Mörderische Zwangsgedanken: Zwischen Gewalt und Angst #44 Wiebke Lorenz
Shownotes
Wiebke Lorenz ist erfolgreiche Autorin. Eines Tages verändert sich ihr Leben schlagartig: Sie entwickelt extreme Zwangsgedanken, die sich um Gewalt gegenüber Kindern drehen.
Plötzlich ploppen die schlimmsten Bilder in ihrem Kopf auf – und sie fragt sich voller Angst: Bin ich ein gefährlicher Mensch?
Was folgt, ist ein Kampf gegen eine unsichtbare Krankheit. Von der Angst, jemandem etwas anzutun, über den Rückzug von geliebten Menschen bis hin zu einer Therapie, die ihr Leben rettet.
In dieser Folge spricht Wiebke offen über Zwangsgedanken, über den Unterschied zwischen Angst und echter Gefahr – und darüber, warum diese Erkrankung noch viel zu unbekannt ist.
Zeitstempel: 00:00 - 06:34: Der erste Zwangsschub & der Horrorfilm im Kopf 06:35 - 10:48: Die Diagnose & erste Hilfe durch einen Freund 10:49 - 16:28: Konfrontation mit der Angst: Die Rolle ihrer Schwester 16:29 - 22:04: Therapie & der Weg zur Heilung 22:05 - 30:36: Öffentlichkeit & das Schreiben als Befreiung 30:37 - 44:14: Was hilft wirklich? Ihre Botschaft an Betroffene
Kontaktinformationen Wiebke Lorenz: Webseite: https://wiebke-lorenz.de/
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0:00:00Auf dem Weg zum Kino im Bus bekam ich den ersten schlimmen Zwangsschub und hatte auf einmal im Kopf die schlimmsten Bilder, wie ich den Kindern was antue. Als meine Tochter auf der Welt war und ich hab sie dann hier so das Treppenhaus hochgetragen. Klar, dann wird man angeflogen von so einem Gedanken, so, heute könntest du es über das Geländer schmeißen. Die sich die schlimmsten Dinge vorstellen, die auch noch hochschwanger ist. Wir würden ihnen sagen, lassen Sie das. Triggerwarnung. Bevor wir beginnen, möchten wir dich auf etwas Wichtiges hinweisen. Uns sind deine Sicherheit und Gefühle wichtig.
0:00:42Wir möchten gewährleisten, dass du dich während des Hörens unseres Podcasts wohlfühlst und keine unerwarteten Auslöser erlebst. In dieser Episode werden wir Themen ansprechen, die für einige Hörende verstörend sein könnten. Zu Beginn der Folge stellen wir das Thema vor. Falls du denkst, dass das genannte Thema für dich persönlich belastend sein könnte, dann möchten wir dich bitten, die Folge direkt zu beenden. Stell dir vor, du kommst in einen Raum, vor dir sitzt ein Mensch und du hast keine Ahnung,
0:01:10wer das ist. Das passiert mir in jeder Folge bei unserem Podcast von Bohne zu Bohne. Mein Name ist Charlotte und ich weiß vorher nichts über unsere Gäste. Kein Name, keine Information, keine Themen. Also werden meine Fragen auch deine Fragen sein. Ich bin Sanja und ich suche die Gäste. Hier achte ich darauf, dass es Menschen mit spannenden Persönlichkeiten und faszinierenden Erlebnissen sind.
0:01:34Und genau die wollen wir mit euch teilen. Bist du bereit, gemeinsam mit Charlotte neue Geschichten kennenzulernen? Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge. Mein Name ist Charlotte. Mein Name ist Tanja. Mein Name ist Wiebke Lorenz.
0:01:53Und ich hatte schreckliche Gewaltfantasien gegenüber Kindern. Hi Wiebke. Hallo. Okay, großes Spektrum, macht viel im Kopf auf. Was genau bedeutet das? Das bedeutet, dass ich an einer Zwangserkrankung gelitten habe, genauer gesagt Zwangsgedanken. Und die Krankheit
0:02:09hat sich bei mir so geäußert, dass ich eben diese Gewaltfantasien hatte, die sich aus speziellen Gründen auch gegen Kinder gerichtet haben und ich damit sehr zu kämpfen hatte. Okay, lass uns gerne mal ganz vorne in der Geschichte anfangen. Ich nehme an, das ist irgendwo in deiner Kindheit? Nicht in der Kindheit, sondern schon im Erwachsenenleben. Wie hast du denn da dein Erwachsenenleben gelebt?
0:02:34Da habe ich eigentlich auch schon so gelebt wie hier. Das ist gar nicht so lange her. Mittlerweile ist es doch 13 Jahre her oder 14. Aber ich war schon in Hamburg gelebt, war selbstständig in meinem Beruf. So großartig waren meine Lebensumstände jetzt nicht anders als jetzt. Und es ist auch eher selten, dass in meinem Alter, was war ich da, Ende 30, Mitte 30,
0:02:59dass eine Krankheit dann ausbricht, ist eigentlich eher selten. Normalerweise brechen diese Zwänge schon in Kindheit und Jugend aus. Das ist richtig. Bei mir gab es spezielle Umstände, warum es so spät passiert ist. Magst du über diese Umstände sprechen? Ja, kann ich gerne, weil das soll ja auch ein bisschen aufklärend sein. Das ist eigentlich bilderbuchmäßig, wie es bei mir zu dieser Erkrankung geführt hat.
0:03:19Ich hatte einen großen Kinderwunsch. Meine Schwester hat vier Kinder. Ich habe, wenn ich es kurz sage, ungefähr in der gleichen Zeit, in der sie vier Kinder bekommen hat, vier verloren. Die Ehe ging darüber kaputt. Ich bin in die Depression gerutscht und habe die aber nicht behandelt oder nicht darauf
0:03:35gehört, wie schlecht es mir ging. Irgendwann hat sich dann dieser Zwang in mir ausgebreitet. Das fing bei den Kindern meiner Schwester an, dass ich mich in deren Gegenwart unwohl fühlte. Irgendwann, das war Silvester 2009, 2010, gab es diesen Moment, da war ich mit den Kindern meiner Schwester im Kino. Auf dem Weg zum Kino im Bus bekam ich den ersten schlimmen Zwangsschub und hatte auf einmal im Kopf die schlimmsten Bilder, wie ich den Kindern was antue, wie ich die schlage oder wirklich umbringe. Und war natürlich total in Panik, was da in meinem Kopf los ist und ob ich jetzt ein
0:04:10Monster geworden bin. Ja, es hat dann noch etwas länger gedauert, bis ich das begriffen habe, was da los ist. Im ersten Moment war ich einfach nur völlig hilflos und geschockt und wusste nicht, wie ich mich aus dieser Situation retten soll. Wie ist denn deine Beziehung zu deiner Schwester und ihren Kindern gewesen? Sehr eng. Man muss dazu sagen, ich bin freie Schriftstellerin und meine Schwester Frauke auch. Wir haben lange Zeit unter dem Namen Anne Herz zusammen heitere Frauenromane geschrieben,
0:04:38auch sehr erfolgreiche als Autorenduo. Wir haben in der Zeit nicht nur zusammen gearbeitet, sondern auch hier in Hamburg zusammen gelebt. Wir haben in einer großen Stadtvilla, so wie die Waltons, alle unter einem Dach gelebt. Ich hatte die obere Wohnung, die die mittlere, und unser Vater hatte unten auch noch zwei Zimmer. Und diese Kinder sind mit mir aufgewachsen. Also Tante Wiebke hier und da, hin und her. Es war ein sehr enges Zusammenleben, auch mit meiner Schwester.
0:04:59Das ist es auch bis heute. Wir leben jetzt zwar nicht mehr zusammen, sondern die sind ein bisschen nach draußen gezogen. In Hamburg, ich lebe jetzt hier mit meiner eigenen Familie, auch mit Kindern mittlerweile. Und zu der Zeit war es natürlich sehr belastend, dass wenn der eine Kinder hat und die andere wünscht sich so sehr welche und erlebt eine Fehlgeburt nach der nächsten, da wird man dann schon ein bisschen wahnsinnig drüber. Noch dazu, wir haben eben als Autoren-Duo diese heiteren Frauenromane geschrieben,
0:05:30waren relativ viel in Talkshows und Interviews und Lesungen. Und es kam immer wieder die Frage, weil wir waren nach außen hin, war ich so das Partygirl. Meine Schwester war eben die Mutter von vier Kindern und dann kam immer die Frage, ja Frau Lorenz und sie wollen keine Kinder und dann kann man entweder höflich sein und sagen ja vielleicht irgendwann mal oder man sagt gerne auch in einer Live-Talkshow, habe ich nie gemacht, gesagt ich hätte sehr gerne Kinder aber bei mir funktioniert das nicht, ich habe mehrere Fehlgeburten gehabt, haben sie sonst noch eine
0:05:59Frage? Dann ist die Stimmung ja erstmal dahin und das war mein Fehler, dass ich nach außen hin immer die fröhliche, lustige Wiebke, bei unseren Lesungen, die waren mehr so Comedy-mäßig, da habe ich auch gesungen und Klamauk gemacht und so. Und innerlich ging ich mehr und mehr kaputt. Und dadurch hat sich dieser Druck in mir aufgebaut, der dann irgendwann explodiert ist in diese Zwangserkrankung. Und das fiese am Zwang ist, der geht genau da rein, wo er dich kriegen kann. Der Zwang geht immer auf das Thema, wo du besonders verletzlich bist. Und das waren bei mir Kinder, die ich wahnsinnig liebe. Und
0:06:34auf einmal hatte ich Angst, mit Kindern alleine zu sein, weil ich mir nicht mehr getraut habe. Ich habe mir misstraut, dass ich denen was antue. Wie offen hast du mit deiner Schwester darüber gesprochen? Irgendwann sehr offen, am Anfang gar nicht. Also ich hatte diesen ersten Schub auf dem Weg zum Kino. Ich habe dann einen Freund angerufen, weil ich nicht mit den Kindern alleine sein konnte. Ich habe ihn angerufen und gesagt, Christian, du musst sofort zum Kino kommen. Ich bin mit den Kindern meiner Schwester alleine und ich brauche Hilfe.
0:06:59Er fragte mich, was los ist. Ich sagte, frage nicht, komm. Dann kam er auch direkt an. Ich hatte die Kinder mittlerweile schon mit Cola und Popcorn unten ins Kino gesetzt. Ich sagte, ihr bleibt hier, Tante Wiebke kommt gleich wieder. Dann bin ich meinem Kumpel weinend in den Armen gefallen. Und das war so gesehen mein Glück, weil ich so unter Schock war, dass ich dem sofort alles erzählt habe.
0:07:19Also ich hatte nicht die Zeit, in die Schamfalle zu rutschen, was den meisten passiert, die sowas haben. Dass wenn man dann nachdenkt, oh Gott, das kannst du doch keinem erzählen und so. Sondern ich war, ich brauche Hilfe, zack. Und der natürlich auch erstmal so, was ist das? Und der hat sich auch eine Kinokarte gekauft und dann haben wir erstmal diesen furchtbar deshalb, weil der, es war Alvin und die Chipmunks, werde ich nie vergessen, der lief ewig, weil die Kinder halt ständig bei mir auf den Schoß wollten. Ich habe Christian zwischen uns gesetzt, so als Bollwerk und trotzdem sind die immer an ihm vorbei, bei mir auf den
0:07:52Schoß geklettert und Tante Wiebke. Und während vorne dieser Kinderfilm lief, lief in meinem Kopf die ganze Zeit der Horrorfilm ab, wie ich den Kindern was antue. Das heißt, das war nicht eine Momentaufnahme, sondern es war ein permanenter Film. Es ist auch nicht nur ein Film, sondern es ist wie ein Drang. Ein Drang, das tun zu müssen. Das kennt man zum Beispiel, wenn man an die U-Bahn fährt,
0:08:13man steht da, dass man so auf einmal das Gefühl hat, es zieht einen so hin. Man könnte vor die U-Bahn springen und dann geht man lieber drei Schritte zurück. Oder auf der Landstraße so ein irrer Gedanke wie, ich könnte jetzt Steuern verreißen. So ist das ein bisschen. Und dann haben wir die Kinder zu meiner Schwester gebracht, der nichts gesagt. Und dann hat Christian mich erstmal sofort in die psychiatrische Notaufnahme gebracht,
0:08:34hier vom Universitätskrankenhaus, was ja hier glücklicherweise direkt um die Ecke ist. Und da bin ich natürlich gleich auf Profis gestoßen, die, ich will jetzt nicht sagen, dass die gelangweilt waren so in etwa, aber die sagten, ach so, ja, das ist, weil ich dachte, ich komme da nicht mehr raus. Ich habe gedacht, weiße Jacke und jetzt hier Wiebke, auf Wiedersehen. Und der hat dann zu mir gesagt, nee, Sie sind nicht gemeingefährlich, Sie haben eine Zwangserkrankung. Für meinen Beruf lese ich recht viele psychologische Bücher, ich muss ja Figuren
0:09:02entwickeln und Charaktere und so. Und ich kannte Zwangshandlung, Waschzwang, Kontrollzwang, ist der Herd aus. Aber diese reinen Zwangsgedanken, das sagte mir irgendwie nichts. Und der war so ganz, ja das muss jetzt behandelt werden und so und da sollten relativ schnell sich eine Therapie suchen. Aber so, der hat mich dann nach Hause geschickt. Also der hat sich offensichtlich keine Sorgen gemacht, dass ich draußen anfangen könnte, irgendwelche Kinder niederzumetzeln, sondern war recht unaufgeregt.
0:09:31Haben sich deine Zwangsgedanken auf Kinder in einem bestimmten Alter beschränkt? Das hat sich ausgebreitet. Also rückblickend weiß ich, dass ich das in Wirklichkeit schon viel länger hatte, nachdem ich es dann verstanden habe. Es fing eigentlich schon zwei, drei Jahre vorher an, dass ich merkte, ich hatte einen Unbehagen, Babys auf den Arm zu nehmen. Ich dachte, ich könnte es fallen lassen oder aus Versehen kaputt machen. Dann ging es irgendwann, als der Zwang ausbrach. Das war im Kindergartenalter. Der Zwang fing dann an,
0:10:00sich auch wellenmäßig auszubreiten. Mein Kumpel hat mich dann erst mal, weil er Silvester hat gesagt, komm raus aus Hamburg, sind wir nach Hovag gefahren, haben uns dann eine Pension genommen und dann hat er auf mich aufgepasst. Ich habe dann die ganze Zeit gedacht, der ist baumgroß und echt stark und ich habe die ganze Zeit gedacht, jetzt tue ich dem was, jetzt tue ich dem was, jetzt tue ich dem was. Ich saß da immer nur und machte immer nur Nein, Nein, Nein, weil ich diese Gedanken loswerden
0:10:22wollte. Und Christian, ich will nicht sagen, der hat sich schlapp gelacht, aber der hat gesagt, ich habe keine Angst vor dir, mir kannst du gar nichts tun. Also der Zwang kann dann auch anfangen sich auszubreiten. Aber es ging zuerst eben gegen Babys und Kleinkinder. Und ich habe mich dann auch von meiner Schwester zu der Zeit, muss ich sagen, wohnten wir auch schon nicht mehr zusammen. Ich wohnte ein paar Häuser weiter, war trotzdem jeden Tag bei denen, wir haben uns jeden Tag gesehen mit den Kindern.
0:10:48Und nach diesem Ereignis habe ich mich erst mal total zurückgezogen und bin nicht mehr rübergegangen. Ich habe mich dem Auslöser, den Kindern, dem entzogen, was therapeutisch gesehen genau der falsche Weg ist. Man soll sich dem stellen. Das wusste ich damals alles noch nicht. Das ist meiner Schwester irgendwann aufgefallen. Ich habe immer neue Ausreden gefunden, warum ich nicht, ich habe viel zu tun. Irgendwann hat sie mich gezwungen, das war so nach acht Wochen oder so, hat sie gesagt,
0:11:16Wiebke, du kommst jetzt rüber. Was ist los? Und dann saßen wir bei ihr in der Küche und sie hatte da ihr jüngstes Kind, das war auch noch ein Baby auf dem Arm. Und ich habe ihr das unter Tränen erzählt, was los ist, mit der ganz großen Angst, dass sie sagt, ja, aber ehrlicherweise, ich habe ja nun hier vier Kinder und so, das wird irgendwie
0:11:34ein bisschen hä. Und sie hat, Fraugott, ganz toll reagiert, denn sie hat mir ihren Säugling auf den Arm gedrückt und zu mir gesagt, das ist deine Vogelspinne. Das musst du jetzt aushalten. Ich kenne dich mein Leben lang und ich weiß, du wirst diesem Kind nie etwas antun. Halt ihn fest, halt das Baby fest und halt das aus. Das war meine erste Expositionstherapie, kann man das nennen. Das hat meine Schwester eben mit mir gemacht, unbewusst. Und dann habe ich gezittert und auch geweint. Aber irgendwann gingen
0:12:03tatsächlich diese furchtbaren Bilder aus dem Kopf weg. Und das war ein ganz toller Moment. Nicht nur, weil ich erleichtert war, dass sie mich jetzt nicht irgendwie rausschmeißt, sondern dass sie mir das Vertrauen gibt, was ich nicht mehr an mich hatte. Sie hat mir vertraut. Sie hat gesagt, ich weiß, du tust diesem Kind nichts. Und ich war mir da nicht mehr so sicher. Du hattest jetzt erzählt, dass du mehrere Signale schon vorher hättest merken können, aber die
0:12:27nicht so wirklich wahrgenommen hattest, bezüglich der Kinder zum Beispiel mit dem Hochnehmen. Ich habe einige Neffen und Nichten, sind über zehn tatsächlich und ich habe bei jedem immer Angst, wenn es ein neues kommt, es hochzunehmen und es weh zu tun und es runterzuschmeißen. Und dann habe ich mich ja tapt gefühlt und dachte, das Gefühl kenne ich. Aber ist das dann immer per se dieses Gefühl oder kann es sich auch anders ausdrücken?
0:12:52Nein, also es kann sich, also in meinen Zwang ging es ja eben speziell gegen Kinder. Also das ist schon sehr typisch und das ist es eben. Bis zu einem gewissen Grad kennt jeder Zwänge. Ja. Also das muss ja nicht nur ein Baby sein, sondern immer die chinesische Ming-Vase von deiner dann gewissen Erwartung, ich könnte die Feinheitskampagne kaputt machen oder
0:13:11sogar auch so ein Moment wie, ich könnte sie jetzt auch in die Ecke knallen oder so. Also so irrwitzige Gedanken, Zwangsgedanken sind unsinnige, aufdringliche Gedanken, die aus dem Nichts kommen und die ein normaler Mensch einfach, also jedenfalls der nicht erkrankt ist, die einfach als absurd beiseite schiebt und da nicht weiter drüber nachdenkt. Und beim Zwangserkrankten setzen die sich fest. Das ist eine Schallplatte, die so hängen bleibt.
0:13:33Und du kriegst das nicht mehr aus dem Kopf. Okay, dann hattest du jetzt davon berichtet, du hast das Baby auf den Arm genommen und das war tatsächlich eine Art von Therapie, die man auch so dann letztendlich einsetzt. Wie ging es denn dann weiter? Also ich habe dann erstmal nach einem ambulanten Therapeuten gesucht. Das war ein bisschen frustrierend, weil Wartezeiten mindestens ein halbes Jahr. Also eigentlich eher so, rufen sie in zwei Jahren nochmal an.
0:13:58Und da war ich echt, da dachte ich, nee, wenn ich damit jetzt weiter durch die Gegend laufen muss. Also ich habe wirklich gedacht, wenn das nicht weg geht, dann kann ich nicht weiter leben. Also ich habe mich auch kaum noch auf die Straße getraut, weil ich mich irgendwann als Gefahr für alle angesehen habe. Und außerdem ist es so, das wusste ich damals noch nicht, das weiß ich jetzt, je früher und je schneller der Zwang behandelt wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit,
0:14:22dass er gut behandelt werden kann. Und da der Zwang an sich leider sehr, sehr unbekannt ist, oder die Leute, die ihn haben, sich sehr dafür schämen, und auch nicht immer unbedingt das Glück haben, dass sie gleich im Universitätskrankenhaus in der Psychiatrie landen, so wie ich, sondern irgendwo weiß ich nicht beim Hausarzt, und der weiß auch nicht so richtig,
0:14:39also nichts gegen Hausärzte, aber das, ich meine, da muss man ja auch erstmal, das muss man ja erstmal wissen, wenn da jemand kommt und sagt, ich möchte Leute totschlagen, dass man sagt, ach so, ja, das, ne. Und deswegen dauert das im Schnitt siebeneinhalb Jahre, bis so ein Zwang erkannt und behandelt wird.
0:14:53Je länger du ihn hast und behandelt, desto eher manifestiert er sich. Ich habe mir dann eine private Therapeutin genommen, habe ich selber bezahlt und später ein Erstattungsverfahren zurückbekommen. Aber ich wollte einfach ganz schnell was tun und habe dann nach einem halben Jahr sechs Wochen in stationäre Therapie gegangen. in eine psychosomatische Klinik gegangen, die eine auf Zwang spezialisierte Station hatte. Ich hatte das riesengroße Glück, ich bin nach diesen sechs Wochen symptomfrei entlassen worden. Das war im Sommer 2010, also ist jetzt bald 15 Jahre her.
0:15:29Es ist nie wiedergekommen. Er hat versucht anzuklopfen, immer mal wieder. richtige Rüstzeug gelernt, dass er mich nicht mehr kriegt. Wie hat er denn angeklopft? Ich habe ja dann tatsächlich doch noch ein Kind bekommen. Meine jüngste Tochter ist 2013 geboren.
0:15:49Ich habe mittlerweile noch zwei Bonuskinder, die mein Mann in die Ehe eingebracht hat. Aber eben ein leibliches Kind. Und in der Schwangerschaft natürlich 2012 Panik gehabt, dass das wiederkommen könnte. Und ich habe gedacht, als meine Tochter auf der Welt war und ich habe sie dann hier so das Treppenhaus hoch getragen, klar, dann wird man angeflogen von so einem Gedanken,
0:16:10ich könnte sie über das Geländer schmeißen. Aber dann habe ich gesagt, ja, ich weiß, was du von mir willst, aber du kriegst mich nicht. Also ich habe den Zwang quasi ausgelacht und gesagt, nee, nee, nee, mein Freund, mich kriegst du nicht mehr. Aber natürlich war die Angst da, weil es leider sehr häufig Mütter bekommen, die gerade eben entbunden haben, also mit
0:16:28Babys, die sich die schlimmsten Dinge vorstellen, die sie ihren Säugling antun könnten. Von, weiß ich nicht, in die Mikrowelle stecken oder in die Eistruhe oder so. Also wirklich schlimme Sachen. Ich habe auch viel darüber gelesen. Ich rede da ja auch, für mich ist es mittlerweile, ich kann da ganz offen darüber reden und ich finde es auch wichtig, weil ich finde, das gehört entzapuisiert. Aber das ist so eine Typfrage. Mir fällt es recht leicht, mittlerweile darüber zu reden. Aber viele können da einfach gar nicht drüber reden. Und deswegen
0:16:59ist es halt so unbekannt, diese Krankheit. Wie hat denn dein Mann darauf reagiert, als du ihm das erzählt hast? Da waren wir schon getrennt. Also da war ich schon Single. Also ich habe das später, habe ich das dann ihm erzählt. Aber das war dann, als ich schon diese Therapie hinter mir hatte. Am Anfang habe ich da jetzt nicht mit allen möglichen Leuten drüber geredet. Und deinem jetzigen Ehemann, mit dem du dein Kind bekommen hast, wem? Ich bin ja halb norddeutsch und halb rheinisch sozialisiert und da schlägt dann der Rheinländer in mir durch.
0:17:35Ich habe ja eigentlich immer eine eher lockere Art, über Dinge zu reden. Und ich weiß, dass das vielleicht Leute anfangs erstmal schockiert, aber ich glaube, ich kann so über diese Krankheit reden oder das erzählen, dass man das versteht und dass man da keine Angst vor hat. Und ich habe halt mittlerweile auch schon oft, ich bin auch immer bei den Tagungen der Deutschen Gesellschaft für Zwangserkrankungen,
0:17:56wenn die einmal im Jahr sind, halte ich immer einen Vortrag da vor den Studenten oder den Interessierten, weil es so wenig Menschen gibt, die darüber reden. Deswegen ist das für mich fast schon ein bisschen wie eine normale Plauderei. Okay, das heißt, auch da gab es keine größeren Schwierigkeiten, mit deinem Partner darüber zu sprechen? Gar nicht, nee. Es gab tatsächlich am Anfang, ich habe ja dann, andersrum,
0:18:20anfangs große Schwierigkeiten gehabt, darüber zu reden. Und selbst in der Therapie, in dieser Klinik, wo man ja auch von Mitsänglern umgeben ist, die also alle haben das Gleiche, aber keiner mag da wirklich drüber reden. Also in der Gruppentherapie bleiben dann alle sehr schwammig und sehr vage. Keiner will so wirklich sagen, was in seinem Kopf abgeht. Weil das halt, wie gesagt, ich habe ja jetzt ein paar Beispiele genannt, das ist
0:18:43schon echt splatter und brutal. Und anfangs habe ich sogar Probleme gehabt in meiner Einzeltherapie, das wirklich so zu benennen, wie es ist. Also da habe ich dann doch sogar noch nach der Therapie eine Weile gebraucht, bis ich das konnte. Und ich bin dann hingegangen. Also ich bin Schriftstellerin, wie gesagt, und schreibe ja eben nicht nur mit meiner Schwester zusammen, sondern unter meinem richtigen Namen, Wiebke Lorenz, schreibe ich das Gegenteil von
0:19:09heiteren Frauenromanen, nämlich düstere Psychothriller. Als ich das überstanden hatte, habe ich gedacht, das war echt eine scheiß Erfahrung, aber was für ein geiles Thema für ein Buch. Ich habe da einen Psycho-Thriller draus gemacht über eine Hauptfigur, die diese Erkrankung hat, eine Kindergärtnerin. Was natürlich extrem scheiße ist, nochmal für eine Kindergärtnerin. Die Gedanken, die ich hatte, die habe ich ja selten. Dieser Roman heißt »Alles muss versteckt sein«. In dem Roman stehen eins zu eins meine Gedanken drin.
0:19:40Und ich hatte vorne in das Buch dann damals reingeschrieben, worüber man nicht reden kann. Darüber muss man schreiben. Also die Abwandlung von Schweigen. Und da war das das erste Mal, dass ich wirklich ganz explizit diese Gedanken aufgeschrieben habe. Und als das Buch dann kurz vor Erscheinen kam, dann vom Verlag die Frage, ja, wie sieht es aus? Reden Sie darüber, dass Sie auch diese Krankheit hatten, wir würden Ihnen sehr abraten.
0:20:04Und dann habe ich so hin und her überlegt, soll ich das machen? Ja, nein, da war ich hochschwanger gerade mit meiner Tochter und habe mich dann aber dafür entschlossen, zum einen weil ich eben finde, ich kann darüber reden, ich kann dieser Krankheit eine Stimme geben, das können viele nicht. Also das sehe ich schon auch als meine Verpflichtung. Und im Roman, in diesem »Alles muss versteckt sein«, kommt es zur Katastrophe, weil sie schweigt, weil sie sich schämt und weil sie nicht drüber spricht.
0:20:32Und so entwickelt sich überhaupt die ganze Geschichte, dass es dann eben alles so katastrophal wird. Und irgendwie kam es mir verlogen vor, wenn ich dann gefragt werde von irgendwelchen Journalisten, wie ich auf das Thema gekommen bin, wenn ich dann sage, »Ja, das habe ich irgendwann mal gelesen und fand ich ganz spannend.« Und deswegen habe ich gesagt, »Nein, ich werde darüber reden und es haben mir alle abgeraten, sogar die Deutsche Gesellschaft für Zwangserkrankungen. Die haben gesagt, aggressive Zwangsgedanken von einer Frau gegenüber Kindern, die auch noch hochschwanger ist. Wir würden ihnen sagen, lassen Sie das, weil das können Sie nicht absehen, was das für Folgen hat.
0:21:09Das war mir aber egal. Ich muss auch sagen, in all den Jahren, immer wenn ich darüber gesprochen habe, ich habe auch nach dem Roman keine einzige, auch nur erschütterte Reaktion bekommen. Oder irgendwas, was nur einen Hauch hatte von, Leute wechseln die Straßenseite oder bringen ihre Kinder in einen anderen Kindergarten später. Sondern immer nur Zuspruch und super, dass du das machst.
0:21:33Und ganz, ganz viele E-Mails von Betroffenen, die sich bedanken. Es war besonders berührend, dass mir dann nach einer Talkshow, in der ich war, eine Mail von einem 22-Jährigen gekommen ist, der schrieb, vielen, vielen Dank, dass Sie das gemacht haben. Ich weiß endlich, was ich habe. Der hatte die Sendung gesehen und lebt eben seit Jahren auch schon unter einem Zwang und hatte sich aber nie getraut, sich das jemandem zu erzählen. Und der hat mir geschrieben, ich habe jetzt schon morgen einen Termin beim Psychiater und ich lasse mir helfen, weil ich endlich weiß, was ich habe.
0:22:04Das ist natürlich ganz toll, weil das lohnt sich für jeden Einzelnen, dem ich so etwas mitgeben kann. Ich habe nie irgendeine negative Reaktion bekommen. Nur ein einziges Mal habe ich das einem Freund von mir erzählt, nicht, dass ich selbst betroffen bin, sondern über das Thema generell. Der ist ein sehr, sehr schlauer, aufgeklärter und offener Mann eigentlich und auch Journalist.
0:22:29Und genau dem habe ich vom Roman erzählt, von meiner Kindergärtnerin mit dieser Erkrankung und dass dann in dem Roman die Eltern alle ihre Kinder aus der Kita nehmen und er sagte zu mir, ja das würde ich aber auch machen. Sag ich, wieso? Weil es ist erwiesen, Zwangsgedanken werden nicht umgesetzt. Es gibt nicht weltweit einen Fall, wo jemand jemals diese Fantasien umgesetzt hätte, solange nicht eine wirklich eine andere schwere Psychopathie vorliegt.
0:22:53Also wenn es ein reiner Zwang ist, da sind man nennt sie auch Täter ohne Tat. Und als er das sagte, ja auf gar keinen Fall, Kinder aus der Kita raus, und ich ihm versuchte zu erklären, ja aber das ist eine Erkrankung und so, nein nein nein, das weiß man nie und so, und da war ich ganz erschüttert, dass in meinem Freundeskreis jemand durch die Gegend läuft, der so denkt. Und es kann natürlich sein, dass viele Leute da draußen so denken, wenn sie so etwas hören.
0:23:17Auch das ist ein Grund, darüber zu reden. Ich meine, ich lebe jetzt hier mit zeitweilig drei Kindern. Einmal die Kleine und dann die beiden Großen aus zweiter Ehe dazugekommen. Uns geht es gut, uns geht es super. Das finde ich auch wichtig, dass Betroffene, wie gesagt, die Krankheit ist manchmal sehr schwer zu heilen, wenn man sie lange hat.
0:23:40Und Betroffenen den Mut zu geben, dass sie auch darüber reden und sich von diesem Druck befreien. Weil alles, was ich verschweige, alles, was ich in mich hineinfresse, das kann mich einfach noch viel, viel mehr quälen. Und es ist so erleichternd zu sagen, so habe ich und dann ist schon mal eine Menge von diesem Druck weg.
0:23:57Und es ist möglich, man kann den Zwang bändigen und man kann den auslachen und man kann den loswerden und später da einfach auch so locker darüber reden wie ich das jetzt tue. Das ist alles möglich. Zumindest aus meiner Warte gibt es da sehr sehr viel Hoffnung. Gibt es denn Punkte die das ganze triggern können, sodass das wieder hochkommt und die Bilder wieder stärker werden? Also ich würde jetzt mal jemanden der betroffen ist oder der Sorge hat er könnte betroffen sein. Übrigens auch das rückblickend betrachtet, habe ich festgestellt,
0:24:29dass ich eine zwanghafte Persönlichkeit habe. Die habe ich tatsächlich schon immer. Also ich bin pathologisch pünktlich, also so perfektionistisch so ein bisschen veranlagt. Und das ist schon meist so, dass die Leute das bekommen, die eben eine wie auch immer geattributierte Disposition dafür haben. Also ich würde zum Beispiel, wo wir jetzt gerade Marihuana legalisiert haben, ich würde jedem davon abraten, irgendwelche Substanzen zu sich zu nehmen, die den Kopf durcheinander bringen könnten. Denn gerade unter solchen Einflüssen kann
0:25:02das unter Umständen dann auch ausbrechen. Die Gefahr besteht einfach, dass man dann, würde man sagen, auf einen schlechten Trip sozusagen kommt. Und natürlich, es gibt immer mal Situationen, das kennt auch jeder, wo man vielleicht mal genervt ist oder am liebsten raus möchte und so. Und zu lernen, durch diese Situationen durchzugehen,
0:25:24dass man sie so besser bewältigt, als wenn man sich ihnen entzieht. Und in meinem Fall war es eben, es waren die Kinder und die Babys. Und man macht in der Therapie tatsächlich die sogenannte Expositionstherapie, dass man den Menschen seinem Zwang bewusst aussetzt, eben wie die Vogelspinner auf die Hand. Oder wenn einer einen Waschzwang hat, der darf sich nicht waschen, der muss Türklinken anfassen und so, der muss das dann aushalten, dass er sich nicht die Hände waschen kann. Und jetzt ist das
0:25:52natürlich, wenn man Zwangsgedanken gegenüber Babys und Kleinkindern hat, ist die Exposition etwas schwierig, denn man kann ja schlecht mit mir in die Kinderklinik gehen und da den frischgebackenen Eltern sagen, können wir kurz hier mit unserer Patientin, die würde nur mal hier eben ein paar Babys auf den Arm nehmen. Wir haben das anders gemacht, wir haben das dann mit Visualisierung gemacht, meine Therapeutin und ich. Und wir haben zum Beispiel auch meine vier Mutterpässe, die
0:26:15ich noch hatte mit den Ultraschallbildern, die haben wir beerdigt. Bei der Klinik war so ein Waldstück und haben wir eine richtige kleine Beerdigung gefeiert, weil ich diesen Verlust nie betrauert habe so richtig. Ich habe mir die Zeit gar nicht genommen. Ich habe dann nächste heitere Komödie geschrieben, die nächste lustige Lesung und so und sich die Zeit zu nehmen zu sagen, okay, das betraue ich jetzt und das lasse ich los, das gebe ich frei sozusagen. Das denke ich war ganz
0:26:41wichtig. Das heißt also, du hast die Situation und alles was es gebraucht hat bewusst wahrgenommen, um es dann letztendlich von dir gehen zu lassen. Genau. Was würdest du denn sagen, wie lange hat es gedauert, bis du das Gefühl hattest, okay, für mich wieder sicher? Bei mir ging es wirklich sehr schnell.
0:26:59Ich hatte wirklich das Glück, der Zwang kam ganz schnell und er ging dann auch wieder ganz schnell. Aber ich würde sagen, insgesamt hat mich das ein Jahr beschäftigt. Ich beschäftige mich natürlich schon viel länger damit, auch seitdem. Es gab immer mal, mittlerweile nicht mehr. Ich glaube, dem Zwang ist klar, dass er bei mir nichts mehr wird.
0:27:15Aber das ging sicherlich noch so vier, fünf, sechs Jahre, dass immer mal wieder Situationen kamen, wo ein Trigger da war und der versucht hat, mich zu kriegen. Also viel dann natürlich mit meiner Tochter oder da im Kindergarten- Freundeskreis oder so. Aber da habe ich mich einfach nicht mehr gefährdet gefühlt. Ich war mir einfach sicher. Ich wusste, ich tue nichts und ich wusste, das bin nicht ich. Man hat ja Gedanken, die man nicht haben möchte, die man selbst verurteilt.
0:27:43Das ist, glaube ich, zum Beispiel auch der Unterschied zum Psychopathen. Der Psychopath verurteilt sich nicht dafür. Und weil der Zwang ja genau das dir in den Kopf pflanzt, was du absolut ablehnst und widerwärtig findest. Und die Sicherheit einfach, ich wusste einfach, das bin nicht ich, die das denkt, sondern ich werde gedacht sozusagen. Da hat eine Krankheit, übernimmt die Regie über meine Gedanken und das sind nicht meine Gedanken. Das sind nicht meine Gedanken.
0:28:15Jetzt bist du auch eine sehr resolute Frau. Gehst du davon aus, dass andere Menschen, die letztendlich vielleicht nicht so selbstbewusst sind wie du, vielleicht anders damit umgehen? Ja, natürlich. Das habe ich auch in der Klinik gesehen und ich habe natürlich habe ich gesehen, dass ich mich unterscheide von den anderen Patienten, dass ich ein ganz anderes Handling damit habe, aber deswegen
0:28:33versuche ich halt auch zu helfen und ich habe auch immer noch Kontakt zu früheren Mitpatienten und so, wo wir uns dann gegenseitig natürlich versucht haben zu stützen, aber ich kann halt nichts anderes machen als wirklich für mehr Selbstbewusstsein zu plädieren und das ist eine Krankheit und das bist nicht du. Du bist nicht diese Krankheit, sondern diese Krankheit quält dich und es gibt keinen Grund sich dafür zu schämen oder zu
0:28:55verurteilen oder irgendwas. Und obwohl ich ja eine sehr resolute Frau bin, habe ich mich ja auch eine ganze Zeit lang geschämt und verurteilt und mich für ein Monster gehalten. Ich habe sehr sehr lange gebraucht, bis ich für mich begriffen habe, nein das bin ich nicht. Und da hat die Therapie geholfen. Und es gibt ganz tolle Bücher. Was ich jedem empfehlen kann, ist ein Buch, das heißt Der Kobold im Kopf.
0:29:23Da geht es um Zwangsgedanken. Da steht das alles drin. Eins zu eins, diese Gedanken, die ich hatte. Und das ist so erleichternd. Oder auch noch andere. Was es alles an aggressiven Zwangsgedanken gibt. So erleichternd zu lesen von anderen Leuten, die genau das Gleiche hatten und dass man eben nicht nicht der freak ist der ganz alleine von sowas gequält wird sondern dass es da viele viele viele gibt gibt
0:29:45es dann eine studie darüber ob zwangsgedanken häufiger bei männer oder frauen auftauchen gibt es bestimmt könnte ich jetzt aber seriös nicht nicht nicht zu sagen weil du hattest ja von dem fall des mannesberichtes und da habe ich mir die frage gestellt ob die sich ähnlich bei ihm ausgedrückt haben, die Zwangsgedanken, wie bei dir? Das weiß ich nicht, aber es gibt so Klassiker bei Zwangsgedanken. Sie sind entweder meistens aggressiver Natur, so wie ich sie hatte, sexueller.
0:30:11Ganz oft zum Beispiel Homosexualität oder Pädophilie, dass junge Menschen, ob nun Männer oder Frauen, so in der Pubertät oder in der Spätpubertät, eine Angst entwickeln, dass sie eben homosexuell sein könnten oder zu Pädophilie neigen. Und das auch unabhängig davon, ob sie wirklich homosexuell sind oder so. Also es wird einfach verurteilt, weil eine Angst da ist und dann sind sie ganz durcheinander und dann wissen sie gar
0:30:36nicht mehr, bin ich jetzt also... und das trifft auch keine Aussage darüber, wie jetzt nun die eigentliche Neigung ist. Aber es versetzt halt Leute irgendwie in Panik oder dass sie eben sexuell abwegig sein könnten. Das haben auch ganz viele, die sich für sowas verurteilen. Und das dritte sind religiöse Zwangsgedanken. Also man könnte mitten in der Kirche im Gottesdienst irgendwie auf einmal aufspringen und gotteslästerliche Dinge sagen. Also wenn man tiefgläubig ist natürlich nur. Jemand der nicht gläubig ist, dem geht das natürlich am Arsch vorbei sozusagen. Also das
0:31:10war ja das, was ich sagte. Der Zwang geht dahin, wo er dich kriegen kann. Die Themen, die dir wichtig sind. Du hattest gesagt, dass du Autorin für Psychothriller bist. Inwiefern hat deine Erkrankung Einfluss auf deinen Beruf genommen? Sehr, denn tatsächlich habe ich auch als Wiebke Lorenz und eben als Anne Herz und dann später auch als Charlotte Lucas immer eher im heiteren Segment geschrieben, also Romantic-Comedies, Liebesgeschichten und so weiter und so fort. Und als dann das mit den Kindern,
0:31:40mit diesen ganzen Fehlgeburten war und meine Ehe in die Brüche ging und ich bin dann erstmal ausgezogen in so ein WG-Zimmer und saß dann da irgendwie, das war im Winter, in so einer kalten Bude neben einer gluckhanden Heizung, neben so einem 90 mal zwei Meter IKEA-Bett, was ich mir da zusammengebaut hatte und senierte so über mein Leben. Da dachte ich, das habe ich mir alles irgendwie anders vorgestellt. Wo ist die Alper-Wohnung und der Volvo-Kombi und mein Mann und wo sind die Kinder?
0:32:08Achso, ne, ist ja nicht bei mir. Da habe ich als Autorin einen Genrewechsel vorgenommen. Da habe ich meinen allerersten, damals nicht Psycho-Thriller, sondern Psycho-Drama, also das erste düstere Buch, was ich geschrieben habe, hieß Allerliebste Schwester. Da geht es um Zwillingsschwestern und eine hochdramatische Geschichte. Und das war ein Genrewechsel. Und dann hat mein Agent damals
0:32:28auch gesagt, Irmgard Wiebke, bin ich mir nicht sicher, ob das funktioniert, wenn man so einen harten Bruch macht. Hat aber funktioniert. Ich habe dann einfach, deswegen schreibe ich unter verschiedenen Namen, weil das so wie meine Bandnamen sind. Dass der Buchhändler, der Leser weiß, wenn er zum Buch greift, je nachdem welche Autorname da drauf steht, weiß er, aha, hier bekomme ich entweder etwas Romantisches oder hier bekomme ich was Düsteres. Und auch das war, durch diese Erkrankung hat mich dazu gebracht, dass ich auch die andere Seite in mir annehme und kennenlerne. Dass ich eben nicht nur der Hans Dampf in allen Gassen und die lustige Rheinländerin bin, sondern dass in mir auch noch was ganz anderes ist, was dann raus wollte.
0:33:06Hattest du denn das Gefühl, dass das nochmal das Ganze bestärkt hat, also dich bestärkt hat in deinem Wesen, dass du eben diesen Weg auch für dich gehst? Ja, würde ich schon sagen. Würde ich schon sagen. Also ich habe einfach versucht das Beste draus zu machen und ja jetzt blöd gesagt, es hat mich schon auch künstlerisch weiter gebracht. Das klingt jetzt wirklich grauenhaft, aber so tatsächlich war es so, weil ich einfach auch, ich habe so tolle Menschen kennengelernt und so tolle Erfahrungen und es ist tatsächlich so, auch wenn es von mir jetzt ein Klischee ist,
0:33:36aber ich denke du wirst das bestätigen können. Natürlich sind Menschen, die an psychischen Krankheiten leiden, das sind die Menschen, die meistens ein bisschen sensibler sind als andere, die ein bisschen fühliger sind. Und ich habe wirklich in der Klinik, ich habe die tollsten Leute kennengelernt und die tollsten Gespräche geführt, die mir auch sehr nah gekommen sind. Das hat mich verändert. Ich war immer ein Glückskind. Ich stand immer gerade
0:34:08zur falschen Zeit am richtigen Ort. Ich bin ja mehr aus Versehen Autorin geworden. Ich hatte das nicht so, dass ich das schon immer von geträumt habe. Ich habe im Studium aus Spaß von mich hingeschrieben. Dann waren es irgendwie 250 Seiten. Dann habe ich das durch die Gegend geschickt und hatte das Glück, dass Rovold mein Erstling gleich gekauft hat, gedruckt, lief gut. Das habe ich dann schon, während ich noch in der Ausbildung war, im Studium und dann später im Volontariat, war ich schon Romanautorin.
0:34:32Dann habe ich, ohne mich da groß... Das war auch ein Zufall, da habe ich ein Stipendium bekommen für ein Aufbaustudium, ein Drehbuch. Und dann habe ich Drehbuch geschrieben und dann wurde auch das gleich irgendwie verfilmt. Aber es hat immer alles funktioniert. In meinem Leben lief immer alles 1a so durch. Auch der Erfolg mit meiner Schwester als Anne Herz. Und als ich diese erste Fehlgeburt
0:34:53hatte, beim Ultraschall, der Arzt schallt und sagt, Wiebke, das Herz schlägt nicht mehr. Ich denke, ich habe erst gar nicht verstanden, was der meint, wie das Herz schlägt nicht mehr. Dann sagt er, ja, du hast eine Fehlgeburt. Das Kind lebt nicht mehr. Und das ist echt das allererste Mal, dass etwas wirklich Schlimmes in meinem Leben passiert ist. Und danach passierte noch was und noch was. Also so als würde mir das Schicksal immer wieder einen vorgeben, damit ich endlich hingucke und hinsehe, dass es mir nicht gut geht und dass ich was dagegen tue.
0:35:24Wie alt warst du denn, als du deine erste Fehlgeburt hattest? Da war ich 33. Da hatten wir gerade geheiratet im August 2005. Und in den Flitterwochen, als ich aus den Flitterwochen kam, war ich schwanger. Wir waren natürlich selig. Meine Schwester hatte da ja schon zwei Kinder.
0:35:44Ich habe schon darüber nachgedacht, wenn die dann später zusammen zur Schule gehen, kriegst du meine ganzen alten Kinderklamotten und Pläne geschmiedet. Dann war ich so 10. oder 11. Woche mit der Fehlgeburt. Wie gesagt, darauf folgten noch mal drei. Und dann ein misslungener Versuch der künstlichen Befruchtung. Da haben wir mal so einen Zyklus mitgemacht in der Kinderwunschklinik.
0:36:10Das hat aber irgendwie auch nicht geklappt. Dann war eben diese Beziehung auch am Ende. Und wann haben wir uns getrennt? Wie alt war ich da, als wir uns dann getrennt haben? Das war nur ein paar Jahre später, 36. Dann war ich irgendwie Single und die Ärzte haben auch gesagt, ja, ihr Anti-Müller-Hormon
0:36:31ist im Keller. Ich habe dann auch überlegt, ob ich das nochmal alleine versuche, im Ausland oder weiß ich nicht was. Dann habe ich den Vater meiner Tochter kennengelernt und bin dann, ohne dass, das war tatsächlich gar nicht geplant. Ich hatte eigentlich mit dem Thema schon abgeschlossen und gedacht, ja, das wird wohl eh nichts mehr.
0:36:49Also erst recht nicht auf natürlichem Wege. Und dann war ich 40, war ich auf einmal doch schwanger und war die gesamte Schwangerschaft natürlich hysterisch. War so dreimal die Woche bei meinem Frauenarzt, dass der nur mal guckt, ob das Herz noch schlägt. Und dann zwei Wochen vor meinem 41. Geburtstag habe ich diese gesunde Tochter noch bekommen.
0:37:09Und das war ein absolutes Wunder. Das ist ein absolutes Wunder. Weiß man denn, woran das gelegen hat bei den anderen Kindern? Nein. Mein Frauenarzt sagte mal, weißt du Wiebke, nur weil du beim Roulette ständig schwarz kriegst, heißt das nicht, dass es kein Rot gibt.
0:37:24Er sagt, das ist einfach Pech. Aber auch da, wie viele Frauen in Wirklichkeit vier Geburten haben, auch da spricht ja keiner drüber. Ich habe dann auch da relativ offen darüber gesprochen. Und auf einmal alle möglichen Fragen, ja, habe ich auch schon gehabt. Und mir war das gar nicht bewusst, weil eben keiner darüber redet, wie häufig das ist.
0:37:42Wenn ich gewusst hätte, wie groß die Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt ist, hätte ich auch nicht so geschockt beim Arzt gesessen. Das war für mich, bis mir das passiert ist, dachte ich, Fehlgeburt gibt es bei guten Zeiten, schlechten Zeiten. Oder hier verbotene Liebe, keine Ahnung. Aber doch nicht in meinem Leben. Und auch da, Mensch, Frauen, redet darüber.
0:38:02Da ist doch nichts, man muss sich doch nicht schämen dafür, dass man ein Kind verloren hat. Ich meine, wo wollen wir denn hin? Also ich kenne es jetzt nur von meinem Kreis und ich bin jetzt Mitte 30 und ich kenne super, super viele Frauen, die tatsächlich davon berichten. Und würde fast sagen, dass eigentlich jede zweite Frau, die ich kenne, die aktiv versucht Kinder zu bekommen oder versucht hat Kinder zu bekommen, mindestens eine für Geburt hatte. Ja, dann hat sich das hoffentlich schon ein bisschen verändert, dass da einfach schon ein offenerer Umgang mit ist. Ich nehme an, deine Kinder sind mittlerweile in einem Alter, in dem sie auch verstehen, was das bedeutet. Wie hast
0:38:37du denen das erklärt oder hast du ihnen das jemals erklärt? Ja doch, ich habe ihnen das erklärt. Also ehrlicherweise haben die es auch erklärt bekommen, weil ich es eben in Interviews und so darüber gesprochen habe. Ich habe da einfach von Anfang an, sobald sie in einem Alter war, wo sie das überhaupt begriffen haben, habe ich da einfach einen relativ offenen und sehr unaufgeregten Umgang auch damit. Ich glaube, das ist auch meine Art, damit umzugehen, das Drama daraus zu nehmen. Damit möchte ich um Gottes willen das
0:39:03nicht schmälern und Betroffene, für die ist das dramatisch. Ich versuche halt irgendwie damit einen unaufgeregten Umgang zu finden, weil auch da glaube ich, dass das hilft, diese Krankheit zu behandeln oder in den Griff zu kriegen. Dass man für sich selbst versucht, das Drama rauszunehmen. Hat einer der Kinder denn das Buch gelesen? Nein, da sind die dann noch zu klein für.
0:39:26Also die Große jetzt, die ist 16, die könnte es lesen, aber die anderen beiden sind so nur ein bisschen zu klein dafür. Also die würden es schon verstehen, aber das ist schon streckenweise, also gerade alles muss versteckt sein. Das ist schon brutal. Okay, das heißt also du würdest auch wenn sie jetzt aktiv zu dir hingehen würden und fragen würden darf ich das lesen, würdest du erst mal sagen warte noch mal.
0:39:46Genau, würde ich sagen warte noch mal oder vielleicht lesen wir es zusammen. Haben sie denn aktiv Fragen gehabt, die du auch beantworten musstest? Sie haben schon mal gefragt, ob ich das noch habe oder wie es mir damit geht oder so. Solche Fragen kamen dann schon mal. Oder ob sie so etwas vielleicht auch mal bekommen könnten. Und so ein bisschen so eine Neugierde war und ist schon da.
0:40:10Und bei der Neffen und Nichten, gab es da nochmal ein Gespräch mit denen? Gar nicht. Ehrlicherweise glaube ich, also tatsächlich, meine Familie, so wie meine Schwester halt ist, also echt tough cookie, gibt mir ihr Baby und sagt so, hier, stell dich nicht so an. Ich weiß nicht, wir sind glaube ich auch insgesamt eine relativ offene Familie. Also ich will jetzt nicht sagen, das hat man so schulterzuckend hingenommen. Aber ich glaube so ein bisschen ist das.
0:40:34Meine Nächsten und Neffen sind ja mittlerweile schon alle erwachsen bis auf einen. Ja, ich glaube die wissen das. Das sorgte aber nicht für besondere Aufruhr. Da hatte Tante Wiebke gerade mal so eine Krankheit ist. Was würdest du Menschen empfehlen, die merken, okay, da schleichen sich gerade Gedanken ein, die nicht ich bin? Ja, sofort ab einen Facharzt für Psychiatrie aufsuchen und wenn es irgendwie möglich ist, zumindest
0:41:03eine Vertrauensperson finden, im Freundeskreis oder in der Familie oder wo auch immer, zu Not auch ein Geistlicher, also irgendjemand mit dem man darüber reden kann, denn das allein das Aussprechen der Gedanken, die aus dem Kopf rauszuholen, nimmt ihnen schon viel von dem Druck und auch viel von dem Schrecken. Mit Verhaltenstherapie ist diese Erkrankung einfach wirklich gut zu behandeln. Es gibt auch im Internet Selbsthilfeforen, wo sich Leute anonym austauschen können.
0:41:29Das hat mir sehr geholfen, Fachbücher zu lesen, wie zum Beispiel »Der Kobold im Kopf«. Das empfehle ich jedem. Da bin ich auch nicht daran beteiligt, sondern ein tolles Buch der koppelt im Kopf oder die Bücher von Frau Dr. Susanne Fricke und Iva Hand, das sind zwei deutsche Zwangsexperten. Also da gibt es jede Menge. Sich schlau lesen, je mehr man darüber weiß, desto eher kann man dagegen gut ankommen. Also kenne deinen Feind sozusagen und hol die Hilfe und schäme dich nicht, schäme dich nicht, schäme
0:41:59dich nicht, schäme dich nicht. Was würdest du den Menschen empfehlen, die merken, dass sie Ziel dieser Zwangsgedanken sind? Also in deinem Fall, wenn deine Kinder oder die Kinder deiner Schwester in dem Moment gemerkt hätten, ey, hier Tante Wiebke möchte mich töten. Das ist schwierig, das ist schwierig. Also da würde ich glaube ich sagen, da fällt mir nur ein zu raten, sprich denjenigen, von dem du das Gefühl hast, das geht, sprich ihn direkt darauf an.
0:42:26Aber gerade mit Kindern, das ist wirklich schwierig. Diese Frage kann ich kaum beantworten. Auch da im Zweifel, oder es gibt ja auch für Angehörige im Internet Hilfe bei Selbsthilfegruppen und so. Oder auch mit dem Arzt reden. Aber da sehe ich eher das Gefühl,
0:42:42das heißt, Objekt dieser Zwangsgedanken zu sein, das war ja nicht, dass sich das bei mir speziell auf eine Person richtet, sondern das war eine wahllose Streuung sozusagen. Bei den Kindern meiner Schwester war es ja nur, weil die halt gerade bei mir waren. Also es ging dann schon auch gegen andere Kinder.
0:42:57Und ich würde eher mir die Frage stellen, was kann ich tun, wenn ich merke, dass ein Mensch, der mir nahe steht, unter dieser Krankheit leidet? Wie gehe ich damit um? Und da kann ich, wie gesagt, nur aus eigener Erfahrung sprechen, dass der Umgang meiner Schwester, nämlich ganz offen, ganz direkt, wird gar nicht groß rumgeeiert, für mich der beste war. Was wünschst du dir für deine Zukunft?
0:43:23Ja, was wünsche ich mir? Dass ich weiter viele, viele spannende oder schöne Bücher schreibe, dass mein Leben mit den Kindern genauso läuft, wie es das jetzt tut. Die werden natürlich immer älter, also eigentlich wünsche ich mir nur, dass mein Leben genauso weitergeht, wie es jetzt ist. Ich bin doch rundum zufrieden. Danke dir. Danke dir, dass du so offen warst und deine Geschichte mit uns geteilt hast. Ja, bitteschön. Danke, dass ihr hier wart.
0:43:52Dankeschön. Und wir wünschen dir und deiner Familie alles Liebe und alles Gute für eure Zukunft. Ja, dankeschön. Hier noch eine Anmerkung. Wenn du von den besprochenen Themen betroffen bist oder Unterstützung benötigst, bitte zögere nicht, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Hol dir Unterstützung bei professionellen Hilfseinrichtungen oder dir vertrauten Personen. Bis zum nächsten Mal bei Von Bohne zu Bohne.
0:44:14Du willst selbst bei uns dabei sein? Dann melde dich auf unserer Website oder auf unsere Social Media.
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