König in Ghana, KFZ-Meister in Deutschland - sein Leben zwischen Blaumann und Krone #45 König Bansah

Shownotes

König Bansah regiert ein ganzes Volk – und das aus Deutschland! In dieser Episode erzählt König Bansah, wie er ausgebildeter Mechaniker wurde, warum er als König auserwählt wurde und welche Rituale er durchlaufen musste. Mit Herz und Hingabe setzt er sich für sein Volk ein, baut Brunnen, Schulen und sorgt für sauberes Wasser in seiner Heimat Ghana.

Wie er das von Deutschland aus meistert, welche Herausforderungen er bewältigt und warum Respekt für ihn das wichtigste Wort ist – das erfahrt ihr in dieser spannenden Folge.

Zeitstempel: 00:00 - 06:49: Kindheit, Ausbildung und Weg nach Deutschland 06:50 - 11:50: Die Krönung und traditionelle Rituale 11:51 - 17:54: Leben als König in Deutschland & Aufgaben im Königreich 17:55 - 24:10: Brunnenbau, soziale Projekte und Entwicklungshilfe 24:11 - 33:22: Kulturelle Traditionen, Herausforderungen und Verantwortung 33:23 - Ende: Zukunft des Königreichs & persönliche Wünsche

Kontaktinformationen König Bansah: Webseite: http://www.koenig-bansah.de/

Facebook: https://www.facebook.com/koenigcephas.bansah


Du möchtest selbst Gast bei uns sein? Dann melde Dich hier: https://vonbohnezubohne.com/sei-unser-gast/

Du möchtest mehr über uns erfahren? Dann schau Dich hier um: https://vonbohnezubohne.com/ueber-uns/

Unser Social Media: Instagram Von Bohne zu Bohne: https://www.instagram.com/vonbohnezubohne/ Instagram Sania: https://www.instagram.com/saniajader/ Instagram Charlotte: https://www.instagram.com/charlottejader/ YouTube Kanal: https://www.youtube.com/@VonBohnezuBohne

Transkript anzeigen

Transcribed with Cockatoo

0:00:00Vor einer ewigen Königin wäre es nicht einfach. Ich komme in Quarantäne, acht Tage lang. Es kommen Stämme und es werden scharfe Geschlachter. Dann muss ich durch die Schafe, drei Kontraktmeter durch die Schafe laufen. Blut laufe hin und zurück, hin und zurück. Ich habe mich heute 14, ein deutscher Jugendlicher, ausgebildet als Capset-Mechaniker in meiner Firma. Ja, ich bin schon Rentner, aber jeden Tag ziehe ich immer meine Blaumanne an. Jeden Tag bin ich immer in der Werkstatt und arbeite. Und wenn ich einen Flur habe bekommen, es kommt ein Erfolg und ich bekomme sofort ein Gewand und da darf niemand mehr mit mir reden.

0:00:36Da stehen zwei Wächter vor mir und dann, wenn sie mit mir reden, sprechen sie mit den Wächtern, reden mit mir. Stell dir vor, du kommst in einen Raum, vor dir sitzt ein Mensch und du hast keine Ahnung, wer das ist. Das passiert mir in jeder Folge bei unserem Podcast von Bohne zu Bohne. Mein Name ist Charlotte und ich weiß vorher nichts über unsere Gäste. Kein Name, keine Information, keine Themen. Also werden meine Fragen auch deine Fragen sein. Ich bin Sanja und ich suche die Gäste. Hier achte ich darauf, dass es Menschen mit spannenden Persönlichkeiten und faszinierenden Erlebnissen sind. Und genau die wollen wir mit euch teilen. Bist du bereit, gemeinsam mit Charlotte neue Geschichten kennenzulernen?

0:01:18Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge. Mein Name ist Charlotte. Mein Name ist Tzanya. Mein Name ist King Sefas Kosi Bansa, König von Uruguay, Binh, Traditional Ghana. Freut mich sehr, Sie kennenzulernen. Ich bin traditionell Ghaner. Freut mich sehr, Sie kennenzulernen. Wie darf ich Sie denn ansprechen? Unser Bundeskanzler Kohl sagt immer, man soll Majestät zu mir sagen. Majestät, okay, alles klar. Es ist spannend, hier zu sein. Ich habe Sie tatsächlich direkt erkannt, warum.

0:01:58Ich bin in der Gegend aufgewachsen und Sie waren immer ein Mysterium für mich, meine ganze Kindheit lang. Das bedeutet, ich wusste, hier in der Gegend gibt es einen König der hier wohnt aber ich wusste nicht genau wer sie sind und was sie machen was würden sie sagen wo beginnt denn ihre Geschichte? Ja meine Geschichte beginnt durch ja ich war mein Vater war Schmied und ich habe immer meinem Vater geholfen mit dem Handwerk ja und möchte gerne später Automechaniker werden und dann auch meine Königreich war damals deutsche Kolonie. In welchem Land? In Ghana, Togo. Die Deutschen waren unsere Kolonialen. Und mein Opa und mein Vater haben immer gesagt, eine von meinen Kindern muss unbedingt zu diesem Volk. Diese Volk sind sehr gut im Handwerk, sie sind ehrliche Menschen und sie haben uns immer geholfen.

0:02:58Ja und okay, dann wo ich Schule war und dann habe ich Bewerbung gemacht und dann bin ich mit dem internationalen Austausch von Bonn Bad Gadesberg, eine Ghana, kommen nach Deutschland, so wie ich, und eine Deutsche gehen nach Ghana. Dann bin ich damals nach Deutschland gekommen, in eine Landmaschinenfirma in Ludwigshafen, Limburger Hof, Firma Paul Schweitzer. Und dann habe ich angefangen, Berufsschule, dreieinhalb Jahre war ich in der Berufsschule, Dann hat es geklappt, ich bin Geselle geworden. Meine Chef hat gesagt, ich war fleißig, ich soll Meister machen. Damals musst du 5 Jahre in der Werkstatt arbeiten. Erst mal Erfahrung sammeln, 5 Jahre, dann darfst du die Meisterschule besuchen. Ja, und habe fünf Jahre gearbeitet als Landmaschine, Mechaniker, fertig, dann bin ich zur Meisterschule gegangen. Nach Meisterschule dann bin ich Landmaschine Meister geworden und dann haben wir Kfz bekommen.

0:04:17Ich habe eine Zwischenfrage, sind Sie oder haben Sie denn Deutsch dann in Ghana schon gelernt oder erst als Sie nach Deutschland kam. Ich bin immer Abendkurs gegangen und dann Berufsschule gegangen und dann Arbeit. Abendkurs deutsche Sprache, dann Arbeit und dann Berufsschule. Wo ich damals gekommen bin, da bin ich mal in die Berufsschule gegangen. Ja, hat die Leute gewundert. Ja, meine Meisterin hat gesagt, ja, lasst es gehen, wenn ihr durchfällt, macht nochmal. Jetzt habe ich eine Zwischenfrage. Wie alt waren Sie, als Sie nach Deutschland kamen? Ich war 22 Jahre alt. Das war 1970. Und nach Landmaschinenmeister haben wir Kfz. bekommen in die Firma, wir machen Landmaschinen und Autos. Die Handwerkskammer hat gesagt, ich darf die Kinder nicht ausbilden. Ich bin Landmaschinenmeister und darf Kfz nicht ausbilden. Warum?

0:05:22Das ist das Gesetz. Ich muss wieder Kfz-Meister machen. Dann darf ich Kfz und Landmaschinen ausbilden. Beide Seiten ausbilden. Dann bin ich wieder in der Kassel-Slauter Meisterschule und habe ich Kfz-Meister gemacht. Und nach meinem Meister gesagt, gut, mein Chef, der Paul Schweitzer, gesagt, okay gut, ich kann weiterarbeiten. Und als ich Ghana verlassen, gut, mein Vater war, mein Opa war König. Und mein Vater kann nicht König werden, weil es Linkshänder ist. Ah, das ist die Regelung, wenn man Linkshänder ist, darf man nicht König werden. Ja, und gut.

0:06:08Und ich bin nach Deutschland gekommen. Mein Vater hatte mehrere Frauen, viele Geschwister. Und ich habe meine Arbeit weiter gemacht. Und einmal haben sie mich angerufen und eingeladen. Und da haben die gesagt, gut, der Junge in Deutschland, okay, ist zu weit, aber das macht nichts. Und dann war die Krönung. Ich bin eine Ewe. Wir die Ewe. Ewe ist von Ghana, Togo, Benin und Nigeria. Wir die Ewe.

0:06:49Der Vodou, spirituelle Vodou, es kommt von uns. Spirituelle Vodou, es kommt von uns. Für eine Ewe König zu werden, ist nicht einfach. Kommt in Quarantäne, in Togo, Ngotsche, Ngotsche kommt das Ewe-Volk. Da ist unser Tempel, unser Ewe-spirituelles Tempel. 8 Tage lang. Es kommt der Volk, der Stämme. Und es werden Schafe geschlachtet. Dann muss durch die Schafe 3 Quadratmeter durch die Schafe laufen. Blut laufe hin und zurück, hin und zurück. Und es werden geschnitten. Rechts Arm. Tut unheimlich weh.

0:07:44Dann kommt schwarze Pulver rein. Wird gerieben. Oh, das tut unheimlich weh. Was ist das für ein schwarzer Pulver? Das ist so, kommt Kraft. Ja. Um König zu werden, du wirst richtig, ja, du wirst richtig Mann gemacht. Ja. Und dann am nächsten Tag, eine andere Stimme, linker Arm, gleicher Schnitt, Pulver und genauso weh tut. Und am dritten Tag meine Brust, und am vierten Tag die Knie und am dritten Tag die anderen Knie.

0:08:21die ganze folge benachrichtigt die junge hat die prüfung bestanden wie tief waren diese schnitte kann tief blutet alles alles blutet kann du sehen der schnitt ist noch da ich hab eine frage du hast sie haben gesagt sie haben mehrere geschwister warum gerade sie warum wurden sie ausgewählt um der nachfolge des königs zu sein? Ja, damals als ich nach Deutschland kam, weißt du, ich damals 1970 war, wir waren nur zwei Schwarze hier und ich habe viele Freunde gehabt, nur deutsche Freunde. Dann sind wir mit dem Auto gefahren von Deutschland nach Frankreich, über Süd nach Tünis, Algerien, Beni, Togo, durch die Wüste gefahren.

0:09:17Ja, manchmal haben wir 70 Grad gehabt. War heiß, keine Straße. Damals war gar keine Straße. Nicht so wie heute. Und haben wir immer viele Medikamente geladen. Du weißt, wie die Deutschen immer helfen. Haben wir viele Medikamente geladen. Ja, ungefähr 4, 5 Busse und wenn wir hinkommen, dann geben wir die ganzen Medikamente an das Krankenhaus. Und damals war noch niemals eine Aspirin im Krankenhaus. Und diesen Trick haben wir drei mal gemacht und die Leute haben gesagt, es wäre schön, wenn man vor jemandem krönen, dann muss man sehen, dass er hat Charakter. Ja, und kann man nicht einfach absetzen.

0:10:16Ja. War das für Ihre Geschwister auch okay, dass sie auserwählt wurden? Oder war das auch ein Gefühl von eigentlich bin ich ja hier und ich möchte eigentlich König werden. Gab es das Gefühl? Ja, es gibt immer Einversicht. Wenn man sagt, warum hat der genommen und die genommen. Weil bei uns die Frauen auch Königin werden dürfen. Nicht nur Männer. Bei uns hat es sowieso die Männer nicht zu sagen. Bei uns hat es nur die Frauen zu sagen. Und wenn der Älteste sagt, okay wir wollen diese Jungen haben, und dann bleibt es so, wie es ist. Hätten Sie das auch ablehnen können? Hätten Sie sagen können, ich möchte nicht König werden? Ja, kann man auch ablehnen. Aber für Sie war direkt klar, Sie möchten das dann auch annehmen? Ja, weil es ist eine große Aufgabe.

0:11:15Ja, es ist nicht einfach. Ich habe überlegt. Ich habe mit meiner Frau gesprochen. Und wir haben überlegt mit meinen Kindern. Und dann haben sie gesagt, okay, gut. Und dann haben sie mich eingeladen. Dann bin ich mit 32 Deutschen von ihr mitgegangen. Und dann sind wir nach Ghana, nach Ngotse. Ngotse ist wo unser Tempel ist in Togo. War Ihnen von Anfang an klar, dass Sie in Deutschland dann bleiben möchten?

0:11:51Nein, nein. Für mich nur, ich komme nach Deutschland, ich mache meine Lehre. Ich bin froh, dass ich noch Meister machen kann. Und nach dem Meister, dann mein Chef hat gesagt, wenn ich hier bleiben will, gut. Und ja, wissen Sie, ich bin auch später selbstständig geworden. Wenn man selbstständig ist, dann ist man fleißig. In meiner Lehrzeit habe ich euch immer beobachtet und ich habe gesagt, ich möchte gerne die Hälfte von diesem Volk sein. Ich will die Hälfte von Deutschland sein. Ich habe euch beobachtet, wie fleißig, wie ehrlich ihr seid, wie lieb ihr seid zu mir, zu mir, dem Schwarzen.

0:12:46Ja und ich habe gesagt ich möchte gerne die Hälfte von diesem Volk sein. Dann kann ich etwas werden. Ja und 1983 und habe ich eigene Werkstatt in Ludwigshafen Kfz. Zurfass Bansa. Ich habe bis heute 14 deutsche Jugendliche ausgebildet als Capset Mechaniker in meiner Firma. Ja, ich bin schon Rentner, aber jeden Tag ziehe ich immer meine Blaumanne an, jeden Tag bin ich immer in der Werkstatt. Aber ich kann meine liebe Deutschen nicht einfach sitzen lassen. Meine lieben Kunden und Kundinnen. Ganz liebe Menschen. Es tut mir weh, wenn ich nichts in der Werkstatt mache, weil sie mich brauchen. Ich denke immer, meine Kunden brauchen mich. Liebe Menschen. kunde braucht mich ja liebe menschen ja nicht ganz ich habe noch mal eine frage und zwar hatten sie gesagt dass ihr vater nicht könig werden durfte weil er linkshänder ist aus welchen grund darf man dann nicht könig werden oder königin werden ja wenn man redet darf man nicht mit der linken hand jemand sein gesicht zeigen ja deswegen warum darf man das nicht Manche Leute sagen, das ist tabu. Wir nehmen die linke Hand, um die Bestimmte Teile sauber zu machen.

0:14:34Und wir nehmen unsere rechte Hand zum Essen. Als ich klein war, haben wir immer nur mit der rechten Hand gegessen. Wir hatten keine Löffel. Die meisten heute noch. Wir essen immer noch mit unseren Fingern. Mit den Fingern isst. Fufu isst, Sauce, weil wir essen viele Sachen mit der Sauce. Und man isst immer mit den Fingern. Ist denn schon abzusehen, dass wenn Sie letztendlich Ihren Sitz weitergeben, dass Sie das an Ihre Kinder weitergeben? Ja, ja. Es kann meine Tochter oder mein Sohn sein. Haben Sie da sich schon Gedanken darüber gemacht? Nein, momentan nichts. Ich fliege immer mit meinen Kindern nach Hause.

0:15:27Ich habe auch eine kleine Hütte gebaut, zu Hause. Und es reicht für meine Familie, zu leben. Wie oft gehen Sie denn in die Heimat? So drei bis vier Mal im Jahr. Wie lange bleiben Sie dann immer dort? Zehn Wochen, sechs Wochen. Seit ich Rentner bin, sechs Wochen. Ich ruf immer die Kunden an und muss immer antworten. Ich komme, kein Problem. Warte, wenn der Motor kaputt ist oder die Bremse. Ich sage, mach langsam, ich komme gleich.

0:16:11Die warten alles auf mich. Ja, ja. Ja, ja, meine Kunden, die sind super. Was sind denn Ihre Aufgaben als König? Meine Aufgabe, ja. Der Volk soll lieb sein, keine Krieg. Erst immer lieb zu sein, ist wichtig. Nicht zu viel hier, da, da, und, und, und. Weil wir haben immer Probleme mit der Landstreiterei. Ja, das ist immer die Probleme. Und da müssen wir immer aufpassen, damit jeder sein Land ihm gehört, registriert. Wir werden gerne jeder sein Land registrieren, dann gibt es kein Problem. Und der König nimmt die ganze Verantwortung.

0:17:10Es gibt nichts, wo nichts zu machen ist. Die ganze Verantwortung genau wie ihr hier leben. Deswegen Ghana, wir leben in Frieden. Ghana ist eine der schwarzen Afrika, wo die Könige hart zu sagen. Wie können sie denn ihre täglichen Arbeiten verrichten, wenn sie hier in Deutschland sind? Wie haben sie Kontakt? Ja, ich habe Kontakt, ich habe Bruder. Und heutige Tage habe ich Mail, Whatsapp, Handy, alles. Ich habe mehr Handy als sie. Und Ghana heißt eigene Satelliten.

0:17:54Wo der König zu sagen hat, da gibt es immer Frieden in Afrika. Deswegen ist Ghana ein friedliches Land, wo ich mein Leben gesehen habe. Ghana ist Nummer eins der Welt. Ja, ein friedliches Land. Was hat denn das Volk gesagt, als sie entschieden haben, in Deutschland zu bleiben und von Deutschland aus zu regieren? Gab es da nicht irgendwelche Konflikte? Ja, ich habe zu denen gesagt, ich gehe und mache fertig und komme. Und damals wo wir waren, ich war in Quarantäne. Man kommt immer so acht Tage in Quarantäne. Quarantäne bedeutet ein kleines Haus. Haus, werden da gesperrt und jeden Tag kommen die Ältesten und werden gelehrt, was du machen musst, was du nicht darfst.

0:19:00In der Zeit war ich mit 32 Deutschen, da war die Grenze offen und viele von der DDR auch mitgegangen. Und von Ludwigshafen ist auch ein Freund von mir, die sind Polizist, ist alles mitgegangen. Die Polizisten haben keine Angst. Und sie wissen genau wie neugierig die Deutschen sind. Die Deutschen sind sehr sehr neugierig. Und wo ich in Quarantäne sie sind durch die ganze Urwald gegangen und haben alles aufgeschrieben. Haben sie gesehen wie dick die Kinder haben, wie dick der Bauch ist. Und viel Stäblichkeit von den Kindern. Ja, und Stäblichkeit von anderen Menschen auch. Und haben dann diese Polizisten, die mit ihr gesprochen haben, gesagt, sie haben alles aufgeschrieben, nach acht Tagen.

0:20:07Dann hat er gesagt, wir haben alles aufgeschrieben. Weißt du warum? Die Kinder haben einen dicken Bauch. Ich habe gesagt, nein. Warum so viel Stärklichkeit? Er hat gesagt, nein. Und dann hat er gesagt, weil er hat das schlechteste Wasser. Das schlechteste Wasser, das es gibt. Und er hat mir gesagt, du bist Landmaschinemeister, wenn du nach Deutschland kommst, versuch mit den Landwirten zu sprechen, die werden dir wahrscheinlich Pumpe schenken und dann kannst du saubere Wasser für deine Volk installieren. Nach der Krönung sind wir nach Deutschland gekommen, zurück und hab ich drei Container voll von Wasserpumpe. Sie kennen die Deutschen, die Deutschen wenn du gehen als Schwarzer und du sagst ich brauche das, ich brauche das, die helfen immer.

0:20:59Ja die lassen dich nie sitzen. Und ich habe ruck zuck von der Landwirte drei Container voll von der Pumpe bekommen, aber ich habe kein Geld für die Und da bin ich entdeckt worden von Schreinemaker. Schreinemaker, ja. Und die Schreinemaker haben mit mir eine Sendung gemacht und die drei Container bezahlt. Mit dieser Pumpe nach Ghana und zu meinem Gebiet. Wir haben überall Wasser installiert. Fläche so groß wie Rheinland-Pfalz. Und ruckzuck, jeder hat saubere Wasser. Krankheit, Sterblichkeit von den Kindern, alles sofort weggezogen.

0:21:46Nur durch saubere Wasser. Und bis heute ich habe 24 Brunnen gebaut. Für mein Volk. 24 Brunnen. Brunnen bis 120 Meter tief gebohrt. Dieses Wasser kann sogar weiße Mann trinken. Ohne zu filtrieren.

0:22:14Und dann hat mein Volk gesehen, dass der Junge, wenn er nach Hause gekommen hätte, er könnte uns nicht so helfen. Und da haben sie mir nichts mehr gezwungen. Ich habe mehrere Brücke gebaut. Viele Kinder wenn sie in die Schule gehen, über die Brücke, die stürzen rein und werden von Krokodilen angegriffen. Eltern, Mutter, viele sind gestorben. Ich habe mehrere Brücke gebaut und Schule, viele Schule gebaut. Wie groß ist denn Ihr Volk? Ja, so groß wie Rheinland-Pfalz. Oh, das ist schon eine ganze Menge, tatsächlich.

0:22:58Ich bin der Spiritual King of the Ewe. Der Ewe-Volk ist von Ghana, Togo, Benin und Nigeria. Und ich bin der Spiritual King of the Ewe. Der Ewe-Volk. Gibt es besondere Ereignisse oder ähnliches, wo Sie unbedingt im Jahr vor Ort sein müssen? Ja, jedes Jahr Anfang September muss ich nach Togo, Moche, wo die Elbe folgt, unsere spirituelle, unsere Vodou. Da muss ich immer Anfang September jedes Jahr da sein. Was wird dort gemacht? Da gibt große Fests. Alle Könige von Ghana, Togo, Benin und Nigeria, alles kommen nach Togo zu diesem Tempel. Ja, zu diesem Tempel und es wird gefeiert. Das ist eine große Feier. Da muss man, diese Feier muss man sehen. Wenn man diese Feier nicht sehen, dann hat man Afrika noch nicht gesehen. Dann hat man die schwarze Afrika noch nicht gesehen.

0:24:10Ja, ja, es ist eine interessante Feier. Wie viele Königreiche gibt es denn in der Summe? Die Ewes. Wir haben verschiedene, viele Königreiche. Genauso wie früher in Deutschland, wo man heute fährt, zu sehr vielen Burgen. Ja, da, da, ja. So, genau so. Ja, es ist eine Tradition, so wie früher. Ja, wir haben unsere Tradition behalten. Wie achten Sie darauf, dass Ihre Kinder die Tradition auch mitbekommen? Ja, meine Kinder, die sehen, wie ich mache, die beobachten und wir sind auch oft, die fliegen auch oft mit. Die gucken auch, die gefällt meinen Kindern auch sehr. Die haben auch nicht so viel Zeit, aber trotzdem, die fliegen mit. Sie haben eben gerade erzählt, dass Sie Brücken, Brunnen und Schulen gebaut haben. Gibt es denn weitere Projekte, an denen Sie beteiligt waren momentan ja momentan war ich viele brunnen viele hilft mir ja viele hilft mir und auch wenn jemand schwanger oder frauen über die hilfe braucht und kinder ist sehr sehr wichtig schulgebühren die kinder ich wollte tatsächlich darauf hinaus mit den Brillen. Sie haben doch, wenn ich richtig informiert bin, haben sie ja eine Kooperation mit einer Optikerlinie. Ja, auch in Berlin. Wollen Sie davon einmal erzählen?

0:25:53Ja, der hat mich gefragt, ob ich Brillen brauche. Ich habe gesagt ja. Und er hat mir immer Brillen geschickt, ja, von Berlin. Ich habe sie mitgenommen nach Hause und habe ich immer die Optiker in Ghana immer gegeben und dann sind immer im Wald gegangen und habe die vielen Blinder und habe immer geholfen. Ja das heißt sie sammeln hier in Deutschland die Brillen und geben sie an ihr Volk weiter. Genau sammeln auch Laptop und Telefon für die Kinder in der Schule, der Mobiltelefon, ja. Und alte Laptops sammle ich auch für die Kinder. Wie lange regieren Sie jetzt schon in der Summe der Jahre? Ja, ich bin 1992 König geworden. Ich habe vor zwei Jahren ein Jubiläum gehabt. Es bedeutet 32 Jahre. Was würden Sie sagen, was war in den 32 Jahren eine Phase, die besonders herausfordernd für Sie war?

0:26:59Ich bin immer glücklich. Was ich mache, hat immer geklappt und ich bin zufrieden. Aber ehrlich, wenn jemand in Deutschland nicht zufrieden ist, wie kann man in Deutschland leben und nicht zufrieden sein? Wie? Ich kann es mir nicht vorstellen. Ich bin mit null in Deutschland gekommen. Deutschland. Ja, und ich habe nur geschafft, ja, gearbeitet. Ja, das ist das Problem, wo wir, das Problem, was wir machen ist, ich will Ihnen sagen, das erste Wort in dieser Welt heißt Respekt. Alle Deutschen, die mag mich. Alle Deutschen mag mich so sehr. Und dieses Wort hat Macht. Dieses Wort Respekt hat Macht. Was haben sie denn oder wie haben sie ihr Königreich reagiert während Corona? Das muss ja eine unheimliche herausforderung für sie gewesen sein ja corona wir die wir die schwarze wir haben keine probleme gehabt mit der corona weil wir haben unsere wurzel wir haben unsere medizin ja und wir haben immer immer immer medizin gemacht und gekocht und alles aber später ist die impfung gekommen und da haben wir haben die jeder geimpft hat jeder geimpft die afrikaner die impfen gerne ja ja und hat jeder geimpft ja und deswegen haben wir keine probleme gehabt durften sie denn einfach so in das land einreisen obwohl ja corona war und man konnte ja gar nicht so viel reisen wie haben sie das problem für sich gelöst ja der regierung war ganz streng ja und wenn jeder wo eine reise muss er muss impfen dann darf du ohne impfen kommt du nicht rein ja das hat die regierung wenn sie grundsätzlich in ihr königreich reisen wie läuft das denn dann ab? Haben Sie besondere Handlungen, dass Sie Diplomatenstatus oder ähnliches haben, dass Sie letztendlich befreit sind von gewissen Verpflichtungen?

0:29:46Nein, ich reise, ich muss selbst meinen Flug bezahlen und wenn ich in den Flughafen komme, es kommt mein Erfolg und ich bekomme sofort ein Gewand und da darf niemand mehr mit mir reden. Da stehen zwei Wächter vor mir und dann wenn sie mit mir reden will sie sprechen mit den Wächtern. Er redet mit mir und ich rede mit den Wächtern und spreche mit ihnen. Und dann werden wir nach Hause gefahren. Und am nächsten Tag fahren wir zu mir in Hochheim. Warum dürfen andere mit Ihnen nicht sprechen? Ja, das ist Tradition. Das ist die Sitte. Da kann nicht jeder kommen und mit dem König reden. Das geht nicht. Du darfst noch nie in das Haus reinkommen.

0:30:39Wenn du heute noch zu mir kommst, musst du auf dem Hinterhof stehen. Dein Name und alles, was du willst, wird alles aufgeschrieben und dann darfst du rein, da sitzt du. Ja und dann wenn ich komme, dann kommen dann zwei Wächter vor mir und du redest mit den Wächtern, das Wächter spricht mit mir, ich rede mit den Wächtern und spreche mit ihnen. Ja und Deutschland gefällt mir, kommt jeder Ludwigshafen, Horst Mohl, klopft auf meine Schulter und redet mit mir. Das macht mir mehr Spaß. Ich bin frei in Ludwigshafen. Sofort kommen die Leute nach Ludwigshafen und fragen, wo ich bin.

0:31:26Ach gut, jeder kommt und redet mit mir. Das gefällt mir. Ich rede mit jedem sofort. Mit den Kindern. Sie haben ja erzählt, dass man die Narben hat, also dass man das aufschneidet und dass dann dort das schwarze Mittel reingesetzt wird. Gibt es weitere Rituale, die Sie als König letztendlich vollenden müssen, um als König zu gelten? Ja, wenn die Tarissur fertig ist, dann kommen die in einen Fluss. Und dann werden dort Kräuter gekocht und er wird gebadet. Er wird gebadet und dann wird der Volk benachrichtigt, dass der Junge seine Prüfung bestanden hat. Und dann wird er gekrönt.

0:32:17Bei uns König zu werden ist nicht einfach. Nein, ich kann nicht mehr. Nein, das ist zu stressig für mich. Manche haben auch Angst, dass es so weitergehen wird. Aber wenn man mit diesem Ritual fertig ist, dann ist man stark. Man hat Kraft. Man hat keine Angst vor nichts. diese spirituelle, diese Voodoo die Leute die kommen jeden Tag und machen Voodoo, und machen Spirit und tanzen und du siehst wie die Leute Strahlung bekommen und was die alles zeigen später bist du der richtige Mann du bist kein Staat, du bist der richtige Mann, du hast keine Angst mehr wenn jemand kommt wenn jemand kommt und etwas erzählt, Angst hat keiner mehr.

0:33:22Gab es eine Plage oder eine Sorge in den letzten 32 Jahren, wo Sie sagen, das hat Ihr Volk letztendlich schwer erlitten oder da mussten Sie dagegen kämpfen? Und bei uns, die Leute gehen 8 Tage in der Woche zur Kirche. Und Katholiken, Protestanten, Zeugen Jehovas, alle, was es alles gibt, diese ganze christliche Religion von Europa. Alle, wir haben alle bei uns. Und wir leben in Frieden. Ich will unser Volk, unser Ghana-Volk nicht loben. Ghana-Volk, wir leben in Frieden und wir haben immer Angst. Ghana hat immer Angst. Es ist immer gut so, wenn man Angst hat, dann lebt man in Frieden.

0:34:23Aber wovor hat Ihr Volk Angst? Ja, ein Mensch muss immer Angst haben. Ich habe jeden Tag, wenn ich jeden Tag aufstehe, habe ich Angst. Ja, ein Mensch muss Angst haben. Ja, du musst immer, du musst immer, ich weiß, ich liebe mich, ja. Ja, ich bin Nummer eins. Ich liebe mich, ja. Sobald mich, ich liebe niemanden wie ich selbst. Ja, und hab ich Angst, damit etwas nicht mit mir passieren. Ja, weil ich mich lieb. Ja, wenn jemand sich nicht liebt, äh, er nimmt alles um sich.

0:35:06Ja, ja, er nimmt alles um sich. Ja. man in den Mund reinstecken wo man weiß dass er kann mich töten ja aber die Leute haben keine Angst ja ein Mensch muss immer Angst haben dann lebt du in Frieden ja deine Kinder sie auch dein Vater guck mal wie der Vater lebt Vater hat immer Angst man sagt du darfst das nicht machen. Was man von Eltern lernt, ist lang vollkommen dieser Erde. Weil Kinder für uns ist die Zukunft. Deswegen für mich, es gibt nichts, es gibt nichts besseres, als wenn man auf Kinder aufpasst. Weil ich bin bis jetzt nicht zufrieden. Ich habe immer Angst für die Zukunft und unsere Kinder. Ja, wenn jemand heute keine Angst für unsere Zukunft und unsere Kinder hat, dann kann ich... Weil uns geht es zu gut. Ja, uns geht es zu gut. Deswegen muss man immer Angst haben für die Zukunft. Welche großen Projekte verfolgen sie gerade für ihr Volk?

0:36:28Schule und Brunnen bauen. Ich habe ganz liebe Deutsche, die helfen, immer Brunnen zu tiften. Ja, wenn eine Brunnen fertig, dann tiften wir sie wieder, wenn die andere Brunnen fertig, wenn sie in meine Facebook-Seite gehen, dann können sie sehen, dass heutiger Tag, manche Leute haben noch niemals saubere Wasser zu trinken. Ja schlimm. Schlimm, dass heutige Tag manche Leute haben keine Wasser zu trinken. Das ist das Schlimmste, was es gibt. Da kann man nicht glauben. Ich verstehe dieser Welt nichts. Was meinen sie denn, wie lange dauert das, um ihr Volk letztendlich mit sauberem Trinkwasser überall zu versorgen? Wie viele Jahre wird das noch brauchen?

0:37:16Ja ich versuche ich versuche eine Mühe zu machen von Deutschland ja ich versuche was ich von Deutschland hinbringen kann, helfen kann damit jeder darf saubere Wasser bekommen.

0:37:38Wenn ich hier rede glaubt du nichts, ihr müsst in meine Facebookseite gehen, da können sie sehen. Ja, da können sie die Wahrheit sehen, was für Wasser manche Kinder, manche Menschen, nicht die Kinder, manche Menschen heute noch trinken. Sie werden nie glauben. Sie werden nie glauben.

0:37:56Sie haben auch erzählt, dass Sie Schulen aufbauen. Bringen Sie dort auch mit unterdeutschen kindern in bei einer keine deutsche bei keine deutsche sprache dabei aber er wird bald muss muss gemacht werden muss gemacht werden weil letzte woche ja wir haben ausgemacht um deutsche sprache intelligenten, schlauen Leuten lernen kann. Und wenn sie das Glück haben, nach Deutschland zu kommen, um noch weiter dazu zu lernen, weiter auszubilden. Deutschland hat alle Geräte, das beste Krankenhaus, das es gibt, in dieser Erde, das gibt es nur in Deutschland. Ja, dann können sie auch hierher kommen und viel, viel von Deutsch lernen.

0:38:52Was konnten sie von der Herrschaft ihres Opas lernen? Ja, ja, unser Opa hat uns nur gute Sachen über Deutsch gesagt, geredet. Zum Beispiel, wenn ich mit meiner Frau in Ghana, ja, Leute immer skeptisch, aber wenn sie hören, dass er aus Deutschland kommt, Germany, dann ist es willkommen. Sie bekommen alles. Was ist Ihnen denn wichtig, Ihren Kindern mitzugeben, gerade wenn Sie wissen, Sie haben irgendwann oder sind vor der Herausforderung gestellt, selbst ein Königreich zu regieren? Wichtig ist, man muss immer lieb zu Menschen sein. Mehr brauchen wir nicht in dieser Welt. Ja, muss all Mensch lieb sein, muss respektieren.

0:39:42Ja, egal was für Farbe. Ja, weil wenn man jemanden sieht, man weiß gar nicht, was er... Ich laufe immer mit einem Blaumann rum in Ludwigshafenstadt. Ja, und ich laufe rum. Leute, die mich nicht kennen, die sagen, oh, das ist ein Flüchtling. Ja, weil ich laufe immer blau, mit Mechanikerkleidung rum. Interessiert mich gar nichts. Die Leute wissen gar nicht, was ich bin. Und wenn ich irgendwo hinkomme, die Leute, die mich nicht kennen, die reden mit mir. Was will der da?

0:40:22Deswegen, wenn man solche Erfahrungen hat, und man muss den Kindern auch beibringen, sagen, Mensch ist Nummer eins, Respekt, dieses Wort Respekt ist Nummer eins. Und wenn man dieses Wort nicht kennt, dann bist du verliert. Du hast keine Chance. Genießen Sie auch, ich nenne es mal, Ihre Ruhezeit, die Sie hier in Deutschland haben? Weil dann können Sie ja auch so ein bisschen entspannter sein, weil Sie nicht jeden Tag darauf achten müssen, ich werde beobachtet oder ähnliches.

0:41:00Genießen Sie die Zeit? Nein, hier ist so viel Stress. Deutschland kann ich nicht genießen. Aber wenn ich fahre, fahre ich irgendwo nach Veranstaltungen, München, Bremen oder Berlin. Wieder Telefon. Sind sie gerade. Meine Frau könnte nicht bei uns stehen. Ja, kommen so viele Kunde. Ja, ADAC, werden Autos abgeschleppt. Das und das.

0:41:28Ich kann nie in Deutschland, nie genießen. Wenn ich in Ghana komme, ganz cool. Ja, ich bin König, ich komme in meine Hütte rein und da kommen die Leute, die ganze Volk, da wird gekocht, da wird Musik gemacht, da wird Empfang, da wird Empfang mit der Musik, anfangen von dem Ort bis zum Haus. Was wünschen Sie sich für die Zukunft Ihres Volkes? Meine Zukunft meines Volkes ist, sie soll fleißig sein, ja, viel Landwirtschaft, die Kinder sollen Schule gehen, ja, die Kinder sind für mich wichtig, ja, sie sind wichtig, sie sollen Schule gehen und nach der Schule Landwirtschaft und Handwerker.

0:42:33Das wünsche ich für mein Volk. Dankeschön, dass Sie sich die Zeit genommen haben und Ihre Geschichte mit uns geteilt haben. Gerne. Dankeschön und wir wünschen Ihnen alles Liebe und alles Gute für Ihre Zukunft und die Ihres Volkes. Dankeschön, ihr beide. Du willst selbst bei uns dabei sein? Dann melde dich auf unserer Website oder unserer Social Media.

Transcribed with Cockatoo

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.