefühlt, der zu dort ankamst?
00:42:02: Ich war glücklich.
00:42:03: Warum?
00:42:05: Weil ich ein Gefühl davon hatte, dass ich nicht mehr Zuhause bin und es hat mich total erleichtert.
00:42:10: Im ersten Moment hatte ich Schwierigkeiten da anzukommen weil ich auch darauf konditioniert war eine Hause zu wollen.
00:42:21: viele von innen noch nicht begriffen hatten, dass wir nicht mehr zur Verfügung stehen haben, dass das nicht mehr der Sinn ist.
00:42:28: Deine
00:42:28: Anteile?
00:42:29: Genau.
00:42:30: Dann war es so nach relativ kurzer Zeit... ...dass ich einfach nicht mehr nach Hause wollte.
00:42:37: Die Anteiler in dir.
00:42:38: hattest du zu dem Zeitpunkt die Möglichkeit, so mit ihnen zu kommunizieren wie heute?
00:42:43: Gar
00:42:44: nicht!
00:42:45: Da wusste ich das noch gar nicht.
00:42:46: Da wuste ich nur, dass ich irgendwie anders bin.
00:42:49: Als du dann in der Kinder- und Jugendpsychiatrie warst hat das therapeutische Team das Behandlungsteam irgendwie mitbekommen.
00:42:55: Dass da was bei dir nicht stimmt, dass da viel mehr im Vorfeld passiert ist?
00:43:01: Also die haben mitbekommen... das mit mir so einiges nicht stimmt.
00:43:05: Die haben das aber überhaupt nicht zusammen bekommen.
00:43:08: ich glaube weil es noch nicht die Zeit war, dass so dies, dass man das so kannte.
00:43:16: und dann war's so, dass ich so viele Symptome hatte, dass sie gar nicht wussten, in welchen Schubladen sie mich einigstecken sollen.
00:43:25: Also ich war depressiv und hatte eine Anorexie.
00:43:28: Ich habe mich selbst verletzt.
00:43:31: Ich war autoaggressiv, ich war zum Teil fremdagressiv.
00:43:36: also ich hab ne Palette geboten und die Anfangsdiagnose oder die wo sie eben drauf behandelt haben war die Anorexy.
00:43:47: aber damit sind sich gar nicht dahin gekommen, wo man eigentlich hinkehrte kommen müssen.
00:43:52: Wurde da versucht aufzuarbeiten, wie du aufgewachsen bist?
00:44:01: Im Prinzip hatten die schon ziemlich schnell so eine Arbeitshypothese dass ich instabil geworden bin weil meine Eltern sich getrennt haben.
00:44:12: Und weil ich in der Pubertät bin und das typisch ist, dass Mädchen dann anorexie entwickeln.
00:44:17: Wann haben sich deine Eltern getrennet?
00:44:18: Wie alt warst du da?
00:44:19: Fünfton.
00:44:20: Also das war eben genau in dem in der Zeit.
00:44:26: Und zu wem bist du gezogen?
00:44:29: Zu meiner Mutter für drei Monate, weil sie das dann... Also die haben sich genau in dieser Zeit getrennt, in der ich in der Klinik war und ich durfte dann eben nachher entscheiden, zu wemen ich gehen möchte und ich habe mich logischerweise für meine Mutter entschieden.
00:44:44: Sie hat es aber nicht mit mir ausgehalten und hat mich dann zu meinem Vater gegeben.
00:44:49: Wie hat sich das für dich angefühlt?
00:44:52: Vielleicht auch nicht Weil ich hatte gar keine Chance.
00:44:55: Es wurde anders angekündigt, das war eher so... Ich habe gerade keine Zeit und für die Zeit X gehst du dann jetzt mal zu deinem Vater Und dann hatte sie wieder Zeit und dann durfte ich aber nicht mehr zurückkommen
00:45:08: Zu dem Zeitpunkt.
00:45:10: Was hat zu Hause für dich bedeutet?
00:45:14: Tja Da nichts.
00:45:19: Das Konzept von zuhause war mir fremd bis ich hier eingezogen bin
00:45:23: Als du dein Vater dann gesehen hast und dir bewusst war, Du wohnst jetzt mit diesem Mann hier.
00:45:31: Also in der damaligen Wohnung?
00:45:34: Was hat das mit dir gemacht?
00:45:38: Ich habe mich damit arrangiert weil ich wusste dass es... Dass ich da sowieso keine anderen Möglichkeiten hab.
00:45:50: Ich bin ja in der Kinder- und Jugendpsychiatrie damit gescheitert.
00:45:53: Ich habe den ja tatsächlich gesagt, ich möchte nicht wieder nach Hause.
00:45:56: Gebt mich eine Pflegefamilie, gebt mich in eine betreute Wohngruppe oder irgendwas aber nicht wieder zuhause.
00:46:02: Und da sind wir wieder bei dem das es irgendwie so schwierig vorstellbar ist dass in so gut situierten Familien irgendwie schlimme Dinge passieren wo die Kinder sagen sie möchten mich immer nach hause und das haben Sie mir einfach schlichtweg nicht geglaubt und deshalb stand ich nur vor der Wahl gehe ich zur Mutter oder gehe ich zum Vater?
00:46:18: aber nach Haus auf jeden Fall.
00:46:20: Du hattest vorhin gesagt, durch die Anorexie hast du das Gefühl von Kontrolle gekriegt und es hat sich gut angefühlt.
00:46:26: Jetzt gab's diese Therapeuten, die dir helfen wollten körperlich um diese Magersucht loszuwerden.
00:46:34: Hast du verstanden dass sie dir helfen wollen oder hat sich das er angefühlen?
00:46:38: wie?
00:46:38: man will ja auch die letzte Kontrolle wegnehmen?
00:46:42: Sowohl als auch ich wusste im Prinzip schon, dass das ein Ort ist in dem Sie mir helfen wollen.
00:46:48: nur die Art und Weise war einfach nicht hilfreich und deshalb kam es auch gar nicht so weit, dass ich von der Magersucht genesen bin sag' ich mal.
00:46:58: Ich hab jetzt in...ich war achtundhalb Monate in einer Klinik und habe in der Zeit ein Kilo zugenommen.
00:47:04: Krass!
00:47:05: Zwischendurch habe ich nochmal bis auf zweieinvierzig eine halbe oder so abgenommen und dann habe ich langfristig weiß ich mich echt wenn man das in einer klinik halt so macht mit Druck und so und Bettruhe bin ich wieder ein bisschen höher und ab diesem Gewicht von fünfundvierzig durfte ich mich wieder einigermaßen frei bewegen.
00:47:24: Und dann in Richtung Entlassung habe ich da noch mal einen Kilo zugenommen oder anderthalb, und dann bin ich mit knapp siebenundvierziger entlassen
00:47:31: worden.".
00:47:33: Und Sie haben gesagt – also es war zu Beginn der Sommerferien, wir haben gesagt aber so mit ja so zweiundviertzig müssen wir dich wieder aufnehmen!
00:47:43: Die Sommerferie war noch nicht zu Ende und ich hatte schon zweinvierzig weil ich da wieder hin wollte Und sie haben mich aber nicht wieder aufgenommen, weil sie dann gesagt haben naja Sommerferien sind ja bald vorbei und dann hast du ja einen ambulanten Therapieplatz und dann wird das schon.
00:47:57: Dann bin ich bei dieser Therapeutin eben vorstellig geworden und die hat das Konzept.
00:48:06: also sagen es mal so die haben in der Klinik dieses Konzept von Psychologen helfen dir ziemlich kaputt gemacht.
00:48:12: Also auch noch aus einer anderen Geschichte, die ich jetzt.
00:48:14: aber das führt jetzt soweit Ich hatte einfach überhaupt keinen Vertrauen in Psychotherapeuten und ich hatte auch nicht das Gefühl, dass diese Frau mir dann jetzt irgendwie helfen kann oder helfen will.
00:48:24: Und von daher habe ich stumpf meine Zeit da abgesessen.
00:48:27: Ich bin dahin gebracht worden von meinen Eltern.
00:48:29: Ich hab da vorhin vierzehn Minuten gesessen aber nicht mit ihr geredet vielleicht nochmal irgendwie wie es aus Wetter... ...und dann bin ich wieder nach Hause gegangen!
00:48:38: In derzeit habe ich eben dann noch immer weiter abgenommen.
00:48:43: Da guck man doch schon deutlich früher mit denen und war dann irgendwann bei ... ... siebenunddreißig-neinhalb Kilo.
00:48:51: Und da hat sie gesagt, wenn ich nicht über das Wochenende ein Kilo zunehme, dann hat sie einen Platz in der Klinik für mich.
00:49:00: Und dann musste ich eben.
00:49:00: also Freitags war ich da, Montags bin ich wieder zu ihr gekommen.
00:49:03: Ich hatte ein Kino zugenommen.
00:49:05: Das fahrt sich fair von ihr.
00:49:06: Da hat sie mich dann auch tatsächlich nicht untergebracht, obwohl sie wirklich schon einen Platz hatte für mich.
00:49:10: Im Verlauf war es dann so dass sie... Sie hat ja auch gemerkt, ich rede nicht mit ihr und sie hat gesagt okay Wenn nur siebundvierzig Kilos lass ich dich in Ruhe.
00:49:17: Die hatte ich dann ein halbes Jahr später und bin dann, aber als ich nicht mehr zuhiel musste mit diesem ganzen Druck sofort wieder runtergerauscht.
00:49:24: Und ... ähm ... bin dann ... mit vierzig Kilogramm wieder in die Klinik gekommen.
00:49:32: Da hatte ich tatsächlich schon einen Puls von dreißig und war körperlich echt richtig runtergerockt.
00:49:36: Das war richtig gefährlich!
00:49:38: Deshalb haben die da auch nicht lange gefackelt und haben mich dann ziemlich sofort am gleichen Tag noch zwangsinnert.
00:49:44: Wie viele Klinikauffenthalte hattest du insgesamt?
00:49:47: In meinem ganzen Leben ungefähr achtzig.
00:49:50: Krass!
00:49:51: Und wie viele waren davon betroffen, wo es um deine Anorexie per See ging?
00:49:58: Zwei oder drei.
00:50:00: Bei deinen Aufenthalten in der Jugendzeit gab's da noch einen prägnanten Moment, der für dich sich abgezeichnet hat.
00:50:07: innerhalb der Kliniken?
00:50:10: In meiner... Na ja doch als Junge Erwachsene würde ich mal sagen dass ich habe ja immer mal auch eine Klasse wiederholen müssen, weil ich dann auch so lange in der Klinik war.
00:50:21: Ich habe die zehnte und den zwölften Jahrgang wiederholt Und bin dann irgendwann auch In der eigene Wohnung gezogen und Bin dann in ne neue Schule gegangen und War aber die ganze Zeit auch extrem instabil und war dann irgendwann so instabil dass ich wirklich auch in die Suizidadität gerutscht bin und aber auch mir gedacht habe, so kann ich das denn überhaupt?
00:50:51: Weil ich mir das schon als eine sehr einschneidende Geschichte vorgestellt hab.
00:50:55: Und dann hatte ich so die Idee wenn ich mit den Armen breche selber, dann schaffe ich es mich umzubringen.
00:51:04: Dann habe ich mir selber den Arm gebrochen.
00:51:07: Das hat mich dann das erste Mal im Leben auf ne geschlossene Station gebracht weil ich das dann meiner Therapeuten auch irgendwann so erzählt habe.
00:51:17: Und damit war ich dann für den Jahrgang, die überhaupt gar nicht mehr in der Schule und in Dreizehn-Zwei ist es abbie.
00:51:30: Ich war also auf einer geschützten Station maximalst mit Medikamenten versorgt, wo ich hin sollte mit meinem ganzen Elend, was sich noch nie angeguckt wurde und was immer höher kochte.
00:51:45: Und gleichzeitig das ist auch so ein Spaltungsphänomen habe ich gedacht ja jetzt muss er irgendwie Abitur schreiben und meine Lehrer hatten offensichtlich die Idee dass es gehen könnte.
00:51:59: und so hab ich dann auf einer geschützten Station in einem Arztzimmer mein Abiturschreiben.
00:52:05: krass.
00:52:06: Also die Lehrer haben das dann eben so gemacht, dass es gibt da ja auch Vorgaben.
00:52:11: Die Fachlehrer müssen die Klausuren ausgeben und die Fachlehre müssen sie wieder einsammeln.
00:52:16: Und das haben Sie dann halbe Stunde Zeit versetzt gemacht.
00:52:19: Dass sie erst in der Schule den Mitschülern, dann sind sie zu wenig klinik gekommen.
00:52:23: Es wurden Lehrer abgestellt, die mich im Arztzimmer beaufsichtigt haben die ganze Zeit.
00:52:28: Das haben sie mir möglich gemacht wofür ich extrem dankbar bin.
00:52:33: Und das mündliche Abitur habe ich dann auf der Offenen gemacht.
00:52:37: Da bin ich dann hingegangen zur Schule.
00:52:39: Du hast gesagt, dass du viele Medikamente bekommen
00:52:42: hast?
00:52:45: Wofür?
00:52:48: Also angefangen von Antidepressivern, weil ich einfach so schweres Depressiv war und dann haben sie – weil Sie mich auch da nicht einordnen konnten – alles Mögliche durchprobiert also Antipsychotika-Medikamente gegen Schizophrenie Beruhigungsmittel.
00:53:08: Hattest du das Gefühl, dass du dann noch bei klarem Verstand warst?
00:53:14: Im Nachhinein frage ich mich auch wie ich diese Zeit überhaupt hingekriegt habe weil da ja in einer geschützten Station noch echt spannende Gestalten unterwegs sind.
00:53:21: Das würde ich heutzutage gar nicht mehr aushalten wenn ich nicht komplett medikamentös abgeschirmt wäre und je mehr Klinikaufenthalte es gab umso größer wurde die Palette an Medikamente.
00:53:35: das Gefühl, weil sie die Diagnose und die Dragweite nicht greifen konnten.
00:53:39: Sie versucht haben mit Medikamenten einfach zu behandeln.
00:53:45: Irgendwann war es so dass ich in einer therapeutischen Einrichtung war, in der sie mich so zugeschüttet haben mit medikamentem, dass ich mich im Nachhinein frage wie ich das überhaupt überlebt habe?
00:54:00: Weil das Dosen waren die man so im ambulanten Setting gar nicht hätte verschreiben dürfen.
00:54:08: Und als ich dann irgendwann aus dieser therapeutischen Wohngruppe entlassen wurde, hatte ich ein echt ausgeprägtes Suchtproblem und dieses Sucht-Problem hat letztendlich dazu geführt, dass sich in den zweiten Täterkreis reingeraten bin und in der Prostition landet.
00:54:35: Du willst selbst bei uns dabei sein oder hast einen Themenvorschlag?
00:54:39: Denn melde dich auf unserer Website oder unsere Social Media.
00:54:42: Wenn du von den besprochenen Themen betroffen bist, oder Unterstützung benötigst, dann zögere nicht Hilfe in Anspruch zu nehmen!
00:54:51: Hol dir Unterstützung bei professionellen Hilfeinrichtungen oder dir vertrauten Personen – bis
00:54:57: zum nächsten
00:54:57: Mal bei
00:54:58: Von Bohne
00:54:59: zu Bohne.
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