Unzensiert - das wollen unsere Podcast-Gäste von uns wissen #106 Sania & Charlotte
Shownotes
Zehn Staffeln Von Bohne zu Bohne. In dieser Reflexionsfolge schauen wir nicht nur auf Staffel 10 zurück, sondern auf die vergangenen drei Jahre unseres Podcasts.
Wir sprechen über 142 Aufnahmen, unsere Touren durch Deutschland, absurde Autofahrten, gefüllte Weinblätter, sehr salzigen Kakao, fragwürdige Raststättentoiletten und Momente, bei denen wir selbst dachten: Wie sind wir hier eigentlich gelandet?
Gleichzeitig geht es um das, was hinter den Interviews passiert. Warum veröffentlichen wir manche aufgenommenen Folgen bewusst nicht? Welche Verantwortung tragen wir gegenüber unseren Gästen und unserer Community? Wo liegt für uns eine moralische Grenze? Und wie gehen wir damit um, Woche für Woche mit sehr persönlichen Lebensgeschichten konfrontiert zu sein?
Wir sprechen darüber, was der Podcast in uns verändert hat. Charlotte erzählt, warum Sichtbarkeit für sie bis heute eine Überwindung ist. Und warum sie „Courage“ mit unserer gemeinsamen Arbeit verbindet. Und wir sprechen darüber, wie wir Grenzen setzen, Kritik einordnen und Gäste auch nach einer Aufnahme begleiten.
Und natürlich stellen wir uns wieder den Fragen unserer Gäste. Diese Folge ist Rückblick, Behind the Scenes und ein persönlicher Blick darauf, was zehn Staffeln Von Bohne zu Bohne mit uns gemacht haben.
Zeitstempel: 0:00:00 – 0:01:26: Intro 0:01:26 – 0:05:09: Zehn Staffeln, Tourzahlen und 142 Podcastaufnahmen 0:05:09 – 0:24:26: Unsere prägendsten und lustigsten Tourmomente aus zehn Staffeln 0:24:26 – 0:33:47: Zehn Staffeln als Meilenstein, Durchhaltevermögen, Leidenschaft und Courage 0:33:47 – 0:44:47: Die unsexy Seiten des Podcastens, Social Media und Geschichten über schlechtes Timing 0:44:47 – 0:55:23: Communityfragen, unveröffentlichte Folgen, Verantwortung, moralische Grenzen und Fake-Accounts 0:55:23 – 1:04:28: Persönliche Veränderungen, Grenzen, Sichtbarkeit und Ängste 1:04:28 – 1:15:25: Fragen aus Staffel 10, Podcast-Erinnerungen und unsere Lieblingsgerichte 1:15:25 – 1:25:47: Missgeschicke mit glücklichem Ausgang 1:25:47 – 1:30:20: Wie verarbeiten wir die Geschichten unserer Gäste? 1:30:20 – Ende: Warum wir Azadiyas Geschichte erzählen wollten, Ausblick, Verabschiedung und Hilfshinweis
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01:00:06: Und ich würde sagen, dass diese Reife ja von irgendwo kommt und es sind einfach Lebensmittel man durchlaufen hat und dadurch wächst man, dadurch wird man erwachsener und deshalb glaube ich, weil ich schon viele dieser Momente erleben durfte und durchlaufen durfte, konnte ich halt schnell oder schneller reifen und es ist ja ein Prozess, das heißt also auch da reift man und deswegen finde ich es extrem schwierig. Einen Moment auszumachen, der krass ist, krass war. Ich finde es wirklich extrem schwierig. Es ist eine Kunst, jetzt einen rauszusuchen. Ich würde sonst zur nächsten Frage übergehen, weil vielleicht ist das eine ähnliche Frage. Okay. Vielleicht möchtest du die lieber beantworten. Okay, mach mal. Und zwar ist die Frage von Ralf. Ralf, der über Jahre gestalkt wurde. Und Ralf fragt: Gibt es Ängste im Leben, die euch blockiert haben? Und was habt ihr getan, um diese Ängste zu überwinden? Es ist jetzt nicht eine Ehen, also es geht irgendwie in dieselbe Richtung. Findest du? Echt? Nee, ich würde sagen, Erfahrungen und Ängste sind für mich komplett unterschiedlich. Also da wüsste ich sofort eine Antwort. Also das ist tatsächlich, das erste gibt es zu viele, zu viele prägende Momente in meinem Leben, wo ich sage, ich kann schwierig sagen, was ist so der eine harte Moment.
01:01:30: Und bei der würde ich definitiv sagen, es ist mir extrem schwergefunden, mich für dieses Projekt zu entscheiden in Anführungszeichen im Sinne von plötzlich sieht man dich im Internet. Ich habe ein extremes Problem und das habe ich immer noch. Ich habe ein Problem damit, mich sichtbar zu machen und mich zu zeigen. Und das ist tatsächlich bis heute was, wo ich sage: Puh, das fällt mir unfassbar schwer. Es fällt mir nicht schwer, eine Kamera im Gesicht zu haben, weil das war beruflich bedingt schon sehr, sehr lange in meinem Leben und damit fühle ich mich wohl. Ich habe kein Problem damit. Aber plötzlich dazu sitzen und so eine Verantwortung zu tragen, dass Menschen dir zuhören, dass Menschen auf einen zukommen und sagen: Hey, ich kenne dich, das ist für mich was, das ist womit ich überhaupt nicht es ist auch nichts womit ich mich wohlfühle und ich mag das nicht in Anführungszeichen so den den Mittelpunkt einer Situation einzunehmen. Es ist gar nicht meins und deswegen muss ich sagen das alles ist für mich eine krasse Überwindung und ich bin froh dass es auch nur in Anführungszeichen in so einem Rahmen ist wie wir es hier haben aber das ist was womit ich mich immer auseinandersetzen muss und auch sagen muss es ist nichts Ich glaube auch nicht, dass ich mich jemals daran gewöhnen werde.
01:02:42: Wie wäre es damit Vorschlag? Die Frage von Andreas nehme ich mit in die nächste Reflexionsfolge. Und da beantwortest du sie? Können wir auch machen. Oder willst du jetzt? Ich meine nur, weil wir haben noch... Ja, wir haben noch Fragen, deswegen können wir die auch vertagen. Okay. Ralfs Frage war, gibt es Ängste im Leben, die euch blockiert haben und was habt ihr getan, um diese Ängste zu überwinden? Boah, also ich muss sagen, dass ich sehr viele Ängste habe vor allem was Gruselzeug angeht. Ich bin ein absoluter Schisser und ich kann wirklich keine Horrorfilme sehen. Ich glaube, ich habe in meinem Leben drei Stück gesehen: ein mit dir und anderen Leuten im Kino. Oh mein Gott. Und der war gar nicht gruselig. Der war so gar nicht gruselig. Ich weiß sogar noch, wie der heißt. Ich habe es nicht vergessen. Immer noch nicht. Und ich kann damit nicht umgehen.
01:03:38: Ich habe einfach eine unglaubliche Angst. Und auch wenn jetzt Charlotte anfangen würde, irgendeinen Titel zu sagen, denke ich mir so: Oh nein, oh nein. Und dann, ich bin da immer. Möchtest du die andere Frage, möchtest du denn das überwinden? Denn ich habe einen wunderbaren Film gesehen. Hatte ich gerade gesehen? In dieser Woche noch. Ich sage, nein, ich sage, ich sage ja nichts dazu. Ich habe erst in dieser Woche einen Film gesehen, wo, glaube ich, gemeingesellschaftlich. Ich habe diese Woche einen Film gesehen, wo ich gemeingesellschaftlich sagen kann, dass viele so reagieren, so Wow, was war das? Was habe ich eigentlich gerade gesehen?" Und es ist kein klassischer Horrorfilm, es ist ein Psychothriller, meine ich zu glauben, das sehen zu haben. Und da habe ich sofort, instant, als ich noch im Auto saß und es war dann schon wirklich kurz vor 12 und es war halt dunkel und du gehst so deinem Kopf durch, was du da so alles gehört hast und gesehen hast und ich habe so meine Jazzmusik gehört, Fahr da so lang" und dann habe ich an dich gedacht und dachte mir so, das ist ein Film. Den würde ich gerne mal mit dir gucken.
01:04:28: Auf gar keinen Fall. Und deswegen meine Frage: Obsession, hättest du nicht Lust, diesen Film zu gucken, um dann deine Ängste loszuwerden? Nein, es ist kein klassischer Horrorfilm. Ich schnauze. Dann lass uns gerne zu Finja kommen. Finja, die davon berichtet, dass ihre Eltern sich haben scheinen lassen und sie daraus verschiedene Szenen psychische Erkrankungen entwickelte, zum Beispiel eine Anorexie und eine BorderlineErkrankung Und Finja steht im Moment stellvertretend für alle Menschen, die eine Scheidung der Eltern mitbekommen haben. Und Finja hat uns gefragt, welche Folge bzw welches Gespräch hat Einfluss auf euer Leben genommen? Welches liegt euch ganz besonders am Herzen? Also, es gibt, ich würde überhaupt dass jede Folge irgendwie Einfluss auf uns hat. Kann ich auch sagen? Jede, ausnahmslos. Einfach, weil sie auch den Horizont erweitert. Und es gibt aber natürlich welche, die mehr Einfluss auf uns haben und welche, die weniger Einfluss haben auf uns. Ich weiß, dass die Folge mit Michelle mich sehr im Nachgang noch beschäftigt.
01:05:49: Die Folge mit Lena hat mich auch beschäftigt. Aber. Auf eine andere Art und Weise Einfach weil ich mit Lene etwas mehr im Kontakt war als mit Michelle. Aber da gibt es natürlich auch andere Folgen, wo ich auch, gerade bei den Folgen, wo wir auch noch mehr Wissen haben als das, was wir veröffentlichen, das bleibt nochmal ganz anders, auf eine andere Art und Weise im Kopf. Und welche Folge liegt mir ganz besonders am Herzen? Also, wenn man mich fragt, welche Folge soll ich mir unbedingt anhören, dann sage ich jedes Mal Franzi. Unsere Gott... Und dann sag ich jedes Mal Franzi, unsere Gold- und Silbermedaillengewinnerin von den Paralympischen Spielen".
01:06:31: Ich weiß nicht warum, ich liebe diese Folge. Die höre ich ganz gerne oder empfehle ich ganz gerne und welche Folge liegt mir sonst noch sehr am Herzen? Es gibt so viele aus persönlichem Interesse, weil mich das selbst auch so mitgenommen hat, aber ich glaube, Ich kann nicht sagen meine allerliebste Folge ist die und die. Aber die, die ich gerne weiterempfehle, so zum Einstieg bei uns in den Podcast, ist tatsächlich Franzi. Man will ja niemanden verscheuchen mit den schlimmen, traumatischen, tiefen Themen, die wir auch beleuchten. Wie sieht es denn bei dir aus? Ich würde auch sagen, dass jede Folge ausnahmslos, jede Folge Einfluss auf uns hat. Auf unterschiedliche Art und Weise. Mal eben ist es energetisch, mal ist es inhaltstechnisch, mal es ist ganz ganz unterschiedlich, wie Folgen uns berühren oder auch nicht berühren. Das muss man ja auch sagen. Dementsprechend kann man nicht sagen, es gibt die eine finale Antwort, denn jede beeinflusst uns und verändert uns in unserem Dasein als Menschen. Wir werden häufiger gefragt, was ist unsere Lieblingsfolge, und das geht so ein bisschen in die Richtung, die. Fragestellung und ich sage dann immer: Ich finde die Fragestellung und das meine ich jetzt gar nicht auf Finjas Fragestellung, sondern auf der, die ich gerade eben gesagt habe, so was ist deine Lieblingsfolge, die finde ich ein bisschen perfide.
01:07:59: Denn wir reden hier über Schicksale, über menschliche Schicksale und da gibt es keinen Lieblingsanteil von mir und es gibt keinen Lieblingsmoment und auch nicht das. Das sind Menschen mit wahren Geschichten und Menschen mit intimsten Gedanken und Gefühlen und da gibt es nichts, was ich ranke oder wo ich sage, dass hier oder das bewerte, was ich höre. Und deshalb würde ich mich nicht anmaßen das zu machen. Aber ich kann sagen, welche Folge meine Dämme zum Brechen gebracht hat, wo ich dann gemerkt habe, wow, also das lässt so viel Energie bei mir oder setzt so viel Energie in mir frei und so viel Mitgefühl und Trauer.
01:08:38: Und das war das erste Mal, wo ich das gemerkt habe und wo ich gemerkt habe, der Podcast hat dich hier langfristig verändert und damit auch mein Empfinden für Gefühle anderer Menschen. Das war Sabine. Das ist und bleibt die Frage bei der ich mitunter, würde ich behaupten, am intensivsten auch mitgeweint habe. Nicht mehr, also es gibt auch Folgen, da mittlerweile habe ich noch mehr geweint, aber das war das erste Mal, die mich so getroffen hat, weil ich so das Gefühl hatte, diese Verletzlichkeit dieser Frau so stark in ihrer Stimme zu spüren. Die hat mich so richtig mitgenommen. Und deshalb würde ich sagen, was wirklich nachhaltig in meinem Kopf ist, Und weil es halt einfach die erste da für mich war, ist Sabine. Ich habe sofort gewusst, dass du für mich von mir sprichst. Sofort. Ich habe auch gerade mit den Lippen gesprochen. Und jetzt sind wir wieder da mit der Frage von Sophia.
01:09:37: Sophia, die davon berichtet, wie ihr Leben als Ehefrau von einem Alkoholiker gelaufen ist und was ihre Emotionen dabei waren, welche Höhen und Tiefen sie gehabt hat und wie sie sich dabei gefühlt hat. Und Sophia hat gefragt: Haben die Interviews und die Lebensgeschichte eure Sichtweise auf euer eigenes Leben verändert? Ich glaube, das haben wir auch schon mal beantwortet hat auch schon mal beantwortet. Ja. Dann lass uns mal weitergehen. Ich mache es jetzt einfach mal ganz kurz. Ja, ich wollte eben sagen, ja, sowas lässt eigentlich kalt. Ja. Sowas beeinflusst das eigene Leben und auch die Sicht auf eigene Probleme und auf eigene Herangehensweisen. Und ich für meinen Teil habe auch gelernt, mit mit meinen Dingen, weil jeder hat hier Themen in seinem Kopf, mit denen er irgendwie so struggelt oder wo er so denkt, so wie ist das so gekommen und tralala und es hat mir geholfen mal einfach meine Dinge abzuschließen und. So abzuhaken und zu sagen okay Briefmarke drauf versendet vorbei nächstes Kapitel neues Setting nee eigentlich gar nicht das Setting ist das gleiche die Outfits sind etwas anders und wir sind gebräunt warum weil wir ein Einschub haben, denn die Folge, die hier eigentlich vorgesehen war, haben wir jetzt hier doch nicht platziert.
01:10:48: Aus verschiedenen Gründen kommt es hier tatsächlich nicht zur Veröffentlichung. Deshalb an dieser Stelle Trommelwirbel, eine neue Aufnahme mit Elijah, der Musiker ist und mit seiner Neurodivergenz und Leserechtschreibschwäche sich durch seine Kindheit gekämpft hat und jetzt kürzlich erst zum Künstler geworden ist. Ah, echt? Das wusste ich gar nicht, dass es vor kurzem er da sein Album rausgebracht. Ach so, verstehe. Ich dachte, das wäre tatsächlich auch schon ein paar Tage alt, die Single, die wir gehört hatten. Aber gut, ich hatte ja auch keine Ahnung. Also von daher. Halbes Jahr. Okay. Es sind tatsächlich nur acht Tage, glaube ich, plus minus zwischen der Aufnahme von den Inhalten, die ihr davor gehört bzw gesehen habt und der hier. Also, es ist sehr nah aneinander und es fühlt sich noch sehr nah, sehr, sehr frisch an, dass wir gerade erst die Inhalte davor aufgenommen haben. Aber egal, das war jetzt unnötig.
01:11:47: Lass uns mal schlafen, Elisabeth. Ich war in meinem Kopf so, warum erzählst du das? Das ist doch nicht relevant. Okay. Und wie bei jedem Gast habe ich Elisabeth gefragt, welche Frage meinst du uns stellen? Zum aktuellen Zeitpunkt hat er uns noch nicht geantwortet. Wir müssen aber jetzt gerade heute aufnehmen, deswegen werden wir stellvertretend für ihn eine Frage stellen. Und zwar hatten wir sehr gut mit ihm darüber gesprochen, was so unser Lieblingsessen ist, weil das Setting mit Elijah war in einer Mensa von der Lebenshilfe. Und ich finde, da passt die Frage, was ist dein Lieblingsessen? Ja, dann machen wir doch das. Möchtest du starten? Nee, starte du mal. Okay. Also lange, lange Zeit hätte ich gesagt, mein Lieblingsessen war Sushi oder isst Sushi. Ist auch noch sehr, sehr weit oben bei mir tatsächlich. Aber mittlerweile, ich esse nicht so viel Reis und dann denke ich immer so, boah, so viel Reis. Und dann meistens übertreibe ich dann auch ein bisschen beim Sushi und dann habe ich dann immer so viel Brand und dann bin ich ständig am Trinken und so. Deshalb ist nicht mehr auf der Eins, sondern es sind tatsächlich zwei Sachen, wenn ich es genau nehme: Das eine ist Kartoffel.
01:12:58: Ja. Ich wusste. Seine Kartoffeln, ja. Ich wusste, es ist Kartoffeln. Kartoffeln kommen immer auf die Eins. Also da behalten manche Sportler recht. Fußballer in dem Fall, Kartoffeln auf die Eins. Und bei mir würde ich jetzt sagen, in Kombination eines Gerichts, dann Riesenkartoffelpüree mit Fischstäbchen und Kaisergemüse. Beste, muss man einfach so sagen. Oder Sashimi. Sashimi weiß ich nicht, ob man es als eigenständiges Essen bewerten kann, aber vom Sushi weg hin zum Sashimi, deshalb bei mir Sashimi. Und Alltime Favorite, das, was ich wahrscheinlich am allermeisten in meinem Leben esse, Himbeeren. Deshalb Himbeeren und danach Erdbeeren. Genau, und dann Wassermelone. Aber dann hört es auch schon auf. Wie ist es bei dir? Ich weiß gar nicht, ob ich so ein genaues Gericht habe. Es gibt viele Sachen, die ich total gern mag. Also, was ich liebe über alles sind Weinblätter. Ihr habt es ja in der Story vorher gehört. Sushi mag ich auch sehr gerne, aber darauf muss ich so einen Appetit haben. Was ich wirklich sehr liebe, und davon habe ich mich tatsächlich meinen ganzen Sommer ernährt, morgens, mittags, abends, sind selbstgemachte Kartoffelpuffer. Mittagsabends. Das sind selbstgemachte Kartoffelpuffer mit ein bisschen Zwiebel rein, aber das kann man halt salzig und süß essen.
01:14:12: Ich liebe das, so lecker. Und sonst Himbeeren. Ich sag ja Kartoffeln auf die Eins. Ja, nee, also nur Kartoffelpuffer, selbstgemachte. Dein Kartoffelpurri kannst du mitnehmen und aufessen, nicht mit mir. Himbeeren? Himbeeren liebe ich. Ich mag auch so richtig gute, frische, knackig gute Nektarien. Und irgendwas habe ich dir letztens erzählt. Trüffel liebe ich. Oh ja, Trüffel ist so gut. Aber wie oft? Ich bin ehrlich, ich habe nicht das Budget, um so viel Trüffel zu essen, als dass ich sagen könnte, es ist mein OneTimeFavorite Ja, okay. Ich will gerade auf unseren Urlaub eingehen, aber ich lasse es. So, ich glaube, jetzt haben wir die Frage gut beantwortet. Mit viel Gestammel dazwischen. Und dann machen wir weiter mit dem nächsten Gast. Und zwar ist die nächste Frage von Angelika. Angelika, die uns berichtet hat, dass sie ihre Freundin Käthe beim selbstbestimmten Sterben begleitet hat. Und zwar hat Angelika gefragt: Ist euch schon mal ein Missgeschick passiert, das sich im Nachgang als Glücksfall erwiesen hat?
01:15:25: Hui. Und ich habe dazu direkt eine Story. Ich interpretiere das jetzt einfach so: Glück im Unglück. Ja, macht, ja. Und bei mir war es so: ich bin Zug gefahren und hatte eine Sitzplatzreservierung, weil ich mehrere Stunden in diesem ICE hätte sitzen müssen. Und dieser ICE ist aber irgendwie ausgefallen und Man musste in einen anderen Zug und da war eine Schaffnerin die oder ich glaube das war eine Schaffnerin die versucht hat die Menschen irgendwo unterzubringen und ne hier sie haben eine Reservierung alles klar sie können dort und dorthin und die Menschen die in diesen Zug steigen wollten die standen schon eine richtig lange Schlange und wir waren im Zug und der.
01:16:14: Zug ist auch schon gefahren so und die Schaffnerin hat halt versucht alle irgendwie um zu irgendwo hinzusetzen. Und man muss dazu sagen, der Zug an sich war leer, nur die Menschen, die da an dieser Schlange standen, waren sehr viele. Und vor mir war eine Frau, die sehr böse war. Also, die war richtig wütend, die war richtig genervt. Oh mein Gott, die war so genervt. Und die hat die Schaffnerin richtig angeflaumt. Ich weiß nicht mehr, was sie gesagt hat, aber ich fand das halt nicht in Ordnung und Dann habe ich die Schaffnerin in Schutz genommen und habe dann auch gesagt: Ja, ich glaube, die gute Dame kann jetzt hier am wenigsten was dafür, dass der Zug, den wir hätten nehmen müssen, nicht gekommen ist.
01:16:56: Und da war die Schaffnerin so dankbar, dass sie erstmal diese Frau hier irgendwo verteilt hat mit der. Begleitung und dann hat sie mich angeguckt und meinte: So möchten Sie ein Upgrade in die erste Klasse? Ja, klar. Und dann war es tatsächlich so, dass ich glaube, fünf Stunden lang ein eigenes Abteil hatte in der ersten Klasse und es war wunderbar. Also, ich würde jetzt tatsächlich einfach. Das war wunderbar, das war sehr, sehr cool. Also, ich würde jetzt tatsächlich einfach mit einer ähnlichen, also auch mit einer Zuggeschichte, weil ich wüsste gerade sonst keine andere und die ist mir eingefallen und die ist einfach zu witzig, als dass man sie nicht erzählt. Es ist auch gar nicht so lange her, ich bin mit einem Zug gefahren und ich hatte einen Nachtzug genommen und ich fahre schon immer sehr viel Zug, schon wirklich immer, immer. Und über die Jahre lernt man ja so ein bisschen so Skills, so hey, gute Zeiten, schlechte Zeiten, weil man fahren kann und so.
01:17:51: Und Nachtzüge waren nie krass beliebt und mit einmal bin ich in diesem Zug und der war so non plus ultra voll. Und natürlich wusste ich so, hey, dieser Zug, also man wusste immer so, hey, wenn du Nachtzug fährst, die Leute schlafen eh, ist halb besetzt, man kann gut durchpennen und tralala und so. Nur die Deutsche Bahn könnte mal daraus lernen, das Licht einfach mal zu dimmen in der Nacht, weil die Leute schlafen eh, aber okay. Und so war auch da mein Gedanke. Und auf einmal steige ich in diesen Zug und der war komplett voll. Und ich dachte mir so, ach krass. Dann dachte ich mir, ja, okay, wahrscheinlich macht sich einfach die Inflation bemerkbar, die Leute wollen alle Geld sparen, weil es ist auch einfach unfassbar teuer, der ganze Quatsch. Deswegen dachte ich mir so: Okay, gut, mittlerweile ist es wohl nicht mehr so, dass es Leute weniger nutzen.
01:18:35: Und er war super voll und die Leute haben sogar, und das war für mich was ganz Neues, im Gepäckbereich geschlafen, auf dem Boden, in einem Schlafsack und mit Schlafbrille. Die waren richtig vorbereitet und es war für mich so: also hier verändert sich was. Also für mich war so: Als Soziologin war so: Okay, gut, also gesellschaftliche Veränderung von menschlichem Handeln sehe ich hier gerade sehr gut. Das kam mir in all den Jahren noch nicht entgegen was passiert hier und in diesem zug ist bin ich der situation dreimal begegnet fand ich sehr weird und dachte mir okay gut also hier verändert sich wirklich gesellschaftlich was und dann saß auch jemand auf meinem reservat Platz zwei Menschen waren dort und die hatten dort geschlafen so also der eine Mensch genau war da.
01:19:16: So gelegen und geschlafen der andere auch und dann dachte ich mir ja gut ich bin jetzt kein Asi und werde diese Person wecken was aber mein gutes Recht gewesen wäre so ich stand da und habe gewartet bis letztendlich die Schaffnerin kam habe sie angesprochen habe gesagt hey sorry da pendt jemand und dann wollte sie hingehen und in dem Moment ist die Person aber weg gewesen und das war. Volle Montur, sie hat sich richtig ausgebreitet, so richtig so. Ich bin jetzt hier die nächsten zehn Stunden und schlafe hier sah dieser Platz halt aus. Und dann hatte die Schaffnerin gemeint und ich war halt im letzten Zug. Und dann meinte die Schaffnerin, der Weg ist weit, aber wollen Sie in die erste Klasse? Und es war dann so, weil ich gerade erst in den Zug gestiegen bin und ich musste halt sieben Stunden in diesem Zug verbringen.
01:19:55: Und ich dachte mir so, ja, literally, definitiv werde ich das machen. Also, diese fünf Minuten, wo ich hier rüberhäschle und mir denke so, oh Mann, alles nervig, lohnen sich aber, wenn du halt sieben Stunden in diesem Zug sitzt. Und der halt eh so voll war. Und da habe ich gesagt, okay, gut, ja, klar, kein Problem, mache ich danke. Bin in die erste Klasse gegangen und ich nehme Menschen sehr gut wahr, Situationen sehr gut wahr, kann um mich sehr gut erfassen, was da alles so passiert. Und ich konnte nicht schlafen, denn in meinem Abteil war lediglich ein Mann und der hatte sich ein ordentliches fettes Weizen reingezogen, damit er schön schlafen konnte. Dementsprechend hat er auch richtig geschnarcht und dann konnte ich halt nicht schlafen. Und ich habe halt einen sehr leichten Schlaf, deswegen dachte ich mir, okay, gut, schlafen kann ich eh nicht, dann arbeite ich.
01:20:36: Also saß ich am Laptop und habe Podcastfolgen geschnitten bzw mir angehört und so und war sehr beschäftigt. Und dann ist irgendwann die Mann ausgestiegen und dann kam ein weiterer Mann und ein anderer Mann ist eingestiegen und dann hat das Bild nicht zusammengepasst. Er hat am Handy Candy Crush gespielt, hatte Skechers Schuhe an und dachte und war aber sehr schick gekleidet in Anfangszeiten. Ich dachte mir, die Kombination passt gar nicht. Ein Geschäftsmann würde sich zu dieser Zeit, weil es war dann schon früh morgen, der würde zu dieser Zeit anfangen zu arbeiten und würde nicht diese Art von Schuhe tragen, wenn er in dieses klassische Klischee passt und würde hier nicht und dieses Spiel spielen Candy Crush und dann dachte ich, das passt irgendwie nicht so zusammen.
01:21:12: Und dann gab es noch zwei weitere Männer, die auch dazu kamen, die so vereinzelt saßen. Die habe ich aber nicht richtig gesehen, weil die waren verdeckt durch Sitze. Dann kam ein weiterer Mensch in diesem Abteil mit dazu. Und dieser Mensch hat auch nicht zu seiner Handlung gepasst. Das heißt, seine äußerliche Handlung hat, also seine Handlung hat nicht zu seinem Phänotyp gepasst, wie er sich verhalten hat, also wie er aussah, wie er sich verhalten hat. Das hat alles nicht zusammen, es war nicht stimmig. Und das ist mir sehr aufgefallen. Und dann habe ich das so wahrgenommen und dachte so, irgendwas in dieser Situation stimmt nicht. Und habe es aber so stehen lassen und habe weitergearbeitet. Und dann, ich glaube, so eine halbe Stunde später, auf einmal springen alle Männer gleichzeitig auf und nehmen der Typ, der eine, der ein bisschen suspicious für mich war, der ist so langgelaufen in den Flur und auf einmal springen alle anderen Männer auf und sagen Polizei, sie sind festgenommen. Und ich sitze in diesen Abteilen denke mir so, was ist hier gerade passiert? Was passiert hier? Und auf einmal waren das alles undercover Polizisten, die dann diesen Ein Mann festgenommen haben.
01:22:12: Und dann gab es einen Riesentumult. Ich kürze das jetzt ab. Es war riesen, richtig viel Action in diesem Moment da. Und ich dachte mir so, wow geil. In welcher Situation bin ich denn hier jetzt? Das hatte ich auch noch nie im Zug. War also sehr witzig. Und wer hätte gedacht, dass ich, weil jemand auf meinem Platz geschlafen hat, ich plötzlich in einer polizeilichen Festnahme bin und in einer verdeckten Ermittlung war? Ein Moment, wo ich sage: Hätte ich auch nicht gedacht, von dem ich jemals in meinem Leben Situationen, in der ich stecken werden würde. Ja, sehr witziger Moment.
01:22:42: Und dann kommen wir zu Sie. Simone, die die Erkrankung Neurofibromatose hat und davon gesprochen hat, was das mit ihrem Leben macht. Und Simone, und ich finde, die Frage passt so gut zu ihr, ist: Was sind eure Lieblingstiere? Oh, total süß! Oder? Das passt so gut. Ja, voll. Weil sie auch, also ich verfolge sie ja auch auf Insta und so, und da hat sie halt ja immer den Koala. Total süß! Und dann dachte ich mir so: Ja, das passt voll gut. Weil bei ihr ist es halt dieser Koala, der halt auch wegen der Neurofibromatose immer so in dem Vordergrund steht. Und so, deswegen dachte ich, ja, das passt sehr gut. Ich kann es ganz schnell beantworten, weil es ist und bleibt schon immer gewesen der Affe. Also generell der Affe. Affe ist schon immer mein Lieblingstier gewesen. Unfassbar süßes Ding. Es gibt natürlich auch krasse Affen.
01:23:26: Also ich habe auch Respekt vor Affen, keine Sorge. Aber ich wollte als kind und Jugendliche immer einen Fingeraffen als Haustier. Das gilt natürlich nicht in Deutschland, ich weiß. Und ich würde es auch nie machen. Ich bin da immer so ein großer Verfechter von Natur lassen und so. Aber ein Fingeraffe ist so süß, denn müsst ihr unbedingt mal googeln. Wenn wir es einblenden können, dann blenden wir ihn ein, weil es ist ein Tier, in das habe ich mich wirklich, ich habe es gesehen, ich habe mich instant verliebt und es ist und bleibt meine Nummer eins in meinem Herzen, auch wenn ich es wahrscheinlich niemals sehen werde.
01:23:55: Aber genau, die Affen als Oberkategorie und direkt danach durch Lene Igel. Unfassbar süße Tiere. Also Igel hätte ich nicht gedacht, dass ich mich so sehr in Igel verlieben werde. Also Lene, herzlichen Dank dafür, dass du Igel in mein Leben gelassen hast. Also bei mir ist es ähnlich. Lene hat auch bei mir die Liebe zu Igeln eröffnet. Die sind einfach wirklich so unglaublich süß. Liebe Grüße. Und ich bin tatsächlich gar nicht so ein Mensch, der sagt, wow, ich habe ein Tier, wo ich richtig dahinterstehe. Ne, ich finde alle Babytiere süß, alle also so ein Babykuh, einfach niedlich. Oder so ein Küken. Na ja, aber die Tierart, die ich am liebsten anschauen würde und sehr gerne beobachte, klingt ein bisschen stalkermäßig, ist es nicht, sind tatsächlich Spatzen. So ganz kleine Vögelchen, die so unglaublich süß sind und dann springen sie immer so. Süß. Das sind einfach süße, schöne Tiere, mit denen ich auch gerne Zeit verbringe.
01:25:01: Wenn ich mal im Wald bin oder spazieren bin, dann gucke ich die sehr, sehr gerne an. Ich glaube, gerade so an der Leine ist so ein Spaß. Im Wald. Kaum ein Spätzchen. Ich habe übrigens noch einen Einwurf bei mir. Ich glaube, Affen haben mich auch so geprägt, weil es war einfach meine Zeit, unser Charlie, come on, und ich mit meinem Namen. Und dann habe ich mir halt immer unser Charlie reingezogen. Ich glaube, die Verbindung ist auch deshalb da, wieso ich Affen so toll finde. Gut möglich. Der ist schade. Unser Charlie, willst du mich verarschen? Wer ist das? Die Kindersendung mit dem kleinen Affen. Okay, kennst du nicht. Da sieht man mal wieder. Egal. Jeder andere, der jetzt nicht gerade Gen Z und weiter unten ist, wird wissen, was das hier für eine Sendung ist. Ganz, ganz süß. Ich mach mal weiter. Ja, auch wenn es interessant ist.
01:25:47: Wie kommt es? Wir kommen zu Jacqueline. Und zwar hatten Jacqueline und wir beide zusammen zwei Aufnahmen, wo Jacqueline in beiden Aufnahmen darüber gesprochen hat, wie es ist, mit einem Extremfrühchen zu leben. Das heißt, was da alles passiert ist mit ihrer Tochter. Und Jacqueline hat für ihre erste Folge gefragt: Wie verarbeitet ihr die ganzen Geschichten und Schicksale, die euch erzählt werden? Auch eine Frage. Ja, und heute musst du sie beantworten, denn ich beantworte sie immer mit: Ich lasse die Geschichten im Auto. Ganz einfach abgekürzt. Und jetzt sind wir alle Trommelwirbel darauf gespannt, was ist deine Antwort nach endlich zehn Staffeln?
01:26:25: Konntest du die Gedanken darüber machen? Und ich weiß, sie konnte es, weil wir schon ein Interview geführt haben für eine Zeitung und da hatte sie es droppen müssen. Deshalb, bitte, bereicher uns. Hintergrund ist, dass es mir sehr schwer fällt die Geschichten zu verarbeiten. Nicht, weil ich da emotional so aufgewühlt bin, sondern weil ich einfach im Vorfeld sehr viel Kontakt mit den Menschen habe und auch im Nachgang sehr oft weiter mit denen schreibe und frage: Hey, wie fühlst du dich? Geht es dir gut mit der Veröffentlichung? Wenn da nochmal was kommt, dann handle ich entsprechend. Und deswegen kann ich die Geschichte nicht wie Charlotte einfach im Auto lassen.
01:27:06: Ich habe mich aber dazu entschieden. Sorry, kurzer Einwurf. Was mich reflektiert habe, ist, ich muss mich ja immer mit den ganzen Kommentaren immer wieder damit auseinandersetzen. Hallo. Und deswegen, ich kann nicht, wie Charlotte das bei sein. Kann ich eigentlich auch nicht. Ich muss mich immer mit den Kommentaren auseinandersetzen. Es ist nur eine Handlungsweise, wie man sich entscheidet, damit umzugehen. Nein, Du handelst mit den Kommentaren, ich mit den Menschen an sich. Ja, aber du darfst nicht vergessen, dass ganz viele ja dann wieder ihre Geschichte droppen. Das heißt, du hast nochmal einen Schneeball mit ganz vielen neuen Geschichten, die ähnlich konnotiert sind. Okay, sorry, du bist. Ja. Genau, ich spreche einfach sehr viel auch im Nachgang mit den Gästen und möchte natürlich, dass die sich wohlfühlen. Ich möchte, dass sie nicht im Nachgang noch sagen, ich bereue es bei den beiden Bohnen gewesen zu sein. Deswegen, was ich dann so mache, ist, dass ich natürlich weiter die Menschen dann begleite, solange wie sie es brauchen. Und wenn dann quasi von den Menschen das Signal kommt, so, hey vielen Dank, ich wünsche euch alles Gute, und sie damit quasi sagen: Alles gut, alles easy, dann ist auch von meiner Seite aus, ich wünsche dir alles Gute, pass auf dich auf, wenn es was geben sollte, wo du nochmal Fragen hast, wo du uns brauchst.
01:28:32: Schreib uns und dann so beende ich quasi den Kontakt mit den Menschen. Beenden, das klingt so. Also damit machst du für dich eine persönliche Grenze. Genau, und so würde ich behaupten, Verarbeite ich dann die Geschichten, dass sie mich dann im Anschluss nicht noch weiter begleiten. So würde ich das sagen. Emotional. Emotional. Ja. Okay, gut so. Ich hoffe, diese Frage kommt nie wieder. Ich mag diese Frage einfach nicht. Jacqueline fragte dann noch: Habt ihr durch die Geschichten, die ihr hört, vielleicht manchmal Sorge, dass euch in Zukunft Ähnliches geschehen wird? Kann ich kurz beantworten: Nein. Also, wenn ich mich damit beschäftigen würde. So, oh, das könnte mich und das könnte mich begleiten oder erreichen, dann werde ich meines Lebens ehrlich gesagt nicht mehr froh, weil dafür passiert zu viel in dieser Welt und zu viel Scheiße passiert in dieser Welt und so viele Menschen machen Handlungen oder vollziehen Handlungen, wo du denkst, what the fuck?
01:29:31: Und das würde mich und mein emotionales Empfinden auf Dauer einfach runterziehen und das muss ich, da muss ich mich selbst davor schützen, dass ich mich nicht in so ein Strudel begebe. Deswegen nein. Ich sehe es ähnlich wie du. Tatsächlich mache ich mir trotzdem Sorgen. Ja, du bist auch eher von uns beiden diejenige, die sich sorgt um Dinge, als ich bin. Ja, das stimmt, das stimmt. Also, es ist jetzt nicht so, dass ich denke, so. Also, es ist gerade, weil es von Jacqueline kommt, ich will nicht sagen, mache ich mir Sorgen, aber ich bin dann manchmal in der Situation, dass ich mich frage: Hey, wie würdest du denn reagieren? Wie würdest du dich fühlen, wenn nicht unbedingt ich eben, in dem Fall von Jacqueline, ein Extremfrühchen kriege, sondern wenn das irgendwie im Umfeld ist? Was würdest du tun? So in dem Sinne mache ich mir Gedanken.
01:30:20: Nicht unbedingt nur Sorgen, das nicht, aber ich mache mir schon oft Gedanken darüber. Ja, genau. Also Gedanken würde ich auch sagen, macht man sich so, wie würde man damit umgehen, aber Sorgen. Nein. Nee, ja, Okay, und dann kommen wir zur letzten Frage und zwar von Azadia. Azadia, die mit Von Azadia, die mit uns zusammen eine Aufnahme gemacht hat, die zu einem Ort unserer Wahl gekommen ist, muss man dazu auch sagen, und die davon berichtet, wie es für sie ist, vom Ehrenmord bedroht zu sein und deswegen geflohen zu sein. Azadia hat gefragt: Wie kommt es dazu, dass ihr das Interview mit mir machen wolltet?
01:30:58: Gibt es persönliche Hintergründe dafür? Ich beantworte einfach mal die Frage, weil ich Azadia gesucht, beziehungsweise sie wurde mir vorgeschlagen, auch von der Community, und Und ich habe mir dann ihre Seite angeschaut bei Instagram und habe mir gedacht, diese Frau hat so schlimme Sachen erleben müssen und geht dafür in die Öffentlichkeit, obwohl sie immer noch vom Ehrenmord bedroht ist. Und das ist so unglaublich mutig und unglaublich stark, dass ich finde, dass sie dafür auf jeden Fall Raum bekommen sollte, einfach um auch anderen Frauen oder anderen betroffenen Menschen auch Mut zu geben und zu zeigen dass es möglich ist, es zu schaffen. Das war so mein Gedanke dahinter. Ich könnte den anderen Teil der Frage beantworten, wo es so darum geht: Wart ihr selbst davon betroffen? Und da kann ich Gott sei Dank für uns beide sagen: Nein, wir sind nicht in einem solchen Umfeld aufgewachsen, wir haben keinen kulturellen Hintergrund, weil bei ihr ist es kulturell geprägt, die Verfolgung.
01:32:05: Das haben wir nicht, Gott sei Dank, wir haben keine Verknüpfungspunkte mit den Inhalten. Ich als Gedanke gelernte Soziologin habe natürlich auch ein gewisses gesellschaftliches Interesse an verschiedenen Phänomenen und dazu gehört auch solche menschlichen Verhaltensweisen und auch zu verstehen, wie zum Beispiel Femizide und so entstehen und was der Gedanke ist und wie das kulturell geprägt ist. Deshalb ist da durchaus ein Interesse da, das aufzuarbeiten und dagegen zu strömen mit solchen Inhalten, die wir veröffentlichen, aber einen persönlichen Hintergrund oder Bezug gar nicht tatsächlich. Für uns beide kann ich da sprechen. Eigentlich haben wir jeweils, ich glaube, mindestens noch vier Fragen an die andere Person. Ja, aber die Zeit gibt's nicht ja, Leute. Die gibt's echt nicht ja. Also wir gehen jetzt schon viel zu spät los. Wir haben einen Flug zu kriegen. Was sollen wir machen? Ihr würdet sie dann in der nächsten Reflexionsfolge hören. Im besten Fall sind wir dann Sommerbraun, denn wir fliegen jetzt in die Sonne.
01:33:10: Yeah. Okay. In diesem Sinne. Danke dir. Und wir sehen uns im Flieger. Wir bleiben die ganze Zeit im Arm. Hallo. Das ist immer ein schöner Abschluss. Okay, danke für deine Zeit, für deine Energie und ich freue mich sehr auf eine weitere Tour, wo wir noch kein Enddatum gefunden haben. Es wird mega. Und danke euch, dass ihr uns supportet. Denkt dran, ihr könnt uns überall erreichen, wo wir Social Media haben. Außer Tik, ich habe kein TikTok, immer noch. Also in diesem Sinne herzlichen Dank dafür, ganz viel Liebe von uns an euch und wir sehen uns in der nächsten Staffel. Und gerne kommentieren, liken, alles Mögliche. Macht, unterstützt uns. Danke, bis dann. Tschüss. Du willst selbst bei uns dabei sein oder hast einen Themenvorschlag? Dann melde dich auf unserer Website oder unser Social Media. Wenn du von den besprochenen Themen betroffen bist oder Unterstützung benötigst, dann zögere nicht, Hilfe in Anspruch zu nehmen.
01:34:11: Hol dir Unterstützung bei professionellen Hilfe Oder dir vertrauten Personen. Bis zum nächsten Mal bei Von Bohne zu Bohne.
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