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Frühgeburt mit SSW 22+2: Intensivstation eines Extremfrühchens mit 380 Gramm #103 Jacqueline

Shownotes

*Hinweis: Diese Folge enthält Werbung und wird unterstützt vom Bundesverband Frühgeborene e. V.

Wenn dein Kind viel zu früh geboren wurde oder eine Frühgeburt droht, verändert sich von einem Moment auf den anderen alles. Es geht um Intensivstation, medizinische Entscheidungen, Angst, Hoffnung und die Frage: Wie schaffen wir das als Familie? Der Bundesverband Frühgeborene e. V. unterstützt Frühgeborene und ihre Familien von der Geburt bis ins Erwachsenenalter. Er bietet Informationen, Vernetzung und Beratung für Eltern, Angehörige und Fachkräfte. Über die kostenlose Hotline erreichen Eltern Menschen, die selbst Frühchen-Erfahrung haben: 0800 875 8770.

Mehr Informationen findest du auf: https://www.fruehgeborene.de/index.htm

In dieser Folge erzählt Jacqueline den ersten Teil ihrer Geschichte.

Ihre Tochter kommt in der Schwangerschaftswoche 22+2 zur Welt. Vorher liegen Kinderwunschbehandlung, künstliche Befruchtung, ein schweres Überstimulationssyndrom, Wasser in der Lunge, Nierenprobleme und zwei Wochen Krankenhaus hinter ihr. Als Jacqueline erfährt, dass sie schwanger ist, ist da Freude. Doch die Schwangerschaft bleibt nicht ruhig.

Bei der Feindiagnostik wird eine extreme Gebärmutterhalsverkürzung festgestellt. Später öffnet sich der Muttermund, ein Helikopter wird angefordert, dann wegen Schnee abgesagt. Jacqueline wird mit Blaulicht in die Uniklinik gebracht. Dort muss sie entscheiden, ob bei einer Geburt alles für ihr Kind getan werden soll.

Kurz darauf platzt die Fruchtblase. Ihre Tochter kommt innerhalb von Minuten zur Welt, mit 380 Gramm. Jacqueline weiß zunächst nicht, ob ihr Baby lebt. Erst später sieht sie ihre Tochter im Inkubator, intubiert, verkabelt und auf dem Weg auf die Intensivstation.

Diese Folge handelt von Extremfrühchen, Frühgeburt, Schwangerschaftswoche 22+2, Kinderintensivstation, Geburtstrauma, medizinischen Entscheidungen und dem Moment, in dem nur noch ein Satz zählt: Mein Baby lebt.

Dies ist Teil 1 von Jacquelines Geschichte. Die Fortsetzung folgt in der nächsten Folge.

Zeitstempel: 0:00:00 – 0:02:40: Werbepartner und Intro 0:02:40 – 0:07:37: Kennenlernen, künstliche Befruchtung und schwere Überstimulation 0:07:37 – 0:15:17: Krankenhaus, Wasser im Bauchraum, Nierenprobleme und Schwangerschaftstest 0:15:17 – 0:22:18: Freude über die Schwangerschaft und zwei errechnete Geburtstermine 0:22:18 – 0:31:56: Schwangerschaft, Feindiagnostik und extreme Gebärmutterhalsverkürzung 0:31:56 – 0:40:07: Pessar, Wehen, geöffneter Muttermund, Transport in die Uniklinik und Fruchtwasserverlust 0:40:07 – 0:48:07: Entscheidung zur Versorgung, Lungenreife, Blutungen, Geburt und Ausschabung 0:48:07 – 0:54:30: Warten auf Informationen, erstes Sehen im Inkubator und Intensivstation 0:54:30 – 1:04:49: Monitore, Pneumothorax, Thoraxdrainage, erste Tage auf der Intensivstation und Vertrauen zum Oberarzt 1:04:49 – Ende: Die Nachricht, dass sie die Nacht nicht überleben soll, Verabschiedung und Hinweis auf Unterstützung

extremfrühchen #frühchen #frühgeburt #ssw22 #schwangerschaftswoche22 #kinderwunsch #künstlichebefruchtung #ivf #kinderintensivstation #neonatologie


Nähere Informationen zum Bundesverband Frühgeborene e.V.: https://www.fruehgeborene.de/

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Transkript anzeigen

00:00:00: Diese Folge wird unterstützt vom Bundesverband Frühgeborene

00:00:04: e.V.,

00:00:05: wenn dein Kind viel zu früh geboren wurde oder eine Frühgeburt droht, kann sich von einem Moment auf den anderen alles verändern.

00:00:13: Plötzlich geht es um Intensivstation medizinische Entscheidungen Angst Hoffnung und die Frage Wie schaffen wir das als Familie?

00:00:24: Der Bundesverband Frühgeborene EV unterstützt frühgeboreene und ihre Familien vor der Geburt bis ins Erwachsenenalter.

00:00:32: Er bietet Informationen, Vernetzung und Beratung für Eltern, Angehörige und Fachkräfte.

00:00:39: Über die kostenlose Hotline können Eltern mit Menschen sprechen, die selbstfrüchen Erfahrungen haben.

00:00:46: Aus Deutschland erreist du sie unter.

00:00:54: Wenn du gerade selbst betroffen bist, Fragen hast oder dich mit anderen Frühchenfamilien verbinden möchtest findest du Hilfe auf frühgeborene.de.

00:01:23: Trigavano.

00:01:29: Bevor wir beginnen, möchten wir Dich auf etwas Wichtiges hinweisen – uns in Deine Sicherheit und Gefühle wichtig!

00:01:35: Wir möchten gewährleisten, dass Du Dich während des Höhrens unseres Podcasts wohl fühlst und keine unerwarteten Auslöser erlebst.

00:01:42: In dieser Episode werden wir Themen ansprechen die für einige Höhrende verstörend sein könnten.

00:01:47: Zu Beginn der Folge stellen wir das Thema vor.

00:01:50: Falls du denkst, daß das genannte Thema für dich persönlich belastend sein könnte dann möchten wir dich bitten, die Folge direkt zu beenden.

00:02:01: Stell dir vor, du kommst in einen Raum.

00:02:04: Vor dir sitzt ein Mensch und du hast keine Ahnung wer das ist.

00:02:07: Das passiert mir in jeder Folge bei unserem Podcast von Bohne zu Bohne.

00:02:12: Mein Name ist Charlotte und ich weiß vorher nichts über unsere Gäste.

00:02:16: Kein Name, keine Information, keine Themen.

00:02:19: Also werden meine Fragen auch deine Fragen sein.

00:02:22: Ich bin Sanya und ich suche die Gäster.

00:02:24: Je achte ich darauf dass es Menschen mit ehrlichen berührenden und bewegenden Geschichten sind Und genau die wollen wir mit euch teilen.

00:02:32: Bist du bereit, gemeinsam mit Charlotte neue Geschichten kennenzulernen?

00:02:40: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge!

00:02:41: Mein Name ist Charlotte... ...Mein Name ist Zanya... ...Und mein Name ist Jacqueline und ich habe ein Extremfrüchen in der Schwangerschaftswoche zweiundzwanzig plus zwei bekommen.

00:02:51: Hi Jacqueline!

00:02:52: Zweiund zwanzig Plus

00:02:53: zwei?!

00:02:54: Ach krass das ist ja wirklich sehr früh!

00:02:57: Ja extrem früh!

00:02:58: Wow!

00:02:59: Wo starten wieder am besten schon mit der Schwangerschaft?

00:03:03: Ja, die war auch sehr durchwachsen.

00:03:06: Okay das heißt also die hat schon holprig gestartet?

00:03:09: Ja tatsächlich.

00:03:11: Magst du uns da einmal abholen wenn das denn aufgefallen ist?

00:03:16: Vielleicht müsste man noch ein bisschen früher anfangen.

00:03:20: Die war eine... Meinst du deine Tochter?

00:03:23: Genau meine Tochter war eine künstliche Befruchtung der ich auf natürlichem Wege nicht drünger werden konnte.

00:03:33: Und ja, so eine künstliche Befruchtung bringt doch einiges mit sich.

00:03:42: Genau und da ist tatsächlich schon einiges schiefgegangen.

00:03:45: Wieso ist da einiges Schief gegangen?

00:03:47: Ich nehm an du hast hormonelle Behandlung gehabt, musstest dich selbst spritzen!

00:03:50: Ja genau.

00:03:53: Man macht es dann am liebsten dass die Eizellen nicht erst eingefroren werden sondern direkt fünf Tage, nachdem sie entnommen und befruchtet wurden eingesetzt werden.

00:04:08: Und da ist natürlich der Körper aber noch sehr stimuliert von den Hormonen.

00:04:18: Bei mir ist es dann praktisch passiert dass es zu einem heftigen Überstimulationssyndrom kam nach Einsätzen der befruchten Eizelle.

00:04:28: Was ist das?

00:04:33: hat in meinem Fall bedeutet, dass mein Körper ganz viel Flüssigkeit eingelagert hat und ich voll gelaufen bin mit Wasser.

00:04:45: Und ich hatte Wasser in der Lunge und bin im Krankenhaus gelegen.

00:04:53: Ich dachte eigentlich erst, ich hätte einen heftigen Virus.

00:04:57: Meine Mutter kam an diesen Tag ... das war fünf Tage nach Einsätzen der Eizellen.

00:05:04: Sie kamen eigentlich zum Frühstücken und ich hab nur zu ihr gesagt bitte bring mich ins Krankenhaus!

00:05:09: Ich kann nicht mehr!

00:05:11: Und sie hat mich dann ins Krankenhause gebracht und ich musste auch tatsächlich sofort da bleiben eben weil mir einfach mein Zustand war zu schlecht Und ich war erst in einem kleinen Krankenhaus.

00:05:26: und nachdem dann meine Nieren auch aufgehört haben zu arbeiten bzw.

00:05:31: erstmal sind die Nierenwerte ganz schlecht geworden, dann haben sie gesagt naja also Sie können das nicht mehr weiter behandeln und dann wurde ich in das nächste größere Krankenhaus verlegt.

00:05:44: ja und da lag ich dann und bin immer weiter mit Flüssigkeit voll gelaufen.

00:05:51: War das bis dato deine erste künstliche Befruchtung?

00:05:54: Es war der zweite Versuch.

00:05:56: Also es hat davor einen Versuch stattgefunden und das hat nicht geklappt, und das war dann der zweite versuch bei dem... Ersten Versuch hat man das auch so kurz nach der hormonellen Behandlung gemacht, weil man hätte ja auch mehrere Eizellen entnehmen können die einfrieren können und dann beim zweiten Versuch die hätte einsetzen können.

00:06:17: Ja aber beim ersten Versuch gab es nur zwei Eizeln, die tatsächlich was geworden sind und deswegen Bestand die Möglichkeit, gar nicht da irgendwas einzufrieren.

00:06:30: Sondern man hatte diese beiden Eizellen.

00:06:32: Hatte man einfach genommen hat sie eingesetzt und ja dann war nichts mehr übrig.

00:06:39: Dann mussten wir für den zweiten Versuch nochmal von vorne starten.

00:06:43: Du hast gesagt dass du immer weiter an Wassereinlagerung bekommen hast.

00:06:48: Was hat man dagegen gemacht damit das gestoppt wird?

00:06:52: Also man versucht Durch Gabe von Infusionen, durch Flüssigkeitsgabe versucht man praktisch dieses Wasser aus dem Gewebe rauszudrängen und dass das dann ausgeschieden werden kann.

00:07:08: Hat in meinem Fall nicht funktioniert und da habe ich mich tatsächlich auch in der Klinik sehr alleingelassen gefühlt weil dann irgendwann so schwere Einlagerungen, dass ich nicht mal mehr meine Zehen bewegen konnte.

00:07:26: Weil ich so voll gelaufen war.

00:07:29: Ich hatte so unglaubliche Schmerzen, weil meine Organe so gequetscht waren.

00:07:37: Ich habe eine Nacht im Sitzen neben dem Bett geschlafen und hab mich nur auf die Bettkante mit dem Kopf aufgelehnt, weil ich nicht mehr liegen konnte.

00:07:50: Ja, irgendwie habe ich die ganze Zeit aber keinen Arzt zu Gesicht bekommen und teilweise haben nicht mal Divisiten stattgefunden.

00:08:00: Beziehungsweise weiß ich nicht ob sie draußen vor der Türe einfach stehen geblieben sind, aber es kam halt keiner rein.

00:08:06: Und mir ging es dann irgendwann so schlecht und ich hab gemerkt das macht niemand was dass sich den arzt von der Kinderwunschklinik kontaktiert hat und ihm gesagt hat Mir geht's so schlecht Aber hier macht keiner was, kann ich ja grad nach Hause gehen und der dann gemeint hat nein auf gar keinen Fall.

00:08:28: Und ich soll versuchen dass jemand von der Klinik in der ich liege ihn kontaktiert und das er einfach da aus seinen Erfahrungen raus eine Empfehlung geben kann als man macht.

00:08:43: also seine Empfehlungen wäre gewesen zu punktieren also nicht die Lunge sondern dass das Wasser halt aus dem Gewebe rauslaufen kann und hat die Klinik aber auch nicht gemacht.

00:08:57: In angerufen oder punktiert?

00:08:59: In angerufen, und punktiert hatten sie aber zu diesem Zeitpunkt tatsächlich auch nicht.

00:09:05: und ja den einen frühen Abend ist es dann so gekommen, also inzwischen hatten dann eben auch meine Nieren nicht mehr gearbeitet.

00:09:19: Nicht mal mehr unter Medikamentengabe und den einen Abend ging's mir plötzlich ganz, ganz schlecht.

00:09:28: ich habe angefangen zu zittern und zu frieren und meine Zimmernachbarin hat gemerkt Es stimmt irgendwas nicht und hat um Hilfe gerufen.

00:09:40: Und dann hat man mich an Monitore angeschlossen und hat einfach gesehen, die Sauerstoffsättigung ist schon nur noch bei siebzig Prozent.

00:09:49: Und dass es mir wirklich sehr schlecht geht.

00:09:54: Dann haben Sie mich mit samt dem Bett geschnappt und in einen anderen Raum gefahren.

00:09:59: Da kam dann tatsächlich ein Arzt mit einem Notfall-Set und dann hat man mir praktisch ein Loch in die Seite geschnitten Und einen Schlauch rein gesteckt und hat da dann auf einen Schlag erst mal zweieinhalb Liter Wasser aus dem Gewebe abgelassen.

00:10:18: Mehr konnte man nicht, auf einmal weil ansonsten meine Elektrolyte einfach den Bach runtergegangen wären.

00:10:26: Deswegen musste man es erstmal bei diesen zweieineinhalb Litern belassen.

00:10:32: Danach war's allerdings so... dass ich das erste Mal nach vielen, vielen Tagen mal wieder was essen konnte.

00:10:41: Weil die Tage davor war Essen nicht möglich.

00:10:46: Ich konnte nichts trinken.

00:10:48: Es ging gar nicht.

00:10:50: Ich lag einfach nur wie ein Pflegefall im Bett.

00:10:55: zwischen durch habe ich Sauerstoff bekommen und dann konnte ich endlich das erste mal etwas essen und auch wieder schlafen.

00:11:09: Was hat denn das Krankenhaus als Argument verwendet, warum Sie es so spät interveniert haben?

00:11:14: Wir haben nichts gesagt.

00:11:17: Gar nichts!

00:11:17: Und im Krankenhausbericht stand da was drin?

00:11:20: Den habe ich nicht gelesen.

00:11:22: Also ich hab da nie oder habe ich einen Krankenhaus-Bericht bekommen – Ich weiß es gar nicht mehr aber über solche Themen wird da nicht geschrieben.

00:11:33: Warum wie so?

00:11:33: weshalb da nicht reagiert wurde.

00:11:37: Dein Zustand gerade mit dem Nierenversagen, das ist ja sehr akut und auch lebensgefährlich bis du auf die Intensivstation gekommen?

00:11:46: Also ich wäre dann tatsächlich intensiv pflichtig gewesen.

00:11:52: man hat dann aber gesagt dass ich auf der normalen Station mehr Ruhe habe.

00:11:57: deswegen hat das Intensif-Team mich praktisch auf der Normalstation dann mitbetreut.

00:12:03: Die sind dann in regelmäßigen Abständen, die zu mir aufs Zimmer gekommen haben, geguckt ob meine Werte in Ordnung sind und haben mich so praktisch dann mit

00:12:14: betreut.".

00:12:16: Wie lange musstest du im Krankenhaus bleiben?

00:12:19: Insgesamt war ich zwei Wochen im Krankenhause.

00:12:22: Das ist echt lange!

00:12:24: Ja nur ... an dem Tag, als diese Notfall-Punktion stattgefunden hat war es dann tatsächlich so dass die Frauenärztin dann schlussendlich danach ins Zimmer gekommen ist und ja dann hat das ganze in Sinn bekommen weil sie uns damit geteilt hat.

00:12:51: dass eine Schwangerschaft eingetreten ist.

00:12:54: Das heißt, die haben dich absichtlich so lange drinnen gelassen wegen der Schwangerschrift?

00:13:00: Oder warum warst du dann am Ende des Tages so lang drin?

00:13:02: Das habe ich nicht verstanden!

00:13:04: Nee nee, ich meine nur das tatsächlich... Also es hatte einen Sinn, aber dass ich so lange bleiben musste, war einfach dem Gesundheitszustand geschuldet weil Dieser Schlauch, den man notfallmäßig bei der Punktion gesetzt hatte.

00:13:23: Der war nicht richtig befestigt und der ist am nächsten Tag rausgerutscht.

00:13:30: Und dann ist dieses Loch praktisch wieder zugegangen.

00:13:35: und Dann hat das ganze Spiel von vorne angefangen.

00:13:38: ich bin wieder voll gelaufen mit Wasser Und dann hat man aber zwei Tage später hat man dann an einer anderen Stelle nochmal punktiert und insgesamt eben bevor ich dann nach Hause gehen konnte, hatte man dann zehn Liter Wasser aus meinem Bauchraum entlassen.

00:14:03: Also ich weiß dass wenn man die Hormone nimmt Dann nimmt man häufig auch zu, mitunter sehr viel Wasser.

00:14:11: Also es ist eine sehr starke Wassereinlagerung.

00:14:12: aber diese Medikamente bzw.

00:14:14: diese Spritzen die Hormonen, die du dir gibst, die setzt man doch ab bevor du letztendlich die Eizelle eingesetzt bekommst.

00:14:20: also warum bist du weiter mit Wasser voll gelaufen?

00:14:23: Weil durch den Anstieg von dem Schwangerschaftshormon passiert das dann dass dieses Hormonelle das das dann dazu führen kann dass es zu diesem Überstimulationssyndrom kommt.

00:14:40: Ich habe dann im Vorfeld auch schon eine sehr hohe Dosis-Hormone bekommen, um praktisch die ganze Eizellproduktion und sowas anzuregen.

00:14:53: vielleicht im Nachhinein gesehen wäre es tatsächlich besser gewesen, die Eizellen einzufrieren und zu sagen man wartet auf einen Folgezyklus um da dann die Eitzellen einzusetzen.

00:15:06: aber in diesem Moment schien es dem Arzt ja.

00:15:12: Du hattest gerade eben gesagt dass dir dann gesagt wurde das du schwanger bist.

00:15:17: Was hast du in dem moment gefühlt?

00:15:18: Wir haben geweint also mein Mann und ich.

00:15:20: wir haben wirklich geweint Also vor Freude, weil sie war ja ein absolutes Wunschkind und so schlimm wie die Zeit dann auch war.

00:15:33: Aber dann wusste man einfach wofür?

00:15:40: Du hast gesagt du warst zwei Wochen dort.

00:15:43: Hattest du immer noch Wassereinlagerung oder haben die dann abgenommen?

00:15:48: Es ist weniger geworden.

00:15:49: also wurde dann jeden Tag gewogen.

00:15:54: Schlussendlich, als ich entlassen wurde, waren es wieder zehn Kilo weniger.

00:15:59: Aber ich hatte trotzdem noch Wassereinlagerungen.

00:16:04: Das war nicht weg und ich war auch sehr angeschlagen.

00:16:14: Ich konnte kaum laufen einfach vor Schmerzen.

00:16:19: Die Eierstärke war noch ganz stark vergrößert Und jede Erschütterung und jede Bewegung hat einfach neue Schmerzen gebracht.

00:16:31: Diese vergrößerten Eierstöcke, die kommen ja mitunter auch von der hormonellen vorherigen Behandlung, richtig?

00:16:36: Ja!

00:16:38: Sind sie dann über diesen Zeitraum so groß geblieben?

00:16:41: oder sind die auch pö-abhös wieder kleiner geworden?

00:16:44: Die sind dann im Laufe der Wochen.

00:16:48: sind die also wieder kleiner worden.

00:16:51: Wie viele Eizellen hattest du insgesamt bei der zweiten Behandlung gehabt?

00:16:55: Wann ist wieder zwei oder hatteste dann mehr die... Wieder zwei.

00:16:59: Okay, okay.

00:17:00: Hast Du dir auch direkt zwei einsetzen lassen?

00:17:03: Ich habe zwei einsetten lassen.

00:17:05: ja Als du denn zu Hause warst und mit dieser glücklichen Nachricht dass du schwanger bist oder das ihr ein Kind erwartet Zuhause warst was waren die nächsten Schritte?

00:17:17: Was musstest du tun gerade in Bezug auf dem errechneten Geburtstermin?

00:17:22: Als ich dann wieder zu Hause war, bin ich natürlich ganz normal zu meinem Frauenarzt gegangen und habe einen Mutterpass ausgestellt bekommen.

00:17:35: Da stand ein Entbindungstermine drin und der war auf Anfang Juni gesetzt.

00:17:45: Und durch diese ganze Geschichte mit dem Überstimulationssyndrom wollte dann aber tatsächlich der Arzt von der Kinderwunschklinik mich auch noch mal sehen.

00:18:02: Als ich dort war, die haben einen anderen Geburtstermin genannt und zwar auf Ende Mai.

00:18:08: also er war wenige Tage versetzt zu dem Entwindungstermin, den der Frauenarzt mir gesagt hatte.

00:18:19: Und als ich dann das nächste Mal wieder bei meinem Frauenarz war, hat ich gesagt naja also es spielt wahrscheinlich keine Rolle aber die Kinderwunschklinik hat dem Geburtsterminen ein paar Tage früher genannt und er hat dann gesagt Ja, ich schreibe es einfach mal in den Mutterpass mit rein und so hatte ich dann zwei Entbindungstermine.

00:18:51: In meinem Mutterpass stehen Stand einmal seiner und drunter stand laut Kinderwunschklinik eben dieser paar Tage frühere Entbindungstermin.

00:19:03: wo man sich denkt naja hat wahrscheinlich überhaupt keine Relevanz.

00:19:07: aber Schluss endlich als sie auf die Welt gekommen ist Das darüber entschieden, dass sie heute lebt.

00:19:17: Weil der andere Geburtstermin, da wäre sie erst in Schwangerschaftswoche einundzwanzig plus fünf gewesen und da hätte die Klinik, in der sie auf die Welt gekommen ist nichts gemacht sondern man hätt ... Sie wäre auf die welt gekommen und man hätte sie mir hingelegt zum sterben.

00:19:37: Und ähm Die klinik ähm hilft ab Schwangerschaftswoche, Zweiundzwanzig plus Null.

00:19:46: Das ist eine Grauzone.

00:19:48: also da dürfen die Eltern entscheiden ob man alles fürs Kind tun soll oder ob man es zum Sterben in den Armgeleg bekommen bekommen möchte.

00:20:01: und das geht bis Vierundzwanzig Plus Null ab.

00:20:05: Vier und Zwanzig Plus Nulle werden die Kinder auf jeden Fall medizinisch versorgt, aber zwischen zwei und zwanzig plus null und vierundzwanzig Plus Null dürfen die Eltern entscheiden.

00:20:19: Ich nehme an, du wusstest das zu dem Zeitpunkt noch nicht?

00:20:22: Dass ich darüber entscheide?

00:20:24: Nein, ich wusste da noch gar nichts drüber.

00:20:26: es war ja auch jetzt erst mal der Anfang der Schwangerschaft Und Ja Es War Holprig.

00:20:33: Aber Zu Diesem Zeitpunkt war ich ja der Meinung, es wird alles gut.

00:20:40: Ich stelle mir so ein bisschen die Frage, warum da so eine Diskrepanz ist?

00:20:44: Denn in deinem Fall kann man genau datieren wann die eingesetzt wurden und da kann man doch eigentlich ziemlich genau einen Zeitfenster feststecken!

00:20:55: Ich weiß nicht wie man's rechnet tatsächlich genau.

00:20:58: Ich habe es mal versucht irgendwie nachzurechnen aber... Wie genau da wer gerechnet hat Hm.

00:21:08: Weiß ich nicht, aber es war auf jeden Fall ein absolutes Glück, dass dieser andere Entbindungstermin noch mit eingetragen wurde.

00:21:18: Oder auch dein Mutterinstinkt der dir gesagt hat hey irgendwie vielleicht soll dich das einfach mal sagen?

00:21:23: Ja weiß!

00:21:25: Ich stelle mir so'n bisschen die Frage musstest du dann nach und nochmal zur Kinderwunschklinik zu dem Arzt oder vorstellig werden oder bist du da nur noch zu Frauenärztin hin?

00:21:35: zur ganz normalen Frauenarztpraxis, weil die Kinderwunschklinik ist eigentlich ab dem Zeitpunkt wo eine Schwangerschaft eingetreten ist sind sie normalerweise raus.

00:21:47: Also das war jetzt bei mir, war es einfach durch diesen Verlauf dass ich nochmal hingegangen bin.

00:21:57: aber normalerweise ja macht die Kinderwunschklinik nur bis Eintritt der Schwangerschaft und dann sind die raus.

00:22:06: Das heißt auch, dass du die Wassereinlagerung hattest?

00:22:10: Hat ja dazu geführt am Ende des Tages das du ein zweites Datum drin hast was wiederum dazu geholfen hat, dass deine Tochter heute am Leben ist.

00:22:18: Ja tatsächlich, krass!

00:22:20: Jacqueline wie ist denn die Schwangersschaft verlaufen?

00:22:22: Wie sind die Vorsorge-Untersuchungen verlaufe?

00:22:26: Also... Die Schwangershaft is dann Erstmal ja relativ normal verlaufen, wenn man das so nennen kann.

00:22:35: Also ich hatte eine sehr starke Schwangerschaftsübelkeit also mir ging es vielleicht, wenn ich Glück hatte gings mir ein bis zwei Stunden pro Tag relativ gut.

00:22:50: ansonsten war mir Dauerübel und Das ging dann bis zur sechzehnten.

00:23:00: Dann hat es so langsam angefangen, dass ich mir gedacht habe.

00:23:05: Jetzt entspannt sich die Situation!

00:23:08: Ich hatte dann ganz normale Heishungergelüste auf verschiedene Sachen und konnte mich endlich wieder schmerzfrei auch bewegen.

00:23:20: Diese ganzen Wassereinlagerungen waren weg und meine Eierstöcke scheinen dann auch wieder in normale Größe geschrumpft zu sein.

00:23:31: und ja, da war es dann tatsächlich so das ich mir gedacht habe.

00:23:37: Jetzt fängt endlich die schöne Zeit der Schwangerschaft an!

00:23:41: Wie war dein Gefühl wenn du zu den Vorsorgeuntersuchungen gegangen bist?

00:23:46: Ich meine, du warst ja jetzt schon zu Beginn der Schwangenschaft ziemlich belastet mit deiner eigenen Gesundheit.

00:23:52: Dann die Übelkeit hattest du irgendwie Sorge, wenn du zur Vorsorgeuntersuchung gegangen

00:23:56: bist?!

00:23:58: Ja, aber ich denke mal die hat man immer.

00:24:02: Ich weiß nicht ob ich die mehr hatte, also Sorge hat man schon.

00:24:07: Es war natürlich jedes Mal so.

00:24:12: trotzdem diese Angst da es könnte irgendwas sein und ich war dann immer heilfroh wenn der Herzschlag zu hören war und wenn man dann im Ultraschall gesehen hat, das Baby bewegt sich.

00:24:29: Und ja, dass das alles okay ist!

00:24:35: So von Termin zu Termin – ich hatte durch diese ganze Vorgeschichte auch mehr Untersuchungen wie man normalerweise hat Ja, aber so von Termin zu Termin fühlt man sich dann irgendwie sicherer und man sieht das Baby wächst.

00:24:54: Und so langsam wächst auch das Beuchle aufgrund von ... Weil das Baby wechselt und nicht mehr weil man Wassereinlagerungen hat!

00:25:10: Es hat eigentlich gerade angefangen schönzuwerden bevor es dann ganz hässlich geworden ist.

00:25:19: Gab es da Warnsignale, die sich angekündigt hatten oder war die Situation, kam die von jetzt auf gleich für dich?

00:25:25: Es kam eigentlich vom Jetzt-auf-Gleich.

00:25:29: also ich kann mich an eine Situation erinnern ja wo ich so ein Zug gespürt habe im Unterleib aber dem hab' ich jetzt da keinen keine Bedeutung zugeschrieben, weil ich habe mir gedacht naja also Schwangere haben ja immer mal irgendwo entziehen der Körper verändert sich und vielleicht war das aber schon das erste Wahnsignal.

00:26:00: Das war es nicht passt.

00:26:01: Dieses Ziehen in welcher Schwangerschaftshoch hatest du das erst einmal bekommen?

00:26:06: Es müsste so die zwanzigste Schwangersschaftswoche gewesen sein Und das ist danach noch mal aufgetreten, das ziehen.

00:26:13: oder war es einmalig?

00:26:14: Das war einmalig.

00:26:16: Aber ich habe es trotzdem irgendwie... Ich hab's noch in Erinnerung.

00:26:21: also und das war dann erstmal alles was du an Wahnsignale bekommst.

00:26:26: oder hast du auch an dir etwas gemerkt, an Veränderungen?

00:26:29: Ansonsten war alles in Ordnung.

00:26:34: Wie war denn der Tag selbst als dass passiert ist?

00:26:39: Da ging es nochmal eine Woche voller.

00:26:44: Ich war bei der Feindiagnostik, also bei der großen Ultraschalluntersuchung.

00:26:53: da war ich in Schwangerschaftswoche einundzwanzig plus zwei und Es wurde alles gemessen, da wird Nackenfaltenmessung gemacht und es wird geguckt ob das Kind ausreichend versorgt ist im Mutterleib.

00:27:08: Und es war alles in bester Ordnung!

00:27:12: Dann kam die allerletzte Untersuchung und danach hat die Frau der Ärztin gesagt ich darf nicht mehr nach Hause gehen.

00:27:23: Ich muss sofort ins Krankenhaus ohne Umwege Und weil ich eine extreme Gebärmutter-Halsverkürzung habe.

00:27:37: So hat mein Mann mich dann direkt von der Frauenarztpraxis ins Krankenhaus gefahren und sie hatte mir drei Kliniken zur Auswahl gestellt, wo ich hingehen kann.

00:27:50: Das Eine war die Klinik in der ich praktisch mit diesem Überstimulationssyndrom war.

00:27:56: Da habe ich mir gedacht, nee da gehe ich nicht mehr hin.

00:28:00: Da habe mich jetzt nicht so gut aufgehoben gefühlt.

00:28:05: Dann das nächste wäre die einhundert Kilometer entfernte Uniklinik gewesen war jetzt auch nicht so attraktiv für mich und hab mich deswegen dann für die dritte Variante entschieden weil das auch das Krankenhaus war dass in der Stadt war in der mein Mann gearbeitet hat oder auch heute noch arbeitet.

00:28:30: Und wo ich mir gedacht habe, ja das ist dann einfach so... Einfach um den Kontakt zu sehen und sowas wäre es die beste Option und wenn mir das vorgeschlagen wird, dann würde es in dem Fall auch in Ordnung sein.

00:28:48: Warum ist ein verkürztes Gebärmutter halt so schwierig?

00:28:52: Also da geht es darum, dass er die Schwangerschaft halten soll und dieser Gebärmutterhals.

00:28:59: Der sollte normalerweise so sechs bis sieben Zentimeter dick sein und bei mir war er unter einem Zentimeter.

00:29:10: Wow!

00:29:10: Ja und das hält ja praktisch dieses ganze Gewicht muss der ja halten.

00:29:20: Und bei mir war es dann so, als ich kam in die Klinik.

00:29:26: Das wurden natürlich Untersuchungen gemacht und ... Dann hat man gesehen, dass sich auch eine Trichterbildung gibt.

00:29:36: Was bedeutet das?

00:29:37: Dass praktisch die Fruchtblase, dass sie schon wie ein Trichta in diesem Gebärmutterhals abgesackt ist.

00:29:48: Dass das nicht mehr unten Nicht mehr sackförmig ist, sondern dass es schon anfängt zu laufen.

00:29:57: Und dann wird natürlich geguckt warum?

00:30:01: Warum ist diese Gebärmutterhalsverkürzung vorhanden?

00:30:06: Es gibt einmal die Ursache, dass das einfach durch Bakterien verursacht wird.

00:30:13: Dann kann man eine Antibiotika geben und dann baut sich dieser Gebärmutterhals wieder auf.

00:30:20: Man muss halt liegen und das war aber bei mir nicht der Fall, sondern in meinem Fall war es einfach genetisch

00:30:28: bedingt.".

00:30:29: Und ja dann hat man eben gesehen da kann man jetzt da nicht drauf warten dass davon selber irgendeine Besserung einsetzt.

00:30:44: Dann hat die Klinik gesagt, sie würden sich mit der Uniklinik in Verbindung setzen und dort praktisch nachfragen was man jetzt in meinem Fall am besten macht.

00:30:58: Weil es gibt dann einmal die Möglichkeit um das Ganze abzustützen dass man alles zunäht.

00:31:09: also ist da natürlich mit einer Teilnerkose verbunden und dann wird der Gebärmutter-Hals, das wird praktisch nach oben geschoben und dann in Faden drum genäht.

00:31:25: Der muss dann vor Geburt wieder geöffnet werden.

00:31:30: aber dass man es so stabilisiert.

00:31:33: und die andere Möglichkeit ist, dass man ein Pessar einsetzt.

00:31:38: Das ist praktisch ein Gummi-Ring der dann von unten praktisch auf das Ganze aufgesetzt wird und der praktisch dann auch das ganze stabil halten soll.

00:31:53: Duftest du dich für einzus entscheiden oder haben die Ärzte das gemacht?

00:31:56: Die Ärzten haben das gemacht, genau!

00:31:59: Die hatten dann wohl diesen Professor in der Uniklinik nicht erreicht und haben dann selbstständig entschieden und hatten sich für den PSA entschieden Und das war dann auch eine ganz schnelle Angelegenheit.

00:32:15: Dieser Pisa wurde eingesetzt und ich habe aber beim Einsetzen, habe ich gemerkt da ist irgendwas passt hier nicht weil mir hat es ganz heftig die Fruchtblase einmal hochgekluggert und naja, ich habe gedacht nee also irgendetwas fühlt sich da nicht richtig an Und man muss nach dem Einsetzung vom Pessar noch eine Nacht in der Klinik bleiben zur Beobachtung.

00:32:49: Am nächsten Tag kam dann die Visite, hat gefragt wie es zu mir geht und dann habe ich gesagt ja, ich weiß nicht mein Bauch wird immer wieder hart und ich hab so einen Zin in den Leisten gegend.

00:33:07: Und die meinten dann, ja das ist jetzt der Körper muss sich erst dran gewöhnen dass da jetzt ein Fremdkörper praktisch drin ist.

00:33:17: Das sind jetzt einfach Kontraktion von der Gebärmutter.

00:33:20: Das hört wieder auf!

00:33:21: Das hört sich an nach wehen?

00:33:23: Ja ich wurde dann nach Hause geschickt Ich wurde entlassen.

00:33:28: Mein Mann hat mich abgeholt nachmittags um sechzehn Uhr und wir sind dann nach hause gegangen und ich lag dann zuhause.

00:33:37: Ja, mir ging's irgendwie immer schlechter.

00:33:40: Und meine Nachbarin hatte mir dann durch Zufall geschrieben wie es mir geht, die hat mitbekommen dass ich nach Hause gekommen bin und ich hatte ihr dann zurückgeschrieben ja... Ich weiß auch nicht irgendwie mein Bauch wird immer wieder hart und ich hab so einen Ziehen.

00:34:00: und sie war schon Mutter und hat dann zu mir gesagt naja oder hat wir geschrieben Ich will ja keine Angst machen, aber für mich hört sich das nach wen an.

00:34:11: Bitte ruf nochmal in der Klinik an, beschreib denen das und frag ob es sein

00:34:18: kann.".

00:34:19: Und dann habe ich in der klinik angerufen, hab gesagt naja also ich wurde jetzt da vor ein paar Stunden erst entlassen, aber so ist die Situation.

00:34:30: und dann hieß es Ja, ich soll sofort wieder zurückkommen Und dann sind wir wieder zurückgefahren ins Krankenhaus.

00:34:37: Also ich war vier Stunden, nachdem ich entlassen wurde, war ich wieder zurück in der Klinik und es gab eine Untersuchung.

00:34:48: Die Ärztin hat den Raum verlassen und kam dann wieder zurück.

00:35:00: Sie wollte uns keine Angst machen Aber die Untersuchung hat ergeben, dass der Muttermund bereits geöffnet ist.

00:35:10: Und sie hat jetzt einen Helikopter angefordert, da sich sofort in die Uniklinik geflogen werde.

00:35:18: Was hast du dabei gefühlt als du das gehört hast?

00:35:23: In dem Moment steht man so komplett neben sich.

00:35:27: Das geht dann plötzlich alles so schnell und mir war auch so schlecht.

00:35:34: Mir ging es nicht gut und dann habe ich mir gedacht, ja.

00:35:41: Gut!

00:35:42: Dann komme ich jetzt in die Uniklinik und dann helfen sie mir da.

00:35:48: Das heißt du hast da noch nicht so richtig verstanden dass dein Kind in jeden Moment kommen könnte?

00:35:53: Nein.

00:35:53: Ich hab noch dran geglaubt das alles gut wird.

00:35:58: Es war zwar irgendwie auf der einen Seite so Ja okay, ich muss jetzt in den Uniklnik aber auf der anderen Seite auch so.

00:36:06: Na ja, da werden sie mir dann schon

00:36:07: helfen.".

00:36:09: Und ... Ja, dann wurde das Ganze irgendwie.

00:36:17: kurze Zeit später hat die Ärztin gesagt also... Der Helikopter hat abgesagt weil es schneit.

00:36:24: Die können nicht landen und ich muss jetzt über die Straße in die Klinik gebracht werden und sie hat mir dann eine Tablette hingelegt, die ich nehmen sollte.

00:36:39: Das habe ich auch gemacht.

00:36:42: Ich war da schon überhaupt nicht mehr so her meiner Sinne irgendwie... Also das war alles zu viel!

00:36:55: Es war plötzlich was passiert hier?

00:36:58: Dann habe ich diese Tablette genommen Und kurz nachdem ich die genommen hatte, ging es mir noch viel, viel schlechter.

00:37:08: Ich habe mich übergeben und also mir ging's richtig übel.

00:37:12: Was hat sie dir denn gegeben?

00:37:13: Wenhammer?

00:37:14: Das wusste ich zu diesem Zeitpunkt nicht.

00:37:16: Sie kamen nämlich dann mit einem Zettel an und hat gesagt, sie müssten mir da noch was unterschreiben wegen der Tablette, die ich ihnen vorher gegeben habe.

00:37:29: Die ist nämlich gar nicht

00:37:30: zugelassen.".

00:37:31: Was?

00:37:32: Und in diesem Moment ... Ich hätte alles unterschrieben!

00:37:35: Ich hab diesen Stift genommen, ich hab dieses Schreiben unterschieben, ich habe im Nachhinein rausgehört, dass es wohl eigentlich ein Herzmedikament ist, aber in diesem Falle wohl irgendwie diese Venen blockieren soll, aber ich weiß es nicht so hundertprozentig.

00:38:00: Aufgrund dieser Tablette die sie mir da gegeben hatte und wahrscheinlich auch aufgrund der doch drohenden Geburt mehr hat zu diesem Zeitpunkt keiner eine genaue Auskunft gegeben was das jetzt eigentlich alles bedeutet musste dann auch der Notarzt mitfahren und ich wurde dann anderthalb Stunden mit Blaulicht im Schnee treiben in die Uniklinik gefahren und in der Uniklingeklinik angekommen, kam es dann natürlich zu weiteren Untersuchungen.

00:38:37: Dort habe ich auch zwei Ärztinnen miteinander sprechen hören, dass sie in meinem Fall auf gar keinen Fall diesen Pessage wählt hätten sondern das eine Zerklarsch die richtige Behandlung für mich gewesen wäre.

00:38:56: Also, die Naht meinst du?

00:38:58: Und das aufgrund der Tablette, die man mir gegeben hatte wohl die Wehenhämmer nicht mehr würden würden.

00:39:08: und ja bei einer der Untersuchungen hat dann eine Ärztin die Fruchtblase angekratzt hatte sich dann zu diesem Gebärmuttermund rausgewölbt.

00:39:30: Und dann war diese ... Dann hab ich eben auch noch Fruchtwasser verloren, und in diesem Moment dachte ich jetzt ist mein Baby tot.

00:39:44: Also für mich war das okay, jetzt ist die Fruchtblase, die ist jetzt kaputt Jetzt ist mein Baby gestorben.

00:39:53: Und dann hat plötzlich, hat die Ärztin so davon gesprochen ... Ja und jetzt probieren wir es aber trotzdem mal noch mit Wehenhämmer und durch diese angekratzte Fruchtblase bekomme ich vorsorglich Antibiotika, dass sich da nicht eine Infektion einschleicht.

00:40:15: Dann habe ich gesagt wie lebt mein Baby?

00:40:20: Und dann hat sie gesagt, ja.

00:40:23: Sie hat gesagt es ist noch nix vorbei.

00:40:27: also soweit jetzt erst mal.

00:40:31: für den Moment ist alles noch in Ordnung so weit wie es halt in Ordnungen war und dann wurde ich in einen Ruheraum gebracht auf der Entbindungstation nicht entbindung, also im Kreißsaal und hatte mich da aber überhaupt nicht drüber gewundert.

00:40:55: Sondern das war ein schöner Raum, war angenehm mit Salzsteinleuchte und dann lag ich da und dann hieß es wenn dieses Kind nun auf die Welt kommen würde ja ob ich denn wollen würde dass man alles für das Kind tut oder ob mich's sterben lassen möchte.

00:41:23: Da hab ich gesagt, ähm ... Ich möchte schon, dass man versucht alles für das Kind zu tun und deswegen kam es dann praktisch noch zu einem Aufklärungsgespräch nach zum eins, wo der Oberarzt der Kinderintensivstationen und zwei Assistenzärztinnen kamen dann zu mir ins Zimmer und habe mich darüber aufgeklärt über Statistiken, wie viele Kinder schwere Hirnblutungen erleiden usw.

00:42:00: Ich war zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht aufnahmefähig.

00:42:04: also ich war schon komplett durch mir war schlecht ich musste ständig irgendwelche Tabletten schlucken und ich hab dann nur irgendwann zu diesem Arzt gesagt Können wir bitte eine Pause machen?

00:42:19: Ich kann nicht mehr.

00:42:20: Und dann war so für zwei, drei Minuten glaube ich war Ruhe.

00:42:24: und dann hat er gesagt naja eigentlich haben wir aber auch alles besprochen.

00:42:30: Er legt mir jetzt hier mal noch die Blätter mit der Statistik hin Dann kann ich mir das vielleicht noch in Ruhe angucken.

00:42:38: Aber dieses Gespräch war einfach notwendig dass man ja eine Lungenreifungsspritze geben kann Und man braucht zwei Stück davon.

00:42:51: und ich habe dann praktisch nachts um halb zwei.

00:42:56: Habe ich die erste der Spritzen bekommen, die nächste wäre dann vierundzwanzig Stunden späterfällig gewesen.

00:43:09: Ich lag dann die ganze Nacht wach erschöpft.

00:43:16: Und morgens kam dann eine Frauenärztin zur Aufklärung, weil sie gesagt hat, dass so kleine, wenn die auf die Welt kommen, die kommen eigentlich nicht auf natürlichen Wege auf die Welten sondern werden per Kaiserschnitt geholt.

00:43:37: und da war dann praktisch die Aufklärungen über diesen Kaiserschnitt.

00:43:47: So lag ich dann da.

00:43:49: Mein Mann kam auch zur Uniklinik und ich war an einem WN-Messgerät angeschlossen, das aufgezeichnet hat dass immer wieder leichte Wien stattfinden Und am Abend ist er dann nach Hause gefahren.

00:44:18: Ich habe dann irgendwann die Hebamme, die für mich zuständig war, darum gebeten, dass sie mich mal abstöpselt.

00:44:24: Weil ich musste immer auf die Toilette und bin dann auf dieToilette gegangen und plötzlich war alles voll mit Blut.

00:44:34: Und ich hab danach der Hebammel geläutet und ich war total im Schock sofort ins Bett zurück verfrachtet und hat einen Arzt gerufen.

00:44:53: Und das war natürlich das nächste Mal, wo ich gedacht habe, wenn da so viel Blut ist dann ... Das kann mein Baby nicht überlebt haben!

00:45:06: Der Arzt kam dann und hatte ein Ultraschall gemacht.

00:45:10: Dann ging alles ganz schnell und ich wurde mit meinem Bett irgendwie rausgeschoben und in den Kreißsaal und sollte dann auf das andere Bett wechseln.

00:45:22: Und ich lag da, wusste gar nicht wie mir geschieht und plötzlich habe ich heftig der Wehen bekommen.

00:45:35: Ich hab gedacht oh mein Gott mich zerreißt ist gleich!

00:45:39: Dann hat es einen Schlag gemacht die Fruchtblase ist geplatzt Ich lag da und wusste gar nicht.

00:45:46: Und dann diese heftigen Schmerzen, dann hatte ich irgendwie ... Hatt ich dann plötzlich noch mein Handy in der Hand?

00:45:53: Die Hebamme hat es mir gegeben!

00:45:57: Dann habe ich aber gesagt, ja... Ich hab auf diesen Kaiserschnitt gewartet.

00:46:02: Ich habe darauf gewartet, dass mich da jetzt jemand erlöst.

00:46:05: Und die Hebammi hat gesagt, nee, die kommt jetzt normal.

00:46:08: Da habe ich zwischen Rhein meinen Mann angerufen und gesagt also sie kommt jetzt da und habe wieder aufgelegt.

00:46:17: Und dann ging alles irgendwie so rasend schnell, da standen auch gefühlt, stand eine ganze Armada an Menschen plötzlich vor mir aber irgendwie mit mir hat keiner gesprochen.

00:46:29: ich wusste nur ja okay alles klar jetzt kommt das Baby auf die Welt!

00:46:35: Dann war das Ganze innerhalb von zwanzig Minuten.

00:46:40: Sie wurde genommen und wurde rausgetragen.

00:46:49: Und ich weiß noch, plötzlich war alles ganz still.

00:46:54: und dann war da noch die Hebamme und eine Ärztin und ich lag da und wusste gar nicht.

00:47:02: was ist denn jetzt eigentlich gerade passiert?

00:47:07: Dann kam auch raus, es ist alle so schnell gegangen dass nicht mal mehr dieser PSH entfernt werden konnte Sondern da musste der erst noch entfernt werden.

00:47:18: Dann kam noch raus, dass sich die Plazenta nicht richtig abgelöst hat.

00:47:23: Das heißt ich wurde dann noch in den OP gebracht zur Ausschabung und die ganze Zeit über hat mir keiner gesagt was mit meinem Baby ist.

00:47:36: also Ich lag da diese ausschabungen die wird ja man wird ja nicht in voller Kose gelegt sondern Man kriegt Ja Alles um sich rum mit.

00:47:48: Aber ich lag da und wusste einfach nicht, was ist mit meinem Baby?

00:47:54: Lebt mein Baby!

00:47:56: Und ich weiß noch... Ich hab noch im OP die Ausschabung war dann vorbei.

00:48:01: Und ich habe dann noch in der OP gefragt, was es denn mit meinem baby lebt.

00:48:09: Und wir haben gesagt, wissen wir nicht, wir haben keine Informationen.

00:48:13: Was hast du dabei

00:48:13: gefühlt?!

00:48:18: Man ist eigentlich dann irgendwann wie so in Watte.

00:48:21: Also man ist ja eigentlich total im Schock und... Ja, das... Man versucht glaube ich da erstmal gar nichts an sich ran zu lassen und man hat mich dann wieder zurück in meinen Ruheraum gebracht Und da war dann auch schon mein Mann.

00:48:47: Der ist von zu Hause natürlich sofort los und ich meine, er hatte eine Stunde Fahrtzeit.

00:48:54: Und er war dann da und auch er wusste nichts.

00:48:59: also auch ihm hatte man bis dato nichts gesagt.

00:49:03: und ja so saßen wir dann zusammen und haben gewartet und dann ging plötzlich die Türe auf und dann kamen drei Personen.

00:49:18: Wir wussten dann später, der Oberarzt und ein Intensivpfleger und eine Assistenzärztin kamen dann rein mit einem Inkubator.

00:49:29: Und ja da lag sie dann.

00:49:34: Hatte natürlich überall Kabel- und Schläuche war enttobiert aber ich hab sie gesehen Egal, wie sie ausgesehen hat.

00:49:54: Sie war für mich vom ersten Moment an das schönste Kind auf der ganzen Welt.

00:50:02: und die haben dann gesagt, sie wollen sich nicht lange aufhalten weil diese ganzen Geräte, die ihr überlebensichern nur am Akku praktisch hängen.

00:50:21: Und sie waren so schnell wie möglich auf die Intensivstation, um sie da praktisch einfach an die Steckdose anzuschließen.

00:50:30: Ich durfte ganz kurz die Klappe vom Inkubator aufmachen und ihre Hand berühren.

00:50:39: Dann sind die mit ihr wieder losgefahren.

00:50:44: Mein Mann ist mitgegangen, um zu wissen wo sie ist weil er die Klinik sehr verschachtelt dass er einfach weiß, wo die Intensivstation ist.

00:50:55: Und in dieser Zeit kam dann praktisch eine Lernhebarme und hat mir gezeigt wie man die Brust ausstreicht um praktisch dieses Kolostrum die erste Milch zu gewinnen.

00:51:16: und das ist der Wahnsinn zu was der Körper im Stande ist weil ich mein Ich war gerade mal eine Hälfte von der Schwangerschaft und jetzt ist sie auf die Welt gekommen, mein Körper produziert Nahrung.

00:51:32: Und ich wurde dann auf die Normalstation gebracht und es wurde auch für die Nacht meiner Mann in ein Bett mit ins Zimmer reingeschoben dass er bei mir übernachten kann.

00:51:54: Und ich habe dann aber in der Nacht, hab' ich noch gesagt Ich will zu ihr und wir sind dann nach zum eins.

00:52:05: Sind wir da noch auf die Intensivstation?

00:52:10: Und ich hab ihr praktisch ja erstes Essen gebracht.

00:52:13: Ja und Wir sind dann ein bisschen geblieben sind dann Wieder zurück auf mein Zimmer, haben dann da die Nacht mehr oder weniger geschlafen und am nächsten Tag hat der Alltag auf der Intensivstation begonnen.

00:52:41: Wir sind bis am nächsten Morgen auf die Station.

00:52:52: Ja, sie lag auf so einer Unterlage.

00:52:57: Sie hatten irgendwie einen Nestchen gemacht und sie lag da mit so einer Silbernen wie für Brandverletzungen.

00:53:09: Weil ihre Haut war natürlich ganz dünn als Pergament und dadurch dass sie so unreif war, sie war auch komplett durchsichtig.

00:53:20: Also, sogar bis in die Finger konnte man die Adern sehen und die Augen waren geschlossen.

00:53:30: Wie war das für dich dein Kind so zu sehen?

00:53:33: Ich habe auch mal ein Kind in diesem Zustand oder einem ähnlichen Zustand gesehen Und du siehst die ganzen Schläuche Du siehst dass das Kind einfach noch nicht fertig ist.

00:53:42: Das ist ja so herzzerreißend für einen.

00:53:44: Ich stelle mir das so schwer als Mutter vor wenn man dann sein Kind da so sieht.

00:53:49: Ich glaube, man ist einfach nur froh, dass das Kind lebt.

00:53:56: Also für mich war einfach so dieses Ja es ist schlimm und das ist natürlich alles überhaupt nicht so wie man sich das vorgestellt hat Und da ist auch ganz viel Entsetzen über diese ganze Situation mit dabei.

00:54:18: Aber das Wichtige in diesem Moment Mein Baby lebt.

00:54:24: Und man fängt auch ab da nur noch an, im Moment zu leben und alles wo man vorher gedacht hat das hätte so eine große Bedeutung ist so bedeutungslos sondern es zählt einfach nur dieser moment mein baby lebt.

00:54:51: Hattest du einen Moment Zeit um darüber nachzudenken, dass diese frühe Geburt auch Konsequenzen für die Entwicklung deines Kindes haben kann?

00:55:00: In diesem Stadion eher noch nicht.

00:55:05: Also ich glaube ich habe das auch immer noch so ein bisschen von mir weggeschoben sondern einfach immer nur daran gedacht es wird schon alles gut weil ich glaub sonst wäre ich verrückt geworden.

00:55:19: also in In der Situation kommt man, glaube ich auch nur durch ganz viel Adrenalin.

00:55:31: Und indem man sich vielleicht einfach doch so ein bisschen rausnimmt und das Ganze eher so ein Bisschen wie einen Zuschauer betrachtet... Konnte ihr nichts vorsingen oder?

00:55:58: ich hatte dann auch so ein Buch, das man früher in einem Inkubator vorlesen kann und mich konnte es nicht.

00:56:06: Ich konnte da sein und die Monitor beobachten.

00:56:14: Und ich wusste zu diesem Zeitpunkt natürlich noch gar nicht was diese ganzen Werte auf diesen Monitoren bedeuten.

00:56:23: Aber diese Monitor haben im Prinzip waren für mich dann lange natürlich immer so dieses, diese Kontrolle darüber.

00:56:34: Wie geht es meinem Kind?

00:56:36: Und ja am nächsten Tag war ich dann vormittags auf meiner Station und abpumpen usw.

00:56:50: und sofort.

00:56:51: und dann hat mir eine Krankenschweste hat mir ein Telefon gebracht, weil die Intensivstation dran war.

00:56:59: Und dann war einer der Ärztärmtelefone und hat mir gesagt dass die Lunge von meiner Tochter gerissen ist und dass sie einen Pneumotorax hat also das Luft praktisch in den Prostkorb ausgetreten ist und dass man jetzt versucht eine Torachstrainage zu machen, um diese Luft entweichen zu lassen.

00:57:27: Dass man aber nicht weiß ob es klappt weil sie einfach eigentlich zu klein ist.

00:57:32: Sie hatte drei hundert achtzig Gramm als sie auf die Welt gekommen ist.

00:57:38: Und ja, die mussten sich da mehr oder weniger irgendwie ein bisschen was zusammen basteln um zu versuchen, dass diese Luft entweicht.

00:57:50: Und sie haben halt gesagt man muss hoffen das nicht nochmal in Loch entsteht weil dann werden sie nix mehr machen können sondern man muss Hoffen dass sich das kann sich wieder verkleben dass es loch wieder zugeht.

00:58:07: und Das war dann eben diesen moment die große hoffnung und ich bin da natürlich direkt.

00:58:15: dann auch so schnell wie möglich bin ich dann zu ihr und sie lag da weiterhin beatmet.

00:58:25: Und hatte halt zusätzlich noch diese Torachstrinage, wir hatten tatsächlich das Glück dass sich dieses Loch wieder verklebt hat und die Torachstrinage konnte.

00:58:45: Vierundzwanzig Stunden später konnte die wieder entfernt werden.

00:58:50: Und ja, so sind dann die nächsten Tage vergangen.

00:58:57: man ist halt neben diesem Inkubator gesessen.

00:59:00: wir durften ab und zu durften wir mal kurz den inkubator öffnen und mal die Hand an ihre Füße hinhalten aber wirklich nur ganz kurz damit es einfach nicht kalt wird.

00:59:13: Es musste eine gewisse Feuchtigkeit und Temperatur gehalten werden.

00:59:18: Bei drei Hundert Achtzig Gramm, wie hoch ist da die Wahrscheinlichkeit?

00:59:23: Was haben dir die Ärzte gesagt?

00:59:26: Also es ist tatsächlich gar nicht mal das Gewicht der ausschlaggebende Punkt was die Überlebens Chance angeht sondern tatsächlich wie früh das Kind auf die Welt gekommen ist.

00:59:39: Und diese Frühe Schwangerschaftswoche ist eigentlich das höhere Risiko und die Überlebenschance lag tatsächlich bei fünf Prozent, dass sie es schafft.

00:59:55: Und was man uns aber tatsächlich gesagt hat war, dass wir froh sein können, dass er ein Mädchen ist.

01:00:01: Weil anhand der Studien hat man gesehen, höhere Überlebenschancen haben als Jungs.

01:00:13: Was hat die Zahl mit dir gemacht, als du sie gehört hast?

01:00:17: Man lässt es nicht an sich ran!

01:00:22: Das ist... man sagt oder ich habe in diesen Situationen immer gesagt nein das wird alles gut weil ich glaube sobald man anfängt um die Dinge an sich heranzulassen dann kommt da was ins Rollen und das kann man nicht mehr bewältigen.

01:00:46: Und natürlich, wenn wir unter uns waren haben wir auch zwischendurch Momente gehabt wo wir zusammen geweint haben mein Mann und ich und einfach verzweifelt waren.

01:00:59: aber man hat immer wieder sich gefangen Moment zurückgefunden und hat gesagt, okay im Moment ist alles gut.

01:01:16: Also das war wirklich so.

01:01:18: dieses... Das hat einen so begleitet immer dieses im Moment isst alles gut!

01:01:25: Und wir hatten ja nichts anderes als wirklich diesen Monitor zu beobachten und wir wussten nicht.

01:01:36: wenn es jetzt gut wussten wir nicht, was ist in einer halben Stunde.

01:01:41: Und deswegen... also es hat immer nur dieser Moment gezählt und ja, wir haben uns dann dadurch diese ersten Tage gekämpft Es war mal besser, es war mal schlechter.

01:02:01: aber Ja, wir hatten diesen Oberarzt der sie erst versorgt hat.

01:02:08: Das war für uns das Der Held.

01:02:12: ist er heute noch.

01:02:15: Er ist immer um ihren Inkubator rumgeschlichen, ich weiß noch mit auf dem Rücken gelegte Hände.

01:02:26: In einer Tour hat er irgendwelche Mentholbom-Bombs gegessen und hat ständig überlegt wie er noch eine kleine Einstellung besser machen kann.

01:02:45: Wir haben ihm sehr, sehr vertraut und wir haben immer gewusst wenn sie einer retten kann dann eher oder wenn einer das hinbekommt dann eher und erst wirklich.

01:02:56: Tag für Tag ist ja um diesen Inkubator rum geschlichen und hat uns auch immer ganz viel erklärt.

01:03:05: Man hat im Prinzip selber eine halbe Ausbildung dann schon auf der Intensiv dazu gemacht und hat auch irgendwann verstanden, was diese Werte bedeuten.

01:03:13: Und wie sein sollte dass es gut ist?

01:03:22: Dann kam ihr elfter Lebenstag.

01:03:28: an diesen Tag hatte meine damals beste Freundin gesagt sie kommt mit Und es durften immer nur zwei Leute am Inkubator sein und deswegen hat man gesagt, gut dann geht er arbeiten.

01:03:46: Meine Freundin kommt mit und ich bin dann mit ihr in die Klinik gefahren und wir sind dann wie an jeden Tag.

01:03:59: also sind wir zu ihr reingegangen.

01:04:03: ein paar Minuten später kamen dann plötzlich eben der Oberarzt und zwei Assistenzärztinnen, die Krankenhauspsychologin.

01:04:18: Und haben gesagt ich soll mal mitkommen und habe auch zu meiner Freundin gesagt sie soll bitte auch mit kommen und wir sind dann in das Elternzimmer gegangen war so ein kleiner Aufenthaltsraum?

01:04:34: Ja, dann haben wir uns da hingesetzt und dann hat der Oberarzt gesagt also es sieht so aus dass ihre Werte extrem schlecht sind.

01:04:50: Und wenn wir sie noch taufen lassen möchten dann in den nächsten Stunden weil Sie gehen davon aus das sie die kommende Nacht nicht überleben wird.

01:05:04: Was hast du dabei gefühlt, als die Ärzte dir das gesagt haben?

01:05:09: Im ersten Moment glaube ich einfach gar nichts mehr.

01:05:17: Also wenn einem jemand sagt dein Baby stirbt dann zerbricht einfach im erster Moment alles.

01:05:27: und dann habe ich nur gedacht nein nicht mein Baby!

01:05:34: Du willst selbst bei uns dabei sein oder hast einen Teamvorschlag denn melde dich auf unserer Website.

01:05:43: Wenn du von den besprochenen Themen betroffen bist oder Unterstützung benötigst, dann zögere nicht Hilfe in Anspruch zu nehmen.

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