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Selbstbestimmtes Sterben in Deutschland - Begleitung & Abschied mit Planung #99 Angelika

Shownotes

Triggerwarnung: In dieser Folge geht es um ärztlich assistierten Suizid, selbstbestimmtes Sterben, Sterbebegleitung, Tod, Suizid eines Angehörigen, Vergewaltigung in der Kriegszeit, Pflege, Abschied, Trauer und politische Debatten über Sterbehilfe. Hör die Folge nur, wenn du dich stabil genug fühlst. Brich ab, wenn du merkst, dass es dir zu viel wird.

In dieser Folge erzählt Angelika von ihrer Freundin Käthe, die sie beim selbstbestimmten Sterben begleitet hat.

Käthe war Lehrerin, Aktivistin, Mitgründerin des Oldenburger Verschenkmarkts und Trägerin des Bundesverdienstkreuzes. Angelika beschreibt sie als wache, interessierte und engagierte Frau, die bis ins hohe Alter politisch, gesellschaftlich und menschlich präsent war.

Ein großes Thema in Käthes Leben war das selbstbestimmte Sterben. Sie hatte bereits eine Freundin in die Schweiz begleitet, als ärztlich assistierter Suizid in Deutschland nicht möglich war. Diese Erfahrung prägte sie tief. Später kämpfte Käthe selbst dafür, dass Menschen über ihr Lebensende sprechen dürfen und Zugang zu Informationen bekommen.

In der Folge spricht Angelika über den ärztlich assistierten Suizid, über den früheren Paragrafen 217, über das Urteil des Bundesverfassungsgerichts, über Organisationen wie Dignitas und die DGHS und über die Arbeit des Arbeitskreises Selbstbestimmtes Sterben. Im Mittelpunkt steht aber nicht nur die rechtliche Debatte. Im Mittelpunkt steht die Geschichte einer Freundschaft. Käthe war nicht akut sterbenskrank. Sie war 94 Jahre alt, wurde fast blind, hörte immer schlechter und hatte das Gefühl, von ihrem Leben genug gehabt zu haben. Sie wollte nicht abhängig werden, nicht in ein Pflegeheim ziehen und nicht warten, bis andere über ihr Leben bestimmen. Angelika erzählt, wie Käthe ihren Antrag stellte, wie der Prozess begleitet wurde und wie bewusst sie jeden weiteren Schritt selbst ging.

Besonders nah wird die Folge, als Angelika den letzten Tag beschreibt. Freunde kommen vorbei. Es gibt Kaffee, Tee, Kekse, Gespräche, Abschiede, ein Gedicht und Lieder. Angelika begleitet sie ins Schlafzimmer und hält sie in ihren letzten Momenten im Arm.

Diese Folge handelt von selbstbestimmtem Sterben, Sterbehilfe, assistiertem Suizid, Freundschaft, Pflege, Abschied, Würde und der Frage, wie ein Tod aussehen kann, wenn ein Mensch ihn bewusst vorbereitet.

Zeitstempel: 0:00:00 – 0:01:17: Triggerwarnung und Intro 0:00:51 – 0:05:50: Vorstellung von Angelika, ihre Freundschaft mit Käthe und Käthes Engagement 0:05:50 – 0:10:28: Ärztlich assistierter Suizid, Käthes erste Berührung mit Sterbehilfe und die Begleitung einer Freundin in der Schweiz 0:10:28 – 0:16:01: Käthes Aktivismus, Angelikas Verhältnis zum Tod und der Suizid ihres Schwiegervaters 0:16:01 – 0:21:53: Paragraf 217, Bundesverfassungsgericht, Käthes Kampf und der Arbeitskreis Selbstbestimmtes Sterben 0:21:53 – 0:25:51: Abnehmende Lebensqualität, Angst vor Abhängigkeit und Käthes Entscheidung für den Antrag 0:25:51 – 0:31:35: Antrag bei Dignitas, Voraussetzungen, Freiverantwortlichkeit, Alternativen und Ablauf nach einem assistierten Suizid 0:31:35 – 0:39:01: Ärztliches Gespräch, grünes Licht, neue Lebensenergie und der Weg zum festen Termin 0:39:01 – 0:46:43: Die letzten Wochen, der letzte Tag, Freunde, Abschiede, Presse und Vorbereitungen 0:46:43 – 0:52:16: Der Sterbemoment, Angelikas Begleitung und ihr eigener Blick auf selbstbestimmtes Sterben 0:52:16 – 0:55:56: Beerdigung, Abschied, fehlende Informationen und Aufklärungsarbeit 0:55:56 – Ende: Kosten, Sozialfonds, politische Debatte, Worte an Käthe, Zukunftswunsch und Verabschiedung

Das Thumbnail wurde mithilfe von KI generiert.

selbstbestimmtessterben #sterbehilfe #assistiertersuizid #sterbebegleitung #abschied #trauer #würde


Weiterführende Informationen: https://www.dghs.de/ https://infopunkt-sterbehilfe.de/ https://dignitas.ch/

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Transkript anzeigen

00:00:03: Und dann war sie mich, also eben

00:00:04: ... Sie ins Nebenzimmer

00:00:06: zu begleiten.

00:00:08: Um sie umzukleiden und dann

00:00:12: sind wir durch die Menschenmenge ja durchaus,

00:00:16: also die Spalier

00:00:17: gestanden haben und ihr noch mal schiefst gesagt haben, sind wir da durchgegangen in das Schlafzimmer, hab' sie den Arm gehalten,

00:00:26: nah hat

00:00:26: sie es aufgemacht, hat sich nach hinten geliegt.

00:00:29: und ich höre sie bis heute sagen

00:00:32: Jetzt

00:00:32: kommt mein Tod.

00:00:40: Stell dir vor, du kommst in einen Raum?

00:00:43: Vor dir sitzt ein Mensch und hast keine Ahnung wer das ist.

00:00:47: Das

00:00:47: passiert mir in jeder Folge bei unserem

00:00:49: Podcast

00:00:50: von Bohne

00:00:50: zu

00:00:51: Bohne.

00:00:51: Mein

00:00:52: Name ist Charlotte Und ich weiß vorher nichts über unsere Gäste.

00:00:55: Kein Name, keine Information, keine Themen.

00:00:58: Also werden meine Fragen auch deine Fragen sein.

00:01:01: Ich bin Sanya und ich suche die Gästen.

00:01:04: Hier achte ich darauf, dass es Menschen mit ehrlichen, berührenden und bewegenden Geschichten sind.

00:01:09: Und genau die wollen wir mit euch teilen!

00:01:11: Bist du bereit gemeinsam mit Charlotte neue Geschichten kennenzulernen?

00:01:19: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge.

00:01:21: Mein Name ist Charlotte.

00:01:22: Mein Name is Zanya.

00:01:23: Mein name Angelika Salzburg-Reige und ich habe meine Freundin Kete beim Selbstbestimmten Sterben begleiten dürfen.

00:01:31: Hi

00:01:32: Angelika, das ist tatsächlich ein sehr neues Thema für mich An dieser Stelle.

00:01:36: vielen lieben Dank dafür, dass du Steffi Drehend für deine Freundin auch jetzt hier mit sprichst und ich bin gespannt wie diese Geschichte startet.

00:01:44: Was würdest du sagen bei eure Freundschaft die ihr euch kennengelernt habt?

00:01:47: Wir haben uns also schon vor Jahren kennengelernen bevor dieses Thema überhaupt präsent gewesen

00:01:53: ist.

00:01:54: Keitel war hier im Ort Lehrerin

00:01:58: zu

00:01:58: der Zeit gerade Rentnerin geworden Meine Damen,

00:02:07: hat

00:02:08: vieles auf die Beine gestellt und ihr letzter Kampf war eben der Kampf also

00:02:12: für das

00:02:12: selbstbestimmte Sterben.

00:02:15: Aber zu

00:02:16: der Zeit als ich sie kennengelernt habe, war sie mit einem Fahrrad unterwegs Gegenstände von A nach B gebracht, die sie von

00:02:29: Leuten abgeholt und auch

00:02:30: wieder hingebracht hat.

00:02:32: Und der Oldenburger

00:02:33: Verschenkmarkt ist ihre Idee gewesen...

00:02:37: Ach cool!

00:02:37: ...und dafür hat sie also auch das

00:02:40: Bundesvertretdienstkreuz erhalten in der Vergangenheit.

00:02:44: Also sie war hier

00:02:46: im Umkreis durchaus eine

00:02:48: sehr agile und bekannte Persönlichkeit, die viele

00:02:52: Dinge angepackt

00:02:53: hat.

00:02:53: Und

00:02:55: ja, also ich hatte die

00:02:57: Freude und habe die Freute.

00:02:58: Also eben auch wirklich ihre

00:03:01: Freundin

00:03:02: gewesen sein zu

00:03:03: dürfen

00:03:04: und sie zum Schluss

00:03:05: dann also

00:03:06: auch gepflegt zu haben

00:03:07: und

00:03:08: begleiten zu dürfen wie sie gestorben ist.

00:03:10: Sie ist in meinen Armen gestorbt.

00:03:12: Wow!

00:03:13: Das ist schon sehr intensiv.

00:03:14: In

00:03:15: eure Freundschaft?

00:03:17: Wie hat die sich ausgezeichnet?

00:03:19: Kete war an allem interessiert...

00:03:22: Und an

00:03:23: jedem und an vielen Dingen, sie hat immer wieder neue Ideen gehabt.

00:03:28: Sie hat sich Bücher geholt, die hat sich im hohen Alter noch das Computern beigebracht obwohl sie

00:03:37: also fast

00:03:40: blind wurde.

00:03:41: Sie hatte eine

00:03:44: Makula-Degeneration

00:03:45: am Auge, also an den Augen erblindete eben halt deswegen immer mehr.

00:03:51: Das Thema hat sie ihr Leben gemeistert und gemacht.

00:03:58: Diese tollen Gespräche

00:04:00: mit ihr,

00:04:01: die haben dazu

00:04:03: gehört ... angenehrt

00:04:08: haben, schon damals.

00:04:11: Ich hab dann

00:04:12: allerdings eine

00:04:13: ganze Zeit Großfamilie versorgen müssen.

00:04:17: Also ich habe

00:04:19: meinen Mann kennengelernt zu derzeit kam auch meine Pflegetochter ins Haus

00:04:24: und

00:04:25: hatte selber schon zwei Kinder.

00:04:28: das dritte eigene Kind also wurde dann auch irgendwann geboren

00:04:33: und so.

00:04:34: Dann

00:04:34: waren die große Eltern meines Mannes noch hier Haus

00:04:38: und

00:04:38: so.

00:04:39: Und so hatte ich dann

00:04:40: also

00:04:41: eine Menge Menschen eben zu

00:04:42: versorgen,

00:04:43: die

00:04:45: alle ihre Bedürfnisse

00:04:46: hatten.

00:04:47: Das war schon also eben sehr ausfüllend.

00:04:52: Also meine Zeit und zur Kete ist

00:04:54: also

00:04:55: zu der Zeit nach Oldenburg gezogen weil ihre Interessen dort ja viel besser erfüllt werden konnten.

00:05:02: da haben uns eine gewisse zeit aus den Augen auch verloren.

00:05:06: sie hat dort eben diesen

00:05:08: Verschenkemarkt also gegründet und so.

00:05:11: Und da auch mitgearbeitet

00:05:13: hat noch viele

00:05:14: andere Dinge, also eben einfach gemacht, hat sich dem HVD, dem humanistischen Verband Deutschland also eben angeschlossen dort.

00:05:27: Also als wir uns dann wieder getroffen haben war es genau bei diesem HVD, also humanistisch von Frau Brandt Deutschland.

00:05:36: Wo

00:05:36: wir dann wieder unsere Wege zusammen gekommen sind

00:05:41: und dieses

00:05:42: sehr gute herzliche Verhältnis was wir schon vorher hatten ist einfach da weitergegangen.

00:05:50: Das hat einfach so wieder weiter funktioniert und Käthe war zu der Zeit schon

00:05:58: eben mit einer Freundin

00:05:59: auch in die Schweiz gefahren,

00:06:02: und

00:06:02: zu derzeit war es sich hier nicht möglich also Freitodhilfels in Anspruch zu nehmen.

00:06:08: Okay, das heißt da ist sie schon in die Schweiz?

00:06:10: Weil Sie wollte zu diesem Zeitpunkt ... Nein nein.

00:06:13: Die hat eine Freundin begleitet, die in der Schweiz dann also verstorben ist.

00:06:19: dass Verbot oder die große Einschränkung auch Sterbhilfe hat, gab es ja nur von zwei Tausend Fünfzehn bis Zwei Tausends Zwanzig.

00:06:28: Ja das ist ja nur die Zeit also wo eben also Sterbhelfe

00:06:32: verboten

00:06:33: war vorher was in keins der Weise geregelt Angelika

00:06:37: ihr magst du?

00:06:38: Also Es gibt ja im Alltag Begriffe wie Sterbehilfe aktive Sterbeh Hilfe euthanasie assistierter Suizid und begleitetes sterben.

00:06:47: Wie weit unterscheiden sich Begriffe?

00:06:50: Also ich

00:06:51: würde ja ganz gerne gar nicht alle

00:06:53: Begriffsbegriffe

00:06:56: jetzt auch erklären, da kommen die Zuschauer wirklich miteinander.

00:07:01: Das macht keinen Sinn!

00:07:03: Wir

00:07:03: reden hier über den ärztlich assistierten Suizid.

00:07:08: Das ist das worüber wir hier reden.

00:07:12: Das heißt also, im Prinzip der Arzt ist dabei während die Person sich selbst etwas verabreicht.

00:07:17: Suizidiert im Prinzip durch ein Mittel einen Knopf, den er drückt.

00:07:21: musst du da ähnliches richtig?

00:07:22: Und das

00:07:22: läuft

00:07:23: auch so über

00:07:23: eine Infusion.

00:07:24: Okay, verstehe.

00:07:25: Der Arzt legt die Infusion

00:07:28: und wer die

00:07:29: sterbelwillige Person muss diese Infusion in Gang setzen?

00:07:34: letztendlich darauf läuft es hinaus.

00:07:36: Jetzt hast Du gesagt dass Kete ja zuvor schon mit dem Thema selbstbestimmtes Sterben in Berührung gekommen ist.

00:07:44: Und hat sie mit dir da aktiv darüber gesprochen, was Sie darüber denkt oder dazugedacht hat?

00:07:50: in dem Moment?

00:07:52: Auf jeden Fall!

00:07:53: Das heißt dass sie ist

00:07:54: also

00:07:55: mit ihrer Freundennase in die Schweiz gefahren.

00:07:57: zu der Zeit war es eben nicht möglich hier in Deutschland die Hilfe zu erhalten.

00:08:04: das war eine arme

00:08:06: Frau

00:08:07: fürchterliche Unterschmerzen gelitten hat und

00:08:09: so, dann

00:08:11: ist

00:08:11: Kete eben mit ihr

00:08:13: dorthin.

00:08:15: Das hat sie so dermaßen beeindruckt, dass man so friedlich sterben kann.

00:08:21: Also bei Kete ist das eben in die Schweiz gefahren.

00:08:25: Die Organisationen haben sich um die beiden gekümmert noch mal die ganzen Papiere

00:08:29: also und dann auch ausfüllen lassen

00:08:33: und so.

00:08:33: Und dann hat sie eben ihre Freundin dieses Medikament genommen und ist in der Schweiz also dann eben auch

00:08:40: verstorben.

00:08:41: Unterlagen

00:08:41: darüber habe ich da liegen.

00:08:44: original unter der Lage von Keter in Händen über diese Zeit auch in der Schweiz.

00:08:51: Das ist

00:08:52: für sie wahnsinnig beeindruckend gewesen!

00:08:59: begleitet ins Sterben.

00:09:02: Und

00:09:03: hat sie gepflegt dann

00:09:04: auch und also von

00:09:06: daher war

00:09:07: auch da tot schon

00:09:08: als bei ihr vorhanden, und sie hat die ganzen Zingsgeschichten so mitgemacht.

00:09:13: Sie hat erlebt wie ihre Mutter

00:09:14: so vergewaltigt

00:09:15: worden ist.

00:09:16: Das ist also unheimlich viel

00:09:20: Übnis

00:09:21: was sie erlebt hat.

00:09:28: Also

00:09:28: eben die Freundin begleitet und ist wieder zurückgekommen.

00:09:32: Und hat hier in Deutschland

00:09:34: über

00:09:35: Sterbehilfe Vorträge gehalten, in Oldenburg.

00:09:38: Heute mache ich das.

00:09:40: Ach krass!

00:09:40: Und so gesehen hat sie mir also den Staffel weitergegeben.

00:09:44: Kann man so sagen?

00:09:45: Kann man durchaus

00:09:46: auch so sagen...

00:09:50: Ketel ist wir- neunzig Jahre alt geworden.

00:09:52: Wow, das ist wirklich ein großes Alter!

00:09:54: Die ist also

00:09:54: vor zwei Jahren... Also ist sie verstorben im Sommer vor zwei jahren?

00:09:58: Also

00:09:58: vierundzwanzig ist sie verstorben

00:10:01: und

00:10:03: es war einfach eine... Besondere

00:10:05: Frau.

00:10:05: Also es

00:10:07: gibt ein kleines Büchlein, was

00:10:08: über sie

00:10:09: geschrieben worden ist.

00:10:10: Kehte Nebel...

00:10:11: also

00:10:12: darüber findet man das.

00:10:14: Das ist bemerkenswert weil sie so unheimlich viele Themen einfach auch angerissen

00:10:20: hat.".

00:10:21: Du

00:10:21: hattest mir auch erzählt dass Sie auch noch im hohen Alter von ich glaube fünfund achtzig bei Fridays for Future mitgelaufen ist?

00:10:28: Ja, ja.

00:10:29: Sie war

00:10:31: also aktiv im

00:10:33: Umweltschutz und fand diese Bewegung hervorragend die Jugend, die aufsieht und endlich was tut.

00:10:41: Also

00:10:42: sie war begeistert, dass es eben diese jungen Leute, der so mutig gewesen sind und sich auch gegen die Schulpflicht gewandt haben.

00:10:55: Das fand sie

00:10:57: toll!

00:10:58: Und eben so traurig, dass

00:11:00: das dann also durch Corona hier letztendlich auch

00:11:04: alles

00:11:06: verloren gegangen ist.

00:11:08: Also dieser Drive der da gewesen ist wäre vor

00:11:12: Corona

00:11:13: nicht passiert.

00:11:14: Wäre es heute eine

00:11:15: andere

00:11:16: Situation?

00:11:17: Da bin ich von überzeugt!

00:11:19: Du hast jetzt sehr viel von Kete gesprochen und wie sie den Tod wahrgenommen hat.

00:11:24: Ich weiß ja durch unsere Vorgespräche, dass du auch viel Kontakt zum Tod hattest unter anderem wegen deines Schwiegervaters!

00:11:34: Also fangen wir erst mal mit meiner Kindheit an.

00:11:37: Ich habe nie große Eltern gehabt, die waren schon vor meiner Zeit gestorben.

00:11:42: Von daher habe ich immer bedauert, warum habe ich keine Großeltern?

00:11:47: Das hätte ich gut gebrauchen können.

00:11:50: Einfach auch in einem Ort, wo man aus seiner Häuslichkeit rauskommt.

00:11:56: Wir haben immer

00:11:56: Tiere gehabt und diese Tiere sind eben auch gestorbt.

00:12:00: Und

00:12:00: es war immer

00:12:01: wichtig,

00:12:02: dass sich die Tiere

00:12:05: nicht quälen.

00:12:06: So lange sie bei uns waren sollten Sie ein gutes Leben haben.

00:12:10: Ihren Bedürfnissen gegenüber

00:12:13: so

00:12:14: wie es sein sollte.

00:12:17: Aber wenn sie sich quäeln dürfen sie gehen!

00:12:21: Der Tod ist ja nicht unbedingt etwas Schreckliches, der kann auch zum Erlöser werden.

00:12:30: Also ich kenne den also aus mehreren Facetten.

00:12:35: Mein Schwiegervater, von meinem Mann der Vater hat großen Kummer gehabt und hat sich suicidiert, hat sich erhängt!

00:12:47: Und das haben wir.

00:12:47: diese Nachricht haben wir plötzlich erhalten... Und da sind leider sehr viele Fragen offen geblieben.

00:12:55: Also wenn wir haben leider kein gutes Verhältnis zu ihm gehabt, bedauere ich sehr.

00:13:01: aber

00:13:02: was

00:13:02: bleibt bis heute bleibt

00:13:04: ist dass wir

00:13:07: nie diese Fragen beantwortet bekommen werden.

00:13:15: eben bei Kethis Sterben ein anderes gewesen.

00:13:19: Wir hatten die Zeit vorher, wo ja klar war, Kethisch wird an einem bestimmten Tag sterben

00:13:27: und diese

00:13:28: Zeit haben wir hervorragend nutzen können.

00:13:31: Also das ist eine ganz andere Art und Weise wie mit dem Tod auch umgegangen werden kann.

00:13:40: Hat dir der Tod grundsätzlich Angst gemacht?

00:13:45: Mir?

00:13:46: Nee, ich

00:13:47: hab ja auch also die Großmutter

00:13:48: meines Mannes hier gepflegt.

00:13:51: Also ich bin dann ins Haus gekommen, das war ... War noch der Großvater

00:13:58: auch da, der ist also

00:14:00: nach einer Zeit verstorben und so.

00:14:03: Das war eben unsere Großmutter, die O-Martine, die hier mit im Haus gewohnt hat.

00:14:10: Die hat immer von geborgenen Tagen gesprochen.

00:14:14: Von meinem Mann.

00:14:15: Der Bruder ist verunglückt!

00:14:19: Da hat sie immer gesagt, warum ist mein Enkel

00:14:24: so übel

00:14:25: verstorben und musste gehen?

00:14:28: Und ich darf nicht.

00:14:29: Die ist also an

00:14:31: fast

00:14:31: achtundneunzig Jahre alt geworden die alte

00:14:33: Dame.".

00:14:35: Und

00:14:36: der Opa war

00:14:36: auch irgendwas

00:14:38: mit

00:14:39: sieben Achtzig als

00:14:40: er dann verstarb.

00:14:42: Dann hatte Oma noch ein paar schöne gemeinsame

00:14:46: Jahre

00:14:46: mit uns, also mit meiner jüngsten Tochter, unserer gemeinsamen Tochter...

00:14:55: Und

00:14:56: O-Martine.

00:14:57: Die beiden sind gemeinsam, wenn man die Geburtstag zusammenzählt, also eben hundert Jahre geworden.

00:15:02: Also siebenneinzig, also die Oma und meine Tochter noch mal drei.

00:15:08: Und im Frühjahr, im Folgejahr

00:15:11: ist O-

00:15:12: Martine dann verstorben.

00:15:16: Ja, die hat auch ihr Sterben herbeigesehnt!

00:15:20: Als du wieder engeren Kontakt zu Käte hattest ... kam dann schon das Thema auf, dass sie auch Interesse daran hat sich selbst ihren Weg zu bestimmen?

00:15:29: Ja, das war klar.

00:15:31: Also Keta hat also

00:15:33: eben in diesen Gruppentreffen

00:15:35: beim HVD über

00:15:36: ihr Erlebnis

00:15:38: gesprochen Vorträge gehalten.

00:15:42: Ich sagte ja eben schon diesen Zeitrahmen, also im Jahr zwei Tausend Fünfzehn bis Zwei Tausendszwanzig wo Sterbelhilfe ja

00:15:49: eben

00:15:49: verboten worden ist mit dem Paragraphen zwei Hundert Siebzehnt

00:15:53: was also die geschäftsmäßige

00:15:56: Sterbelfilfe

00:15:58: eben so verboten

00:16:00: hat.

00:16:01: Geschäftsmäßig wird von Otto Normal Verbrauchern miss meistens und immer verstanden Geschäfte machen sie von wegen Geld machen.

00:16:09: Das ist nicht gemeint, es ist die Wiederholung.

00:16:13: Was meint ihr Wiederhole?

00:16:14: Man hätte einem Menschen helfen dürfen aber dem zweiten nicht mehr.

00:16:18: Ah

00:16:18: das heißt ich hätte jetzt Käte helfen dürfen, aber ich hätte keine weiteren Personen helfen

00:16:22: dürfen.

00:16:22: Genau also ein Arzt zum Beispiel oder auch eine weitere Person hätte einer personen helfen dürfen Aber bei der zweiten wiederholt er's und dann nicht mehr.

00:16:33: Und diesen Paragraphen, das hat das Bundesverfassungsgericht am sechsenzwanzigsten Zweiten für nicht dich erklärt.

00:16:47: Und seitdem sind dann

00:16:48: eben auch die

00:16:51: Sterbhilfeorganisationen also

00:16:54: wieder

00:16:55: aktiv und tätigen, machen ihre Arbeit.

00:17:00: Also

00:17:01: die Eingangsworte des Bundesverfassungsgerichtes habe ich da.

00:17:05: Könnte ich verlesen!

00:17:08: Für Kete war ja klar sie möchte ihren eigenen Weg gehen hast du gesagt?

00:17:12: Jetzt gab es diese fünf Jahre die eben nicht selbstbestimmt waren.

00:17:16: Hatte sie sich dann einen Plan überlegt, wo sie gesagt hat okay gut ich möchte bis Tag X noch hier bleiben oder was war ihre Intention?

00:17:25: Sie hat gerne mit gegen diesen paar Grafen gekämpft, der hat also unter anderem die Dignitas, DGHS andere Organisationen auch Ärzte

00:17:37: haben,

00:17:38: also eben gegen diese ein paar Grafengekempfte

00:17:41: und

00:17:42: sind ja bis vor das Bundesverfassungsgericht gegangen.

00:17:45: und Kete war bei diesem Kampf dabei.

00:17:48: Wieder zurück in Deutschland, es hat sich der Hospizbewegung angeschlossen, hat da

00:17:53: eben

00:17:53: auch viele Erfahrungen gemacht, also durchaus üblen Erfahrungen gemerkt, wo Menschen sich fürchterlich gequält haben...

00:18:03: Und

00:18:03: für sie war klar, ich werde auch

00:18:06: und will

00:18:07: sterbe Hilfe in Anspruch nehmen.

00:18:10: Für diese fünf Jahre, wo es verboten war, wäre sie dann in die Schweiz gegangen.

00:18:15: Aber das war nicht mehr nötig!

00:18:17: Wie hat Sie denn für sich Ihr Ende?

00:18:19: Definiert.

00:18:20: Denn die Frage ist ja, gab es eine Krankheit, die sie eingeholt hat?

00:18:24: Gab es einen Alter wo sie gesagt hat, sie möchte nur bis dato gibt's ein... gab es ein Erlebnis, wo Sie gesagt hat das war... Das ist mein letzter Wunsch!

00:18:31: Was war da Kethys Weg?

00:18:33: Welchen Weg hat sie gewählt?

00:18:35: Also für

00:18:36: Kete was eigentlich

00:18:37: immer klar

00:18:38: dass sie diesen Weg geht entweder in die Schweiz oder eben auch in Deutschland.

00:18:42: dafür hat sie gekämpft.

00:18:44: Ich meine vielmehr, welches Ereignis war Ihr Schluss?

00:18:48: Also was hat sie definiert und wann möchte Sie ihr Ende einleiten.

00:18:53: Sie hat lange Zeit darüber gesprochen.

00:18:55: Sie hat zu ihren Geburtstagen eingeladen und gesagt, ich weiß nicht, ob ich nächstes Jahr noch da bin?

00:19:02: Ich werde selbstbestimmt gern sterben!

00:19:05: Dann haben wir aber den Arbeitskreis Selbstbestimmtes Sterben also ja dann also nach gegründet.

00:19:11: Und derwann ist entstanden.

00:19:17: Das Gesetz § fürnichtig erklärt worden vom Bundesverfassungsgericht.

00:19:25: Dann gab es ja wieder neue Bestrebungen, wieder ein neues Gesetz ähnlich dem Paragraphen twohundertsebzehn, wieder in die Wege zu leiten was wieder mit großen

00:19:36: Einschränkungen

00:19:37: einhergegangen wäre.

00:19:40: und dagegen hat Tatkeete demonstriert damals im hohen Alter von einundneunzig Jahren Hat mit einem

00:19:49: uns

00:19:50: gemeinsamen Freund, dem Hubo

00:19:53: in Oldenburg

00:19:54: auf dem Schlossplatz

00:19:56: eine Kundgebung

00:19:57: gemacht und sich gegen eine neue Regelung gestellt.

00:20:01: Da sind die Bürger auf die beiden zugegangen und haben gesagt wir wollen mehr Informationen haben, wir wollen also mehr darüber erfahren.

00:20:11: Und so ist es dann auch gemacht worden... Also ich konnte an dem Tag leider nicht, da bin ich bis heute sauer drauf.

00:20:17: Ich hatte Corona!

00:20:19: Dann ist

00:20:21: also eben

00:20:22: im Sommer

00:20:23: zwanzig der Arbeitskreis selbstbestimmte Sterben entstanden?

00:20:28: Und schon im

00:20:30: September haben wir die erste große Veranstaltung gemacht und die Leute sind gekommen.

00:20:35: Wir hatten die erste Veranstalt über Sterbehilfe in Deutschland, nachdem also eben diese Gesetzgebung, die Diskussion vorhanden war – da sind über hundert Menschen gekommen!

00:20:46: Und Kete fand das faszinierend, dass

00:20:50: auch

00:20:50: ihre Gedanke Also der Bedarf, weil den Menschen so groß ist.

00:20:55: Und so hat sie sich also von einer Veranstaltung in die nächste, also letztendlich wieder hinein gelebt und lässt.

00:21:05: endlich ist also der Arbeitskreis selbstbestimmte Sterben

00:21:08: eine lebensverlängernde

00:21:09: Maßnahme geworden.

00:21:16: Sie war also unheimlich

00:21:19: präsent.

00:21:21: Also ich bin dann auch recht schnell eben die Sprecherin des Arbeitskreises geworden.

00:21:26: und also

00:21:28: der Punkt wo sie dann merkte, ich werde

00:21:34: oder

00:21:35: habe immer weniger Lebensqualität.

00:21:38: Ich kriege immer weniger mit Ging ein.

00:21:41: Herr, wie ich eben schon sagte sie hatte Makula-Degeneration.

00:21:45: Sie wurde immer blinder und dann kam also

00:21:48: auch

00:21:49: noch eine Schwerhörigkeit dazu.

00:21:53: Und diese beiden Sinne

00:21:57: nahmen ihr alles

00:21:58: was

00:21:58: ihr

00:21:59: wichtig war.

00:22:01: Die waren nicht

00:22:02: akut

00:22:02: krank!

00:22:03: Sie hatte auch selber so geäußert.

00:22:08: Also

00:22:09: sie hätte noch gut und gerne eine Weile leben können, aber sie war des Lebens satt.

00:22:16: Sie hatte genug von diesem Leben, von diesen kleinen Leben was ihr noch übergeblieben ist.

00:22:21: Und sie hatte fürchterliche Angst irgendwann

00:22:24: mal eben

00:22:26: auch stürzen zu können und sich etwas zu tun und dann in ein Pflegeheim zu kommen.

00:22:31: das wollte sie nicht Die wollte nicht abhängig sein.

00:22:34: Also auch ich, auch wenn ich sie gepflegt habe, habe sie eben

00:22:41: besuchen dürfen

00:22:42: aber ich konnte und durfte nicht bei

00:22:45: ihr

00:22:45: bleiben.

00:22:46: Habe ich hier angeboten so von wegen sehr ein kleines Zimmer

00:22:49: dass ich also eben auch bei ihr dann

00:22:52: solange sie da ist lebe.

00:22:55: das wollte sich aber nicht.

00:22:56: Sie hat sich selber weiter versorgen wollen.

00:22:59: Wie hat sie dir gesagt, dass sie den Weg nun jetzt einschlagen möchte ihr Leben zu beenden?

00:23:04: Das hat sie eigentlich ja

00:23:05: immer gesagt.

00:23:05: Es war eigentlich selbstverständlich das hat die nicht noch mal extra angekündigt.

00:23:10: irgendwann hieß es so Jetzt bin ich soweit jetzt stelle ich den Antrag.

00:23:15: Das war Selbstverständlich!

00:23:17: Und

00:23:18: wie ging es dir damit?

00:23:19: Welche Gefühle hattest du da?

00:23:22: Das war einfach da.

00:23:23: okay

00:23:24: das

00:23:25: gehörte zu Kete dazu.

00:23:28: Das wird ihr Ende sein, ich meine sie hat ja dafür gekämpft.

00:23:33: Da

00:23:34: ist ja so ein Apothekenumschau, da kam mal so Presse.

00:23:38: Also dadurch dass sie ja nur auch Presse bekannt gewesen ist also durch das Bundesverdienstkreuz und so.

00:23:45: Sie hat die Presse auch selber mit

00:23:47: eingebunden

00:23:48: in der Arbeit

00:23:49: und in die

00:23:50: Arbeit unseres Arbeitskreises damit wir eine gewisse Bekanntheit eben einfach erreichen.

00:23:57: Und ...

00:24:03: Für sie vollkommen klar und für uns, also Arbeitskreise

00:24:07: eben auch vollkommen.

00:24:09: Ja jetzt muss ich mal ein bisschen was über den Arbeitskreis oder auch erzählen.

00:24:13: wir sind noch nicht mal ein Verein.

00:24:16: Wir sind eine

00:24:16: freie

00:24:17: Initiative von neun Personen die Veranstaltungen Informationsveranstaltung zum Thema machen

00:24:26: Und die werden immer gut besucht.

00:24:30: Veranstaltung Kundgebung Wir veranstalten runde Tische, das ist so ein kleinerer Bereich wo eben auch persönlich drüber gesprochen werden kann.

00:24:38: Ich fahre zu Menschen persönlich hin die Fragen haben zur Sterbehilfe

00:24:45: oder

00:24:45: aber dass ich inzwischen eben auch selber Vorträge über Sterbihilfe.

00:24:50: Das ist so unsere Aufgabe, die wir haben.

00:24:54: Wir informieren über Sterbehilfe und sind selber kein Sterbehhilfeverein.

00:25:09: Linus,

00:25:10: wie sie alles heißen.

00:25:13: Also leidfrei sterben gibt es neuerdings also auch die sind da.

00:25:18: Es gibt

00:25:19: einige

00:25:19: Anbieter eben diese Hilfe anbieten

00:25:23: und auch anbieten

00:25:24: dürfen.

00:25:25: Das hat das Bundesverfassungsgericht festgestellt, also die Hilfe darf wahrgenommen werden aber auch angeboten werden.

00:25:33: Und dass Gesetze eben die Nichtigkeiterklärung des Paragrafen war ja damit begründet, dass jeder Mensch selbst bestimmt, also eben entscheiden darf.

00:25:45: mit dem Selbstbestimmungsrecht des einzelnen Bürgers ist das entschieden worden.

00:25:51: Du hast gerade gesagt, dass Kete einen Antrag gestellt hat.

00:25:56: Nimm uns gerne mit in den Prozess.

00:25:57: was ist das für ein Antrag und was für Voraussetzungen muss Kete erfüllen?

00:26:05: Also

00:26:05: dieser Antrag hat sie bei Dignitas gestellt

00:26:09: Und sie musste

00:26:11: das

00:26:12: in ich Form

00:26:12: stellen, also einfach mal einen kurzen Lebenslauf was sie alles so gemacht hat

00:26:17: und eben ihre

00:26:18: Gründe warum sie jetzt von der Welt gehen möchte.

00:26:23: Und das hat sie auch eben obwohl

00:26:24: sie fast blind gewesen selbstständig gemacht.

00:26:27: Das hat sie alleine machen wollen.

00:26:29: Da ließ sie sich nicht davon helfen, dass ist meine Aufgabe.

00:26:35: Also mit allem anderen konnte ich ihr gut helfen, ich konnte sie duschen und aber da war ganz klar

00:26:41: ihre Aufgabe.

00:26:42: Ihr Leben,

00:26:43: ihr sterben.

00:26:44: Die musste dann also eben auch medizinische Unterlagen so die vorhanden waren.

00:26:49: Sie ist nicht gerne und auch nicht oft zum Arzt gegangen einfach weil sie negative

00:26:55: Erfahrungen

00:26:55: mit Ärzten in der Kriegszeit gemacht hat.

00:26:59: und da

00:27:02: die musste sie beibringen erklären und es gibt ja eben aufgrund des Selbstbestimmungsrechtes, was uns ja zugebildlich ist vom Grundgesetz.

00:27:12: Also eben auch

00:27:14: die Lebenssatz zu sein genug von seinem Leben zu haben

00:27:19: ist eine Begründung

00:27:20: reicht aus.

00:27:21: Man muss nicht krank sein.

00:27:23: Nicht abhängig von Krankheit.

00:27:26: also das ist auch die liberalste Gesetzgebung, die

00:27:30: wir momentan

00:27:31: in Deutschland haben.

00:27:32: wie Also, da kommt also die Schweiz nicht wirklich dagegen an.

00:27:37: Niederlande

00:27:38: und Belgien auch nicht.

00:27:39: Überall ist es

00:27:40: in irgendeiner

00:27:41: Form von Krankheit abhängig.

00:27:42: Gibt das dann eine Altersgrenze?

00:27:45: Denn wenn ich die Begründung anstrebe oder wenn Ich die Begriff heranführe, kann ich mir vorstellen dass Es einen anderen Beigeschmack hat als wenn Keter Das macht den i am alter.

00:27:55: Nein, das Selbstbestimmungsrecht ist

00:27:58: eben

00:27:59: gegeben.

00:28:00: Das ist ja

00:28:00: auch so verankert im

00:28:03: Grundgesetz unseres Landes.

00:28:06: Also das bleibt ja.

00:28:08: Nur man muss eben auch die

00:28:10: jemanden finden, der diese Hilfe gibt.

00:28:13: Die frei Verantwortlichkeit, also die sogenannte Freiverantwortigkeit, die erkläre ich gleich, gilt ja letztendlich auch für den Arzt.

00:28:21: Der muss ja auch sagen können Ja!

00:28:23: Ich kann mir gut vorstellen dieser Person zu helfen.

00:28:28: Also kann man einen Arzt erstens nicht zu zwingeln?

00:28:34: Also frei Verantwortlichkeit erkläre ich jetzt mal.

00:28:37: Es gibt also mehrere Bedingungen, die ein Sterbewilliger

00:28:42: erfüllen

00:28:42: muss.

00:28:44: Zunächst einmal der Mensch muss wissen was er tut.

00:28:47: Das heißt jemand, der manchmal

00:28:49: in einer Demenz ist tief drinnen

00:28:54: steckt und nicht mehr weiß, was er tut kann eben diesen Weg nicht mehr gehen.

00:28:58: man darf auch keine Vorvorführung machen.

00:29:03: Also

00:29:04: schon mal wissen, was man macht.

00:29:07: Dann der Wunsch muss lange vorhanden sein.

00:29:11: Die Sterbehilfeorganisation wollen eigentlich

00:29:15: immer eine längere

00:29:17: Zeit wissen

00:29:19: also

00:29:20: wo der Mensch sich damit auseinander gesetzt

00:29:22: hat.

00:29:23: Gibt es da eine zeitliche Begrenzung?

00:29:25: Also ein halbes Jahr wird genannt, also dass man so Mitglied eines Stabilhilfevereins ist.

00:29:30: Ich bin der Meinung, man sollte sich einer solchen Organisationen anvertrauen dann hat man damit schon mal eine Menge gewonnen.

00:29:39: Also ich

00:29:41: gebe aber keine... also ich sage jetzt nicht die

00:29:45: und die ist

00:29:45: jetzt gut sondern das muss jeder für sich selber

00:29:49: eben

00:29:51: rausfinden, welche Organisation viel für

00:29:54: ihn auch oder sie eben

00:29:56: die Richtige ist.

00:29:58: Aber eben wissen was man tut

00:30:00: dann eben lange

00:30:01: genug wohl

00:30:02: erwogen

00:30:03: darüber nachgedacht haben über Alternativen bekannt Bescheidwissen

00:30:08: Was heißt alternativen?

00:30:11: In einen Altenheim

00:30:12: zu gehen Hospizarbeit sterben

00:30:14: also eben

00:30:15: auch palliativ Versorgung das sind die Alternatifen.

00:30:18: vorhanden sind am Lebensende, dass wir sollten die Menschen wissen und das sollte

00:30:23: auch also im Antrag genannt

00:30:25: werden.

00:30:25: Ist das nicht gewünscht ist?

00:30:27: Und dann eben der letzte Schritt, die sogenannte Tatherrschaft muss beim Betreffenden selber verbleiben.

00:30:36: Der Arzt liegt den Zugang aber das Öffnen des Zugangs

00:30:41: ist Aufgabe

00:30:43: der sterbewilligen Person.

00:30:45: Und wenn das Ganze gelaufen ist, dann wird die Polizei gerufen.

00:30:50: Sobald der Hebel oder der Knopf gedrückt wurde?

00:30:52: Nein, nein.

00:30:54: Die Ärzte ... Man darf so ein bisschen Ruhe reinkriegen und abschieb nehmen.

00:30:58: Also die Zeit ist.

00:31:00: Aber dann also nach einer gewissen Zeit, wenn die ganzen Unterlagen eben auch

00:31:04: unterschrieben

00:31:05: und fertiggemacht sind, wird die Polizei in Kenntnis gesetzt, dass hier ein unnatürlicher Tod stattgefunden hat

00:31:14: eine

00:31:15: ärztlich begleitete Suizid.

00:31:19: Und Kita habe ich

00:31:20: also

00:31:20: eben beim Sterben immer angehalten.

00:31:22: Die Polizei, die informiert wird, wird sie nur informiert oder muss sie dann kommen und Bestandsaufnahme machen?

00:31:28: Ja ja

00:31:29: das ist ein unnatürlicher Tod!

00:31:30: Das weitere Prozedere geht über die Staatsanwaltschaft.

00:31:35: Wie lange dauert es bis das Mittel wirkt?

00:31:39: Das Mittel dauert nicht lange.

00:31:41: In wenigen Sekunden schläft der Betreffende ein

00:31:46: Und

00:31:46: nach einer Weile merkt man, dass auch die Halsflachahre zur Ruhe kommt und dann ist der Mensch verstorben.

00:31:58: Sobald Kete den Antrag gestellt hat und die Bedingungen oder Voraussetzungen erfüllt, da kriegt sie ja nicht das Datum wo sich sterben wird.

00:32:08: Das dauert ja noch!

00:32:11: Nimm uns gerne mit, wie so dauert das und wie hat Kehte darauf reagiert?

00:32:17: Das wollte sie letztendlich so.

00:32:19: Aber ich erkläre das ja sehr gerne!

00:32:21: Sie hat diesen Antrag gestellt, das war im Frühjahr, in den Jahren

00:32:28: August,

00:32:29: zwei-tausenddreiundzwanzig.

00:32:31: Der Arzt, der genauso frei verantwortlich wie Kete eben auch also frei verantwürdig entscheiden durfte und konnte ja ich kann mir gut vorstellen warum diese Frau

00:32:40: also eben

00:32:41: aus dem Leben geben möchte.

00:32:42: Ich kann mir vorstellen ihr zu helfen.

00:32:44: das ist in Ordnung

00:32:45: ne?

00:32:46: Ich helfe ihr!

00:32:47: Das sogenannte grüne Licht.

00:32:50: Ich habe den Arzt noch gefragt.

00:32:51: ich war bei diesem Gespräch dabei und auch Presse.

00:32:55: Und habe ihn gefragt, wie lange denn dieses grüne Licht anhält?

00:33:02: Gibt es da eine Frist?

00:33:04: Sie war ja nur schon alt!

00:33:07: Und

00:33:08: das sagt

00:33:09: ja, in dem Alter so ein halbes Jahr sollte ich dann noch mal wiederkommen

00:33:15: um

00:33:15: eben die frei Verantwortlichkeit nochmal festzustellen.

00:33:19: Das ist ein ganz, ganz wichtiger Punkt dieses Möwes möglich sein.

00:33:23: deswegen auch also dieser Hinweis wer

00:33:25: in eine

00:33:26: Demenz gerät man weiß nie wie die verläuft das kann ganz schön schnell ganz übel werden.

00:33:34: Bei Kete, wie gesagt im August kam der Arzt.

00:33:38: Der gab auch dann das grüne Licht und damit hat Kete

00:33:45: Lebensmut gewonnen.

00:33:46: erst mal war das vollkommen in Ordnung.

00:33:49: Wir waren gerade dabei, eine Kundgebung im Leipzig zu organisieren.

00:33:53: für Harald Meyer der also eben ab halb abwärts gelähmt gewesen ist.

00:33:59: Der wollte eben dieses Medikament Natriumpendubarbital für sich haben hat er leider nicht bekommen bedauert ich bis heute dass so ein Schluss wirklich übelst zugrunde gegangen hätte.

00:34:11: dieses medikament besser haben sollen ist leider nicht so entschieden worden.

00:34:17: Aber

00:34:18: wir haben uns bemüht, ihm da

00:34:21: und ihn zu unterstützen.

00:34:22: Wir sind alle Mann auch Kete mit dann eben,

00:34:26: also zweiundneinzig

00:34:29: Jahren, dann ist sie

00:34:32: noch

00:34:32: mit nach Leipzig gefahren und hat mitdemonstriert, also für dieses Medikament.

00:34:37: Ihren Geburtstag

00:34:38: hat sie dann auch noch feiern wollen, hatte aber noch Corona gekriegt.

00:34:42: Auch die Erkrankung hat sie erledigt und überstanden weil sie noch weitere Veranstaltungen von unserem Arbeitskreis miterleben wollte.

00:34:50: wir hatten dann nämlich ein Gesprächskreis und noch eine Kundgebung und alles Mögliche also da noch gemacht und das alles hat ihr ja Lebenskraft.

00:34:59: Das fand sie spannend, dass da passiert ja noch richtig was.

00:35:03: Also das war Lebensqualität!

00:35:05: Die Arbeit im Arbeitskreis war Lebensqualität für Sie.

00:35:12: Es passte einfach

00:35:13: zu ihr

00:35:14: und es gehörte zu ihr dazu.

00:35:17: Und im Frühjahr der Jahr vierundzwanzig war sie dann endgültig so weit.

00:35:22: also von dieser Corona-Erkrankung hat sich auch nicht mehr wirklich erholt und hat dann

00:35:28: also eben die

00:35:32: Tastbescheid gegeben, dass sie jetzt soweit ist.

00:35:36: Und jeder einzelne Schritt

00:35:38: muss auch immer vom

00:35:39: Sterbewilligen weitergemacht werden!

00:35:43: Die

00:35:44: Sterbehilfeorganisation kommen nicht auf denjenigen wieder zu.

00:35:49: Jetzt sind Sie Mitglied,

00:35:50: wie sieht es

00:35:51: denn aus?

00:35:52: oder dergleichen?

00:35:53: Oder na also jetzt wird's ja mal Zeit oder sonstiges?

00:35:56: Nein mit nicht!

00:35:57: Denn wenn der Mensch sich nicht mehr meldet dann meldet er sich eben nicht und verstirbt eines natürlichen Todes.

00:36:04: das kann passieren und das passiert sicherlich auch auf jeden Fall.

00:36:09: Der nächste Schritt

00:36:10: muss immer

00:36:11: von der sterbewilligen Person auch bei Kete so weit gewesen, dann

00:36:21: hat sie eben nach

00:36:23: einer gewissen Zeit ihren Termin bekommen.

00:36:26: Es muss ja ein Arzt da sein, Termine haben, Zeit haben

00:36:31: und

00:36:31: eine dementsprechende Begleitung die das ganze Papiere

00:36:37: mitbringt als

00:36:39: Zeuge.

00:36:41: Die

00:36:42: machten Protokoll über das ganze Prozedere der Sterbehilfe

00:36:47: Und dann

00:36:48: war

00:36:48: also eben

00:36:50: klar, dass Kete dann irgendwann an

00:36:54: einem

00:36:54: bestimmten Tag verstirbt.

00:36:57: Angelika ich habe eine Zwischenfrage?

00:36:58: Ja

00:36:58: gerne!

00:37:00: Wie viel Zeit ist vergangen zwischen dem Bescheid geben das sie nun den Weg gehen möchte und letztendlich dem Termin den sie bekommen hat?

00:37:08: Bis sie den Termin bekommen hat, also dass sie gesagt hat jetzt möchte ich gerne sterben das wäre circa im März.

00:37:16: Dann

00:37:17: ist es noch ein Missverständnis

00:37:19: passiert,

00:37:21: weil sie

00:37:22: schwerhörig war.

00:37:24: Oder wollte man ihr schon einen Termin geben und das hat sie gar nicht wegen ihrer Schwerhörigkeit mitgenommen.

00:37:30: Die hat sich gefreut also dass eine ganz nette Person von Dignitas angerufen hat und nach ihrem Befinden

00:37:37: sich erkundigt

00:37:38: hat.

00:37:40: Das Bescheidgebende des Termins zwar hat sie nicht mitbekommen.

00:37:45: und wunderte sich dann, also die melden sich gar nicht.

00:37:48: Ich habe doch Bescheid gesagt!

00:37:49: Die melden sie ich gar

00:37:50: nicht.".

00:37:50: Da hab ich gesagt, gut, Kete, du, da müssen wir da angerufen.

00:37:54: Dann rufst du jetzt bitte an!

00:37:56: Der nächste Schritt von ihr aus.

00:37:58: Die hätten sich nicht gemeldet.

00:37:59: Okay...

00:38:00: Also

00:38:02: dann hat sie eben auch angerufen und gesagt, ich wundere mich, habe doch einen Antrag gestellt.

00:38:07: Ja, wir haben ihn ja schon einen Antrag geben, also einen Termin geben wollen.

00:38:12: Und dann haben wir uns geeinigt, dass er eben

00:38:14: das nächste Prozedera,

00:38:16: also das weitere Prozedere auch von mir mitbegleitet wird dass ich dann eben auch Bescheid bekomme und das also dann,

00:38:25: ich ihr, dass er da auch

00:38:27: immer sagen kann.

00:38:28: Wie viel Zeit

00:38:28: ist da vergangen?

00:38:29: Dann zwischen dem zweiten Bescheidsgeben und dem Termin den sie bekommen hat.

00:38:34: Das war dann noch mal vierzehn Tage.

00:38:36: Oh, das geht doch relativ schnell!

00:38:38: Das ging

00:38:38: dann relativ schnell ja?

00:38:40: Ja Das war dann also nochmal, dass man eben auch einen Termin gefunden hat.

00:38:46: Der frei war, wo diese beiden Personen Zeit hatten und so.

00:38:51: Also der Arzt kam ganz aus

00:38:52: über Hamburg.

00:38:54: Der musste ja erst nach Oldenburg hinkommen.

00:38:57: Die zweite Person hatte auch ein Ansatz wie ich und so... Also das musste dann schon durchaus organisiert werden!

00:39:06: Das bedeutete ihm einfach Zeit.

00:39:08: Wie war es denn für Kete, als sie diesen Termin gesagt bekommen hat?

00:39:12: Weißt du was sie emotional durcherlebt hat.

00:39:18: Es war klar dass das sie's macht und dass sie's machen will und haben will.

00:39:24: aber es war noch mal eine sehr intensive Zeit und Erleichtung und Dankbarkeit die Möglichkeit zu haben, aber auch Dankbarkeit noch eine letzte Zeit zu haben.

00:39:40: Also die letzten Wochen waren ja dann eben auch sehr intensiv.

00:39:45: Die wurden mit allem Möglichkeiten und

00:39:49: Sachen

00:39:50: nochmal gefüllt.

00:39:51: Ich vergleiche das immer gerne jeder Tag ihres Lebens der da war wie eine Perle.

00:40:00: Das wurde aufgezogen als eine Perlenkette Und jeder Tag war was Besonderes und das wurde dann eben eine besondere Perlenkette des Lebens, der letzten Tage ihres Lebens.

00:40:13: Also das war ne sehr intensive Zeit.

00:40:16: es sind noch Freunde gekommen.

00:40:18: ich meine sie waren ja sehr in der Öffentlichkeit.

00:40:21: Sie hatte Kontakte zur Presse.

00:40:23: die hat sich auch eingeladen die hat sie immer mit einbezogen.

00:40:27: also

00:40:28: auch am

00:40:28: Sterbetag war Presse dabei

00:40:31: An dem Tag davor?

00:40:33: hast du dabei ihr geschlafen oder bist du am Tag des Todes zu ihr gekommen?

00:40:38: Nee, sie wollte nicht.

00:40:39: Sie wollte alleine bleiben und auch da ist sie sich selber treu geblieben.

00:40:43: Also ich hab sie immer, also aufgrund ihrer Schwerehrigkeit habe ich sie immer angerufen.

00:40:48: Wenn ich hier aus Arlorn nach Oldenburg gefahren bin... Ich mach mich jetzt auf den Weg und wenn ich dann aus in Oldenburch gewesen bin da gepackt habe.. Ich bin jetzt vor dir deiner Tür!

00:40:59: Ich hatte einen eigenen Schlüssel.

00:41:00: Ich komme jetzt rein.

00:41:01: Da müssen Sie sich nicht verjagt, wenn ich auf einmal einer Tür stehe.

00:41:04: Das hatten wir so abgesprochen.

00:41:06: Das habe ich immer so gehandhabt und eben einfach auch an diesem Tag.

00:41:11: Wie war der Tag?

00:41:12: Magst du uns das einmal beschreiben?

00:41:14: Ja, gerne.

00:41:16: Also als ich kam und in die Wohnungen hineinkamen, dann schaute sie mich an und sagte Ankele, ich kam heute ist mein letzter Tag Und das war einfach erleichtert.

00:41:31: Das war einfach klar!

00:41:33: Das war in Ordnung.

00:41:36: Es war ihr letzter tag war gut.

00:41:38: Wir hatten

00:41:40: Und da

00:41:41: bin ich auch also sehr, sehr froh darüber nochmal eine sehr schöne Zeit miteinander ganz alleine.

00:41:47: Also wir hatten den Helfern die wir bestellt haben.

00:41:51: bis elf Uhr haben wir gesagt sollen die dann kommen sie wollte gerne ihr Schlafzimmer

00:41:57: also

00:41:58: zurecht gemacht haben damit viele Menschen die wollten auch dann teilnehmen durften und konnten.

00:42:07: Guten

00:42:08: eineinhalb Stunden, zwei Stunden, die wir nochmal wirklich dann alleine miteinander hatten.

00:42:14: Die haben

00:42:15: wir einfach gefüllt!

00:42:16: Wir haben

00:42:17: noch mal

00:42:18: kleine Videos aufgenommen für Menschen, die nicht dabei sein wollten oder konnten.

00:42:25: Wir haben

00:42:26: meine Tochter, die zu der Zeit in Norwegen gelebt hat...

00:42:31: Also

00:42:32: die Kate auch kannte

00:42:36: Haben wir

00:42:36: noch mal angerufen, haben Video-Shed gemacht und dann konnten die beiden sich auch nochmal sehen.

00:42:43: Und Kete war begeistert!

00:42:45: Diese Technik ist alles Mögliche, es war hervorragend.

00:42:49: Da kann ich dich ja nochmal sehen – du kannst mich auch nochmal sehnen!

00:42:52: Das war einfach berührend mit den Beiden eben einfach auch.

00:42:55: Es war einfach mal eine schöne gemeinsame Zeit.

00:42:59: Das war toll, das war einfach schön.

00:43:03: Dann kamen wir so gegen elf Uhr, als sie eben die guten Freunde, die halt sich dieses Schlafzimmer umgestellt

00:43:10: haben.

00:43:11: Und

00:43:13: Kita hatte mir im Vorfeld, dass ich habe Sie ja nun wie gesagt also gepflegt, hat mich gebeten und jetzt werde ich emotional, hatte mich geboten, Kita wollte gerne in ihrem Nachthelm ... in einem Nachthelm ihre Mutter versterben.

00:43:32: Und dieses Umziehen des Nachthemdes, das sollte ich übernehmen und managen.

00:43:38: Mit ihr helfen und bilflich sein.

00:43:41: Das haben wir dann eben auch gemacht.

00:43:45: Also die Freunde kamen und es kamen dann noch überraschend weitere Freunden.

00:43:50: Es kam wie gesagt auch die Presse.

00:43:52: Es sind Filmaufnahmen gemacht worden Auch an diesem Tag.

00:43:56: Wir warten immer noch auf die Veröffentlichung.

00:43:59: Die verhoffen darauf, dass das endlich mal was wird.

00:44:02: Ich glaube der Bedarf ist vorhanden und dann ist der Raum also hergerichtet werden.

00:44:10: Dann kam noch überraschend Freunde aus der Atomgegnerzeit die gehört haben, Käthe wird gehen... Die haben sich doch auch nochmal verabschiedet.

00:44:19: und da gab es also einfach noch mal Kekse essen, Kaffee trinken auf Wunschtee.

00:44:25: Also es war einfach noch einmal schöne wertvolle Zeit.

00:44:29: das war toll!

00:44:30: Das war einfach schön.

00:44:31: Kehta hat noch ein Gedicht restitiert sie hat

00:44:35: noch hoch auf dem

00:44:36: gelben Wagen gesungen.

00:44:38: Sie war gut zufrieden dass.

00:44:40: das war einfach ein schönes Ja, sie hat's, ja sie hat es terminalisiert.

00:44:46: Also Sie hat's genossen.

00:44:47: Ja kann ich mich anders sagen aber das passte zu Kette.

00:44:51: Das war ihrs!

00:44:55: Dann kam nach einer Weile eben auch die Begleitung des Arztes, die alle Unterlagen also von Antragstellung bis hin der Entscheidung von Dignitas, auch der Entscheidung des Arztes und noch weitere Unterlagen.

00:45:12: Kete musste unterschreiben dass sie weiß was sie tut das

00:45:16: sie diesen Wunsch

00:45:17: hat zu sterben.

00:45:19: die sogenannte Garantenpflicht

00:45:22: entbindung

00:45:23: für alle Anwesenheiten Wesenden musst du unterschrieben werden.

00:45:27: Das war Aufgabe also der Begleitung des Arzes?

00:45:36: Ja,

00:45:37: also

00:45:37: die Garantienpflicht ist ja, jeder hat den einen Menschen gegenüber

00:45:45: eine Pflicht

00:45:46: erst der Hilfe zu leisten.

00:45:49: Und wenn Kete dann das Medikament sich zuführt, dann müsste man rein theoretisch eben halt

00:45:56: das wieder unterbinden.

00:45:59: und damit das nicht passiert es ist gegen ihren Willen dann erste Hilfe zu bekommen.

00:46:05: Deswegen hat sie eben diese Gerantenpflicht.

00:46:06: Ob das unbedingt heute noch nötig ist, weiß ich nicht unbedingt.

00:46:10: ob liegt

00:46:11: nicht mir und meiner Entscheidung also da mir Gedanken drüber zu machen?

00:46:15: Das kann ich nicht beurteilen, möchte auch nicht beurtahlen.

00:46:20: Ist nicht mein Job!

00:46:22: Aber eben diese Unterlagen brachte, also eben diese Person mit.

00:46:27: Das musste

00:46:28: alles auch unterschrieben werden.

00:46:29: Die ging in diese Gruppe, die da war um die vierzehn Personen, die anwesend waren.

00:46:38: War die mitanwesenden?

00:46:39: Hat auch noch ein Tee und Kaffee und was weiß ich zu sich genommen, was sie haben wollte, Keksel gegessen usw.. Und hat sich auch ganz angetan und fasziniert von dem Geschehen.

00:46:52: kam

00:46:52: auch der Arzt

00:46:54: und dann

00:46:55: war also eben

00:46:56: wie so ein Glöckchen.

00:46:59: Den arzt wollte Seketin nun nicht mehr lange warten lassen, das ging ja nur überhaupt nicht, er ist ja extra soweit gefahren und musste

00:47:07: ja auch noch

00:47:07: sowei wieder zurückfahren.

00:47:11: Und dann war sie mich

00:47:12: also eben sie ins

00:47:14: Nebenzimmer zu begleiten um sie umzukleiden.

00:47:20: Und dann sind wir durch die Menschenmenge ja durchaus, also die Spalier gestanden haben und

00:47:29: ihr

00:47:29: noch mal schiefst gesagt haben.

00:47:31: Sind wir da durchgegangen ins Schlafzimmer?

00:47:34: Bin dann dir auf die rechte Seite gegangen, auf die lenke Seite war der Arzt, der alles vorbereitet hat.

00:47:41: Dieses Medikament

00:47:42: Tio Pental muss aufgelöst werden aufbereitet werden.

00:47:48: Das hat er alles schon dann fertig gemacht gehabt, in der Zeit wo wir uns also Kete sich umgezogen haben.

00:47:55: und

00:47:56: Kete hat sich bei allen bedankt, sich bei

00:48:00: ihren

00:48:02: lieben Menschen die ihr immer geholfen habt auch in der zeit wo ich ja nicht in Oldenburg war hat sie sich bedanked Bei Freunden, auch Freunden die nicht anwesend sein konnten.

00:48:15: Bei dem Arzt bedankt bei der Begleitung, bei denen die Anwesen waren, bei mir bedankte also... Sie wurde mehrfach im ganzen Prozess, wurde sie mehrfach gefragt.

00:48:28: Sie wissen

00:48:29: warum

00:48:30: wir hier sind?

00:48:30: Ja ich will sterben!

00:48:32: Also musste immer wieder sagen weil dass sie das auch auf jeden Fall will dass sie weiß, was passiert wenn sie eben die Infusion öffnet.

00:48:42: Das wurde auch geübt erst mal

00:48:46: und

00:48:48: dann hat sich wie gesagt ins Bett geliegt, hat sich Spalen bedankt.

00:48:56: Dann hat der Arzt die Infusionen gelieht.

00:48:59: es wurde erstmal eine Salzlösung

00:49:02: also

00:49:03: isotonische Salzlösungen angeschlossen damit

00:49:07: umzuschauen,

00:49:08: dass also dieser Zugang

00:49:09: eben auch frei

00:49:10: läuft

00:49:12: und

00:49:13: das auch geübt wird.

00:49:16: Ob sie diesen Regler bei einer Infusion also eben auch öffnen kann ist auch noch mal gefragt worden.

00:49:24: Sie wissen wenn sie das öffnet was passiert?

00:49:28: ja dann sterbe ich also immer wieder.

00:49:30: angefragt wurden immer wieder nachgehakt worden.

00:49:34: hätte bis dahin immer noch sagen können meine ich, will ich nicht.

00:49:38: Können alle nach Hause gehen?

00:49:40: Wer auch in Ordnung gewesen wäre.

00:49:41: Vollkommen in Ordnung gewesen wär ihr Wille darum ging's.

00:49:45: Darum ging es.

00:49:48: Ja und dann wurde dann wenn sie so weit sind, dann stecke ich jetzt auf das totbringende Medikament und Sie wissen dann

00:49:58: können und dürfen wir

00:49:59: nicht mehr an die ganzen Gerätschaften nicht mehr ran.

00:50:04: Dann geht doch keiner mehr da an!

00:50:05: Also

00:50:05: auch,

00:50:07: also das war für mich der Buch.

00:50:08: Ich konnte sie streicheln, habe ihren Gesicht gestreichelt und nicht jeden einzelnen Schritt.

00:50:13: Was der Arzt dann gesagt hatte – Sie war ja nun mal schwerhörig – hab ich es noch einmal lauter gesagt, deutlicher gesagt, damit sie folgen konnte?

00:50:23: Habt ihr den Arm gehalten?

00:50:24: Na, hat sie's aufgemacht!

00:50:27: Hat sich nach hinten geliegt….

00:50:28: Und ich höre sie bis heute sagen «Jetzt kommt mein Tod».

00:50:35: Hat sie sich lange Zeit gelassen?

00:50:37: dass sie den Hebel umgelegt

00:50:38: hat?

00:50:38: Nein, das war ... Das hat nicht mehr lange gedauert.

00:50:44: Das war für Sie in Ordnung.

00:50:46: Dass das so wie Sie es haben wollte.

00:50:49: Wir hatten dann einfach noch Zeit.

00:50:51: Also das dauerte gar nicht lange.

00:50:53: Wie gesagt ist sofort eingeschlafen!

00:50:55: Das war kein Kampf nichts.

00:50:59: Man nässt auch nicht ein, gar nichts.

00:51:01: Da passiert gar nichts Schlichtes, Schlimmes.

00:51:05: Das ist ein Erlebnis, so möchte ich auch schämen.

00:51:08: Wie hat sich das für dich angefühlt in dem Moment dabei zu sein und ihre letzten Worte zu hören?

00:51:13: Und zu merken dass der Puls immer weiter runterfällt?

00:51:16: Diese letzten Werte die ich eben gesagt habe, die hat sie nicht mehr gesagt.

00:51:20: Die hat sie gedacht.

00:51:21: Ich höre Sie immer noch denken!

00:51:28: Für mich ist es so, dass sie das gedacht hat.

00:51:32: Das war in Ordnung und ich möchte auf die gleiche Art und Weise sterben, ja.

00:51:37: Hast du für dich schon definiert?

00:51:39: Hast du eine Rahmen gesetzt?

00:51:41: Wann ich also irgendwann ... Momentan bin ich noch so fleißig dabei für Sterbehilfe zu kämpfen.

00:51:50: das kann gerne noch zwanzig dreißig Jahre dauern aber irgendwann möchte ich die Möglichkeit haben.

00:51:57: Das möchte ich mir erhalten und ich möchte es für die vielen Menschen, die diese Hilfe auch haben wollen, haben.

00:52:03: Und

00:52:03: erhalten!

00:52:05: Das ist das.

00:52:06: Also Keta hat selber ja ihre Freundin begleitet?

00:52:10: Ich habe Keta begleitet.

00:52:13: Wer mich eines Tages begleittete, bin mal gespannt.

00:52:16: Hast du mit deinem... hast du mit deinen Liebsten schon darüber gesprochen?

00:52:19: Die wissen alle Bescheid.

00:52:20: Wie

00:52:20: gehen sie damit um?

00:52:22: Vollkommen

00:52:22: cool.

00:52:26: Das gehört

00:52:27: also,

00:52:27: meine Familie unterstützt mich dabei.

00:52:31: Könnte dein Ehrmann verstehen wenn du vor ihm gehen wollen würdest?

00:52:37: Das wäre auch in Ordnung.

00:52:38: Also

00:52:38: er ist...nein

00:52:40: ich meine müssen wir gucken was uns erreicht und was kommt und wie es weitergeht.

00:52:50: Wie gesagt, ich habe es nicht eilig damit.

00:52:52: Aber irgendwann

00:52:56: möchte

00:52:57: ich auf diese gleiche Art und Weise sterben dürfen.

00:53:01: Und das Sterben darf auch

00:53:06: als

00:53:06: willkommener Gast angenommen

00:53:09: werden.".

00:53:10: Hat Kete vorher definiert wie ihre Beerdigung ablaufen soll?

00:53:14: Die hat das alles gut organisiert, hat die Menschen sich gesucht, die ihre Beerdigung also

00:53:20: auch

00:53:22: gemacht,

00:53:23: also

00:53:24: vorbereitet hat.

00:53:25: Also

00:53:26: ihr

00:53:27: sehr nahe Mensch der sie eben also in den letzten Jahren auch gut begleitet hat, auch in der Zeit wo ich ja nicht dabei war und mit meiner Familie ...

00:53:36: gut

00:53:36: beschäftigt gewesen bin.

00:53:39: Also

00:53:40: der hat die Trauer andacht und Trauerefeier eben auch organisiert, hat da hervorragend gemacht.

00:53:46: Also meine Aufgabe Kete gegenüber war eben an diesem Tag und mit dieser Stunde eigentlich vorbei.

00:53:54: also wir hatten.

00:53:58: es ergab sich eben so dass wir kurze Zeit später in Urlaub fahren

00:54:03: also gebucht

00:54:04: haben

00:54:06: Und

00:54:09: die Beerdigung konnten wir aufgrund dessen gar nicht so wahrnehmen.

00:54:13: Aber das war in Ordnung für uns, weil

00:54:16: ich

00:54:17: durfte ihr im Vorfeld so viel geben und von ihr empfangen dass mir da eigentlich nichts fehlt.

00:54:26: Das ist in Ordnungen so, das ist vollkommen in Ordlung.

00:54:30: Für alle anderen wäre es

00:54:33: Ein langes

00:54:34: Warten auf die Beerdigung gewesen und für mich war, also ich habe ja eigentlich die letzten

00:54:41: Monate

00:54:42: schon letztendlich Abschied genommen.

00:54:45: Das war auch ein durchaus langes intensives Abschied nehmen aber ein gutes.

00:54:51: Eine gute Möglichkeit von der Welt zu gehen!

00:54:54: Bei meiner Recherche nach dem Thema mit selbstbestimmten Sterben bin ich auf sehr wenig Infomaterial gestoßen.

00:55:03: Wie kannst du dir das erklären?

00:55:04: Also ist es in der deutschen Gesellschaft noch gar nicht so präsent.

00:55:08: oder was meinst du, woran liegt das dass darüber nicht genug aufgeklärt wird?

00:55:12: Ich meine wir bemühen uns jetzt mittlerweile seit vier Jahren darüber aufzuklären.

00:55:19: Es ist in der Tat so da hast du recht.

00:55:21: also

00:55:23: die

00:55:24: DGHS, die Deutsche Gesellschaft für meine Sterben

00:55:27: hat

00:55:28: vor letztes Jahr eine Forserumfrage in Auftrag gegeben und dabei ist rausgekommen dass gerade mal fünfzehn Prozent der Bundesbürger überhaupt weiß das sie nicht mehr in die Schweiz fahren müssen.

00:55:39: Fünfzehn prozent!

00:55:42: Ich meine es ist zwanzigzwanzig gewesen wo dieses Urteil

00:55:45: also eben gecancelt

00:55:49: worden ist.

00:55:49: Also eben dieser Paragraph zwo hundert siebzehn, also

00:55:53: eben

00:55:54: fürnichtig erklärt worden ist und es hat keine Aufklärung stattgefunden.

00:56:00: Es ist mehr oder weniger ein Mundpropaganda.

00:56:04: Und da sind wir...

00:56:05: das ist auch unsere Aufgabe

00:56:07: vom Arbeitskreis, also da

00:56:10: eben auch

00:56:10: wirklich gegenzuhalten damit die Menschen davon hören, davon erfahren, dass es Arsch-Derbelhilfe

00:56:20: gibt.

00:56:20: Dass es möglich ist das sich geändert hat also man muss nicht mehr in die Schweiz.

00:56:27: Ich bekomme

00:56:27: auch immer

00:56:28: wieder zu hören hätte ich das eher gewusst

00:56:31: Also mein

00:56:34: Vater, meine Mutter und meinen Frau

00:56:36: wie auch immer

00:56:37: in meiner Familie wäre so viel Leid erspart geblieben.

00:56:41: Das ist immer wieder eine Äußerung die wir von den Menschen bekommen, die dann erfahren dass sie eben nicht mehr in die Schweiz fahren müssen.

00:56:49: oder das auch.

00:56:50: also die

00:56:52: DGHS und die Dignitas.

00:56:54: beide haben ja einen sogenannten Sozialfonds.

00:56:57: Auch Menschen die nicht das Geld aufbringen können!

00:57:01: Denen wird ja auch geholfen.

00:57:02: Es ist nicht nur eine Hilfe für Reiche, sondern

00:57:07: eben

00:57:08: für jeden

00:57:10: möglich – das ist

00:57:11: machbar!

00:57:12: Aber es ist den Menschen leider nicht bekannt.

00:57:17: Wie teuer ist das ungefähr?

00:57:18: Kannst du uns da eine Range nennen, damit man das einordnen kann.

00:57:22: Es ist auch unterschiedlich.

00:57:23: also von diesen beiden Organisationen, also Dignitas und DGHS weiß ich es ja nur.

00:57:28: Also

00:57:29: Dignitas

00:57:31: nimmt sechstausend Euro.

00:57:33: Das ist aber auch ne reine Sterbelhilfe-Organisation.

00:57:37: haben,

00:57:39: Geld haben, führen die auch also einen Sozialfonds.

00:57:42: Also auch da geht möglichst wieder was in den Sozialfond rein.

00:57:51: und die DHS, da ist es viertausend Euro, die sind aber breiter aufgestellt das ist eine sogenannte

00:58:02: Patientenschutzorganisation und die bieten

00:58:07: auch Freitodhilfe an Also

00:58:11: die

00:58:11: Familie.

00:58:13: Da läuft es dann also auch nicht

00:58:15: über eine

00:58:16: Begleitung und einem Arzt, sondern da

00:58:20: ist immer

00:58:21: ein Rechtsanwalt, Rechtsanwelt hin und ein Ärztärztin

00:58:28: als Team unterwegs,

00:58:29: die Sterbehilfe leisten.

00:58:32: Das heißt... Dann

00:58:33: gibt es noch andere, die

00:58:35: eben

00:58:35: auch nochmal andere Preise haben?

00:58:38: Das heißt also, wenn ich bedürftig bin und ich habe nicht genügend Geld um eigenständig das zusammenzubringen.

00:58:45: Dann kann man mir nichtsdestotrotz dabei helfen dann durch Fremdfinanzierung, so wie das Beschwersschilder tanzt?

00:58:53: Genau.

00:58:53: Es wird also schon erwartet, dass sagen wir mal tausend Euro

00:58:56: eben aufgebracht

00:58:57: werden.

00:58:58: Okay,

00:58:58: d.h.,

00:58:58: wir haben einen Eigenanteil.

00:59:00: Ein Eigenteil ja!

00:59:02: Also ich meine umsonst

00:59:03: gibt es nicht,

00:59:04: aber was gibt's umsonsten ist... damit zeigt man aber auch seinen freien Willen und eben wie wichtig es ist.

00:59:11: Das muss man ja auch also darstellen, das muss man einfach auch im Raum stehen lassen können.

00:59:17: Aber grundsätzlich wird geholfen.

00:59:19: Und ich meine, bevor jemand mir nah ist und sich quälen darf – ganz ehrlich dann möchte ich schon gerne auch helfen dürfen!

00:59:28: Das kann man ja als Familie lösen.

00:59:31: Wie sieht es denn gerade politisch aus?

00:59:34: Ich meine die Politik hatte ja diesen besagten Paragraphen

00:59:42: STGB?

00:59:43: Du weißt es besser.

00:59:45: Ja,

00:59:45: ich bin der Memetier drin und das mache ich mittlerweile vier Jahre!

00:59:49: Das ist so... Was ist Patte jetzt akut?

00:59:58: Leider muss ich sagen und leider auch von der SPD

01:00:02: aber hier

01:00:02: mal ganz direkt liebe SPD lasst es Bitte,

01:00:06: ihr verliert so

01:00:07: viele Wähler sowieso schon.

01:00:09: Finger

01:00:10: weg von der Sterbelhilfe.

01:00:11: ganz ehrlich ich find's unnötig die dabei sind wieder eine neue Gesetzgebung

01:00:18: zu entwickeln

01:00:22: und wir fürchten dass das wieder einhergeht also mit strikten Grenzen und

01:00:29: Bedingungen

01:00:30: damit eben diese Hilfe auch als wahrgenommen werden kann.

01:00:34: Also es gab, also wie ich ja eben schon gesagt hatte, zwei Jahrzehntwürfe, die Gott sei Dank nicht angenommen worden sind.

01:00:49: Nicht entschieden worden sind

01:00:52: und

01:00:53: der eine Vorschlag war ähnlich der Paragraf twohundertsebten mit wenigen

01:01:01: Unterschieden.

01:01:02: Und da wurde dann erwartet, dass

01:01:04: also die

01:01:07: Menschen sich bei zwei Therapeuten melden sollten

01:01:13: in einer

01:01:14: gewissen Zeit auch noch um dann frei verantwortlich festzustellen.

01:01:21: Man kriegt heute keinen einzigen Termin

01:01:23: in einer gewissen

01:01:24: Zeit.

01:01:25: Ich habe viele Menschen in meinem Umkreis, die Jahre warten

01:01:29: um überhaupt

01:01:30: einen Therapieplatz zu kriegen.

01:01:33: Angelika gibt es denn noch Worte, die du an Käter richten wollen würdest?

01:01:37: Wenn Du es könntest jetzt.

01:01:42: Danke!

01:01:43: Einfach nur danke dass Du da warst, danke das ich Dich begleiten durfte und danke... Dass Du mir so unheimlich viel beigebracht

01:01:53: hast.

01:01:53: Das hast Du mit daran.

01:01:54: Es hast Du gut geschafft.

01:01:57: Was wünschst du dir für deine persönliche Zukunft?

01:01:59: Für mich persönlich, dass ihr Menschen weiter geholfen werden darf.

01:02:07: Dass unsere Arbeit weitergeht und dass dieser Podcast möglichst oft angehört wird

01:02:12: und auch

01:02:13: angenommen wird.

01:02:16: Sonst, für mich, dass ich gesund bleibe und deswegen dadurch also eben meine Arbeit fortführen kann.

01:02:25: Ich bin jetzt

01:02:27: Und

01:02:28: ich habe noch einiges vor euch.

01:02:30: Ich möchte da auch den Politiker noch ganz gerne ein bisschen auf die Füße treten, das auf jeden Fall macht Spaß!

01:02:40: Angelika danke dir, dass du deine und auch Ketisgeschichte hier geteilt hast denn das ist sehr viel was du uns hier gezeigt hast was wir so noch nicht hatten im Podcast und es freut mich umso mehr und das stand tatsächlich auch auf meiner Wunschliste.

01:02:53: Super

01:02:55: Danke schön und wir wünschen dir alles Liebe und alles Gute für dich in Tennis zu können.

01:03:00: Ja, ich bedanke mich auch bei euch für eure Zeit, für eure Mühe

01:03:04: und liebe Zuhörer

01:03:08: macht was draus!

01:03:13: Du willst selbst bei uns dabei sein oder hast einen Teamvorschlag?

01:03:17: Denn melde dich auf unserer Website oder unsere Social Media Wenn du von den besprochenen Themen betroffen bist oder Unterstützung benötigst dann zögere nicht Hilfe in Anspruch zu nehmen.

01:03:29: Hol die Unterstützung bei professionellen Hilfeinrichtungen oder dir vertrauten Personen.

01:03:35: Bis zum nächsten

01:03:35: Mal, bei

01:03:36: von Bohne

01:03:37: zu Bohne.

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