Unzensiert - das denken wir über unsere Podcast-Gäste #40 Sania & Charlotte
Shownotes
In der vierzigsten Episode blicken Sania und Charlotte zurück auf die bisherigen Gäste und deren Geschichten der 4. Staffel.
Wir lassen euch hinter die Kulissen schauen und teilen, wie sich unsere Reisen angefühlt haben, was uns an unseren Gästen inspiriert hat und welche Momente uns sprachlos gemacht haben. Außerdem erfahrt ihr, wie sich unsere Perspektiven auf die erzählten Geschichten entwickeln und warum manche Details uns immer noch beschäftigen. Freut euch auf ehrliche Gedanken, lustige Anekdoten und ein paar Vorschauen auf zukünftige Folgen.
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Transkript anzeigen
0:00:00Stell dir vor, du kommst in einen Raum, vor dir sitzt ein Mensch und du hast keine Ahnung, wer das ist. Das passiert mir in jeder Folge bei unserem Podcast von Bohne zu Bohne. Mein Name ist Charlotte und ich weiß vorher nichts über unsere Gäste. Kein Name, keine Information, keine Themen. Also werden meine Fragen auch deine Fragen sein.
0:00:20Ich bin Sanja und ich suche die Gäste. Hier achte ich darauf, dass es Menschen mit spannenden Persönlichkeiten und faszinierenden Erlebnissen sind. Und genau die wollen wir mit euch teilen. Bist du bereit, gemeinsam mit Charlotte neue Geschichten kennenzulernen? Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge. Mein Name ist Charlotte.
0:00:39Mein Name ist Tanja und es ist wieder so weit. Wir wollen über unsere Gäste sprechen. Wuppu! Wir wollen über unsere Gäste sprechen. Wuppu! Okay, hast du dir was überlegt, wie du anfangen willst?
0:00:52Oder willst du einfach blind loslaufen? Bei der Kilometeranzahl, die wir gefahren sind. Okay, diesmal hast du mich nicht raten lassen. Diesmal hast du sie mir vorher verraten. Richtig. Und das sind unfassbare...
0:01:056027 Kilometer und dabei rechnen wir nur oder habe ich nur gerechnet von Stadt zu Stadt und nicht von Tür zu Tür und die Zwischentouren, die wir gemacht haben oder die Zwischenfahrten, wo wir Familie besucht haben, Freunde besucht haben, habe ich nicht mit einberechnet. Das heißt also wir sind safe bei 6,5. Ja locker. Locker. Okay also 6.000 Kilometer haben wir hinter uns gebracht und genauso hat sich auch das ganze angefühlt. Ich habe echt gedacht. Zwischendrin war ich echt müde, war ich echt erschöpft.
0:01:49Deshalb genauso würde ich sagen hat sich das angefühlt. Das ist sogar weniger als die Schweiz. Ja, ja, krass. Deutlich weniger. Das ist wirklich krass. Aber wie viel Stunden hast du es diesmal ausgerechnet? Wie viele Stunden, in denen wir im Auto saßen? Ja, ja. Wie viel waren gerade mal? Wir waren ja über zwei Wochen unterwegs. Und zwei Wochen ist nur unsere dritte Tour gewesen von dieser Staffel. Dann würde ich so sagen, keine Ahnung, so um die rund 25, 30?
0:02:18Ne. Stunden im Auto? Hallo, das ist ja mehr als ein Tag. Wir waren 42,5 Stunden haben wir nur im Auto verbracht und da ist nicht Stau mit einberechnet. Ich habe die Strecken ja dann im Nachhinein bei Maps eingegeben und ja da kamen 42,5 Stunden. Das ist echt übel. Das sind fast zwei Tage.
0:02:42Das sind fast zwei Tage? Wie krass ist das bitte? Ja mit Stau sind wir schon drüber. Also wir haben ja, wir haben auch mehr als zwei Stunden schon Stau gehabt. Das heißt, wir waren zwei Tage im Auto. Diesmal hatten wir sehr viel Stau. Ja, diesmal hatten wir schon. Aber okay, gut.
0:02:59Das ist schon krass. Aber ich muss sagen, für mich hat es sich auch genauso angefühlt. Ich weiß nicht, wie es dir geht. Aber ich fand, ich habe letztes Mal schon gesagt, ich fand es anstrengend. Ja. Ich unterschreibe es auch diesmal.
0:03:10Ich fand es echt anstrengend. Ja. Ich war glaube ich selten so oft müde wie da. Ehrlich? Ich glaube schon. Ich habe das Gefühl permanent immer in so einem Huffel zu sein. Aber wobei wir hatten auch das Glück, dass wir ein paar Tage auch Urlaub dazwischen hatten. Das heißt also wir haben unsere Urlaubstage dafür genutzt. Das war schon hilfreich, aber das war halt kein Urlaub Urlaub. Deswegen war es einfach erschöpfend
0:03:38oder danach warst du auf der Arbeit wieder erschöpft. Ja das stimmt, das stimmt. Aber wie hat es sich für dich denn angefühlt? Also ich finde es ziemlich schwer, das zu beurteilen, gerade mit den Stunden im Auto, weil ich das Auto einfach toll finde. Ich habe mir ein neues Auto gekauft und entsprechend war es deutlich entspannter und deutlich angenehmer zu fahren als mit dem Fiat Panda. Und ich konnte dich auch endlich fahren lassen. Ich bin eine sehr schlechte Beifahrerin und erlaube Charlotte oft nicht zu fahren, weil ich dann daneben sitze und hoch angespannt bin. Und das hat sich jetzt durch das
0:04:13neue Auto etwas gelegt. Gott sei Dank. Also ich bin angespannt nicht aufgrund von Charlottes Fahrkünsten, die gut sind, sondern weil ich selber Schwierigkeiten habe als Beifahrerin daneben zu sitzen. Ich gebe es zu. Unterschreib ich es. Okay, sollen wir anfangen? Sehr gerne, sehr gerne. Lass uns denn direkt bei Willi starten. Ja, genau.
0:04:38Willi Bunz, der Bibelraucher. Willi hat mit 21 schon fast 150 Strafanzeigen gehabt, bei denen unter anderem drei Menschen verstorben sind. Wie hast du ihn wahrgenommen? Oder möchtest du erst mal wissen, wie ich ihn gefunden habe? Das ist, glaube ich, deutlich spannender. Ja, wollte ich gerade auch sagen. Ja. Ich habe ihn über Rudi Szabo kennengelernt. Der war in der vorletzten Staffel. In der neunten Folge. Ja. Und da siehst du mal, eine Staffel hat es gedauert, bis du ihn anscheinend rumgekriegt hast oder einen Termin gefunden hast.
0:05:16Tatsächlich einen Termin gefunden habe. Er ist ja mit seinem Buch und mit dem, was er so im Alltag tut, sehr, sehr viel auch in Deutschland unterwegs. Im August hatte er dann gesagt, hat er Urlaub. Und dazu muss man auch sagen, Willi ist der erste Gast, der zu uns gekommen ist. Das stimmt. Das ist wirklich der erste Gast, wo wir in Anführungszeichen nur entgegenkommen mussten. Das ist schon eine Erleichterung gewesen. Auch eine finanzielle, weil die Konferenzräume waren einfach super teuer. Dementsprechend war das schon ganz gut. Ja, wie habe ich die Situation mit Willi wahrgenommen? Das war echt ein bisschen verrückt.
0:05:53Wie war das genau? Naja, als wir ankamen, hast du Willi begrüßt und ihr habt euch unterhalten. Ich habe ihn natürlich auch begrüßt und dann hat er sich auch über die Schokolade gefreut. Und er hat ja einen Kaffee getrunken und wir haben uns dann dazu gesellt und haben dann saßen noch mit dabei und du hast so ein bisschen mit ihm geredet. Ich war eher passiv, aber das bin ich ja meistens in den Momenten.
0:06:12Und das ist dann auch okay. Und dann war für mich eher so der Moment so, hm, um was könnte es jetzt gehen? Weil er auch gesagt hat, er ist ja häufiger in der Gegend. Und dann dachte ich mir so, also er sieht jetzt nicht aus, als ob er im Außendienst arbeiten würde. Was macht er denn häufiger? Er sieht wirklich nicht so aus. Der hat so viele Tattoos überall gehabt.
0:06:32Und als er dann gesagt hat, um was es geht, war ich nicht schockiert, wie ich es bin, wenn man mir ganz klar sagt, ich habe das und das getan, sondern ich habe ja erst mal nur eine Zahl gehört über die Straftaten und das war für mich dann nicht, dass ich darüber nachgedacht habe, es könnten ja auch in Anfangszeichen keine Delikte gewesen sein. Dementsprechend habe ich gar nicht intensiver darüber nachgedacht, sondern erst mal gedacht, okay, das ist erst mal eine große Zahl, aber sag doch mal, was
0:06:56du gemacht hast. Und das Schockieren über diese ganze Geschichte kam erst im Verlauf des Ganzen für mich. Das war schon echt eine krasse Geschichte. Was genau hat dich am meisten schockiert? Das mit der... also was hat mich am meisten schockiert? Ich finde die ganze Geschichte schockierend, was er alles gemacht hat, wo er letztendlich herkam.
0:07:20Aber was ich mit am krassesten fand, und da habe ich tatsächlich geweint, zum allerersten Mal, als er erzählt hat, die Ehefrau des Polizisten, dass sie in dem Moment, als ihr Mann gestorben ist, durch Willi ihr Kind bekommen hat, das gemeinsame. Und sie im Prinzip dann, also das eine Leben genommen wurde und dem anderen dann
0:07:42eben das Leben kam und dass eben der Vater in dem Moment verstorben ist. Das fand ich richtig krass. Das finde ich auch heute noch echt heftig, wenn ich so darüber nachdenke. Und da muss ich sagen, das war wirklich so ein Nonplusultra, wo ich mir dachte, so boah, das kannst du dir auch nicht überlegen so was. Für mich war glaube ich der härteste Moment, wo, und ich kann das nicht wortwörtlich wiedergeben, aber wo der Vater zu Willi gesagt hat, es wäre besser, wärst du damals auf dem Feld verreckt. Das fand ich ganz, ganz schlimm, muss ich sagen.
0:08:19Aber umso schöner, dass er genau das tut, was er heutzutage tut und damit so vielen Menschen und vor allem Kindern und Jugendlichen einen anderen Weg zeigt. Finde ich sehr, sehr cool. Wer war denn die Nummer zwei nochmal? Maria. Maria Fischer. Wow, die ist halt krass. Die ist halt anders. Maria ist ehemalige Zwangsprostituierte. Ihr Ex-Ehemann hatte sie dazu gezwungen und da ist sie tatsächlich an sehr viele Drogen gekommen, an sehr viele Gewaltdelikte und kam da aber aufgrund ihres Glaubens raus, den sie dann neu
0:09:01entdeckt hat. Maria habe ich tatsächlich durch Willi kennengelernt. Als wäre das eine Kettenreaktion. Also man muss dazu sagen, diese Staffel war tatsächlich sehr viel Connection, muss man dazu sagen. In den Sommerferien oder im Sommer antworteten deutlich weniger Menschen auf Mails. Das ist mir aufgefallen, ist mir jetzt auch im Learning. Entsprechend habe ich die meisten Aufnahmen tatsächlich nur über Connections. Siehste mal, dann gut, dass man so ein stabiles Netzwerk haben will. Ja genau. Wie fandest du denn Maria? Wie hast du ihre Geschichte empfunden? Sie ist ja sehr herzlich gewesen, hat ja von oben direkt
0:09:40runtergerufen. Und als du sie dann gesehen hast, was hast du da im ersten Moment gedacht? Also ich fand eher, was mir in Erinnerung stark geblieben ist, dass sie ihre ganze Wohnung gezeigt hat. Das hatte wir noch nie. Noch nie ist jemand hingegangen und gesagt, hier ist die Küche, hier ist mein Schlafzimmer, da ist mein Badezimmer. Das hatten wir noch nie. Das fand ich sehr, sehr sympathisch und da musste ich wirklich schmunzeln. Und dann kam direkt die Frage, möchtet ihr einen Kuchen?
0:10:06Ja. Und wenn mir eine ältere Dame einen Kuchen anbietet, dann sag ich nicht nein. Dann will ich diesen Kuchen. Und ich direkt, oh ja, welchen gibt's? Dementsprechend, dann gab's ja auch noch Käsekuchen. Dementsprechend war ich direkt hyped, weil ich mir dachte, boah, es ist Käsekuchen.
0:10:26Geil. Und dann wusste ich aber, ich werde diesen Kuchen erst später essen wollen, als Belohnung für diese Aufnahme. Und ich hatte nur vorher Bilder der Wohnung gesehen, weil du mich vorher fragen wolltest, wie wir die Kamera hinstellen könnten. Und da habe ich ein winziges Detail erhascht, was mir so etwas verraten hat. Was denn? Das weiß ich gar nicht. War da, ich weiß gar nicht wie man das nennt, das UV-Licht, wenn du Gel-Nägel machst oder Acryl-Nägel machst. Ah, doch, du hast es net. Ja, und dann habe ich
0:11:00noch gesagt, das ist eine Frau. Und du meintest, hä, wie kommst du denn darauf? Ich so, na, da steht ein Acryl-Nagel-Licht. Deshalb, ich vermute mal, das ist eine Frau, die sich ihre Nägel selbst macht. Und so habe ich vorher erfahren, dass es eine Frau ist, und zwar 5 Minuten bevor wir da waren. Aber ansonsten wusste ich nichts und habe aus der Wohnung nichts erkennen können, um was es gehen könnte. Und umso überraschter war ich. Es fällt mir gerade schwer, mich genau daran zu erinnern, wie ich reagiert habe.
0:11:34Aber ich glaube, ich hatte Gänsehaut. Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, aber ich glaube, ich hatte Gänsehaut. Und ich glaube, ich war ziemlich schockiert. Und habe mich makaberweise auch gefreut, dass jemand jetzt da ist, wovon ich schon vor 20 Folgen drüber gesprochen habe und gesagt habe, ich bin der starken Meinung, dass Frauen das nicht freiwillig machen.
0:11:55Egal ob sie sagen, sie machen es freiwillig oder nicht, sie machen es am Ende des Tages nicht freiwillig. Weil irgendwas in der Vergangenheit passiert ist, in der Kindheit oder weil sie aktiv dazu gezwungen werden. Oder weil sie letztendlich dazu gezwungen sind aufgrund der Umstände, in denen sie stecken. Und nun hatten wir genau diesen Gast und meine Idee dahinter war nicht diese Sensation, die ich für andere Menschen meinen könnte darzustellen, sondern mir geht es darum, zu schaffen, dass es nach meinem Verständnis keine Freiwilligkeit hinter
0:12:27dieser Sache gibt. Weil am Ende des Tages, selbst wenn man meint, man macht es freiwillig und man ist dann da drin gefangen, gibt es sehr viele Frauen, die sagen, boah, das war nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe. Und deshalb fand ich es gut, in Anführungszeichen, dass wir wen haben, der sich traut, das zu erzählen, sein Gesicht dabei zu zeigen und damit so einer Geschichte auch ein Gesicht zu geben.
0:12:50Pflichte ich dir komplett bei. Ich habe ja im Vorfeld ihr Buch gelesen, weil Liebe unbezahlbar ist, glaube ich, heißt das. Und das fiel mir so unglaublich schwer zu lesen, weil das einfach so viel Schmerz beschrieben hat und so viel ja auch mit mir gemacht hat,
0:13:08weil sie sehr viel, sie hat in dem Buch beschreibt, sie von dem Tag ihrer Kindheit an bis zu dem Tag, wo sie zurück nach Deutschland kam aus Brasilien als erfolgreiche Unternehmerin. Sie hat alles beschrieben von jedem einzelnen Übergriff, beziehungsweise sie hat mehr Übergriffe im Buch beschrieben, als sie in der Aufnahme erzählt hat.
0:13:30Und jeder Einzelne dieser Übergriffe hat mich so bewegt, aber einfach, weil diese Übergriffe fast ausschließlich in der Kindheit oder in der Jugend waren und ich mit Kindern und Jugendlichen arbeite, denen genau sowas passiert. Und das nimmt mich natürlich mit. Und deswegen fiel mir das anfangs super schwer. Ich glaube, es wurde leichter für mich zu lesen ab dem Zeitpunkt, wo sie tatsächlich Schwangsprostituierte geworden ist. Also da fiel es mir deutlich leichter. Und dann zum Ende hin natürlich deutlich einfacher.
0:14:07Und da habe ich auch teilweise auch beim Lesen, ich bin ein sehr emotionaler Mensch, habe ich auch beim Lesen geweint, weil ich einfach so, ja, einfach so geflasht war, dass die so erfolgreich geworden ist in Brasilien mit ihren Fischernails. Ja, sehr, sehr krass. Sehr, sehr starke Frau. Sehr, sehr cool. Und sehr guter Kuchen. Ja, also am Ende vom Lied muss man sagen, wirklich krasse Geschichte, was sie da so erzählt hat. Die Details, wie schlimm das war, aber auch, wie sie schon aus ihrer Kindheit erzählt hat
0:14:42und sie gesagt hat, als Jugendliche, und sie wirklich anfangen musste zu weinen, als ihre Oma ihr gesagt hat, sie sei selbst daran schuld, was ihr passiert ist. Und ihr bis heute als reife Frau gesagt wird, oder wenn sie das als reife Frau noch sagt, dass sie da immer noch mit zu kämpfen hat. Das zeigt einfach, was so eine Aussage in einem Menschen auslösen kann. Und ich glaube, dass sich viele Menschen dessen nicht bewusst sind, wie lange so
0:15:12sowas auch nachhalten kann. Ja das stimmt ganz ganz furchtbar. Wen hatten wir als drittes denn? André meine ich. André, unser Doping-Dealer. André selbst hat 18 Jahre lang Steroide genommen und zwölf Jahre lang damit gedealt. Den habe ich kennengelernt über eine Freundin, die ihn über... die was genommen hat. Nein, das glaube ich nicht. Nee.
0:15:44Ich weiß gerade gar nicht, wie die sich kennengelernt haben, aber das ist ja auch irrelevant. Genau, ich hatte ihm geschrieben, so, hey Mensch, ich hab total Interesse an dir. Ich hatte dann auch die Doku geschaut, über die wir auch in der
0:15:56Aufnahme gesprochen haben. Und ich glaube, innerhalb von einer Woche stand die Aufnahme fest. Also eine Woche später nach meinem Erstkontakt hatten wir tatsächlich schon die Aufnahme. Das war sehr spontan und das war mal ein anderes Thema. Ja, das fand ich auch ganz cool. Ich dachte mir so, oh, das ist wirklich mal eine ganz andere Richtung. Finde ich aber cool, dass wir auch so eine Ecke in Anführungszeichen bedienen. Ich
0:16:22kenne mich damit ehrlicherweise überhaupt nicht aus. Also das war für mich echt Neuland. Und im Nachhinein habe ich mich aber geärgert, weil dann sind mir noch zwei, drei Fragen eingefallen, wo ich mir dachte, verdammt, das hätte ich noch mal nachschließen können. Oder sagen wir mal Inhalte. Aber naja, das ist meistens so, dass man dann, wenn man wirklich mehr Zeit hat, über Dinge nachzudenken, dann doch noch mal andere Gedanken kommen und noch mal mehr Fragen. Aber so ist das Spiel nun mal. Also das Verrückte bei Andre war, der hat ja einen unfassbar riesigen Hund gehabt. Oh ja, das hab ich ganz vergessen.
0:16:54Und der war überhaupt nicht ruhig zu kriegen. Der war einfach aufgeregt, weil wir da waren. Und der war wirklich groß. Der war wirklich groß. Und das war für mich eher auch anstrengend körperlich, einfach wegen meiner Allergie. Und dann war das diese ständige Rumgewusel, diese Haare und das war für mich körperlich anstrengend, aber ging noch.
0:17:17So, Nasa hat ein bisschen gepfeift, aber habe ich noch hingekriegt. Ja, André an für sich mit der Geschichte. Für mich persönlich war er slightly ein bisschen zu stolz darauf. Also er hat zumindest auf mich so gewirkt, als wäre er stolz auf das, was er geschafft hat, auf seine Leistung, die dahinter steckt. Und das sei jetzt mal dahingestellt.
0:17:38Das kann er selbst entscheiden, wie stolz er darüber ist oder darauf ist. Aber was ich nicht so toll fand, war, wenn ich mit ihm unterhalten habe, kamen dann so Aussagen wie, ich habe eine Frage gestellt, und dann kam eine Aussage wie, ah, die Frage. Oder, ah ja, das Stereotyp oder das Klischee werde ich häufiger gefragt. Ich erinnere mich.
0:18:02Ich war dann erstmal so, hm, ist für mich persönlich ein Signal von, ich bin passiv-aggressiv. So nehme ich das zumindest wahr. Und dann habe ich halt auch ein bisschen plump zurückgeantwortet, weil ich mir dachte, so nö, nö, nicht mit mir. Ich bin da genauso plump. Und je länger die Folge ging, desto stumpfer wurde ich in meiner Kommunikation.
0:18:25Und desto klarer habe ich ihm halt deutlich gemacht, was ich davon halte. Und irgendwann, glaube ich, habe ich sogar auch mal gesagt, du bist doch eine Ratte oder du hast ihn doch verraten. Du bist der Verräter. Aber genau, das war so ein bisschen der Vibe, der da gegen Ende hin immer stärker wurde. Und dann auch nach der Aufnahme habe ich dann noch mal zu ihm gesagt,
0:18:47André, du bist ein Verräter. Da kannst du sagen, was du willst. Er sagte, ja, das sehe ich anders. Ich so, ja, aber ich sehe ganz klar, du bist ein Verräter. Da waren wir sehr, sehr unterschiedlich in Meinung. Ja, das stimmt, das stimmt. Hat man auch gemerkt. Also ich saß da, ich glaube, ich hatte noch nie eine Aufnahme mit dir bis zu dem Zeitpunkt, wo ich da saß und dachte, oh je, wie kriege ich sie runter?
0:19:10Aber ich fand das sehr cool, dass er sich angeboten hat. Ich bin schon Ewigkeiten auf der Suche nach Drogendealern. Und ich krieg einfach keine. Ich versuch's mit Freunden, die jemanden kennen, der jemanden kennt. Ich versuch's mit ehemaligen Drogendealern, die Aussteiger betreuen oder so was. Ich krieg keinen.
0:19:30Und deswegen dachte ich mir, ja komm, Dopingdealer. Dealer ist im Wort drin. Das passt. Jetzt hast du einen, einen sehr speziellen. Ja, das stimmt, das stimmt. Tobias. Tobias war unser vierter Gast und er leitet einen Strafvollzug in freier Form, anders zu den, ich sag mal, gängigen Strafvollzügen. Vollzügen hätte ich jetzt auch gesagt. Denn die meisten sind eher offen oder geschlossen, aber richtig frei sind weniger. Genau und was genau ist das? Ein freier Strafvollzug bedeutet, dass die, ich weiß nicht,
0:20:15Tobias hat immer gesagt, die Jungs, ich will sie auch nicht Insassen nennen, weil das... Die Jugendlichen. Die Jugendlichen haben die Möglichkeit bei Familien zu wohnen innerhalb von einem bestimmten Areal und haben dort einen sehr strikten Tagesablauf, der um 5.30 Uhr anfängt und bis 22 Uhr geht, wo Sport dabei ist, wo die auch eine Ausbildung lernen und so weiter. Also super krass. Wie fandest du den? Das war ja noch mal eine andere Folge, weil die, ich fand die Folge so schön, aber einfach weil Tobias so eine Ruhe ausgestrahlt hat. Einmal ganz kurz, wie ich Tobias gefunden habe? Durch Rudis Habo. Wer hätte das gedacht? Rudi und Tobias tatsächlich schon mehrfach angeschrieben. Ich glaube, beim dritten Mal
0:21:17erst kam die Antwort und die Kommunikation lief tatsächlich auch fast nur über seine Assistentin Anja, die extrem hilfreich war und uns sehr unterstützt hat. Hm. Ja. Du wusstest ja auch nicht, dass das so lange gedauert hat. Da siehst du. Da siehst du.
0:21:32Aber dafür hat er den ganzen Tag mit uns verbracht. Oh ja, das war echt cool. Ja, bei Tobias, wie hat das Ganze angefangen? Da muss man dazu sagen, wir sind da hingefahren und du nicht hingucken, nicht gucken, gucken nur auf den Boden. Und ich gucke nur auf den Boden und stand dann da, konnte dir nicht helfen, aber du wusstest auch nicht wohin. Und dann warst du da und bist hin und her gelaufen. Wo muss ich denn hin? Ich so, ich weiß es auch nicht. Ich gucke nur die
0:21:58Füße an. Ich kann dir nicht helfen. Und dann habe ich so ein Fenster erhascht und hab noch gesagt, hmm, sieht irgendwie aus wie eine Jugendherberge hier. Und dann hast du gesagt, oh, ich glaube, ich habe unser Raum gefunden. Dann habe ich gesagt, gut, dann gehe ich auch schon mal in den Raum rein und du kannst ja noch mal gucken. Aber dann waren wir im Raum und schon kam Tobias und dann
0:22:16war für dich zumindest alles klar. Ja, für mich noch nicht. Aber... Ehrlich nicht? Auch trotz der Abschrift hinten drauf? Ich habe... Nein, nein, da stand ja auch nichts darüber. Am Ende des Tages ist das ja ein Gefängnis.
0:22:34Ja, in freier Form. Ja, aber es ist ein Gefängnis. Und ich habe nicht geschmeidet, dass ich einfach gerade in einem Gefängnis bin. Weil da draußen aber auch Kinder rumliegen oder Fußball spielten. Und dann waren da andere Leute, die sich das angeschaut haben. Da waren super viele Leute auch unterwegs.
0:22:53Weil ich glaube, das war auch irgendwie... Ich hätte gedacht, das ist an einem Wanderpfad, weil da halt so viele waren. Ja, und das vor allen Dingen, da war ja überall die Tür offen. Also da, wo wir rein wollten, da war halt die Tür offen. Und wir mussten uns ja nie ausweisen oder so. Und das ist halt das, was man so im Klischee kennt,
0:23:09dass man da sich überall ausweisen muss, dann ist alles verschlossen. Und das war da einfach gar nicht. Und dann alles aufgebaut. Und ich dachte, wir sind in einer Stiftung oder ähnliches. Und dann ging die Folge los. Und ich dachte mir, hä? Ich bin hier in einem Gefängnis? Das ist mir aber nicht aufgefallen. Wie ist das denn passiert? Umso spannender war natürlich die Geschichte, die er erzählt hat.
0:23:28Und die Idee, die er hatte oder deren er gefolgt ist. Und ich muss sagen, ein sympathischer Mann, der sehr viel Ruhe ausstrahlt, sehr viel Gelassenheit. Und ich glaube, du brauchst auch genau diese Einstellung und diese Art, um da jeden Tag arbeiten zu können. Ich kann mir auch vorstellen, dass gerade jugendliche Männer, die voller Testosteron sind, doch an der einen oder anderen Stelle
0:23:55vielleicht ein bisschen zu viel Energie haben. Und ich glaube, das kann dann auch schon mal ein paar Nerven kosten. Deshalb ist das schon sehr gut, dass der Mann sehr ruhig ist. Als nächstes sind wir in Düsseldorf. Richtig, bei Fluti. Bei Fluti, Fluti der Gute. Ich habe den Namen gehört und dachte mir, Fluti? Habe ich das richtig gehört? Und dann konnte ich das nicht so richtig zusammenkriegen. Ich weiß gar nicht, was habe ich vorher noch gesagt? Ich habe dann zu dir gesagt,
0:24:22ich habe in meinem ersten Moment nicht Fluti gehört, sondern Flipsi. Flipsi habe ich gehört. Ich so, was? Heißt Flipsi? Aber nein, es war Fluti. Fluti, der Eigentumswohnungen an wohnungslose Menschen vermietet, fand ich sehr, sehr cooles Thema. Ich habe ihn über einen Caritas Post gefunden, bei, ich glaube, Instagram oder so und hatte dann dort mit jemandem Kontakt, die mich an Fluti weitergeleitet hat und er war direkt einverstanden. Dazu muss man aber auch sagen, eigentlich hätten wir die Aufnahme schon im April gehabt. Allerdings ist er kurzfristig krank geworden und ja, hat aber trotzdem geklappt.
0:25:05Und ich muss sagen, am Telefon wirkte er, als ich mit ihm geredet hatte, wirkte er deutlich weniger gastfreundlich, eher abgeklärt. So, ja, okay, alles klar, machen wir. Und als wir aber da waren, Gastfreundlichkeit in Person, muss ich wirklich sagen, der war so herzlich. Er hat uns auch richtig viele Gadgets in seinem Haus gezeigt.
0:25:31Das war echt... Aber der hat auch wirklich sehr schöne Möbelstücke gehabt, die er geerbt hatte. Und dann hat er uns so ein, zwei Gadgets gezeigt, die waren schon echt cool. Und er war so stolz drauf. Und ich hab noch gedacht, das war eigentlich mit dem Handyfilm, weil das so witzig war,
0:25:45aber naja. Wie hast du das Thema denn empfunden? Das ist ja nochmal was ganz anderes. Also ich muss sagen, ich hab mich oft irgendwie nicht selbst in der Geschichte wiedergefunden, das ist Quatsch, aber ich dachte mir so, in Berlin geht es ähnlich zu. Und dachte mir so, ja in Berlin ist das eine ähnliche Situation.
0:26:02Ich finde es cool, dass wir auch solchen Geschichten Raum geben. Man muss auch dazu sagen, es kann ja jeden von uns jeden Tag treffen. Gerade wenn man in einer Großstadt wohnt, ist das ja einfach so. Am Ende des Tages ist man ja selbst nicht davor gebannt, dass das von heute auf morgen irgendwie passieren kann. Und egal, ob nun Düsseldorf, Berlin, Stuttgart oder München oder welche Stadt auch immer,
0:26:25es sind super viele Städte in Deutschland davon mittlerweile betroffen, dass wir einfach unbezahlbaren Wohnraum haben und wir innerhalb kürzester Zeit in so einer Situation sein können. Deshalb ist es umso schöner, dass wir hier ein Paradebeispiel dafür sehen, dass es auch funktionieren kann. Dass es eben letztendlich nicht über Bauunternehmen gehandelt werden muss und dass man dann dem Mietstrudel ausgesetzt ist. Dementsprechend fand ich eine echt coole Geschichte und cool, was er jeden Tag macht. Ja, ja. Und dazu ist ja zu sagen, dass er nicht nur Vermieter ist, sondern auch als
0:26:58Streetworker arbeitet, was ich auch extrem cool finde. Gut, dann kommen wir weiter zu Klaus Peter, unser Senior in dieser Staffel. Unser Tüftler. Unser Tüftler, stimmt. Ja, Klaus Peter, der vor 35 Jahren von der Stasi verfolgt wurde. Mhm. Sehr spannend. Ja, und Klaus-Peter war in Schondorf. Und Klaus-Peter, den habe ich durch Dominik kennengelernt.
0:27:25Also nochmal über Connections jemanden kennengelernt. Stimmt, ich kann mich noch daran erinnern, als wir bei Dominik waren, danach hast du noch gesagt, oder Dominik hat gesagt, hey, ich kenne wen, wenn ihr danach Zeit habt, lasst uns kurz hinfahren. Und ich habe dann eine halbe, dreiviertel Stunde in diesem warmen Auto gewartet. Ich dachte mir so, ich muss auf Toilette, wann kommt die denn jetzt endlich mal raus? Und du hast noch gesagt, dauert nur fünf Minuten. Und nach fünf Minuten wurde fünfundzwanzig Minuten. Und ich dachte mir so, sag mal,
0:27:52wann kommt die denn jetzt? Also das war, da habe ich sogar noch so lange mit deinem Vater telefoniert. Stimmt, Zeit zu überbrücken. Naja, aber wir sehen, die Geschichte war es wert, dass wir am Ende des Tages, also ich, gewartet habe. Ja, man muss sagen, wir waren in einer Werkstatt, deswegen kommt das Wort Tüftler. Fand ich auch nochmal sehr interessant, dieses Setting. Hatten wir bisher noch nie. Das war echt super spannend. Das hatten wir echt noch nie. War auch, also es sah, ich glaube, also ich habe mir so die Videoaufnahmen angeguckt und dachte mir so,
0:28:23oh, es könnte vielleicht sogar zu hektisch aussehen, zu unruhig für diese Videoaufnahme. I don't know, kann ich jetzt nicht sagen. Aber ja, also die Geschichte war schon krass. Und vor allen Dingen, ich habe das zuerst gehört und dann hat er angefangen, das zu erzählen, die Geschichte, wie er sich überlegt hat, dass er dann letztendlich über die Spree fliehen möchte in den Westen oder wollte und dann dorthin schwimmen wollte und ich dachte mir, oh mein Gott, ist das dieser eine Mann, der das geschafft hat?
0:29:00Es gibt ja tatsächlich, es gab einen Mann, soweit ich das weiß, der das geschafft hat, der vom Osten in den Westen geflohen ist, indem er letztendlich einmal über die Spree oder durch die Spree geschwommen ist. Und dann habe ich das so gehört und ich dachte mir so, hä, ist das der? Und dann habe ich so, nee, der ist doch verstorben, war das nicht der? Und dann habe ich versucht so weiterzudenken und dachte mir, nein, hör auf, hör zu, hör zu. Du verpasst die Geschichte. Und dann musste ich meine Gedanken wieder sammeln und war dann wieder an Bord und habe dann verstanden,
0:29:28okay, Klaus-Peter war das nicht. Also was ich extrem interessant finde, ich habe vor 35 Jahren noch nicht gelebt. Einfach so aus erster Hand zu hören, wie es ist, so verfolgt zu werden, abgehört zu werden und sich noch nicht mal sicher zu sein, wer sind meine Freunde und wer sind Spione. Das finde ich schon extrem heftig. Einfach das so zu hören, also das fand ich sehr, sehr cool. Ja, das stimmt. Und auch diese ganzen Unterlagen, die er dann rausgekramst hat,
0:29:58nochmal nachzugucken, welches Datum war das nochmal genau. Und das Krasse ist ja, der hat das wirklich alles in Unterlagen, wo dann drin steht, an dem und dem Tag, so in der und der Uhrzeit. Er hat da versucht, über die Grenze zu kommen, hat den Antrag eingereicht. Das war, dachte ich mir auch so, wow, dass man das alles so krass nachverfolgen kann. Na gut, so etwas kann man. Ja.
0:30:15Ähnlich wie Norbert. Wieso ähnlich wie Norbert? Weil Norbert auch einen Ordner hatte mit all seinen Sachen. Mit allen Dokumenten, mit allen Sachen vom Anwalt. Echt? Die hab ich gar nicht gesehen. Oder war das, als du in Vorbereitung mit ihm warst?
0:30:34Ich hab's auf jeden Fall in seiner Küche gesehen und ich meine, er hat es neben sich auf die Bank gelegt. Vielleicht hast du es deswegen nicht gesehen. Aber Norbert, unser junger Mann, der für drei Jahre zu Unrecht verurteilt wurde und deswegen 683 Tage, meine ich, in Haft war. Er konnte früher raus, Gott sei Dank, man hat ihm Missbrauch vorgeworfen. Ganz genau, ganz genau. Wie hast du, also erstmal zu Norbert, also ich muss zugeben,
0:31:05ich bin schon ziemlich stolz darauf, dass ich den gefunden habe, weil es wirklich ein Kampf war. Ich habe, weil wir vereinbart hatten, wir wollen jemanden haben, der zu Unrecht verurteilt wurde, habe ich das natürlich gegoogelt, dies, das, und kam auf seinen Namen durch die unterschiedlichsten Zeitungsartikel, weil das recht präsent in den Medien war, zumindest unten im Saarland. Und ich habe daraufhin ein Bild von ihm bei Google gesehen
0:31:34und dachte mir, Mensch, das scheint er zu sein. sein und hab den Namen weitergegoogelt und kam dann auf sein Tierheim. Und dann hast du über das Impressum des Tierheims oder hast du dann... Ne, über das Impressum und dann konnte ich da halt die E-Mail Adresse rausfinden. Hast ja richtig Spionage betrieben. Ein richtiger Detektiv.
0:31:57Ja, ja. Wie hast du denn die Aufnahme empfunden, gerade in Bezug darauf, dass es ein Tierheim ist. Also man muss dazu sagen, ich wusste, dass wir in eine Tierumgebung gehen, denn du hast mir vorher auch angedroht, bitte nimm Tabletten. Normalerweise sagst du das mal so beiläufig, oder hast du deine Tabletten mitgenommen, aber da warst du mit sehr viel Nachdruck dabei und ich dachte mir, das wird schwierig für mich mit so vielen Tieren. Ich weiß nicht, ob ich das kann und ich wusste ja nicht, was für Tiere. Also ich wusste
0:32:28nur, es werden Tiere sein, aber ich reagiere ja auch auf unterschiedliche Tiere unterschiedlich intensiv. Und ich dachte mir so, boah, das wird für mich echt anstrengend, weil es ist einfach extrem anstrengend für meinen Körper, sich auf die Geschichte zu konzentrieren, dabei kaum Luft zu kriegen und zu versuchen, nicht mit peifender Nase ins Mikro da rein zu atmen. Das ist wirklich anstrengend. Und dann noch läuft ja permanent die Nase und die Augen werden klein und fangen an zu tränen und das alles unter Kontrolle zu haben und dabei nicht zu niesen. Ist schon wirklich anstrengend. Und da hatte ich schon gedacht, oh nee, hoffentlich wird das jetzt für mich nicht so schlimm.
0:33:02Deswegen war ich da etwas voreingenommen, dass es mir nicht so gut gehen wird. Aber die Tabletten haben ihr Bestes getan. Es war dafür echt gut, muss man wirklich sagen. Das stimmt. Es waren drei Hunde vor Ort und in der Tür, durch die Tür nebenan waren die ganzen Katzen. Ja, das stimmt. Das stimmt. Da waren ja auch noch Katzen.
0:33:23Das stimmt. Aber dementsprechend hat das für mich ehrlicherweise voll gut funktioniert. Also Check sollte ich häufiger benutzen, in diesem Fall zwei Tabletten zu schlucken, auch wenn die Apothekerin mir gesagt hat, nicht mehr als eine. Aber das hat tatsächlich sehr geholfen. Wie fand ich die Geschichte?
0:33:40Ich fand das erst mal grundsätzlich eine krasse Story. So zu Unrecht verurteilt ist schon mal krass genug. Und dann noch wegen sexuellem Missbrauch, das ist noch mal doppelt. Und dann kam die Tatsache dazu, dass es sein Pflegekind war. Das war richtig heftig. Da hab ich gedacht, das ist echt eine krasse Geschichte.
0:34:01Und dass er so dafür gekämpft hat, da rauszukommen, fand ich krass. Und vor allen Dingen auch dieser Gedanke, ich lebe in Deutschland, das wird schon gut gehen, ich habe ja nichts getan. Also dieses Vertrauen in die Justiz, die Einstellung zu haben, genau, die Einstellung zu haben, so wie leben in Deutschland, das funktioniert schon, wenn ich sage, ich war es nicht, ich brauche keinen großen Rechtsbeistand. Ja, er wurde eines Besseren belehrt, dass das leider in Deutschland auch nicht immer funktioniert. Dementsprechend war das wirklich eine krasse Geschichte und zeigt einem auch,
0:34:34dass man vor nichts letztendlich geschützt ist und dass man auch in Deutschland aufpassen muss, dass einem sowas nicht passiert. Vor allem, ich habe jetzt gerade seinen Satz im Kopf, er sagte, wenn du schuldig bist, brauchst du einen guten Anwalt. Bist du unschuldig, brauchst du den Besten. Und das finde ich so passend für seine Geschichte. Also das wäre der ideale Folgentitel, muss ich ja sagen. Wenn er nicht so lang wäre. Wäre er nicht so lang, das stimmt. Das stimmt wohl. Kommen wir weiter zu Erem. Erem, den wir am selben Tag aufgenommen
0:35:06haben wie Tobias, weil Erem tatsächlich einer dieser Jugendlichen oder jungen Erwachsenen ist, der in diesem freien Vollzug lebt. Ehren hat mit 16 und halb Jahren, glaube ich, versuchten Mord begann. Mit einem Messer hat er siebenmal auf einen Bekannten eingestochen, der auch 16 war. Der auch 16 war und wurde nach einer kurzen Flucht geschnappt, war danach in einigen Gefängnissen und kam dann letztendlich zu Tobias. Wie hast du diese Geschichte wahrgenommen? Ich meine, du wurdest ja so oder so gespoilert. Du wusstest, okay, wir sind hier,
0:35:46wir haben eine zweite Aufnahme. War offensichtlich, dass es dann ein... Nein, für mich gar nicht. Nicht? Nee, nee, nee. Was? Für mich, weil wir hätten die Location ja auch so nutzen können. So hat es sich für mich angefühlt.
0:35:58Ach so. Und deswegen war meine Reaktion auch so krass, weil ich das gar nicht, ich habe das nicht gecheckt. Wir waren ja dazwischen Mittagessen. Ja. Und ich habe gar nicht darüber nachgedacht, so was kommt jetzt als... Versuche ich auch mich davon frei zu machen, weil wenn ich weiß, wir haben zwei Aufnahmen hintereinander, da verarbeite ich erstmal die erste Aufnahme und muss dann versuchen runterzukommen. Da kann ich
0:36:19nicht schon direkt, was wäre die nächste Aufgabe oder nächste Aufnahme, was passiert da alles. Da denke ich gar nicht so weit drüber nach, weil ansonsten manipuliere oder beeinflusse ich mich ja selbst so. Und ich habe nur gesehen, dass du, also du bist ja früher losgegangen, um da schon den Gast in Empfang zu nehmen, weil ich mit ihrem zehn Minuten geredet hatte, zuvor am Telefon. Ich wusste nichts wirklich. Ging ja auch nicht. Wie soll es denn auch? Also ich meine, er ist da ja nun mal drin.
0:36:50Aber er hat ein Handy. Das heißt, er hätte dich rein theoretisch anrufen dürfen oder nur gewisse Nummern? Nee, er hätte mich anrufen dürfen, aber auch die Aufnahme wurde sehr, sehr schnell, also sehr kurzfristig festgelegt. Ich glaube, am Mittwoch stand die Aufnahme fest und am Samstag hatten wir sie. So war das nämlich. Verrückt. Wie habe ich das dann wahrgenommen? Dann bin ich in diesen Raum rein und dann habe ich nur einen jungen Mann gesehen, der an mir vorbei gezogen ist und gesagt hat, ich ziehe mir noch schnell ein anderes T-Shirt an.
0:37:22Und das war das einzige, was ich mitbekommen habe. Und dann im nächsten Moment war er wieder da, saß vor uns und dann hat es mir langsam gedämmert. Dann dachte ich mir so, könnte das jetzt sowas sein? Aber dann dachte ich mir so, ja gut, weiß man ja nicht, kann ja auch ein Mitarbeiter sein. Und ich meine, er ist ja heute keine 16 mehr. Und dementsprechend könnte er auch ein Mitarbeiter sein, der dort letztendlich unterwegs ist. Und dann, als er gesagt hat, was er gemacht hat, in welchem Alter, da dachte ich mir nur so, alter Falter, das habe ich jetzt wirklich nicht gedacht, dass das jetzt kommt.
0:37:58Hattest du Angst? Nein, ich habe doch keine Angst. Wieso die Frage? Ich hätte, glaube ich, Angst gehabt. Wieso denn? Du warst ihm doch auch gegenüber. Hast du Angst gehabt? Naja, ich wusste von der Geschichte. Aber wenn ich jetzt jemanden höre, der sagt, ich habe jemanden siebenmal in den Körper gestochen,
0:38:17ich hätte Angst gehabt, wenn ich die einfach so ungefiltert direkt ins Gesicht gesagt bekomme, diese Aussage. Naja, wir sind ja bei Willi mit ihm noch den ganzen Tag unterwegs gewesen. Wir haben ihn auch noch mitgenommen mit dem Auto. Da hatte ich auch keine Angst. Und bei Willi ist auch Diverses passiert. Du bist einfach furchtloser als ich.
0:38:38Ich hatte keine Angst, sondern ich war eher schockiert. Ich war empört. Und ich war über diese ganze Situation, ich war auch irgendwann genervt von der Geschichte. Warum war ich genervt? Weil für mich seine Freundin eine viel zu intensive Rolle eingenommen hat in der ganzen Geschichte, wieso das passiert ist. Und als ich dann ihn auch gefragt habe, ob er sagen würde, dass
0:39:06seine Freundin einen Teil der Mitschuld trägt, hat er gesagt nein. Und du hast auch gemerkt, dass er das nicht gut fand, wenn ich auf diese Freundin eingegangen bin. Also zumindest hat sich das für mich so angefühlt, als fände er das jetzt nicht gerade cool, wenn ich auch eine gewisse Art der Schuld bei dieser Freundin suche. Und ich würde nicht mal sagen die Schuld bei ihr suche, sondern weil ich immer wieder auf sie Bezug genommen habe, wenn er darüber gesprochen hat. Oder auch
0:39:34das, als ich ihn gefragt habe, hey wie kann es sein, dass ihr noch zusammen seid? Meinst du nicht, dass das zwischen euch steht? Und er eigentlich eher nö gesagt hat, nö, gar nicht. Also warum sollte das zwischen uns stehen? Und ich gesagt habe, meinst du nicht, da ist für immer irgendwas kaputt gegangen? Vor allem die konnten ja, seitdem er gefasst wurde oder seitdem er diese Tat begonnen hat, konnten die nicht darüber reden oder haben sie noch nie darüber geredet, was er getan hat? Also ich glaube, sie haben schon darüber geredet, aber sie konnten noch nie alleine
0:40:08so intensiv darüber reden mit den ganzen Details, weil das natürlich nicht funktioniert. Ist logisch, gebe ich dir recht. Aber ich glaube, natürlich haben die in gewisser Art und Weise darüber gesprochen, das kann ich mir schon vorstellen. Aber das ändert am Ende des Tages ja nichts, dass das passiert ist und sie ja ihm im Endeffekt in seiner Wut, natürlich hat er das begangen, das will ich auch gar nicht abstreiten, so er hat das begangen, er ist schuld, aber sie wusste, er ist gerade aggressiv, sie wusste das wird den jetzt auf die Palme
0:40:39bringen und sie hat ihm das aber gesagt, er hat sogar gesagt, sag mir wer das war und ich steche ihn ab, das hat er gesagt und sie hat daraufhin den Namen genannt. Ich glaube er hat gesagt dieses ich steche ihn ab hat er zu seinen Freunden gesagt. Nicht in ihrer Anwesenheit. Ich bin mir nicht sicher. Sie haben ja angenommen, die haben telefoniert. Ich weiß es nicht mehr schon so lange her. Ja auf jeden Fall hat er klar gemacht er droht oder er hat mit Gewalt gedroht
0:41:06und hat das ihr sozusagen deutlich gemacht. So war es in meiner Erinnerung und dann hat er letztendlich ist er daraufhin dort hingefahren. Und das ist schon eine heftige Nummer gewesen. Ich war eher am Ende des Tages schockiert, wie er das beschrieben hat, also wie er auch beschrieben hat, wie dieses Messer dann in diesem Bauchraum ist. Und ich war so richtig in diesem Moment und habe dann so richtig da mitgefühlt und dachte mir so, das ist wirklich abartig gewesen. Und auch als er auf der Flucht war, da habe ich auch sehr viel in meinem Kopf diese Bilder gehabt,
0:41:41wie er das erzählt, wie seine Mutter dann daneben ist und weint und er auf dem Boden lag und er festgenommen wird und die Familie war nebendran und hat das Elend mit angucken müssen, dachte mir nur so, was tust du deine Familie an? Also ich war da sehr in dieser Familie drin und dachte mir nur so, ich habe einfach den Kopf geschüttelt innerlich und dachte mir so, was soll das? Warum machst du so einen Quatsch mit 16 Jahren? Warum musst du dir dein Leben mit 16 Jahren so verbauen? Das fand ich schon echt krass. Und deshalb war in meinem Kopf auch so, hatte ich dieses innere Bedürfnis, ihn zu schütteln. Weil er hat gesagt, er bereut es,
0:42:16und das ist auch gut so. Und er ist jetzt mittlerweile draußen. Ja, aber für mich war das so dieses... Es ist für mich noch nicht so ganz... Also ich bin der Meinung, du kannst das nicht 100% abschließen, wenn du noch mit dieser Frau zusammen bist. Das ist meine persönliche Einstellung.
0:42:37Das geht in meinem Kopf nicht zusammen, weil diese Geschichte, also diese Frau hat einen starken Einfluss auf diese Geschichte gehabt. Und dementsprechend kriege ich das nicht zusammen und er sagt, lieber halt alles oder wenn sie mir jetzt nicht treu ist, wer dann? Weil sie immer noch an meiner Seite ist. Dann sage ich, ja, aber Liebe vergeht auch.
0:42:57Liebe verändert sich. Das muss man auch sehen. Und deshalb weiß ich nicht, ob man da nicht einfach Deckel zumachen müsste. Gerade wenn man sich mit 16 da kennengelernt hat, muss man auch dazu sagen, man reift, man reift unterschiedlich. Ich meine, allein die Tatsache, dass er jetzt drei Jahre dort oder im Gefängnis war und sie hat ein
0:43:16ganz anderes Leben geführt. Das hat natürlich einen Einfluss darauf und da dann auch diese unterschiedlichen Lebensstile, die aufeinander clashen, das wieder in eine Bahn zu bekommen, weiß ich nicht, ob das klappt. Müssten wir ihn jetzt mal fragen, aber am Ende des Tages hatte ich einfach so das Bedürfnis, ihn zu schütteln und zu sagen, wach auf, das mit der Freundin weiß ich nicht, ob das die beste Entscheidung ist. Schön, ich freue mich für dich, dass du dein Leben wieder in den Griff
0:43:40bekommst und ich finde es auch schön und lüblich, dass du dich bei deinem Opfer entschuldigen möchtest, aber ich weiß nicht, ob das die richtige oder beste Entscheidung ist, die du triffst, wenn du die Frau weiterhin in deinem Leben lässt. Nicht, weil ich die Frau mies machen möchte, sondern weil beide meiner Meinung nach damit abschließen sollten und dazu gehört letztendlich auch, dass man Dinge auf sich beruhen lässt und dann getrennte Wege geht. Ja, finde ich hast du sehr gut beschrieben, sehr guter Monolog. Okay, dann lass uns noch mal zu unserem letzten Gast dieser Staffel kommen, unser Josef. Josef,
0:44:14der einfach mit internationalem Haftbefehl gesucht wurde, der 40 Millionen von der der amerikanischen Drogenmafia veruntreut hat? Nein, nach Deutschland geschmuggelt hat. Nach Deutschland geschmuggelt hat und aber verloren hat. Verloren hat, genau. Und andere Gelder hat er veruntreut,
0:44:38die er von reichen Menschen eigentlich anlegen sollte, oder er sollte Gelder von reichen Menschen anlegen. Und die hat er dann veruntreut. Ja. Also, Josef, ich glaube, das war mal wieder so eine Folge, wo ich das gehört habe und lachen musste. Ich glaube, ich habe gelacht.
0:44:54Ich glaube auch. Was? Was hast du gemacht? Ich habe das zuerst gar nicht richtig gecheckt. Ich dachte mir so, hä, was ist hier passiert? Und auch als er die Geschichte erzählt hat und dann kamen immer so komische Details und
0:45:07ich so, einfach nur so ganz komisch, guckte ich so, hä, wie, verstehe ich jetzt gar nicht. Ich habe es gesehen. Ich habe es gesehen. Allein die Tatsache, dass er mit mehreren Koffern jedes Mal oder mehrere Male aus den USA nach Deutschland geflogen ist, um dann in der Summe 40 fucking Millionen Dollar zu schmuggeln.
0:45:29Und das war auch noch Drogen und Waffengeld, also Mafia-Geld. Und das ist schon echt krass. Man muss dazu sagen, er war sich das nicht bewusst. Richtig. Er dachte, er würde da einem netten Herren einen Gefallen tun, indem er in Deutschland Geld für ihn anlegt. Ja, Pustekuchen. Aber ich bin auch ehrlich, ich habe sofort gedacht, naja, also dass der dieses Geld von seinen Eltern einfach mal so bekommt und er möchte es in Deutschland anlegen. Und ich habe noch zu ihm gesagt,
0:45:56war das Geldwäsche, oder? Also für mich gehört das als Laie jetzt immer noch zur Kategorie der Geldwäsche, weil er hat es natürlich nach Deutschland gebracht, illegalerweise, und hat dann das Geld angelegt in Form von Wertanlagen oder Wertfonds, ich weiß nicht mehr genau, wie das heißt, und hat dann letztendlich Kohle damit gemacht. Das war echt eine krasse Nummer. Und vor allen Dingen, der Bruce hieß er, der hat es ja gar nicht verlangt. Der wollte ja gar nicht das Geld in erster Instanz zurück haben. Er meinte, er wollte, glaube ich, eine
0:46:33Festsumme haben. War das nicht so? Ja, die wollten sich das aufteilen. Dafür, dass Josef die 40 Millionen rüber nach Deutschland bringt, wollte Bruce Hälfte Hälfte machen. Ja, das ist schon echt krass. Und dann ist man mit einmal einfach mal 20 Millionen hat man da auf dem Konto. Aber er hatte 40 Millionen auf dem Konto und hat natürlich sein Leben gelebt in Saus und Braus. Wer hätte das gedacht? Und hatte einen sehr ausschweifenden Lebensstil.
0:46:58Ey, der hat einfach die Schwester von Michael Jackson gedatet. Janet Jackson? Ne, das war, ne, Latoria. Latoria Jackson hat er gedatet. Ja. Also er hat nicht mal daten gesagt.
0:47:10Er hat halt gesagt, ich glaube, die hatten dann ein Techtelmechel. Ich glaube, die war so ein bisschen verbandelt, aber das war scheinbar nichts Ernstes. Zumindest hat sich das nicht so angehört, als würde das in eine ernstere Richtung gehen. Ernster waren andere Freundschaften, zum Beispiel mit King Charles. Ja, heute King Charles, damals Prince Charles. Und ich möchte noch mal erwähnen, dieser Mann ist seit er 18 Jahre alt an einen Rollstuhl gebunden. Der kann seine Beine nicht nutzen. Der hat das alles
0:47:45erlebt im Rollstuhl. Hatte eine Jacht, hatte weiß ich nicht wie viele Autos, hat Angestellte gehabt, mehrere Köche, meine ich, hat er mir erzählt. Unglaublich krass, unglaublich krass. Und dazu kommt noch nicht nur, dass er das mit diesem Drogengeld hatte, sondern auch, dass Bekannte von ihm, teilweise Freunde und Mitarbeiter, ihm das Geld gestohlen haben, was er für andere anlegen sollte. Was ich noch mal richtig krass fand, weil dadurch musste er fliehen und genau dadurch kam dann ja der internationale Haftbefehl, was ich schon sehr, ja sehr, sehr heftig finde. Also man muss aber dazu sagen, dass er davor ja selbst schon Gelder veruntreut hatte.
0:48:28Das heißt also, er hatte schon keine reine weiße Weste mehr und da kann man natürlich, wenn es das zweite Mal passiert, sich auch denken, ha ha, hat er dann doch noch mal gedacht, ich gehe auf die andere Seite. Aber im zweiten Fall war er es tatsächlich nicht, sondern dann wollten die in Anführungszeichen mit der sauberen Weste ihm den schwarzen Peter zu schieben. Das war auch eine krasse Geschichte. Die ging auch echt lang die Geschichte. Und das war
0:48:53das erste Mal, dass wir im Freien die Aufnahme hatten. Das hatten wir vorher auch noch nicht. Und ich war noch so skeptisch, muss ich sagen. Auch wenn der Garten super ruhig war. Man hat im Hintergrund ein bisschen Wasser quetschen hören. Aber ich war sehr skeptisch, muss ich sagen. Normalerweise sage ich den Gästen immer, lieber nicht den Garten. Das ist zu laut. Ja, es ist total spannend. Ich muss sagen, ich bin unglaublich zufrieden mit den ganzen Themen, mit der Zusammensetzung, also mit der Reihenfolge und mit allem, was wir da erlebt haben.
0:49:24Ja, es war wirklich eine verrückte Staffel und ich habe es liebevoll zu dir gesagt, ich glaube, wir hatten noch nie so viele Knastis wie in dieser Staffel. Das stimmt, das stimmt. Das waren einige, die irgendwie im Gefängnis waren oder was zumindest mit dem Gefängnis zu tun haben oder hatten. Und dementsprechend war das tatsächlich eine intensive Staffel mit wirklich crazy Geschichten. Und wir haben auch viele Dinge dazwischen erlebt. Und dementsprechend
0:49:56muss ich sagen, war das alles in allem wirklich auch ein schöner Sommer, den wir so verbracht haben. Mit vielen tollen Erlebnissen, auch wenn es anstrengend war, hat es sich wirklich gelohnt, meiner Meinung nach. Auf jeden Fall und ich freue mich schon riesig auf die nächste Tour im November. Im November geht es dann weiter. Dann würde ich sagen, müssen wir so tun, als würden wir uns gleich nicht mehr sehen und wir müssen uns verheiratet verabschieden. In diesem Sinne danke dir für die spannenden Gäste und ich bin wirklich gespannt, was mich in zwei Monaten
0:50:29dann erwartet, wenn wir wieder auf Touren sind. Darfst du sein. Ich kann nur gutes Versprechen. Bis dann. Du willst selbst bei uns dabei sein? Dann melde dich auf unserer Website oder unserer Social Media.
0:50:46Untertitel von Stephanie Geiges
Transcribed with Cockatoo
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