Ohne Zyklus, ohne Gebärmutter - Wie Unfruchtbarkeit deine Weiblichkeit zerstören kann #73 Sina
Shownotes
Sina verliert mit 29 Jahren ihre Gebärmutter durch Gebärmutterhalskrebs. Zwei Jahre später erhält sie zusätzlich die Diagnose Brustkrebs. Inzwischen hat sie 17 Operationen hinter sich und kann keine eigenen Kinder bekommen. In dieser Folge spricht sie darüber, wie sich ihr Körperbild und ihr Gefühl von Weiblichkeit dadurch verändert haben.
Sie erzählt von ihrer Kindheit, dem Kontaktabbruch zu beiden Elternteilen und der Veröffentlichung eines Buches ihrer Mutter, in dem ihre gemeinsame Geschichte ohne ihr Einverständnis auftaucht. Sina beschreibt den Schmerz dahinter, aber auch, wie sie gelernt hat, sich abzugrenzen und ihren eigenen Weg zu gehen. Du erfährst, wie sie mit Unfruchtbarkeit, Krebsangst, Scham und OP-Folgen umgeht, welche Rolle Therapie für sie spielt und wie sie Weiblichkeit jenseits von Kinderbekommen definiert. Eine Folge über Körper, Identität, Familie und die Frage, wie du dein Leben neu ausrichtest, wenn alte Pläne zerbrechen.
gebärmutterhalskrebs #brustkrebs #kinderwunsch #unfruchtbarkeit #weiblichkeit #körperbild #krebsdiagnose
Zeitstempel: 00:00:01–00:01:20: Triggerwarnung & Intro, 00:01:20 - 00:03:19: Sina stellt sich vor 00:03:19–00:06:19: Kinderwunsch, Selbstbild als Frau, erste Zweifel an der eigenen „Weiblichkeit“ 00:06:19–00:12:27: Beziehungen, Ex-Partner mit neuen Kindern, Schmerz über unerfüllte Mutterschaft 00:12:27–00:16:40: Prägung durch die Mutter, Rollenbilder von Weiblichkeit, Distanz und Kontaktabbruch 00:16:40–00:19:52: Diagnose Gebärmutterhalskrebs, Operationen, Verlust der Gebärmutter, medizinische Ohnmacht 00:19:52–00:21:57: Brustkrebsdiagnose, 17 Operationen, Chemo, Erschöpfung und körperliche Grenzen 00:21:57–00:26:13: Leben ohne Gebärmutter, veränderte Brust, Sexualität, Körperbild und Narben 00:26:13–00:32:10: Neue Partnerschaft, Patchworkfamilie, Umgang mit Unfruchtbarkeit in der Beziehung 00:32:10–00:37:18: Arbeitswelt nach Krebs, Angst der Arbeitgeber, Umgang mit Offenheit über Erkrankungen 00:37:18–00:41:23: Leben mit 46, Abschied vom Kinderwunsch, neue Definition von Weiblichkeit und Botschaft an Betroffene
Sinas Instagram: https://www.instagram.com/herzschlagimmobilie/
Du möchtest selbst Gast bei uns sein? Dann melde Dich hier: https://vonbohnezubohne.com/sei-unser-gast/
Du möchtest mehr über uns erfahren? Dann schau Dich hier um: https://vonbohnezubohne.com/ueber-uns/
Unser Social Media: Instagram Von Bohne zu Bohne: https://www.instagram.com/vonbohnezubohne/ Instagram Sania: https://www.instagram.com/saniajader/ Instagram Charlotte: https://www.instagram.com/charlottejader/ YouTube-Kanal: https://www.youtube.com/@VonBohnezuBohne
Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem!
Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier.
Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!
Transkript anzeigen
00:00:00: Für mich war eigentlich klar, ich möchte Kinder.
00:00:04: Selber kannst du keine Kinder kriegen?
00:00:07: Ich bin überhaupt keine gute Frau.
00:00:29: Zu Beginn der Folge stellen wir das Thema vor.
00:00:32: Falls du denkst, dass das genannte Thema für dich persönlich belastend sein könnte, dann möchten wir dich bitten, die Folge direkt zu beenden.
00:00:43: Stell dir vor, du kommst in einen Raum, vor dir sitzt ein Mensch und du hast keine Ahnung, wer das ist.
00:00:49: Das
00:00:49: passiert mir in jeder Folge bei unserem Podcast von Bohne zu
00:00:53: Bohne.
00:00:54: Mein
00:00:54: Name ist Charlotte und ich weiß vorher nichts über unsere Gäste.
00:00:57: Kein Name, keine Information, keine Themen.
00:01:01: Also werden meine Fragen auch deine Fragen sein.
00:01:04: Ich bin Sanya und
00:01:05: ich suche die Gäste.
00:01:06: Hier achte
00:01:06: ich darauf, dass
00:01:07: es Menschen mit ehrlichen, berührenden
00:01:09: und bewegenden Geschichten sind.
00:01:11: Und genau die wollen wir mit euch teilen.
00:01:14: Bist du bereit, gemeinsam mit Charlotte neue Geschichten kennenzulernen?
00:01:21: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge.
00:01:23: Mein Name ist Charlotte.
00:01:24: Mein Name ist Sanya.
00:01:26: Und hi, mein Name ist Sina.
00:01:27: Ich bin mit neunundzwanzig unfruchtbar geworden und möchte hierüber... heute über meine Weiblichkeit sprechen.
00:01:33: Hi,
00:01:33: Sina.
00:01:34: Sehr spannendes Thema.
00:01:34: Ich habe ganz hart gekriegt, auch im ganzen Körper.
00:01:37: Vielen lieben Dank, dass du dich traust, darüber zu sprechen.
00:01:39: Sehr gerne.
00:01:40: In diesem Sinne, was sagst du?
00:01:41: Wo fängt deine Geschichte an?
00:01:42: Mit neunundzwanzig oder früher?
00:01:46: Naja, tatsächlich ein bisschen früher, da man ja nicht von heute auf morgen unfruchtbar wird.
00:01:52: Ich würde gerne eine Zwischenfrage stellen.
00:01:54: Wie war das denn mit der Weiblichkeit in deiner Kindheit?
00:01:58: Also Weiblichkeit war bei uns gut.
00:02:00: Ich bin ja jetzt schon ein bisschen älter wie ihr.
00:02:02: Nicht so ein großes Thema.
00:02:04: Also spreche ich glaube oder wünsche mir, dass heute die Frauen offener auch über ihre Bedürfnisse und Wünsche sprechen können und auch so sein können, wie sie möchten.
00:02:14: Oder weiblich, nicht weiblich.
00:02:15: Also, weil wer definiert, was ist weiblich?
00:02:18: Also für mich ist weiblich.
00:02:20: Definiert man schon über die Kleidung und ich mag das auch einfach gerne so ein bisschen dieses girlymäßige.
00:02:26: Aber wenn jemand das nicht mag, ist er trotzdem für mich weiblich.
00:02:30: Ja, deshalb war das schon immer ein bisschen schwieriges Thema.
00:02:33: und so auch auf deine Frage zurückzukommen.
00:02:36: Ich war schon sehr früh in gynäkologischer Behandlung.
00:02:40: Damals waren es fast nur Männer, ältere Männer.
00:02:44: Also Frauenarzt war früher nicht so ein tolles Thema.
00:02:47: Ja, und der wurde nicht so geholfen.
00:02:50: Also, das heißt, wurde dann immer gesagt, ja, das stimmt irgendwas nicht, da ist irgendwas, aber ja.
00:02:55: Wie alt warst du, als das Thema für dich Gönäkologie anfing?
00:02:59: Tatsächlich hatte ich meine erste Unterleibs-OP mit siebzehn.
00:03:04: Krass, das ist sehr früh.
00:03:05: Genau,
00:03:05: und hatte insgesamt acht OP's.
00:03:08: Heute rückblickend gesehen völlig schwachsinnens OP's.
00:03:12: Damals, ich weiß nicht, wahrscheinlich kennt ihr den Begriff Endometriose.
00:03:17: Damals war das noch kein Thema.
00:03:19: Also, das gab's zwar, aber wusste nur ganz vereinzelt Ärzte.
00:03:23: Ja, und ich wurde achtmal aufgeschnitten und immer wieder wurden irgendwas entfernt.
00:03:30: Ja, und das ist auch von Lein.
00:03:31: Also, ich bin keine Medizinerin, aber nicht unbedingt prickelnd für den Unterleib ist, ist irgendwie auch klar.
00:03:38: Können wir noch mal einen Schritt zurückgehen?
00:03:39: Mich würde interessieren, wie ist das denn aufgefallen?
00:03:42: Denn durch eine Reine, weil gerade in dem Alter wird ja ein reines Abtasten normalerweise gemacht.
00:03:48: Also ich habe tatsächlich ganz früh leider begonnen mit Eierstockentzündung.
00:03:52: Also ich hatte fast ... Einmal im Quartal eine Eierstocksentzündung, immer Antibiotika nehmen müssen und da das halt nicht normal ist, wie du sagst, aber abtasten und Ultraschall, wurde dann immer gesagt, ja gut, dann müssen wir halt eine Labroskopie machen, also durch den Bauchnabel und mal schauen, was da los ist.
00:04:09: Und dann ist das direkt aufgefallen, dass du Endemintriose hast?
00:04:12: Nie, weil damals tatsächlich ist es dann erst, ja mit dreißig wurde dann die Diagnose erst gestellt.
00:04:18: Krass.
00:04:18: Also nachdem ein schon fast alles vorbei war.
00:04:21: Das ist extrem.
00:04:22: Genau.
00:04:23: Aber was hat man dann genau operiert?
00:04:25: Also es war dann so, ich hatte diverse, immer schon Probleme.
00:04:29: Ich habe dann natürlich auch meine Tage nicht bekommen, sowie andere Menschen.
00:04:34: Und tatsächlich ist dann mit neunundzwanzig festgestellt worden, dass ich Gebärmutter-Halskrebs habe.
00:04:42: Und der war schon soweit fortgeschritten.
00:04:45: Obwohl ich acht Monate vorher wieder eine Unterleibs-OP hatte, also eigentlich total crazy.
00:04:51: dass ich da eine Total-OP hatte.
00:04:54: Und um auf die Endometriose zu kommen, das Problem war, bei mir war die Endometriose schon zu weit fortgeschritten, dass ich, obwohl ich keine Gebärmutter mehr hatte, die Endometriose trotzdem weiter im Körper gewachsen ist sozusagen.
00:05:09: Genau, richtig, richtig.
00:05:11: Wo hat die sich überall verteilt, die Endometriose bei dir?
00:05:14: Das sind ja gutartige Verwachsungen, die können sich im ganzen Körper niederschlagen.
00:05:17: Blase.
00:05:18: Es kann aber bis zur Lunge gehen, also überall kann das.
00:05:21: Und wo waren die bei dir?
00:05:22: Überall, Blase, Lunge, überall.
00:05:24: Und dann bin ich zu einer Frauenärztin gekommen.
00:05:27: Nach der Krebs-OP zu einer jungen, coolen Frauenärztin.
00:05:32: Und die hat sich dafür eingesetzt, dass ich ein Medikament bekommen hab, was damals noch gar nicht zugelassen war.
00:05:40: Also in Holland.
00:05:41: Und es hat die Endometriose ausgetrocknet.
00:05:44: Und dann war es weg.
00:05:46: Wie war das Gefühl, für dich auch damit erwachsen und reif zu werden, als Frau immer das Gefühl zu haben, mit meinem biologischen Körper, da funktioniert irgendwas nicht?
00:05:56: Also ich habe damals sehr jung geheiratet, mein Ex-Mann.
00:06:00: Und für mich war eigentlich klar, ich möchte Kinder.
00:06:03: Also ich wollte eigentlich immer drei Kinder.
00:06:06: Gut, heute denke ich mir sehr sportlich.
00:06:09: Aber so, dieses Mädchentraum war immer, ich heirate früh, bekommen drei Kinder, hat auch ein bisschen daraus resultiert, dass ich keinen Tag des Familienleben hatte.
00:06:19: Und dann ist ja manchmal so dieser Wunsch.
00:06:21: Genau, und es war dann schon schwierig, weil ich mich da auch immer unter Druck gesetzt habe.
00:06:26: Keine Periode, kein Schwanger.
00:06:28: Das ist ja irgendwie so die logische Konsequenz.
00:06:31: Ja, und tatsächlich auch viele Schmerzen immer gehabt.
00:06:35: Endometriose ist ja schon sehr, sehr schmerzhaft.
00:06:37: Du hast dann auch nicht wahnsinnig Lust, dann immer Geschlechtsverkehr zu haben.
00:06:42: Also es war schon nicht so eine tolle Zeit und man fühlt sich als Frau minderwertig.
00:06:50: Hatte das einen Einfluss auf deine Jugendlichkeit, nenne ich es mal?
00:06:55: Hattest du das Gefühl von, ich kann eine junge Frau sein, wie ich bin?
00:07:00: Ähm, nee, natürlich nicht, weil es gab ja dann auch wirklich Ärzte, die gesagt haben, okay, mit ihnen stimmt was nicht und sie sollten jetzt mal ganz schnell schwanger werden.
00:07:11: Also hatte ich das ja auch noch so einen Druck, ne?
00:07:13: Also ich hatte nicht so diese Leichtigkeit, wo man sagt, okay, man lernt jemanden cool mit achtzehn kennen oder auch mit zwanzig, oder?
00:07:20: Und entweder man bleibt mit dem zusammen und dann irgendwann kriegt man Kinder oder man kriegt erst mit dreißigvierzig Kinder.
00:07:26: Ich hatte ja, ich war ja immer so getrieben.
00:07:29: Und auch Rückblicken gesagt, hätte ich vielleicht auch gar nicht so jung geheiratet.
00:07:35: Also für mich war das aber immer so, heiraten Kinder, das war so diese Wunschvorstellung.
00:07:41: Und ich glaube, hätte ich einen gesunden weiblichen Organismus gehabt, hätte ich auch mehr meinen Fokus erst mal auf die Karriere gelegt und dann später irgendwann mal geguckt.
00:07:54: Klappt's oder klappt's halt nicht.
00:07:55: Hattest du das Gefühl, dass du ... mit dem Gefühl der Weiblichkeit, was in einem gewissen Rahmen bei dir nicht möglich war, da dich auch jemanden anvertrauen konntest?
00:08:06: Das heißt, du hast das immer mit dir selbst ausgemacht?
00:08:08: Ja, auch nach der Krebsdiagnose dann.
00:08:11: Ich mein, dir wird zwar dann empfohlen, dass du in Therapie gehen sollst, aber ja, zwar kein Thema irgendwie, ne?
00:08:18: Und genau, und dann ist man schon alleine, weil ich war dann natürlich auch in einem Alter, wo alle um mich herum dann Kinder bekommen haben.
00:08:24: Das ist ja so wie, wenn man was nicht hat oder man ... Ja, diese rose Elefanten.
00:08:29: Dann sieht man halt, es sind ja nicht alle schwanger geworden in meinem Umfeld, aber so kam es mir vor.
00:08:34: Es war eine sehr isolierte Zeit.
00:08:36: Ich habe mich dann noch sehr zurückgezogen.
00:08:39: Und dieses Versagen, kein Kind auch bekommen zu können, das gehört ja auch zur Weiblichkeit dazu, hat mich schon so noch bis so vor zwei, drei Jahren immer mal wieder eingeholt.
00:08:52: Dass du dir einfach halt ... weil es auch in unserer Gesellschaft so vorgesehen ist und du auch als Frau ohne Kinder total diskriminiert und benachteiligt wirst.
00:09:04: Hast du etwas in deiner damaligen Ehe?
00:09:07: Hast du auch da einen Unterschied gemerkt in der Dynamik, die sich da ergeben hat, als dann so immer klarer wurde, hier kann gerade kein Kind entstehen?
00:09:15: Ja,
00:09:16: es war natürlich schon so, dass wir die Themen hatten und er meinte dann immer, ja, ist kein Problem, er will ja eigentlich auch keine Kinder und das passt schon alles, weil die aus dieser Krebsdiagnose resultierte ja dann auch, du darfst in Deutschland auch kein Kind adoptieren.
00:09:30: Warum?
00:09:31: Weil ich weiß nicht, wie jetzt heute, aber damals waren die Regeln so, ich glaube auch nicht, dass sich das verändert hat, dass man halt einfach sagt, ein Kind zu adoptieren, das ist so eine Verantwortung und wenn du halt Krebs hattest, ist ja die... Wahrscheinlichkeit, dass du irgendwann wieder noch mal in den nächsten zehn Jahren krank wirst und dieses Kind dann wieder jemanden verliert zu hoch.
00:09:56: Also wir hätten nur eine Auslandsadoption machen können, das wollte mein damaliger Partner nicht.
00:10:01: Ja und dann war das schon immer ein Thema und witzigerweise, also mein Ex war noch nicht für so einen guten Auseinander gegangen, aber witzigerweise hat er heute drei Kinder.
00:10:11: Also, ich gönne ihm das vom Herzen, aber natürlich ist es so manchmal so, wo man denkt so, ja okay, so, ja.
00:10:19: Die erste weibliche Person für einen Menschen ist ja immer die Mutter oder eben andere Familienmitglieder, die auch weiblich sind.
00:10:29: Wie war es mit deiner Mutter und dir?
00:10:31: Was verbindest du mit deiner Mutter und Weiblichkeit?
00:10:35: Gar nichts.
00:10:37: Meine Mutter war sehr, was ich heute auch ein bisschen anders und positiver sehe.
00:10:43: Sie war, wie man so sagen würde, sehr emanzipiert, ich meine, für die damalige Zeit.
00:10:48: Und sie war auch nicht sehr weiblich.
00:10:51: Also sie hatte kurze Haare, sie hatte auch nie irgendwie ein Rock oder so.
00:10:56: auch diese Attribute.
00:10:58: die mir jetzt wichtig sind, wie schöne Fingernägel und lange Haare.
00:11:01: Das ist für mich schon so ein bisschen Weiblichkeit.
00:11:04: Ich mag das auch gerne.
00:11:06: Es war sie alles gar nicht.
00:11:07: Und sie hat mir auch immer so ein bisschen dieses Gefühl mitgegeben, dass eigentlich Weiblichkeit eher was Negatives ist.
00:11:17: Also, dass man halt mit einem Partner Sex hat, aber eher, weil es halt dazu gehört.
00:11:23: Und weil man dann vielleicht auch seine Ruhe hat, ne?
00:11:26: Also... so überspitzt gesagt.
00:11:29: Also das war jetzt nicht irgendwie, dass es für mich so jetzt beigebracht worden ist.
00:11:34: Es ist auch was Tolles, Schönes, Intimes und irgendwo auch was Besonderes ist und auch dieses, was ich meiner Tochter hätte ich jemals eine bekommen mitgegeben hätte.
00:11:45: Ja, mach auch deine Erfahrung.
00:11:47: Hab auch vielleicht nicht nur ein Partner einmal im Leben, ne?
00:11:50: Also du bist trotzdem toll.
00:11:53: und auch wenn du, weiß ich nicht, ne?
00:11:57: Wer schreibt es vor, ob du mit zwei, drei, zehn, zwanzig, solange du dich gut dabei fühlst, lebt deine Sexualität so aus, mit wem du willst, wie oft du willst und wie du das willst.
00:12:08: Und das war kein Thema bei uns.
00:12:10: Hattest du das Gefühl, dass du mit dem jugendlichen Alter auch dich weiblich konnotiert anziehen konntest, oder hat sie dir da auch ein Wiegel vorgesetzt?
00:12:19: Nee, das war schon so.
00:12:21: Das war ja ein bisschen so, ich würde sagen, schon auch ein bisschen doppelmoralisch und crazy.
00:12:27: Also, sie fand das schon gut bei mir.
00:12:31: Und ja, ich weiß gar nicht.
00:12:33: Und hat das schon auch irgendwo mir dann so gesagt, mehr oder weniger, okay, du kannst ja auch den Weg gehen.
00:12:39: Also, wenn du ein bisschen dumm bist, dann geh halt den Weg und nutz deine Weiblichkeit.
00:12:44: Ja, und find halt irgendwann, der dich dann aushält.
00:12:47: Also, obwohl sie so emanzipiert war, aber vielleicht hat sie in mir auch nicht das gesehen, dass ich hätte vielleicht Karriere machen können.
00:12:54: Keine Ahnung, hab ich sie tatsächlich nie gefragt.
00:12:57: Ja, und eigentlich fand sie das schon bei mir eher dann so in die Richtung, ja, mach das, um vielleicht deine Attribute auszuleben und was dafür zu bekommen.
00:13:08: Ich glaube, so war das immer ein bisschen mit der Sexualität, dass man was bekommt dafür.
00:13:13: Das heißt, so eine Nutzenkostenrechnung.
00:13:15: Ja, genau, richtig.
00:13:16: Und das ist ja halt überhaupt nicht was Sex sein sollte, ne?
00:13:20: Wenn ich mich an das Vorgespräch erinnere, dann hast du erzählt, dass das Verhältnis zu deiner Mutter nicht immer leicht war.
00:13:26: Mhm.
00:13:27: Magst du davon ein bisschen erzählen und wie es dann war, als du dann mit siebzehn deine erste OP hattest?
00:13:33: Ja, also das Verhältnis war leider halt wirklich ... nicht gerade liebevoll oder emotional.
00:13:39: Also mir hat es wirklich an nichts gefehlt zu Hause.
00:13:41: Da kann ich wirklich überhaupt nichts sagen.
00:13:43: Also ich hatte materiell alles, ich hatte ein schönes Zuhause und ich konnte eigentlich schon alles machen in einem Strichettchen, was ich wollte.
00:13:52: Meine Mutter war auch sehr fleißig, hat auch viel gearbeitet.
00:13:55: Also das war auch so, wo ich auch sage, ja, das habe ich auch gesehen und anerkennen.
00:14:00: Aber ich habe halt keine Zuwendung oder Liebe bekommen.
00:14:03: und tatsächlich, als ich meine Alle erste OP war, hatte, war ich länger im Krankenhaus.
00:14:12: Und dann hat sie mich noch nicht mal abgeholt, weil wir Gäste hatten Samstags.
00:14:17: Und dann musste ich tatsächlich im Taxi nach Hause fahren.
00:14:21: Also hätte ich bei meinem Kind nicht gemacht, egal, wie alt es gewesen wäre.
00:14:25: Ja, und ein paar Tage später meinte sie dann auch nur so zu mir, ja, bist du dann eigentlich sicher, dass das überhaupt eine Labroskopie war oder hattest du vielleicht auch eine Abtreibung?
00:14:33: Also, wo ich mir so dachte.
00:14:34: Also, sie hat mich auch bei keinem einzigen Arzt.
00:14:37: Also, sie hat mich nicht begleitet.
00:14:39: Und sie war auch nie im Krankenhaus gewesen.
00:14:41: Also, ne?
00:14:42: Sie hat mich nie so, wo ich denke.
00:14:45: Ja, natürlich hatte ich damals auch einen Freund gehabt, der dann auch da war für mich.
00:14:49: Aber ja, ich hätte mir schon gerne Eltern gewünscht.
00:14:52: Du musst ja auch nicht unbedingt zwingend die Mutter sein, ne?
00:14:56: Genau.
00:14:56: Also, nee, da war ich komplett alleine mit mir.
00:14:59: Auch ... hätte mein Kind so viele OPs gehabt.
00:15:03: Ich hätte mir vielleicht auch mal eine Zweitmeinung eingeholt.
00:15:07: Und das ist ja auch dieses Vertrauen.
00:15:09: Also ich glaube, selbst wenn Kind dann schon achtzehn ist, aber trotzdem bezieht man seine Eltern vielleicht mit ein.
00:15:17: Ja, ist richtig.
00:15:18: Ich stelle mir so ein bisschen noch die Frage, hat man das auch im Alltag gespürt, dass da wie so eine... Wieso eine negative Stimmung zwischen euch war oder war das nur immer in Bezug auf diese Weiblichkeit?
00:15:30: Nee, nach außen natürlich nicht.
00:15:32: Wir waren nach außen schon.
00:15:33: Da wurde auch sehr viel Wert gelegt, dass ich ein sehr kontrollierter Mensch bin und es auch alles nach außen... Also hätte man damals schon Instagram gehabt, wären wir die perfekte Familie nach außen, mehrmals im Jahr im Urlaub, alles schick, alles gut, finanziell gut aufgestellt.
00:15:48: Aber nach innen war das halt alles andere, ne?
00:15:50: Als wie... dass da jemand für mich da war oder liebevoll war oder fürsorglich war oder ... Ja, eigentlich war ich immer nur grade mit den Krankheitsthemen ne Last.
00:16:04: Hattest du denn Großeltern oder eine Tante oder ähnliches, wo du dich hättest hinwenden können?
00:16:09: Nee, also leider war meine Kindheit so geprägt, dass mein ... Ich halt auch keinen Kontakt zu meinem leiblichen Vater hatte und ich sozusagen niemanden hatte.
00:16:20: Also meine ... Oma mütterlicherseits gab's dann schon leider nicht mehr und haben auch weiter weggewohnt.
00:16:27: Und nee, ich hatte tatsächlich ... Nee, nur mich.
00:16:31: Genau.
00:16:32: Und alte Frauenärzte.
00:16:33: Also, es ist halt wirklich so.
00:16:35: Hast du versucht, nach außen hin dir Zuwendung von anderen weiblichen Personen zu suchen?
00:16:40: Nee, tatsächlich.
00:16:41: Komischerweise hab ich mir dann eher von Männern die Bestätigung gesucht.
00:16:47: Kann man das sagen, in so eine gewisse Extreme reingegangen?
00:16:50: Ja.
00:16:50: Okay.
00:16:51: Kann man schon so sagen, ja, das ist ja dann manchmal so im Leben.
00:16:56: Also es ist schon so gewesen, ja, dass ich dann irgendwie dachte, okay, so eine gesundheitlich stimmt da.
00:17:02: In meinem weiblichen Bereich einiges nicht.
00:17:05: Aber so lange mich halt Männer noch attraktiv finden, nutze ich das halt einfach aus.
00:17:10: Also das war dann schon so das, was ich vielleicht auch beigebracht bekommen habe.
00:17:14: Und das war dann schon extremer, wie ich es mir vielleicht ... Ja, für meine Tochter wünschen würde.
00:17:23: Also es war für mich okay, aber ja, es war schon zu extrem.
00:17:28: Wann bist du dann ausgezogen?
00:17:30: Ich bin tatsächlich mit neunzehn, also direkt nach dem Abitur bin ich ausgezogen.
00:17:34: Also kurz bevor ich neunzehn war, genau, bin ich ausgezogen.
00:17:38: Und war dann aber jetzt auch nicht unbedingt besser, ne?
00:17:41: Und dann habe ich auch nicht lange alleine gewohnt und dann bin ich wirklich von einer Beziehung in die nächste.
00:17:47: und hab da auch immer direkt gleich dann mit jemandem zusammen gewohnt.
00:17:52: Du sagtest gerade, das Verhältnis zu deiner Mutter ist nicht besser geworden nach deinem Auszug.
00:17:57: Wie hat sich das denn entwickelt?
00:17:59: Also tatsächlich war das immer so ein On und Off, ne?
00:18:02: Jemandem eine On und Off-Beziehung sagen würde.
00:18:05: Ja, und dann war es irgendwann so, dass ich auch das Gefühl hatte, okay, ich wohne jetzt zwar nicht mehr zu Hause, aber ich hatte halt schon zu Hause keine Luft zum Atmen.
00:18:13: So dieses Gefühl hatte ich.
00:18:16: Und als ich dann ausgezogen bin, dachte ich, das wurde besser, aber wurde es halt nicht.
00:18:21: Genau, und dann hab ich irgendwann den Kontakt abgebrochen, weil ich einfach gemerkt hab, sie ist mir ja in den Themen, wo ich eine Mutter gebraucht hätte, nicht, also nicht für mich da.
00:18:31: Und da bin ich halt auch so der Meinung, natürlich haben Eltern auch ihre Themen und Probleme.
00:18:36: Und ab einem gewissen Alter ist es auch in Ordnung, wenn man die mit ihren Kindern teilt.
00:18:41: Aber irgendwie ... Ich finde, ein Kind ist halt immer noch ein Kind und sollte aufgehoben werden zu Hause, egal wie alt es ist, ne?
00:18:49: Also, hätte ich jetzt Kinder, die wären jetzt dreißig oder so und hätten ein Thema, ja, ich wär halt voll die Löwenmama, ne?
00:18:55: Da würde ich alles stehen und liegen lassen und mich darum erstmal kümmern.
00:18:59: Wie alt warst du da, als du den Kontakt abgebrochen hattest?
00:19:02: Tatsächlich, also wie gesagt, ich hab sehr jung geheiratet, ich glaub... Tatsächlich mit zweiundzwanzig hab ich geheiratet und das war dann auch so zeitgleich so ein halbes Jahr, nachdem ich geheiratet hab, hab ich den Kontakt abgebrochen.
00:19:15: Hatte sie noch mal Versuch, Kontakt zu dir aufzunehmen?
00:19:17: Tatsächlich direkt danach nicht.
00:19:19: Dann immer mal wieder, aber eher so ... schwierig halt über soziale Medien halt, ne?
00:19:27: Also und ... genau.
00:19:31: Anfänglich noch, als ich in meiner alten Heimat noch gewohnt hab, hat sie mir zwei, drei mal auch so eine Geburtstagskarte oder zu Weihnachten.
00:19:38: Ich kann's gar nicht mehr so genau sagen, aber würde ich dann auch denken, ja, und jetzt.
00:19:41: Also, es war halt nie so dieses, was ich mir gewünscht hätte, mal eine offene Aussprache oder eine Entschuldigung.
00:19:51: Und zeitgleich, wo ich dann den Gebärmutterhalskrebs hatte, hat sie ein Buch rausgebracht über unsere Geschichte.
00:19:59: Ach, krass.
00:20:00: Ohne mein Wissen.
00:20:02: Ich hab das dann auch mit dem Anwalt versucht zu verbieten.
00:20:05: Damals gab's in Deutschland aber noch kein Datenschutz.
00:20:09: Zwar egal.
00:20:11: Ja, und da hab ich mir gedacht, nee, also sorry, da kann nie wieder die Tür aufgemacht werden.
00:20:16: Hattest du das Buch gelesen?
00:20:18: Ich hab's mehrmals gelesen, ja, und auch viele, die mich kennen, also von früher noch von Kindheit haben's gelesen und die wussten ja, was bei uns abging.
00:20:26: Und die haben alle gesagt, selbst mein leiblicher Vater hat's gelesen.
00:20:30: Und hat auch gemeint, es geht gar nicht.
00:20:32: Ja, also...
00:20:34: Was hat das mit dir gemacht, diese Worte dazu lesen?
00:20:37: Also, das Thema ist ja, es geht gar nicht so krass um dieses Buch.
00:20:41: Es geht einfach darum, dass man von einer Person eine Geschichte erzählt, ohne Erlaubnis zu fragen.
00:20:49: Und hätte sie mich vielleicht gefragt, hätte ich gemeint, ja, wenn dich das glücklich macht und irgendwie keine Ahnung.
00:20:56: Du dann besser mit dem Thema umgehen kannst, dann mach's.
00:21:00: Aber, ähm, ja, geht halt gar nicht.
00:21:05: Also wie gesagt.
00:21:06: Und ist ja auch ein Ratgeber, ne?
00:21:08: Es ist ja kein fiktiver Roman.
00:21:10: Es ist ein Ratgeber.
00:21:12: Es ist außer meinen Vornamen alles nachzulesen.
00:21:16: Sie war ein X-Talk-Show danach.
00:21:19: Ist null reflektiert.
00:21:21: Und, ja.
00:21:24: Ein Ratgeber für was?
00:21:26: wie man damit umgehen soll, wenn Kinder den Kontakt abbrechen.
00:21:29: Krass.
00:21:30: Und das ist halt so, wo ich mir denke, das ist alles okay, dass sie das macht und auch, dass sie dann nach dem Talkschuss klingelt.
00:21:35: Aber es gehören ja auch immer zwei Seiten zu der Geschichte.
00:21:39: Und so wie sie das so erzählt hat, hab ich es ja nicht erfunden.
00:21:42: Das mag sein, dass sie das so empfunden hat und dass das auch so ihre Geschichte ist.
00:21:47: Aber ich weiß halt definitiv, dass es so nicht alles war.
00:21:50: Und dass es halt auch nicht meine Geschichte ist.
00:21:53: Es gibt immer zwei Wahrheiten und jeder vertritt seine und jeder hat seine Ansicht.
00:21:57: Genau, und irgendwo in der Mitte ist dann, glaube ich, so ...
00:22:00: Genau,
00:22:00: die Schnittmenge.
00:22:01: Genau, richtig, richtig.
00:22:03: Genau, und das hat mich dann auch noch mal in meiner Weiblichkeit sehr so ... Ja, also selber kannst du keine Kinder kriegen, dann hast du auch noch ... Ich sag's jetzt mal so frei raus.
00:22:14: Diejenige, die den Kontakt noch abricht, also zu damaliger Zeit, heute gibt es sehr vermehrt.
00:22:21: Zu damaliger Zeit war das auch noch so, wie kann man nur zu seinen Eltern oder zu seiner Mutter, die alles für einen gemacht hat, den Kontakt abbrechen?
00:22:30: Also ich war da ja so doppelt so, wo ich mir dachte, okay, ich bin überhaupt keine gute Frau und überhaupt auch so, ja, hätte ein Typ das vielleicht gemacht, wäre es wieder was anderes gewesen, aber bei einer Frau geht das halt gar nicht.
00:22:43: Hatte sie das auch in irgendeiner Art und Weise erwähnt, wie es dir gesundheitlich ging?
00:22:48: Wurde hat sie's gebeten?
00:22:49: Nee, die wusste das ja schon, aber letztes Jahr hat sie, ich weiß nicht, da war sie auch wieder in der Talkshow, da wurde sie drauf angesprochen, ob sie weiß, ob sie Enkelkinder hat.
00:22:59: und dann setzt sie sich hin und meint, so nö, das weiß sie nicht.
00:23:02: Obwohl sie von meinem Anwalt damals mitgeteilt bekommen hat, dass ich Gebärmutterhalskrebs habe und gerade andere Themen hab wie ihr Buch.
00:23:08: Kost.
00:23:08: Ja.
00:23:09: Also sie weiß es.
00:23:11: dass ich mit neunundzwanzig nicht mehr in der Lage war.
00:23:14: Also weiß sie auch definitiv, dass sie keine Enkelkinder sind.
00:23:18: Wo sollen die hergekommen sein?
00:23:19: Würdest du dir noch mal eine Aussprache mit dir wünschen?
00:23:23: Die Tür ist komplett zu und das ist auch in Ordnung für mich.
00:23:26: Ich habe lange damit gekämpft und man macht sich ja auch immer so Gedanken.
00:23:30: Also ich hatte das auch schon mit Freundin.
00:23:32: das Thema, was wäre wenn, wenn sie jetzt wirklich, dieses Szenario, wenn sie jetzt am Sterbebett wäre, nein.
00:23:42: Würdest du den Kontakt zu ihr suchen, wenn du wüsstest, sie braucht Pflege oder ähnliches?
00:23:48: Nein.
00:23:49: Was ist, wenn die Person Pflege braucht und du wüsst dazu reinrechtlich aufgerufen und du musst
00:23:55: ... Ja, dann zahl ich da gerne meinen Beitrag.
00:23:58: Das, was vom Gesetzgeber vorgesehen ist und mehr auch nicht.
00:24:02: Das heißt also, die persönliche Komponente wird für dich immer okay.
00:24:05: Würdest du sagen ... Du hast irgendeine Gefühlslage zu ihr, wenn du ihren Namen hörst oder wenn du das hörst, deine Mutter oder deine Mama?
00:24:14: Zum Glück nicht mehr.
00:24:15: Das war noch lange so.
00:24:17: Genau, zum Glück ist es nicht mehr.
00:24:19: Und tatsächlich bin ich da sehr dankbar für, weil ich finde, auch früher habe ich sie gehasst.
00:24:25: und hassen ist halt ja auch eine richtig krasse Emotion, das zerfrist ich ja.
00:24:30: Nee, ich habe also zu beiden meinen Eltern, also Vater und Mutter, überhaupt keine, ist komplett neutral.
00:24:37: Ich wünsche denen wirklich das Beste.
00:24:39: Und ich wünsche denen auch nicht beiden, dass sie gepflegt werden müssen oder sonstiges.
00:24:44: Nee, aber ist komplett neutral.
00:24:46: Also ich hab auch ... meinem Vater, muss ich sagen, komplett verziehen.
00:24:50: Ähm ... Ja, und meiner Mutter ist es so, dass ich halt viele Sachen nicht verstehe und das auch nicht verstehen möchte, weil ich so nie gehandelt hätte.
00:25:00: Aber es ist okay.
00:25:01: Wenn sie meint, damit ... Also ich sag's mal ein bisschen, ich bin ja sehr sarkastisch manchmal, wenn sie meinte, sie muss damit ihr Geld verdienen, mit unserer Geschichte, dann ist es ihr Weg und sie muss sich ja im Spiegel damit angucken.
00:25:19: Hast du
00:25:20: bis heute vielleicht manchmal so Momente, wo du dir denkst, ach, es wär schön, hätte ich jetzt eine Mutter, hätte ich jetzt einen Vater, wo ich weiß, ich kann der Person vertrauen, die ist immer für mich da?
00:25:29: Ja klar, also ich glaub, diese Sehnsucht hat man Leben lang.
00:25:33: Aber das muss ja auch gar nicht unbedingt die leiblichen Eltern sein.
00:25:36: Aber so eine Person hätte ich gerne gehabt.
00:25:39: Ja, ich finde das natürlich auch schön.
00:25:41: In meinem Freundeskreis haben ja viele noch ihre Eltern.
00:25:44: Ja, da gibt es natürlich jetzt, umso älter wir werden auch.
00:25:47: dann geht es in die andere Richtung, dass die Kinder mehr für die Eltern da sein sollen, was ich auch wunderschön finde.
00:25:54: Weil wenn die Eltern für die Kinder da waren.
00:25:57: immer ist es für mich völlig normal, dass man dann noch für seine Eltern da ist.
00:26:02: Ja, doch, das hätte ich schon manchmal gerne.
00:26:06: Ich war letztes Jahr auch an einem Scheidepunkt in meinem Leben.
00:26:09: Das war letztes Jahr im April, hatte ich eine Gehirnopäne ziemlich extremer, wusste nicht, ob ich das überleben werde.
00:26:16: Und da denkt man natürlich schon so kurz, oh krass, wenn du jetzt nicht mehr da bist, dann ja.
00:26:26: Aber am Ende des Tages weiß ich halt, dass meine Mutter mir nicht gut tun würde.
00:26:31: Und da ist auch zu viel passiert.
00:26:34: Wenn deine Mutter jetzt auf dich zu kommen würde und um eine Aussprache bitten würde, würdest du jetzt zuhören.
00:26:40: Hm, wahrscheinlich bekomme ich jetzt viel Shitstorm.
00:26:44: Nein.
00:26:45: Also, weil man hätte damals eine Aussprache definitiv machen müssen und auch aus heutiger Sicht natürlich, bin forty-six, würde ich heute so auch den Kontakt natürlich nicht mehr auf diesen Weg abbrechen, wie ich es gemacht habe.
00:27:02: Aber auch da bin ich wieder der Meinung, ich war das Kind.
00:27:05: Ich war zwanzig in der Nachpuppetität.
00:27:09: Also auch da hätte sie eine Aussprache vernünftig gewollt.
00:27:16: Und auch zu einer Aussprache gehört auch für mich, auch selber sich zu reflektieren und zu sagen, okay, ich habe da und da vielleicht nicht optimal gehandelt.
00:27:26: Aber das war ja nicht so.
00:27:28: Also ich habe das ja schon alles auch... mitbekommen.
00:27:33: Also es ist nicht so, dass ich mir jetzt alle Talkshows da reingefahren habe, wo sie saß, aber ich habe es ja durch die ganze Familie mitgekriegt und es hat ja niemand großartig Kontakt zu ihr und alle, also auch tanten Onkels sagen alle ein bisschen komisch die Geschichte.
00:27:47: Und sie setzt sich ja in jede Talkshow hin.
00:27:49: Null mit Reflexion.
00:27:52: Also ich denke immer egal in welcher Komponente im Leben, wenn jemand keinen Kontakt mehr zu jemanden möchte, ist ja auch bei einer Freundschaft.
00:28:00: Das gehören ja immer zwei dazu.
00:28:02: Sollte ich vielleicht auch mal überlegen, was habe ich dazu beigetragen, dass jetzt der Streit ist oder dass kein Kontakt ist.
00:28:07: Nein, und heute wäre die Tür definitiv zu.
00:28:11: Also, nein, da ist wirklich, wo ich sage, zu viel vorgefallen und nach wie vor dieses Thema Buch und Talkshows und damit sich ein Business aufzubauen.
00:28:25: Ja, das... Also das ist ähnlich so, wir hatten ja kurz vorhin, als er aufgebaut hatte, das Thema Influencer.
00:28:32: Das muss jeder selber wissen, ob er sein Kind nimmt.
00:28:34: Das ist auch, ich meine, ist auch völlig wertfrei.
00:28:38: Aber da ist ja auch so, ne?
00:28:40: Die verdienen ja auch nur mal Geld mit ihren Kindern und das wäre nicht meins.
00:28:44: Als du dann mit neunundzwanzig die Diagnose Gebärmutter-Heizkrebs bekommen hast, wie hast du dich gefühlt?
00:28:51: Also ich glaube, so wie viele, die eine Krebsdiagnose haben, so stehst also ... Du funktionierst in dem Moment eigentlich nur.
00:28:59: Und für mich war dann auch ganz klau, ich will es einfach nur weg haben, was beim Gebärmutter Heizkrebs, da hat man sehr gute Chancen.
00:29:08: Genau und ich wollte es einfach nur erledigt haben.
00:29:13: Also ich bin generell so ein Mensch, ich wollte es erledigt haben.
00:29:17: Und eigentlich so.
00:29:18: erst paar Monate später ist mir eigentlich klar geworden, was es auch alles so bedeutet.
00:29:23: Also das ist ja auch nicht nur, dass du mit neunundzwanzig deine Gebärmutter verloren hast, sondern auch ein Eierstock, dass du eine Blasensenkung hast.
00:29:31: Es ist alles damals auch nicht so von den Ärzten unbedingt so mitgenommen worden.
00:29:37: Also ich weiß heute Gott sei Dank, also ah, ich plädiere für diese Impfung.
00:29:43: Weil durch die Impfung ist wirklich wahnsinnig viel Prozent an Erkrankung runtergegangen durch diese HPV-Impfung.
00:29:50: Und ich weiß auch zum Beispiel, dass heute, wenn dein Papabstrich positiv ist, du auch erst mal anderen Methoden und Mittel hast, als wie gleich eine Konnisation und dann gleich die Gebärmutter entfernen.
00:30:02: Da ist die, wirklich die Krebsdiagnostik zum Glück schon richtig weit.
00:30:07: Gut, das war halt bei mir nicht.
00:30:09: Und bei mir war auch so irgendwie ... Ja, so wie mit allem in meinem Leben.
00:30:14: Ja, okay, das ist jetzt halt so, was gibt's für eine Lösung?
00:30:17: Die Rabiate, okay, fertig, zack, hacken.
00:30:19: Was hat das dann mit deiner Weiblichkeit gemacht?
00:30:21: Gerade wenn du sagst, dass ein Eierstock dann entfernt war, das hat auch einen Einfluss natürlich auf deinen monatlichen Zyklus.
00:30:28: Wie verhältst du dich?
00:30:29: Wie ist dein Energielevel?
00:30:31: Wie war das für
00:30:32: dich?
00:30:32: Also ich hatte ja dann logischerweise keinen Zyklus mehr, weil wenn du keine Gebärmutter mehr hast und es war dann auch ein Leben lang, dass ich hormonelle Probleme hatte.
00:30:42: Und tatsächlich, ich hatte noch einen Eierstock, der aber auch nicht so hundertprozentig funktioniert hatte und ich dann mit Achtundreißig komplett richtig krass in die Wechseljahre gerauscht bin, zwar Hölle.
00:30:56: Und ich dann da auch nochmal gedacht habe, okay, reichte das nicht schon vorher und jetzt nochmal Wechseljahre.
00:31:05: Und ich fand es auch unfair, dass ich diese Wechseljahre volle Granate durch erleben musste, weil ... Ich hatte ja nie eine Weiblichkeit.
00:31:13: Also ich hatte ja nie das Glück, Kinder zu... Also nee, ich habe das immer so gesehen, okay, hätte ich wenigstens ein Kind bekommen, dann würde ich die ganze Scheiße danach vielleicht lohnen.
00:31:21: Das war ja nie so.
00:31:23: Also es war immer so für mich ein Fremdkörper und tatsächlich muss ich sagen, ja, durch meinen jetzigen Mann habe ich dann so... eigentlich den Zugang das erste Mal in meinem Leben so zu mir und zu meiner Weiblichkeit gefunden.
00:31:38: und genau weil er mich halt einfach so lieb wie ich bin und er auch ja keine Kinder mehr wollte, er hat einen wunderbaren Sohn, also für ihn war dieses Familiending eh durch, also ich glaube auch... Das klingt jetzt vielleicht blöder, aber er war wahrscheinlich auch ganz froh, dass er jetzt nicht nochmal eine Frau nach seiner Trennung kennenlernt, die dann nochmal diesen Kinderwunsch hat, weil das haben ja viele dann und das wollte er partou.
00:32:04: Er sagt, er hat einen Sohn und das ist das Beste in seinem Leben und mehr Kinder möchte er nicht.
00:32:10: Und das, glaube ich, hat dann halt so diesen Druck dann auch genommen, einfach dann auch wieder vielleicht dieses Sexleben zu haben, ohne jemanden was zu beweisen oder ohne auch Minderwertig zu fühlen.
00:32:23: Wie hast du deine Weiblichkeit in diesen Prozessern genau wiedergefunden?
00:32:27: Gab es da bestimmte Rituale, die du für dich gefunden hast oder gab es so Momente, in die du gemerkt hast, jetzt fühle ich mich besonders sexy und als Frau vollkommen?
00:32:36: Also natürlich einmal schon auch durch die Kleidung.
00:32:40: Also zweitens heute nicht so, aber ich trage schon sehr gerne auch Röcke und ziehe mich gerne Feminin an.
00:32:47: Und es war so beim Ex-Mann auch immer so ein Thema, da war eher so ein Busch, also eine Turnschule Jeans fertig, was ich auch mag, aber genau.
00:32:54: Aber mein Mann ist schon so, wenn wir jetzt weggehen, essen gehen, der mag das schon gerne.
00:32:59: Also der mag auch.
00:32:59: eine Frau, die jetzt lange Haare hat, Fingernägel hat, das ist jetzt für ihn nicht alles.
00:33:03: Wenn ich mir jetzt die Haare abschneiden würde, wäre das auch okay.
00:33:06: Aber genau, da ergänzen wir uns ganz gut.
00:33:09: Und so hat er mir schon einfach ja dieses Gefühl, was man dann ja von einem... Partner oder Partnerin bekommt, wieder dieses Begehr zu werden.
00:33:17: Und das ist halt scheißegal ist, dass ich Narben habe und dass ich halt nicht in der Lage war, mich zu vermehren.
00:33:27: Genau, ich glaube, das ist halt so dieser springende Punkt, weil das nagt halt schon mittlerweile nicht mehr, aber das hat Das nagt schon in Leben lang.
00:33:37: Weil dir wird ja eine Entscheidung genommen.
00:33:40: Das ist ja was anderes, wenn man sagt, ich möchte keine Kinder.
00:33:43: Aber ich konnte das ja gar nicht entscheiden.
00:33:45: Das war ja dann weg.
00:33:47: Du hast ja dann eineinhalb Jahre nach deiner Gebär-Mutter-Hals-Krebserkrankung
00:33:52: auch noch Brustkrebs
00:33:53: bekommen.
00:33:54: Was hat das mit dir gemacht?
00:33:55: Denn die Brust einer Frau hat ja sehr viel mit der Weiblichkeit zu
00:33:59: tun.
00:34:00: Ja, das ist auch immer so.
00:34:01: Ich hatte auch zu meiner Brust dannigen Verhältnis.
00:34:04: Also, wird ja heute immer Jungmädchen geraten, taste dich ab, ich bin da auch voll für, ne?
00:34:11: Aber dieses Verhältnis hatte ich nie.
00:34:13: Deshalb, das war für mich auch eher vielleicht so ein Fremdkörper oder auch wieder so dahingehend.
00:34:19: So hast eigentlich nur eine Brust um Männern zu gefallen.
00:34:22: Also, ne?
00:34:23: So nicht dieses, dass es für dich schön ist, ne?
00:34:26: Also, das war auch immer so... Ja, also ich hatte da immer so ein gespaltenes Verhältnis.
00:34:33: Mittlerweile habe ich ja einen Plant hatte.
00:34:36: Jetzt liebe ich meine Brüste, weil ich sage auch immer zu meinen Freundinnen, ich werde Design im Altersheim, wo dann noch alles in Shape ist, ihr nicht mehr.
00:34:45: Aber ja, ich habe da auch in meiner Therapie mal drüber gesprochen.
00:34:48: Das sind ja alles weibliche Organe, da willst du ja drauf hinaus und ich glaube ... Ja, man trägt dieses, wenn man als Kind nicht dieses weibliche Leben durfte und ich hatte ja auch einen Stiefvater gehabt.
00:35:03: Da ist man ja dann auch ein bisschen als Kind gehemmt in seinem eigenen Umfeld.
00:35:08: Also mir ging es zumindest so, weil wir jetzt nicht das beste Verhältnis hatten.
00:35:13: Ja, dass ich mich da halt auch nicht so vielleicht, ne?
00:35:18: Ja, wie sollte ich sagen, so frei bewegt.
00:35:21: habe.
00:35:21: Also ich finde zum Beispiel, ich finde es normal, auch wenn man in einem Familienverbund lebt, dass, also ich laufe jetzt auch nicht ständig nackt durch die Gegend, aber wenn mich mein Kind jetzt in Unterwäsche sehen würde, das wäre mir, weil das ist ja normal, also die sehen ich auch im Bikini oder im Badeanzug, das hatte ich alles nicht so.
00:35:39: Also ich habe da immer schon so mich früher auch geschämt.
00:35:45: Genau.
00:35:45: Und dann, ja, als ich dann die nächste Diagnose hatte, habe ich gedacht, okay, also wenn jetzt noch mal was kommt, habe ich auch kein Bock mehr.
00:35:51: Hattest du eine Brustamputation?
00:35:54: Teilweise.
00:35:55: Also wir haben das Gewebe entfernt lassen, teilweise, genau, damit, weil das einfach auch der Hintergrund, dass ich ihn geneffekt habe, das kam dann alles raus und es hängt ja alles miteinander zusammen und da ist einfach die... Risikogefahr, deshalb haben wir auch vor zwei Jahren den anderen Eierstock noch entfernt, damit da nichts kommt.
00:36:14: Und ich bin nach wie vor, obwohl ich keine Eierstöcke mehr habe, keine Gebärmutter und nur noch teilweise Brust habe, alle sechs Monate bei meiner Gynäkologin.
00:36:25: Deshalb, also ich plädiere wirklich, es ist ja bei jeder Krebsart so, geht zur Vorsorge und wenn ihr nicht den oder die richtige Frauenärztin oder Arzt für euch habt, es gibt die richtige.
00:36:35: War für dich auch klar, dass du dann Implantate für dich einsetzen möchtest?
00:36:39: Ja, da bin ich dann doch schon wieder zu weiblich.
00:36:42: Vielleicht aber auch ein bisschen... Was denken die anderen?
00:36:46: Und auch dieses nach außen hin, man möchte das auch wieder, dieser äußere Schein und dieses, man möchte ja auch nicht unbedingt, dass jemand gleich sieht.
00:36:55: Man ist krank.
00:36:57: Also, ne?
00:36:57: Oder man ist nicht komplett.
00:37:00: Genau.
00:37:02: Ich war ja schon durch diese Gebärmutter nicht mehr komplett.
00:37:05: Weil diese Frage jetzt nicht mehr, aber so Mitte dreißig, ich weiß nicht, wie alt ihr seid, kommt ja immer die Frage, wann kriegst du jetzt Entschmarrn Kind?
00:37:13: Selbst bei Bewerbungsgesprächen.
00:37:16: Musst du dich dann rechtfertigen?
00:37:18: Du wusstest genau, du wirst nicht eingestellt, weil die Angst haben, dass du ein Kind kriegst.
00:37:23: Du kannst aber auch nicht sagen, Annie, ein Kind krieg ich nicht, weil ich schon Krebs hatte.
00:37:27: Dann stellen sie dich halt auch nicht ein.
00:37:29: Also ... Bin ich immer direkt in die Offensive, habe ich gesagt, nee, ich mag keine Kinder, ich will keine Kinder kriegen.
00:37:36: Also ich musste mich immer in so eine Rolle stellen, die eigentlich auch falsch ist, aber dadurch hat es dann funktioniert.
00:37:41: Also ich musste mich immer in diese männliche Rolle bringen, zu sagen, nee, ich bin dann Kinder nicht interessiert, was ja totaler Bullshit ist.
00:37:49: Aber es ging nicht anders.
00:37:50: Heute ist es egal, weil jetzt, ne?
00:37:52: Mit sechsundviertig wirst du vielleicht nicht eingestellt, weil du ein Wechseljahren bist.
00:37:56: Nee, Spaß.
00:37:57: Aber da fragt dich ja jetzt keiner mehr, ne?
00:37:59: Bist du jetzt irgendwie noch an der Kinderwohnsplanung?
00:38:02: Du hast jetzt schon mehrfach gesagt, was du Menschen oder Frauen empfehlen würdest, z.B.
00:38:07: regelmäßig zu den Untersuchungen gehen, Brust abtasten.
00:38:10: Jetzt würde mich aber interessieren, was würdest du Menschen empfehlen, die ein sehr angespanntes Verhältnis zu den Eltern haben und ... die auch da mit dem Gedanken spielen, den Kontakt abzubrechen.
00:38:22: Also ich finde immer Kontaktabbruchs sollte wirklich die letzte Lösung sein.
00:38:27: Das weiß ich aus eigener Erfahrung, weil es einfach kein cooler Weg ist.
00:38:31: Sucht euch Hilfe.
00:38:32: Heutzutage gibt es ja auch Therapiestellen.
00:38:35: Ich weiß, es ist schwierig, einen Therapieplatz zu bekommen.
00:38:39: Aber ich weiß, an jeder großen Stadt in den Unikliniken wird dir ziemlich schnell geholfen.
00:38:46: Und dann sucht ihr wirklich eine Therapie und überlege bewusst und nicht überstürzt, weil ich habe vieles in meinem Leben auch zu überstürzt gemacht.
00:38:56: Und es muss ja nicht vielleicht immer erst der Kontaktabbruchs sein.
00:39:00: Vielleicht kann man auch erst mal ein Break da reinhauen, dass man sagt, okay, ich kann erst mal, je nachdem wie alt das Kind ist, auch ausziehen.
00:39:08: Es gibt heutzutage aber auch beim Jugendamt helfen.
00:39:10: Es gibt Wohngruppen.
00:39:12: Und wenn man dann älter ist und sagt, okay, ich hab schon ein bisschen mein Setting, mein Leben, und es ist wirklich der letzte Schritt, dann geht den Weg, schämt euch aber nicht und redet offen.
00:39:26: Genau, mit Freunden, Familie.
00:39:28: Genau, und es wird immer jemanden geben, der einen versteht, immer.
00:39:32: Das war leider mein zu spätes Learning, aber so mein innerer Zirkel, so meine zwei besten Freundinnen wissen ja alles und ... Da weiß man dann auch, dass es Freunde sind, weil die einen nicht verurteilen, obwohl sie nicht diesen Weg gehen oder einen anderen Weg für sich entschieden haben.
00:39:51: Sina, was wünschst du dir für deine Zukunft?
00:39:53: Also für meine Zukunft wünsche ich mir, dass Frauen die Chance noch mehr bekommen, sie selbst zu sein.
00:40:01: Und ja, und ganz gerade mit dem Thema Eltern, dass frühzeitig geguckt wird.
00:40:12: seine familiäre Geschichte vielleicht auch zu arbeiten, weil es wiederholt sich ja alles.
00:40:17: Also es ist ja auch so, meine Mutter hat ja auch kein gutes Verhältnis zu ihren Eltern, mein Vater hat auch keinen Kontakt zu seiner Mutter, also es wiederholt sich ja in diesen Familiendynastien, dann ist ja immer ein wiederkehrendes Muster und das würde ich mir halt wünschen, dass umso ... Jüngermann ist, das zu durchbrechen und darf vielleicht dann auch mithilfe von Therapie.
00:40:38: Also ich bin ein totaler Therapiebefürworter, auch da genau wie beim Frauenarzt, Frauenärzt, denn passt vielleicht nicht immer.
00:40:47: Aber irgendwo da draußen gibt's jemanden, mit der einen, ich nenn's jetzt mal, behandeln kann.
00:40:52: Danke dir, danke dir, dass du deine sehr bewegende und intime Geschichte auch ehrlicherweise an der Stelle mit uns geteilt hast.
00:40:58: Ja,
00:40:58: ich hab zu danken, ist was sehr angenehme durch.
00:41:00: Danke dir und wir wünschen dir alles lieb und alles Gute für dich und deine
00:41:04: Zukunft.
00:41:04: Danke!
00:41:06: Du willst
00:41:07: selbst bei uns dabei sein oder hast einen Teamvorschlag?
00:41:10: Denn melde dich auf unserer Website oder unserer Social Media.
00:41:15: Wenn du von dem besprochenen Team betroffen bist oder Unterstützung benötigst, dann zögere nicht, Hilfe in den Anspruch zu nehmen.
00:41:23: Hol dir Unterstützung bei professionellen Hilfeinrichtungen oder dir vertrauten Personen.
00:41:27: Bis zum nächsten Mal bei von Bohne
00:41:30: zu Bohne.
Neuer Kommentar