Schmuggel von 40 Millionen Schwarzgeld - vom FBI gejagt #39 Josef Müller
Shownotes
Was passiert, wenn ein ganz gewöhnlicher Steuerberater plötzlich auf der Fahndungsliste des FBI landet? Josef nimmt uns in sein Leben mit, welches von Nervenkitzel, unerwarteter Wendungen und skandalöser Enthüllungen geprägt ist. Josef erzählt, wie er von einem normalen Leben in Bayern in die Fänge internationaler Intrigen geriet – und schließlich zur Zielscheibe einer globalen Menschenjagd wurde.
Josef offenbart, wie er Millionen in bar über den Atlantik transportierte, unwissentlich zur Schachfigur mächtiger Netzwerke wurde und wie ihn die gefährliche Wahrheit einholte. Doch das ist erst der Anfang…
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0:00:00Stell dir vor, du kommst in einen Raum, vor dir sitzt ein Mensch und du hast keine Ahnung, wer das ist. Das passiert mir in jeder Folge bei unserem Podcast von Bohne zu Bohne. Mein Name ist Charlotte und ich weiß vorher nichts über unsere Gäste. Kein Name, keine Information, keine Themen. Also werden meine Fragen auch deine Fragen sein.
0:00:20Ich bin Sanja und ich suche die Gäste. Hier achte ich darauf, dass es Menschen mit spannenden Persönlichkeiten und faszinierenden Erlebnissen sind. Und genau die wollen wir mit euch teilen. Bist du bereit, gemeinsam mit Charlotte neue Geschichten kennenzulernen? Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge.
0:00:43Mein Name ist Charlotte. Mein Name ist Tanja. Mein Name ist Josef Müller und ich wurde mit internationalen Haftbefehl vom FBI durch die Welt gejagt. Uiui, das habe ich nicht erwartet. Was hast du denn gemacht? Was war denn da los? Das ist eine gute Frage. Wenn man als normaler Steuerberater beruflich her eigentlich ein ordentliches Leben führt, dann ist es schon etwas Besonderes, wenn man plötzlich auf der Fahndungsliste des Bayerischen Landeskriminalamtes,
0:01:18des Bundeskriminalamtes und des amerikanischen FBI steht. Und das Interessante ist, sie haben mich nicht gefunden. Ich bin denen entkommen und ich sage immer, das amerikanische FBI ist nicht die Dorfpolizei von Mannheim. Es ist schon etwas Besonderes. Allerdings gibt es immer einen Anfang dazu und auch einen Grund und vielleicht auch ein Ende. Und am Ende war alles gut. Und das ist eigentlich eine wilde Geschichte, die mich selber so nicht erwartet hat, weil ich bin ja eigentlich kein typischer Ganofe,
0:01:55der jetzt irgendwo vor der Justiz flieht, weil er ein Verbrechen begangen hat, aber so sah es am Anfang aus. Okay, wo fängt denn da die Geschichte an? Die Geschichte fängt eigentlich ganz von Anfang an. Ich hatte ein ganz normales Leben, sagen wir so. Ich bin aufgewachsen hier in Bayern, in einer kleinen Stadt kurz vor München. Mein Vater war bei der Polizei, er war Kriminalkommissar, meine Mutter war OP-Schwester und mein Vater hatte mit 50 Jahren einen Herzinfarkt. Und dort wurde er pensioniert und hat sich dann später selbstständig gemacht, bis es ihm wieder besser ging als Handelsvertreter.
0:02:37Und da musste der einzige Sohn, nämlich ich, her und ich war erst 16 Jahre alt. Ich konnte meinem Vater nicht so helfen und konnte allerdings mit einer Sondergenehmigung beim Münchner TÜV, beim Technischen Überwachungsverein, mit 16 Jahren den Führerschein machen. Und das war, ich sag mal, so eine geile Sache. Nach der Schule habe ich dem Papa geholfen und abends bin ich in die ersten Diskotheken gefahren.
0:03:00Und das war eine irre Geschichte. Und kurz vor meinem 18. Lebensjahr ist es passiert. Ich bin vom Tanzen nach Hause gefahren, bin eingeschlafen und das Auto ist von der Fahrbahn abgekommen, hat sich mehrmals überschlagen und ist im Wald liegen geblieben. Ich glaube, es war das erste Wunder in meinem Leben, dass nach vier Stunden jemand
0:03:20vorbeigekommen ist und hat nicht einen Autofahrer, nicht auf die Fahrbahn gesehen, sondern in den Wald rein und hat dort mein Auto liegen gesehen und hat dann die Rettung gerufen, die Polizei, und sie haben mich dann aus dem Auto raus und ich kam dann mit einem speziellen Rettungshubschrauber auch in eine Spezialklinik nach Heidelberg und sie haben mich dort rehabilitiert. Sie haben dort festgestellt, ich habe eine Rückenmarksverletzung, eine Querschnittlähmung und sitze quasi seit
0:03:49meinem 17. Lebensjahr oder kurz vor meinem 18. Lebensjahr im Holzstuhl. Das hat mich aber nie irgendwie, ich sage mal so, ich habe nie irgendwie einen Frust deshalb gehabt. Ich war immer positiv, ich war immer ein Lebemann, ich habe immer Ja zum Leben gesagt. Ich sage als Beispiel, ich habe zehn Jahre lang auf einen Frust gewartet und wie der dann nicht gekommen ist, dann habe ich es bleiben lassen. Und so lebte ich mein Leben, ich wurde dann Steuerberater später, habe dann meine eigene Kanzlei
0:04:19gehabt und so. Aber ich will nur sagen, dieser Rückschlag hat mich eigentlich nie irgendwie besonders, ich sag mal, aus der Bahn geworfen, weil das Leben ist viel zu schön dazu. Und du hattest auch für dich dann angenommen, du machst alles weiterhin eigenständig, ohne Unterstützung und du bist dann deinen Weg gegangen, ganz egal was kam. Ja klar, ich hatte damals eine Freundin, die Christa, die es zehn Jahre, ich sag mal, mit mir ausgehalten hat. Und sie wollte nach zehn Jahren Kinder und Familie und ich wollte weiter das Partyleben von München so ungefähr.
0:04:53Und da haben uns unsere Wege leider getrennt. Heute hat sie drei wunderschöne Mädchen, weit über 20 schon. Und ich bin, und das ist so mein Weg gewesen, leider kinderlos geblieben. Entweder es war die falsche Frau da oder es war der falsche Zeitpunkt. Heute bereue ich das. Aber ich spreche heute sehr viel vor Schülern und vor anderen, vor jungen Menschen, sodass ich
0:05:16sehr viel Kontakt mit jungen Menschen habe und das ist so irgendwie ein bisschen Ausgleich. Aber zu der beruflichen Seite her, ich habe dann meine Ausbildung gemacht als Steuerberater, hatte dann mehrere Steuerkanzleien in Deutschland, erstens mal in Fürstenfeldbruck, hier in meinem Elternhaus, zum zweiten in München, zum dritten Mal in Starnberg und dann in Wittenberg zwischen Leipzig und Berlin.
0:05:48Was war denn dein Schwerpunkt? Mein Schwerpunkt waren zwei verschiedene Branchen. Erstens habe ich sehr viele Ärzte vertreten, niedergelassene Ärzte. Dafür habe ich mich spezialisiert.
0:06:15Und zum Zweiten, damals in den 80er Jahren kam es sogenannte Bauherrenmodell auf. Das war eine spezielle Art, mit der man Steuern sparen konnte. Und da habe ich sehr viele Mandanten gehabt, die als Bauträger ihre Produkte, also ihre Wohnungen vermarktet haben und habe mich da spezialisiert als Steuerberater für diese Art von Steuersparnis.
0:06:20Und das hat mich natürlich ziemlich hochgebracht damals. Auch gerade wenn du in ganz Deutschland mehrere Kanzleien hattest, das ist schon sehr beeindruckend. Ja, ich war ein fleißiger Mensch, so wie andere fleißig sind in ihrem Job. Ich sehe das. Ich hatte damals 50 Mitarbeiter, vier Büros und war eigentlich, heute würde man sagen, vielleicht Workaholic. Aber ich bin deswegen trotzdem natürlich immer am Abend, am Wochenende oder so weggegangen, weil ich gesagt habe, wer feiern kann, der kann auch arbeiten oder umgekehrt.
0:06:58Ich war allerdings immer der Erste im Büro und der Letzte, der rausgegangen ist. Mir hat mein Job Spaß gemacht. Heute bin ich froh, muss ich dazu sagen, wenn ich meine eigene Steuer machen kann, weil alles sehr kompliziert worden ist. Ja, das stimmt. Wie kam es denn dazu, dass du dein Steuern hinterzogen hast?
0:07:16Das ist jetzt eine ganz andere Geschichte. Ich glaube, die wollen wir gar nicht so vertiefen. Ich kann darüber reden, aber das ist eine Geschichte. Ich wurde mal schon mal in den 90er Jahren angeklagt wegen Steuerhinterziehung. Und zwar, ich hatte natürlich, ich war mit meiner Unternehmenskraft, mit meiner Energie und Power hatte ich, war es für mich ein bisschen zu langweilig, nur als Steuerberater
0:07:42zu arbeiten. Ich hatte nebenbei noch alle möglichen Dinge. Ich hatte einen Automobilvertrieb. Wir haben aus Amerika Autos importiert, also Jeeps. Und wir haben nach Amerika Mercedes, Porsche und große exklusive Fahrzeuge exportiert. Da hatte ich eine Autofirma. Dann hatte ich noch einen Schallplattenvertrieb bundesweit für Francoise Records, ähnlich wie heute Aldi oder Lidl oder irgendwas anderes. Also ein Discounter für Schallplatten, die recht günstig waren. Ich hatte verschiedene andere Geschichten. Ich habe Häuser gebaut und habe in Ferienwohnungen erstellt. Also ich war in vielen Dingen unterwegs und hatte natürlich teilweise den Überblick verloren über manche Dinge. Und da gab es halt ein paar Unregelmäßigkeiten,
0:08:36die mir dann später mal die Justiz ausgelegt hatte als Steuerhinterziehung. Ich würde sagen leichtfertige Steuerverkürzung. Da war keine Absicht, aber es ist halt passiert. Das lag natürlich, weil ich dann den Überblick über meine Unternehmen natürlich auch ein bisschen verloren habe. Ich war aber schuld daran. Da brauchen wir gar nicht reden und das war schon in Ordnung. Und wie kam es dann dazu, dass du weltweit gesucht wurdest? Wie fing das an? Die ganze Geschichte ist vielleicht... Es gab zwei Geschichten, okay?
0:09:08Die erste ist die... Vielleicht nur jetzt mal zum Verständnis, Entschuldigung, wenn wir da mal kurz stoppen. Die erste Geschichte ist eine Geschichte, in der ich Gelder nach Deutschland gebracht habe. Da wurde ich nie belangt davon. Ich weiß nicht, ob dir das bekannt ist. Ne, das wusste ich tatsächlich nicht. Okay, also ich habe für eine amerikanische Mafia, da wusste ich allerdings nicht, ich sage es nur so nebenbei, die bekommen keine drauf, nur um das nicht zu vermengen, okay,
0:09:36habe ich im Koffer 40 Millionen US-Dollar Bargeld von USA, von Miami nach München geschleust in zehn Flügen auf vier Koffer. In jedem Koffer passt eine Million. Okay? Und da wurde ich allerdings nie belangt darüber, weil das damals nicht strafbar war. Heute schon. Heute würde es strafbar sein. Wir gehen gleich in das Thema rein. Das hat aber nichts mit meinem FBI-Gesuch zu tun, das kam zehn Jahre später. Wie startet denn deine kriminelle Karriere?
0:10:07Ja, das ist eine gute Frage. Ich bin nie in eine Bank gegangen und habe gesagt, hands up, ich begehe jetzt einen Banküberfall und war mir sicher, dass ich hier einen Straftaten begehe. Sondern so etwas beginnt ganz langsam und ganz locker und ganz smooth im normalen Bereich. Es begann damals, dass ich in jungen Jahren als Steuerberater einen jungen Mann kennengelernt habe über einen Freund aus Heidelberg und dieser Mann hieß Bruce. Und dieser Bruce, der lebte in Miami, in Florida und der war Sohn reicher Eltern. Die Eltern hatten eine große
0:10:47eine Bootswerft, eine Marina im Englischen, wie man sagt, und sie wollten dieses Vermögen, das sie hatten, nicht erst mit ihrem Ableben dem Sohn überschreiben, sondern sie wollten oder vererben, sondern sie wollten jetzt schon ihm aus steuerlichen Gründen ein Großteil schenken. Und der Sohn, dieser Bruce, wollte das Geld in Deutschland oder in Europa anlegen als Risikostreuung, nicht alles in Amerika, wo er gelebt hat. Und da hat er mich gefragt,
0:11:16als Steuerbeinater, weil ich ihn kannte, ob ich ihm dabei helfen würde. Ja, ich war Steuerbeinater und eigentlich kein Anlageprofi, aber ich wollte ihm da schon helfen, vielleicht Wohnungen oder Aktien zu kaufen. Das ist ja an sich kein großer Akt und kein großes Problem. Und ich bin seiner Zeit rüber geflogen, habe mir erst einmal die Eltern angesehen, das ganze Umfeld, weil es gab damals so eine Serie, die hieß Miami Vice, so eine Fernsehserie und da ging es nicht immer geradezu und sauber und ich konnte mir als Steuerberater da auch nichts leisten.
0:11:50Und da habe ich mir die Eltern angesehen, die Werft, die Mitarbeiter, es waren so 80, 100 Mitarbeiter, so mittelständischer Betrieb würde man heute sagen und es war alles in Ordnung. Dann hatten mir die Eltern erklärt, sie finden es toll, dass ich dem Sohn helfe, dass er Geld anlegt bei uns in Europa. Sie haben mir dann erklärt, dass das Geld nicht aus der Werft käme, sondern sie sind beteiligt an einem Spielcasino. Und da geht es um Bargeld.
0:12:22Alles einleuchtend. Und ich habe mir dabei nichts gedacht. Irgendwie werden die schon das Bargeld nach Deutschland bringen und ich lege das dann in irgendeiner Weise an. Nur bei meiner Frage, wie das Geld jetzt nach Deutschland käme, da haben die alle mich angeschaut. Die Eltern und der Sohn. Und ich hatte da keine Ahnung, woher Ausbildung dazu. Ich habe eine kurze Zwischenfrage. War das Schwarzgeld oder haben die das gewaschen? Was war das?
0:12:50Die haben mir das halt erklärt. Das ist ein Spielcasino und die arbeiten da offen damit. Sie sind beteiligt an diesem Spielcasino und das sind halt die Gewinne daraus. Also das war ein ganz offizieller Deal oder offizieller Akt. Für mich war da nichts erkennbar, dass das in irgendeiner Weise, ich sag mal, nicht sauberes Geld war. Und die sind ja alle sehr seriös aufgetreten. Um es abzukürzen, ich bin dann nach Deutschland, habe mich erkundigt beim deutschen Zoll und beim amerikanischen Konsulat in München. Darf ich das überhaupt machen oder muss
0:13:23ich das anmelden, das Geld? Ich wusste gar nicht mehr, in welche Summe es geht. Kann ich da einfach Geld im Koffer mitnehmen oder im Handgepäck, wie auch immer? Oder muss ich das anmelden? Und sowohl das amerikanische Konsulat als auch der deutsche Staat, also das Hauptzollamt München-West, haben mir bestätigt, ich kann Gelder aus Amerika ausführen, in bar und in Deutschland einführen, so viel ich will, ohne es anzumelden. Heute haben wir ja eine Grenze von 10.000 oder so. In Amerika gab es diese Grenze auch nur bei der Einfuhr. Das haben sie mir auch erklärt, wenn sie mehr als 10.000 US-Dollar einführen,
0:14:04müssen sie es beim US Custom, beim Zoll anmelden. Aber ausführen kann ich so viel ich will. Heute gibt es auch Geldwäsche-Gesetze, heute geht es nicht mehr. Aber damals ging es halt noch und dann bin ich einfach in einem Münchner Koffergeschäft gegangen und habe mir mal fünf große Hartschalenkoffer gekauft. Für die Fahre.
0:14:24Ware. In einem Koffer waren meine Kleidung, mein Kulturbeutel und vier waren für die Ware so ungefähr. Ich bin dann zum Münchner Flughafen, waren am Freitag, das weiß ich noch wie heut, und da hat die Dame bei der Lufthansa mich beim Einchecken gefragt mit den vier leeren Koffern, ob es in Amerika denn keine Koffer gäbe. Das weiß ich noch, ich weiß nicht mehr, was ich geantwortet habe. Es war mir peinlich, mit leeren Koffern da rüber zu fliegen. Lange Rede, kurzes Sinn. Freitag rüber, Sonntagabend, ich will es mir jetzt ersparen, weil es auch in meinem Buch ziemlich bester Schurke, ziemlich gut beschrieben
0:14:58ist. Es war sehr humorvoll, aber Sonntagabend stand ich mit meinem Kleidungskoffer, meine Kulturbeutel und vier vollen Geldkoffern wieder bei der Lufthansa in Miami, international auf dem Flug nach München wieder zurück. Und ich wusste damals auch nicht, bevor ich rüber geflogen bin, was überhaupt in so einen Koffer passte. Und die Koffer waren bei alle vier voll mit Geld und in einen Koffer passte ungefähr eine Million US-Dollar.
0:15:28Jetzt hatte ich vier Millionen bei mir. Aber ich muss euch etwas oder dir etwas sagen, ich bin für so etwas vollkommen ungeeignet. Ich habe Angst gehabt und geschwitzt ohne Ende, weil man ist das ja gar nicht gewohnt. Du musst dir vorstellen, jetzt kommt jemand und schiebt bloß meinen Rollstuhl weg. Ich fliege weg und da hat er vier Millionen. Ich habe nur den einzigen Vorteil gehabt, man hat mir nicht angesehen, was in den Koffern drin war. Also man hat sich vielleicht gewundert, warum der Typ fünf Koffer hat, weil das ist schon ein bisschen extrem viel, wenn man Urlaubsreise macht,
0:16:05aber vielleicht fällt es nicht so auf. Lange Rede, kurzer Sinn, ich bin heil nach München gekommen ohne Probleme. Das Problem gab es allerdings dann bei der Ankunft in München, weil nur vier Koffer ankamen. Mein Kleidungskoffer war schon da. Eine Million ist verschwunden. Ja, was sage ich denn dem Bruce? Das glaubte mir ja nie. Ja, Josef hat eine Million verloren auf dem Weg von Miami nach München. Das glaubt man mir nicht. Und ich habe geschwitzt. Und was sage ich denn bei der, bei der, bei, ich muss ja das melden, wenn der wieder auftaucht, dass das mein Koffer ist. Was sage ich denn bei Lost and Found,
0:16:39dem Fundbüro am Flughafen, wenn mich die fragen, was war denn da drin? Naja, eine Million in kleinen Scheinen oder wie auch immer. Die würden mich gleich verhaften, auch wenn ich das vielleicht machen durfte. Lange Rede, kurzer Sinn. Nach zehn Minuten schwitzen und überlegen ist das Förderband, dieses Gepäckband, dieses Baggage-Claim da wieder angelaufen und es flogen vier Koffer rauf und einer war von meinen Millionen, mein Geldkoffer. Ich habe es dann in der Bank einbezahlt. Das wäre schon auch eine Geschichte
0:17:09für sich. Aber so hatte ich dann nach ein paar Tagen ein Kontrastzug, Shiro-Konto, Josef Müller, 4 Millionen im Haben. Okay, und das ist schon irre. Und das war nicht alles. Das war nicht die ganze Schenkung oder Erbschaft, wie auch immer. Ich bin insgesamt zehnmal rüber und rüber geflogen und hatte dann jetzt mal 4 Millionen
0:17:36dabei. Es ist nie wieder was passiert. Ich habe immer wieder Angst gehabt und geschwitzt, aber wenn ich nicht heute einen Kontrastzug hätte, dann würde ich das jetzt gar nicht in dem Interview erwähnen. Steht tatsächlich drauf, Josef Müller 40 Millionen US-Dollar im Haben. Und ich muss euch eins sagen, nur humorvoll vielleicht, es war zwar nicht mein Geld,
0:17:57aber es stand mein Name auf dem Kontrastzug. Ich muss euch eins sagen, es gibt ja Tage, wo man vielleicht nicht so gut aufsteht und fühlt sich vielleicht schlechter oder wie auch immer. Dann hatte ich ein gutes Mittel. Ich habe meinen Kontostand rausgenommen, habe da drauf gesehen und habe dort wirklich gesehen 40 Millionen und komischerweise, ich habe mich nicht verändert als Mensch, nur mein Kontostand hat sich verändert.
0:18:21Und das ist eine psychologische Sache. Und mein Tag war gerettet. Heute würde ich eine Tasse Kaffee trinken oder ein Espresso, dann geht es mir auch wieder besser in der Früh. Aber komischerweise hat das damals der Blick auf meinen Kontrast zugemacht. Weil Geld regiert die Welt. Ich wollte mich aber nie von Geld regieren lassen. Um es kurz zu machen, auch mit dem Abschluss, wie die ganze Geschichte dann weiterging. Wir haben dann sehr
0:18:45viel investiert, also ich sage mal wir, die Bank und ich, in schnellen Bankgeschäften, in Tagesgeschäften, Daytrading und Börsendevisengeschäften und haben daraus viel Geld gemacht. Und daher stammt natürlich auch mein großer Lebensstil, den ich mir dann angewohnt hatte, mit Yachten, mit Autos, mit Immobilien international geflogen und das als einfacher Steuerberater. Und bis ich dann herausstellte, dass tatsächlich dieses Geld nicht aus diesem Spielcasino war, sondern das Geld stammte aus Drogen- und Waffengeschäften, wie sie durch die Karibik mit Schnellbooten Gelder und Waffen befördert haben und dann in Miami entgegengenommen haben. Das wusste ich daher, weil plötzlich
0:19:39standen zwei FBI-Beamte in meiner Steuerkanzlei in München und das habe ich erst einmal für ein Fake gehalten, für eine Irre, weil das FBI zu mir nach München in meine Steuerkanzlei, das aber die Herren haben sich ausgewiesen und konnten sich legitimieren und haben mich nach diesem Berufsleben gefragt und so erfuhr ich durch zwei FBI-Beamte, die bei mir plötzlich in meiner ganz normalen Steuerkanzlei in München in der Nähe des Marienplatzes in meinem Büro standen, wem ich da eigentlich geholfen habe. Ich war also nicht der Anleger, Helfer oder wie auch immer, oder der Geldtransporteur,
0:20:21sondern ich wurde einfach zu einem Geldwäscher missbraucht. Du hast jetzt erzählt, dass du auf großem Fuße gelebt hast, nachdem du das Geld erhalten hast und das angelegt wurde. Rein theoretisch war das ja das Geld von Bruce. Wurdest du immer daran beteiligt in Prozenten oder wie können wir uns deinen großen finanziellen Lebensstil vorstellen? Vielleicht habe ich das ein bisschen zu schnell in einem Satz gesagt. Wir haben, damit meine ich die Bank und mich, wir haben investiert und haben sehr viel Geld daraus
0:20:53verdient und zwar durch hoch riskante Geldinvestitionen haben wir zum Beispiel keinen Monat unter 200.000, 300.000 Mark damals noch verdient, die steuerfrei waren. Es war damals noch steuerfrei, so Geldgeschäfte. Heute ist es nicht mehr so, heute gibt es da dementsprechende Steuerabzüge. Aber damals hat man, also ich kannte keinen Monat, wo wir unter 100.000 verdient haben, aber eher 200.000, 300.000 im Monat. Und das war über den Aktienmarkt dann? Und das war, nein nicht über den Aktienmarkt, das war über den Devisenmarkt. Das heißt also,
0:21:33man nennt das Forex Handel, Foreign Exchange. Das heißt also, man hat Cross-Währungen, man hat die Währungsschwankungen, damals gab es ja noch mehr Währungen, da gab es ja noch nicht Euro, zum Beispiel Deutschmark gegen Schweizer Franken, Deutschmark gegen Yen, gegen Pfund, gegen italienische Lira, hat man diese Schwankungen genutzt und dann auf steigend als auch fallen. Also wir haben auch Leerverkäufe gemacht, das geht jetzt ein bisschen zu weit, aber wir haben jeden Tag eine Menge Geld verdient. Wir immer, die Bank natürlich mindestens so viel wie ich. Aber am Ende des Lieds gab es weniger Leerverkäufe als Plusgewinne, die dabei rausgekommen sind? Ich sage mal so, natürlich, wir haben eine Zeit lang, ich würde sagen so zwei, drei Jahre, ziemlich gut verdient. Und dann passierte der
0:22:30Megagau, weil natürlich man an der, egal an welcher Börse, ob es jetzt an der Devisenbörse oder Aktienbörse oder wo auch immer ist, man kann nicht alles voraussehen. Und ich hatte doch glatt, auch wenn es nicht mein Geld war, zu deiner Frage noch, Bruce und ich, wir haben uns natürlich das Geld geteilt. Das heißt, Bruce wollte so und so viel Anteil jeden Monat haben und der Rest war dann für mich. Und das war natürlich eine sehr lukrative Geschichte, weil wir halt sehr riskant ins Geschäft gegangen sind. Aber dann passierte der Megagau aufgrund von Fachkenntnis und aufgrund oder fehlender Fachkenntnis und die Bank hat da alle ganz durchgeblickt, habe ich plötzlich innerhalb
0:23:17von zehn Tagen das ganze Vermögen verloren. Das ganze Vermögen. Und die Bank, noch ganz brutal, muss ich dazu sagen, hat ihren Devisen oder ihren Devisenhändler entlassen. Das war für mich damals, ich wollte das selbst verhindern, weil das war ein netter Kerl. Aber ich glaube, er hat sie dann selbstständig gemacht und ist ganz froh gewesen, dass sie... Der hat halt mehr Geld gemacht, als in der Warenkasse angestellt hat. Also das war für ihn positiv.
0:23:49Aber für mich war es natürlich eine mega Geschichte, weil das Geld hat er mir nicht gehört. Und dann kamen diese FBI-Leute, die dann bei mir im Büro saßen und mir dann erzählt haben, dass das Geld eben nicht aus diesen Spielcasinos sein soll, sondern es hat eine Schnellbooteflotte, wie sie durch die Karibik eben Waffen und Drogen befördert haben. Und das hat mich natürlich schockiert, weil ich wollte keine kriminellen Sachen eigentlich begehen. Um es kurz zu machen, die wollten natürlich das Geld konfiszieren. Jetzt habe ich es natürlich von der Börse verloren
0:24:29gehabt. Die sind leider ergebnislos traurig wieder abgezogen, weil sie wollten sie beschlagnahmen. Aber ich hatte ja die Unterlagen, also die Kontoauszüge. Es hat sich, wie gesagt, ich habe im guten Wissen damals gehandelt. Es gab nie eine Anklage, es gab nie ein Problem. später und das habe ich dann selber mitbekommen, Bruce verhaftet. Lustigerweise sage ich verhaftet vor einer Diskothek namens Joseph in Fort Lauderdale. Ich war selber schon in dieser Disco, weil ich in der Nähe hat Beruf gelebt und da muss ich sagen, ja wie auch immer, man hat ihm
0:25:06den Prozess gemacht und ich habe ihn auch nie wieder gesehen hier. War Bruce ehrlich da zu dir? Also wusste er auch nicht von Bescheid, woher das Geld kam, weil er hat es ja im Prinzip von seinen Eltern bekommen. Nee, das war alles gefakt. Also erstens einmal, die FBI Leute hatten mir Folgendes erklärt. Bruce hatte einen falschen Ausweis, also einen falschen Pass. Der hieß gar nicht Bruce. Zweitens hatte ich Sichtoperation, um sich weiter zu verstellen, damit man den nicht erkannt hat. Zum anderen, wenn ich nicht sitzen würde im Rollstuhl, dann wäre ich wahrscheinlich umgefallen oder hätte mich hinsetzen müssen. Die FBI-Leute
0:25:49erklärten mir, dass Bruce in der Fahndungsliste von Amerika an den zehn meistgesuchtesten Leuten gehört. Mit denen hatte ich als einfacher Steuerberater hier aus München zu tun. Also mich hat das eigentlich schon mir sehr zu denken gegeben. Weißt du, wie Bruce auf dich gekommen ist? Ja, über einen Freund von Heidelberg. Der kannten sich und woher sie die kannten, weiß ich nicht. Und der hat halt mir gesagt, der würde mir gerne seinen Freund vorstellen in Miami. Genau, aber warum genau du? Ich meine, ich gehe mal davon aus, er hätte ja auch noch wen anderes nehmen können.
0:26:24Hast du jemals rausgefunden, warum er genau dich erwählt hat? Ja, sagen wir mal so, ich war hier gut situiert. Ich war Steuerbeamter, ich erkannte auch meine Eltern. Ich habe hier mitten in mein Elternhaus genommen. Da hat er mein Umfeld gesehen und vielleicht hat der Rollstuhl auch gewisse Seriosität noch mit ausgestrahlt, weil es gehört schon eins dazu, wenn man einem Menschen, den man nicht kennt, insgesamt 40 Millionen Bargeld einfach in
0:26:56die Hand gibt, also einfach ist gut gesagt, der hat ja keine Sicherheiten, gar nichts, ich hätte abhauen können. Da muss ich dazu sagen, das hat mich immer eigentlich von Anfang an schon zum Nachdenken gebracht, wieso man jemand, also heute kann man ja fast niemanden trauen, nicht einmal einer Bank, außer sie ist abgesichert durch irgendwelche Garantien des Staates und das ist natürlich schon eine gefährliche Situation. Ich habe mir da schon Gedanken gemacht, für mich war das aber alles so surreal, dass man sich sagt, hey jemand gibt einem Geld zum Anlegen. Ich habe es natürlich auch ein bisschen pragmatisch gesehen und zwar
0:27:40in der Art, dass ich natürlich gesagt habe, okay, Herr Steuerberater, helfe ich dem Geld anzulegen. Also ich habe da gar nicht so viel nachgedacht, aber für ihn war das schon, ja das kann, am Schluss hat es sich ja so herausgestellt, dass ich es verzockt habe an der Börse. Hat Bruce dich jemals dafür belangt oder hat er dir da gedroht dafür dass das geld auf einmal weg war? ja natürlich du musst dir vorstellen übrigens so beginnt übrigens mein buch in der ersten seite schreibe ich von einem telefonat das er von usa mit mir
0:28:15geführt hat und hat gesagt josef wenn du gelder von mir veruntreut oder irgendwie verzockt oder irgendwie hattest dann bist du ein toter Mann und wie ich das gehört habe, muss ich sagen, das habe ich, das hat mich total aus meiner Bahn geworfen, weil Bruce war ja mein guter Freund, jetzt drohte mir mit einem Killer sogar, hat wortwörtlich gesagt, also du musst dir vorstellen, sowas sieht man ja nur im Fernsehen oder im Film oder so, sagte er zu mir, Josef, ich kenne Leute aus Puerto Rico, da kam er eigentlich her, und da schicke ich dir einen Freund drüber, der ist mir eh noch einen Gefallen schuldig,
0:28:57und bevor die merken, dass du tot bist, ist der schon wieder in den USA. Und ich habe mir gedacht, ich höre nicht recht, aber der hat es so klar gesagt, dass mir schon klar war, dass die Gelder jetzt mittlerweile nicht aus den Eltern stammen, sondern dass er natürlich diese Schnellbooteflotte betrieben hat oder wie auch immer. Er war der Kernhofer, er war derjenige, der kriminell war. Und jetzt hatte ich für eine, sage ich mal, Mafia oder kriminelle Vereinigung in den USA,
0:29:34für den hatte ich 40 Millionen verzockt, plus die Gewinne. Jetzt musst du dir mal vorstellen, wenn jemand aus kriminellen Geschäften solche Summen kreiert oder erschafft oder wie auch immer oder ich kann gar nicht sagen verdient, ich weiß nicht ob man das sagen kann, dann ist ein Menschenleben nichts wert. Und dann hatte ich natürlich Angst. Du musst dir vorstellen, ich fahre mit meinem Cabrio durch den Münchner Berufsverkehr, also Stop and Go und da ist neben mir einer, der hat eine Zeitung da auf dem Beifahrersitz liegen und dann denke ich darunter, dass ich eine Waffe und mach dann gleich plopp plopp und weg bin ich.
0:30:11Gott sei Dank, es ist nichts passiert. Er wurde danach gleich, ich sag mal kurzfristig danach, verhaftet in Fort Lauderdale und man hat ihm den Prozess gemacht und lustigerweise davon weiß ich auch etwas über meinen Freund, der da drüben war auch. Der Staatsanwaltschaft dient dreimal lebenslänglich, dreimal lebenslänglich wollte er. Und Bruce war clever, hat ein Deal gemacht, ein Geschäft mit der Staatsanwaltschaft und mit dem Gericht. Er hat gegen alle seine Kumpane, Freunde und Lieferanten und Drogen- und Waffenhändler ausgesagt, hat alles offengelegt, hat alle verpfiffen und hat dafür statt dreimal lebenslänglich nur zwölf Jahre bekommen und eine
0:30:58Identitätsänderung, das heißt er ist in ein Zeugenschutzprogramm gekommen, okay, hat jetzt wieder neuen Namen, den ich nicht kenne und ich habe, um Abschluss dieser Geschichte, ich habe erfahren, dass zu einer gewissen Zeit Bruce in München war, wie er wieder frei war, und hat sich bei einem Freund von mir nach Josef Müller erkundigt. Das habe ich mir auch gedacht. Mir hat in dem Moment geschüttelt, gefroren und ich hätte also... wow! Und dann habe ich nachgerechnet und dann habe ich geschmunzelt. Und ich deshalb geschmunzelt, weil genau zu dieser Zeit, wo Bruce mich eigentlich, er wollte ja noch die 40 Millionen, warum er da war, ist schon klar.
0:31:42Es gab ja noch eine offene Rechnung und nicht eine kleine. Und zu dieser Zeit, und das war mein Überleben eigentlich, wenn man es so sagen würde, war ich nämlich im Gefängnis und da konnte ich nicht nach draußen und er konnte nicht rein. Und das hat mir vielleicht mein Leben gerettet. Seitdem habe ich nie wieder etwas gehört. Das ist mittlerweile über 20 Jahre her. Und heute rechne ich an, dass er mich belangt. Ich befasse mich mit dem Thema erst wieder, wenn er vor mir steht. Wie alt ist denn Bruce jetzt ungefähr? Bruce war, er ist über 60
0:32:19jetzt. Das heißt, er war damals, wie ich ihn kennengelernt habe, so um die 30 rum und wenn das ganze 30 Jahre her war, also das war in den 90ern, Anfang der 90er Jahre, 92, 93, 30 Jahre später, also dürfte auch schon in den 60er sein, wenn er überhaupt noch lebt, weil man hat ihn in ein Zeugenschutzprogramm genommen, weil natürlich jetzt die anderen, die Waffenhändler und die Drogenhändler ihn gejagt haben. Der konnte nicht Hofgang alleine machen, der musste mit Leuten zusammen sein, die ihn beschützen, weil ihm die anderen natürlich ins Leben wollten. Aber ich habe davon nie wieder was gehört, ich wurde auch nie
0:33:01belangt, denn ich habe nie gegen deutsche oder gegen amerikanische Gesetze verstoßen. Das ist die Bruce-Geschichte. In meinem Buch heißt sie der Millionen-Deal 1, 2 und 3 für drei Kapitel, dass man so etwas erlebt als normaler Steuerbeater, gut situiert in Deutschland. Ich wurde damals auch zum Konsul ernannt von der bayerischen Staatsregierung, zum Honorarkonsul, habe dort ein Land vertreten und habe ein ganz normales, in Anführungszeichen, biederes, würde ich jetzt mal nicht sagen, da bin ich nicht der Typ dazu, aber ein ganz normales Leben, wie jeder andere geführt.
0:33:43Essen gegangen, Sport gemacht, Spaß gehabt am Leben und das Leben genossen aus vollen Zügen. Aber dass ich da so in eine kriminelle, ja sage ich jetzt mal, Sache eingewickelt worden bin, am Schluss, habe ich nie gedacht. Ich muss eins sagen, wenn man mit viel Geld zu tun hat, dann ist immer der Gedanke naheliegend, dass da irgendwas mit Bargeld nicht stimmen könnte. Und ich empfehle heute jedem, der heute mit großen Beträgen an Bargeld irgendwo eine Geschichte hört, dass man da ein bisschen näher hinschaut.
0:34:20Ich war zu blauäugig oder zu dumm oder ich wollte es auch nicht wissen. Manchmal ist es so, dass man die Wahrheit gar nicht wissen will. Aber am Schluss kommt die Wahrheit auf den Tisch und dann muss man schauen, dass man gut rauskommt. Und ich bin da, bis auf das, dass ich natürlich den Brust an der Backe hatte, bin ich eigentlich sauber rausgekommen, weil ich an sich selber getäuscht worden bin. Du hattest vorhin dein Leben in Saus und Braus beschrieben. Magst du mir sagen oder magst du uns sagen, wo das war und mit welchen Persönlichkeiten du deine Zeit verbracht hast und was du da eventuell noch so erlebt hast?
0:35:01Ja, interessant was du weißt. Dafür habe ich auch ein Buch geschrieben. Aber ich muss dazu sagen, das Ganze hängt immer mit Geld zusammen. Geld regiert die Welt, Geld zieht Menschen an und umgekehrt gilt es eine Faszination. Das Ganze verliefert ganz einfach, ziemlich langsam. Ich habe, wie ich eben aus den Erträgen, aus Brustgeldern oder Brustgeschäften mit der Bank immer mehr verdient habe, bin ich natürlich auch immer in München, auch immer in höhere Kreise aufgestiegen. Man nennt es so High Society, schicke Mickey-Gesellschaft, wie auch immer mit reichen Leuten schon zu tun hatte, mit sehr reichen, wesentlich reicheren wie mich. Aber da ich ein, ich sag mal, umtriebiger, humorvoller und ja, schon eigentlich
0:35:47geselliger Mensch bin, habe ich hier in München schon Leute kennengelernt. Popstars, Rockstars. Ich war zum Beispiel eine Zeit lang mit einer jungen Dame, ich will nicht sagen liiert, aber schon sehr eng befreundet, die in München immer zur Bravo kam. Das war die Schwester von Michael Jackson, das ist Latoya Jackson. Dazu gibt es ein paar Bilder von mir und ihr, die auch in meinem Buch veröffentlicht sind. Latoya war faszinierend. Sie war öfters in München, sagen wir mal so. Wir hatten eine gute Zeit und eine gute Freundschaft. Das zum einen. Zum anderen habe ich natürlich auch viele andere Rockstars,
0:36:30Popstars, die in München waren, gesehen, kennengelernt, persönliche Beziehungen durch andere Leute auch aufgebaut, reiche Leute. Die ganze deutsche Prominenz. Ich habe damals auch zum Beispiel Whitney Houston kennengelernt in Hamburg bei Women's World Award. Dianne Warrick, Die Deutschen sowieso Udo Lindenberg und Plümchen oder Jasmin Wagner oder wie die damals hießen. Also das waren alles so Jungstars. Auch Nina oder wie auch immer.
0:37:06Das sind halt alles Leute, die du in gewissen Kreisen kennenlernst. Verschiedene Leute lernen dich kennen. Etwas ganz Besonderes. Man hat natürlich auch die Autos, man hat auch Boote, also Yachten. Man war international im Jet Set unterwegs und das alles im Rollstuhl. Also da gibt es viele Fotos, damit man das auch dann glaubt und mir nicht nur so Ding.
0:37:29Interessant ist zum Beispiel eine Begegnung, also eine, ich würde sagen fast Freundschaft, nämlich über einen Bunker von London, der Stadtrat war auch in London, habe ich Prinz Charles, heute King Charles, kennengelernt und da gibt es auch Fotos in meinem Buch und ich habe ihn gegenüber, er wohnte ja gegenüber vom
0:38:09Buckingham Palace im St. James Palace und dort habe ich ihn kennengelernt anlässlich eines oder er wurde mir vorgestellt, also das ist ja nicht so, als lernt man ihn irgendwo kennen, sondern er wurde mir vorgestellt von diesem Banker und das hat mich sehr geehrt eigentlich. Er hat gesagt, woher ich komme und wie auch immer und was mich hier rüber führt. Das war ein ganz elitärer Kreis von 200
0:38:17Leuten, die zu einem Konzert mit mittelalterlichen Instrumenten eingeladen wurde. Er war der Schirmherr von Tenemos Academy, so hieß dieser Verein und hat mich dann irgendwie sympathisch scheinbar gefunden. Er hat mich jedes Jahr zu seiner Gartenparty in Highgrove eingeladen, mit Camilla im Doppelpack, muss ich dazu sagen. Allein das schon wäre ein Interview wert, was ich dort erlebt habe. Highgrove liegt in der Mitte zwischen Bristol und London, genau in der Mitte, und ist sicherheitshalber, auf keiner Landkarte eingeteichnet.
0:38:53Das war eine ganz interessante Geschichte. Und ich habe selbst Einladungen vom Buckingham Palace, die ich ja auch veröffentlicht habe, über diese Einladungen von damals Prinz Charles, okay? Das war eine sehr hohe Geschichte, aber für mich hat, ich sage mal so, egal, ich kenne so viele Prominente. Das hat mich nie eigentlich so beeindruckt, weil die leben eigentlich genauso und sind nur im Interesse der Öffentlichkeit, vielleicht sogar manchmal bedauernswerterweise. Aber für mich waren die Kontakte, die ich dadurch hatte in die Hochfinanz, zum Beispiel nach Monte
0:39:31Carlo, die natürlich ich erfuhr dort durch Menschen, die dort auch zu der Gartenparty eingeladen waren. Natürlich hatte ich gute Kontakte zu Menschen, die viel Geld hatten in Monte Carlo, zum Beispiel, wo ich dann auch später Botschafter war. Ich hatte eine eigene Botschaft in Monte Carlo im Haus der Deutschen Botschaft. Lustigerweise, das habe ich mir so ausgesucht, aber leider kam es dazu dann nicht mehr, weil dieses Amt lange auszuführen. Ich wurde zum Botschafter
0:40:07ernannt, auch mein Botschaftsausweis, mein Diplomatenpass ist auch in meinem Buch abgebildet, aber auch das Nachweis dazu. Allerdings kam es dort nicht mehr dazu, weil jetzt sind wir in der dritten Geschichte, weil ich seinerzeit eben auf Flucht gehen musste vor der deutschen Justiz und das ist dieses Thema, das mich das FBI gejagt hat durch die Welt und lustigerweise, heute muss ich lachen, darüber nicht gefunden hat. Josef, eine Zwischenfrage. Als du das Geld verloren hast, in Anführungszeichen, das Netzwerk war dir
0:40:43ja geblieben. War es dir auch treu oder ist mit dem Verlust des Geldes auch dein Netzwerk verloren gegangen? Ich sage mal so, wenn du plötzlich vor einem Nichts stehst, weil ich hatte ja alles, ich hatte, muss ich dazu sagen, meine Steuerkanzleien vernachlässigt, weil wenn ich so viel Geld verdiente aus den Geldgeschäften mit dem Kapital von Bruce, dann macht man leider den Fehler, dass ich die vernachlässigt hatte. Und ich habe alles verloren, mein ganzes Kapital, auch mein Geld habe ich verloren. Und wenn man dann wieder mal vom Nichts steht, dann fallen natürlich auch viele Kontakte weg. Und dann habe ich, und jetzt kommt
0:41:31jetzt mein leider Ausflug in die unseriösen oder in die unsauberen Geschäfte des Herrn Müller, dann habe ich einen Fehler gemacht. Eigentlich nicht bewusst auch wieder, aber ich hätte es erkennen können. Ich brauchte Geld. Und zwar, weil ich ja nichts mehr eigentlich hatte. Ich hatte allerdings ein Leben in Saus und Braus aufgebaut,
0:41:58mit Yachten, mit Bodyguards, mit Fahrern, mit Mitarbeiter, vom Gärtner bis zur Köchin. Also ich hatte ja dann Konglomerat an privaten Mitarbeitern, die mussten bedient werden, auch das Yachtpersonal, das musste ja bezahlt werden. Ich kann die ja nicht von heute auf morgen auf die Straße setzen. Ich habe ja Verpflichtungen und dann habe ich den Fehler meines Lebens begonnen, der mir heute eigentlich immer noch leid tut, aber ich kann es auch nicht ändern. Nämlich ich habe von meinen Mandanten aus meiner Steuerkanzlei, habe ich mir
0:42:35Darlehen genommen von reichen Ärzten, hauptsächlich, aber auch von anderen, habe ich Gelder aufgenommen, habe gesagt, ich zahle das schon wieder zurück und gegen guten Zinssatz haben die Menschen im Vertrauen, also meine Mandanten und und Freunde mir gern Geld geliehen und es lief so einfach, dass ich immer mehr mehr geliehen habe, immer mehr, immer mehr und dann hatte ich natürlich ein Problem. Du hast jetzt gesagt, du hast dir Darlehen genommen. Hast du denn
0:43:03letztendlich den Klienten gesagt, dass du die für dich benutzt oder hast du gesagt, dass du die damit als Wertanlage verwendest, um dadurch wieder mehr Geld machen zu können oder war das letztendlich nur um das Personal zu bezahlen? Das habe ich denen natürlich nicht so gesagt, ist ja klar. Weil das wäre ja, da würden sie vielleicht mir das Geld nicht gegeben. Ich habe einfach gesagt, ich brauche das für eine Immobilieninvestition und ich beteilige
0:43:27sie daran. Okay. Ah, okay. Und dann haben die ja gewusst, weil irgendwo muss ich ja die Zinsen herbekommen und ich habe gute Zinsen bezahlt. Und leider, wie gesagt, leider konnte ich das Geld dann irgendwann nicht zurückzahlen.
0:43:40Weil es ein Schneeballsystem war? Nee, weil ich das Geld halt anderweitig benutzt habe. Schneeballsystem ist ein System, wo man ein Loch aufmacht und das andere wieder zu. Aber ich habe es ja nicht aufgemacht, also ich habe es aufgemacht, aber ich habe es verwendet. Ich habe meinen Luxus, meinen Lebensstil damit weiterfinanziert, meine Personal bezahlt und und und und ich konnte gar nichts zurückzahlen. Das heißt, also ich hatte vielleicht das weiter zu erzählen, ich hatte am Ende ungefähr so viel Wahnsinn,
0:44:13aber es waren 17 Klienten, also Mandanten von mir in der Steuerkanzlei, denen ich einen Millionenbetrag schuldete. Und da klopfte das schlechte Gewissen in mir an und sagte einfach, Joseph, das kannst du nie wieder zurückzahlen. Du hast ein Problem. Und dann habe ich das einzig Richtige getan. Ich bin zu einem Anwalt und bin mit ihm zur Staatsanwaltschaft München am Hauptbahnhof in der Nähe, ja in der Nähe des Hauptbahnhofes und habe mich selbst angezeigt,
0:44:42wegen Unterschlagung von Mandatengeldern, wegen Betrug. Und dann gab es etwas, was ich nicht erwartet habe und was mich hart getroffen hat. Ich war zwar schuld, also da brauchen wir gar nicht reden drüber, ich hatte auch ein Schuldbewusstsein und ich war auch froh, dass ich der Sache ein Ende gemacht habe, aber es gab einen sogenannten Shitstorm. Das heißt, die ganzen Zeitungen haben, weil ich bin natürlich als Rollstuhlfahrer mit großen Autos, ich hatte Rolls Royce und Bentley und Ferrari. Da bin ich natürlich aufgefallen in München, ist ja klar.
0:45:17Und im Nachtleben immer unterwegs. Und jetzt haben die alle geschrieben, die Bild-Zeitung, Luxusleben mit Pump finanziert, mit Betrug finanziert, erste Seite Bild-Zeitung. Und die ganzen Süddeutschen überall, Lokalzeitschriften, Abendzeitung, TZ, alle haben sie getitelt über den Josef Müller. Und das hat mich natürlich ziemlich runtergehauen. Also es hat mich ziemlich ergriffen, obwohl ich es war. Ich bekam auch damals auch eine Haftstrafe.
0:45:52Es gab eine Verhandlung, ich bekam eine Haftstrafe von über vier Jahren. Und nur mein Problem war, deren Problem war das, dass keine Haftanstalt in ganz Bayern mich aufnehmen wollte. Wieso? Das ist die gute Frage. Wieso nicht? Nicht wegen mir, sondern da war keine einzige Behindertengerechtigkeit.
0:46:14Überall Stufen, Stufen, Stufen. Und ich als Rollstuhlfahrer, ich sag mal so, bin eigentlich froh, wenn es keine gibt. In dem Fall war ich sehr froh, dass es viele Stufen gibt. Ich war haftunfähig für die bayerische Justiz. Lustigerweise eine Nebenbemerkung. In NRW, Nordrhein-Westfalen gibt es ein Krankenhaus speziell für kriminelle Behinderte, also auch für Rollstuhlfahrer. Bloß mir hätte da der deutsche Staat 8000 Euro im
0:46:42Monat bezahlen müssen. Der bayerische Staat, Entschuldigung. Und so blieb ich auch frei im Fuße. Mein Leben lief normal wieder weiter. Ich habe mich wieder mit Immobiliengeschäften wieder hochgearbeitet. Ich musste übrigens meinen Steuerberater zurückgeben, weil wegen einer Verurteilung fehlte die Zuverlässigkeit. Ich habe meinen Titel zurückgegeben, bevor sie mir genommen hätten und bin aber eben dann im Immobilienbereich mit meinen guten Kontakten, auch von damals, bin ich wieder hochgekommen. Ich habe eine Frage.
0:47:19Josef, du bist ein schlauer Mann und du wusstest, was du tatst, aber du wusstest damit auch, dass du das Geld ja nicht zurückzahlen kannst, wenn du diesen Weg so wählst. Warum hast du ihn trotzdem gewählt? Ich will es mit einem Satz sagen. Der Ertrinkende greift jeden Stroh an. mir war damals bewusst, ich musste aus dieser finanziellen Situation mit den Mitarbeitern
0:47:43und ich brauchte dringend Geld und deshalb habe ich mir diese Darlehen genommen. Aber du hättest ja dieses Darlehen nehmen können, es tatsächlich anlegen können und parallel all deine, deinen ganzen Fuhrpark oder was auch immer hättest du verkaufen können und hättest das nehmen können, um dein Personal zu bezahlen und gleichzeitig, dass Stalin tatsächlich Immobilien nutzen könnte. Das hast du sehr schön gesagt. Bloß
0:48:13sage ich mit so einem saloppen Gegenwort hätte er die Fahrradkette. Natürlich hätte ich es machen können, aber ich war darauf eben noch nicht. Ja, ich hatte noch nicht aus meinen Fehlern gelernt und hatte mein Luxusleben weiterhin finanziert, mir teure
0:48:44Luxuslimousinen gekauft, mein Leben finanziert und gedacht eigentlich, es läuft so weiter. Du zahlst es schon noch zurück, Josef. Du bist ja clever, habe ich mir selber gesagt. Du machst immer wieder Geschäfte und du wirst es auch wieder zurückbezahlen. Nur dazu kam es dann nicht mehr, weil ich natürlich auch ich, später hatte ich ja auch wieder durch die Immobiliengeschäfte viel verdient, aber dass ich jetzt das zurückleiste, das ist eben nicht geschehen, weil da war eben die Einsicht und die Reue noch nicht da.
0:48:55Und vielleicht auch tatsächlich der Gedanke, man muss ja auch zurücktreten. Es ist immer leicht, nach vorne zu treten und diesen Lebensstil zu leben, aber dann auch einen Schritt zurück zu gehen und zu sagen, okay, dann verkaufe ich meinen Ferrari und meinen Bentley, die brauche ich vielleicht gerade nicht, ist, glaube ich, nicht immer ganz leicht. Das ist heute etwas, wie recht du hast, das ist heute etwas, was ich den Menschen auch empfehle, weil ich sage,
0:49:18schau, wenn man mehr verdient, dann passt man sich dem Lebensstil an. Wenn man weniger verdient, es gibt ja Menschen, es gibt ja Krisenzeiten in jedem, ob du selbstständig bist oder ob du vielleicht deinen Job gerade verlierst, also wenn die Einnahmen weniger wären, dann musst du auch die Ausgaben runterschrauben. Und das ist in den seltensten Fällen so, dass man so clever handelt, sondern man will noch zeigen, was für ein großer Typ man ist. Ich genauso. Und in Wirklichkeit ist hinten schon alles weggebrochen, damit die anderen nicht mitbekommen.
0:49:50Und das ist etwas, was ich den Leuten heute sage, dein Nachbar wird dir nicht helfen, wenn es dir schlecht geht. Und das ist eben das Problem. Warum willst du ihn dann beeindrucken, dass dir immer gut geht. Und ich glaube, heute ist es mehrgrößer zu sagen, du momentan geht es mir nicht so gut. Oder ich mache eine Phase der Neufindung oder wie auch immer und kann dir jetzt vielleicht auch nicht helfen, wenn du mich jetzt anpumpst oder so. Aber man muss einfach manchmal vom hohen Ross runtersteigen und muss sagen, läuft nicht so gut
0:50:23oder gesundheitlich läuft es nicht so gut oder wie auch immer und muss nicht immer nach außen den großen tollen Typen, so wie es heute teilweise in den, Entschuldigung, Social Media Dingen, wie toll bin ich auf Facebook, wie toll bin ich auf Instagram und wenn die Leute dann näher hinschauen, dann geht es ihnen ganz schön schlecht, aber sie sind nicht in der Lage, das zu zeigen, weil das es einem gut geht, das ist halt in, das ist halt etwas, was man gegenseitig mal zeigen will oder zeigen kann. Schau mal, was ich für ein toller Hecht bin. Heute, das muss ich dazu sagen, hat sich mein Leben komplett geändert.
0:51:02Aber dazu kommen wir vielleicht noch dazu. Man muss aber dazu sagen, du hast das Bild ja auch schon mit geprägt. Du warst ja dann schon einer der ersten Generationen, die ja genau das Leben in Saus und Braus in vollen Zügen genossen haben und sich mit den tollsten Menschen zeigen lassen. Das heißt also, du bist eine der Vorgeneration dessen, was wir heute im Social Media täglich sehen. Ich fühle mich jetzt nicht so direkt schuldig dafür, sagen wir mal so, aber Unrecht hast du nicht.
0:51:27Weil es natürlich so ist, es ist egal, ich glaube, es war vor ein paar hundert Jahren genauso, Wenn man sich einen gewissen Lebensstil angeeignet hat, dann ist es immer wieder schwer, runterzusteigen und erst einmal vor sich selber, glaube ich, das ist der psychologische Effekt, zu sagen, hey, geh mal ein Stück zurück, entledig dich mehr. Heute habe ich erkannt, dass weniger mehr ist. Aber jetzt zu deiner Frage dieser Geschichte. Ich hatte damals eine Vermögensverwaltung. Ich
0:52:09habe, weil ich immer ein Händchen hatte, Geld zu verwalten, hatte ich eine Vermögensverwaltung. Ich habe zuerst einmal mein kleines bescheidenes Geld an der Börse vermehrt und es hat sich rumgesprochen. Ich wollte aus den Erfahrungen von Bruce kein fremdes Geld mehr aufnehmen, aber es kam halt so, ein Freund von mir, der Anwalt war, hat mir immer sein Geld gegeben, mach doch und tu doch und ich brauch das nicht und du hast ein gutes Händchen. Langredig, kurzer Sinn, es entstand daraus eine Vermögensverwaltung mit 400 Kunden und ich verwaltete ungefähr 20 Millionen. Also ich sag mal, großes Geld ist wie kleines. Man verdient nur mehr daran. Wenn man es vielleicht
0:52:52anders sagt, sind nur ein paar Nullen mehr. Also ich war immer eigentlich gewohnt, mit großen Geldern oder großen Zahlen umzugehen. Das schreckt mich heute nicht ab. Aber wie gesagt, ich hatte 400 Kunden, 400 Anleger und 20 Millionen und war eigentlich zufrieden. Nur haben andere Freunde von mir, das habe ich im Nahen Ende erfahren, sind vermögenslos geworden und wussten, der Müller verwaltet Gelder für Dritte. Und mit einem, das waren Juristen, mit einem perfiden juristischen Trick, ich will da gar nicht näher drauf eingehen, haben sie es geschafft, an dieses Fremdgeld, das ich verwaltete, ranzukommen,
0:53:43sich die Gelder abzuziehen und zu verteilen. Wusstest du davon? Nein, weil sie haben das so gut gemacht, das waren drei Anwälte und ein Notar in München, die übrigens später alle ins Gefängnis gegangen sind, wegen ihren Taten, haben mir das in die Schuhe geschoben und ich konnte plötzlich nicht mehr auf das eigene Verwalt, also das Geld, wo ich die Millionen verwaltet hatte, für die Kunden, konnte ich nicht mehr
0:54:10zugreifen. Und ich rief meine Bank an und sagte, was ist da los? Und dann haben die gesagt, das werden sie schon noch schriftlich erfahren. Ich konnte jetzt nicht warten. Ich bin zu meinem Anwalt sofort am selben Tag und habe ihm erklärt, dass irgendwas nicht stimmt und dass ich nicht mehr da hinkomme und an die Gelder und wie auch immer. Und dann hat der Anwalt gesagt, dann musst du beweisen, dass du nicht das Geld abgeräumt hast auf dem Konto. Da ging es um Millionen. Und weil wenn einer der Anleger erfährt von diesen 400 Leuten, dass da Gelder abgezogen worden sind, vielleicht seine Gelder, dann geht er zur Polizei oder wie auch immer zum Anwalt und dann zeigt er dich an und das hatte ich ja schon mal in der Sache Bruce.
0:54:53Und daraufhin hat er gesagt du musst deine Unschuld beweisen und dazu kannst du aber nicht hier bleiben, weil die würden dich verhaften und da kommst dann keine Unterlagen mehr an. Du musst die Unschuld beweisen, aber du musst auf Flucht gehen. Und dann habe ich hier den Mittelpunkt meines Lebens. Meine Eltern leben hier, ich war damals verheiratet. Meine Frau lebt hier. Meine Hunde sind hier. Mein Büro ist hier. Meine Freunde sind hier. Auf Flucht, wie
0:55:21stellst du dir das vor? Sag ich zu meinem Anwalt. Dann sagt er, nimm die Unterlagen mit. Schau, dass du möglichst irgendwie außer Landes gehst. Für mich war das ein Megagau, schon wieder. Aber ich habe der Realität in die Augen gesehen. Ich bin da einfach einer, der nicht zusieht und wartet, bis es zu spät ist. Sondern ich bin einfach nach Wien, bin über Wien dann nach London, bin von London aus, aufgrund meiner Empfehlung von meinem Anwalt, nach New York und New York mit dem Auto, um meine Spur zu verwischen, nach Miami, weil dort unten hatte ich noch eine Wohnung, eine Penthouse-Wohnung mit Blick
0:56:05übers Wasser, traumhaft, 20. Stock und ja und dort habe ich mich vergraben, in Anführungszeichen. Keiner wusste von dieser Wohnung und dort habe ich mich vergraben. Meiner Frau habe ich Geld da gelassen und gesagt, ich bin der Zeit jetzt weg, ich muss was klären und meine Eltern habe ich nichts gesagt, weil die durften es ja nicht wissen. Ich musste einfach mit ein paar Koffern, das waren aber nicht Brustgeldkoffer, sondern mit ein paar Koffern musste ich hier wirklich von der Bildfläche verschwinden,
0:56:38um dies zu klären, was da gelaufen ist, aufgrund der Empfehlung von meinem Anwalt. Und so bin ich eben in dieses Penthouse nach Miami und habe, das war im Oktober 2004 und habe dort innerhalb von drei Monaten bis zum Dezember herausgefunden, dass das drei Freunde von mir waren, die Juristen waren in München, die mit einem Notar zusammen etwas ausgeheckt haben, wie sie dem Müller die Gelder, die ihm nicht gehörten, die Anlagegelder von Dritten vom Konto ziehen können. Und das haben sie dann auch gemacht. Und ich habe dann Nachweise gefunden, dass die das waren und
0:57:19habe mir quasi die Arbeit der Polizei übernommen, habe dann acht Seiten lange Dokumentation geschrieben mit Unterlagen und habe die zu meiner Frau gesandt nach Deutschland, weil die blieb halt in Deutschland. Und dann hat sie, das habe ich bei Tatort gesehen, den Absender abgeschnitten und hat es zur Staatsanwaltschaft geschickt, weil die haben mich ja gesucht. Wenn du abhaust, dann haben die natürlich einen Haftbefehl ausgebracht. Ist ja klar, wenn du auf Flucht gehst und du merkst nichts, dann hast du ja was zu verbergen, sonst würdest du dir auf Flucht kleben.
0:57:50Ja, und man hat mich nicht gefunden und hat dann natürlich irgendwie festgestellt, ich weiß nicht wie, dass ich mittlerweile in den USA war. okay dann hat man die US Immigration und das FBI verständigt, weil ich in mehreren Bundesstaaten gesehen worden bin. Das heißt ich bin zum Beispiel um meine Spur zu verwischen von der Ostküste also von Miami zur Westküste nach Kalifornien gefahren mit dem Auto, habe dort Postkarten geschrieben, telefoniert und nach Deutschland und habe dort meine Spur nach Kalifornien verlegt und konnte dann zwei Tage
0:58:30später tatsächlich in deutschen Zeitungen lesen, München, Müller ist in Kalifornien, okay? Und bin dann schon längst wieder in Miami gewesen, okay? Und so hat man natürlich mir dann das amerikanische FBI auf die Fersen gesetzt, mich zu jagen. Und die haben mich nicht gefunden gefunden eigentlich, weil in Amerika gibt es keine Meldepflicht. Die Wohnung lief nicht auf meinen Namen, sondern auf eine Firma, die mir gehörte. Ich hatte Kreditkarten, ich hatte Konto Zugang, Gänge und wie auch immer.
0:59:01Und außerdem hatte ich einen Notar, der bei mir befreundet, der mit mir befreundet war, der in Miami war. Da habe ich alles hinschicken lassen, sogar Rollstühle und alles Mögliche. Also die liefen dann bei ihm ein. Ja, und er hat es mir dann gegeben. Und dann passierte etwas, was sehr sehr ungewöhnlich war. Mein Plan war so, ich wollte im Juni 2005 rüberfliegen, also halb Jahr später,
0:59:30und dann werden die schon alles ermittelt haben, ob das stimmt, und dann bin ich ein freier Mann, und dann ist alles erledigt, nach sechs Monaten. Allerdings passierte folgendes. Im Februar 2005 an einem Freitagabend um 22 Uhr. Ich bin in meinem Penthouse. Mir ging es nicht gut psychisch. Ich hatte irgendwie, ich weiß nicht, so melancholisch oder ich hatte so irgendwie so einen Down. Hatte ich ja nie im Leben, aber war sehr selten. Ging auf meinen Balkon raus und schaue aufs Wasser und schaue vorne von meinem Balkon runter und sehe unten den Eingang, sehe unten Palmen und denke mir,
1:00:19ich weiß nicht was das in mir ausgelöst hat, plötzlich wollte ich meinem Leben ein Ende setzen, ohne Grund irgendwie zu sagen, ich bin jetzt fertig, ich bin hier bei meiner Unschuld bewiesen. Ich wollte mich umbringen und wollte da runter springen, 20. Stockwerk, also das hätte wahrscheinlich schon gut geklappt. Und in dem Moment, wo ich über, ich konnte mir mit den Beinen nicht abfedern oder abspringen, musste es mit den Händen machen, habe überlegt, wie ich das mache, dass ich da über die Balkonbrüstung darüber komme. In dem Moment, wo ich mich darüber klemmen wollte oder nach vorne, dass ich da runter fliege und
1:00:59einen Suizid begehe, passierte das krasseste, was mir je in meinem Leben passiert ist. Ich war alleine in meinem, in meiner Wohnung, in meinem Apartment und plötzlich hörte ich eine Stimme hinter mir, eine Männerstimme in Deutsch. Und das war keine innere Stimme, sondern die hat gehustet, die hat sich geräuspert. Das war eine Stimme von einem Mann, der hinter mir stand. Das ist eine ganz einfache Geschichte. Und die Stimme redete plötzlich mit mir und sagte folgendes. Da friert es mich jedes Mal, wenn ich das erzähle.
1:01:36Josef, du hast schon vieles gemacht in deinem Leben, aber du warst doch nie feige. Du hast deine Unschuld bewiesen, flieg jetzt rüber und mach dieser Flucht ein Ende. Punkt. Nicht mehr und nicht weniger. Und wenn du alleine zu Hause bist und hörst plötzlich eine Stimme hinter dir, dann hast du ein Problem, glaub mir das. Ich habe mich sofort umgedreht und es war niemand da. Und da bekam ich es mit der Angst. Weil entweder ich bin verrückt oder was läuft hier? Ich habe alle Türen aufgerissen, überall geschaut, wo ist der Mann?
1:02:11Meine Stimme kommt ja nicht von irgendwo her. Ich glaube eigentlich eher an Fakten als an irgendwelche Mystik. Und ich habe nichts gesehen. Und jetzt muss ich dazu sagen, die Balkontür war ja noch offen. Ich war ja draußen, mittlerweile war ich drinnen und habe geschaut, wer das ist. Jetzt kam dann Unwetter auf, die Blätter flogen schon runter und ich mache die
1:02:34Balkontür zu und auf der Balkontür kam nun Zug rein und ich hatte hier rechts so ein kleines Bücherregal und da flog so ein Buch um und so ein Lesezeichen flog an den Boden und pragmatisch gehe ich da hin, hebe das Lesezeichen auf, das war eine Postkarte und da stand drauf, ich lese das, da stand drauf, sei unerschrocken und unverzagt, denn dein Gott ist mit dir, wohin du auch gehst. Sei unerschrocken und unverzagt, denn dein Gott ist mit dir, wohin du auch gehst. Unten stand noch Joshua 1,9. Ich habe keine Ahnung.
1:03:13Aber ich kannte jetzt Gott nicht. Ich bin katholisch und ich kenne meinen Pfarrer, ich kenne die Kirche, aber mit Gott habe ich weniger was und Mut. Aber wenn Gott mit mir ist, wohin ich auch gehe, das hat mich gestärkt. Ich weiß nicht warum, das war so ein Bauchgefühl, ich habe es einfach geglaubt. Ich konnte es nicht sagen, das überlege ich mir oder wie Gott. Nein, Gott ist mit mir, wohin ich auch gehe. Ich war alleine auf Flucht und wenn Gott mit mir ist, dann bin ich stark. So habe ich mir das gedacht. Und ich habe das fünfmal am Tag gelesen und es hat mir jedem mal Kraft gegeben. Und dann bin ich tatsächlich zuerst einmal nach Jamaika geflogen, nach Montego Bay mal 14 Tage Urlaub machen,
1:03:56weil ich mir gedacht habe, Flucht strengt an. Und bin dann von Montego Bay, nachdem ich gesagt habe, okay, also ich war vielleicht nur feig, bin dann über London nach Wien. Ich wollte nicht nach München, weil es war ein internationaler Haftbefehl und der muss alle halbes Jahr erneuert werden. Der geht durch die ganze Welt, was er international sagt. Und ich wusste, wenn ich in München ankomme, dann werden mir die sofort verhaften. Ich wollte mich eigentlich stellen, okay? So war mein Plan. Und dann bin ich nach Wien geflogen. Und von Wien aus bin ich tatsächlich eingereist. Ich
1:04:31hatte zwischenzeitlich, das muss ich auch noch sagen, mir einen Pass besorgt. Einen anderen, weil Josef Müller war ja international gefahndet. Das wäre ein Thema für sich auch. Ich habe über einen Freund einen Originalpass, nicht einen gefälschten, sondern der Typ sah mir halt ähnlich, okay? Und den habe ich mir besorgt, musste ein bisschen was zahlen dafür und das war ein englischer Pass und der Typ hieß Leon Dean. Und jetzt musst du dir mal vorstellen, wenn du von Josef Müller auf Leon Dean mutierst, das ist ein Quantensprung, okay? Ich habe immer gesagt, wie James Dean, der Schauspieler. Der ist übrigens genau in dem Jahr gestorben, als Rennfahrer,
1:05:17wie ich geboren wurde, 1955. Dann habe ich meine Identität geändert und bin dann mit diesem Pass Leonid durch alle Grenzen durchgekommen und habe mich dem ein bisschen ähnlich gemacht. Das Schlimme war, dass ich eine Brille mit Fensterglas machen lassen. Das alleine, auch eine Geschichte für sich. Optiker in einer Mall in Miami und dann keine, wie sagt man, keine Haare, der war mit Hut und so, also mit Kappe und dem habe ich mich halt ähnlich gemacht, wie aus dem Ausweisfoto. Und so bin ich überall durchgekommen. Und die Geschichte endete dann,
1:06:00in dem ich in Wien mit meiner Frau telefoniert hatte schon und ich wollte, mein Plan war wie folgt, ich wollte in ihrem Geburtstag am 26. April 2005 wollte ich von Wien nach Salzburg auf dem Weg nach München, wollte mir den Geburtstag feiern und hätte mich dann in München bei den Behörden gestellt. So war mein Plan, aber jemand hatte einen anderen plan und der plan war wie folgt nämlich ich habe mit meiner frau telefoniert die frau war auf telefonüberwachung und man hat mich am 16.04.10 tage vorher aus dem hotel in wien verhaftet und so wurde aus dem
1:06:44josef müller in münchen mit dem mit der selbstanzeige oder mit dem stellen wurde nichts und es wurde eine Verhaftung in Wien. Und ich bin glaub ich glaube kein Mystiker, aber ich bin Realist und ich glaube wenn man viel frägt und viel Reales sieht, dann kann man an Gott nicht vermeiden. Und das können andere sagen wie sie wollen, ich respektiere es auch wenn jemand sagt, das ist nicht mein Ding, in Ordnung, aber mir hat heute Gott und die Schöpfung geholfen, den Schöpfer zu sehen und ihn heute als meinen Herrn wirklich anzusehen und ihm nachzufolgen. Und das gibt mir heute die Kraft und Freude, ein neues Leben anzufangen oder angefangen zu haben und heute eine neue Power und Energie in etwas Sinnvolles zu stecken.
1:07:34Menschen, die mir und meine Bücher lesen. Ich habe mittlerweile sechs Bücher geschrieben und ich glaube, dass man dann, dass ich heute etwas Sinnvolles zurückgeben kann. Geld kann ich nicht mehr zurückgeben. Ich habe viel Mist gebaut in meinem Leben, habe Menschen geschädigt, was mir heute leidtut. Aber ich will es wieder gut machen. Mit Geld kann ich es nicht mehr gut machen. Ich kann keine Millionen mehr irgendwo herzaubern, aber ich kann den Menschen helfen, jungen Menschen oder Menschen, die diesen Podcast ansehen oder diesen Kanal abonnieren oder wie auch immer, und kann ihnen etwas mitgeben, was ich aus meiner Erfahrung gelernt habe,
1:08:19nämlich dass Geld, Luxus und dieses ganze Schau mal, wer ich bin, letztendlich nicht zu der Freude führt, die das wahre Leben führen kann. Und das ist heute meine Aufgabe, einfach sich nicht blenden zu lassen. Du musst nicht die Traumfigur haben, du musst nicht die Traummasse haben, du musst nicht die Yacht besitzen oder du musst nicht einmal das Auto oder das Motorrad besitzen, um glücklich zu sein. Man kann nicht glücklich sein mit so wenig und das bin ich heute. Ich besitze nichts mehr, also kaum mehr
1:08:55was. In Deutschland kann man ja nichts besitzen, es geht ja gar nicht oder es geht schwer. Aber ich will eins sagen, heute ist mein Credo, wie man so sagt, oder meine Lebenserfahrung oder Elixier ist heute genießt das Leben so wie du bist, wo du bist und sein Versuche, Versuche so gut es geht nicht unzufrieden zu sein, sondern Zufriedenheit zu suchen in all den Dingen, weil diese Unzufriedenheit, immer mehr führt letztendlich zu einem überziehen des ganzen und dann kommt in der
1:09:49regel der absturz wenn man nicht sich ich habe sehr extrem gelebt alle extreme in jeder art und weise extrem gelebt und wenn man diese extreme im leben immer überzieht überfordert dann wird das Leben einen die Quittung geben. Und glaubt mir, das ist nicht schön.
1:10:06Ich habe schlechte Dinge erlebt, wo ich selber schuld war, zum Beispiel mit der Haft. Ich wurde übrigens entlassen aus der Haft, nachdem man festgestellt hat, dass die anderen das Geld genommen haben. Die sind dann ins Gefängnis gewandert und ich wurde entlassen. Aber ich will dazu sagen, trotzdem war ich natürlich teilweise selber schuld, weil ich aus den Veruntreuungen der ersten Mandanten her eben verurteilt worden bin. Und jetzt musste ich auch die Quittung hinnehmen. Josef, was wünschst du dir denn noch für die Zukunft?
1:10:36Hm, was ich mir für die Zukunft wünsche? Ich wünsche mir, dass ich viele Menschen erreiche mit meiner Erfahrung. Danke dir, danke dir, dass du deine wirklich inspirierende Geschichte mit uns geteilt hast. Es war mir auch eine Freude, mal wieder nett über die
1:11:10Geschichte, die eigentlich trotzdem sehr wild und teilweise auch sehr heftig ist, gesprochen zu haben. Ich danke euch auch für eure Zeit und fürs Zuhören und für die guten Fragen, muss ich dazu sagen. Dankeschön und wir wünschen dir alles Liebe und alles Gute für deine Zukunft.
1:11:38Danke sehr, was ich nur zurückgeben kann. Hier noch eine Anmerkung. Wenn du von den besprochenen Themen betroffen bist oder Unterstützung benötigst, bitte zögere nicht Hilfe in Anspruch zu nehmen. Hol dir Unterstützung bei professionellen Hilfseinrichtungen oder dir vertrauten Personen. Bis zum nächsten Mal bei Du willst selbst bei uns dabei sein? Dann melde Dich auf unserer Website oder unserer Social Media.
Transcribed with Cockatoo
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