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Vom gefeierten Billard-Spieler zum Drogenjunkie - sein Kampf zurück ins Leben #100 Dirk

Shownotes

Triggerwarnung: In dieser Folge geht es um Drogenabhängigkeit, Crack, Heroin, Suchtdruck, Entzug, Methadon, Obdachlosigkeit, Haft, Beschaffungskriminalität, körperlichen und psychischen Absturz, Einsamkeit, Rückfälle als Thema und den Weg zurück in ein suchtfreies Leben. Hör die Folge nur, wenn du dich stabil genug fühlst. Brich ab, wenn du merkst, dass es dir zu viel wird.

In dieser Folge erzählt Dirk, wie er vom gefeierten Billardspieler in eine schwere Drogenabhängigkeit gerutscht ist und sich viele Jahre später sein Leben zurückgeholt hat.

Dirk entdeckt als Jugendlicher den Billard. Mit 16 spielt er erste kleine Turniere, gewinnt eine Reise nach London und tritt kurz darauf in einen Verein ein. Aus einem Interesse wird schnell eine Leidenschaft. Dirk zieht mit 18 nach München, trainiert viel, spielt später in der ersten Bundesliga und wird mit seiner Mannschaft deutscher Vizemeister. Billard gibt ihm Anerkennung, Ehrgeiz, Struktur und ein Gefühl für das, was er kann.

Nach Jahren im Leistungssport will Dirk mehr vom Leben sehen. Er macht eine Billardpause, zieht nach Hamburg, bewegt sich in Kulturkreisen, rezitiert Gedichte, organisiert Veranstaltungen und arbeitet als Touristenführer. Dann kommt der Bruch.

Auf Partys konsumiert Dirk zunächst Kokain. Später probiert er Crack. Die Abstände zwischen dem Konsum werden kürzer. Nach einigen Monaten konsumiert er täglich. Sein Alltag bricht weg, seine Arbeit als Touristenführer verliert er. Mit der Zeit kommen Heroin, Obdachlosigkeit, Haftstrafen und ein Leben auf der Hamburger Drogenszene dazu.

Fast 20 Jahre lang bestimmt die Sucht seinen Alltag. Dirk erzählt von Crack, Heroin, Suchtdruck, Methadon, Entzug, Schwarzfahren, Ersatzfreiheitsstrafen und dem Punkt, an dem er im Gefängnis eine Entscheidung trifft: Er will clean leben und clean bleiben.

Diese Folge handelt von Billard, Crack, Heroin, Sucht, Obdachlosigkeit, Haft, Therapie, Disziplin, Rückkehr und der Frage, wie ein Mensch nach einem langen Absturz wieder anfängt, an sein eigenes Leben zu glauben.

Zeitstempel: 0:00:00 – 0:01:53: Triggerwarnung und Intro 0:01:53 – 0:07:54: Vorstellung von Dir, Kindheit in Ostwestfalen, erste Begegnung mit Billard und Turniersieg mit 16 0:07:54 – 0:18:51: Verein, München, Bundesliga, sportlicher Ehrgeiz und erste Erfolge im Billard 0:18:51 – 0:25:44: Billardpause, Hamburg, Kulturverein, Bühne, Gedichte und Arbeit als Touristenführer 0:25:44 – 0:33:53: Erster Drogenkonsum, Crack, starkes Suchtverlangen und zunehmender Kontrollverlust 0:33:53 – 0:42:11: Jobverlust, Hinz-und-Kunst-Verkauf, Drogenszene, Obdachlosigkeit und Heroin 0:42:11 – 0:51:56: Tiefpunkt, Gefängnis, Ersatzfreiheitsstrafen, Methadon und Drogen im Haftumfeld 0:51:56 – 1:00:01: Methadon aus Dirks Sicht, Abdosieren, Entzug und die Entscheidung in der Gefängniszelle 1:00:01 – 1:08:49: Clean bleiben, Therapie, Fachklinik Südergellersen, Adaption, Wohnprojekt und eigene Wohnung 1:08:49 – 1:17:00: Suchtdruck, Einsamkeit, neuer Freundeskreis und Rückkehr zum Billard 1:17:00 – 1:24:16: Norddeutsche Meisterschaft, Hinz und Kunst, Deutsche Meisterschaft und Blick auf Obdachlosigkeit 1:24:16 – Ende: Rat an Menschen am Scheideweg, Zukunftswunsch, Präventionsarbeit, Verabschiedung und Hinweis auf Unterstützung

drogenabhängigkeit #crack #heroin #suchtdruck #entzug #methadon #obdachlosigkeit #haft #billard


Dirks Kontakt: https://www.instagram.com/dirkrichter81/

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Transkript anzeigen

00:00:01: Erst mal hab ich so ein Gefühl, man ganz in dem noch nicht erlebt.

00:00:04: Das war tatsächlich wie eine Explosion im Kopf.

00:00:09: Das hat einfach ein sehr starkes Suchtverlangen ausgelöst, dass ich nicht mehr los geworden bin.

00:00:17: erst einmal und das ist schon ein bisschen verrückt nach meiner ganzen Abspursphase, nach Drogenabhängigkeit, wieder zurückkommen, wieder Wohnungen suchen, wieder im Verein eintreten habe ich den selben Gegner nach ein dreißig Jahren im Finale zum zweiten Mal geschlagen und war damit für die deutsche Meisterschaft qualifiziert.

00:01:01: Zu Beginn der Folge stellen wir das Thema vor.

00:01:03: Falls du denkst, dass das genannte Thema für dich persönlich belastend sein könnte dann möchten wir dich bitten die Folge direkt zu beenden.

00:01:33: Also werden meine Fragen auch deine Fragen sein.

00:01:36: Ich bin Sanya und ich suche die Gäste, hier achte ich darauf dass es Menschen mit ehrlichen berührenden und bewegenden Geschichten sind Und genau diese wollen wir mit euch teilen!

00:01:46: Bist du bereit gemeinsam mit Charlotte neue Geschichten kennenzulernen?

00:01:53: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge.

00:01:55: Mein Name ist Charlotte Mein Name is Sanya

00:01:58: Mein Name iis Dirk.

00:01:59: Ich war ein gefeierter Billiardspieler.

00:02:01: Ich bin an Kreck und Heroin abgestürzt, habe meine Wohnung verloren.

00:02:07: Und hab mir erst viele Jahre später mein Leben wieder zurückgeholt.

00:02:11: Hi Dirk!

00:02:12: Danke dass du dich uns heute anvertraust.

00:02:15: Das klingt nach einer sehr bewegenden und langen Lebensgeschichte.

00:02:19: Deshalb würde ich mal fragen wo fangen wir denn da in der Kindheit?

00:02:23: Wie ihr mögt.

00:02:24: Wir können anfangen wo ihr gerne Lust habt meines Weges auch in meiner Kindheit.

00:02:29: Sehr gerne, was würdest du denn sagen?

00:02:31: In welchem Alter starten wir da?

00:02:34: Ja, in welcher...in welchen Jahr startet man in der Kindheit?

00:02:38: Meines Wegen Schulalter!

00:02:41: Okay, was magst du uns mal davon berichten?

00:02:43: wie bist du aufgewachsen?

00:02:44: hast du Geschwister?

00:02:46: Ja habe ich, ich hab zwei Geschwisters ein Bruder und eine Schwester.

00:02:51: Und ich bin aufgewachsen in einer beschaulichen Vierzigtausend Einwohner statt im Ostwestfalen Räder Wiedenbrück, eine sehr schöne Stadt mit vielen alten Fachwerkhäusern.

00:03:05: Ich bin groß geworden am Stadtrant hinter dem Haus Sackengürn Bauernhof.

00:03:10: das war eigentlich alles sehr beschaulich angenehm mit vielen Kindern zum Spielen, vielen guten Möglichkeiten.

00:03:18: und ja

00:03:20: war

00:03:21: war also keine Situation, von der man jetzt gedacht hat.

00:03:25: Da ist irgendwie ein schreckliches Leben vorgezeichnet.

00:03:29: Bist du das jüngere Geschwisterkind oder das ältere?

00:03:32: Ich bin tatsächlich das jünste Geschwesterkind!

00:03:35: Okay,

00:03:35: d.h.,

00:03:35: du hast mehrere Geschwisters?

00:03:36: Ja,

00:03:37: ein Bruder und eine Schwester.

00:03:38: Ah,

00:03:38: okay gut.

00:03:39: Hattet ihr immer ein gutes Verhältnis in der Kindheit?

00:03:42: Ja wir hatten also doch... Also natürlich gab es Kaddeline mit meinem Bruder, der mittlere ist Aber zu meines Rester hat sich eigentlich immer ein tolles, gutes Verhältnis.

00:03:57: Und zu meinem Bruder auch und das ist heute Gott sei Dank auch noch so.

00:04:01: Wann kam denn das Thema Billiard in deinen Kopf?

00:04:05: Also wann wurde das Präsent in deinem Leben?

00:04:10: Das also, wenn es präsent wurde... war so im Jugendlichen Alter.

00:04:15: Ich habe als Kind schon mal Billard im Fernsehen gesehen, in Filmen und fand das da immer schon spannend.

00:04:22: Erinnert mich an einen alten Spielfilm mit James Coborn, wo ich das toll fand.

00:04:27: Dann hab ich eine Karambol-Weltmeisterschaft im Fernseher gesehen.

00:04:32: Als Kind fand das auch schon toll!

00:04:34: Hatte aber natürlich nicht die Gelegenheit, ich bin ja in den siebziger Jahren groß geworden und da ist auch nicht um die Ecke immer ein Verein irgendwie gewesen.

00:04:45: Und so hatte ich gar keine Möglichkeit dieses für mich schon interessante Spiel zu spielen.

00:04:54: startete oder begann dann so im Alter von sechzehn, wo man auch mal da es gab.

00:05:00: So eine kleine Kneipe mit dem Hinterzimmer, wo ein Billet stand und dann hat auch ein kleines Billettcafé in meiner Heimatstadt aufgemacht Und da habe ich die ersten Male gespielt und auch die ersten male ganz kleine Tomiere mitgespielt und zu meiner Überraschung war da ein Turnier, wo man eine Reise nach London mit Völk und Hotel gewinnen konnte.

00:05:26: Das war irgendwie vom Reiseberuch meiner Heimatstadt ein bisschen gesponnen.

00:05:30: Und das habe ich tatsächlich gewonnen als jüngste Teilnehmer um in der London gestorben.

00:05:41: Heute würde ich sagen, das war kein richtiges Billiards Turnier und das waren alles keine richtigen Billiardspieler.

00:05:47: Also es war ein Anfänger-Turnier, wenn man so will von Hobbyspielern.

00:05:51: Aber dadurch dass ich das gleich gewonnen habe, hab' ich irgendwie natürlich Blut gelegt und zwar ein super tolles freudiges Ereignis und Erlebnis Und danach bin ich in einen Verein im Gütersdorf eingetreten.

00:06:09: Jetzt muss man ja dazu sagen, dass du ja schon zu diesem Zeitpunkt eine gewisse Affinität oder auch ein Talent dafür gehabt haben muss, denn wenn das dein erstes richtiges Spiel war dann direkt zu gewinnen.

00:06:21: Das bedeutet du hattest ja schon eine gewisse Art von Talent oder nicht?

00:06:25: Das sagt man immer nicht so ungern über sich selber aber es scheint doch ein wenig der Fall gewesen zu sein dass ich für dieses Spiel eine gewissen Begabung mitbringe.

00:06:37: Ich glaube das hat sich im Verlauf der nächsten Jahre auch so herausgestellt, würde ich schon behaupten wollen.

00:06:45: In London war das ausschließlich ein Gewinn zu einer Reise nach London?

00:06:49: Oder war das angeknüpft an einem Billiard-Spiel?

00:06:52: Nein, das war ausschliesslich der Gewinn!

00:06:54: Aber ich hab's sehr genossen.

00:06:56: Wem hast du mitgenommen?

00:06:58: Niemand.

00:06:58: Das war für alle Personen und das war tatsächlich auch mein erster Flug in meinem Leben... Ach cool!

00:07:03: Und meine Mutter hat mich zum Flughafen gebracht und ich bin das erste Mal im Leben geflogen Und hab dann die Künstler am Koffengarten gesehen und war bei Madame Tusson.

00:07:15: Und hab Spaß gehabt!

00:07:18: Cool, da warst du sechzehn?

00:07:19: Siebzehn?!

00:07:20: Ach verrückt überlich mal...und noch nicht volljährig.

00:07:24: Ich kann mir vorstellen, dass deine Eltern sehr stolz auf dich waren.

00:07:28: Meine Eltern haben sich getrennt als ich acht war.

00:07:30: Ob meine Mutter stolz ist auf mich, weiß ich gar nicht.

00:07:34: Aber doch hat sie natürlich schon für mich gefreut.

00:07:38: Meine Mutter hat ja mit Billiard irgendwie nicht so richtig was am Hut gehabt.

00:07:42: Aber er hat sich natürlich schon über den Gewinn wohl gefreut und das war ein tolles Erlebnis!

00:07:50: Und hat meine Begeisterung für den Sport mindestens nicht gemindert.

00:07:54: Ja,

00:07:55: sowas von weil.

00:07:56: denn danach bist du in den Verein getreten hast du gesagt?

00:07:59: Wie war das dann?

00:08:00: da gibt es an der Trainingszeit.

00:08:01: wie können wir uns das vorstellen?

00:08:07: Unklar, das war eigentlich ein Karambolbillatverein und... Ich konnte mich noch nicht so recht entschließen, ob ich jetzt Karambolspieler werde oder Pool-Billiard-Spieler.

00:08:18: Was ist der

00:08:18: Unterschied?

00:08:20: Der Unterschied ist beim Karamboll-Billard gibt es keine Löcher.

00:08:23: da gibt es nur drei Kugeln und dann versucht man immer mit der einen Kugel die anderen beiden zu treffen.

00:08:28: das wird auch ein Liga Betrieb gespielt Und in Gütterso hatten sie damals eine Bundesliga Mannschaft.

00:08:34: also das war für schon gut Und deswegen hatte ich damit geliebäugelt Karambol zu spielen, weil da irgendwie die tollen Spieler waren.

00:08:46: Es gab aber auch gute Pool-Spieler in dem Verein und ... Ich hab zunächst damit begonnen, Karambool zu spielen.

00:08:55: Aber dann bin ich eingeladen worden an einem Mannschaftsturnier teilzunehmen mit einer Pool-Billiard-Mannschaft, die von Gütersloh nach Hamm, Bock und Höfl dahin gefahren ist Und dieses Turnier-Mannschaftserlebnis war auch wieder so spannend.

00:09:13: Also das war tatsächlich so im Film, wie man sich das vorstellt in einer großen Tourenhalle, mehrere Tische aufgebaut, Zuschauer durchsagen über Mikrofonen wo die Mannschaften und die Spiele aufgerufen worden sind, wie aus einem amerikanischen Spielfilm... ...und danach habe ich das Karambolköl in die Ecke geschmissen, hab mir ein Poolbillardköl gekauft und am Pool gespielt!

00:09:37: Du hast ja dann im Anschluss dein ganzes Leben nach Billiard gerichtet, bist mehrfach umgezogen und durftest auch in die Bundesliga eintreten.

00:09:49: Wie war da dein Weg?

00:09:51: Also ich hatte damals eine Lehre begonnen, war unglücklich wusste nicht so recht, was ich tun sollte wenn ich ehrlich bin.

00:10:08: Ich war so ein bisschen am Haar dann mit mir selber wo die Reise in meinem Leben hingehen soll und habe dann jemand aus München kennengelernt und der meinte zieh doch nach München da hast du doch als junger Mensch viel mehr Möglichkeiten.

00:10:25: und darüber hinaus gab es im München einen sehr sehr sehr großen Poolbillettverein, den größten Europas mit vielen tollen guten starken Spielern.

00:10:35: Und das war natürlich ein Punkt der aus meiner Sicht für München sprach, denn ich hatte schon sehr schnell viel Ehrgeiz für diesen Sport entwickelt und das waren Argumente die mich zu dieser Entscheidung beflissen haben tatsächlich nach München zu ziehen mit achtzehn Jahren im Zartenalter von achtzenden weit weg von meiner Heimat.

00:11:04: Und dort in einem großen Poolbilderverein Mitglied zu sein und sozusagen trainingsmäßig durchzustarten, ich wüsste da habe ich viele gute Gegner an denen mich messen und reiben kann was immer gut ist um eine Art von Karriere zu machen in einer Sportart wenn man den Ehrgeiz hat.

00:11:24: und die hatte.

00:11:26: Und so ist das zunächst gekommen.

00:11:28: Dann habe ich verschiedene Jobs gemacht, ich hab dann mal bei einer Autovermietung gearbeitet und in Billard Cafés auf Münchner Oktoberfest und was man als junger Mensch alles so macht.

00:11:42: Aber schon, das muss ich sagen, haben meinen Hauptaugenmerk drauf gelegt ein starker Bärspieler zu werden!

00:11:52: Und bekam dann, um auf die Frage nochmal zurückzukommen.

00:11:57: Also es kam dann irgendwann Turnierabfolge und mein Name wurde etwas bekannt und irgendwann spielte ich während eines Turniers gegen den damaligen Union Europameister, gegen den ich ganz knapp verloren habe Dieser Junioren-Europameister mir das Angebot gemacht, mit ihm zusammen in der ersten Bundesliga für Fortuna Straubing zu spielen.

00:12:23: Das war der Bernd Janke, der auch später bei den Herren Europameister geworden ist und da habe ich mit Freuden zugesagt und war eigentlich unheimlich schnell dabei wenn man bedenkt, der Bernt hat mit neun Jahren angefangen Billard zu spielen Drei, zweieinhalb Jahre überhaupt erst gespielt und fand mich mit ihm zusammen in der ersten Bundesliga wieder.

00:12:53: Das war für mich so ein sportlicher Karriere-Sprung Hat mir unheimlich viel Spaß gemacht und ich erinnere mich sehr gerne an diese Zeit zurück.

00:13:10: Wie fühlt sich das an, wenn man merkt innerhalb von einem Fingerschnipsen.

00:13:14: im Prinzip hat sich dein Leben komplett verändert?

00:13:16: Und du befindest dich in der Bundesliga!

00:13:18: Wie war es für dich?

00:13:20: Ja als das Angebot kam, war ich überglücklich also... Erinnern mich noch an eine Situation vor dem Turnier.

00:13:30: Es gab einen bekannten Namen als Billiardspieler in München, der vielleicht etwas mehr als der Favorit gegelten hat, als ich Robert ... Der hatte in die ersten Runde gespielt und hat gegen mich verloren in der ersten Ründe.

00:13:46: Und so kam es, dass ich in der zweiten Runde gegen diesen Bernd Jahn gespielen musste.

00:13:51: Und dann auch nur ganz knapp verloren hat.

00:13:54: Und der hatte wahrscheinlich erwartet gegen Robert ... spielen zu müssen und hat mich dann gefaist sozusagen gesehen.

00:14:03: Und hat dann realisiert, dass ich den geschlagen habe und wohl nicht so schlecht sein kann.

00:14:09: Ich hätte fast gegen ihn auch noch gewonnen und so hatte er schon Respekt gehabt und hat mir deswegen dieses Angebot eben gemacht weil er wohl viel vor meinem Spiel gehalten hat.

00:14:22: So ist das gekommen und darüber war ich überglücklich.

00:14:26: Also ich hätte Luftsprünge machen können, habe ich glaube auch.

00:14:32: Und dann sind wir in die Saison gestartet und mit Stolz darf ich sagen Wir waren die jüngste Mannschaft damals und sind direkt mit dieser Saison Deutscher Vizemeister geworden.

00:14:41: Ach cool!

00:14:43: Da gibt es noch ein schönes Mannschaftsfoto was ich neulich erst wieder bekommen hab Und hab mich riesig gefreut, dass dieses Foto noch existiert.

00:14:53: Ein Foto in Oberhausen als wir da zusammen standen und den Vizemeister-Zitlerungen haben.

00:14:59: Das war toll!

00:15:00: Konntest du da dann schon finanziell davon leben oder musstest du trotzdem ein Zubrot durch Nebenjob verdienen?

00:15:07: Ja ich musste einen Zubot durch Nebenjob verdienen aber es war so, dass man zu dieser Zeit ... Zu Beginn der neunziger Jahre war es ziemlich innen auch durch den Film die Farbe des Geldes mit Tom Cruise und Paul Newman.

00:15:25: Ich weiß nicht ob euch das sowas sagt, aber da ging's so ein bisschen um Zockerei und um Geldspielen und das war damals irgendwie angesagt Und man hatte ja als Billiardspieler, der sich ernsthaft damit beschäftigt und nicht nur in einer Kneipe irgendwie ein bisschen rum spielt und denkt dass er gut ist, hatte man natürlich gewisse Vorteile was das Gewinnen an solchen Spielen anbelangt.

00:15:50: Und die konnte man sich gut zur Nutze machen, und das war nicht wenig Geld, was man zwischendurch gewonnen hat.

00:15:58: Hat man in den Neunzigern schon Kooperationsverträge gehabt oder kam es erst später auf?

00:16:04: Mit Vereinen!

00:16:05: Ja also der Verein hat natürlich gewisse Sachen finanziert wie zum Beispiel die Reisekosten in die anderen Städten, die Hotelkosten ... Ein bisschen Geld für gewonnene Punkte tatsächlich bekommen vom Verein.

00:16:22: Aber das war jetzt nicht so, dass es irgendwie ins Gewicht gefallen ist leider... Ich glaube, das ist heute ein bisschen besser geworden.

00:16:32: Aber in den Vereinigten Staaten denke ich, dass es sozusagen das Hauptland wo man eigentlich hin muss wenn man so richtig als Profi durchstarten muss da gibt's die hohen Preisgelder.

00:16:46: aber in Deutschland war das damals nicht so richtig der Fall und ist auch bis heute noch nicht so.

00:16:54: Deine Karriere hatte ich ja unter anderem ins Ausland gebracht, aber dann auch nach Hamburg.

00:17:01: Wie hast du in Hamburg deinen ... Ich sag mal, Hobby ist zu wenig, aber deine Leidenschaft verfolgen können also dem Billard?

00:17:09: Ja, ich hab ähnlich weitergemacht.

00:17:11: Ich hatte zwischendurch noch ein Jahr in Passau, wo ich sozusagen nach der Saison mit dem deutschen Vietnemeister Ziedlern als gesponsert haben, Billardspieler eingekauft worden bin von dem Verein Und hatte einen Deal mit dem Billiakaffee-Besitzer, dass ich die Mannschaft sozusagen nach vorne bringe.

00:17:32: Auch für die Mannschaft Spiele und möglichst alles Gewinne was auch geklappt hat.

00:17:37: Denn sie haben nicht so hoch gespielt.

00:17:40: Sie haben nur mit Sixleger gespielt aber die wollten eben ein Spieler einkaufen der möglichst alles gewinnt.

00:17:45: Die Mannschaft trainiert und das sollte ich sein und das habe ich gerne gemacht.

00:17:49: zu dieser Zeit habe ich auch noch Kurse für Studenten über die Universität Passau angeboten, wobei sich vierundzwanzig Studentinnen und Studentin bei diesem Kurs angemeldet hatten.

00:18:01: Dafür habe ich ja auch Geld erhalten.

00:18:04: Die haben da einen neuen D-Markt pro Stunde bezahlt und ich hab immer vier Studenten gleichzeitig dran genommen so dass man sich den Stunden nun ausrechnen kann.

00:18:13: Und dann ging das so über die Woche in mehreren Stunden, gemacht habe und diese Kurse gegeben hab.

00:18:20: Und nebenbei habe ich noch einfach im Villacafe ein bisschen mitgearbeitet, genau.

00:18:27: Ich hab dann da einen Passau noch ein Jahr verbracht und bin nach Hamburg und hab dann so ähnlich weitergemacht.

00:18:33: Also hab man auch in Villacafés gearbeitet.

00:18:36: Hier gab es wöchentliche Turniere- und Turnierserien und mehr Turniere als im kleinen Passau natürlich.

00:18:47: Da hab ich eine Zeit lang dann auch davon gelebt.

00:18:51: Wieso bist du nach Hamburg gekommen?

00:18:52: Gab's da einen speziellen Grund für?

00:18:55: Ja, ich wollte was verändern in Passaugen das irgendwie zu Ende ... Das hat sich irgendwie nicht mehr richtig angefühlt in so einer kleinen Stadt.

00:19:08: Ich wollte dann auch schon ne größere Stadt wieder haben, wo ein bisschen mehr Loses an Billiard turnieren und da hat sich Hamburg dann angeboten.

00:19:18: Wie lange hat Billard Spielen dann eine Rolle in deinem Leben gespielt?

00:19:49: Warum hast du dann eine Pause gemacht?

00:19:51: Ja, das haben mich viele gefragt damals.

00:19:55: Aber es ist ja so dass man hat vor lauter Training keine Möglichkeit sich ein normales Leben zu führen.

00:20:09: Man führt einen Leben als Sportler wie ein Sportler, der ein Boris Becker, der sicherlich in seiner Jugend auch nicht Zeit hatte für einen großen Freundeskreis oder andere Interessen und für Möglichkeiten, Kultur oder andere Dinge zu erleben.

00:20:30: Und das fehlt natürlich auf irgendeiner Art und Weise.

00:20:33: Das verpasst man auch ein bisschen.

00:20:37: In diesem Zeitraum ... Wenn man sich in den Zwanziger befindet, dann wird man ja ein bisschen erwachsen und möchte natürlich viel vom Leben möglichst erwischen und haben.

00:20:54: Und so habe ich mir gedacht es wäre mal an der Zeit zum einen ein bisschen mehr Kultur zu erleben, zum anderen vielleicht auf irgendeiner Form Bildung nachzuholen was ich auch gemacht hab.

00:21:06: Ich hab öffentliche Vorlesungen besucht mir einen Freundeskreis gesucht außerhalb des Billiards Sports, mit denen ich mal über ganz normale Dinge reden konnte und über andere Themen.

00:21:19: Und es hat auch ein bisschen was mit Einsamkeit zu tun, denn als Billiard-Sportler war ich ja immer konkurrent.

00:21:29: Ich war es ein bisschen leid, immer konkurent zu sein.

00:21:31: Ich wollte Freunde haben.

00:21:34: Ist dir das gelungen dem Zeitraum?

00:21:36: Ja, das ist mir gelungen!

00:21:39: Ja, doch.

00:21:40: Es ist mir gelungen.

00:21:40: also ich habe dann in so einem Kulturverein öfters gewesen in Hamburg und hab da so meine Leute getroffen.

00:21:51: So möchte ich das mal nennen.

00:21:52: aus heutiger Sicht Also kreative Menschen Musiker Künstler Und hat mich da gerne in diesen Kreisen bewegt bin dann auch sehr gern in ein Kleinkunst Theater gegangen zu dieser Zeit und habe das tatsächlich nicht bereut eine Billiardpause zu machen.

00:22:12: Ich wollte nie ganz für immer aufhören mit Billiards, aber ich hatte mir gedacht das kann ich jetzt und hab gedacht so jetzt ist man was anderes dran und habe daran gearbeitet so kleine Defizite die ich in meinem Leben noch verspürten geglaubt zu haben dass ich die noch mal aufarbeite und mich hieran mache.

00:22:38: Und Dinge, von denen ich denke ... Die gehören zum Leben auch dazu, dass ich mir die noch einmal irgendwie hole.

00:22:46: Auch mit einem Freundeskreis und netten Bekannten, die ähnliche Gelagerte Interessen haben wie ich.

00:22:53: außerdem habe ich als Kind-und Jugendlicher immer sehr gerne rezitiert damals.

00:23:01: Komiker später auch mal andere Künstler.

00:23:06: Und hab das innerhalb dieses kleinen Kunsttheaters, wo ich öfters zu Gast war und wo es auch so eine offene Bühne gab.

00:23:15: Manchmal habe ich dieses Zweitrobi dann wieder etwas aufleben lassen und hab dann mit einer Freundin zusammen damals dort einmal im Monat Veranstaltung organisiert und hab die auch ein bisschen mit ihr zusammen moderiert und hin und wieder da auch mal Gedichte recitiert Und das war eigentlich eine schöne Zeit.

00:23:34: Wie lange ging denn deine Auszeit?

00:23:37: Ja, meine Auszeit ging länger als ich es geplant hatte.

00:23:41: Also der Plan ... Der Plan war im Grunde genommen so... Ich versuch mal ob ich ein normales Leben kann.

00:23:51: So ungefähr und auch in anderweitiger beruflicher Hinsicht Und habe dann in dieser Zeit dieses lotterliche Kleinkunsttheater da sein, doch irgendwann angefangen eine Arbeit zu finden, in der ich aufgegangen bin und die mir Spaß gemacht hab.

00:24:14: Ich hab jemanden kennengelernt gehabt ... Touristenführer war und er hat mir gesagt, dass da noch jemand gesucht wird oder dass da immer mal Leute gesucht werden.

00:24:25: Und da habe ich gedacht auch mit Quatschen sein Geld zu verdienen – das ist eigentlich genau das Richtige für mich!

00:24:31: Ich bin dann Touristenführer geworden.

00:24:39: Rechnung geschrieben.

00:24:40: Das war das Abkommen, dass ich dann mit sehr einem Betreiber der Stadtrundfahrtenfirma übereingekommen bin und bin ein Touristenführer geworden und hab das tatsächlich sehr gerne gemacht.

00:24:52: Und dann habe ich mir gedacht ja alles gut, alles richtig gemacht und jetzt kannst du eigentlich langsam wieder Billers spielen.

00:24:58: aber dann kam der Großbruch.

00:25:01: Du bist aber, hast die Rundführungen ausschließlich in Hamburg gemacht oder wo hast du die gehört?

00:25:06: Ja, eine Ausschliessung in Hamburg.

00:25:07: Okay

00:25:07: wie lange warst du dann in dem Gewerbetätigt, ausschliessen dem bevor du wieder zurück zum Billard bist?

00:25:14: Ich bin gar nicht zurück zum billard.

00:25:17: ja ich bin nicht zurück zu billard erst mal sondern ja ich habe das in etwa vier jahre gemacht.

00:25:24: Das ist ja doch schon ne ganz schön lange Zeit.

00:25:26: was hast du denn danach gemacht?

00:25:29: Danach hab ich Drogen konsumiert.

00:25:31: Wie bist du dazu gekommen?

00:25:33: Ja, wie bin ich da zugekommen.

00:25:35: Ich bin dazugekommen weil er hat mich unter Künstlern bewegt und ich war auf Partys eingeladen.

00:25:46: Und dann war das so dass irgendwann mal auf einer Party auch eine Leinen Koks auf dem Tisch lag und irgendwann habe ich da auch mal gezogen.

00:25:55: Ich habe aber immer schon bei mir gedacht, nicht übertreiben.

00:26:00: Und das ist eine Droge und sei vorsichtig damit ... Ja, er war bewusst, dass es eine Drogel ist und dass Drogen gefährlich sind in gewisser Form.

00:26:11: Aber ja also ich hab das drei Mal vielleicht gemacht auf Partys und da waren immer Abstände von mehreren Monaten dazwischen.

00:26:22: Also so, dass ich ... Jetzt nicht das Gefühl hatte, da in eine Sucht zu geraten oder etwas.

00:26:33: War das ausschließlich Coax diese dreimal?

00:26:36: Ja!

00:26:38: Wann kam dann der Moment wo dir bewusst war oder wo du dich nicht mehr von den Drogen abgrenzen konntest?

00:26:45: Dann gab es eine Situation... Das ist ein bisschen eigenartig zu erklären.

00:26:55: Cokes kann man ja auf verschiedene Arten und Weißen zu sich nehmen.

00:27:00: Und ich hatte ja diese Cokes-Erfahrung mit den Partys, die jetzt nicht so häufig waren.

00:27:09: Einige Leute wussten davon und ich hatte irgendwann mal einen One Night Stand mit einer Frau.

00:27:15: Die hat mir vorgeschlagen, Cokes einmal durch eine Pfeife in Steinform zu rauchen.

00:27:23: Also Crack?

00:27:24: Genau!

00:27:26: Wusstest du über die Tatsache von Craig und was es bei dir bewirken kann im Körper?

00:27:31: Ich habe sehr unterschätzt, was das bei mir bewirkt.

00:27:35: Ich habe zunächst gedacht, na ja, guck, dass wir schon genommen ist nichts passiert so zu sagen.

00:27:41: also das war mein damaliger Eindruck zumindest den ich auch heute so einschätzen würde und hab das komplett unterschädzt Was das bei mir auslöst und wie stark diese Sucht verlang, danach ist wenn man das konsumiert hat.

00:28:00: Das war tatsächlich eine Explosion.

00:28:05: Hast du das direkt beim ersten Mal dann gemerkt?

00:28:07: Ja

00:28:08: ja

00:28:09: was hat das mit dir gemacht dass du das die Pfeife geraucht hast.

00:28:14: was hat es in deinem Kopf verändert?

00:28:17: erst mal habe ich so ein Gefühl mein ganzes Leben noch nicht erlebt.

00:28:20: das war tatsächlich wie eine Explosionen im Kopf.

00:28:26: Und es war sehr berauschend und ... Wie sagt man?

00:28:36: Nicht Adrenalin ausstoßen, aber es war euphorisierend würde ich jetzt beschreiben.

00:28:42: Also voller Euphorie und diesen Gefühlen.

00:28:52: Das hat einfach ein sehr starkes Suchtverlangen.

00:28:58: ausgelöst, dass ich nicht mehr los geworden bin erst

00:29:01: mal.

00:29:02: Hast du direkt verstanden das da ein Suchtgefühl direkt in dir ausgelösst wurde?

00:29:08: Das habe ich verstanden aber ich habe es zum einen nicht richtig wahrhaben wollen und zum anderen unterschätzt in ihrer Ausbreitungskraft.

00:29:26: Wie lange hat es dann gedauert bis du das nächste Mal Crack konsumiert hast?

00:29:31: nicht sehr lange.

00:29:32: Es war so, dass ich damals vom Kulturverein zum Kleinkunsttheater immer an einer kleinen offenen Drogenszene vorbeigegangen bin die leider auch genau dazwischen war und wo man vorher die Straßeseite gewechselt hat was man nicht an den Leuten direkt vorbei geht.

00:29:50: und das habe ich dann plötzlich nicht mehr getan und hab mich ansprechen lassen von diesen Leuten und haben mir dann von diesen Leute tatsächlich das erste Mal selber etwas gekauft.

00:30:02: Jetzt hast du ja durchaus was dir dessen bewusst, denn du warst in diesem Verein ein geschätztes Mitglied.

00:30:09: Du bist immer wieder dran vorbei.

00:30:10: Das heißt also, du hast auch diese Menschen dort gesehen und du hast die Straßenseite gewechselt.

00:30:14: das heißt ihr war ja das Ausmaß von Drogenkonsum durchaus bewusst oder?

00:30:22: Ja man hat natürlich einen Gefühl dafür gehabt und man hat den Film Christiane F gesehen.

00:30:38: Ich habe das ein bisschen verdrängt, glaube ich.

00:30:40: Zu diesem Zeitraum wie gefährlich das eigentlich ist was ich mache und Verlang nach diesem euphorisierenden Gefühl war schon so groß, dass ich das einfach gerne haben wollte und ich hatte die Möglichkeit dazu.

00:30:57: Ich hatte genügend Geld und habe die Möglichkeit mir das zu kaufen und war irgendwie auch ein bisschen dickköpfig.

00:31:03: und jetzt kann ich das haben.

00:31:05: Jetzt ist es verfügbar und jetzt hole ich's mehr.

00:31:08: Wie lange hat es gedauert bis du täglich konsumiert hast?

00:31:13: Nicht so lange!

00:31:16: Also... Die Abstände wurden sehr, sehr schnell kürzer.

00:31:24: Und dann muss ich sagen ... Ja das war ein Zeitraum von ein paar Monaten und dann war ich täglich dabei.

00:31:36: Wie hat dein Umfeld darauf reagiert?

00:31:40: Ja die haben natürlich eine Veränderung an mir festgestellt.

00:31:46: Möchte man wahrscheinlich so sagen vielleicht ein bisschen nervöser innerlich ein bisschen unruhig vielleicht nicht mehr so entspannt und nicht mehr aufmerksam, vielleicht auch irgendwie.

00:32:04: Aber ich bin ja auch nicht rumgelaufen und hab die Leute gefragt, sag mal, bin ich noch wie gestern oder habe ich mich jetzt schwer verändert?

00:32:14: Also man bemüht sich sozusagen in dem Umfeld, indem man sich bewegt, der zu sein, wer man ist.

00:32:26: vermute schon stark, dass einige Menschen mich dann schon so ... also schon wahrgenommen haben werden.

00:32:37: Dass ich mich in einer gewissen Form wahrscheinlich nicht mehr so entspannt mitnehme oder mich gebe wie die das sonst von mir kannte.

00:32:47: Nämlich

00:32:47: an!

00:32:48: Ich

00:32:49: kann es gar nicht genau

00:32:49: sagen.".

00:32:50: In dem Stadium warst ihr da noch möglich einen, ich nenn's mal üblichen Alltag zu führen?

00:32:56: Das ist immer schwieriger geworden.

00:33:00: Ich hab ja teilweise halbe Nächte durchgemacht und bin morgens in den Stadtrundfahrtenbus eingestiegen, habe das Mikro in die Hand genommen ... Und meine Runde abgespult, sag ich mal so!

00:33:17: Und hab das auch immer noch ganz gut gemacht.

00:33:20: Aber ich hab dann in den Nächten dann auch Alkohol dazu getrunken

00:33:25: usw.,

00:33:27: Die Droge konsumiert.

00:33:30: Und das hat sich natürlich schon bemerkbar gemacht und das haben auch Mitarbeiter da bemerkt.

00:33:37: Deine Zuverlässigkeit, hat die darunter gelitten?

00:33:40: Ja auch!

00:33:41: Das war der Grund warum ich sozusagen die Arbeit oder wenn man so will die Aufträge, die ich sonst immer bekommen habe dann irgendwann nicht mehr bekommen habe.

00:33:53: denn irgendwann war es so, dass ich mal irgendwann dann müde war in der Nacht und mich hingelegt habe.

00:34:02: Und dann verschlafen hab' und da saßen sechzig Leute im Bus und ich war nicht da.

00:34:09: Dann hat man mir gesagt wäre ich da wir könnte jetzt leider nicht mehr buchen und das hab ich auch völlig verstanden.

00:34:20: Damit hatte sich das jemals Statrundfahrten oder Touristenführer zunächst erledigt.

00:34:26: Du warst ja auch selbstständig in dieser Zeit?

00:34:28: Genau.

00:34:28: Damit sind deine Einnahmen, wenn du nicht noch andere hattest letztendlich weggebrochen.

00:34:34: War der Anfang vom Ende für dich?

00:34:36: Ja, das kann man so sagen.

00:34:39: Also weil es eigentlich als ... Also es blieb nur noch der Absturz im Grunde genommen und der sehenden Auge ist auch gekommen.

00:34:52: Das heißt, du konntest dich... Konntest Du Dich denn arbeitslos melden?

00:34:56: Hast Du denn Unterstützung bekommen vom Amt?

00:34:59: Ja das konnte ich habe ich auch getan Und ähm ja aber der Absturt ging dann rapide.

00:35:12: Magst Du das uns näher beschreiben?

00:35:15: Naja, es ging dann so dass ich jetzt plötzlich von immer Geld was vorher verfügbar war eigentlich keinem Geld mehr verfügba.

00:35:26: Und ich hatte diesen Kulturverein, wo ich öfters war.

00:35:29: Da kam abends immer ein von dem auch offensichtlich war, dass er drogenabhängig war und der hatte Hins- und Kunstzeitung verkauft und hat da immer seinen Feierabend gemacht und sein Geld gezählt.

00:35:41: Der waren guter Verkäufer und konnte das gut und war ein sympathischer Kerl.

00:35:46: Wir haben dann öfter noch mit dem Schach gespielt dort.

00:35:50: Den habe ich dann näher kennengelernt.

00:35:55: Der hat mir dann vermittelt, dass man wenn man das klug macht mit Zins und Kunst tatsächlich auch Geld verdienen kann was man als solches bezeichnen kann.

00:36:05: Es gibt nicht viele die damit also sagen wir mal Geld verdient so dass man das auch als solches bezeichnenden kann.

00:36:13: aber es ist möglich und er hat mir das gezeigt wie das geht und ich habe dann tatsächlich angefangen das zu machen.

00:36:21: Und man verdient kein Geld aus meiner Sicht, wenn man sich hinstellt und die Zeitung hinhält.

00:36:30: Aber ich war ein so genannter Gastronomieverkäufer.

00:36:33: Ich hab mich dann dazu entschlossen durch Kneipen-Bars Restaurants zu gehen mit den Leuten zu reden eine Art Runde zu drehen und zwanzig, dreißig Kneippen und Restaurants abzuklappern jede kurz rein vorgestellt und auf diese Art und Weise konnte man tatsächlich kein schlechtes Geld damit verdienen.

00:36:55: Und das war dann meine Ersatzlösung sozusagen und mir war natürlich klar, dass mein Status ganz enorm gesunken ist mit diesem Abspieg.

00:37:16: Aber ich konnte schon nicht mehr raus.

00:37:18: Ich war schon gefangen in dieser starken Abhängigkeitserkrankung, die meine Prioritäten so setzen ließen, dass ich nur noch diesen Weg gesehen habe und eigentlich nichts mehr als Ausweg gefunden

00:37:37: hab.".

00:37:38: Das heißt mit dem Verkauf hast du deine Drogen dir finanziert?

00:37:41: Genau!

00:37:42: Okay wie lange hast Du das gemacht?

00:37:44: Das hab ich sehr lange gemacht.

00:37:47: Das habe ich beinahe zwanzig Jahre gemacht.

00:37:54: Krass!

00:37:54: Hast du dann auch die Droge gewechselt oder sind weitere dazu gekommen in diesem Zeitraum?

00:37:59: Ja,

00:37:59: es sind nach fünf Jahren, wo ich dann quasi auf der tiefsten Hamburger Drogenschene-Form Drop In gelandet bin... inzwischen die Wohnung verloren, mal da und da übernachtet bei Bekannten oder dann doch mal eine Wohnung gehabt für zwei drei Jahre wieder usw.

00:38:23: Und dann war man schon so weit unten.

00:38:31: Steincooks von dem Kreck sozusagen ist teilweise schlechter geworden und das war nicht mehr so schön.

00:38:38: Und dann hat man um sich herum die ganzen Heroiden-Leute kennengelernt, die alle ganz entspannt waren und friedlich und schön.

00:38:49: Dann hat man das probiert zum Runterkommen wie wir es damals genannt haben.

00:38:55: Und Heroin ohne das jetzt schön reden zu wollen... ist aber schon vom Gefühl eine sehr schöne Droge, wenn man das jetzt so sagen darf.

00:39:09: Man fühlt sich sehr geborgen und alle Probleme sind plötzlich weg.

00:39:13: Es war eine sehr friedliche blumenhafte Droge.

00:39:18: also man kann Zimperlein haben und wenn man Heroin konsumiert dann ist alles schön erstmal.

00:39:23: Und das war verlockend!

00:39:26: Und da bin ich dann auf diesem Weg noch heroinabhängig geworden.

00:39:32: Heroin, wenn ich mich richtig entsinne machte ich ja eigentlich sofort mit dem ersten Schuss abhängig?

00:39:38: Ja also Schuss und Rauchen ist... Man kann Heroin drücken, also beziehungsweise intravenös konsumieren oder auch inhalieren durch eine Pfeife.

00:39:49: Und ich habe ausschließlich inhaliert weil ich schon als Kind eine Spritzenphobie hatte und wollte das nicht.

00:39:56: Ich fand es immer ekelig und finde bis heute noch ekelig.

00:40:00: Mir wollte das nie... So eine Hemmschwelle, die ich irgendwie Gott sei Dank aus heutiger Sicht auch nie überschreiten konnte und nicht überschreiten wollte.

00:40:12: Ähm ... so mit einer Spritze im Arm ... Nee, das wollte ich nicht!

00:40:19: Und das hab' ich ja auch nicht.

00:40:21: Aber abhängig macht es natürlich genauso.

00:40:25: Auch wenn man das raucht wird man auch irgendwann davon körperlich abhängigt.

00:40:30: Das wurde ich dann auch.

00:40:31: Es hat zwar ne Weile gedauert bis sozusagen diese körperlichen Entzugserscheinungen so präsent waren.

00:40:39: Also, man kann da... Ich hatte das eine ganze Zeit lang so konsumiert mal nicht konsummiert und war noch keine Entzugs- erscheinung so zu gespürt.

00:40:50: wenn ich das nicht hatte.

00:40:51: Dann habe ich gedacht es wäre komisch bei mir die haben ja entzugs Erscheinungen und ich nicht usw.

00:40:56: Das kommt aber irgendwann.

00:40:58: Und irgendwann kam's auch.

00:40:59: Es hat allerdings schon lange gedauert.

00:41:01: Das war bestimmt ein Zeitraum von eineinhalb Jahren oder so, wo ich dann merkte.

00:41:06: Oha!

00:41:07: Jetzt hast du es nicht genommen zwei Tage und jetzt hasse plötzlich Rücken.

00:41:12: Wie lange oder wie häufig hast Du das denn genommen?

00:41:15: Heroin neben dem Crack?

00:41:18: Anfangs noch seltener als es dazu kamen hin- und wieder zum Runterkommen.

00:41:27: Das wurde sozusagen als die körperliche Abhängigkeit, also als sie entzugserscheinen.

00:41:33: Als das so einsetzte ... Ja da kümmern man sich drum, dass man das kriegt.

00:41:38: Da will man das.

00:41:39: Das heißt also, ja so täglich können wir uns das vorstellen?

00:41:43: Dann täglich, ja!

00:41:44: Wie alt warst du zu dem Zeitpunkt?

00:41:47: Zu dem Zeitung war ich so Mitte dreißig.

00:41:54: Du hattest dir eigentlich abstand zum Billard genommen mit dem Gedanken, eine Welt neben dem Billiard aufbauen möchtest, mit Menschen die nichts damit zu tun haben und du wolltest dir ein Leben aufbauten, mit denen du Gemeinschaft teilen kannst, Freude teilen kannst.

00:42:11: Und jetzt stelle ich mir die Frage mit Mitte dreißig hast du dir dein Leben da so vorgestellt?

00:42:18: Absolut nicht!

00:42:21: Ich habe natürlich gewusst... ...ich stört sie ab und befinde mich in einer.

00:42:29: Ich hätte den Traum nicht damit gerechnet, dass ich so ... so ein Leben führen werde.

00:42:36: Und das stand auch überhaupt nicht irgendwie in meiner Planung.

00:42:40: Aber es ist so passiert und ich konnte's nicht mehr verhindern!

00:42:43: Und ähm... ich wusste hier ist alles schief gelaufen.

00:42:48: Konntest du das in diesem Alter reflektieren?

00:42:50: Ja,

00:42:51: das konnt' ich.

00:42:52: Wie ging es dir emotional damit?

00:42:55: Schlecht.

00:42:55: Schlech- Also ... man isst natürlich Also diese Wahrnehmung, wie es einem selber geht und sich kümmern um sie selbst wird ja durch die Drogenkrankheit auch vernachlässigt.

00:43:16: Auch die Gedanken darum werden vernachlässig.

00:43:20: Und so ist das ein bisschen als einen Teufelskreis zu erklären der sich um sich selbst dreht.

00:43:27: denn diese Gedanken dass man eigentlich nicht ganz unten und sich im Tiefpunkt seines Lebens befindet, verdrängt die Droge.

00:43:46: Mit den Konsumieren der Drogen verdrängt sich auch dieses Gefühl, dass man spürt und weiß, ich bin jetzt ganz unten angekommen.

00:44:04: Aber die Droge löst natürlich auch ein Gefühl, einen Reiz aus.

00:44:08: Es ist ja nicht umsonst eine abhängigkeitsmachende Droge und so verschwimmen diese Gedanken, die sich dann im Drogenrausch verlieren.

00:44:22: So möchte ich das vielleicht mal ansatzweise beschreiben.

00:44:25: Ich weiß gar nicht ob ich das klar genug machen kann was ich damit meine aber vielleicht ist es ansatzsweise dass so wie es zu verstehen ist

00:44:34: Du warst jetzt am Tiefpunkt angekommen, du warst obdachlos und hattest mir aber im Vorgespräch erzählt dass du auch mehrfach im Haft warst.

00:44:44: Wie kam das?

00:44:46: Ja, das kommt einfach so weil um die Zeitung zu verkaufen muss man von A nach B fahren mit der S-Bahn und man kauft sich keine Fahrkarte als droger kranker Mensch.

00:44:58: Das macht man einfach nicht irgendwie.

00:45:02: Und so bin ich chronischer Schwarzfahrer geworden und fichfach mal erwischt worden.

00:45:10: Und irgendwann bekommt man dafür eine Geldstrafe, wenn man diese Geldstrafen nicht bezahlt dann muss man die Ersatzweise im Gefängnis absitzen an Drop-In.

00:45:24: da wo ich mich aufgehalten habe in Hamburg Der Drogenszene ist eine Drogenberatestelle, wo es Konsumräume gibt oder Sozialarbeiter gibt und so weiter.

00:45:33: Wo die Szene trifft?

00:45:34: im Grunde genommen der Ort, wo ich gelandet bin für den häufig Polizeikontrollen statt.

00:45:40: Man kommt in eine Polizeikonrolle und dann schauen sie nach ob da irgendwas ist.

00:45:48: Und dann sagen die am Jahr, Sie müssen ja eine Geldstrafe bezahlen hier, fünfhundert bitte schön, zahnt immer!

00:45:53: Wenn man die gerade nicht in der Tasche hat, dann nehmen die ein mit und sperren einen ein.

00:45:56: Und was mir passiert.

00:46:01: Ja, dann ist man drei Monate vielleicht im Gefängnis, hat diese Ersatzfreiheit strafig ablösen, kommt wieder raus und das Leben geht von vorne weiter.

00:46:09: Hattest du in dieser Zeit im Gefägnis Weiteln konsumiert?

00:46:13: Hatteste Zugang zur Drohung?

00:46:15: Im Gefängnis wird ja erst mal abgeprüft, ob man überhaupt ein süchtiger Mensch ist.

00:46:21: Diese Angabe macht man aber natürlich um die Ersat ... Droge Methadone zu bekommen, damit man nicht einen fürchterlichen Entsuch im Gefängnis durchmachen muss.

00:46:31: Und das bekommt man auch.

00:46:32: Man weist also einmal nach ... dass man Heroinimorinen hat.

00:46:37: Das wird einmal sozusagen nachgeschaut ganz am Anfang und dann sehen die ja okay dieser Mann ist heroinerpenglich und dann bekommt man eine Dosis Methadon, dass man diese Entzugserscheinung nicht hat genau und wird dann so eingestellt.

00:46:55: Mir ist das mit diesen Geldstrafen jahrelang mehrfach passiert.

00:47:00: Und für eines Tages war es so, dass ich erneut in eine Kontrolle gekommen bin und der Polizist gesagt hat ... Ja hallo?

00:47:08: Es ist wieder was da!

00:47:11: Ich hab gefragt ja wie viel Geld ist denn diesmal?

00:47:13: Nee, kein Geld, diesmal ist ne Haftstrafe.

00:47:17: Das bedeutet, ich hatte nicht mehr die Möglichkeit vorher irgendwie Geld zu bezahlen und nicht irgendwie auszulösen oder so was, sondern das war jetzt eine Haftstrafe.

00:47:31: Und die betrug ein Jahr wegen ...

00:47:36: Das ist schon ne ganz lange Zeit!

00:47:40: Zumindest wenn ich mich richtig entsinne, es ist ja auch möglich.

00:47:44: Wenn du Methadonen bekommst gibt es durchaus viele Menschen die trotz allem dem Jahr rückfällig werden und dann wieder zur Heroin greifen.

00:47:52: War das bei dir der Fall während deiner Haftstrafe?

00:47:55: Oder warst Du ausschließlich auf Methadon?

00:47:59: Methadone war ich ja nur im Gefängnis.

00:48:01: Genau!

00:48:02: Und ich rede auch von der Haftstrafe.

00:48:04: Während der HaFT-Straf hast Du dort ausschliesslich Methadons konsumiert oder auch weitere Drogen?

00:48:09: hattest du Zugang zu Drogen?

00:48:10: Ich hätte Zugang zu Drogen gehabt.

00:48:13: Teilweise im Gefängnis gibt es auch Drogen, aber da muss man die finanziellen Mittel haben und so weiter ... Und die hatte ich nicht so.

00:48:26: Man kann sich Tabletten verschreiben lassen, damit wird auch ein bisschen hin- und hergedieelt im Gefägnis.

00:48:35: Schöne spezielle Schlaf-Tabletten, die man auch verkaufen kann im Gefängnis und so weiter.

00:48:43: Aber an so viele andere Sachen bin ich irgendwie im Gefägendes nicht gekommen.

00:48:48: Und Methadone war nie mein Ding zu dieser Zeit.

00:48:54: Ich hätte auch draußen von Sozialarbeitern den Hinweis bekommen, dass sich in ein Methadon-Programm draußen gehen kann.

00:49:05: Das wollte ich aber nie.

00:49:07: Und es war irgendwie nicht mein ... nie mein Ding, irgendwie meine Sache und ich wollte dieses Metadon eigentlich immer schnell loswerden oder?

00:49:17: Warum?

00:49:18: Ja weil mir das ... weil mir dass irgendwie ... das waren nicht was sich irgendwie angestrebt hat.

00:49:29: Das, was Methadon macht aus meiner Sicht, was es mit meinem Körper oder mit meinem Empfinden gemacht hat war das, dass es betäubt.

00:49:42: Ja die Erscheinungen sind nicht da zwar aber Methadonen macht sehr träge körperlich und geistig Träge und müde und das wollte ich nicht.

00:49:59: Und deswegen war so ein Metadom-Programm außerhalb für mich.

00:50:06: Ich hab das mal probiert und gleich wieder aufgehört, weil ich hab irgendwie gedacht, nein, nein ... Das ist es nicht!

00:50:12: Dann kommt noch dazu, dass sich meistens relativ schnell Geld verdient haben, um zu sagen, wann man mit Heroin meine Entzugserscheinungen wegbekommt als ich jetzt Zeit benötigt hätte, zur Metadonausgabestelle zu fahren und mich da in die Schlange zu stellen.

00:50:34: Dann darauf zu warten bis ich dran bin und dann wieder zurückzufahren.

00:50:38: Diese ganze Zeit, die das gebraucht hat... In der Zeit habe ich schon so viel verdient um mir Heroin zu kaufen.

00:50:45: Jetzt musst du ja sagen dass Heroin auch doch müde und träge macht.

00:50:49: oder sehe ich das falsch?

00:50:52: Auf eine andere Art.

00:50:54: Also Heroin, das Original nenne ich sozusagen dann für mich war es das Original und Metalon die Schummepackung oder wie auch immer oder die Ersatzsache.

00:51:08: Heroin ist halt wirklich macht nicht so müde.

00:51:12: also ich bin davon nicht müde geworden Und wirkt auch bei jedem etwas unterschiedlich so.

00:51:20: der eine wird vielleicht etwas aber Mühde wird man eigentlich nicht.

00:51:25: Also wenn ich jetzt überlege, wie viele Leute da müde geworden sind bei einer Überdosis natürlich so oder bei einer sehr, sehr hohen Dosis dann schlafen die Leute schon rein aber sie sind auch relativ schnell wieder fit und bei mir war es eigentlich so dass ich es so dosiert geraucht habe das ich jetzt also da Zeitung verkauft hab danach und jetzt nicht direkt müde war.

00:51:50: Metadon macht sehr, sehr Träge und sehr Daumen und Schlappen.

00:51:56: Hattest du nicht das Gefühl, dass metadone eine Möglichkeit gewesen wäre um dein Leben zurück zu gewinnen?

00:52:03: Nee, das Gefühl hatte ich nicht irgendwie.

00:52:09: Ich möchte diese ... dieses metadonen möchte ich nicht schlechtreden.

00:52:14: Das ist sicherlich für viele Menschen ein guter Weg, einen Schritt aus der Sucht herauszumachen.

00:52:24: Aber für mich ist es immer noch ein Gift, was man dem Körper absichtlich zuführt, wo aber sozusagen die gewünschte Wirkung nicht dabei ist.

00:52:37: Es ist auch ein Gift das den Körper schadet und so gesehen wollte ich dann lieber das Original als sozusagen diese Ersatzsache, die mir eine Wirkung macht, die ungewünscht ist, Und deswegen war das für mich nichts.

00:52:57: Aber ich spreche ja nicht für alle Menschen, dass es für andere Menschen mag eine andere Entscheidung richtig sein.

00:53:02: Für mich war die Entscheidung dagegen meine Entscheidung.

00:53:09: Hast du dich in der Zeit von dieser einjährigen Haftstrafe, hast du dich damals reflektiert und überlegt Mensch, du hast jetzt ein stolzes Alter erreicht?

00:53:22: Wolltest du so wirklich weitermachen?

00:53:24: Hast Du darüber mal nachgedacht?

00:53:25: Genau der Punkt ist gekommen.

00:53:28: Der Punkt ist tatsächlich gekommen in dieser Zeit und in meiner Erinnerung ist noch sehr stark präsent eine spezielle Nacht, in der ich voller Gedanken war und die ganze Nacht gegrübelt hat vielleicht sage ich noch dazu zu dieser Zeit schon körperlich clean war.

00:53:54: Ich habe mich nämlich während dieser einjährigen Haftzeit im Gefängnis, weil ich Methadone nicht mag freiwillig vom Methadon abdosieren lassen.

00:54:03: Kannst du uns diesen Vorgang erklären wie das funktioniert mit diesem Abdosieren?

00:54:08: Ja

00:54:08: man geht ja normalerweise morgens wird man rausgerufen die Methadonen heute jetzt zum Arzt.

00:54:14: Und dann geht man über einen Platz und geht zusammen kleinen Ärztehäuschen, was da installiert ist im Gefängnis.

00:54:24: Da ist so ein Warteraum wo man sich mit allen Leuten hinsetzt.

00:54:27: Dann wird man nacheinander reingerufen und jeder bekommt einen Schluck mit der Donen.

00:54:34: Dann werden alle wieder zurück in ihre Zellen, in ihre Abteilungen geführt.

00:54:40: So bekommt man das Methadon.

00:54:42: Ich hab aber auch die Möglichkeit jetzt zu dem Arzt, der da die Beaufsichtung darüber macht, zu sagen ... Wissen Sie was?

00:54:52: Ich möchte gerne runter vom Methadone.

00:54:53: Ich möchte mich gerne abzusehen lassen und damit sind sie natürlich einverstanden.

00:54:58: Sie sind ja im Grunde froh über jemanden, der freiwillig die Einsicht hat, sich davon zu lösen.

00:55:06: Es machen nicht viel.

00:55:09: Ich weiß ja, außer mir hat das zu dem Zeitpunkt keiner gemacht.

00:55:13: Das heißt also du bekommst sukzessiv immer weniger Methadonen?

00:55:16: Genau!

00:55:18: Das wird abgesprochen und man bespricht das natürlich mit den Märzern weil es auch ein bisschen gefährlich ist.

00:55:23: Man darf das nicht zu schnell machen.

00:55:25: Das kann gefährlich werden.

00:55:28: Man muss doch schon behutsam sein.

00:55:29: der Arzt hat auch zu mir gesagt wir können auch zwischendurch stoppen.

00:55:34: Das heißt, ich kann immer drei Milligramm runtergehen von Tag zu Tag.

00:55:39: Und dann könnte ich auch irgendwann stoppen und irgendwann wieder anfangen, wenn ich das möchte oder da stehenbleiben, wenn die sagen, es geht nicht mehr.

00:55:46: Ich halte es nicht aus.

00:55:48: Die Schmerzen sind so groß und so.

00:55:49: Ähm ... Ich hab mich aber dazu entschlossen, da einen Schnittzimmer und mich abzusieren zu lassen und hab das komplett in einem Rutsch gemacht.

00:56:00: Es dauert dreißig Tage oder sowas?

00:56:03: Und dann hat man natürlich in der Zeit Entzugterscheinung körperlich, da muss man hart sein.

00:56:13: Da muss man ein bisschen hart zu sich selber sein und muss das irgendwie überstehen.

00:56:20: Dazu hatte ich aber diesen Willen.

00:56:22: Irgendwann kam dann der Moment wo ich wieder angefangen habe bei meinen Leben nachzudenken, zu reflektieren und über meine Vergangenheit nachzdenken.

00:56:34: Das war einige Wochen vor meinem fünftigsten Geburtstag.

00:56:38: Ich hab mich dann noch erinnert, wie ich als Mitte dreißigjähriger mit dem Bekannten davor am Drop gestanden habe und gesagt haben, mit fünfzig möchte ich hier aber nicht mehr stehen wo wir da einen anderen Fünfzig-Jährigen gesehen haben.

00:56:51: Und jetzt war ich selber kurz vor fünfzig und hab nochmal in dieser ein wirklich denkwürdigen Nacht So viel gegrübelt über mein Leben, wir sind so viele Erinnerungen durch den Kopf gegangen.

00:57:09: Über meine tollen Billiarderfolge, über meinen Job, über meine rezifierten Gedichte, über mein künstlerisches Billiardenleben, meine Erfolger als Billiardspieler... Ich habe drei Turniere mit über hundert- und zwanzig Teilnehmern gewonnen in München Bremerhaven Osnabrück Super erfolge gefeiert.

00:57:33: Bin für mein Spiel bewundert worden, hatte Zuschauer in finales und habe gegen Weltklasse-Billiardspieler immer neben spielen dürfen auch im Finale in Kiel gegen den Top-Spieler Francisco Bustamante der später nach Amerika gegangen ist und Nummer eins der Weltrangliste geworden ist von dem es viele Videos im Internet gibt.

00:57:55: ich hab mit Efren Reis spielen dürfen.

00:58:00: Tolles erreicht.

00:58:01: Ich habe viermal zweite Bundesliga gespielt, einmal erste Bundesliga.

00:58:07: Ich hab nette Freunde gehabt und ich hab tolle Leute kennengelernt.

00:58:13: Und das alles ging mir durch den Kopf und dann habe ich wirklich vom tiefsten Inneren in mich geschaut.

00:58:26: Mach's jetzt eins.

00:58:27: Du bist hier in dieser Nacht mit dir ganz alleine und du hast jetzt nur ... Du kannst nicht raus, du kannst nichts tun aber du hast eine Möglichkeit.

00:58:38: Eine Möglichkeit die dir auch ein bisschen ein Gefühl von Freiheit bringt.

00:58:46: Du hast die Möglichkeit eine Entscheidung zu treffen!

00:58:49: Du bist entscheidungsfrei.

00:58:50: Eine Entscheidung kann dir ... Man kann dich einsperren aber man kann deine Entscheidung nicht nehmen.

00:58:56: Das war auch wieder ein bisschen ein Gefühl von Freiheit.

00:59:00: Und ich habe gesagt, du trist jetzt in dieser Einsamkeit, in dieser einsamen Zelle in einer dunklen Nacht die Entscheidung für dein Leben clean zu leben und clean zu bleiben.

00:59:15: Die Entscheidung stand für mich in dieser Nacht fest.

00:59:19: Ganz fest!

00:59:20: Weil sie ganz tief aus mir heraus von ganz innen kamen Und ich bin am nächsten Morgen das allererste, was ich gemacht hab.

00:59:29: Ich habe die Tür aufgerissen und da konnte man andere Zellen ... Also dieser Gang wird so aufgestoßen.

00:59:35: Man kann andere Zällen dann besuchen und andere so.

00:59:38: Und ich kannte ja einige, weil da waren mehrere aus der Drogenszene.

00:59:42: Und zu einem, den ich kante in die Zelle gerannt und hab gesagt, du, ich werd jetzt klinik!

00:59:50: Der hat mich natürlich ausgelacht und ich wusste, dass er mich auslacht.

00:59:54: Ja, ja.

00:59:54: Er glaubt mich nicht.

00:59:57: Ah, du!

00:59:58: Und er hat mich ausgelacht und ich wusste es.

01:00:01: Ich hab zu ihm aber gesagt ... Ja's wird aber so kommen.

01:00:06: Das ist jetzt ... das war sechs Jahre her.

01:00:12: Und ich hab's eingehalten.

01:00:13: Dirk, wann hast du dich da dann das erste Mal wieder frei gefühlt?

01:00:19: Das hat noch gedauert.

01:00:21: Aber dieses ... an mich selber gelaufen, an meine eigene Willenskraft zu glauben.

01:00:33: Ich wusste natürlich dass es viele Menschen gibt die das versuchen und die rückfällig werden und das ist kein einfacher Weg ist.

01:00:42: ich wusste dir du gehst jetzt einen Weg der steinig ist?

01:00:48: Der hart ist der wahrscheinlich mit Zweifel Unsicherheiten nur so gesehen sein wird, aber ich werde diesen Weg gehen.

01:01:00: Und das habe ich mir ganz fest vorgenommen und an meinen Willen und an meine Entschlossenheit geglaubt und an mich selber als Person geglaubт.

01:01:11: Ich habe begonnen diesem Weg zu gehen.

01:01:15: Ich glaube auch, dass meine Erfolge als Billiardspieler auch mit dieser ureigensten Willenskraft zu tun haben.

01:01:29: Denn man muss auch als Sportler, wenn er erfolgreich sein will, diszipliniert und willensstark sein.

01:01:37: Man kann gut werden, gut erreichen mit Talent aber man muss schon sehr hart an sich arbeiten um wirklich die so nach ganz nach oben zu kommen und konstant oben mitzuspielen, das bedarf schon viel Disziplin und den Willen an sich selber zu arbeiten.

01:01:58: Den Willen sich ständig zu verbessern, den Wille an sich zu arbeiten.

01:02:02: und diese Fähigkeit die wollte ich nun benutzen um mir mein Leben wieder zurückzuerobern.

01:02:11: Du hattest ja diese einjährige Haftstrafe und wenn man entlassen wird, dann kommt man meistens zurück in das Umfeld, in dem man vorher war.

01:02:19: Wie hast du das denn gemacht?

01:02:22: Hast du die Unterstützung geholt beim Clean bleiben oder wie war es?

01:02:26: Ja genau da kenne ich Anklips und zwar... Dazu hatte ich anfangs noch keinen konkreten Plan.

01:02:33: Ich wusste ja, das wird nicht einfach ... Ich hab keine Wohnung und es gibt sehr viel, worum ich mich kümmern muss.

01:02:41: Und ich muss sehr stark sein um das alles irgendwie zu bewältigen was mir dann bevor steht.

01:02:47: Das war mir klar!

01:02:50: Es gibt Sozialarbeiter auch von Drogeneinrichtungen die ins Gefängnis kommen mit Insassen reden auch sozusagen als Drogensachbearbeiter Begleitung, wenn man so will.

01:03:05: Und es gab eine, die mich schon von draußen kannte, die mal beim Trompeting gearbeitet habe und die auch ins Gefängnis kamen und mit mir in der ich mich gut verstanden hat.

01:03:17: Man kann dann so Anträge schreiben das man mit der Person sprechen möchte und ich hab dann einen Antrag geschrieben mit der Sprechen zu wollen auch einfach, weil ich mich gerne mit anderen Menschen unterhalten wollte und habe mich dann mit der unterhalten.

01:03:31: Und auch über meinen Wunschklinen zu bleiben und über meine Entschlossenheit ziehen zu bleiben.

01:03:37: Die offerierte mir das Angebot ob ich jetzt irgendwie eine Therapie machen möchte.

01:03:44: Dann bin ich nochmal in mich gegangen hat man im Gefängnis einen großen Freiheitsdrang und auf einer Therapie darf man ja auch nicht raus.

01:03:55: Da ist man ja jetzt auch noch mal quasi eingesperrt, das ist jetzt das falsche Volte aber man darf ja auch nichts raus.

01:04:01: Man ist auch sozusagen eingeschränkt in seinem Freiheitsumfeld.

01:04:06: Und dann habe ich aber gedacht dir du hast so viel Zeit deines Lebens ins Sand gesetzt Jetzt kommt es auf einem halben bis jahr wirklich auch nicht mehr an.

01:04:16: und jetzt einmal hier auch noch eine Therapie.

01:04:18: Und dann wurde das so organisiert, dass sogar die Haftzeit etwas verkürzt worden ist.

01:04:24: Dadurch, dass sie mich entschlossen hatte eine Therapie zu machen, durfte ich schon nach neun Monaten das Gefängnis verlassen.

01:04:31: Allerdings mit der Auflage, dass ich direkt vom Gefängnissen auf die Therapiefahre.

01:04:34: und genau das habe ich gemacht.

01:04:36: Ich bin direkt mit einem Transporter von einem Mitarbeiter der Therapieeinrichtung Fachklinik Süder-Gellersen bei Lüneburg Das war die Therapie, bei der ich mich angemeldet hab bin ich abgeholt worden von einem Mitarbeiter und bin direkt aus dem Gefängnis, direkt auf die Therapie gefahren.

01:04:58: Und hab dann direkt im Anschluss daran Therapien gemacht, die ich auch durchgezogen

01:05:02: habe.".

01:05:02: Wie war der Prozess der Therapie für dich?

01:05:04: Hat das dir geholfen?

01:05:06: Ich hatte tatsächlich zehn Jahre vorher mal eine Therapie gemacht schwer enttäuscht und habe da auch abgebrochen, war mit dem ganzen Umfeld und der konzeptionellen Umsetzung dieser Therapie ein Richtung nicht einverstanden.

01:05:24: Und hab diese Bedenken zu Anfang auch direkt in Södergelassen geäußert, dass ich da eine schlechte Erfahrung hatte und dass ich hoffe das es da nicht wieder so wird wurde aber nicht und war ganz anders.

01:05:38: Der Therapie war um ein Vielfaches besser organisiert als die andere mit viel mehr Unterstützung, mit vielmehr qualifizierten Mitarbeitern, die da tätig waren und für so viele Menschen sozusagen zuständig waren.

01:05:56: Es gab nebenbei Angebote.

01:06:01: Es ist zwar kleiner familiärer, aber die Atmosphäre war viel besser.

01:06:05: Es gab ein Billiard-Tisch sogar.

01:06:11: Das war auch ein Grund, warum ich mir diese Therapie ausgesucht habe und da gab es einen Koch sogar der Billiardspieler war und er mir dann erstmal einen Billiartkirgelin hat damit ich ordentlich spielen kann.

01:06:28: Also, da habe ich als sehr gute und schöne Erfahrung mitgenommen.

01:06:32: Und auch bis heute in Erinnerung.

01:06:34: Und grüße die Mitarbeiter an dieser Stelle gerne!

01:06:39: Das war eine gute Zeit, die mir gut getan hat.

01:06:41: Wie lange warst du dort?

01:06:43: Ohne halbis Jahre.

01:06:44: Okay... Nach dem halben Jahr hattest Du dann schon ne feste Unterkunft durch die Unterstützung.

01:06:50: oder wie war der Prozess für Dich zurück in die Gesellschaft?

01:06:54: Hat noch gedauert, ging nicht ganz so schnell.

01:06:57: Ich bin dann erst mal zurück nach Hamburg gegangen, nach der Therapie in eine sogenannte Adaption.

01:07:04: Das nennt sich das so eine Art Nachtherapie-Geschichte und von der Adaption bin ich dann in einer NWG außen WG von aber auch ehemals Drogensüchtigen gekommen wo ich dann die alle eine Therapie gemacht haben und diese Adoptionen gemacht haben.

01:07:27: Da bin ich dann zunächst hingekommen und dann habe ich mit Unterstützung eines Wohnprojekts in Hamburg mich auf der Suche nach einer Wohnung gemacht.

01:07:37: Und bin dann schlussendlich zu einem Wohnungsprojekt vermittelt worden, die so ein Konzept haben, die gemeinsam eine Wohnung suchen mit mir.

01:07:50: Wenn ich dann den Mietvertrag mit mir mache... Da hab ich den Mietvertrag nicht direkt bei dem Wohnungseigentümer, sondern sozusagen bei diesem Wohnungsprojekt.

01:08:05: Wenn das ein Jahr lang gut geht, dann empfehlen die, dass sich den Mietenvertrag direkt vom Vermieter übernehmen kann und das ist hier in dieser Wohnung passiert.

01:08:16: Das Jahr ist schon um und es ist alles gut gegangen.

01:08:20: Ich habe den Miedvertrag übernommen.

01:08:23: Ich bin jetzt hier sehr glücklich in den Zerwohnungen in Hamburg angekommen.

01:08:31: Jetzt auch schon seit einer ganzen Weile und bin darüber sehr

01:08:37: froh.".

01:08:38: Jetzt kann ich mir vorstellen, dass in diesen sechs Jahren, in denen du den Weg zurück ins Leben gesucht hast natürlich auch immer mal wieder Schwierigkeiten hast – die musst du ja meistern!

01:08:49: Und da kann das Gesucht verlangen… nochmal stärker werden.

01:08:53: Wie bist du mit diesen schwierigen Momenten umgegangen?

01:08:57: Ja, dieses sozusagen dieser Suchtdruck nennen wir das.

01:09:05: Der taucht in der Anfangsfarbisch schon hin und wieder mal auf aber ich hatte ja so zu sagen dadurch dass sich im Gefängnis schon damit begonnen hat körperlich clean zu sein.

01:09:18: irgendwann werden diese Suchdrucksanfälle nicht das mal oder das springt ein so an.

01:09:25: Es kann dann auch etwas zwegern, vielleicht kennt man diesen Ausdruck und dann hat man plötzlich irgendwie Suchdruck.

01:09:34: durch eine Erinnerung kann das ausgelöst werden oder durch irgendetwas anderes Und das wird aber mit der Zeit immer selten da.

01:09:45: Aber es gibt vielleicht darf ich das noch sagen so andere Challenges die man irgendwie bewältigen muss.

01:09:54: Zum Beispiel muss man sich vorstellen, dass ich als etwas über fünfzigjähriger Mann in meine Stadt zurückkomme Hamburg lebe hier und habe keinen einzigen Freund nicht eine Person.

01:10:10: das heißt man muss sich überlegen wie man seinen Tag verbringt und man muss daran arbeiten sich einen neuen Freundeskreis zu suchen der nicht drogenabhängig ist.

01:10:19: und von dieser Aufgabe steht man plötzlich als erwachsener Mann.

01:10:25: Und das sind alles kleine Hürden und Aufgaben, die man stemmen muss und sich für einen Außenstehenden vielleicht gar nicht so schwierig anhören.

01:10:41: Das ist aber für jemanden der so lange soweit unten gelebt hat schon eine Herausforderung und schon eine Aufgabe, die angehen und bewusst bewältigen müssen.

01:10:52: Wie hast du die dann gemeistert?

01:10:54: Also was hat dich vorangetrieben, welcher Gedanke hat dich begleitet um zu sagen hey ich schaffe das.

01:11:01: Ich habe gedacht dass ich früher doch ein recht starker junger Mann war und dass sich diese gewisse Stärke und Urvertrauen in meine eigenen Fähigkeiten jetzt mal darauf nutzen kann Spierigkeiten zu bewältigen und zu überstehen.

01:11:31: Und ich habe fest daran geglaubt, dass sich das schaffe.

01:11:35: Ich hab gedacht, ich gebe mir auch ein bisschen Zeit dafür... Mich hat ja keiner gezwungen, das jetzt ganz schnell zu machen.

01:11:45: Ich habe mir vorgenommen, das alles step by step zu machen und genau das habe ich getan!

01:11:50: Ich habe einen Schritt nach dem nächsten der so anstand, der jetzt dran war, wo ich das gefühlt hatte.

01:11:58: Jetzt kannst du in den nächsten Schritt gehen und ich habe das eins nach dem anderen gemacht und bin in Berg raufgeklettert.

01:12:06: möchte ich irgendwie so vielleicht

01:12:08: formulieren."

01:12:09: Du hattest jetzt berichtet dass du während der Therapie das erste mal wieder bejaht gespielt hast?

01:12:16: Und das mit Abstand von über zehn Jahren teilweise ja... Ich glaube, fünfzehn Jahre.

01:12:21: Ja ja, fast zwanzig Jahre.

01:12:24: Wie hat sich das für dich angefühlt als du dann wieder deiner Leidenschaft folgen konntest?

01:12:33: Liebe zu dem Spiel habe ich irgendwie nie verloren aber es war doch so ein bisschen anders.

01:12:38: zunächst Aber Spiel an sich hat mir noch viel Freude gemacht und mich erinnere mich an eine Situation Wo sich der eine Therapeutsch wohl schon ein bisschen Sorgen offenkundig gemacht hat, weil er irgendwie gehört habe, dass ich da zwei, drei Stunden alleine Billiards spiele.

01:12:57: Und dann hab' ich gesagt, ja, es stimmt irgendwas nicht mit dir!

01:13:00: Es ist speziell zwei oder drei Stunden allein Billiard, was ist das?

01:13:03: Irgendwas stimmt da nichts

01:13:05: los?!

01:13:06: Das war ganz normal für mich.

01:13:08: Das muss ich dem erst mal klarmachen, dass mein Sportler war und dass das für mich ... absolut völlig selbstverständlich normales Tagesgeschäft war, mal zwei drei Stunden alleine zu trainieren.

01:13:21: Das ist für mich nichts Ungewöhnliches!

01:13:24: Ich weiß nicht ob er das verstanden hat aber es ist so... Es war für mich eine ganz normale Sache, zwei drei vier Stunden allein zu trainiert.

01:13:35: Eben weil ich den Sport so mag und weil ich es so liebe dann will ja etwas herauszufinden.

01:13:41: Als du zurück in Hamburg dann dich niedergelassen hast, wann hast du denn den Weg zum Billard gesucht?

01:13:50: Also mir war anfangs gar nicht klar ob ich das überhaupt machen soll.

01:13:55: Jetzt wieder irgendwie einsteigen ins Billard.

01:13:58: Ich hab auch gedacht es gibt ja viele Möglichkeiten.

01:14:03: aber dann hatte ich irgendwann eine ganz etwas verrückte Begebenheit.

01:14:10: nach dieser Die ganze Zeit des Untenweins hab ich mir eines Tages gesagt, jetzt gehst du mal Billard spielen in so ein altes Biederkaffee wo ich früher mal den Besitzer kannte.

01:14:23: Und bin dann dahin und habe mir da Kugeln geholt und hab mich mit dem Mann am Dresden unterhalten.

01:14:32: Das ist so witzig!

01:14:35: und hab dann so ein bisschen kurz über Billiard gesprochen.

01:14:39: Und hab dann beiläufig irgendwie gesagt, ja ich kannte ja mal den Sitzer hier... ...und er meinte dann, das bin ich doch!

01:14:46: Und ich sag da, Milly?

01:14:50: Ja wer bist du denn?

01:14:52: Der Grichter.

01:14:53: Er macht solche Augen und sagt, Du bist der Grichta und es ist mir eine Ehre dich in meinem Laden zu haben.

01:15:01: Und das zu hören diesen Satz zu hören nach so einer langen Zeit, wo man solange so tief unten war.

01:15:12: Plötzlich steht ein Billard-Kaffeebesitzer vor mir der sagt es ist mir eine Ehre die ich in meinem Laden zu haben war für mich ein ungeheuer schönes Erlebnis und dass mich dazu animiert hat da häufiger Billards spielen zu gehen Und der hat mich dann auch günstig da immer spielen lassen und so weiter.

01:15:36: Ich habe immer mehr Freude dran gefunden, bis ich irgendwann den Entschluss gefasst hab.

01:15:41: So jetzt könntest du eigentlich mal wieder in ein Verein eintreten... ...und dann habe ich gehört, dass noch ein alter Bekannter von mir, mit dem ich mich damals gut verstand, im Pinnenberg im Verein spielt!

01:15:52: Und dann bin ich auch dahin gegangen, hab dem wieder getroffen.

01:15:55: Der ist mittlerweile Präsident vom Norddeutschen Billiard-Verband.

01:15:58: Dann habe ich mit dem dort ein super Gespräch gehabt.

01:16:01: Dann hat er gesagt ... Nach diesen zwanzig Jahren, nachdem wir uns nicht gesehen haben, ich hab gehört du bist drogenabhängig weil das hatte sich natürlich in der Billiardszene rumgesprochen dass ich irgendwie da am Mahn aufgesehen worden bin und so weiter.

01:16:17: Und dann hab' ich gesagt, ja aber ich habe Therapie gemacht und bin sonst so viel in den Bereich drei Jahre clean, glaub mich, bin dreijahre clean und will wieder Milie einspielen!

01:16:26: Und dann hat er gesagt, herzlichen Willkommen!

01:16:30: Dann bin ich da in den Verein eingetreten, hab' inzwischen eine Mannschaft gegründet mit der ich jetzt gerade in die Oberliga aufgestiegen bin letzten Sonntag also Sonntags vor einer Woche genau... Und mit einer neu gegründeten Mannschaft, die sie so zusammengefunden hat.

01:16:49: Diese Saison hat super viel Spaß gemacht!

01:16:52: Ich habe tolle Leute in der Mannschaft mit mir und es hat super Viel Spaß gemacht.

01:17:00: Wir sind zusammen nach Lüneburg gefahren, nach Schwerin und um die Dörfer.

01:17:05: sozusagen hatten unsere Heimspiele in Pindeberg Und ich bin zweiter in der Rangliste von über siebenvierzig oder über fünfzig Spielern in der Verbandsliga und habe die Saison jetzt als Ranglisten zweiter abgeschlossen.

01:17:22: Oder werde ich wohl, es sind noch zwei Spieltage aber unsere Mannschaft ist trotzdem schon aufgestiegen.

01:17:26: Ich hab eine Bilanz davon, achtzehn zu drei Siegen glaube ich also achtzehmal gewonnen dreimal verloren.

01:17:33: Nächstes ist richtig im Kopf ab.

01:17:37: Es hat einen Riesenspaß gemacht.

01:17:40: und dann habe ich ja, wenn ich das noch erwähnen darf.

01:17:45: Und das ist wirklich eine tolle und etwas doch sehr ungewöhnliche Geschichte.

01:17:52: Habe ich nach einem Jahr im Verein an den norddeutschen Meisterschaften teilgenommen und bin da irgendwie erst mal ausgeschieden und dann ein Jahr später ... Da habe ich noch mal einen Norddeutschen Meisterschaften teilgenommen.

01:18:08: Und dann habe ich mir gedacht, Dirk, du hättest schon eine Chance das zu gewinnen?

01:18:14: So war meine Einschätzung und ... Ich bin ja dieser Zeitschrift Hints & Kunst die ich damals verkauft hab schon sehr dankbar und wollte auch in irgendeiner Form da etwas zurückgeben und hab gedacht vielleicht ist die Geschichte für die Zeitung interessant, wenn ich sage ihr könntet mich ja vielleicht begleiten.

01:18:36: Ich versuche als ehemaliger Hinz- und Kunstverkäufer jetzt der ich jetzt clean bin Norddeutscher Meister zu werden habe mir nicht Interesse an so eine Geschichte war meine Idee von der ich dann aber wieder abgerückt bin weil ich mir gedacht hab Ja Wenn du jetzt dahin gehst und den Vorschlägst Ich versuch Norddeutcher meister zu lernen können die auch sagen ja ja Versuch mal Junge Und hab das dann gelassen.

01:19:01: Aber was ist passiert?

01:19:03: Ich habe diese norddeutsche Meisterschaft gespielt, bin ins Finale gekommen.

01:19:10: und jetzt noch eine kleine Zwischengeschichte.

01:19:14: Ich bin vor einunddreißig Jahren in Bremerhaven Norddeutscher Meister geworden und hab das Finale gegen Andreas aus Kiel gespielt.

01:19:24: Und stand einund dreißig Jahre später nach meiner Drogenzeit wieder im Norddeutelmeisterschaftsfinale.

01:19:33: hieß wieder Andreas... und ich habe wieder gewonnen.

01:19:40: Und das ist schon ein bisschen verrückt!

01:19:42: Nach meiner ganzen Absturzphase, nach Drogenabhängigkeit, nach wieder zurückkommen, nach Wiederwohnungen suchen, nach Wiedervereien eintreten, habe ich den selben Gegner nach ein dreißig Jahren im Finale zum zweiten Mal geschlagen und war damit für die deutsche Meisterschaft qualifiziert.

01:20:01: Und dann bin ich tatsächlich zuhin zu einem Kunstgegangen und habe gesagt, Leute, ich bin Norddeutscher Meister.

01:20:10: Und hab denn nicht los mich zu den deutschen Meisterschaften begleiten.

01:20:14: Das haben die gemacht und da oben sieht man einen Zeitungsartikel gedruckt veröffentlicht und eine Journalistin ist mit zur deutschen Meisterschaft gekommen, hat vor Ort ein Video von mir gemacht und die Geschichte geschrieben.

01:20:33: Und das war eine tolle Erfahrung!

01:20:36: Wie fühlt sich das an wenn du jetzt auf dein Leben zurückblickst?

01:20:39: Und uns jetzt davon berichtest?

01:20:41: wie geht es dir damit?

01:20:45: Man kann natürlich jetzt die verlorene Zeit sehen.

01:20:50: man könnte jetzt natürlich denken Okay, was hätte ich alles erreichen können?

01:20:56: Wäre mein Leben anders verlaufen wäre nicht in die Drogenabhängigkeit geraten und so weiter.

01:21:01: Diese Gedanken möchte ich mir aber gar nicht so gerne machen.

01:21:06: Ich lebe hier und jetzt Es ist alles so gekommen wie es gekommen ist Und ich möchte jetzt mit meinen Erfahrungen gerne dazu beitragen anderen Menschen vor so einem Weg zu bewahren.

01:21:21: Ich bin jetzt in ein paar Tagen bei einer Veranstaltung, die von Hinz und Kunst wird eingeladen.

01:21:27: Wo ich auf der Bühne sprechen werde, wo ich meine Erfahrung schildern und mitteilen werde zusammen mit einem alten Weggefährten Richard Edel, der auch mit mir gleichzeitig auf der Drogenszene war – und jetzt auch seit mehreren Jahren knien es wir beide!

01:21:44: Werden davon berichten, werden interviewed auf der Bühne.

01:21:47: Werden dann mit den Menschen ins Gespräch kommen?

01:21:51: Und mein Anliegen und auch Richards Anliege ist es, Menschen vor einem solchen Weg zu bewahren.

01:22:01: Wenn ich mir da etwas gelingen kann in dieser Richtung präventiv tätig zu sein... um zu verhindern, dass Menschen da auf einen unguten Weg kommen.

01:22:14: So wie mir das passiert ist.

01:22:16: Wenn ich dazu beitragen kann ... Dann ist viel gewonnen und dann kann ich mit einem positiven Gefühl den Tag begehen und kann denken Ja, das Leben hat mich noch etwas zu bieten Und ich kann doch mit meiner Erfahrung zumindest etwas bewirken was den Menschen gut tut und was für etwas Gutes steht.

01:22:37: Ich will ein bisschen aufmerksam machen, auch das Thema Obdachlosigkeit.

01:22:42: Auch ich will mit dazu beitragen dass diese Menschen als das gesehen werden und was sie sind nämlich in erster Linie als Menschen.

01:22:55: Jeder Mensch ist lebenswert jeder Mensch hat seine Geschichte.

01:22:59: Das sollte irgendwie mehr in die Bewusstsein der Menschen dringen Und wenn ich kann, möchte ich meinen Teil, den ich dazu beitragen.

01:23:10: Kann auch gerne beitragend.

01:23:11: das ist zumindest mein erklärtes Ziel und mein großes Anliegen.

01:23:16: Was würdest du Menschen empfehlen die gerade an einem Scheideweg sind?

01:23:21: Die grad nicht wissen wo es lang geht ob zurück in den Schmerz geht oder eher in die Betäubung geht.

01:23:26: was hättest du in dem Moment gebraucht und was würdest Du heute den menschen mitgeben wollen die genau in der Situation sind?

01:23:36: Erstmal würde ich raten, sich möglichst ... Wenn es möglich ist, die Zeit zu nehmen, tief in sich hineinzuschauen.

01:23:47: Tief in sich selber hineinzublicken und darüber nachzudenken was man vom Leben will Man hat eine begrenzte Zeit für ein Leben zur Verfügung Und man kennt etwas damit anfangen.

01:24:02: Dann kann man sich Dann kann man sich die Wege, die sich dann gabeln sozusagen, wenn man den einen oder anderen Weg einschlägt.

01:24:11: Die kann man in etwa ausmalen wie das dann werden wird.

01:24:17: und dies sich bewusst zu sein wäre zum Beispiel ein Rad von mir.

01:24:24: Und dann würde ich jedem sagen wollen dass jeder Mensch Talente besitzt, Begabungen besitzen Mit denen was anfangen kann, mit dem sich ein lebenswertes Leben lohnt.

01:24:44: Und das kann immer nur besser sein als Drogen zu konsumieren und sozusagen in den Abgrund zugeraten.

01:24:55: aber mir ist auch bewusst dass...und das würde ich den Menschen auch sagen, der Weg zurück zur Droge wenn man sich anders entscheidet, das ist immer der bequemere Weg für die Menschen.

01:25:08: Der etwas steinigere Weg ist tatsächlich sich dagegen zu entscheiden in diesem Moment.

01:25:13: Aber er lohnt sich, aber er lohlt sich und wenn man diesen Punkt überschritten hat das man erkennt dass dich dieser zunächst steinige Weg etwas steinnigerer Weg sehr lohnt.

01:25:36: dann wenn man das erkennt Dazu möchte ich beitragen.

01:25:41: Dann erkennen die Menschen auch, dass das nur der richtige Weg sein kann – die Entscheidung gegen die Droge.

01:25:47: Dirk was wünscht du dir für deine persönliche Zukunft?

01:25:51: Ich wünsche mir von meinem persönlichen Zukunft erstmal, dass ich so weitermache eigentlich wie bisher, wie in den letzten Jahren gelaufen sind und da gab es doch sehr viele schöne Dinge, die sich entwickeln.

01:26:07: Auch wieder mehr Kontakt zu meiner Familie, was zeitlang gar nicht so mehr vorhanden war.

01:26:15: Dann bin ich dankbar um den Freundeskreis der sich immer mehr erweitert.

01:26:24: Dann strebe ich natürlich auch irgendwann noch mal eine Aufgabe für mich an, die ich vielleicht zum Teil jetzt schon gefunden habe eine Aufgabe, die mich erfüllt mit der ich möglicherweise in irgendeiner Form vielleicht auch mal Geld verdienen kann.

01:26:42: Aber das steht jetzt nicht im Vordergrund aber man sucht natürlich noch Aufgaben an denen man wachsen kann, aber eine Aufgabe die ich auch unangeltlich versuche zu tun oder beziehungsweise sie mir einfach am Herzen liegt ist die präventiv tätig zu sein und zum Beispiel gerne mal in Schulklassen gehen, sollte einen Schulleiter diesen Podcast hören und sich einen Kontakt mit mir aufnehmen.

01:27:10: Und wenn da gewünscht wird dass ich mal vor einer Schulklasse spreche.

01:27:14: wir haben damals in der Schule den Film Wir Kinder vom Bahnhof zugesehen.

01:27:19: aber ich denke wenn da jemand steht der tatsächlich aus seinem Leben berichten kann und sagen kann Leute so sieht es dann aus und das wird dann euer Leben sein.

01:27:31: und wenn man das nochmal von einem Menschen, der das tatsächlich erlebt hat gesagt bekommt ist es glaube ich noch mal was anderes.

01:27:37: Solche Aufgaben würde ich gerne übernehmen oder dann wird mich bereit erklären irgendwie vor Menschen zu sprechen was ich ja jetzt für Hinz- und Kunst auch schon tue jetzt ein paar Tage bei der Veranstaltung.

01:27:50: Dann sind das Sachen die ich mir wünsche Und wo ich denke mein Dasein ist nicht ganz umsonst.

01:27:59: Ich danke dir, ich danke dir dafür dass du deine Geschichte geteilt hast und ich finde du kannst wirklich sehr stolz sein auf das was du erreicht hast.

01:28:05: Und zwar sowohl im Billiard als auch dass du dein Weg aus dieser Sucht rausgefunden hast.

01:28:11: Danke schön und wir wünschen dir alles alles Liebe und alles Gute für dich in deiner Zukunft und natürlich noch ganz viele gewinnende Meisterschaften oder Meisterschabts Siege.

01:28:22: Alles Gute Dirk!

01:28:27: Du willst selbst bei uns dabei sein oder hast einen Teamvorschlag?

01:28:31: Denn melde dich auf unserer Website oder unsere Social Media.

01:28:36: Wenn du von den besprochenen Themen betroffen bist, oder Unterstützung benötigst, dann zögere nicht Hilfe in Anspruch zu nehmen!

01:28:43: Hol dir Unterstützung bei professionellen Hilfeinrichtungen oder dir vertrauten Personen – bis zum nächsten Mal bei Von Bohne

01:28:51: zu Bohne.

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