Unschuldig angeklagt: 3 Millionen Euro Steuerschulden, ihr Weg aus der Männerdomäne #74 Isolde
Shownotes
Isolde wächst im Familienbetrieb auf, wechselt vom Fliesenhandel in den Schrotthandel – und landet mitten in einer Welt aus Überfällen, Angst und enormen Geldsummen. Als eine Steuerprüfung aus dem Ruder läuft und 2,893 Millionen Euro Steuerschuld im Raum stehen, bricht ihre komplette Lebensplanung zusammen. Aus der engagierten Unternehmerin wird in kurzer Zeit eine Frau im Überlebensmodus.
Du hörst, wie Isolde jahrelang 18-Stunden-Tage arbeitet, zwischen Buchhaltung, Hof und Familie pendelt und sich selbst komplett verliert. Sie erzählt von der Ohnmacht gegenüber Anwälten, Behörden und Justiz, vom Vorwurf, „Kopf einer Bande“ zu sein, von Konkurs, Scham und einer schweren Depression. Nichts ist mehr übrig von der scheinbar starken Frau, die immer funktioniert hat. Heute arbeitet sie als Bewusstseinstrainerin, hat ihren eigenen inneren „Werkzeugkoffer“ entwickelt und begleitet Menschen, die kurz vor dem Burnout stehen oder schon mittendrin sind.
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Zeitstempel: 00:00:01-00:01:33: Triggerwarnung, Podcast-Intro 00:01:33 - 00:02:01: Vorstellung von Isolde 00:02:01 - 00:04:36: Vom Fliesenhandel in den Schrotthandel der Familie 00:04:36 - 00:09:33: Raue Schrottbranche, Überfälle auf LKWs, ständige Angst 00:09:33 - 00:16:09: Dauerbelastung, inneres Abstumpfen 00:16:09 - 00:22:38: 18-Stunden-Tage, Steuerprüfung, Steuerschuld 00:22:48 - 00:31:38: Kampf mit Anwälten, zweite Firma und jahrelange Gerichtsverfahren 00:31:38 - 00:35:27: Konkurs, schwere Depression 00:35:27 - 00:40:08: Rückkehr in die Fliesenbranche 00:40:08 - 00:44:51: Arbeit als Bewusstseinstrainerin 00:44:51 - Ende: Botschaft an ihr jüngeres Ich, zwei Welten der Gesellschaft und ihr Wunsch nach innerer Freiheit
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Transkript anzeigen
00:00:01: Da haben wir in einem halben Jahr fifteen Millionen Euro Umsatz gemacht.
00:00:05: Und wir waren ein Drei-Mann-Betrieb.
00:00:07: Zwar Finanzbeamte sind an dem Tag vor meiner Tür gestanden, um mit mir zu besprechen.
00:00:11: Und der eine hat mir erklärt, dass bei der Steuerprüfung jetzt ausserkommen ist, dass ich jetzt einen Steuerrückstand von zwei Millionen achthundertneinzigtausend
00:00:25: Euro habe.
00:00:26: Wir möchten gewährleisten, dass du dich während des Höhrens unseres Podcasts wohl fühlst und keine unerwarteten Auslöser erlebst.
00:00:38: In dieser Episode werden wir Themen ansprechen, die für einige Höhren der Verstörend sein könnten.
00:00:43: Zu Beginn der Folge stellen wir das Thema vor.
00:00:45: Falls du denkst, dass das genannte Thema für dich persönlich belastend sein könnte, dann möchten wir dich bitten, die Folge direkt zu beenden.
00:00:56: Stell dir vor, du kommst in einen Raum, vor dir sitzt ein Mensch und du hast keine Ahnung, wer das ist.
00:01:02: Das passiert mir in jeder Folge bei unserem Podcast von
00:01:06: Bohne zu Bohne.
00:01:07: Mein
00:01:07: Name ist Charlotte und ich weiß vorher nichts über unsere Gäste.
00:01:11: Kein Name, keine Information, keine Themen.
00:01:14: Also werden meine Fragen auch deine Fragen sein.
00:01:17: Ich bin Sanya und ich suche die Gäste.
00:01:19: Hier achte ich darauf, dass es Menschen mit ehrlichen,
00:01:22: berührenden
00:01:23: und bewegenden Geschichten sind.
00:01:25: Und genau
00:01:25: die wollen wir mit euch teilen.
00:01:27: Bist du bereit, gemeinsam mit Charlotte neue Geschichten kennenzulernen?
00:01:35: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge.
00:01:36: Mein Name ist Charlotte.
00:01:37: Mein Name ist Zanya.
00:01:39: Und mein Name ist Isolde.
00:01:41: Und ich war Schrotthändlerin, hatte über Nacht plötzlich drei Millionen Euro Steuerschulden und kämpfte sehr lange Zeit mit Depressionen.
00:01:51: Isolde, das ist ein sehr langer Satz heute und auch sehr breit gefächert.
00:01:57: Wie kam es dazu, dass du Schrotthändlerin warst?
00:02:01: Also ... Ursprünglich habe ich was anderes gelernt.
00:02:04: Ich habe ursprünglich nach der Schule in der Fliesenbranche angefangen und habe da sehr gut und gern gearbeitet.
00:02:11: Dann haben wir eine Zeit lang für die italienische Fliesenindustrie gearbeitet.
00:02:14: Ich habe nur zusätzlich mich in den Gesundheitsbereich vertieft, habe Heilmersurausbildung gemacht.
00:02:21: Und das war alles in sehr jungen Jahren, also da war ich gerade so zwanzig, anderzwanzig, zwarrer zwanzig.
00:02:27: Und dann hat mich mein Vater gefragt, ob ich bei ihm in der Firma einsteigen will.
00:02:32: Und der hat deinen Schrotthandel und anfangs war es eigentlich nur so gedacht, nebenbei Assistenzjob, Sekretariat, sowas in der Richtung.
00:02:43: Und aufgrund von Krankheit von einem Vater ist dann so gewesen, dass ich tiefer eingestiegen bin, er hat einen Partner gehabt und ich bin dann, ich habe dann eigentlich mit dem Partner gemeinsam diesen Schrotthandel geführt.
00:02:56: Und einige Jahre ... wo man eigentlich sagen kann, okay, das war eine Welt von höher, weiter schneller.
00:03:04: Was zum damaligen Zeitpunkt auch für mich sehr interessant war, weil ich bin in einer mittelständischen Unternehmerfamilie aufgewachsen und das waren einfach damals die Werte.
00:03:15: Man baut was auf, ein Hausgarten, baut sich eine gewisse Sicherheit auf und macht Karriere.
00:03:22: Das war eigentlich damals dieses Bewusstsein, in dem ich gewesen bin.
00:03:26: Und deshalb habe ich mich auch auf das eingelassen.
00:03:29: Also es war natürlich eine Freiwilligkeit.
00:03:32: Und ich habe aber gemerkt, dass dieses Feld, dieses Berufsfeld, speziell der Schrotthandel, nicht mit meinen Werten übereingestimmt hat.
00:03:39: Und wie weit haben die nicht übereinandergestimmt?
00:03:42: Diese Branche ist sehr rau.
00:03:44: Erstens einmal ist es ein totaler Männerdomäne.
00:03:46: Also ich glaube, es war zum damaligen Zeitpunkt so, es hat, glaube ich, zwei Schrotthändlerinnen in Österreich gegeben.
00:03:51: Da war ich dabei.
00:03:52: Und damals war ich in der Jahre zwanzig, also da bin ich eingestiegen.
00:03:55: Und es ist... sehr eine korrupte Welt, eine raue Welt, ein chauvinistische Welt sowieso, aber über das kann man hinweg schauen, also das ist jetzt nicht für mich das Problem gewesen, aber es passiert sehr viel Druck, es passiert sehr viel Betrug und das ist für einen Menschen der eigentlich Werte hat, wie es ich damals gehabt habe und auch heute, also das trifft den Total auseinander und Die Vorteile, die es gehabt hat, war, man hat wirklich viel Geld verdienen können.
00:04:26: Also ich habe teilweise über Streckenweise sehr luxurös gelebt und habe aber immer gemerkt, dass ich mich immer mehr selber verliere.
00:04:35: Also der Preis war extrem hoch.
00:04:39: Bei jedem Geschäftsfeuer hat das eigentlich nach sich gezogen, dass ich tagelang nicht schlafen habe.
00:04:45: Also nachher nicht lang nicht schlafen habe keiner.
00:04:48: Ich bin immer unter Druck gestanden.
00:04:49: Es war immer eine Gefahr.
00:04:52: Unsere Lkw sind überfallen worden im Ausland auf der Reise nach Hause.
00:04:59: Es ist erst nicht viel Metall gestohlen worden zum damaligen Zeitpunkt.
00:05:04: Es ist teilweise so weit gegangen, dass wir manchmal sogar einen Begleitschutz bei den Lkw organisieren haben müssen, weil es tatsächlich einen Überfall gegeben hat an einem Vora, der dann ... zwei Tage lang irgendwo festgehalten worden ist, während die in Lkw abgeräumt haben.
00:05:20: Also, das sind Dinge, die eigentlich harte Tafel oder Schrotthändler gut wegstecken können, aber mich hat das innerlich sehr rieben.
00:05:33: Und dadurch, dass aber die Situation so war, dass ich da aus einem Pflichtgefühl irgendwie gesagt habe, ja okay, ich muss da eine wachsen und das ist jetzt wichtig, dass man dieses Unternehmen auch weiterführen können, weil eben mein Papa gesundheitlich ziemlich angeschlagen war zum damaligen Zeitpunkt, war das für mich klar, okay, Augen zu entdurch.
00:05:57: Die Situation hat sich aber dann so zugespitzt mit den Jahren.
00:06:02: Also, diese üblichen Dinge wie, okay, da ist er wieder mit der Lkw überfallen worden, dort sind wieder ein paar Tonnen Kupfer gestohlen, wenn ein paar Tonnen Kupfer hast.
00:06:10: Fünfzehntausend Euro Schaden.
00:06:12: Ja, also so.
00:06:13: Du hast mit dreiundzwanzig bist du in dieses Geschäft eingestiegen.
00:06:17: Hattest du oder würdest du heute sagen, im Nachhinein, das war zu früh, du warst nicht darauf vorbereitet, was da wirklich auf dich zukommt?
00:06:25: Ich war überhaupt nicht vorbereitet.
00:06:27: Also gar nicht.
00:06:28: Das, was da gelaufen ist.
00:06:30: Da war ja jeden Tag ... Situation, wo ich mir dachte, ich bin im falschen Film.
00:06:35: Im Nachhinein gesehen kann ich definitiv sagen, natürlich war ich nicht vorbereitet.
00:06:38: Auf sowas bereitet die niemand vor.
00:06:42: Man hätte ja sagen können, du bist in einer Unternehmerfamilie aufgewachsen.
00:06:45: Es hätte sein können, dass dein Vater dich Stück für Stück so ran führt.
00:06:49: Du warst immer am Wochenende da, nach der Schule oder Ähnliches.
00:06:51: Ja,
00:06:52: wobei, man muss sagen, er hat vorher ein Lkw-Handel gehabt.
00:06:58: Das ist schon so ein bisschen ... Okay, grenzwertig.
00:07:02: Also auch vom Klientel, die Leute, mit denen du das so hast.
00:07:05: Aber da ist es noch nicht so krass.
00:07:08: Und durch den Partner, der dann mit ihrem Zusammenarbeit hat, ist eigentlich dieser Schrotthandel entstanden.
00:07:15: Und da hat er in der Dimension, hat er auch noch keine nun nicht wirkliche Erfahrung
00:07:22: gehabt.
00:07:22: Du hattest jetzt schon mehrfach gesagt, dass LKWs überfallen wurden oder dass andere Sachen passiert sind, ja, Diebstahl usw.
00:07:30: Kannst du es ungefähr erklären, wie oft das im Monat passiert ist?
00:07:36: Also, das Risiko war bei jedem Geschäftsfall.
00:07:39: Also, bei jeder Verladung von einem Lkw war dieses Risiko da.
00:07:44: Und in den Höchstzeiten haben drei, vier Lkws am Dock verloren.
00:07:50: Also so kann man sich das circa vorstellen.
00:07:53: Wie oft was passiert ist, war im Verhältnis zu dem, was wir umgesetzt haben, relativ gering.
00:07:59: Aber wenn du permanent in ein Fert bist, wo du totales Risiko immer hast, also es kann immer jederzeit was passieren, dann stehst du dann und dann Spannung.
00:08:07: Das heißt, du hast dort gesessen mit deinem Geschäftspartner und deinem Vater und ihr habt gewartet auf den Anruf, dass die Ware angekommen ist.
00:08:16: Genau.
00:08:17: Kannst du uns eine Summe nennen, die im Monat im Prinzip da gestohlen wurde im Durchschnitt?
00:08:22: Also, ich kann noch mal so sagen, wir haben... Ich kann euch ein halb Jahr sagen, da haben wir in einem halben Jahr fünfzehn Millionen Euro Umsatz gemacht.
00:08:30: Krass.
00:08:31: Okay?
00:08:32: Und wir waren ein Drei-Mann-Betrieb.
00:08:33: Krass.
00:08:34: So.
00:08:35: Also, es ist wirklich sehr viel gegangen.
00:08:37: Es hat Tage gegeben, da bin ich drei Mal nach Wien runtergefahren und wieder retour.
00:08:44: Ja, also das... Und hab... Jedes Mal wieder bei meinen Kunden ein Checkquit kassiert, bin heimgefahren auf die Bank, hab den Check eingelöst, hab ein Bargeldquit, bin wieder aufgefahren, hab das bezahlt an meinen Lieferanten.
00:08:59: und so ist es dreimal gegangen, also das waren die Höchstzeiten.
00:09:03: Und dieses Risiko haben wir eigentlich immer gehabt, weil das hat immer was passieren können, wir haben ja im Ausland eingekauft, also wir haben in Bosnien, in Serbia, in Kroatien eingekauft, wir haben in Rumänien eingekauft, aber hauptsächlich eben ex Jugoslawien sozusagen und die Strecke ist trotzdem ganz schön lang für einen Lkw-Fahrer.
00:09:23: Also das Risiko war immer da, was tatsächlich an Summe gestohlen worden ist.
00:09:27: Ich würde sagen, in diesen ganzen Jahren waren es wahrscheinlich zwischen zweihundertfünfzig und dreihunderttausend Euro.
00:09:33: Das ist eine ganze Menge.
00:09:34: Ja, viele Gerichtsfälle nach sich zogen.
00:09:37: Also ich habe sicher zwanzig Prozent von meiner Arbeitszeit vor Gericht irgendwo verbracht.
00:09:44: Mit Anwältengerät, alles aufbereitet für die Anwälte.
00:09:49: Das war fast das, wie es zu meinem Schub dazu gehört.
00:09:52: Dass ich da irgendwie vor Gerichte mir mehr recht ausstreiten muss.
00:09:56: Weil dann geht es auch wieder um das Versicherungssummen und so weiter.
00:09:59: Zweite Versicherung oder nicht.
00:10:01: Meistens war es nicht so.
00:10:02: Dann gibt es uns wieder irgendein Vergleich.
00:10:03: Es war im Grunde genommen immer ein finanzielles Risiko und auch ein finanzieller Schaden.
00:10:08: Waren das Überfälle im Sinne von ihr wart nachts weg und man hat eingebrochen oder war das?
00:10:14: ich halt den Knarre an den Kopf und sage jetzt so ich will es haben?
00:10:17: Also es ist so gewesen.
00:10:18: es gibt einen Fall der man da einfeuert und zwar wir haben ihn wir sind runtergefahren noch ich glaube in Bosnien war das beim Lkw Händler nicht Lkw Händler sorry beim Schrott Händler haben dort unseren Lkw dort gehabt von der Spedition.
00:10:34: Wir haben das verlassen, wir haben es über die Waage gefahren, haben das Geld bezahlt, weil das muss sofort.
00:10:39: Also da war der Kohle, das ist die klare Regel.
00:10:42: Und der Fahrer mit Lkw hat sich am Weg nach Hause gemacht Richtung Österreich ein paar Hundert Kilometer.
00:10:49: Wir sind dann mit dem Auto wieder heimgefahren, war natürlich schneller heim.
00:10:53: Und eineinhalb Tage haben wir nix gehört von dem Lkw-Fahrer.
00:10:56: Und nach einerinhalb Tage haben wir dann mein Speditör aufgerufen, der sich stimmlich überschlagen hat.
00:11:02: und ziemlich aufgeregt war und gesagt hat, ja, sein Fahrer hat sie gerade gemeldet, er ist überfallen worden.
00:11:08: Also das war tatsächlich so, der ist weggefahren, der ist gerade ein paar Kilometer auf der Autobahn gewesen, sind drei Fahrzeuge gekommen, haben ihn umgelotzt, auf irgendein Schrottplatz, haben den aus dem LKW-Aussack gefällt, haben den in einer Büro eingesetzt und irgendwo anbunden, ein Handy weg, während die da stundenlang den LKW wieder abgeladen haben.
00:11:31: Irgendwann haben sie, glaube ich, das Handy wiedergegeben, wobei Zimkarten aussahen und haben gesagt, so schau, dass es weiterkommt und haben sie praktisch mit dem leeren Lkw heimfahren lassen.
00:11:40: Ich meine, der war natürlich fertig mit der Wirt.
00:11:42: Mein Speditjahr war auch fertig mit der Wirt, aber Fakt war auch hundertzwanzigtausend Euro weg.
00:11:47: Und solche Sachen sind natürlich dann vor Gericht gelandet, weil dann habe ich natürlich über die Versicherungsspeditionen, weil die sind ja verantwortlich.
00:11:57: Ja, das waren solche Fälle.
00:12:00: Wie gesagt, es war nicht irgendwie lustig und zu halb warm, sondern es war ziemlich rau und da teilweise gefährlich.
00:12:08: Wenn du dort auf den Anruf gewartet hast, dass die Ware tatsächlich am Zielort angekommen ist und du dann aber die Nachricht bekommen hast, dass ein Überfall stattgefunden hat, was hat das emotional mit dir gemacht?
00:12:22: Also das erste Mal, wie das passiert ist, war ich einmal komplett in der Schockstare.
00:12:27: Ich war furchtungslos.
00:12:29: Ich habe da nochmal ein paar Tage gebraucht, bis ich einmal begreif, dass das möglich sei, in dem Feld, wo ich mich da befinde.
00:12:39: Und dann stößte du auf das Ei.
00:12:41: Also ich hab mich dann drauf eingestellt.
00:12:43: Und ich hab tatsächlich solche Verhältnungsweisen mir angeeignet, wann zum Beispiel diese Überbrückungszeit, wo der Lkw vom Platz weggefahren ist, also vom Ausland quasi, vom Verlodeplatz heim, das hat dann meistens eineinhalb, zwei Tage da, bis er dann am Zielort angekommen ist.
00:13:01: bin ich tatsächlich ganz oft in meiner Küche gestanden und habe Kuchen bocken.
00:13:05: Also solche Rituale habe ich mir eingeführt, weil die haben mein Jaffensystem reguliert.
00:13:12: Da habe ich das Gefühl gehabt, in meiner Küche ist alles in Ordnung.
00:13:16: Da bin ich einfach nur als Frauchen am Herd und kann mich selber beruhigen.
00:13:23: Und wenn ich dann den Anruf gekriegt habe, Elke, wie ist das?
00:13:27: Alles gut?
00:13:28: Okay?
00:13:30: habe ich wieder ganz normal weitergearbeitet.
00:13:33: Und wenn ich solche Sachen gehört habe, wie es ist nicht gut, weil da waren ja nicht nette Überfälle, sondern die haben uns ja teilweise auch beim Beladen beschissen sozusagen.
00:13:42: Also die haben uns
00:13:42: ein
00:13:44: Kupfer verkauft, wo es Kupfer fünftausend Euro kostet und haben da echt, also Zucker nennt man das, und haben einen billigen Stolschrot untergemischt.
00:13:58: Und einmal habe ich so einen Typ gehabt, der war sowas von kompletter neben.
00:14:03: Der hat sogar den Steuerrad oben, der hat sich nicht einmal die Mühe gemacht, dass er ein echtes Kupfer oben dort und dann mit einem Kupf verspricht, den Steuerrad angesprüht.
00:14:12: Also tatsächlich einfach ein totaler Betrug.
00:14:18: Aber es war einfach so, ich habe irgendwann einmal gelernt, damit umzugehen und bin aber währenddessen immer härter geworden.
00:14:27: Das war immer mehr, ich muss da jetzt funktionieren.
00:14:31: Da kann ich, was soll ich jetzt machen, was soll ich jetzt einen Yaffenzusammenbruch kriegen oder was, das kann ich mir gar nicht leisten.
00:14:36: Es geht sich nicht aus.
00:14:37: Also reist die zusammen, macht ein Ding und achte darauf, dass zukünftig so wenig wie möglich passiert.
00:14:49: Ich hätte eine Frage, die jetzt ganz gut passt und zwar möchte ich auf deine anderen Regulationsmechanismen eingehen.
00:14:56: Wenn du sagst, du bist immer härter geworden und hast dich immer mehr zusammenreißen müssen, was hat da das für eine Auswirkung auf dich?
00:15:03: Weil ich habe ja dein Buch gelesen, du hast tagelang durchgehend gearbeitet, du hast keine Pause gehabt, du hattest dich im Kopf waren ja nur dein Geschäft oder euer Geschäft.
00:15:14: Was hat das mit dir gemacht?
00:15:15: Also, da gibt es natürlich jetzt verschiedene Ebenen, die man aufdröseln kann.
00:15:19: Aber also zum Beispiel als Partnerin, ich habe ja damals eine Beziehung gehabt, Als Partnerin war ich wahrscheinlich eine absolute Katastrophe.
00:15:28: Also, ich war einfach kalt, relativ emotionslos.
00:15:34: Es ist ja so gewesen, dass meine Empathie, die eigentlich in meiner Persönlichkeitsstruktur verankert ist, dass ich die eigentlich komplett obertrustelt habe.
00:15:44: Also, die ist einfach obergefahren.
00:15:47: Ich habe zum Beispiel jahrelang, nicht gewarnt, jahrelang nicht.
00:15:52: Also, das war wirklich... Es hat mir nichts irgendwie beeindrucken können, emotional.
00:15:58: Ist dir das bewusst gewesen in der Zeit?
00:16:00: Ich glaube, so in dem Ausmoß, wie es war, sicher nicht.
00:16:05: Was für andere Bewertigungsmechanismen hast du noch angewendet?
00:16:09: Also, da müssen wir jetzt eigentlich nur eine Geschichte erzählen und dann können wir mit den Bewertigungsmechanismen anfangen.
00:16:17: Das, was ich bisher jetzt erzählt habe, war der ganz normale Alltag.
00:16:24: Okay?
00:16:25: der sie über zwei, drei Jahre hingezogen hat.
00:16:30: Plötzlich hat sie bei uns in der Branche was gedreht und zwar die Börsenpreise sind aufgegangen, jeder hat Schrott gehandelt und wir haben extrem viel noch gearbeitet.
00:16:42: Das waren dann diese Tage, wo ich sechs Tage die Woche, achtzehn Stunden gearbeitet habe und überhaupt keine Pausen gehabt habe.
00:16:48: Das ist auch halb Jahr so dahingegangen.
00:16:50: Parallel dazu haben wir wieder die gefühlt viererzwanzigste Steuererprüfung gehabt.
00:16:55: Das war auch ganz normal, das hat bei uns dazugehört.
00:16:58: Und dann ist der vierte Juli, zwei Tausend Sechs gewesen.
00:17:01: Und der vierte Juli, zwei Tausend Sechs, da habe ich jetzt ca.
00:17:03: ein halbes Jahr schon achtzehn Stunden da gekauft.
00:17:07: Ich habe im Grunde genommen, ich war eigentlich kurz vor dem Burnout.
00:17:11: Und dann ist die Info gekommen, dass die Steuererprüfung jetzt abgeschlossen worden ist und zwei Finanzbeamte sind.
00:17:18: An dem Tag vor meiner Tür gestanden, um mit mir zu besprechen.
00:17:22: auch grundsätzlich nichts.
00:17:24: Nichts, wo ich nervös werden würde, weil ich das sowieso gewohnt war.
00:17:27: Die haben sowieso immer alles geprüft, weil es sowieso immer davon ausgegangen sind, dass wir alle ganz orge Verbrecher sind.
00:17:33: Und dann sind die zwei da gestanden und der eine hat mir erklärt, dass bei der Steuerprüfung jetzt außergekommen ist, dass ich jetzt einen Steuerrückstand von zwei Millionen achthundertneinzigtausend Euro habe.
00:17:50: Ich bin extrem pingelig, also bei mir ist am fünften die Steuererklärung abgegeben worden und ich habe immer bündig gezoit, also das war für mich der absolute Supergar, weil so etwas hätte es nicht gegeben.
00:18:05: Und ich habe gesagt, das kann ich überhaupt nicht sein, ich habe immer alles bündig gezoit und dann ist aber rausgekommen, dass ich in eine Drittschuldnerhaftung reingekommen bin.
00:18:13: Also das heißt, Lieferanten von mir haben Steuer hinterzogen und Ich war haftbar dafür, ganz kurz gesagt.
00:18:23: Da gibt es Paragrafen, die da im Hintergrund sind, das braucht man jetzt da nicht weiter aufzuhören.
00:18:28: Ich weiß nicht, ob ich das interessiert kann, mein Buch lesen.
00:18:30: Da steht es relativ genau drinnen.
00:18:32: Auf jeden Fall war das so.
00:18:35: Das Finanzamt hat gesagt, ja, wir wissen, dass sie da nicht schritt sind, oder ob sie es gewusst haben oder nicht, ein bisschen Subdeel haben wir das schon vorgeworfen.
00:18:43: Aber sie sind jetzt in eine Haftung reingekommen.
00:18:47: Also das war nicht mein Steuerbetrug.
00:18:49: Sondern ich war einfach hoffbar.
00:18:51: War dir das bewusst, dass das passieren kann?
00:18:54: Nein.
00:18:55: Dieser Paragraf, der das sagt, das war mir zum damaligen Zeitpunkt nicht bewusst.
00:19:01: Er steht heute noch immer im Gesetz drinnen.
00:19:02: Wir reden jetzt schon von über vor zwanzig Jahren.
00:19:06: Er ist vergangen.
00:19:07: Er steht noch immer so drinnen.
00:19:09: Und Unternehmer wissen nicht, dass sie mit jedem Geschäftsfall, den sie abschliessen, eigentlich immer mit zwanzig Prozent Risiko dastehen.
00:19:19: Bei uns ist es so, das Steuersystem rennt ja so, mein Lieferant liefert mir was, der schickt mir dann eine Rechnung mit Mehrwertsteuer.
00:19:27: Ich zahle diese Rechnung mit der Mehrwertsteuer und hole sie mir dann vom Finanzamt wieder zurück.
00:19:32: Wenn dieser Unternehmer aber seine Steuer nicht abführt, obwohl es ihr im Zeit habt, dann kann man ihr vom Finanzamt das nicht zurückzahlen.
00:19:40: Das ist ja echt krass.
00:19:41: Die Frage ist, Wie kriegt man deine Sicherheit rein?
00:19:46: Woher willst du denn das wissen, dass die das nicht bezahlt haben?
00:19:48: Also, du hast ja ein Vertrauensverhältnis.
00:19:50: Ja, das ist genau das Problem.
00:19:52: Du kriegst, also der Paragraf besagt, du bist als Unternehmer verpflichtet, deinen Lieferanten nach objektiven Unternehmer-Eigenschaften zu überprüfen.
00:20:01: Sprich, du musst schauen, ob er Firmenbuchnummer hat, UID-Nummer hat und so weiter.
00:20:06: Firmen-Sites bla bla bla.
00:20:07: Selbst wenn du das aber getan hast und es stellt sich im Nachhinein heraus, dass dieser Lieferant Umsatzsteuer malversationen, sprich Umsatzsteuerbetrügereien, macht, bist du dafür haftbar.
00:20:19: Das ist genau das, was drin entsteht.
00:20:21: Krass.
00:20:22: Was hast du gefühlt, als dir bewusst war, in welcher Situation du jetzt steigst?
00:20:29: Das erste, das kann ich mich nur dreu erinnern, das erste, was ich gemacht habe, ich habe sofort mehr Sterberotterin angriffen und einen Freund von mir, der früher Server eher hoch in der Hierarchie beim Finanzamt war und habe ihm gefragt, da waren aber die zwei Finanzbeamten noch da, habe ihm gefragt, was jetzt da ist und er gesagt, okay, unbedingt Zeit aufschub, ja, wir müssen das jetzt einmal kontrollieren, was da passiert ist.
00:20:51: Das habe ich dann auch gemacht, ich habe gesagt, ich werde alles vorlegen, aber sie sollen jetzt da mal gehen und ich brauche jetzt einmal vierzehn Tage Zeit.
00:20:58: Und das war mir das allererste, was ich gemacht habe.
00:21:02: dann, wie die dann weg waren und wie ich dann das Ganze realisiert habe, wo auch mal ein absoluter Nervenzusammenbruch da.
00:21:09: Also, das, ich würde jetzt einmal sagen, dieser Tag, dieser vierte Juli, war auch einer der schlimmsten Tage meines Lebens.
00:21:20: Weil da hast du das Gefühl, ich meine, wenn der wer sagt, du hast drei Millionen Euro Steuerschulden und das nur dazu, wo du überhaupt nichts dafür kannst, das ist... Das ist für das Gehirn nicht realisierbar.
00:21:38: Also, wenn jemand sagt zu mir, du hast eine Steuerschwitte, okay, das ist deppert, aber irgendwie realisierbar, aber drei Millionen.
00:21:46: Ich meine, das heißt, du bist am Arsch komplett, wirtschaftlich gar erledigt.
00:21:53: Und da habe ich einmal, ich glaube den ganzen, das war Freitag damals, so werde ich mir erinnern kann.
00:21:59: Ich glaube, bin die ganzen... bin in meinem Schlafzimmer gestanden, ich glaube, ich habe geschrien, wie am Spieß, also mit mir selber war alleine.
00:22:06: Also das war, ja, das war einfach nur schirch.
00:22:09: Das war einfach nur schirch.
00:22:11: Hattest du das Gefühl, hilflos zu sein in dem Moment?
00:22:16: In dem Moment, ja, also das war ein Grunde genommen, du bist im Freienfall.
00:22:23: Also das habe ich überhaupt noch nicht, ich habe das einfach nicht realisieren können.
00:22:27: Das ist... Das ist ein Gefühl, das kann man... Ja, es zieht den Boden unter die Füße weg.
00:22:36: Und da hat man natürlich auch Ummacht.
00:22:38: Es ist eigentlich auch Ummachtsgefühl.
00:22:40: Man hat das Gefühl, das ist... Ja, du kannst nichts da.
00:22:44: Was hast du getan, um wieder Boden unter die Füße zu bekommen, um überhaupt handeln zu können?
00:22:50: Ich habe dann... Also am Tag darauf, da machen wir dann nochmal eine Nacht drüber schlafen, dann sagt das ein bisschen.
00:22:57: Ich habe dann das gemacht, was mir einzig logisch erschienen ist.
00:23:01: Ich habe mir ein Team zusammengestellt.
00:23:03: Das Team war zwei Steuerberater, auch rechts und weit Unternehmensberater.
00:23:09: Und da hat es dann Besprechungen gegeben, die dann die Tage darauf gemacht haben.
00:23:14: Und dann sind wir mal in der Sache auf den Grund gegangen.
00:23:17: Und das waren dann die darauf folgenden zwei oder drei Jahre, kann man sagen, meine besten Freund.
00:23:25: Dieses Team.
00:23:26: Weil die haben mich da überall durchbegleitet.
00:23:28: Wie hast du es denn geschafft, noch zu funktionieren?
00:23:31: Weil du musst es ja weiterarbeiten.
00:23:32: Ja.
00:23:33: Also Medikamente.
00:23:35: Also ich hab da damals schon die antidepressiven Schlafmittel, Alkohol, Kiffen.
00:23:45: Ja, das war das, wie ich funktioniert hab.
00:23:49: Und ich hab aber immer darauf geschaut, dass es nicht am Mitkrieg.
00:23:53: Also, abgesehen von meinen Freunden, das Kreis am Wochenende und so.
00:23:57: Aber ich hab keinen Tag.
00:24:01: Gefehlt in der Arbeit.
00:24:03: Also in der Früh bin ich da gewesen und hab funktioniert und hab noch außen hin die Rolle gespürt, die ich mir halt da angeeignet hab.
00:24:11: War denn der Plan, den ihr da ausgeheckt habt finanziell realistisch, war das so abstockbar, dass man sagt okay gut wir machen jetzt hier weiter und wir können hier Schritt für Schritt dann die Schulden bezahlen?
00:24:23: Nein.
00:24:24: Also eigentlich war es so, diese Firma die es betroffen hat, also das war gestern BH, Die war eigentlich von diesem Moment an handlungsunfähig.
00:24:36: Das heißt, ich habe eigentlich vorbereiten müssen, dass ich eine neue Firma gründe und habe in der alten Firma, die handlungsunfähig geworden ist, mich zur Wehr gesetzt und habe gegen die Republik Österreich geklagt.
00:24:53: Also das heißt, ich habe zwar parallel ebenen bedient.
00:24:58: Die eine Firma, die neue, da ist ganz normal, weil das funktioniert.
00:25:01: Komplett kleine Firma sozusagen mit einem Steuerkonto, also sauber.
00:25:06: Und da habe ich ganz normal weitergearbeitet und habe halt den Betrieb weiterführen können mit meinen Partner gemeinsam.
00:25:13: Und die andere Firma, die halt da eigentlich insolvent war, weil die war ja in einer Überschuldung, die war halt da so im Wachkoma sozusagen, im Wirtschaftlichen.
00:25:22: Und für mich war aber damals das so, ich lasse mir das nicht gefallen.
00:25:26: Mir war mein Ruf extrem wichtig.
00:25:28: Also die Reputation, die ich als Schrotthändlerin aufbaut habe, war mir extrem wichtig.
00:25:34: Und deshalb wollte ich unbedingt, dass da eine Gerechtigkeit geschieht.
00:25:38: Und es hat mir sehr viel Gökkost, also ich glaube, ich habe sicher über hunderttausend Euro nur in Anwaltkosten eingesteckt, weil ich das einfach nicht auf mir sitzen lassen wollte.
00:25:50: Das muss man ja auch sagen.
00:25:51: dass das Finanzamt gesagt hat, dass du der Kopf der Bande bist von vielen verschiedenen Menschen, die Steuerhinterziehungen begonnen haben und dass du dafür verantwortlich bist und dass du quasi die Chefin davon warst.
00:26:05: Genau.
00:26:06: Das ist nämlich nur die zweite Ebene, der gewesen.
00:26:10: dass man das unterstellt worden ist.
00:26:12: Es war dann eine Zeit lang so, wo mein Anwalt mir gesagt hat, Frau Mitter, bitte verlassen Sie bitte nicht das Land, weil es schwebt ein bisschen die Urhaft, ist ein bisschen im Raum und es kann schon sein, dass sie mal in den Urhaft kommen.
00:26:25: Und das ist mir dann auch noch vorgeworfen worden.
00:26:29: Und ich bin natürlich, ich habe dann wirklich detektiv gespielt und habe mal geschaut, was da ist, wie die überhaupt auf das kommen.
00:26:37: Und dann hat es tatsächlich von außen so ausgeschaut, weil ich die alle, alle Lieferanten, die in Österreich Umsatzmalversationen betrieben haben, habe ich alle persönlich gekannt.
00:26:50: Die sind alle bei mir ein- und ausgegangen.
00:26:53: Nicht nur bei mir, auch bei anderen.
00:26:56: Aber bei anderen war es also so, vierzehnt Prozent waren dort, zwanzig Prozent waren da und noch mal vierzehnt Prozent waren dort.
00:27:05: Bei mir waren alle.
00:27:07: Jetzt hat natürlich das, also das kann ich jetzt auch nachvollziehen, oder das habe ich damals eigentlich schon relativ nachvollziehen können, okay.
00:27:14: Das schaut natürlich auch ein wenig schräg aus, aber nichtsdestotrotz habe ich trotzdem nichts damit zum Tag gehabt.
00:27:24: Diesen Vorwurf habe ich dann natürlich auch noch durchjudizieren müssen, wo dann auch unter dem Strich mir geglaubt worden ist, vor Gericht, weil es gesagt haben, okay, das war auch nicht beweisbar.
00:27:37: Das ist so, wenn man das Mordes verdächtigt wird, dann braucht es eine Leiche.
00:27:42: Und die waren nicht da, also insofern.
00:27:44: Ja.
00:27:44: Aber das war nur diese Parallebene, wo ich mir auch eine Tochter habe.
00:27:46: Da war ich noch nicht einmal, da war ich noch nicht einmal, da war ich noch nicht einmal, da war ich noch nicht einmal, da war ich noch nicht einmal, da war ich noch nicht einmal, da war ich noch nicht einmal, da war ich noch
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00:27:56: nicht einmal, da war ich noch nicht einmal, da war ich noch nicht einmal, da war ich noch nicht einmal, da war ich noch nicht einmal, da war ich noch nicht einmal, da war ich noch nicht einmal, da war ich noch nicht einmal, da war ich noch nicht einmal, da war ich noch nicht einmal, da war ich noch nicht einmal, da war ich noch nicht einmal, da war ich noch nicht einmal, da war ich noch nicht einmal, da war.
00:28:07: Und wenn man bedenkt, als er als sechsundzwanzigjährige damals so in der Kopf von derer ging, wissen sie immer, ja, danke.
00:28:15: Das war irgendwie ... Okay, ja, kann man einen guten Film drauf machen.
00:28:20: Definitiv.
00:28:21: Kannst du irgendwie auf die Stolz sein, dass man dir das geglaubt?
00:28:23: Oder dass man den Zutrat...
00:28:24: Man braucht das Zutrat, genau.
00:28:25: Unglaublich, ja.
00:28:26: Also, wir haben es von der Seite ja nicht im Danke, dass man das so in der Form Zutrat habt.
00:28:32: Du wirst dich schon ziemlich viel im Kosten gehabt haben, dass man so was ausdenkt, muss man dazu sagen.
00:28:38: Ich glaube, wir waren ein bisschen stehen geblieben noch mit der Fragestellung.
00:28:42: Wie dieser Plan, weil du gesagt hast, das war gar nicht finanziell so stemmbar.
00:28:47: Und da weiß ich jetzt noch nicht so ganz, was war denn da der Plan?
00:28:49: Kannst du da nochmal anknüpfen?
00:28:51: Also der Plan war dann der, ich gründe die zweite Firma und wir machen weiter.
00:28:57: Ja genau.
00:28:58: Und bauen weiter das Unternehmen auf und ich baue weiter mein Firma auf und ich werde weiter ein Schrotthändlerin bleiben.
00:29:05: Aber
00:29:05: wie?
00:29:06: Kannst du diese immense Summe von drei Millionen Stämmen und gleichzeitig fürs bestehende Unternehmen noch so viel Steuern zahlen?
00:29:13: Gar nicht.
00:29:14: Also diese drei Millionen Euro, das war von vornherein klar.
00:29:18: Von der ersten Sekunde an, das Geld kriegen sie nie.
00:29:22: Weil du musst da eins vorstellen.
00:29:25: Wenn wer kommt und sagt, zwanzigtausend Euro schwitzt jetzt, dann wirst du das zahlen.
00:29:31: Weil du bist jung und du kriegst es hin.
00:29:33: Wenn aber wer kommt und sagt, du musst drei Millionen zahlen.
00:29:36: Brauchst gleich gar nicht anfangen, kann auch sagen, zweihundert Milliarden.
00:29:39: Das ist sowieso alles unrealistisch.
00:29:41: Also ich hab von der Sekunde eins gewusst, diese drei Millionen Euro werden sie nie bekommen.
00:29:48: Das heißt nur, die Firma ist kaputt, die Firma geht in Insolvenz.
00:29:53: Es kann sein, dass sie nur Privathoftung übernehmen.
00:29:55: Das heißt, ich muss nur in Privatinsolvenz gehen.
00:29:58: Und dann fang ich wieder näher an.
00:29:59: Aber war das dann so schlau, das zweite Unternehmen parallel aufzubauen?
00:30:03: Weil wenn du privat haftbar bist, dann muss ja auch das zweite Unternehmen dafür mithaften.
00:30:08: Das zweite Unternehmen war auch eine Geste im BH.
00:30:11: Und das habe ich dementsprechend so abgesichert, dass da nichts passieren kann, dass sie nicht Zugriff haben.
00:30:17: Das heißt aber, dir war klar, im Prinzip ist wahrscheinlich kommt die Privatinsolvenz und du bist erstmal Pleite.
00:30:22: Genau.
00:30:23: Okay.
00:30:23: Und wieso war dann das große Team um dich herum, um das zweite Unternehmen zu schützen?
00:30:29: um das erste Unternehmen nicht in die Insolvenz zu schicken.
00:30:34: Du musst da ans Vorstellen, die haben wir damals nur ein Geld auch noch eingefroren.
00:30:38: Da war ja nur ein Geld in meiner Firma.
00:30:41: Das waren damals um die Hundertfünfzig oder zwei Hunderttausend Euro.
00:30:44: Das war unser Wirtschaft, das Geld und auf das hat das Finanz am Zugriff gehabt, die haben wir meine Konten eingefroren.
00:30:49: und um das habe ich kämpft.
00:30:51: Weil ich gesagt habe, das lasse ich mir nicht bitten, dass ich... durch eine Pritschwiedener Hoffnung, die sowieso für mir total annonsens ist, dass die mir mehr Geld stellen.
00:31:00: Und das habe ich auch genauso empfunden.
00:31:02: Ich habe das empfunden, das Finanzamt kommt und stillt mir mein verdientes Geld.
00:31:06: Und deshalb habe ich mir ein Team hergeholt und habe gesagt, das lass ich mir nicht gefallen.
00:31:11: Das judizieren wir durch und fertig.
00:31:15: Vor allem auch um deine Unschuld zu beweisen.
00:31:17: Das genau.
00:31:19: Das war natürlich auch ein ganz großer Punkt, weil das ist für mich überhaupt nicht gegangen, weil da sind wir wieder bei dem Thema, mir war mein Ruf extrem wichtig und den wollte ich wieder herstellen.
00:31:27: Und den habe ich mithilfe meiner Anwälte auch wieder herstellen können.
00:31:34: Trotzdem ist aber die Firma, also Discord, habe ich nie wieder gesehen.
00:31:38: Und die Firma ist dann auch in Konkurs gegangen.
00:31:40: Aber dieser ganze Prozess hat eigentlich dauert von dem Jahr vor dem
00:31:47: Jahr zwei Tausend sechs bis
00:31:48: ... Das war ein Jahre.
00:31:49: Das
00:31:50: ist auch mental echt anstrengend, sich damit immer wieder zu beschäftigen.
00:31:53: Das ist schon krass.
00:31:55: Wie hat denn dein Vater auf diesen ganzen Firlip-Fans da reagiert?
00:31:59: Also mein Vater hat ziemlich ... Der war in einer ziemlich harten Situation, weil einerseits hat er gesehen, sei durch das in Gefahr, andererseits war er aber krankheitsbedingt, gar nicht in der Lage, dass er irgendwas tut.
00:32:18: Und ich glaube, mit dem hat er sich dann einfach arrangiert.
00:32:23: Das ist der Kampf, den meine Tochter dafür hat, aber ich kann ja eigentlich auch nicht wirklich helfen.
00:32:27: Hat er in irgendeiner Art und Weise Schuldgefühle?
00:32:31: Das kann ich nicht genau sagen, aber das gehabt hat.
00:32:34: Ich glaube aber nicht, dass ich wissentlich Schuldgefühle gegeben habe, weil ich habe immer gesagt, die ganzen Jahre, es war und sogar heute noch, das war meine... Verantwortung, weil ich hätte ja aussteigen können.
00:32:53: Also, ich bin jetzt nicht der, der sagt, ja, das ist alles so dramatisch passiert und mein Vater hat schuld oder mein Partner hat schuld oder das Universum hat schuld, sondern es ist mir eine Möglichkeit aufgetan worden und diese Möglichkeit hat mein Ego angetriggert damals, weil ich das einfach unbedingt beweisen wollte, dass eine Frau auch in dieser Branche was aufbauen kann und dem bin ich gefolgt.
00:33:18: Ganz einfach, eigentlich.
00:33:20: Und da hat keiner schweet.
00:33:22: Du hast jetzt gerade gesagt, dass das ganze Prozedere um die sechs bis sieben Jahre ging.
00:33:27: Wenn du da schon kurz vom Burnout warst und du hast dich vollgepumpt mit Medikamenten und Substanzen, das hältst du ja nicht so lange aus.
00:33:35: Also da muss man sagen, damit man es zeitlich in der Schiene bringen.
00:33:39: Der Prozess von dieser einen Firma, die da drei Millionen Euro steuerschulden koppt hat.
00:33:45: Hat dort von Jahrzehnte bis Jahrzehnte.
00:33:49: Die neue Firma, die gegründet hat, war mit Jahrzehnte beendet.
00:33:55: Weil Jahrzehnte ist die Wirtschaftskrise gekommen, da war dann die nächste Klatsche.
00:34:01: Und das habe ich dann nicht mehr überlebt, also wirtschaftlich.
00:34:05: Da hat es dann ein Konkurs gegeben und da habe ich auch schon extreme schlimme Depressionen gehabt zu dem Zeitpunkt, also Jahrzehnte.
00:34:15: Und ich bin dann am Punkt gekommen, das war kurz bevor ich Insolvenz angemacht habe, wo ich gesagt habe, okay, ich kann und will so nicht mehr leben.
00:34:26: Also da war ich dann wirklich schon suizidal und habe für mich aber doch dann noch Gott sei Dank einen Geistesplit sozusagen gehabt, der da war.
00:34:40: Du hast jetzt zwei Möglichkeiten.
00:34:42: Entweder du bleibst jetzt da und das überlebst du nicht.
00:34:45: Oder du fangst jetzt an eiches Leben an.
00:34:48: Und ich hab mich für das neue Leben entschieden.
00:34:51: Und hab dort praktisch meine Zelte abgebrochen, hab alles zu Ende gebrochen, hab das Konkursverfahren durchlebt und hab dann geschaut, dass ich wieder mir ein eigenes, authentisches Leben aufbaue.
00:35:06: Und mir aus dieser Depression, die ich da ausgefasst hab, außer Kämpfe und außer Arbeit.
00:35:13: Und das hat natürlich nach sich gezogen, dass da sehr, sehr viele Schritte zu gehen waren und ich mir von alten Systemen, alten Mustern, alten Überzeugungen, alten Prägungen lösen habe mir das.
00:35:26: Du musst dich ja auch erst mal, du musst ja einen Spiegel vor dich selbst halten und dir auch eingestehen, was du vielleicht alles falsch gemacht hast und welches Verhalten du an den Tag gelegt hast.
00:35:35: Wie war dieser Prozess für dich?
00:35:37: Also das erste, was ich gemacht habe, war eigentlich so wie der Konkurs durch war, wo ich wieder frei war am Markt, bin ich wieder zurückgegangen in meine alte Fliesenbranche.
00:35:48: Und ich muss ganz ehrlich sagen, das war für mich einfach eine Erholung.
00:35:54: Erstens habe ich mich in der Materie ausgehend.
00:35:56: Ich habe eigentlich vom ersten Tag arbeiten können, so wie immer.
00:35:59: Und es war einfach total erholtsam.
00:36:01: Es war ein schöner Branche.
00:36:03: Es sind schöne Materialien.
00:36:05: Du kannst schön gestalten.
00:36:08: Kreativität, Kunst, das ist eine ganz super Gelegenheit für mich gewesen über mehrere Jahre, wo ich gemerkt habe, ich komme wieder zur Ruhe, ein geregeltes Einkommen, vierzehn Gehörter im Jahr, fünf Wochen Urlaub, ein überschaubarer Arbeitszeitrahmen, also selbst war ich die ersten Jahre ja mal fünf, sechs Stunden Wochen gehabt habe.
00:36:30: Das war sicherlich im Gegensatz zu dem, was ich vorher gemacht habe.
00:36:35: Also das war echt ... Das war wie eine Langzeitkur, machen wir so viel.
00:36:40: Und parallel dazu habe ich aber noch über Medikamente genommen und habe wirklich Schritt für Schritt versucht, das Ganze zu bearbeiten, was passiert ist, weil das war nicht ein Traum, sondern das war eine höchst dramatische Zeit über einen ganz langen Zeitraum.
00:36:58: Also man kann sagen, von dem Jahr drei bis zum Jahr neun ist auch Wänsigkeit noch dann passiert.
00:37:06: Und das, das dann durcharbeiten, das schaffst nicht so über in einer Sekunde, sondern das dauert einfach Zeit.
00:37:14: Und ich habe dann die verschiedensten Dinge gemacht.
00:37:18: Ich habe mir auch Hüfe geholt, also ich war auch in Therapie und ich habe dann auch meine beste Freundin, die ganze Zeit habe ich eben... Buch auch immer beschrieben, war an meiner Seite die auch die Authentizitäts-Trainerin, Bewusstseins-Trainerin, Is-Jogartrainerin, also die Arbeiter in dem Bereich.
00:37:37: Also die Sonja hat mich damals sowieso, also die begleitet mich.
00:37:41: im Grunde genommen, ist schon mein ganzes Leben, das ist ja praktisch meine Seelenschwester, die weiß ja so gut, wie alles, die war überall dabei.
00:37:47: bei den ganzen wahnsinnigen Phasen und natürlich auch bei dieser ganzen Depressionsphase, war sie da an meiner Seite.
00:37:56: Und ich habe dann wirklich angefangen mit Bewusstseinsarbeit.
00:38:00: Also hinschauen, Schmerznummer durchfühlen, transformieren, in Heilung gehen.
00:38:08: Und da gibt es verschiedenste Möglichkeiten und Ansätze, dass man mit dem Ziel einfach, dass man das irgendwann nochmal hinter sich lässt und dass man Frieden macht mit diesem Kapitel von seinem Leben.
00:38:19: Und da habe ich wirklich versucht, wieder auf mein Körper zu achten.
00:38:27: Der war natürlich total erschöpft.
00:38:28: Also ich hab dann Reisen gemacht, ich hab mir Zeit für mich genommen, ich hab mir aus Verpflichtungen rausgenommen.
00:38:38: Ich hab angefangen wirklich, dass ich authentisch lebe.
00:38:44: Und dieser Transformationsprozess, es gibt ja dieses Briefritual, wenn man an Konflikt hat mit jemanden oder mit einer Situation, dass man das immer niederschreibt und dass man auch noch einmal den Brief verbrennt.
00:38:56: Und das Briefritual hat sich bei mir aber ein bisschen ausgedehnt und bei mir ist ein Buch entstanden.
00:39:03: Und ich habe an dem Buch drei Jahre geschrieben und man konnte jetzt sagen, normalerweise schreibt man Buch in kürzerer Zeit, aber jedes Mal, wenn ich dort wieder geschrieben habe, habe ich gleichzeitig aber auf der körperlich emotionalen Ebene das durchtransformiert.
00:39:19: Deshalb wird der Prozess länger dort.
00:39:22: Und ja, ich würde sagen, dass ich mich durch diese Reise wieder in Afford hinentwickelt habe zu mir selbst.
00:39:33: Also wirklich auch wieder, wo ich Afford schaffe für mich, dass ich authentisch leben kann, dass ich meine Fähigkeiten, meine Talente, meine Interessen, meine Werte, die in mir drinnen sind, auch lebe und das in allen Berechen.
00:39:49: Sei das jetzt der Beruf, Beziehungen, Partnerschaften, Freundeskreis.
00:39:55: Ganz generell, einfach, dass man sein eigenes Leben lebt, seinen eigenen Weg geht und nicht irgendwie irgendein Leben lebt, was vielleicht vor irgendwem erwartet wird oder wo man glaubt, es wird erwartet.
00:40:08: Und das ist ein Prozess gewesen, der mir auch zu meinem heutigen Job führt.
00:40:13: Weil ich arbeite als Bewusstseinstrainerin und begleite Menschen, die in Börnhozern die Depressionen haben, aber auch Menschen, um präventiv zu arbeiten, also dass die gleich gar nicht so in so ein falsches Lebensumfeld reingängen.
00:40:32: Und ich begleite der Unternehmer.
00:40:34: Also wirklich die sagen, okay, ich will jetzt mich selbstständig machen oder ich bin selbstständig, aber eben ich will eine authentische Selbstständigkeit.
00:40:44: Was bedeutet genau dein Job als Bewusstseinstrainerin?
00:40:47: Kannst du uns da ein bisschen Gefühl für geben?
00:40:50: Also ich glaube, dass jeder Mensch seinen eigenen Werkzeugkoffer mitbekommen hat.
00:40:57: Mit Fähigkeiten, Talenten und Interessen.
00:41:01: Und dass es eigentlich wichtig wäre, wenn er genau auf das zugreift, damit er ein gesundes, authentisches, entspanntes und glückliches Leben sich aufbauen kann.
00:41:14: Macht er das nicht, ignoriert er seinen eigenen Werkzeugkoffer und arbeitet mit dem Werkzeugkoffer von anderen Menschen, passiert genau das, was bei mir passiert ist.
00:41:24: Du gehst in ein falsches Feld, du triffst eigentlich nicht die richtigen Entscheidungen, du entfernst die von dir selbst weg und das wiederum endet in körperlichen Symptomen, sprich eben Börner Depression oder eben alle anderen möglichen körperlichen Symptome.
00:41:46: Der Körper ist im Grunde genommen ein Spiegel der Seele und der ist als ein Hinweisgeber, wenn du deine innere Stimme nicht hörst, der hilft dir dann.
00:41:57: Wenn du deine innere Stimme ignorierst, dann sagt, auf selten Ebene sagt du dann, okay, wenn du deppert bist dazu, dass du gleich gehörst, dann schicke ich dir halt eine Symptome, dass du das checkst.
00:42:11: Genau.
00:42:12: Und ich beschäftige mich im Grunde genommen mit dieser Bewusstseinsarbeit schon sehr lange.
00:42:18: Aber zum damaligen Zeitpunkt in dieser Schrotthandelsbranche habe ich mich mit dem überhaupt nicht beschäftigt.
00:42:27: Da bin ich so weit weg gewesen von dem und ich wollte da nichts heran davon.
00:42:30: Also da war ich komplett neben der Spur.
00:42:34: Und herrt ist es so, ich arbeite mit meinem eigenen Werkzeughofer und das, was ich anbieten kann, ist, dass ich Menschen genau bei solchen Prozessen, dass sie sich ein authentisches, entspanntes, gesundes, glückliches Leben aufbauen können, das ist dabei begleitet.
00:42:51: Weil da braucht man eine Begleitung.
00:42:54: Das kriegt man, also es kommt immer darauf auf, wo du kommst.
00:42:57: Aber wenn du ganz weit weg von dir bist, dann ist ohne Hilfe fast nicht machbar.
00:43:02: Ohne Unterstützung oder Begleitung.
00:43:12: Also ich habe erstens einmal das totale Verständnis dafür.
00:43:15: Also ich fühle das, wo sie sich befinden.
00:43:20: Ich fühle den Schmerz, aber es ist nicht so, dass ich es bemitleide, sondern eigentlich, wann soll man bei mir sitzen, dann freue ich mich, weil ich weiß, jetzt sind wir am Punkt, jetzt kann es nur noch bergauf gehen.
00:43:33: Und das macht mir diese Tätigkeit, die ich da habe, also, wenn ich mich dann Klienten beinahe sitze, und er ist einen absoluten Tiefpunkt, und jetzt sitzt er da, dann weiß ich, okay, jetzt gehen an die Schritte raus.
00:43:50: Und das ist ein gutes Gefühl.
00:43:52: Das macht für mich, das macht eigentlich den Sinn meiner Arbeit.
00:43:54: Also, das ist für mich näherend, dass ich weiß, okay, der kommt jetzt wieder in seine Kraft.
00:44:00: Jetzt kann ich begleiten, dass er wieder, dass er sein eigenes Potenzial spielt, dass er sich selber gespielt und dass er seinen eigenen Weg jetzt endlich geht.
00:44:11: Weil das braucht die Welt.
00:44:13: Wir brauchen keine Copy-Paste-Versionen, sondern wir brauchen echte Menschen.
00:44:16: Immer mehr Grothheit, wo man KI und was so sieht, was so ist.
00:44:22: Jetzt ist es umso wichtiger, dass wir alle in unsere eigene Kraft kommen, unser eigenes Ding durchziehen, was uns nähert, was uns glücklich macht.
00:44:36: Weil dieses Innere glücklich sein, was man sich selber erschaffen kann, da ist es im Wahrheit völlig egal, was in der Welt passiert, wieviel Wahnsinnige um einen anderen rennen.
00:44:48: Du schaffst dir das selber.
00:44:51: Und das ist... Richtig gut.
00:44:54: Deshalb, also, die Arbeit, die ich da jetzt machen darf, die ist absolut bereichernd und macht mich wirklich glücklich.
00:45:04: Wenn du dich selbst von vor über... ...vierundzwanzig Jahren jetzt hier auf dieser Coach hättest, was würdest du dir dann da sagen?
00:45:12: Also, wenn meine alte Version dort sitzt, denn ich würde das Bewusstseinstrennen in der alten Version reden.
00:45:17: Oh!
00:45:18: Dann würde ich wahrscheinlich sagen, okay, Ich weiß, du hast jetzt wirklich das Gefühl, du musst das jetzt machen.
00:45:26: Und ich werde dir wahrscheinlich absolut nicht davon abbreiten können.
00:45:32: Ich weiß, dass du dann zu Stammensturz hast und ich werde dann da sein.
00:45:37: Das würde ich wahrscheinlich sagen.
00:45:39: Jetzt leben wir parallel in einer Gesellschaft, in der es heißt höher, schneller, weiter.
00:45:45: Was hältst du von dieser Einstellung?
00:45:48: Das stimmt vollkommen.
00:45:49: Aber das, was wir dabei noch ... nicht so wirklich singen ist, eigentlich sind es zwei Wörter.
00:45:58: Es gibt die eine Wörter, höher, weiter schneller, die jetzt durchzogen wird mit KI und ganz viel Arbeitslosigkeit und Unsicherheiten und Menschen, die eigentlich immer wie Maschinen werden und alte Leute werden aussortiert und je jünger, desto besser.
00:46:18: Das ist ein ziemlich funktionale Welt.
00:46:22: aber auch sehr harte wird.
00:46:24: Und jeder Mensch kann überlegen, ob er in dieser Welt leben will.
00:46:29: Aber es gibt da die zweite Welt.
00:46:31: Und die zweite Welt ist vielleicht noch nicht so groß wie die eine, aber die wird immer größer.
00:46:37: Und das ist die menschliche Welt.
00:46:39: Das ist die Welt, wo Menschen ehrener eigenes Potenzial empfalten, authentisch leben und sich mit anderen Menschen verbinden.
00:46:50: Und da wird auch die Wirtschaft so funktionieren.
00:46:54: Weil diese Menschen, die in der Welt leben, wollen mit echten Menschen arbeiten und nicht mit Robot oder KI, die brauchen Verbindung, die müssen das gespieren.
00:47:07: Und weil sie das nähert und weil das das ist, was sie am Leben hält.
00:47:17: Und die kennen auch in der Welt, die KI nutzen aus Werkzeug.
00:47:23: Aber sie werden nicht ersetzbar.
00:47:27: Und deshalb stellt es an jeden Freitag.
00:47:32: Mir macht er diese Welt keine Angst.
00:47:34: Weil ich mich sowieso entschieden habe, ich will in dieser Welt leben.
00:47:37: Und dort bin ich.
00:47:39: Und dort begleite ich Menschen.
00:47:41: Und die Menschen, die begleiten, bauen sie im Grunde genommen eher ein authentisches Leben auf.
00:47:46: Und die leben gut.
00:47:47: Und in Frieden.
00:47:49: Und alles super.
00:47:51: Also es gibt eben nicht Ente oder Oder, sondern es gibt sowohl als auch.
00:47:55: Und es liegt an jedem Einzelnen, es hat auch jeder seinen Freien Willen, wo er leben will und wie er leben will.
00:48:02: Und insofern würde ich mal sagen, Energie folgt der Aufmerksamkeit.
00:48:09: Und meine Energie ist da.
00:48:11: Und meine Position dabei ist, dass ich halt Menschen, die genau an diesen Punkt stengen, entweder dort oder da, oder die da nicht mehr kennen, dass ich es ein bisschen durchgeide sozusagen und sage, ja, ja, da hast du ganz viele Möglichkeiten.
00:48:26: überlegt er das, ob es das wüsst.
00:48:28: Was wünschst du dir für deine persönliche Zukunft?
00:48:30: Für
00:48:32: meine persönliche Zukunft wünsche ich mir, dass ich mir von alten, hinterlich, Mustern und Prägungen und Überzeugungen, die mir höfreich waren in Version eins Punkt Null, aber die mir jetzt nicht mehr bei meiner Version zwei Punkt Null höfreich sind, dass ich mir von denen lösen kann und dass ich immer freier werde.
00:48:54: Das wünsche ich mir.
00:48:55: Das wünschen wir dir auch.
00:48:56: Danke dir, danke dir, dass du deine wirklich inspirierende Geschichte mit uns geteilt hast.
00:49:00: Danke schön fürs Gespräch.
00:49:02: Danke und wir wünschen dir alles Liebe und alles Gute für dich und deine Zukunft.
00:49:06: Danke schön.
00:49:08: Du willst
00:49:08: selbst bei uns dabei sein oder hast einen Teamvorschlag?
00:49:12: Denn melde dich auf unserer Website oder unserer Social Media.
00:49:15: Wenn du von den besprochenen Themen betroffen bist oder Unterstützung benötigst, dann zögere nicht Hilfe in Anspruch zu nehmen.
00:49:24: Hol die Unterstützung bei professionellen Hilfeinrichtungen oder dir vertrauten Personen.
00:49:29: Bis zum nächsten Mal bei von Bohne
00:49:32: zu Bohne.
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