Neurodiversität: Autismus, Legasthenie & Mobbing - Sein Weg durch das Schulsystem #101 Elijah
Shownotes
In dieser Folge erzählt Elijah Presley, alias Elijah Neuhaus, von seinem Anderssein.
Elijah ist Legastheniker, sehbehindert und im Autismus-Spektrum. Heute ist er Musiker, bildender Künstler, Autor und spricht darüber, warum Anderssein für ihn eine Superkraft geworden ist. Doch bis er diesen Satz über sich sagen konnte, lag ein langer Weg hinter ihm.
Seine frühe Kindheit beschreibt Elijah als liebevoll und behütet. Er wächst bei seiner alleinerziehenden Mutter auf, umgeben von mehreren Frauen aus der Familie. Es mangelt an Geld, aber nicht an Liebe. Gleichzeitig erlebt er früh kulturelle Vielfalt, Musik, Sport und eine Nähe zur amerikanischen Community.
Der Bruch kommt mit Kindergarten und Schule. Elijah passt nicht in die erwarteten Formen. Er ist laut und still zugleich, sozial unsicher, kreativ, bewegungsfreudig und überfordert mit den klassischen Schulfächern. In der Waldorfschule erlebt er Ausgrenzung, Mobbing und Abwertung. Ein Lehrer nennt ihn vor der Klasse dumm, obwohl seine Legasthenie bekannt ist. Später wird derselbe Lehrer körperlich gewalttätig und packt Elijah am Hals.
Elijah erzählt, wie diese Erfahrungen sein Selbstbild geprägt haben. Wie es ist, als Kind immer wieder zu hören, man passe nicht rein. Und wie lange ein solcher Satz im Kopf bleiben kann.
Gleichzeitig gibt es Menschen und Räume, die ihn halten. Seine Eltern suchen Wege, ihn zu unterstützen. Er bekommt Heilpädagogik, Ergotherapie und Psychotherapie. Im Kampfsport findet Elijah Selbstvertrauen. Er wird Deutscher Meister, Vizeweltmeister und trainiert im Leistungssport, bis chronische Erschöpfung und eine später erkannte Sehbehinderung diesen Weg beenden.
Danach findet Elijah zur Musik. Aus Gedichten werden Raps, aus Rap wird Gesang, aus Musik wird Berufung. Später kommen Kunst, Studium, Schreiben und sein Buch dazu. Aus dem Satz „Du bist dumm“ wird Schritt für Schritt eine andere Haltung: Ich bin anders. Und genau darin liegt Kraft.
Diese Folge handelt von Neurodivergenz, Legasthenie, Autismus-Spektrum, Sehbehinderung, Mobbing, Schule, Kunst, Musik, Resilienz und der Frage, was passiert, wenn ein Mensch aufhört, sich an ein System anzupassen, das ihn nie verstanden hat.
Zeitstempel: 0:00:00 – 0:01:05: Intro 0:01:05 – 0:07:51: Vorstellung von Elijah, Kindheit, Familie, frühe Liebe zur Kunst und erste Erfahrungen mit Schule und Ausgrenzung 0:07:51 – 0:13:50: Unterstützung durch die Eltern, Mobbing, seelische Gewalt, Legasthenie und der Rückzug in Kunst und Vorbilder 0:13:50 – 0:17:23: Leistungssport, chronische Erschöpfung, Sehbehinderung und der Wechsel zur Musik 0:17:23 – 0:21:16: Autismus-Spektrum, Psychotherapie, Schulangst und der Wechsel von der Waldorfschule zur Regelschule 0:21:16 – 0:24:16: Körperlicher Angriff durch einen Lehrer, Anzeige und Folgen für Elijahs Selbstbild 0:24:16 – 0:30:50: Schulabbruch, Begabtenprüfung, Studium, Kunst, Schreiben und das Gefühl, doch dazuzugehören 0:30:50 – 0:36:15: Anderssein als Superkraft, Niederlagen im Sport, Resilienz und der Weg auf die Bühne 0:36:15 – 0:39:32: Buch, Musikprojekt, Schulbuchauszug in Frankreich und der Wunsch, anderen eine Stimme zu geben 0:39:32 – 0:45:15: Was Kinder brauchen, Menschlichkeit, Empathie, Bildung und Elijahs Blick auf seinen Sohn 0:45:15 – Ende: Zukunftswunsch, Kunst, Bühne, Verabschiedung und Hinweis auf Unterstützung
Das Thumbnail wurde mithilfe von KI generiert.
anderssein #neurodivergenz #autismusspektrum #autismus #legasthenie
Elijahs Kontakt: https://www.instagram.com/elijahoffiziell/
Du möchtest selbst Gast bei uns sein? Dann melde Dich hier: https://vonbohnezubohne.com/sei-unser-gast/
Du möchtest mehr über uns erfahren? Dann schau Dich hier um: https://vonbohnezubohne.com/ueber-uns/
Unser Social Media: Instagram Von Bohne zu Bohne: https://www.instagram.com/vonbohnezubohne/ Instagram Sania: https://www.instagram.com/saniajader/ Instagram Charlotte: https://www.instagram.com/charlottejader/ YouTube-Kanal: https://www.youtube.com/@VonBohnezuBohne
Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem!
Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier.
Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!
Transkript anzeigen
00:00:01: Mein Mäppchen ist damals einfach runtergefallen vom Tisch und ich hab's aufgehoben.
00:00:06: Und er kam dann, es war so ein Zwischengang, wo die Tische immer einen Gang durchläuft.
00:00:13: Ich habe das Mäpchen aufgehoben und der Lehrer fasste mich an der Gurgel, zog mich vor der Klasse hoch und schmiss mich in den
00:00:20: Stuhl.
00:00:29: Stell dir vor du kommst in einem Raum?
00:00:32: Vor dir sitzt ein Mensch und hast keine Ahnung wer das ist!
00:00:35: Das passiert mir in jeder Folge bei unserem Podcast von Bohne zu Bohne.
00:00:40: Mein Name ist Charlotte und ich weiß vorher nichts über unsere Gäste.
00:00:44: Kein Name, keine Information, keine Themen – also werden meine Fragen auch deine Fragen sein!
00:00:50: Ich bin Sanya und ich
00:00:51: suche die Gäster
00:00:52: hierachtig darauf dass es Menschen mit ehrlichen
00:00:55: berührenden
00:00:56: und bewegenden Geschichten sind.
00:00:58: Und genau die wollen wir mit euch teilen.
00:01:00: Bist du bereit gemeinsam mit Charlotte neue Geschichten kennenzulernen?
00:01:08: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge.
00:01:10: Mein Name ist Charlotte,
00:01:11: mein Name ist Zanya,
00:01:13: meine Name ist Elijah Presley, Alias Steven Elijah Neuhaus.
00:01:17: Meine Kraft ist anders sein als eine Superkraft, mein neues Buch und mein neues Projekt.
00:01:21: Anders sein sagst du Elijah?
00:01:23: Hi freut mich dich kennenzulernen an dieser Stelle.
00:01:26: was bedeutet für dich anders sein?
00:01:28: ich bin selbst legastheniker sehbehindert und habe ein autismus spektrum.
00:01:34: Ich bin im Autismus-Spektrum verortet und das ist quasi mein Anderssein auf Neurodivergenzbereich.
00:01:43: Selbst bin ich dadurch aber auch Musiker, Bildner, Künstler und
00:01:48: Autor.".
00:01:49: Okay wo sagst du, wo standen wir in deiner Geschichte?
00:01:52: Das könnt ihr gerne von Anfang an.
00:01:55: Könnten wir vielleicht starten.
00:01:56: Ich glaube das hilft wahrscheinlich auch am meisten den Zuhörern um die Geschichte zu verstehen.
00:02:00: Sehr gerne!
00:02:01: Wo würdest Du da gerne anfangen?
00:02:03: Ich glaube, wenn der Kindheit beginnt das meiste so.
00:02:07: Das prägende... ich denke da könnten wir anfangen!
00:02:10: Wie war denn deine Kindheit?
00:02:11: Wie hast du die wahrgenommen?
00:02:13: Also meine Kindheit war relativ unbeschwert bis es zu staatlichen Institutionen kam, sprich Kindergartenschule.
00:02:21: Da bin ich in einem Haushalt groß geworden und meine Mutter war alleinerziehend mit mir aber mit fünf sechs Frauen, mit Urober, Patentante, Großmutter, Tante Mit meiner Mama.
00:02:32: natürlich bin ich in einem sehr wohlbehüteten Kreis groß geworden.
00:02:43: Man kann sagen, wir haben die ersten paar Jahre relativ ärmlichen Verhältnissen gelebt aber es hat nicht an der Liebe gemangelt und gerade so in den Anfang der neunziger Jahre als Kind, als die Amerikaner auch noch hier waren mit der amerikanischen Subkultur aus Musik und Sport.
00:03:03: Ich habe direkt an der Amisiedlung relativ nahe gewohnt, hatte ich sehr viel kulturelle Vielfalt schon als Kind und das hat mir enorm viel
00:03:10: gegeben.".
00:03:12: Du hast gesagt, sobald die Institutionen kamen, kamen die Veränderungen?
00:03:18: Was genau meinst du?
00:03:19: Hat man dich da dann schon als anders eingeortet?
00:03:22: oder wie können wir das verstehen.
00:03:24: Naja, also die Institutionen haben ja eine gewisse Komformität.
00:03:28: in den neunziger Jahren war das noch konservativer als es jetzt ist.
00:03:32: auch wenn ich dem immer wieder von nicht mit Eltern spreche deren Kind an heutzutage in die Schule und ein Kindergarten gehen oder in die Kitas merke ich immer noch wie viele Barrieren da sind.
00:03:45: aber in den Neunzigern waren viele dieser Dinge wie Likaszinie, Autismusspektrum, Störung beziehungsweise ich nenn es eher ein Autismus-Spektrum.
00:03:55: Früher hieß es Asperger-Syndrom also die leichte oder hochfunktionaler Autismus.
00:03:59: das war noch relativ unbekannt.
00:04:02: Also es gab einige Wissenschaftler in den USA und auch in anderen Ländern die sich damit befasst haben.
00:04:09: aber was man so kannte war frühkindlicher Autismus aussortiert worden.
00:04:17: schnell, wenn man nicht enorm entsprochen hat.
00:04:19: Wenn man zu laut war, wenn ich nicht still sitzen konnte oder wenn man sehr verträumt war ... Man hat relativ früh schon über Kinder gerichtet.
00:04:32: Das ist ja dann auch im Schulsystem.
00:04:34: später mit der Benotung die für mich quasi heutzutage weiß ich das war das nicht die richtige Einordnung und das war nicht einfach.
00:04:45: Hast du dann ein Beispiel für uns aus der Grundschule oder auch aus dem Kindergarten, wo du das ganz stark gemerkt
00:04:50: hast?
00:04:50: Ja also ich wurde relativ schnell als das komplizierte schwierige Kind beurteilt von sogenannten Pädagogen und hatte dann auch das Problem dass ich relativ schnell sozialen Ausschluss erfahren habe was ich ja so aus meiner Kindheit gar nicht kannte weil ich ja Freunde hatte.
00:05:10: Aber im Kindergarten und auch in der Grundschulzeit war das dann schon relativ sehr aussortiert.
00:05:18: Das hat dann auch starke Mopping-Erfahrung, hatte ich dann auch gemacht.
00:05:23: Und der Ausschluss hat als Kind der unheimlich weh getan weil das ist ja dann auch etwas was sehr früh prägend ist.
00:05:29: Aus welchen Gründen wurdest du ausgeschlossen?
00:05:33: Naja ich war auf der einen Seite auffällig als Kind also laut auf der anderen Seite hatte ich aber auch dieses Paradoxon leise und zurückhaltend sozial.
00:05:46: Ich habe zwar relativ früh Kampfsport gemacht, aber taten wir schon schwer mit sozialen Kontakten innerhalb der Schule.
00:05:53: Die war ich nicht gewohnt.
00:05:54: Ich kannte die nicht.
00:05:55: Es war ja auch alles regelnbasiert also wirklich nicht individuell regelbasiert auf den Kindern sondern systemisch regelbasiert.
00:06:06: Da ich auch ein leckeres Täniker bin, konnte ich halt auch auf einer Waldorfschule sogar.
00:06:12: Konnte ich nicht lesen und schreiben.
00:06:14: die ersten drei vier Jahre Und das habe ich dann durch die Kinder und durch die Lehrer im Unterricht Auch einen Fremdsprachenunterricht schon stark gemerkt und da gab es damals so ins Satz In der Lesestunde und mein Lehrer wusste, dass ich ihn nicht lesen kann.
00:06:30: Und hat mich trotzdem lesen lassen... ...und dann hat er gesagt als er gemerkt hat das hat nicht funktioniert.
00:06:37: So einvielzig Kinder in der Klasse hat er dann offen gesagt seht ihr?
00:06:40: Ich habe euch doch gesagt es ist dumm!
00:06:42: Und das hat dann schon sehr weh getan.
00:06:45: Wusste der Lehrer, dass du Legas Tini hast?
00:06:47: Ja ja, es wusste er.
00:06:49: Und ich war in heilpädagogischer Behandlung.
00:06:51: Ich hatte Sprachgestaltung, wir haben ja an der Waldorfschule so ein relativ gutes Konzept gehabt eigentlich aus Pädagogen und aus Therapeuten.
00:06:59: Wir hatten eine eigene Schulärztin.
00:07:03: Die haben mich auch sehr in Schutz genommen und die wussten auch wo die Talente schon früh lag.
00:07:06: Das haben sie schon gesehen gerade in den musischen Sachen aber sage ich mal ein totaler Fail in den typischen Unterrichtsfächer wie Mathe, Deutsch, Englisch.
00:07:19: Da war ich einfach sehr früh überfordert und habe mich dann schon relativ früh in der Kunst quasi wiedergefunden, habe mich da hineingerettet und dann hab' ich mit vierenhalb Jahren schon angefangen Kampfsport zu machen was ja für mich dann auch lange ein Wegbekleider war einfach gemerkt, dass ich in dieses System nicht passere.
00:07:40: Es war so ein bisschen wie einen unangepassten Gesellschaft und da habe ich mich sehr lange gefühlt auch bis ins erwachsener Leben heute noch teilweise.
00:07:51: Wie sind deine Eltern damit umgegangen?
00:07:54: Na ja meine Eltern haben versucht natürlich Wege zu finden, wie man Verständnis für mich erbringen kann und wie man halt auch an den Dialog drehen könnte damit es in der Schule funktioniert, damit ich auch keine Ängste habe, in die Schule zu gehen und den Kindergarten noch damals schon zu gehen.
00:08:11: Viele Gespräche, Lehrer-, Elterngespräche wurden geführt.
00:08:14: das hat vieles nicht genutzt und es hat also einfach nicht genützt und dementsprechend hatten wir sehr viel Drama daheim wenn es um die Schule ging Wenn es außerhalb der Schule war andere Themen Malkurs oder auch im Theater spielen, was in der Waldorfschule wiederum stark gefördert war bei mir.
00:08:38: Da war so ein Bühntalent auch schon bekannt.
00:08:41: Da hatte ich halt weniger Probleme.
00:08:43: Es war wie gesagt einen Auf und Ab!
00:08:47: Das heißt aber, Sie haben auch Dich gefördert in den Fähigkeiten, die Du hast?
00:08:51: Absolut.
00:08:52: Ich bin auch quasi in die Frühförderung gegangen was man so pädagogisch auch kennt.
00:09:01: Ich hatte ja Heilpädagogik bekommen, Ergotherapie... Und das hat mir dann auch schon geholfen, in den ersten Jahren mit meinen Defiziten besser klarzukommen.
00:09:10: Das auch zu verstehen, dass ich natürlich irgendwann später mal als Autor arbeite oder Musiker da bild'ner Künstler... ...das war da nicht abzusehen und ich habe mir natürlich auch sehr viel Selbstvertrauen im Sport geholt.
00:09:24: Du hast jetzt beschrieben, dass du eine ziemlich behütete Kindheit hattest?
00:09:27: Ja!
00:09:27: Und auch sozial guten Anschluss hatt es auch mit Freunden.
00:09:31: Wie war denn das im Anschluss in der Schule diese Ausgrenzung, diese Mobbingerfahrung zu haben?
00:09:37: Unter anderem auch von dem Lehrer.
00:09:39: Was hat das mit dir und deinem Selbstbild gemacht?
00:09:42: Naja, wenn man es heute betrachtet unter den Dingen wie man heutzutage sedischem Missbrauch feststellte, war das auch ein sedischer Missbraug.
00:09:50: Mein Lehrer habe mich ja auch physisch angegriffen.
00:09:52: Das ging ja in eine sehr ernste Richtung.
00:09:56: Der Ausschluss war insofern Man kann sich das vorstellen, so wie der Lehrer einbehandelt hat.
00:10:02: So haben die Schüler eben halt auch einen behandelt.
00:10:05: Kinder können sehr gemein sein, sie machen sich aber nicht selbst.
00:10:08: und wenn die halt sehen, der Lehrer als Vorbild, der geht mit einem Kind zu um und in der Walderschule hast du nicht dieses klassische Kontrollsystem oder ein Rektor – auch wenn ich sagen kann, auch an der Regelschule gibt es genügend solcher Probleme Da gibt es nicht das klassische Kontrollgremium, sehr viel.
00:10:25: Das muss im Dialog geschehen auch mit Eltern der Kinder und so weiter.
00:10:29: Und da war das sehr schwierig weil die ja auch kein Verständnis hatten und da hat mir der Ausschluss natürlich sehr weh getan und ich musste halt immer um Anerkennung quasi kämpfen oder...und das ist, wenn das als Kind früh erfährt, das hat in manchen Bezügen vielleicht ein Vorteil für spätere Leben aber nimmt dir auch sehr viel Freude an, gewisse Dinge.
00:10:51: Und du hast auch in deinem späteren Leben viel mit diesen Dingen, die da wiederfahren sind zu kämpfen.
00:10:57: Nicht zuletzt war ich dann ja auch ... Mit sieben, acht, neun Jahren schon eine
00:11:03: Psychotherapie.".
00:11:04: Ich kann mir vorstellen, dass man sich selbst zweifelt?
00:11:08: Ja sicherlich!
00:11:09: Also... Geil dir als unmusikalisch, bin hier aus dem Schulchor geflogen und hab den Musikunterricht immer mehr oder weniger draußen verbracht vor der Tür als drin.
00:11:22: Durch die Legasthenie, durch den Autismus kommt es vor, dass man durchaus auch feinmotorische Probleme hat und ich hatte extremes Problem gerade als Kind ein Instrument zu erlernen.
00:11:37: Das hat nicht das es mir da kognitiv gemaggelt hat aber die linke und rechte Gehirnhälfte bei Legas thenie ist ja auch nochmal eine Fehlsteuerung Und da war es für mich einfach von der Feinmotorik sehr schwer, das umzusetzen.
00:11:55: Das haben dann klassisch, wie man Musikalität in der Norm befürwortet und sagt, er hat ein musikalisches Talent, er hatte ein absolutes Gehör.
00:12:04: Da wurde sehr vieles nicht gesehen was vielleicht ein Talent dennoch vorhanden war Und nicht zuletzt war ich ja auch ein großer Falco-Fan.
00:12:14: Da hat mich auch sehr stark geprägt und da hatte ich dann auch einen Schulverweis bekommen, weil damals gab es noch Kassetten zu meiner Zeit.
00:12:23: In der dritten oder vierten Klasse habe ich Falcokassetten vertickt unter der Bank.
00:12:28: bei den Schülern und habe dann dadurch ein Schulverweis bekommen, weil das alle gut fanden.
00:12:33: Aber in der Waldorfschule war da so wie kann man den Fall gehören?
00:12:36: Der hat ja Kokain genommen und so.
00:12:38: Das war mir als Kind gar nicht bewusst.
00:12:40: ich fand einfach nur cool und hab mich halt von solchen skurrieren Persönlichkeiten aus der Musikwelt schon sehr früh.
00:12:48: oder auch Künstler... Ich meine, van Gogh hat sein eigenes Ohr abgeschnitten.
00:12:52: Diese Geschichte kennt man ja also.
00:12:54: ich habe da schon immer so ein Fable für Künstler mit sehr krassen Lebensläufen und das hat mich interessiert weil es auch sicherlich für mich auch so war dass ich wir auch selbst auch versucht habe aus diesen Biografien anderer auch Sportler eben auch das Selbstvertrauen zu nehmen auch zu sehen wie ist eben gehen kann, dass man erfolgreich werden kann.
00:13:20: Als Kind sucht man dann schon doch seine Vorbilder und die waren vielleicht nicht immer Waldorfpädagogisch gerecht aber das war mir persönlich egal.
00:13:28: ich glaube meinen Eltern auch die wollten ja einfach nur dass ihr Kind glücklich
00:13:32: ist.".
00:13:33: Dein beruflichen Weg war der für dich relativ schnell klar.
00:13:36: oder kam das erst mit den Jahren?
00:13:40: Der berufliche Weg war eigentlich so gesehen, ich hatte ja immer Probleme mit meiner Gesundheit.
00:13:45: Ich war stark infektanfällig gewesen aber auch den Sport wiederum durchgezogen.
00:13:50: Im Sport war ich dann hier auch sehr erfolgreich gerade auch in der Jugend als Deutscher Meister, Vizeweltmeister.
00:13:56: Dann war ich bei dem Boxern Olympiakader in der Nationalmannschaft bei den Kickboxern.
00:14:01: da war eigentlich der Weg vorgegeben weil es sechs mal die Woche drei Stunden trainiert dass sich Leistungssport, also ich den Leistungssport auch beruflich mache.
00:14:09: Und dann hatte ich auch meinen Profiangebot mit acht Zählen im Boxen und da war eigentlich der Weg vorgegeben, den Sport zu meinem Beruf zu machen.
00:14:19: Warum
00:14:20: ist es denn nicht dazu gekommen?
00:14:22: Da ist es nicht dazu gekommen weil ich mit siebzehneinhalb nach der Weltmeisterschaft, wo ich Vizemeldweister wurde, ein chronisches Erschöpfungssyndrom bekam, eine starke Damenzündung.
00:14:36: Dann wurde ich aus dem Schulbetrieb von meinen Eltern rausgenommen.
00:14:41: Hab dann die zehnte Klasse auch nicht geschafft und bin dann quasi erst mal daheim gewesen, wollte aufm Abendgenastium mein Abitur nachholen.
00:14:50: Und dann kam bei der ... Bei dem Seetest zur Führerscheinprüfung eine Seebehinderung heraus.
00:14:58: Die so nun nicht bekannt war.
00:14:59: es war zwar bekannt er sieht nicht so gut aber dass er so schlecht sieht.
00:15:03: also ich hab damals ein sehr niederschmetterndes Ergebnis bekommen, also nur mit zehn Prozent Sehkraft.
00:15:09: Das war dann schon für viele – wie hat er denn das gemacht?
00:15:12: Mit dem Sport, mit dem Boxen, mit einem Kickbox, einen Tick von Do und so weiter, ich habe das ja alles gemacht!
00:15:16: Und auch da so erfolgreich zu sein... ...und dann war aber klar, dass ich da auch keine Profilizenz dann weiterhin bekomme.
00:15:24: Man konnte ja schon mit siebzehn kann man ja schon Profi werden….
00:15:27: …und der war dann auch relativ klar, weil ich es auch körperlich nicht mehr geschafft habe, für mich im Profileistungsbereich keine Zukunft hat.
00:15:37: und dann habe ich dann so mit achtzehn, neunzehnt, dann zwanzig auch wirklich nach mehreren Versuchen nochmal einzusteigen.
00:15:46: Es wirklich dann mit dem Sport auf Leistungsebene gelassen.
00:15:50: Aber währenddessen, als ich aus einem Schulbetrieb rausgenommen wurde, so meine Gefühle aufgeschrieben.
00:15:56: Das war eine echte Gedichtsform.
00:15:58: Aus der Gedichte wurden Raps und irgendwann hat sich das in Musik umgewandelt.
00:16:03: Ich habe dann selbst angefangen, so autodidaktisch zu produzieren die ersten Schritte und habe dann mit meinem Vater so eine Garagenband gegründet, mit zwei Amerikanern.
00:16:14: Und hatte dann quasi schon mit siebzehn-achzehn nebenbei mein erstes Bandprojekt.
00:16:20: Dann hat die Musik irgendwann den Sport ersetzt und wurde dann quasi zur Berufung nach einer abgebrochenen Physiotherapeuten Ausbildung.
00:16:30: endgültig entschieden Musik zu machen und habe dann mit einundzwanzig angefangen, zwanzig Musik zu studieren in Köln.
00:16:40: Lass uns gerne noch mal zu dem Zeitpunkt eingehen wo du die Diagnosen bekommen hast eben gerade in diesem Autismus Spektrum.
00:16:48: Wie war das?
00:16:49: Warum wurdest du zur Testung geschickt?
00:16:52: Na ja zur Testungen wurde ich nicht geschickt.
00:16:54: damals hat es der heute wird das ja ein Zentren festgestellt.
00:16:59: Das hat aber viel mit dieser ganzen ärztlichen Bürokratie zu tun, da kenne ich mich jetzt persönlich auch gar nicht so sehr aus weil die Ärzte können hier durchaus ganz andere schwerwiegende Diagnosen stellen in einem ärztlich psychotherapeutischen Verfahren.
00:17:15: deswegen fragt man sich warum Autismus oder auch ADHS, warum das ein Zentrum festgestellt werden muss?
00:17:21: Das kam erst nach meiner Zeit.
00:17:23: Nehme ein Psychotherapeut, der hat damals als die ersten Testverfahren so richtig in Deutschland ankam.
00:17:31: Dann den Zweitausendern.
00:17:32: Der hat dann mit mir quasi den Asperger-Syndrom-Test gemacht also den Autismus-Spektrum-Tests heutzutage und hat dann festgestellt dass da eine leichte Form von Autismus hochfunktionaler Autismus vorliegt.
00:17:49: Da war ich dann so zwölf Aber das hat mit mir zu der Höhensticht nicht so viel gemacht.
00:17:54: Das war halt so, also es war in der Erklärung warum vieles in der Schule nicht so lief aber da ich beherzte Eltern hatte.
00:18:05: die haben dann auch Wege gefunden wie sie mich sozial anschlussfähig machen konnten und meine Mutter war ja die ersten sechs Jahre mit mir alleinerziehend als man Stiefvater dann auch mein Leben kam der mich sehr stark auch gefördert hat von der Seite, im Bereich Bildung und mein leiblicher Vater.
00:18:26: Der eher kreativ als Musiker hatte ich dann das Glück dass ich irgendwann in so ein Fahrwasser gekommen bin was mich relativ zumindest was meine Fähigkeiten an gegen stabilisiert hat.
00:18:40: Trotzdem hat man mit der Psyche zu kämpfen, das ist klar.
00:18:43: Ich war sechs Jahre im Psychotherapie und musste ja auch vor allem diese ganzen Mopping-Erfahrungen in der Schulzeit ... Und auch was ich dann noch weiterhin erlebt habe in der gesamten Schulzeit hier auch immer wieder angehen weil auch im frühen Erwachsenen sein, weil das sind halt Dinge die klammern so ein bisschen an einem fest.
00:19:05: Haben deine Lehrer auf die Diagnose Rücksicht genommen?
00:19:09: Nein, also das kann man nicht sagen.
00:19:11: Also das war auch ein Grund warum ich von der Waldorfschule auf die Regelschule gewechselt bin.
00:19:16: in der Regelschuhe hat man das dann schon ernster genommen.
00:19:19: Da hatte ich dann eigentlich auch einen guten Lauf auch trotz meiner Infektanfältigkeit mit vielen Feeltagen und auch die psychischen Probleme in die Schule zu gehen weil immer große Angst vor der schule.
00:19:30: da hat sich auch so eine Schulphobie eingestellt und Hat aber damals den Rektor gehabt bei der.
00:19:37: Heute ist es eine Gesamtschule, damals war es eine Hauptschule mit zehnter Klasse der sehr viel Verständnis hatte.
00:19:44: Ich habe meine schulischen Leistungen dann, ich hab da Heimquasi gelernt.
00:19:47: also das war eine Frühform von Heimbeschulung.
00:19:51: heute haben ja autistische Menschen das Recht heimbeschult zu werden.
00:19:56: Das gab's damals noch nicht per Definition im Paragrafen für neurodivergente Menschen aber damals Meine Eltern haben sehr viel mit den Lehrern kommuniziert und so habe ich zumindest die Schulzeit überlebt.
00:20:14: Ich nehme das Wort bewusst, weil es war für mich bei der Schulzeit keine schöne Zeit.
00:20:21: Das waren Graus für mich und sie war auch sehr schmerzhaft und ich würde es auch nicht anders
00:20:25: bezeichnen.".
00:20:27: Jetzt muss man ja sagen, dass man eigentlich gerade so heutzutage davon ausgeht das in der Waldorfpädagogik mein Zugewand hat zu den Kindern ist und dort eben letztendlich mit den Kindern viel eher in Interaktion geht.
00:20:38: Warum meinst du war das bei dir nicht der Fall?
00:20:40: Das ist eine gute Frage.
00:20:41: also hier um die Ecke ist es der Waldorff Kindergarten indem ich auch war.
00:20:47: Ich denke das Problem an den Waldorfschulen dass es sehr abhängig von den Lehrern ist.
00:20:55: Als du kannst auf einer Waldorfschule ein unheimlich großes Glück haben und auf der anderen Waldorf-Schule halt wiederum mega pech, mein Klassenlehrer, der mich ja auch sehr gepeinigt hatte in der Schulzeit, der hat dann später in München noch mal eine Waldorf Schule gegründet und ist dann wegen Veruntreuung letzten Endes entlassen worden.
00:21:17: Also der hat sehr viel auf den Kerbholz gehabt und hat den Schülern nicht ... Der war vielleicht in einigen Föchern kein schlechter Lehrer, aber er war kein guter Pädagoge.
00:21:27: Du hast wohl von einem körperlichen Angriff auf dich gesprochen?
00:21:31: Ja!
00:21:31: Was ist da passiert und was hat das mit dir gemacht?
00:21:34: Das
00:21:34: war der besagte Lehrer.
00:21:37: Mein Wäppchen ist damals einfach runter gefallen vom ... von vom Tisch und ich habe es aufgehoben.
00:21:43: Und er kam dann, das war so ein Zwischengang wo die Zische so gibt's ja immer so einen Gang wo der Lehrer dann durchläuft ne?
00:21:50: Ich hab dann einfach das Mapchen aufgehoben und dann kam der Lehrer fast zu mich an der Gurgel zog mich vor der Klasse hoch und schmiss mich in den Stuhl.
00:22:00: Das hat dann auch dazu geführt dass er da noch eine Anzeige bekommen hat.
00:22:05: Da haben sehr viele Menschen mit ihm geredet unterlässt und tatsächlich hat ihm die Waldorfschule nicht entlassen.
00:22:13: Das wäre ein absoluter Grund dazu gewesen, er hatte ja später auch noch mal das bei einem anderen Schüler gemacht.
00:22:19: also er hatte durchaus mit einigen Schülern schlechte Erfahrungen mit ihm.
00:22:26: so was passiert.
00:22:27: So etwas denkt man ist vielleicht vor fünfzig Jahren an Schulen passiert.
00:22:33: Nee, also ich habe das körperliche Gewalt tatsächlich und das meine ich auch mit sedischen Missbrauch.
00:22:38: Das hab' ich in der Schulzeit erleben dürfen.
00:22:41: Ja leider!
00:22:43: Was hat das mit dir gemacht?
00:22:44: Weil du hast ja... Du hattest ja deine Diagnosen und eigentlich muss man auf diese Diagnose Rücksicht nehmen und dieser Lehrer hat nicht nur eine Grenze überschritten sondern Massiv
00:22:57: Grenzen überschritten?
00:22:58: Ja, ich denke dass das heutzutage auch nicht mehr so funktionieren würde.
00:23:01: Ich meine nicht nur weil wir schnell in einer großen Empörungswelle bei kleineren Themen schon sind.
00:23:09: Nein der hat einfach seine Grenze überschrittene.
00:23:10: das war dem komplett egal.
00:23:13: Der war in diesem Machtgefüge und das hat ihm anscheinend was gegeben und es war für mich leider schlecht.
00:23:23: Was seine Motive oder psychische Motive am Ende des Tages waren, kann ich nicht sagen.
00:23:28: Außer dass der Typ krank war.
00:23:30: Also anders kann man das nicht beschreiben.
00:23:33: Sechs-Siebenjährigen, achtjährigen Kinder zu was anzutun, da kann man sie nicht mehr alle
00:23:38: haben.".
00:23:39: Du hast ja gesagt du hattest dann die Schule gewechselt und hattet es deinen Schulabschluss gemacht?
00:23:46: Welchen Abschluss hast du
00:23:47: gemacht?".
00:23:47: Ich habe tatsächlich die Zehnte klasse abgebrochen und bin mit einem Hauptschulabschluß Abgegangen und hab das dann, also bin ja später trotzdem auf einer Hochschule gekommen über Berufserfahrungen und begabten Prüfungen.
00:24:03: Also ich habe ja Kunst, mache jetzt gerade noch im Masterbereich Kommunikationsdesign, hab ja Musik studiert und ein Kunst und hab es dann über begabte Prüfung geregelt.
00:24:16: Wie hat sich das für dich angeführt?
00:24:17: Denn die ganze
00:24:19: Schulzeit
00:24:19: über
00:24:20: wurde
00:24:20: dir ja gesagt, du bist dumm.
00:24:22: Du kannst nichts, du kannst nicht lernen und dann hast du abgebrochen.
00:24:27: aber kannst jetzt oder hast jetzt studiert wie fühlt sich das an?
00:24:31: Ja das ist auch so ein Paradoxon würde ich sagen.
00:24:34: also dass mit dem Masterstudiengang hat sicher auch erst in den letzten drei Jahren dann noch mal geben.
00:24:40: als durch die Corona Pandemie hatte ich ja dann überlegt was kann man denn noch, weil ich ja auch sehr viel mal derseitig ein Kind bin und habe dann überlegt naja mache jetzt nochmal freie Kunst fünf Jahre da kann man ja sogar noch auf Diplom gehen oder mache ich jetzt einen modernen Gestaltungsstudiengang.
00:24:59: Und hab mich für Kommunikations- zu sein entschieden, hab dann an einer hessischen Begabtenprüfung mitgemacht, hab eine Mappe eingereicht und das ist nachhinein betrachtet habe ich dann irgendwann schon gemerkt, dass ich was auf dem Kasten hab.
00:25:14: Der Punkt war bloß... Ich war halt nicht gemacht für dieses Konforme nine to five Ding, wie das in der Gesellschaft ja auch so gelebt wird.
00:25:28: Ich denke, mein, das ist kapitalistisches System haben wir ja erst seit mehr oder weniger zweieinhalbfünfzig Jahren mit einer industriellen Revolution.
00:25:36: Ich war schon immer ein sehr philosophisch angehauchter Mensch und habe mich da auch stark für interessiert gebildet, sodass ich halt auch in der Denkerschule immer sehr stark mich Menschen zugewandt habe, wie zum Beispiel Adorno oder Hannah Arendt.
00:25:56: Wo es auch um sehr viel soziale Gerechtigkeit geht.
00:26:00: und vor allem hat mich auch Geschichte sehr viel interessiert diese ganze Nachkriegsgeschichte.
00:26:07: und da hab ich dann noch schon gemerkt dass das mit meinem mit meiner künstlerischen Identität auch mit übereinstimmt und habe mich dann quasi in der Kunst, mit so einem sozial-philosophisch pädagogischen Fokus auch mit dem was mir passiert ist wiedergefunden.
00:26:24: Und hab dann gesagt okay jetzt gehe ich noch mal an die Uni und probiere es und es hat geklappt!
00:26:31: Also ich kann das aus... also ich war auch, ich nenn's mal ein Systemesprenger, war ich auch und da hat mich ganz oft verfolgt dass Menschen mir immer gesagt haben du bist doof Du passt hier nicht rein.
00:26:43: Das, was du machst ist
00:26:44: dumm.".
00:26:45: Und dieses Mantra hat mich ganz lange verfolgt und zwar sogar bis ins hohe Studium.
00:26:52: Selbst als ich an der Grenze war, wo viele gar nicht weiterkommen, habe ich gedacht, ich gehöre hier nicht hin.
00:26:57: Das ist eigentlich fehlerhaft so.
00:27:00: Ich bin in einer falschen Situation.
00:27:01: Wie lange hat dich das verfolgen?
00:27:03: Dieser Gedankengang von... Ist das nicht gerecht, was hier passiert?
00:27:07: Weil ich darf hier gar nicht sein!
00:27:11: bestimmt bis Mitte zwanzig.
00:27:13: so das Problem, weil ich meine wenn man jetzt neurologisch muss mich ja sehr viel mit Neurodivergenz beschäftigen und auch durchaus auch mit neu wissenschaftlichen Aspekten.
00:27:25: Wenn man merkt dass oder wenn man weiß wie lange es braucht bislang präfrontale Cortex sich erst mal entwickelt um das Jahr weit über hinaus über Abschlüsse hinaus geht, dass man diese Spätzünder quasi generell in der Gesellschaft hat Ob Mann oder Frau.
00:27:43: War mir das irgendwann schon bewusst, dass da die Zeit kommt?
00:27:46: Ich habe halt durch die Musik eine Möglichkeit gehabt einfach Berufserfahrung mir anzueignen weil ich ne Band hatte, die ich dann aus der Garagenband ins Profilager geführt hab und damit ja auch Geld verdienen konnte Da ja nicht nur Musiker war, ich habe Bookingmanagement gemacht.
00:28:04: Veranstaltungs-Management also ich hab sehr viele Dinge Learning by Doing dann halt auch lernen müssen und das hat mich hier auch dazu bewogen dann auch nicht nur in Musikproduktionen und Tontechnik sondern auch Teil Musikwirtschaft zu studieren.
00:28:20: am ersten Gang mit Mitte zwanzig und dann, als ich auf die dreißig zu kam.
00:28:25: Und dann auch Vater wurde und dann ja auch das mit Corona gewesen ist und dann auch den letzten fünfzehn Jahren der Musikmarkt sich stark verändert hat.
00:28:35: Habe ich aber auch wiederum meine künstlerische Seite im Sinne der bildenden Kunst gemerkt.
00:28:41: und auch das Schreiben, bin es seit zwei tausend achtzehnten Flagsautor bei der Sony Music Publishing.
00:28:48: also auch das schreiben Für andere lag mir schon damals, aber Warniso in diesem Berlin-Musikindustriekontext unterwegs.
00:28:59: Der hat mir nicht so gefallen, also dieser klassische Mainstream.
00:29:02: Aber das Schreiben lag mir und dann war es auch mit Bücherschreiben.
00:29:06: Auch durch Studium weil man da auch mit Literatur noch mal in Berührung kommt die man den Zugang nicht so hatte, gerade auf einer Hauptschule ist das ja oftmals auch alles sehr limitiert.
00:29:18: Das liegt aber ja nicht an den Schülern, es liegt im System und da kommen wir vielleicht ein bisschen zurück.
00:29:23: Da war die Waldorf-Schule eigentlich ganz gut weil sie hat relativ früh mit Goethe, Schiller also mit hoher Literatur die Kinder gefüttert und da hatte ich einfach einen sehr starken Zugang zur Bildung zu Lyrik und das hat mir sicherlich im Studium geholfen, auch dieses sag ich mal Mantra du kannst nix.
00:29:48: Du bist doof auch irgendwann abzulegen unabhängig von psychischen Ängsten oder Versagensängsten Zweifel
00:29:56: usw.,
00:29:58: die ich wusste irgendwann dass ich sage immer schlau bin aber trotz allem dass diese Ängste... du kannst so schlauer sein wie du möchtest.
00:30:06: ängste können dich so sehr blockieren dass du nichts hinkriegst.
00:30:09: Und da war dann auch noch mal so ein Punkt, dass ich da auch nochmal eine Psychotherapie gegangen bin um ein paar Sachen zu lösen.
00:30:16: Und letzten Endes mit der Geburt durch meine Sohne hat sich dann nochmal viel von der Verantwortung, vom Verantwortungsbewusstsein verändert und Corona war dann noch einmal so eine Initialzündung auch wirklich mit Mut nochmal in andere Kunstbereiche zu gehen das mich nicht nur am Ende Musiker bitten sondern So ein Gesamtkultur-Künstler oder Kulturpersönlichkeit.
00:30:43: Und darüber bin ich eigentlich relativ froh, dass es so gekommen ist auch wenn das mit sehr viel Schmerz verbunden
00:30:49: war.".
00:30:51: Wann hast du dann gelernt, dass dein Anlasssein eine Superkraft ist?
00:30:55: Weil das, was du beschreibst oder von deiner Vergangenheit beschrieben hast ist mit sehr viel Schmerz behaftet.
00:31:02: Sehr viel Unverständnis von den sozialen Umfeld wo man sich befunden hat gerade die Schule, die Lehrkräfte, dich Mitschüler.
00:31:09: Wann hast du gemerkt dass dein Anderes sein tatsächlich etwas Positives ist?
00:31:14: Also ich habe ja durch den Sport sehr früh gelernt, dass man aus den Niederlagen am meisten lernt also auch sehr gut Fußball gespielt, das war ja auch noch so ein Ding.
00:31:28: Also ich war ja sehr sportlich, sehr aktiv aber gerade im Boxen und Kickboxen.
00:31:32: wenn man dann mal so einen K.O.
00:31:33: erlebt, auch in schwerem
00:31:35: K.o.,
00:31:35: eine schwere Niederlage auf einer Europameisterschaft zum Beispiel da kann ich mich gut erinnern, in Trier.
00:31:41: Da war ich nach zwei, drei Sekunden K. O. Und daraus habe ich am meisten gelernt damals für mein Sport.
00:31:49: Da bin ich dann mehr ins Box-Training, habe mir an meiner Deckung gearbeitet.
00:31:54: An verschiedenen Funktionalen Möglichkeiten ein Gegner mit Köpfchen auszukontern und das Boxen hab' ich ins wahre Leben übertragen.
00:32:06: Und für mich waren diese Learnings, du bist legastheniger Autist, passt Sehbehinderung, du hast da abgestraft worden weil du anders bist dass quasi in Stärke umgewandelt habe, gesagt naja das ist ein guter Lerneffekt gewesen.
00:32:23: Du weißt mit Niederlagen umzugehen die Musikindustrie ist ja auch so und neunundzig Prozent Absagen.
00:32:28: Ein Prozent ist eben Können oder Ehrgeiz und Glück.
00:32:34: Und das hat mir Endeffekte geholfen eben diese Dinge dann als gute Möglichkeiten zu sehen, dass das was wir da wieder fahren ist zwar Schlimmes Aber es ist auch eine Chance.
00:32:49: und das habe ich dann endefekt als dass anders sein zusätzlich betrachtet, weil ich eben anders bin.
00:32:55: Und auch dann als eine Superkraft quasi ausgelegt.
00:33:00: man kann das auch anders nennen aber Es sind Attribute die man sich da angeeignet hat Die eben Resilienz aufgebaut haben also ne psychische Widerstandskraft wie das Winston Churchill schon mal gesagt hat im Zitat, Erfolg ist vom Misserfolg zum Misserfolge zu gehen ohne seine Begeisterung zu verlieren.
00:33:20: Und das habe ich quasi
00:33:21: verinnerlicht.".
00:33:22: Du hattest ja gesagt du hast dann die Musik-Karriere gestartet und hattet deine eigene Band?
00:33:26: Jetzt ist der Weg aber zur Kommerzialisierung der Musik hier noch ein ganz schön weiter!
00:33:30: Wie war der Weg da für dich?
00:33:33: Naja also ich hab mit... ...seventeen, achtzehn, neunzehn quasi richtig zur Musik gefunden.
00:33:41: Ich weiß, ich kann mich noch eine Session erinnern bei Mannheim.
00:33:45: An dem Abend das war ein Soul-Abend ganz tolle Sänger, sweet soul Revue hießen die haben alle so perfekte Motown Songs gemacht einen Kumpel von mir da mitgesungen also auch ein späterer Kumpl jetzt der heute auf meiner Platte zum Beispiel meine aktuellen Platte drauf ist und an dem abends habe ich ja mit einer Frau drei vier Stunden zusammengesessen alles möglich über die Musikgeschichte erzählt und hat dann meine Geschichte auch angehört.
00:34:14: Und er hat gesagt, hey Junge, geh auf die Bühne du kannst das!
00:34:18: Das war Xaver Naidul's Mutter.
00:34:20: Und das hat mich so sehr geprägt, die ja viel Gospel gesungen hat letzten Endes ich da auch eine enge Verbindung hatte, auf mehreren Veranstaltungen sie dann auch getroffen.
00:34:33: Dann später dadurch meinen langjährigen Produzenten kennengelernt der leider verstorben ist und diese Leute dann auch.
00:34:44: mein Kumpel Eisek den ich darüber kennengeletten habe die Amerikaner Konumity in Mannheim hat mich dann quasi auf die Bühne geholt Ohne, dass ich es quasi nicht wollte.
00:34:56: Sondern die haben gesagt, come on Elijah Stephen Onstage du kannst das so.
00:35:01: und ja da war damals auch Xavier's Mutter eine, die hat das wirklich diese Mannheim-Community mit den Söhnen Mannheims usw.
00:35:11: Das habe mich dann wirklich endefekt stark geprägt und hat mir dann auch geholfen den Schritt auf die Bühne zu wagen.
00:35:18: und wenn man das einmal geschafft hat Dann will man das auch irgendwann immer wieder.
00:35:23: und dann war es für mich klar, ich kann das.
00:35:26: Es war ja erst mal Rap und dann vom Rap wurde's dann gesagt und habe mich dann da Endeffekt als Sänger mit meiner eigenen Marke dann auch etablieren können.
00:35:36: Und der kommerzielle Musikbereich war daran gar nicht zu denken.
00:35:40: Ich glaube wir haben in Mannheim oder generell hier im Rhein-Mein-Neckar-Bereich Ehe eine sehr eigene Sprache, gerade wenn wir eigene Musik machen.
00:35:49: Es ist sehr viel Soul an wie Deutsch.
00:35:53: und dann hatte ich noch diese Falco-Prägung die ja eigentlich auch sehr international war mit Deutschprach als deutschsprachiger Künstler bei der erfolgreichste Und durch die Söhne habe ich da eine musikalische Prägung erfahren.
00:36:08: Das hat sich dann bei mir auch durchgesetzt.
00:36:10: Und ich glaube, das ist der heutige Gedanke von Gemeinschaft was ich habe wenn es um Musik geht.
00:36:15: Deswegen hab' hier dann so etwas gegründete Songwriter-Kollektiv, dass man ein Music Lab.
00:36:21: Ich habe vor diesem Interview deinen Buch gelesen in dem du sehr gut beschreibst wie es dir zu welchem Zeitpunkt deines Lebens ergangen is.
00:36:29: Wenn du jetzt daran zurückdenkst als du dieses Buch geschrieben hast... Was hast du dabei gefühlt?
00:36:38: Also auf jeden Fall habe ich das ja auch geschrieben mit dem Ansporn, auf der einen Seite literarisch was da zu bieten.
00:36:49: Mein Leben ist es hier ein Sachbuch-Roman und ich konnte natürlich da auch sehr viele Dinge verarbeiten aber auch Dinge wiedergeben auch vielleicht später für meinen Sohn.
00:37:03: Es ist vielleicht auch sehr hilfreich.
00:37:07: Die Motivation ist natürlich diese als legastheniger, sehbehindrter Mensch der so abgestraft worden in der Schule und der dann später diese Möglichkeit hat ein Buch zu schreiben.
00:37:19: Dann auch in einem sage ich mal Kommaziellen Rahmen, der dann auch wichtig ist.
00:37:24: Weil Endeffekt dann auch der Klettverlag, der Bildungsverlag aus Frankreich angefragt hat ob sie was von diesem Buch in die französischen Schulbücher mit reinnehmen können also fremdsprachenderisch deutsch und frankreich.
00:37:38: das war natürlich auch noch mal eine Ehre dass das Buch da ein Schult Bücher mit einer zwölf tausend oder achttausend Druckauflage reinkommt.
00:37:48: Es hat mir dahin viel gegeben, aber es war auch mal einer meiner Produzenten der damals gesagt hat als wir die ersten großen kommerziellen Songs aufgenommen haben.
00:37:59: Unter anderem war da ein Song anders seines eine Superkrafts aus dem ja auch diese Colaboplatte entstanden ist mit vielen bekannten deutschsprachigen Künstlern.
00:38:06: Der hat gesagt du musst diese Geschichte aufschreiben und du musst deine Lebensgeschichte aufschreifen.
00:38:11: man dachte da eher klassisch an der Biografie damals die Songs aufgenommen habe, weil ich Ende zwanzig und da hab' ich gedacht naja also eine Biografie mit Ende Zwanzig macht irgendwie keinen Sinn.
00:38:23: Das Buch ist gereift über die Corona-Zeit und Ich bin halt immer mehr in diesem Bildungsbereich gekommen, denn ins Beaker Bereich Und hab dann auch mit vielen Leuten gesprochen.
00:38:36: und letzten Endes habe ich dann einen Weg gefunden wie ich einerseits meine Erfahrung meiner eigenen Biographie teilen kann und wiederum aber auch Mehrwert bieten kann für die Gesellschaft, durch meine Erfahrung auch vielleicht Leute oder für leutende Stimme zu sein.
00:38:52: Die sie vielleicht nicht so nutzen können wie ich mit der künstlerischen Stimme und oder der literarischen Stimmung.
00:38:58: Und das hat dann wunderbar geklappt.
00:39:01: Ich habe da einen schönen Verlag gefunden, dass es auch sehr gut kann in diesem Bereich mentale Gesundheit.
00:39:07: Und dann ist dieses Buch entstanden gleichzeitig eine Platte die ich mit meinen Jungs von meinem Music Lab produziert habe und auch mit Unterstützung vieler deutscher Künstler.
00:39:19: Und dann wurde daraus quasi so eine kleine Bewegung, und Endeffekt ist das Ergebnis dass sich heute ein schönes Buch schreiben durfte und eine schöne Platte dazu produzieren konnte.
00:39:32: Elijah wenn du jetzt einen Kind vor dir hast was vor ähnlichen Herausforderungen heute gestellt ist wie du es damals warst?
00:39:38: Was würdest du dem Kind mitgeben wollen?
00:39:40: Ich glaube, das ist ja also... Das was das Kind natürlich in seiner kindlichen Sprache versteht.
00:39:46: Also als jemand der ja auch Box-Trainer ist – ich habe zumindest eine Lizenz – würde ich dem Kind versuchen, in jeglicher Hinsicht Mut zu machen und ich würde natürlich das Kind erst mal fragen, was ihm bewegt?
00:39:59: Was ihn traurig macht?
00:40:00: Was ihm Freude bereitet?
00:40:02: Und gerade da was ihm stark Freude bereitet dahin einwirken dass das ist dass man das weiter fokussieren sollte, weil ich glaube Kinder muss man relativ einfache Dinge fragen und sie auch erzählen lassen.
00:40:17: Sie kommen lassen wenn sie sich öffnen und dann hat man die Möglichkeit individuell dem Kindern vielleicht eine entsprechende Perspektive zu geben aber in relativ einfachen Worten, dass es auch versteht.
00:40:29: also ich kann jetzt nicht sagen der ist doch mal die Biografie von XY oder was hat Winston Churchill gesagt?
00:40:37: sondern ich glaube ein Kind, wenn einem Kind etwas Spaß macht und da können wir vielleicht auf dieses minsten Churchill nicht die Begeisterung zu verlieren.
00:40:46: Es ist wichtig dass dieses Kind die Begleisterung von das was es liebt, was dem Kind Kraft gibt Spaß macht.
00:40:53: eben da die Beleisterung hochzuhalten werden dir durchaus auch mal ihre Meinung ändern, was sie vielleicht beruflich machen wollen.
00:41:01: Aber wenn man die Begeisterung für gewisse Dinge aufrechterhält und dahin gehend ein Kind fördert kann man sehr viel erreichen weil es macht dem Kind Mut, es gibt den Kind Kraft und stärkt ihn für die Herausforderungen des Lebens.
00:41:13: Und so mache ich das auch mal beim Sohn.
00:41:15: Wenn du jetzt zurückblickst auf alles was du erlebt hast Was meinst du, braucht die Gesellschaft und Menschen gerade im Autismus-Spektrum oder mit der Legasthenie besser unterstützen zu können?
00:41:28: Oder der Seebehinderung.
00:41:30: Das ist eine Frage, die werde ich oft gefragt, also natürlich wäre es in erster Linie gut, dass man bessere Weiterbildungsseminare, Weiterbildung hat in diesem Bereich.
00:41:41: Fast jeder Lehrer würde fast jeden Pädagogen nicht schaden, viele Ethik-Seminare zu besuchen wie man menschlich Auch mit der Sache umgeht.
00:41:51: Ich bin kein Aktivist in dem Sinne, ich bin Humanist und für mich ist Menschlichkeit und Dialog das Erste was in diesen Themen auch an anderen Themen auch die wir kulturell auch sozialkritisch betrachten wenn es um nicht ein Bereich Neurodivergänz, sondern auch andere Bereiche geht.
00:42:11: Soziologische Themen Armut oder soziale Ungerechtigkeit, also möglich auch.
00:42:17: Oder Menschen die sozial schwach sind und wie kann man eben eine gewisse Hilfestellung leisten?
00:42:25: Ich glaube dass Menschen im Bereich Humanismus oftmals ne Weiterbildung brauchen.
00:42:31: was ist Menschlichkeit?
00:42:32: und ich glaube das ist etwas was man vielleicht am ehesten vermitteln kann weil Empathie Empathie kann man vielleicht nicht lernen, aber man kann zumindest gewisse Grundlagen von Menschlichkeit verstehen die man in den allgemeinen Schulbetrieb und allgemein Gesellschaftsbetrieb mit aufnehmen kann.
00:42:52: Und das wäre vielleicht etwas wo ich sagen würde damit könnte geholfen werden wenn es so Fächer geben würde wie Empathies oder Menschen miteinander umgehen.
00:43:05: Junge Mädels, junge Jungs.
00:43:08: Auch dieses Gegenüberstellen, dass kein Mensch ist irgendwie größer als der andere.
00:43:17: Das wäre zum Beispiel etwas was ich glaube auch enorm helfen würde weil Würde und Anstand am Ende des Tages das was in unserer Gesellschaft uns am meisten weiterbringt und vor allem Dialog Und eine ehrliche Auseinandersetzung mit den Themen.
00:43:34: Nicht etwas, was zu stark Empörungsgetrieben ist sondern immer auf ne gewisse Sachlichkeit Menschlichkeit und Empathie.
00:43:43: Ich glaube das ist etwas Was man in seinem allgemeinen Schulbetrieb als Pädagoge durchaus auch aufnehmen kann.
00:43:51: Ja Du hast ja jetzt auch ein Sohn.
00:43:53: Wie bringst du ihm Menschlichkeit bei?
00:43:57: Ganz einfach Ich lebe mal mit meinem Sohn nicht zusammen.
00:44:03: Mein Sohn hatte eine Frage gehabt, da hat er gemeint nach Zertrennung ist denn die Familie jetzt kaputt?
00:44:12: Da habe ich zu meinem Sohne gesagt gib mir doch mal einen Turnschuh.
00:44:15: und da habe ich gemeint was machst du dann mit dem Turnschuhen?
00:44:20: hab ich den Turnschuch gebogen und so weiter und habe gesagt nein Papa hör auf der geht kaputt!
00:44:25: Den kann man nicht zerreißen.
00:44:26: keine Sorge schaffe ich nicht habe ich gesagt, jetzt nehmen du diesen Turnschuh mal in die Hand.
00:44:31: Versuchte immer zu zerreisen und so weiter.
00:44:33: Hat er gesagt ne Papa ich kann nicht zereisen, krieg das nicht hin!
00:44:35: Ich kann ihn nur biegen, hab ich zu ihm gesagt genau das ist Familie.
00:44:39: Familie kann nichts zerrissen werden.
00:44:42: Familie es gibt in einer Lebensbiografie... Es ist mal etwas verbogen, vielleicht mal etwas nicht so gerade, es gibt up and downs.
00:44:52: aber es ist ja genau dass man eben diese Resilienz aufbaut, auch für seine Kinder.
00:44:58: Und halt Kinder müssen scheitern oder Menschen müssen auch irgendwo scheittern um auch einen großen Lerneffekt zu haben.
00:45:05: und so versuche ich spiele beispielsweise mit meinem Sohn auch das aufzubauen dass man halt auch eine größere Toleranz entwickelt weil die Kinder haben müssen das ja in der Zeit lernen ohne Druck weil die Frustration kann ja auch relativ schnell sein, je nach Tagesform.
00:45:26: Dann muss man manche Dinge ein bisschen spielerisch lösen und das versuche ich mit meinem Sohn so zu machen.
00:45:31: Elijah was wünscht du dir für deine persönliche Zukunft?
00:45:35: Dass ich einfach meine künstlerische Zukunft weiter so leben kann dass sich sie ausbauen kann, dass ich mit meinen Botschaften mehr Menschen erreichen darf und weiterhin auf der Bühne stehen darf Bücher schreiben darf, Bilder malen kann, Songs schreiben kann.
00:45:53: Mit Menschen einfach schöne Abende für Bringer die ihnen was geben.
00:45:58: Mir gibt es hier alle Mal als Künstler etwas auf der Bühne zu stehen aber das ich hoffe auch dass sich mit meiner Stimme Gebrauch machen kann für die Menschen die eben diese Stimme vielleicht oder dieses Ventil nicht haben und das ist etwas was ich mir persönlich für mich als Kündsteller noch als Mensch wünsche.
00:46:16: Danke dir, danke dir, dass du deine Geschichte mit uns geteilt hast.
00:46:19: Sehr sehr gerne!
00:46:20: Dankeschön und wir wünschen dir alles Liebe und alles Gute für dich Internet zu künft.
00:46:24: Dankeschönen.
00:46:26: Du willst
00:46:27: selbst bei uns dabei sein oder hast einen Teamvorschlag?
00:46:30: Denn melde dich auf unserer Website oder unser Social Media.
00:46:33: Wenn du von den besprochenen Themen betroffen bist oder Unterstützung benötigst dann zögere nicht Hilfe in Anspruch zu nehmen.
00:46:43: Hol die Unterstützung bei professionellen Hilfeinrichtungen oder dir vertrauten Personen Bis zum nächsten Mal bei von Bohne zu Bohne.
Neuer Kommentar