Wenn Alkohol wichtiger wird als Familie: Co-Abhängigkeit, Klinik, Rückfälle, Scham #98 Sophia
Shownotes
Triggerwarnung: In dieser Folge geht es um Alkoholabhängigkeit, Co-Abhängigkeit, Rückfälle, Entzug, Krankenhausaufenthalte, körperlichen Abbau, psychische Belastung, Scham, emotionale Manipulation, Überforderung, Gefährdung eines Kindes, Trennung, Jugendamt, Tod durch mögliche Folgen des Alkoholkonsums und Trauer. Hör die Folge nur, wenn du dich stabil genug fühlst. Brich ab, wenn du merkst, dass es dir zu viel wird.
Am Anfang ist da Liebe auf den ersten Blick. Sophia und ihr damaliger Mann ziehen schnell zusammen, gründen eine Patchworkfamilie und bekommen später ein gemeinsames Kind. Der Alkoholkonsum wirkt zunächst unauffällig. Ein Glas Wein zur Lieblingsradiosendung, Alkohol auf Feiern, später eine versteckte Wodkaflasche im Büro.
Sophia merkt erst nach und nach, wie stark die Sucht bereits in ihren Alltag eingreift. Sie findet Flaschen, hört Erklärungen, hofft auf Veränderung und glaubt lange daran, dass Liebe, Geduld und Unterstützung reichen können. Doch die Rückfälle kommen immer wieder.
Ihr Mann kommt ins Krankenhaus, macht Entgiftungen und Langzeittherapien. Sophia trägt währenddessen den Alltag. Sie kümmert sich um das Kind, das Haus, Termine, Finanzen, Klinikfahrten und Krisen. Sie nimmt Autoschlüssel weg, sucht Flaschen, ruft den Krankenwagen und versucht, die Familie zusammenzuhalten.
Dabei verliert sie sich selbst immer mehr. Sophia spricht über Scham, Alarmbereitschaft, Erschöpfung und den Moment, in dem sie erkennt: Sie kann ihn nicht retten.
In dieser Folge geht es um Alkoholabhängigkeit, Co-Abhängigkeit, Rückfälle, Familie, Trennung, Verantwortung, Scham, Grenzen und den Tod ihres früheren Mannes. Sophia erzählt nicht von einem schnellen Ausweg. Sie erzählt von einem langen Weg, auf dem sie erst lernen musste, dass Hilfe für einen suchtkranken Menschen nicht bedeuten darf, sich selbst und das eigene Kind zu verlieren.
Zeitstempel: 0:00:00 – 0:01:38: Triggerwarnung und Intro 0:01:56 – 0:09:06: Vorstellung von Sophia, Kennenlernen, Patchworkfamilie, erste Hinweise auf Alkoholkonsum und gemeinsame Schwangerschaft 0:09:06 – 0:17:36: Hauskauf, versteckte Flaschen, Leberentzündung und das erste klare Bewusstsein für die Alkoholabhängigkeit 0:17:36 – 0:25:12: Jobverlust, Hausverkauf, Entgiftung, Langzeittherapie und Hoffnung auf einen Neuanfang 0:25:12 – 0:35:03: Rückfälle, Klinikplätze, Krankenwagen, Flaschensuche, Kontrollversuche und ständige Alarmbereitschaft 0:35:03 – 0:42:12: Scham, familiäre Belastung, eine eskalierte Feier und der Sohn, der Alkohol im Garten findet 0:42:12 – 0:49:51: Flucht zur Freundin, Entscheidung zur räumlichen Trennung, Hausauflösung und letzter Kliniktransport 0:49:51 – 0:58:19: Gefährdung des Sohnes, Wochenenden ohne Schutz, Alkohol in der Wasserflasche und räumliche Trennung 0:58:19 – 1:05:55: Veränderte Vater-Sohn-Kontakte, Vorwürfe, Autounfall, Scheidung, Jugendamt und Logbuch 1:05:55 – 1:12:18: Körperlicher Abbau, Tod des Ex-Mannes, letzte Begegnung und Kontaktverbot zum Schutz des Sohnes 1:12:18 – 1:16:52: Rückblick, Grenzen, Hilfe von außen und Sophias Rat an Angehörige 1:16:52 – Ende: Zukunftswunsch, Verabschiedung und Hinweis auf Unterstützung
alkoholabhängigkeit #alkoholismus #coabhängigkeit #sucht #suchterkrankung #rückfall #entzug #langzeittherapie #angehörigevonsuchtkranken
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Transkript anzeigen
00:00:01: Und er hatte mich dann gebeten, dass ich doch bitte diese Flasche entsorgen sollte.
00:00:05: Dass eher wenn er nach Hause kommt, da nicht in Gefahr läuft wieder mit anzufangen.
00:00:10: Habe ich natürlich gemacht und er hatte da so ein Karton stehen das waren leerer Karton früher im PC drin gewesen war.
00:00:16: Er hat meine sämtliche Flaschen überall und ich bin zum Container gefahren.
00:00:20: Ich glaube, nach der zwanzigten Flaschaft habe ich aufgehört
00:00:22: zu zählen.
00:00:26: Trigger-Wano bevor wir beginnen möchten wir dich auch etwas Wichtiges hinweisen Uns sind deine Sicherheit und Gefühle wichtig.
00:00:33: Wir möchten gewährleisten, dass du dich während des Höhrens unseres Podcasts wohl fühlst und keine unerwarteten Auslöser erlebst!
00:00:40: In dieser Episode werden wir Themen ansprechen die für einige Höhrende verstörend sein könnten.
00:00:46: Zu Beginn der Folge stellen wir das Thema vor.
00:00:48: Falls du denkst, dass das genannte Thema für dich persönlich belastend sein könnte dann möchten wir dich bitten die Folge direkt zu beenden.
00:01:00: Stell dir vor Du kommst in einen Raum.
00:01:02: Vor dir sitzt ein Mensch und du hast keine Ahnung, wer das ist.
00:01:06: Das
00:01:06: passiert mir in jeder Folge bei unserem Podcast von Bohne
00:01:09: zu Bohne!
00:01:11: Mein Name ist Charlotte und ich weiß vorher nichts über unsere Gäste.
00:01:14: Kein Name?
00:01:15: Keine
00:01:15: Information?!
00:01:16: Keine Themen.
00:01:17: also werden meine Fragen auch deine Fragen sein.
00:01:21: Ich bin Sanya und ich suche die Gäst.
00:01:23: Hier achte ich darauf dass es Menschen mit ehrlichen
00:01:25: berührenden
00:01:26: und bewegenden Geschichten sind
00:01:28: Und genau
00:01:29: die wollen wir mit euch teilen.
00:01:30: Bist du bereit, gemeinsam mit Charlotte neue Geschichten kennenzulernen?
00:01:38: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge.
00:01:40: Mein Name ist Charlotte.
00:01:41: Mein name ist Zanya.
00:01:42: Meinname ist Sophia Und ich war jahrelang koabhängig von meinem Alkohol-Krankenmann.
00:01:47: Hi Sophia!
00:01:48: Vielen lieben Dank dass Du Dich uns allvertraust.
00:01:50: Es ist keine Selbstverständlichkeit gerade bei so einem krassen Thema.
00:01:53: ehrlicherweise Was würdest Du denn sagen?
00:01:56: wo starten wir in Deiner Geschichte?
00:01:58: Ja Wir starten ungefähr vor achtzehn Jahren.
00:02:02: Das war die Zeit wo ich meinen damaligen Mann kennengelernt habe.
00:02:07: Und es war eigentlich damals lieber auf den ersten Blick, wie man so sagt.
00:02:13: Man hat sich getroffen sofort ... Die Schmie stimmt das sofort und wir sind damals auch sehr schnell zusammengezogen.
00:02:23: Es war dann eine Patchwork-Family.
00:02:24: Ich hab damals einen Sohn mitgebracht, eher einer Tochter.
00:02:28: Wir sind schon nach einem halben Jahr als Patchwork-Family zusammengezogen.
00:02:34: Hatte er da schon, jetzt Rückblicken gesehen, ein Suchtverhalten an den Tag gelegt oder war dir das nicht bewusst?
00:02:41: Oder hat sich das spät erst entwickelt?
00:02:42: Was war die Situation?
00:02:44: Als ich ihn kennenlernte, hatte mir erzählt, dass er so einmal in der Woche eine Lieblingsradiosendung hatte wo er sich dann gerne zurückgezogen und dazu seinen Liebling eingetrunken hat.
00:02:56: Das fand ich aber damals ... Nichts Auffälliges in dem Sinne.
00:03:02: Und hab mir da jetzt auch nichts beigedacht, ich selbst habe überhaupt keinen Drangeldholz trinken.
00:03:09: es war noch nie so aber ich habe halt durchaus mitgekriegt dass es halt auch andere Menschen gibt die gerne mal ein Glas Wein oder so trinken.
00:03:16: genau und von daher habe Ich das jetzt auch als normal angesehen sage ich jetzt Mal und Es ist so dass ich dass das Ganze auch über die Jahre sich verändert hat und ich es auch wirklich drei Jahre lang gar nicht gemerkt habe.
00:03:35: Würdest du sagen, dass er ein Job hatte wo er schnell doll gestresst war?
00:03:44: Nein eigentlich nicht!
00:03:45: Also als uns kennenlernten, hatte er situationsbedingt auch nur einen Teilzeitberuf.
00:03:50: Weil er ja alleinerziehend mit dem Kind war.
00:03:53: Später hat sich das dann geändert oder wieder in Vollzeit gegangen ist aber generell ein Mensch der sehr sensibel war und auch sehr sensibel reagiert hat.
00:04:06: Aber wenn er Stress hatte, dann war es eher innerlich also man hat das im Außen so gar nicht Mitbekommen, herausfordernd waren dann eher die Situation mit den Kindern.
00:04:16: Weil sie halt in die Pubertät kamen und sehr stressig waren.
00:04:20: Und ja ...
00:04:22: Du hast gesagt der Herr war sensibel?
00:04:24: In welchen Bereichen war er sensibel ?
00:04:27: Generell als Mensch.
00:04:28: Es gibt Menschen, die sind feinfürdig veranlagt und andere, die so cool nach außen sind.
00:04:36: Das war also einer derjenigen, ... feine Antennen hatte, sage ich jetzt mal.
00:04:41: Und auch so sehr vom Charakter einfach sensibel war halt so und...
00:04:48: Wie ging das in meiner Fragestellung darum?
00:04:51: Ob er sich dadurch schnell angegriffen gefühlt hat wenn man ihn kritisiert hat?
00:04:55: Meinst du damit sensibel oder grundsätzlich war er verletzlich von seiner Art hier nach außen getragen hat?
00:05:02: Ich würde sogar sagen beides!
00:05:03: Okay also er konnte sehr schlecht damit umgehen, wenn andere Menschen wütend waren.
00:05:10: Da konnte der gar nicht mit umgehen.
00:05:11: Das war immer so... Also ich musste immer ... Wenn ich mal einen Wut hatte, musste ich das irgendwie unterdrücken oder woanders auslassen weil ich wusste da kann er überhaupt nicht mit Umgehen so halten.
00:05:21: Wie ist er denn damit umgegangen?
00:05:24: Ja aber so jemand hat es immer alles auf sich bezogen.
00:05:27: So nach dem Motto Ich bin ja nichts wert oder ich bin ja nicht gut genug.
00:05:31: und Also, er hat immer so suggestiv Gesetze gesagt.
00:05:36: Kann
00:05:38: ich das so verstehen?
00:05:38: Wenn du ihn kritisiert hast, dann hat er es ... Ob jetzt bewusst oder unbewusst manipuliert, indem er sich in die Opferrolle gestellt hat?
00:05:47: Ich hab ihn noch nicht mal wirklich kritisierend.
00:05:49: Er hat's dann als Kritik empfunden, obwohl es eigentlich in dem Sinne keine war, sag ich jetzt mal.
00:05:55: Das war so das Problem, was er halt auch ein bisschen hatte aber man ... Jeder hat ja so seine Macke, habe ich gedacht.
00:06:01: Und man ist ansonsten gut zurechtgekommen.
00:06:04: und was den Alkohol angeht war es auch so dass das nur auffällig war wenn er zum Beispiel in der Feier war.
00:06:11: Ich sage jetzt mal Karneval hier im ... oder wir halt auch... Wenn ein Arbeitgeber feier war also da hat er dann auch wirklich gerne übertrieben.
00:06:21: soll ich jetzt mal?
00:06:22: und war dann auch So.
00:06:26: und aber ansonsten war es die ersten Jahre so, dass ich jetzt nichts sagen konnte.
00:06:33: Der hat jetzt da ein Problem.
00:06:36: Du hattest vorhin gesagt das er diese eine Radiosendung hatte einmal die Woche wo er gerne was getrunken hat sein Lieblingsfein?
00:06:44: Hast du abgesehen von dem Wein noch weitere Alkoholsorten im Haushalt gefunden?
00:06:50: Die erste Zeit nicht später mal so.
00:06:55: Da gab es eine Situation.
00:06:57: Wir hatten ein gemeinsames Büro und da hatten wir so einen Tischhexler stehen, um so Aktenvernichter ... Und ich wollte Akten vernichten und hab das Teil angehoben und hab gedacht, warum ist das zu schwer?
00:07:11: Und macht das dann auf!
00:07:12: Und da habe ich gesehen, dass da drin eine Flasche Rotker war.
00:07:15: Dann habe ich ihn noch angesprochen und gesagt, wieso ist denn da eine Flosche Rotcker da?
00:07:20: Ja, der hat gesagt... Ich trink mir ab und zu mal ein kleines bisschen, aber ich möchte nicht dass die Kinder das sehen.
00:07:27: Das wird kein schlechtes Vorbild
00:07:30: sein.".
00:07:31: Und auch da habe ich mich dann erst einmal nicht wirklich was beigedacht.
00:07:34: Im Nachhinein wo ich mich mit der Thematik auseinander gesetzt hab, habe ich dann nach hineinbegriffen, dass wirkliche Alkoholiker den Alkot verstärken und gar nicht so offensichtlich trinken.
00:07:47: Aber das war mir in dem Moment gar nicht bewusst weil ich ja überhaupt noch diese Thematik mich auseinandersetzen musste.
00:07:53: in dem Sinne halt.
00:07:55: Man muss auch sagen, das Wodka natürlich ist sehr großneutral.
00:07:59: und dann hast du noch mal diesen intensiven starken Alkohol... Das ist ja auch nochmal ein klares Wahnsinn.
00:08:05: Also ich
00:08:05: habe ihn dann wirklich angesprochen und hatte mir gesagt wenn er so stressige Momente hat was jetzt mit der Erziehung der Kinder zu tun hatte, er hat sich gerne alkoholfreies Bier gekauft oder auch mal normales Bier Da reingemacht er gesagt, das reicht ihm.
00:08:21: Dann wird er ruhig und dann ist er entspannt.
00:08:24: so.
00:08:24: Und das war der Anfang, würde ich mal irgendwie sagen.
00:08:32: Das Ganze war wirklich so ... dass ich später gemerkt habe, dass es halt mehr wurde.
00:08:40: Jetzt habt ihr ja auch ein gemeinsames Kind bekommen?
00:08:44: Wie hat sich das verändert als du schwanger wurdest?
00:08:48: Also zu dem Zeitpunkt, wo wir uns entschlossen hatten ein gemeinsames Kind noch zu haben.
00:08:53: Da war das Thema auch nicht wirklich stark und hatte ihn nur gebeten er soll doch in der Zeit, wo man jetzt versucht einen Kind zu bekommen einfach mal ein bisschen kürzer treten.
00:09:06: halt Ja, ich weiß noch eine Situation wo ich beim Frauenarzt war und habe mich untersuchen lassen ob alles in Ordnung ist.
00:09:13: Und dann sagt die sie ja das wäre jetzt ein guter Zeitpunkt und ich so Freude strahlen dann zu ihm hin jetzt ist es ein gutter Zeitpunkt.
00:09:18: Dann hat er eher bei derzeit beim Weinhändler gewartet und hat da Proben genommen und hatte schon einen Sitz, wo ich dann gedacht hab ja das brust jetzt heute nicht mehr.
00:09:26: also heute ist kein guter zeitpunkt Und das war auch immer so etwas, was wir regelmäßig gemacht haben.
00:09:33: Dass er bei einem Weinhändler immer mal ein paar Flaschen Lieblingswein gekauft hat.
00:09:39: Aber es war jetzt nicht übertrieben, sag ich jetzt mal.
00:09:43: Ja und es ist eigentlich gekippt in dem Jahr wo wir dann also geheiratet haben.
00:09:48: Da war unser Sohn aber schon anderthalb.
00:09:51: Also das heißt, in der Zeit war kein übermäßiger Alkoholkonsum zu sehen.
00:09:58: Wie lang wart ihr dann da schon zusammen?
00:10:02: Als unser Sohn geboren wurde, waren wir ungefähr drei Jahre zusammen und als wir empführten, glaub ich, zusammen, haben wir geheiratet.
00:10:09: Genau!
00:10:10: Und ich würde auch behaupten, dass die ersten zwei Jahre das gar nicht so gravieren war.
00:10:14: Also wirklich in dem Jahr, wo wir geheilatet haben, habe ich gemerkt ist es gekippt.
00:10:19: Wir haben damals ein Haus gekauft und das haben wir dann auch umgebaut.
00:10:24: Er war handwerklich sehr geschickt und ist dann auf Feierabend in das Haus gefahren, hat dann da das Haus auch renoviert.
00:10:31: Und als wir dann da im Umzuru waren ich hatte einen Garderobenschrank und wollte da irgendwas obendrauf legen und bin auf den Stuhl gestiegen und guckte oben drauf, dann lag mir wieder eine Flasche.
00:10:43: Dann habe ich schon gesagt, ich dachte du wolltest es nicht mehr machen weil wir hatten darüber gesprochen dass es nicht gut ist wenn er das macht und er sagt auch er will das nicht mehr tun.
00:10:50: Er sagte ja ich bin jetzt hier so im Stress ich brauche das im Moment Und das war dann auch wieder nicht eine Situation, wo ich so gedacht habe, dass er ein Problem hat damit.
00:11:04: So und dann haben wir halt da umgebaut.
00:11:07: und ja, dann kamen halt so Situationen, wo Ich gemerkt hab der hat übertrieben und sich abends dann was zu trinken, indem man am Schreibtisch z.B.
00:11:18: eingeschlafen ist oder es vom Stuhl gefallen.
00:11:22: Wieso gesagt?
00:11:22: Was ist denn das jetzt?
00:11:25: Und dann kam die Situation, wo er krank wurde.
00:11:32: Er hatte so eine In-In-Fact-Haltenase, Nebenhöhleninzündung und er hat ein Antibiotika verschrieben bekommen.
00:11:38: Und er hat aber zur Lebenszeitpunkt schon regelmäßig getrunken und hat dadurch eine Leberinzindung bekommen.
00:11:47: Und es stand irgendwie vor mir, ich dachte das sieht gar nicht gut aus.
00:11:50: Der hatte wirklich gelbe unterlaufende Augen und der war am Zittern und ich sagte er meint du musst zum Krankenhaus, irgendwas stimmt mit dir nicht.
00:11:58: Er hat dann auch so abgewiegelt, nein alles in Ordnung und so.
00:12:01: und ja dann hat er sich rausgestellt dass er im Prinzip sich da wirklich eine Leberentzündung, was es eingefangen hatte.
00:12:10: Er ist dann auch ins Krankenhaus gekommen und da ist er im Prinzip so rausgekommen, dass er wirklich da ein Problem hat.
00:12:17: Er hatte sich wohl auch dem Hausarzt anvertraut gehabt und der hatte ihm gesagt, er soll dann einen Entziehungs-Gur machen.
00:12:27: Da weiß ich noch.
00:12:27: als er mir das so erzählte, da habe ich dann ... war für mich erst mal eine Währle zusammen, da hab' ich dann geweint und gedacht, wieso sollen jetzt hier so weitergehen?
00:12:34: Und so.
00:12:34: und dann hat er immer gesagt, Ich schaff das!
00:12:37: Mach dir keinen Sorgen.
00:12:38: Und dann haben wir gesagt, okay, dabei auch so ein bisschen ... Dann haben wir auch alternative Wege gesucht und hat gesagt, komm, wir machen jetzt erst mal das und dies und jenes, probieren das einmal nur aus.
00:12:50: Es wurde aber nicht besser.
00:12:53: Und da war es irgendwann so, dass er sich dazu entschlossen hatte, eine Giftung zu machen.
00:13:02: Lass uns noch mal in Schritt zurückgehen!
00:13:03: Du hast erzählt, dass dein Ex-Mann Diese Leberinzündung hatte eine Leber-Inzündungen, das ist ja ein Begleitsymptom von Menschen die tatsächlich eine Alkoholabhängigkeit haben.
00:13:17: Wusstest du das zu dem Zeitpunkt?
00:13:20: Also da ich auch ein bisschen medizinisches Hintergrundwissen habe, weiß ich dass es ganz viele Arten von Leberentzündung gibt und ich hab das jetzt nicht unbedingt in dem Moment auf Alkohol zurückgeführt.
00:13:32: Weil ich ja zu diesem Zeitpunkt noch nicht davon ausgegangen bin, dass er da wirklich so ein starkes Problem hat halt.
00:13:41: Ich weiß nur, wir hatten ein gemeinsames Büro auch in dem neuen Haus.
00:13:46: Und ich hab immer alles sauber gehalten und ich weiß, dass seine Ecke ... Das war Tabuch!
00:13:52: Der wurde also einmal so richtig... Ja, so richtig aggressiv als sich anfingen die Ecke sauber zu machen.
00:13:57: Dann sagt er, nein, das lässt du jetzt mal her!
00:13:59: Das ist mein Bereich und ihr kommst nicht
00:14:01: rein.".
00:14:02: Ich fand es total übertrieben reagiert.
00:14:04: Es hätte eigentlich gereicht, wenn der einfach gesagt hat, ich kümmer mich hier selber drum, brauchst du nicht alles gut?
00:14:09: Aber da habe ich dann gedacht, das stimmt irgendwas nicht.
00:14:12: Und als er dann in die Klinik kam wo er krank war, hat er mir dann gebeichtet dass er da in der Ecke seine Flaschen versteckt hatte Und er hatte mich dann gebeten, dass ich doch bitte diese Flasche entsorgen sollte.
00:14:27: Dass eher wenn er nach Hause kommt da nicht in Gefahr läuft wieder mit anzufangen.
00:14:32: Habe ich natürlich gemacht und er hatte da so ein Karton stehen das waren leerer Kartons früher im PC drin gewesen war.
00:14:38: Da waren dann sämtliche Flaschen überall und ich bin zum Container gefahren.
00:14:42: Ich glaube, nach der zwanzigten Flaschung habe ich aufgehört zu zählen.
00:14:45: Was hast du emotional gedacht?
00:14:48: Diese ganzen Flaschen gesehen?
00:14:49: hast du und das Ausmaß, der eigentlich sinnbildlich dadurch bewusst wurde?
00:14:54: Ja man ist in dem Moment erstmal wie gelähmt.
00:14:58: Man will das irgendwie nicht wahrhaben.
00:15:00: Das kann doch jetzt nicht wahr sein.
00:15:04: Wenn man mal zwei oder drei Flasche findet, ist das eine Sache aber so viel flaschen als man das ausmaßt dann erst einmal bewusst geworden.
00:15:10: Wie schlimm das war!
00:15:11: Was waren das ausschließlich Weinflaschen?
00:15:14: Nee es waren alles Wodka-Flaschen.
00:15:18: Das ist krass.
00:15:21: Wie alt war dein Jungs der Sohn zu diesem Zeitpunkt?
00:15:25: Der war, ich glaube so fünf Jahre ungefähr.
00:15:29: Krass!
00:15:31: Du hast gesagt dass es als das Problem ein bisschen bekannter wurde oder so gestartet ist, waren eineinhalb.
00:15:36: Wir reden hier schon noch von dreieinhalb Jahren in der diese krasse Sucht so entwickeln konnte.
00:15:42: Das ist dann von null auf hundert.
00:15:44: so viele Flaschen, das ist schon sehr viel.
00:15:46: Da stelle ich mir die Frage, als er dir das gebeichtet hat, hatte er dir einen Grund genannt oder eine Rechtfertigung wie ihr in dieses Suchtverhalten geraten ist.
00:15:59: Warum sich das so entwickelt?
00:16:04: Den kannte er selbst nicht.
00:16:05: Das ist eigentlich ein Schleichenerprozess der da stattfindet.
00:16:08: Also du kannst nicht sagen wenn ich jetzt das Glas trinke, dann bin ich Alkoholiker.
00:16:13: Genau!
00:16:13: Nemi ging es darum... Häufig ist es ja so, dass Menschen, die einen Suchtverhalten an den Tag legen und wenn sie sich dessen bewusst werden, dass sie auch häufig gerade zu Beginn in eine Abwehrhaltung gehen.
00:16:23: Und eine Rechtfertigung suchen wie so sie.
00:16:26: Weil du hast dir zuerst gesagt, er hat häufig begründet, er sei gestresst gewesen.
00:16:31: Ich dachte vielleicht hätte er da demnach noch mal einen anderen Weg der Argumentation gesucht als ich war gestreszt.
00:16:37: Im Grunde genommen hat das schon ein bisschen runtergespielt.
00:16:40: Dass er gesagt hat ... Ich hab das jetzt verstanden, dass es nicht gut ist.
00:16:46: Das war mir eine Lehre im Krankenhaus gesagt.
00:16:51: Ich habe wirklich gemerkt, dass man das nicht gut tut und ich höre auf damit.
00:16:55: Das hat er in meinem Beiser gesagt auch von anderen Familienmitgliedern.
00:16:59: Und du glaubst das?
00:17:02: Du glaubst es wirklich?
00:17:03: Er hat vielleicht in dem Moment auch selbst geglaubt!
00:17:06: Du hast gesagt, dass er und andere Familienmitglieder das geglaubt haben.
00:17:11: D.h.,
00:17:11: ihr seid offen mit dem Thema dann umgegangen innerhalb der Familie?
00:17:15: Ja doch schon!
00:17:18: Aber es kam auch erst ein bisschen später.
00:17:22: Man hat zwar gemerkt, er hat da irgendwie ein Problem entwickelt aber man hatte jetzt noch nicht wirklich so abgestempelt in der Ecke... Das ist jetzt ein Alkoholiker.
00:17:32: Also man hat sich das auch noch ein bisschen schön geredet irgendwie.
00:17:36: Und dann kam ja auch noch dazu, dass er dann öfter durch diese längere Krankheit beim Arbeitgeber ausgefallen ist und da natürlich auch irgendwann die Konsequenzen kamen, dass man ihn dann auch gekündigt hatte.
00:17:52: Das hat die Situation nicht vereinfacht, sondern eher erschwert.
00:17:56: Das muss ja auch finanziell für euch ein Riesen-Batzen gewesen sein.
00:17:59: Gerade wenn ihr ein Haus gekauft hattet, ist es natürlich nicht so einfach.
00:18:03: wie war da die Situation vor euch?
00:18:05: Wir waren im Rundum nur vier Jahre in dem Haus und ich habe dann relativ schnell erkannt dass wir das so wie jetzt auf Dauer nicht stemmen können und hab gesagt lass uns das Haus verkaufen und ein kleineres Haus kaufen wo wir dann weniger Abtrache haben und das alles ein bisschen geschmeiniger handeln können.
00:18:28: Und das haben man auch gemacht, haben das Haus dann verkauft.
00:18:34: Es war auch noch so dass in der Nachbarschaft noch gar nicht wirklich jemand mitgekriegt hat, da was Sache war.
00:18:40: Das konnte man noch alles gut überspielen.
00:18:44: Dann sind wir in das andere Haus gezogen aber bevor wir in dieses andere Haus gezogen sind Das war so in der Zwischenphase, wo wir im Verkauf waren und das neue Haus gesucht haben.
00:18:55: Da war er in dieser Langzeittherapie.
00:18:57: also man hat im Prinzip erstmal eine Entgiftung gemacht da bleibt es dann erst mal für zehn Tage und von daraus haben sie dann geguckt dass ihr einen Platz bekam in einer Langzeit Therapie.
00:19:08: die dauert in der Regel uff vier Monate So und das war auch relativ in der Nähe sodass man sich trotzdem an den Wochenenden sehen konnte.
00:19:20: Peter ist auch so, dass die dann nochmal Ausgang haben.
00:19:23: Und das hat man genutzt und nach einem neuen Haus zu schauen zum Beispiel.
00:19:28: Wie ging es dir damit?
00:19:29: Dass er in eine Langzeittherapie gegangen ist?
00:19:33: Ich habe das befürwortet natürlich... ...dass er das macht!
00:19:37: Es war für mich natürlich eine Umstellung alleine mit dem Kind zu sein.
00:19:44: Ja also ich hab damals mit einer Freundin darüber gesprochen und sie sagte dann auch wie ich den reagieren würde, wenn er jetzt in dieser Langzeitgeschichte jemand anders kennenlernen würde und so.
00:19:56: Und dann hab' ich gesagt das tue es trotzdem befürworten und dann sagt sie ja okay, dann nebst du ihn wirklich?
00:20:01: Dann ist das auch hilfreich, wenn der das jetzt so macht.
00:20:05: Ja und ich konnte mich eigentlich damals noch ganz gut damit orangieren weil wir uns wie gesagt ja dann auch so an den Wochenenden gesehen haben.
00:20:16: Also das war jetzt weniger ein Problem, weil ich halt einfach gesagt habe es hat seinen Sinn und wenn's ihm hilft.
00:20:21: Und wir danach wieder ein normales Leben leben können, hab' ich gedacht.
00:20:26: Weil ich war so blau-äugig, dass ich gedacht habe der macht eine Therapie und alles ist gut!
00:20:30: Die beiden älteren Kinder waren da schon ausgezogen?
00:20:33: Ja genau die waren dann schon ausgezeugt oder nur noch mit meinem... Wir müssen nun alleine.
00:20:37: Okay
00:20:37: wussten die davon?
00:20:40: Ich hab das dann nachher erzählt.
00:20:41: ja
00:20:42: Wie haben die darauf reagiert?
00:20:44: Wir haben ihn darauf reagiert.
00:20:47: Seine Tochter hatte es schon gerannt und mein Anwesen, der war damals, er hat das zur Kenntnis genommen aber war jetzt nicht so... ich glaube die konnten uns auch nicht so greifen.
00:21:03: Du hattest gesagt dass ihr euch am Wochenende hin und wieder gesehen habt?
00:21:07: Wie hat er da über die Langzeittherapie gesprochen?
00:21:11: Also im Großen und Ganzen hatte ganz gut angenommen.
00:21:15: Es hat dann auch innerhalb dieser Therapie eine Paartherapie stattgefunden, also wir haben noch ein paar Gespräche gehabt und vorher dann wurde mit dem Psychologen dann da sitzt und halt auch über die Beziehungen und so weiter sprichst usw.
00:21:32: Und er hat sich da eigentlich auch wohl gefühlt.
00:21:35: ich hatte so den Eindruck der fühlte sich da wie zu Hause weil da sind gleichgesinnte Und die neigen dann aber auch so ein bisschen dazu, untereinander übereinander herzuziehen.
00:21:44: So nach dem Motto, der trinkt aber mehr wie ich und der hat sich schon heimlich was besorgt und ich noch nicht und ich bin auch Tapfer.
00:21:51: Es haben dann auch Bekanntschaften geschlossen.
00:21:57: Das war für ihn eigentlich in den Moment eine gute Situation.
00:22:02: Hat er vielleicht da herausgefunden aus welchem Grund er angefangen hat zu viel zu konsumieren?
00:22:10: Es waren halt einmal diese Stresssituationen, die er hatte.
00:22:15: Auf der anderen Seite war es auch ... Das kam immer mal was anderes raus in den Therapiegesprächen.
00:22:21: Manchmal meinten die Therapeuten dann, dass er so eine unterdrückte Wut hätte, die ja eigentlich rauslassen kann oder dass er da irgendwas in der Kindheit nicht verarbeitet hätte.
00:22:32: Da kamen sehr viele verschiedene Gründe ans Tageslicht, wo man eigentlich ... Bis zum Schluss nicht wirklich wusste, was ist es jetzt überhaupt?
00:22:40: Ich denke mal da waren verschiedene Faktoren, die da zusammengespielt sind.
00:22:44: Vielleicht auch Situationen aus der Kindheit durch Erlebnisse, aktuelle Situation und ja...
00:22:53: Auch der Hausbrand!
00:22:55: Ja, das war auch so eine Geschichte.
00:22:58: in dem ersten Haus, das wir gekauft hatten, hatten wir draußen eine Terrasse, die überdacht.
00:23:07: Ich habe abends im Büro gesessen und es war erst eine Situation, dass mein Stiftort hochkam.
00:23:13: Man sagte ich möchte gerne ins Badezimmer, aber ich komme da nicht rein, das ist zu.
00:23:17: Und wir wussten, dass er da drin
00:23:19: ist.".
00:23:20: Und da er sich nicht rührte, konnten wir ... Das war eine Tür.
00:23:22: Da konntest du von außen mit einem Schraubenschlüssel aufmachen und sind mal neune Nackte auf der Erde.
00:23:27: Dann hab ich mich noch gemerkt.
00:23:28: Er hatte da wirklich auch zu viel getrunken und war da eingeschlafen.
00:23:32: Der lag auf der Bahnwarte.
00:23:34: Dann haben wir ihn wachgerüttelt und dann ist er aber ins Bett gegangen.
00:23:37: Eineinhalb Stunden später sitze ich oben im Berotenturmdach und denk, was ist das für ein komisches Kreuz?
00:23:42: Dann kamen die Katzen hoch und waren ganz unruhig.
00:23:45: Ich dachte, was is denn das jetzt?
00:23:46: Und wollte dann gucken gehen, kam die Kinder schon hochgelaufen.
00:23:52: Vor meinem Fenster brennt es und ich so hab gedacht, das ist irgendwo beim Nachbarn ne?
00:23:56: Dann bin ich hin, machte die Tür auf und sah die Flammen in der ersten Etage stehen und hab nur gedacht oha!
00:24:01: Da bin ich erst mal ins andere Zimmer mit meinen kleinen Sohn aus dem Bett geholt.
00:24:03: er war schon am Weinen und dann musste ich nach oben rennen und habe dann wirklich mein Mann angebrüllt.
00:24:09: Es brennste auf und der hat auch eine Weile gebraucht weil der ja ... in einem Zustand war.
00:24:16: Also er war jetzt nicht sturzbetrunken, aber er hat ja vorher was getrunken und dann ist er aber dann doch aufgesprungen und hat dann angefangen die Tarassentür das zu machen, damit es vorhin nicht rein kam.
00:24:28: Und ich habe mich dann um die Kinder gekümmert und Feuerwehr gerufen und wir haben da halt auch noch Glück gehabt.
00:24:33: Wir mussten zwar an dem Tag dann auch raus aus dem Haus weil alles erst mal kontrolliert werden musste und so.
00:24:41: Aber diese Situation und dass er da vorher wieder betrunken gelegen hat.
00:24:47: Habe ich gedacht, wie wäre das denn gewesen wenn wir jetzt nicht da gewesen wären?
00:24:51: Der hätte ja verbrennen können in dem Haus.
00:24:54: Das heißt auch ein sehr ganz klares Signal du kannst dich nicht auf ihn verlassen und er ist ja eigentlich keine wirkliche Hilfe wenn es um die Kinder geht.
00:25:02: Das heisst wenn du nicht da gewiesen wärst wer weiß was da passiert wäre.
00:25:06: Ja, obwohl ich habe es mit anderen auch wieder ein bisschen schön geredet und hab gesagt naja er hatte immer hintergestanden und gelöscht.
00:25:12: Aber ja nur weil ich ihn aus dem Bett getreten habe, sag ich jetzt mal.
00:25:18: Hast du ihn denn jemals richtig betrunken gesehen bemerkt oder hast du das wahrgenommen?
00:25:26: Ja viele Jahre.
00:25:28: Also hinterher also als es dann wirklich so war.
00:25:30: er hat die Therapie beendet Und wir haben dann auch was an der Haus gekauft.
00:25:35: Ich war so froh und mutig, jetzt wird alles gut.
00:25:38: Dann hat er aber schon nach vierzehn Tagen den ersten Rückfall gehabt.
00:25:44: Da hatte er mich noch angeschrieben ... Jetzt ist alles vorbei.
00:25:48: Er dachte, ich würde mich von ihm trennen, weil er wieder einen Rückfall hatte.
00:25:52: Ich bin da, wo alles begann, da so geschrieben.
00:25:55: Dann musste ich sofort, wo er ist.
00:25:56: Er war an dem Punkt, wo wir unser erstes Date hatten.
00:26:00: Das war in einem Park gewesen wo wir uns auch damals auf einer Picknickdecke hingesetzt hatten, mit einer Flasche Wein.
00:26:07: Die dann auch umgekippt ist.
00:26:09: Das war irgendwie von Anfang an ein Beansignal, keine Ahnung... das fällt aber erst hinterher alles ein und da habe ich ihn eingesammelt und gesagt, komm!
00:26:21: Ist nicht schlimm, wir machen das.
00:26:23: Es war eine Situation, er musste nachher zum Amt Und musste sich einen Arbeitslos melden.
00:26:28: Beim Anziehen sind die ja nicht immer gerade freundlich, die waren ein bisschen ruppig und das hat dann schon wieder gereicht, dass er mit der Situation nichts zurechtkam und hatte dann ein Rückfall so.
00:26:40: Dann sind wir in das neue Haus gezogen.
00:26:42: ich habe dann noch so gedacht Mensch, in dem Haus gibt es viel zu tun und er ist handwerklich begraben.
00:26:47: da hat er eine Aufgabe und das hilft ihm vielleicht so eine richtige Richtung zu kommen.
00:26:53: hat dann aber eigentlich richtig schnell gemerkt, dass die Rechnung nicht aufgegangen ist und er hat dann ein Jahr später noch eine Therapie gemacht.
00:27:04: Die ist dann etwas kürzer.
00:27:06: Das hat mit Geldern zu tun, da bist du glaub ich nur noch zwei Monate weg.
00:27:09: das war dann auch wieder an der gleichen Stelle und wir haben dann auch ganz viele andere verschiedenen Therapien versucht.
00:27:16: Auch alternative Sachen, Hypnose-Therapie und ich weiß nicht was es da alles noch so gibt.
00:27:23: Es hat aber alles nicht gefruchtet.
00:27:24: Und es war dann nachher so, am Anfang konnten wir auch an dem neuen Haus das noch so ein bisschen verbergen was er für ein Problem hat.
00:27:32: und es ist so wenn jemand einen Rückfall hat, dann rufst du in der Klinik an und sagst hier den jeneren Rückfall ich brauche einen Platz, aber es ist meistens kein Platz frei weil es gibt so viele Menschen die da tueilend herausgehen.
00:27:47: und dann kommt eine Warteliste.
00:27:49: Und dann habe ich immer gesagt, was soll ich denn jetzt machen?
00:27:51: Ja der muss weiter trinken.
00:27:52: Das heißt er muss den Pegel halten weil sonst droht der Gefahr auch zu sterben.
00:27:58: Wenn du ihn kalt in den Zug machst, kann das tödlich ändern.
00:28:01: Dann kannst du Krämpfe bekommen.
00:28:03: So und dann hieß es, da musste ich teilweise ein bis zwei Wochen einen betrunkenen Mann zu Hause tolerieren.
00:28:12: Und das war dann immer so, man musste das so verstellen.
00:28:16: Ertrinkt mich dann im Bett Geht mal auf Toilette, gegessen wird fast gar nichts und setzt sich vielleicht mal an den PC.
00:28:26: Und geht dann wieder nach Schubholen.
00:28:31: Wenn er dann nach oben ins Schlafzimmer ging, musste ich dahinter gehen weil ich Angst hatte.
00:28:34: der fällt sonst die Treppe runter.
00:28:36: Wie hat es dich das emotional für dich angefühlt zu wissen dass du da ehrlicherweise ein weiteres Kind im Bett hast umdass du dich kümmern musst?
00:28:44: Das war furchtbar!
00:28:46: Ich meine auf deiner Seite war es so... Man kümmert sich auf einen Seite und sagt, das ist der Mann.
00:28:52: Der muss mal beistehen.
00:28:53: Weil man hat den Guten wie den Schlechten zeigen.
00:28:56: Es war für mich selbstverständlich, dass ich ihn unterstütze, dass er davon wegkommt.
00:29:01: Aber es war dann so, dass sehr lange gebraucht habe bis ich festgestellt habe ... Dass ich ihm gar nicht helfen kann.
00:29:09: Ich hab mir wirklich ein Bein ausgerissen.
00:29:11: Und ich hab bestimmt acht Jahre lang versucht immer wieder... Dann guck mal, versuch doch mal dies oder mach da doch ein Dienis.
00:29:19: Oder hab ihn dann auch teilweise in Watte geparkt, dass er gar nicht erst wieder irgendwie was ist und ... Da kam dann auch regelmäßig immer der Krankenwagen teilweise.
00:29:29: Also es war dann so, wenn der Platz erst in einer Woche frei war, er weitergetrunken hat, dann habe ich immer gehofft, das es einem einen Tag so schlimm ist, dass sie wirklich auf dem Boden liegt?
00:29:40: Und dann hab ich den Krankenwagen gerufen!
00:29:42: Und dann habe gebetet, dass Sie ihn mitnehmen.
00:29:45: So und ich wusste anhand der Diagnosen in der Klinik, dass er Kampfahnern in der Speisererrate und die sind sehr gefährlich.
00:29:56: Also das heißt sie können platzen und dann kann man ganz schwer nur erst Hilfe leisten.
00:30:00: Und das habe ich dann immer gesagt und dann haben Sie ihn mitgenommen.
00:30:04: Das war dann mein Glück so und dann konnte ich erstmal durchatmen.
00:30:08: Dann musste ich okay eine Tasche gepackt, dann war der erstmal anderthalb Wochen Weg und ich konnte dann erst mal zu Hause alles aufräumen, Flaschen zusammensuchen.
00:30:17: Und Ordnung machen und durchschnaufen... Ja, wie
00:30:22: oft musstest du das mitmachen?
00:30:25: Ich habe mehrere Jahre!
00:30:28: Du kannst sagen er hat nachher alle sechs bis acht Wochen einen Rückfall gehabt Und es war manchmal so, ich kann mich noch erinnern.
00:30:38: Dann gab's keinen Platz in dieser Klinik, die spezialisiert wurde da drauf und dann gab's noch zwei Ausweichkrankenhäuser, wo man schon mal hingeschickt hat.
00:30:47: Es war einmal so ... Da hab' ich den wirklich ins Auto gepackt und bin dann im Krankenhaus gefahren und dann war der Ärztin und die meint nach dem Motto, das ist ja nicht so schlimm!
00:30:56: Ich war aber so fertig und ich habe immer nur gesessen und hab gebetet, bitte behalt den
00:31:01: hier!".
00:31:02: Ihr könnt ihr doch nicht wieder mitnehmen.
00:31:04: Ich hatte so Gedanken wie, ich setze den, wenn ich ihn wieder mitnehme muss?
00:31:07: Wie setzt den draußen irgendwo am Feld des Kälterrands aus?
00:31:11: Kam für dich der Gedanke auf das du ihn auch verlassen konntest?
00:31:15: Zu dem Zeitpunkt nicht nein!
00:31:17: Also war viel zu jahr.
00:31:18: also dass sich immer... Du musst dir vorstellen es ist ja so Es sind ja auch Wochen dazwischen wo die Person dann wieder ganz normal ist Wo du auch dann den Mann siehst den du liebst der auch liebevoll zu dir ist der für dich da is.
00:31:32: Und das ist so, als wirst du mit zwei schönen Personen verheiratet.
00:31:36: Das ist dieses Jackal-Unheit und ich hab dann später sogar ein Gespür dafür entwickelt, dass ich wusste es ist bald wieder soweit obwohl er noch nicht begonnen hatte.
00:31:47: Woran
00:31:47: lag das?
00:31:48: Woran hast du das festgemacht?
00:31:49: wie hast Du das feststellen können.
00:31:51: Jetzt war so rein intuitiv weil ich merkte der wurde mir depressiv Da kamen so depressive Sprüche und so und da habe ich immer gedacht oha Und dann versuchst du denjenigen aufzuhalten, dann aufzufangen.
00:32:05: Das ist mir aber meistens nicht gelungen und ich habe in allen Jahren auch etwas entwickelt das ich versucht habe.
00:32:15: stimmt die Intuition die ich habe weil oft war es so dass man zusammen am Tisch saß und ich hatte dann das Gefühl der hat getrunken Hab's dann auch angesprochen, ich sag mir mal, kannst du eine zurückverlassen?
00:32:27: Nein!
00:32:28: Alles gut.
00:32:28: Alles gut, brauchst keinen Sommer.
00:32:30: Und jetzt hab' ich mir gedacht, du hast aber ein anderes
00:32:32: Gefühl.".
00:32:33: Dann bin ich hingegangen und habe das ganze Haus nach Flaschen abgesucht.
00:32:38: Die sind ja sehr, sehr erfinderisch was die Verstecke geht.
00:32:41: Aber hinterher kannte ich da so ein bisschen seine Verstecken, weil er hat es immer wieder neu gehabt.
00:32:46: Ich wollte eigentlich für mich nur die Gewissheit haben... ...ich lege richtig mit meinem Gefühl Das war für mich das unheimlich wichtig.
00:32:55: Es hat zwar jetzt an der Situation nichts geändert, weil er so die ersten muss ja vorstellen so die Ersten eines zwei vielleicht auch noch am dritten Tag.
00:33:02: da leugnen die das?
00:33:03: Nein nein alles gut!
00:33:05: Da kriegt er das auch teilweise alles noch geregelt aber dann ab dem dritten Viertentag dann kippt es und können nicht mehr stoppen.
00:33:12: also wenn jemand zwei Tage trinkt dann kann er noch sagen ich kriege die Kurve aber wenn er in den Dritten Vierentag geht können sie es nicht mehr stoppen.
00:33:19: Und dann sitzt er dann da wie ein Häufchen, ähnelt er das Recht und ich bin im Rückfall.
00:33:23: So, und dann muss sich Bescheid okay ... Ich sag kriegst du's hin?
00:33:26: Hab' ich ja noch mal gefragt!
00:33:27: Also krieg's das hin war so scharfest jetzt alleine aufzuhören oder musst du in die Klinik?
00:33:31: Ja, ich kriege das hin und Tag später nähe ich kriegs doch nicht hin.
00:33:34: Ich stelle mir das unfassbar schwer vor dass vor eurem jüngsten Sohn zu verbergen.
00:33:38: Konntet ihr das überhaupt verbergan?
00:33:41: Also heute weiß ich, dass er mehr mitbekommt als lieb war.
00:33:46: Aber im Grunde genommen, der hat halt seinen Vater da rumschleichen sehen.
00:33:50: Er war ja jetzt nicht in dem Sinne auffällig, er war ja nicht gewalttätig oder laut oder so sondern der hat die meisten einfach nur gependelt jetzt mal.
00:33:59: Seitens er musste dann irgendwie nach Schub haben und da kam es halt auch oft zu Konfliktsituationen wo ich dann hingegangen bin wenn ich wusste so der ist einem Rückfall Dann habe ich dem Autoschüssel weggenommen und habe auch dann seine Papier- und Portemonnaie weggesperrt.
00:34:17: Und damit er sich keinen Nachschub holen kann, bis ich dann gemerkt hab, dass er bei der Nachbarn Battle gegangen ist für Geld um dann Nachschubszonen.
00:34:25: Da habe ich gedacht okay das bringt nichts!
00:34:27: Ich nehme nur den Schlüssel weg und lass ihm aber sein Geld liegen weil du kannst denjenigen... ich habe vielleicht so viele Flaschen ausgekippt es bringt nichts.
00:34:34: die gehen hin und holen sich.
00:34:36: Schuppi können gar nicht anlassen.
00:34:37: Dann habe ich ihn gelassen und hab gedacht, okay dann lass ihn laufen aber nicht mit dem Auto.
00:34:43: Obwohl er es auch schon mal fertig gebracht hatte sich nachts ins Auto zu sitzen um an die vierzehn Stunden Tanker zu fahren, die zwanzig Kilometer weiter war.
00:34:52: Aber ansonsten habe ich dann immer geguckt dass er keine Autor fährt.
00:34:56: und dann war's einmal so das die Nachbaranen die Game immer wohnte doch irgendwann mitgekriegt hat was Sache ist.
00:35:03: und dann hat sie mich angerufen Und ich sehe mich heute noch da im Wohnzimmer stehen und dann sagte sie, ihr könntet das nachempfinden.
00:35:12: Was ich mitmache?
00:35:13: Weil Sie hätte halt auch eine Schwester gehabt die hätte auch Alkohol gekommen gewesen und die wäre dann gestorben.
00:35:19: Dann sagte sie noch so zu mir, dann gehen sie ja jetzt durch das Tal der Tränen.
00:35:23: Ich habe da gestanden und ich hab mir einen Riesen-Erdloch vorgestellt, worin ich versinken wollte es.
00:35:29: Ich hab so eine Scham empfunden!
00:35:34: Jetzt weißt du das... Jetzt bin ich entblöst, beziehungsweise jetzt hat sie unser geheimnis... wie geht es jetzt weiter so nach dem Motown?
00:35:43: Und das war eine Situation wo ich dachte, nee, ich habe gedacht wirklich.
00:35:47: Ich wäre am liebsten in diesem Loch versungen und Erde drüber.
00:35:52: Warum hast du so viel Scham empfunden?
00:35:54: Weil Fakt ist ja, er war derjenige, der dieses Suchtverhalten an den Tage legte.
00:35:59: Und du warst die starke Person in dieser Beziehung, in dieser gesamten Konstellation, die alles zusammengehalten hat.
00:36:04: Warum hast Du das Gefühl von Scham in dir verspürt?
00:36:08: Ja es ist halt ein Familienverbund.
00:36:11: also es wirft auch ein gewisses schlechtes Licht auf die Familie irgendwo und ich habe mich fremdgeschämt wie man so schnell sagt.
00:36:24: Man sagte, man hätte es nicht gemusst.
00:36:25: Eigentlich hätte er sich schämen müssen.
00:36:26: Er hat sich auch teilweise geschämt.
00:36:28: das ist halt so.
00:36:29: und ja weil ich halt auch immer die Hoffnung hatte der kriegt das durch irgendwann hin.
00:36:34: Wie war das für die älteren beiden Kinder?
00:36:36: Weil sie müssen dieses auf- und abjahr ständig mitbekommen haben.
00:36:40: Ja
00:36:40: da waren die schon gar nicht mehr im haus.
00:36:42: also in dem neuen Haus haben wir nur zu dritt gewohnt.
00:36:44: Haben die dann nicht nachgefragt Die
00:36:46: Arme, die man weiter wegwunden und haben das so nicht mitbekommen.
00:36:51: Wollten es vielleicht auch gar nicht mit bekommen?
00:36:54: Wer's mitbekommen hat ... Ich hab mit meiner Mutter darüber gesprochen.
00:37:01: Mit der Schwever-Mutter.
00:37:02: Und sie hat sogar mal den Satz zu mir gesagt wie lange hältst du das noch aus?
00:37:08: Und ich konnte ja damals diesen Satz nicht beantworten.
00:37:12: Wie hast du dich denn da stark gemacht, wie hast du diese Energie und diese Kraft immer wieder aufgebracht um in dieser Situation zurechtzukommen?
00:37:21: Ich habe mir das schön gepinselt.
00:37:24: Ich hatte einen riesengroßen Farbpinsel, indem ich mir das schon gepinstelt habe so nach dem Motto, der schafft es, das wird besser.
00:37:33: Und weil auch vom Charakter ein Mensch bin, der sich unterkriegen lässt.
00:37:39: Man sagt immer so eine starke Frau, obwohl das nicht immer unbedingt positiv ist.
00:37:43: Aber in dem Moment hatte ich mich auch irgendwo selbst aufgegeben und es gab schon familiäre Situationen wo ich da auch drunter gelitten habe.
00:37:55: Es war mal ein Feier angesagt Und dann mussten wir ne weitere Fahrt machen von einer Stunde.
00:38:03: Wir hatten uns vorbereitet und haben sich noch ziemlich gesagt kommen wir müssen jetzt los.
00:38:08: Dann hatte ich gesagt, ich komme gleich.
00:38:10: Als wir am Auto unterwegs waren, habe ich gemerkt, der ist so ruhig und dann fielen die Augen zu und ich so, er hat da wohl jetzt nicht getrunken.
00:38:21: Und als wir dann ankamen merkte ich, der war stutzbesoffen.
00:38:25: Da war ich so sauer und dann habe ich nicht an dem Ort wo wir hin mussten angehalten sondern so im Ortseingang.
00:38:31: und da war es ein bisschen fällt Und dann schreit, komm steig mal aus.
00:38:34: Weil ich wollte sehen kann der überhaupt noch gerade laufen?
00:38:36: und dann torkelte er da rum und ich war so sauer weil das war eine Familienfeier.
00:38:40: die waren mir unheimlich wichtig alle waren da und... ...und dann bauch.
00:38:45: ich bin dann wirklich, hab der wirklich so gepackt und gesagt, ne?
00:38:48: Und hatte echt überlegt den da laufen zu lassen.
00:38:51: aber das habe ich dann auch wieder nicht übers Herz gebracht und dann habe ich ihn wieder ins Auto rein und hab dann in der Familie angerufen abgesagt tut mir leid Ich habe ein Problem.
00:39:03: Ich muss den zurückbringen, ich komme
00:39:05: später.".
00:39:07: Und dann bin ich wie eine Beserker, bin ich da losgefahren?
00:39:10: Ich weiß noch mit Quietschen oder Reifen und mein Sohn im hinten drinnen hat er geschrien, das war was los, ne?
00:39:17: Der hatte sofort gespitscht, stimmt irgendwas nicht, ne!
00:39:19: Ja, und dann bin wirklich in einem Affentempo nach Hause gefahren, hab zuhause nur die Haustür aufgeschlossen, hab den reingedeutet, führt zu und bin dann wieder die Strecke zurück.
00:39:29: Ich kam natürlich viel zu spät, die anderen hatten alle schon gegessen.
00:39:33: Wir haben kaum noch was gekommen und ich war so innerlich aber auch aufgefühlt.
00:39:38: Und dann im Nachhinein habe ich ihm das natürlich vorgeworfen.
00:39:42: Dann kommen dann Sprüche wie ... Ja du hättest mich ja da irgendwo in ein Zimmer hinlegen können.
00:39:50: Also überhaupt nicht nachvollziehen können, was das mit mir gemacht hat!
00:39:56: Das war... Das war so furchtbar der Tag für mich.
00:39:59: Und dann aber wieder umzuschwitzen und nach Feier zu unterhalten, das war etwas was er mir angetan hat, das konnte er nicht wieder gut machen weil diese Feier nur einmal stattgefunden hat in dem Raum.
00:40:14: Du hattest jetzt deinen Sohn angesprochen?
00:40:16: Und du hattetest mehr Jahr im Vorfeld erzählt dass es auch eine Situation gab wo dein Sohn Alkohol gefunden hatte im Garten.
00:40:24: Wie war das?
00:40:27: Ich stand in der Küche, war dabei zu kochen und dann kam mein Sohn rein und sagte ich habe im Garten eine Flasche Alkohol gefunden.
00:40:39: Die habe ich versteckt.
00:40:39: Ich möchte nicht dass Papa die trinkt.
00:40:44: Und in dem Moment kommt er aber um die Ecke rum und hat das mitbekommen.
00:40:48: Dann wurde er laut Wo ist meine Flasche?
00:40:54: Du hast mir deine Flaschen nicht wegzunehmen und ich weiß noch, dass ich mich so schützend vorhin gestellt habe.
00:40:59: Ich glaube jetzt nicht, dass er ihm wirklich was getan hätte aber er hat ihn wirklich verbal sehr angerufen in dem Moment und der wurde ganz verstört und ich sagte es ist aber mal gut hier.
00:41:08: ne.
00:41:09: Und dann merkte ich aber das er da sich richtig reinsteigerte.
00:41:12: Das is mein Eigentum!
00:41:13: Da hasst du nicht dran zu gehen!
00:41:15: Ich will ja sofort meine Flrasche haben Ja.
00:41:18: und dann hab' ich einfach nur gedacht...ich muss jetzt deeskalieren wirken.
00:41:24: Du zeigst mir jetzt, wie geht es allgemein im Garnen?
00:41:26: Du zeigs mir jetzt wo die Flasche ist und dann ist gut.
00:41:29: Und dann ist er auch los und hat das dann gezeigt.
00:41:32: Dann hat hier nur die Flrasche an sich gerissen und ist in seinen Kämmerleinen spaziert.
00:41:39: Ich war ihnen eigentlich so aufgefühlt Da ist mir in dem Moment bewusst geworden, dass die ... ich sage ja nenn es jetzt mal Liebe.
00:41:48: Obwohl's keine Liebe ist, wie Liebe zum Alkohol stärker ist als Liebe zum eigenen Kind.
00:41:54: Die Liebe ging über mich, hab' ich ja gemerkt, das da der Alkohl schon drüber stand.
00:41:57: Aber dass man... Dass das Kind auch nicht mehr zählt!
00:42:02: Das war für mich furchtbar und hab' gedacht, das kann jetzt nicht wahr sein.
00:42:06: Und ich weiß noch, ich bin dann später zu ihm gegangen und habe gesagt Das war das erste Mal, dass du das gemacht hast.
00:42:14: Ich sag sonst wird es Folgen haben.
00:42:17: und dann hat er so gesagt hey du machst sowieso nix.
00:42:20: Und in dem Moment wo er sagte du machst ja sowieso nichts... ...das war für mich das E-Tüpfelchen.
00:42:25: Jetzt mach ich's doch!
00:42:25: Und ich weiß noch auch wenn man sich zu Ende gegessen habe... ...dann bin ich hingegangen mit einem Tasche gepackt... ...und hab ihn ins Auto geladen und sind wir weggefahren.
00:42:36: Als ich losfuhr... wusste ich nicht wohin.
00:42:39: Ich habe nur gedacht, du wirst jetzt einfach irgendwo anrufen und gucken, wo du unterkommen
00:42:43: kannst.".
00:42:43: Also ich wusste bei meiner Mutter hätte ich jederzeit unterkommen können aber ich wollte sie damit nicht belasten die war auch schon älter.
00:42:49: und dann hab' ich gedacht ne.
00:42:50: Und dann kann meine Freundin in den Sinn, dann habe ich die angerufen, hab gesagt hör mal ich bin hier unterwegs, Notfall so und so, kann ich zu dir kommen?
00:42:59: Ja sagst du klar du kannst kommen ja und dann sind wir da hin.
00:43:03: Und ich weiß noch, die hat bestimmt vierundzwanzig Stunden auf mich eingeretet und hat mir mal so die Augen geöffnet was sich da alle Jahre mitmache.
00:43:10: Und wie schlimm das ist!
00:43:11: Sie hat es ja auch mitbekommen weil ich auch immer mal die Jahre davor, wenn sie mal schlimme Situationen angerufen haben erzählt habe.
00:43:20: Ich hatte auch weitere Freundinnen, die mir immer von mich ein bisschen eingeredet haben.
00:43:27: Ich weiß auch, eine Nachbarin hatte auch mal mit mir besprochen.
00:43:30: Das war schon ein Jahr bevor die Trennung war.
00:43:33: ich sollte doch mir was Eigenes suchen und aber da war ich irgendwie noch nicht soweit.
00:43:38: Und dieses Ereignis das war so mit der ausschlaggebende Grund wo ich gesagt habe es kann so nicht weitergehen.
00:43:45: Und ich hatte das schon so ein bisschen im Gefühl gehabt Und hatte ihm gesagt, wir müssen das Haus wieder verkaufen.
00:43:51: Du bist armistus?
00:43:52: Ich hatte in der Zwischenzeit fünf Jobs, also ich hatte einen Halbtrackjob, so wie ich angestellt war.
00:43:57: Ich hatte drei oder vier Putzstellen die ich noch nebenbei hatte und es reichte dann trotzdem irgendwo nicht.
00:44:08: Wir hatten zwischenzeitlich auch eine Umschulung gemacht und hatte auch mal neun Job bekommen.
00:44:13: Den hat er relativ lange behalten, obwohl er oft ausgefallen ist.
00:44:15: Aber die haben ihn dann nach dem Probejahr nicht übernommen und dann hab ich gesagt wir müssen her... Dann haben wir anfangs noch gesagt okay, dann gucken wir nach einem kleineren Haus.
00:44:26: Ich habe das schon so gespürt.
00:44:28: Wir müssen das hier auflösen und nur ziehst du die Reißleine und musst dann halt gucken was eigenes kommt.
00:44:36: Also dieser Suche bei der Freundin hat sehr dazu beigetragen dass sich dann diesen Entschluss auch gefasst habe zu machen.
00:44:44: Wie alt war dein Sohn dann, als du gegangen bist?
00:44:47: Der war ... neun.
00:44:49: Krass!
00:44:51: Das heißt, du hast das sieben und ein halb Jahre?
00:44:54: Ja, ich habe so acht Jahre locker.
00:44:55: also diese diese Perioden im Alkohol waren bestimmt acht, neune Jahre, die ich mitgemacht habe.
00:45:02: Das
00:45:02: ist eine sehr, sehr lange Zeit.
00:45:03: Also da muss auch nur unfassbare Geduld und Energie mitbringen um das solange durchzuhalten.
00:45:10: Es gab ja inzwischen zeitlich immer mal Phasen, wo es den Anschein hatte, die schaffte das jetzt.
00:45:16: Also das Längste was er mal durchgehalten hat, da waren vier Monate, wo er nicht getrunken hat und ich so dachte so jetzt ja jetzt ne?
00:45:25: Und dann war's wieder da und es hat auch immer ein bisschen gewechselt.
00:45:29: Mal waren es acht Wochen dazwischen, manchmal sogar länger, zum Schuss waren es Phasend wo es dann kürkter war und dann war es ja so.
00:45:37: als wir denn das Haus verkaufen wollten haben hab ich dann den Maklerbeauftrag.
00:45:44: Und er hat den Maklervortrag aber mit unterschrieben, er wollte erst gar keinen Maklerb.
00:45:47: Ich hab gesagt, der macht das besser und der kümmert sich ... Weil ich hatte ja schon genug im Doron.
00:45:53: Dann hatten wir auch immer Besichtigungstermine.
00:45:56: Die musste ich teilweise absagen, weil er besoffen zu Hause rumlag.
00:46:00: Du kannst ja keine Hausführung machen, wenn da jemand rumlegt.
00:46:05: Der Makler war schon so ein bisschen ... Das ist halt so ... Und dann kam es auch irgendwann mal zu so einer ein bisschen der Eskalation, wo wir uns gestritten haben.
00:46:14: Wo er dann so sagt, weißt du was?
00:46:15: Wir verkaufen das jetzt und dann gehe jeder seiner Wege.
00:46:19: und dann habe ich gesagt okay.
00:46:21: Und da wir den Merkel auch beauftragt hatten auch einen Haus für uns zu suchen.
00:46:24: Dann hab' ich denen angerufen und hab' gesagt erst braucht das nicht mehr.
00:46:27: Wir werden wohl uns
00:46:28: trennen.".
00:46:29: Und dann hab' Ich dem im Vertrauen anvertraut, was wirklich Sache war weil ich mich wirklich gut mit ihm verstanden.
00:46:39: Dann konnte er das natürlich verstehen, warum manche Termine so nicht stattgefunden haben.
00:46:44: Er ist auch sehr seriös mit umgegangen und bei meinem Ex-Mama war der dann in den letzten Jahren sehr eifersüchtig geworden.
00:46:54: Also ich brauchte mich nur mal länger mit jemandem zu unterhalten, dann war er schon so eiforsüchtig.
00:46:59: Und er war dann auch eifessüchtig auf dem Markler.
00:47:01: Er war eifversüchtig für andere Bekannte die wir hatten.
00:47:06: Ja, ich bin ja nur der arbeitslose Alkoholiker, hat er immer gesagt.
00:47:10: Hatte er ja recht?
00:47:11: Weil jetzt
00:47:12: nicht... Aber
00:47:13: also sein Selbstwert war eben Keller und er hatte mich dann auch mal darauf angesprochen ob ich denn was mit ihm hätte und so.
00:47:19: Ich sag das ist verrückt, ich sage nein!
00:47:21: Ich sag wir verstehen uns einfach gut ne und aber als die Geschichte da mit dem Garten und der Flasche war dann für mich wo sie sagte Und jetzt hab ihm dann gesagt, ich zieh alleine mit unserem Sohn aus.
00:47:37: Er hat mir hinterher noch vorgeworfen, dass ich ihm das gesagt hätte während er nicht nüchtern war.
00:47:41: Da kann ich jetzt nicht drauf warten und ich weiß noch, dass er erst in eine andere Klinik gekommen war.
00:47:47: Er war da wieder mitten im Rückfall drin und ... er war auch vorher gestürzt.
00:47:54: Das war auch etwas, womit zeigte es ... Das spitzte sich immer mehr zu.
00:47:59: Das Drama wurde immer dramatischer, ich kam dann in die Haustür rein und sah dann im Flur alles voller Blut an der Treppe, an der Wand alles volle Blut.
00:48:07: Ich dachte was sind da jetzt?
00:48:09: Dann habe ich erst mal geguckt wo er ist und dann hab' ich ihn dann im Bett gefunden und dann hatte der den ganzen Kopf voller blut.
00:48:14: und dann habe ich noch so gedacht... Was ist denn passiert?
00:48:16: ne?!
00:48:18: Keine Ahnung, ich muss wohl die Treppe runtergefallen sein.
00:48:21: Dann hab' ich mir das angeguckt und habe gesagt, da hat mich ein Krankenwagen gerufen.
00:48:25: Und dann kamen die und haben ihn untersucht und dann hat er sich aber geweigert mitgefahren.
00:48:30: Nein!
00:48:31: Alles gut?
00:48:31: Ich hab nur so... Und dann musste ich dann unterschreiben dass ich dafür gerade stehe, dass der jetzt nicht mitfährt und sie meinten wenn es schlimmer wird soll ich noch mal anrufen und dann würden Sie mit der Polizei
00:48:44: kommen.".
00:48:45: Ja, es wurde dann aber nicht schlimmer und er ist aber dann.
00:48:48: einen Tag später hat er sich dann nochmal irgendwie den Kopf gestoßen.
00:48:51: Dann hat er dann gesessen und hat gefläht die Soilnochtenkrankung angerufen.
00:48:55: das habe ich dann auch gemacht.
00:48:57: Und dann ist er aber erst in eine andere Klinik gekommen und dann hatte er mich ein Tag später oder so angerufen und ob ich ihn nicht in die andere Klingel rüberfahren kann.
00:49:05: Das war das letzte Mal wo ich ihm wirklich von der einen in die anderen Kliniken gefahren hab und er dann wirklich gespürt hat.
00:49:14: Ich meine das ernst?
00:49:15: Er weiß noch, als ich ihn da abgegeben habe.
00:49:17: Das stand er da wie ein Häufchen Ehlenden und mit Tränen in den Augen.
00:49:21: Aber ich musste dann wirklich hart bleiben.
00:49:24: Und er hat dann auch einen Gespräch arrangiert, wo wir dann der Klinik zusammen saßen und das Thema gesprochen haben.
00:49:34: Dann hab ich zu ihm gesagt, es geht jetzt nicht darum, dass wir uns scheiden lassen.
00:49:37: Ich sag, ich brauche eine räumliche Trennung!
00:49:39: Ich kann das für mich nicht mehr.
00:49:44: guck, dass du das auf die Reihe kriegst.
00:49:46: Dann können wir noch mal gucken und vielleicht wieder
00:49:49: zusammenfinden.".
00:49:50: Aber für ihn gab es dann irgendwie noch Schwacht oder Weiß?
00:49:54: Du wolltest dich ja zum Wohle von dir und deinem Sohn von deinem Mann räumlich trennen.
00:50:03: Was für eine Situation gab's in der deinen Sohn konkret gefährdet war?
00:50:10: Hm... Also ...die Situation, die ich vorhin beschrieben habe.
00:50:16: Und eben nach hinein habe ich einige Sachen herausgefunden, wo ich zu dem Zeitpunkt nicht wirklich was wusste.
00:50:24: Ich weiß, dass ich ihn einmal gesagt habe er soll das Kind zur Schule fahren und er so sagte und er wollte nicht.
00:50:30: und ich hab gesagt aber du musst mir auch mal ein bisschen etwas abnehmen und hinterher wusst ihr warum man es gesagt hatte weil er im Prinzip Restprommel hat.
00:50:38: Und im Nachhinein habe ich dann von meinem Sohn erfahren, dass er auf dem Weg zur Schule, was ungefähr doch schon zwanzig Kilometer waren, alles hier minutenrechts rangefahren ist.
00:50:48: Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich natürlich niemals darauf bestanden, dass es eher gefahren ist.
00:50:54: und dann hat es noch eine Situation gegeben.
00:50:58: Da bin ich mal einen Wochenende auf einer Fortbildung gewesen und er war allein mit dem Kind.
00:51:03: und ich hab dann auch an dem Samstag... Also es war so, ich bin freitags Abends habe ich gefahren und bin Sonntagsabend wiedergekommen.
00:51:10: Und an dem Somser hab' ich dann noch geschrieben und guckte alles in Ordnung, und auf den Somsern.
00:51:15: damit habe ich dann auch irgendwie nichts mehr wirklich was
00:51:17: gehört.".
00:51:20: Dann war es halt so dass ich ihn nicht mehr erreichte und futtern auch nervös und dann habe ich ihm hinterher mitbekommen das er einem Rückfall war und dass er aber noch soweit funktioniert hat, dass er in der Lage war seine Mutter anzurufen um nach dem Kind zu schauen.
00:51:39: Und die ist dann auch gekommen und hat ihn dann auch mitgenommen, und er hat dann wohl heulen auf den Sofa gelegen.
00:51:44: und da hat mein Sohn geäußert muss der Papa jetzt sterben.
00:51:47: Also es war eine dramatische Situation weil er hat gesagt Der Papa hat mich nur vom Fernseher gesetzt und wir sind einmal gegangen.
00:51:55: Und er hat dann was zu essen geholt, da waren eben ein bisschen in der Nähe und er wäre auf dem Weg dahin auch gefallen.
00:52:01: Also er hat ihn mal eben eine Pizza gekauft und dann von Fernseharparknetzchen wieder getrunkt so vergelegt.
00:52:06: Das war etwas, das ihn sehr stark geprägt hatte wo ich dann auch in vielen Jahren eigentlich mehr alleine lassen konnte weil ich war die Konstante in der Familie.
00:52:16: Du hattest auch erzählt, dass dein Sohn mal im Arbeitszimmer etwas aus einer Wasserflasche getrunken hatte?
00:52:23: Ja genau.
00:52:24: Normalerweise war es so, dass er das nicht umgefüllt hat aber in dem Falle hatte er wohl mal den Vodka in eine Wasserflosche gefüllt und der hatte sich dann die Flasche genommen und ein Schluck nach dazwischen sofort wieder ausgespuckt weil es ist ja für den Kindes davor sparen.
00:52:38: Und ich weiß noch, daß er dann total beschehen war.
00:52:42: ...theatralisch fallen lassen und so.
00:52:44: Weil ich habe hier dann total vorwurfsvoll angeschaut, hab mir mein Kind geschnappt... ...und bin dann erst mal weggefahren.
00:52:49: Ich weiß wir sind dann alleine in den Tierpark gefahren.. ..und ich wollte dir den auf andere Gedanken bringen halt.
00:52:55: Und mich selbst auch!
00:52:56: Und hab dann noch mit einem guten Freund telefoniert.
00:52:58: Hab ihm was erzählt und so ne?
00:53:02: Ja das war immer so Sachen.
00:53:04: Ich glaub schon, dass ihm das irgendwo leid getan hat aber er konnte es glaube ich gar nicht wirklich nachvollziehen.
00:53:10: Er hat bis zum Schluss nicht nachvollziehen können, was er für einen Schaden angerichtet hatte.
00:53:13: Er hat immer gesagt, ich tu euch doch nix!
00:53:15: Ich liege doch nur bis auf den Hierum ne?
00:53:17: Was wollt ihr denn so nach dem Motto, lebt auch dein Leben
00:53:19: weiter?!
00:53:20: Ich hab's dann hinterher auch versucht, dass ich dann wirklich gesagt habe okay es ist heute ein blöder Tag, er ist wieder dabei und du gehst dann alleine mit deinem Kind durch den Park, siehst die anderen Pärchen und denkst so Mist na...
00:53:33: Du hast Vorhin gesagt, dass du eine räumliche Trennung wolltest und er hat das als schwarz-weiß Denken gesehen.
00:53:39: Er sagt entweder ganz oder gar nicht und dann war die Beziehung im Prinzip beendet?
00:53:44: Nicht so wirklich direkt.
00:53:46: Als er dann die Zeit in der Klinik rum hatte, war es das erste Mal, dass er danach nicht direkt nach Hause gekommen ist.
00:53:53: Er war ein paar Tage verschwunden.
00:53:55: Ich weiß bis heute nicht wo er war.
00:53:57: Er hat's mir auch nicht vorraten.
00:53:58: wo ich gedacht habe, wie kommst du so schnell an Kontakte, dass du irgendwo runterkommst?
00:54:02: Weil du musst dir vorstellen wenn du so ein Problem hast dann leiden auf die Freundschaften.
00:54:05: Dann hast du irgendwann gar einen ganz anderes Umfeld oder gar keins mehr.
00:54:09: und also er hat sich dann aus dem Schlafzimmer zurückgezogen, hat dann in seinem Büro da im Gag geschlafen was auch okay war und man ist sich zwar täglich begegnet so.
00:54:23: Wir haben auch noch zusammen gegessen an einem Tisch, aber es war halt so, dass wir wussten das Hausfurt jetzt verkauft ist muss aufgelöst werden und das war dann aber auch für ihn eine schlimme Situation, dass er dann gar nicht mehr aufhörte zu trinken und dann wirklich auch in der Zeitraum wo ich das Haus dann aufgelösst werden musste nicht präsent war.
00:54:42: Also das meiste, ich würde mal behaupten, neunzig Prozent von der Hausauflösung habe ich alleine gemacht.
00:54:47: Das heißt, schwere Sachen an die Straße geschleppt und ja es war dann zum Schluss nur seine Werkstatt übrig wo er sich selbst rumgekümmert hatte weil ich auch nicht wusste was er mit den Sachen so vorhat.
00:54:58: und ich weiß noch dass er dann immer so gejammert hat so äh ich finde keine Wohnung und hab gesagt einmal du bist alleine!
00:55:07: Ja?
00:55:07: Allein und er hatte damals sogar noch einen gültigen Arbeitsvertrag.
00:55:11: Und es kriegste ja Zeit über eine Wohnung, ich aber als alleinerziehende Mutter mit Kind das ist schon schwieriger, ne?
00:55:17: Er hat immer so ein Drama gemacht und hinterher hat er sogar zwei zur Auswahl irgendwie da, ob ich gehabt habe, dann hat einer gehabt... Ich ziehe jetzt in die Freiheitstraße, da bin ich dann frei!
00:55:27: Also er hat immer alles total dramatisiert.
00:55:32: Es hat auch in der Beziehung immer mal Phasen gegeben wo er so sagte Ich gehe jetzt weg auf eine einsame Insel, wo es kein Alkohol gibt und also der hatte immer so ganz komische Spinnereien im Kopf.
00:55:46: Wo ich wusste ja okay das dass die Marianne machte sowieso nicht.
00:55:50: oder er ist dann auch immer abgehauen.
00:55:53: Der hat dann auch so geheime Verstecke gehabt wo er so sein Lager hatte.
00:55:58: Und einmal hat er dann auch seine Papiere und alles verloren, und dann sind wir in dieses ... Hatte mir dieses Waldstück gezeigt, wo er sich dann zurückzieht, da lag dann ein Schuh von ihm und so ein paar andere Sachen und das war halt furchtbar, ne?
00:56:11: Die Papiere sind dann auch nicht mehr aufgetaucht und er ist vielleicht auch geklaut und keine Ahnung oder er hat es beim Einkaufen verloren.
00:56:16: Dann musste er sich alle neue Papiere machen lassen und also das waren alles so Sachen... Also
00:56:23: wie hat sich das für dich angefühlt?
00:56:24: du hast ja All die Jahre, alles für ihn getan und dann zu hören ich gehe in die Freiheit.
00:56:31: Wie hat sich das für dich angefühlt?
00:56:33: Ich fand es lächerlich in dem Sinne.
00:56:35: also wie gesagt er hatte dieses schwarz-weiß-Tänken so nach dem Motto er hat gesagt den wir uns jetzt trennen dann für immer!
00:56:42: Also so war sein Spruch.
00:56:44: aber ich weiß dass er auch oft Sprüche gebracht hat wo eigentlich immer genaues Gegenteil meinte.
00:56:50: Ich weiß noch, dass ich dann nach der Trennung das erste Mal alleine in den Urlaub gefahren bin mit meinem Sohn.
00:56:55: Das war bestimmt der schönste Urlaub, den du je dort hattest!
00:56:59: Was willst denn auf sowas antworten?
00:57:01: Also es war immer so suggestiv und auch ein bisschen manipulativ und auch immer so ein bisschen zerkastisch und nazistisch alt.
00:57:13: auch also er fing an sich vom Charakter her zu verändern.
00:57:18: Das haben wir eben auch gesagt.
00:57:19: Und das wollte er nie wahrhaben, aber es war so und es wurde immer extremer.
00:57:23: also richtig so
00:57:26: Als ihr euch räumlich getrennt hattet dass du deine wohnung hattest und eher seine.
00:57:32: Wie hat sich der alltag für dich angefühlt wo du jetzt nicht mehr für ihn verantwortlich warst?
00:57:38: Ja es war auf jeden fall eine befreihung ne?
00:57:40: Also es war So ein... Du musst dir vorstellen mein inneres stresslevel war ja über Jahre immer hoch runter, hoch runter und ich habe Jahre gebraucht um das runter zu fahren.
00:57:56: Weil du bist hier innerlich war ich ja immer so in Alarmbereitschaft wann ist es wieder soweit?
00:58:00: Wann musst du reagieren?
00:58:03: Und das war dann auch einmal nicht mehr da!
00:58:04: Das heißt man konnte durchatmen und erstmal ein bisschen zur Ruhe kommen und auch... Ich wusste immer wenn er denn was hat du kriegst es nicht mehr mit und das war schon ein großer Vorteil.
00:58:17: Es war nicht komplett gut, aber es war viel besser.
00:58:20: Hast du eine Veränderung bei deinem Sohn feststellen können nachdem ihr umgezogen seid?
00:58:25: Er war sehr verängstigt und hat sehr geklammert.
00:58:29: also der brauchte wirklich dieses konstante Mama ist für mich da.
00:58:36: Und ja es war halt immer so ein hin-und hergerissen sein auf der einen Seite.
00:58:43: Okay, es ist der Papa nicht mehr da.
00:58:45: Aber auf der anderen Seite ... Ist das vielleicht auch ganz gut, wenn er in einem gewissen Zustand nicht da ist?
00:58:51: Als ihr separiert gewohnt habt, hattest du da schon das Bewusstsein, dass es jetzt mit ihm war, dass das hier beendet ist?
00:59:01: Es hat noch ungefähr ein halbes Jahr gedauert.
00:59:05: Also es ist so, dass wir immer in Kontakt waren.
00:59:07: Wir haben auch Bravnachrichten ausgetauscht oder auch mal telefoniert und Aber ich merkte, dass er anfing sich so zu verändern.
00:59:18: Da wurde dann so ... So vorwurfsvoll auch.
00:59:21: Ich weiß, dass er einmal anrief und ich will jetzt heute Nachmittag vorbeikommen.
00:59:24: Ich will was mit unseren Sohn machen so und so.
00:59:27: Und ich sage, tut mir leid?
00:59:29: Das geht nicht!
00:59:30: Kannst dich einfach so überfallsartig... Ah, was zickst du jetzt wieder
00:59:33: rum?!
00:59:33: Und das kannte ich von ihm vorher nicht.
00:59:35: Und auch da er dann dieser Eifersuchskapaten immer noch hatte und im Nachhinein habe ich aber dann mitbekommen, dass eher auch schon längst andere Bekanntschaften geschlossen hat mit Frauen.
00:59:48: Und machte mir aber Vorwürfe, ich würde angeblich ja mit jemandem an das Haus haben.
00:59:53: Ich hatte den Sinn danach, mit irgendjemandem was einzugehen oder so.
00:59:58: Ich war einfach nur froh, dass ich meine Ruhe hatte!
01:00:01: Du hattest jetzt gesagt, euer Kontakt hat sich verändert?
01:00:05: Ja... Also es ist so ganz am Anfang, haben die zwei sich sporadisch gesehen Und dann war es halt so, ja das hat einmal bei uns eine Begegnung gegeben.
01:00:19: Da hatte ich glaube ich mal einen Geburtstag aber zu Besuch und da hat er im Gegend also eben bei seinen der Kinder so schlecht über mich gesprochen und mir Vorwürfe gemacht dass ich ihn danach beiseite genommen habe gesagt das geht nicht das kannst du so nicht bringen.
01:00:34: Und danach hatten wir dann noch mal verabredet, dass mein Sohn auch bei ihm mal den Nachmittag verbringt.
01:00:39: Fünfer Stunden und ich wollte mich mit einer Freundin treffen die in der Nähe wohnte und die hatte Geburtssäune und gesagt auch komm.
01:00:45: dann treffen wir uns gehen schön was im Park spazieren.
01:00:47: und dann habe ich meinen Sohn bei ihm zu Hause abgegeben und er war schon sehr distanziert mir gegenüber und ich dachte noch so hmh und Ich bin da erst einmal auf Toilette gegangen und hatte aber ein ungutes Gefühl.
01:00:59: irgendwie hab ich doch gedacht Na ja.
01:01:02: Und wie das so ist, man drängt es dann beiseite und er wirkte jetzt auch nicht betrunken auf mich.
01:01:08: aber ich merkte dann dass er auch wieder so sarkastisch war und du triffst dich ja jetzt bestimmt mit deinem neuen Freund und ich sage freu mich jetzt mit einer Freundin also immer dieses so... Er hat dann immer etwas in den Raum geworfen was sich im Nachhinein wusste was er selbst hatte.
01:01:24: Und dann bin ich dann auch gefahren, weil ich wusste, ich bin ja nicht weit weg.
01:01:28: Wenn was ist und ich wusse dass er vor hatte dann zur Schwiermutter zu fahren um dann da bei der Oma so ein bisschen Zeit zu verbringen.
01:01:37: So und dann war ich vielleicht eine Stunde oder anderthalb unterwegs mit meiner Freundin im Park spazieren.
01:01:43: Dann habe einmal richtig einen Anruf und meine Schwiergemutter dran.
01:01:46: Die zwei sind jetzt bei mir aber du musst jetzt vorbeikommen.
01:01:51: Die hätten beinahe einen Autounfall gebaut.
01:01:52: Und ich so, okay, bin ich mich sofort ins Auto gesetzt da hingefahren und mein Sohn kam total aufgeregt auf mich zugelaufen und der hätte bei einem Unfall gebaut und der war total aufgelöst.
01:02:04: Dann habe ich den unabgenommen und hab nur zu meiner Schirremutternamen gesagt das wird Konsequenzen haben.
01:02:11: Ich weiß noch dass er in nem separaten Raum saß die Tür war zu und ich hab dann gedacht wenn ich da reingegangen wäre Ich wär auf den Los gegangen, hätte dem einer geklatscht oder so.
01:02:22: Obwohl das nichts bringt in dem Moment weil der ja sowieso nicht mitkriegt.
01:02:25: Und am nächsten Tag hab ich die Scheidung eng
01:02:28: reicht.".
01:02:29: Wie war das Gefühl für dich endlich ein Schlussstrich zu ziehen und zu sagen Das wars jetzt?
01:02:35: Ja ich habe gespürt... ...das wird nix mehr!
01:02:40: Also was jetzt den Alkohol betrifft.
01:02:45: Du musst hier einen Schlussstruch ziehen, es funktioniert einfach nicht mehr.
01:02:48: Wie hat er darauf reagiert?
01:02:50: auf die Scheider?
01:02:52: Er hat dann so cool getan, aber er hätte es glaube ich nicht gemacht zu dem Zeitpunkt.
01:03:00: Und ich habe im Nachhinein erfahren also wir haben uns räumlich getrennt.
01:03:03: das war im Sommer, im August und dieser Vorfall der war dann im Januar da rauf.
01:03:11: Im Nachhinen habe ich erfahren dass er schon im Dezember jemanden kennengelernt hatte Und im April weiß ich noch, wo ich Geburtstag hatte.
01:03:19: Da haben wir telefoniert und hat mir katholiert und dann erzählt er hätte jetzt eine neue Freundin und der wird ja da hinfahren und die wäre so toll und blau da und hab gesagt oh ist aber jetzt ein letztes Geburtsgeschenk.
01:03:30: Also war nicht gerade sehr einfühlsam.
01:03:33: also das hat mich so getroffen weil er immer so die große Liebe und auch immer ein Ewig, dass der so schnell das abkackt hat.
01:03:44: Und sich jemand Neues gesucht hat.
01:03:46: Das hatten wir sehr weh getan in dem Moment.
01:03:48: Aber unabhängig davon, dass ich mich jetzt sowieso trennen wollte aber so schnell ausgetauscht zu werden.
01:03:52: Da hatte ich gedacht, es kann ja nicht wahr sein.
01:03:56: Hattest du nicht das Gefühl einer Befreiung?
01:04:00: Auf der einen Seite ... Schon, das habe ich aber als Hinterjahr so ein bisschen realisiert.
01:04:05: Weil nach diesem Vorfall war es halt so, dass ja erst mal gar keinen Kontakt mehr war und wir dann später auch über das Jugendamt wieder eine Zusammenführung so ein bissel gemacht haben.
01:04:16: die haben dann so Regeln aufgestellt so nach dem Motto Sie können das Kind alle vierzehn Tage sehen Und dann haben wir das aber so geregelt, dass da immer jemand dabei ist der dann auch fährt.
01:04:26: Damit gewährleistet ist, dass da nicht so was passiert, was halt passiert wäre.
01:04:30: Und ich weiß noch, dass er das damals in der Besprechung geleugnet hat und da bin ich richtig aus der Haut gefahren.
01:04:36: Also da bin schlichtig laut geworden und hab gesagt ... Weil er hatte sich ja noch bei mir dafür entschuldigt, dass es gemacht hat.
01:04:41: Er wollte halt in einem tollen Nichter stehen.
01:04:43: Ich weiß noch ,dass er da ankam mit dem Wisch vom Krankenhaus, als er seit drei Tagen trockene ist.
01:04:48: Da dachte ich, was bringt das denn jetzt?
01:04:51: Kann ja morgen schon wieder anders sein!
01:04:53: Ja, und dann haben wir an dem ... Das war mitten in der Woche, wo wir den Termin hatten.
01:04:57: Dann haben wir direkt gesagt, okay, machen wir jetzt am Sonntag den ersten Termin, da kannst du kommen.
01:05:03: Den ersten Termine hatte ich schon nicht wahrgenommen.
01:05:05: So ging das dann mehrere Jahre.
01:05:08: Ich hab mit Rücksprache vom Jugendamt gesagt, behalten Sie den Terminen bei?
01:05:12: Und wenn er nicht kommt oder Pech gehabt hat, muss er wieder beachten!
01:05:16: Er hat immer rumgejammert so, ah ja, ich kann nicht mehr jetzt.
01:05:19: Da bin ich aber wirklich hart geblieben.
01:05:22: Wir ziehen das jetzt so durch und ich habe dann angefangen, ein Lockbuch zu führen.
01:05:26: Wirklich auch wenn da mal was sein sollte vor Gericht also dass wir es nachweisen kann hab dann immer dabei geschrieben hat sich nicht gemeldet oder hat kurzfristig abgesagt er hat viele Jahre gar nicht abgesucht da kam man einfach nicht und das war für meinen Sohn unerträglich.
01:05:39: immer dieses kommt da kommt er nicht und Das war sehr sehr unschön.
01:05:43: und das ist aber immer dieses hin und her Dass der älter erwohle, dass er dann sagt.
01:05:50: Ich will das auf deiner Seite will ich es aber auch nicht.
01:05:54: Jetzt ist es ja so, dass durch langfristigen oder dauerhaften Alkoholkonsum auch der Körper massiv abbaut?
01:06:02: Wie hast du diesen Abbau bei ihm gesehen?
01:06:06: Ja, so unterschiedlich.
01:06:09: Einmal halt von der Psyche her, dass sie diese Störungen hatten und dass Mal die Person war und mal die Person, das wurde also immer extremer.
01:06:17: Also so... Ich weiß jetzt nicht Schizophrenie nennen aber es waren schon schizofriene Züge.
01:06:23: Und dann hat er angefangen zu zittern.
01:06:28: Er hatte Nervenschäden.
01:06:29: Das heißt zitterst du nicht nur weil du da nicht im Entzug bist sondern weil die Nerven kaputt sind.
01:06:38: Das Fotografieren angefangen und wenn ich dann sah, wie er da mit dem Handy oder der Kamera und dann bis er das mal eingestellt hatte.
01:06:44: Also da habe ich den Stuhl gemerkt.
01:06:46: Oha!
01:06:46: Der hat wirklich schon wirklich Schäden.
01:06:48: Und zum Schluss war es so dass er auch ganz dünne Beine gelahme kriegte.
01:06:53: Ich habe oft gesagt, du siehst aber gar nicht gut aus.
01:06:55: Ach ja, alles ist alles gut.
01:06:57: Er hat es immer so runter gespielt halt.
01:07:02: Das war in dem Jahr, wo er auch verstorben ist.
01:07:05: Da haben wir uns dann im Sommer getroffen und sind immer gemeinsam auf eine Kirmus gegangen.
01:07:13: Und da hab ich ihn dann beobachtet.
01:07:17: Der gefällt mir gar nicht!
01:07:19: Der hat total abgebaut.
01:07:22: Es ist ja so, dass ein Mensch eine gewisse Ausstrahlung hatte.
01:07:25: Diese Aura um ihn rum, die war ganz furchtbar.
01:07:28: Also hab ich wirklich gedacht... Das geht nicht ewig gut, habe ich so gedacht.
01:07:34: Ist ja an den Folgen das Alkoholkonsums gestorben?
01:07:37: Ja.
01:07:39: Kennst du die genauen Folgen oder die genannten Gründe warum er verstorben ist?
01:07:47: Es ist wohl so dass diese medizinische Aussage, die viele Jahre vorher schon getroffen worden ist dann wohl auch eingetreten ist halt.
01:07:55: Dass im Prinzip dann diese Kampfordern... geplatzt sind und wenn da niemand vor Ort ist, dann geht das sehr schnell.
01:08:03: Das heißt er war alleine als das passiert?
01:08:05: Er
01:08:05: war allein bei sich in der Wohnung genau und es war halt so dass wir vorher teilgenommen nichts gehört hatten.
01:08:14: ich hatte vorher bereits den Entschluss gefasst, dass er einige Sorge hat zu beantragen bzw.
01:08:20: mit dem jungen Ahn hat ich dann abgesprochen, dass wir ihm noch eine Chance geben, es freiwillig abzugeben.
01:08:24: und da hatte ich ihn Brief verfasten und den habe ich ihm geschickt per Einschreiben und den hatte er nie entgegengenommen.
01:08:30: Und da wusste ich das Stimpf wieder irgendwas nicht.
01:08:35: Es ist dann mehrere Tage lang wohl auch nicht entdeckt worden, sage ich jetzt mal.
01:08:41: Was hast du gefühlt dazu gehört?
01:08:43: Dass wir verstorben sind und wie lange Erder im Prinzip alleine lag
01:08:48: Auf der einen Seite geschockt und auf der anderen Seite haben wir alle immer damit ein bisschen gerechnet, aber nicht dass es so schnell geht.
01:08:59: Wir haben vielleicht gedacht in zehn Jahren oder so.
01:09:02: Aber dass das dann so schnell und so dramatisch geendet hat ... Ja, wenn es dann erst mal total aufgewühlt irgendwo.
01:09:10: Es mussten ja auch einige Dinge geredet werden.
01:09:13: Wobei ich da nur unterstützend tätig war weil wir nun auch geschieden waren.
01:09:17: Ich hatte damit jetzt nichts zu tun in dem Sinne Aber man muss halt die rechtlichen Sachen regeln.
01:09:24: Das war halt auch notwendig.
01:09:27: Wie hat dein Sohn das aufgenommen?
01:09:30: Der hatte eine Vorahnung Also sicherbar betrübt oder vielleicht ein bisschen geschockt, aber auf der anderen Seite hat er auch das so ein bisschen gespürt gehabt.
01:09:40: Dass da was nicht stimmen kann.
01:09:44: Es war ja auch so dass die letzte Begegnung zwischen uns nicht wirklich gut verlaufen ist.
01:09:49: also er war verabredet mit ihm und als es dann hier hin kam merkte ich dass mein Sohn auch wieder so ein bißchen.
01:09:58: und dann habe ich vorgeschlagen komm ich fahre euch in einen Tierpark Der ist in der Nähe und wenn ihr fertig seid, ruft er an und holt euch wieder ab.
01:10:09: Dann waren die ein paar Stunden da.
01:10:12: Und dann rief mein Sohn mich an und sagte, wir müssen ganz schnell kommen, den Papa geht es nicht gut?
01:10:18: Ich will nach Hause.
01:10:19: Ja, dann bin ich dahin sofort und dann kamen die mir schon entgegen.
01:10:25: Man sagt ja weiß wie die Wand also wer nicht weiß war grau!
01:10:28: Also der Körper sah grau aus und er hatte die ganzen Unterarme voller Schweiß.
01:10:34: Und der sah einfach noch total fertig aus, ich sag oh ich sag für dich müssen wir aber wohl jetzt Krankenwagen rufen.
01:10:40: Nein das geht schon!
01:10:42: Ich habe nur total durchfallerte gesagt mir geht es gar nicht gut und ich war auch schon mal auf Toilette.
01:10:48: Ja und mein Sohn war aber direkt, das war wieder so eine Situation wie wir es voll hatten die wir nicht mehr haben wollten.
01:10:54: Und er hat dann den Krankenwagen abgelehnt.
01:10:57: ich konnte aber jetzt auch auf nichts da so stehen lassen.
01:10:59: Dann habe ich gesagt okay er sagte nehm mich bitte mit ich leg mich bei dir kurz aufs Sofa und dann fahre ich wieder weil er hatte ja auch das Auto bei mir stehen.
01:11:07: Mein Sohn wollte das eigentlich gar nicht.
01:11:09: Er ging aber jetzt nicht anders sondern haben ihn mitgenommen und dann hat er sich dahin gelegt habe ich noch Blutdruck gemessen und er hat sich dann viel getrunken, hat sich relativ schnell wieder stabilisiert.
01:11:21: Und dann hab' ich gesagt immer du hast doch ein Zugerscheinung, ne?
01:11:24: Nein!
01:11:25: Ich sag man hast du das letzte Mal betrunken ja vor letzter Woche.
01:11:29: Ich wusste natürlich dass es nicht stimmt, ne.
01:11:31: Er hatte irgendwie überhaupt etwas gegessen was abgelaufen war vom Datum her und ich dachte nee, ich weiß noch dass mein Sohn sich dann verzogen hat ist nach draußen gegangen mit seinem Freund oder wollte das gar nicht miterleben.
01:11:45: Und als ich ihm da eingemassen ging, habe ich gesagt, kannst du jetzt fahren?
01:11:48: Ich hab ihn dann regelrecht rausgeschoben.
01:11:51: Das war die letzte Begegnung, die wir mit ihm haben hatten und am nächsten Tag hat er noch ein Bild geschickt von der abgelaufenen Sache, was er gegessen hatte, wo ich ... das war es nie im Leben.
01:12:04: Man kann zwar eine fiese Mahlendammkrippe haben aber dann sieht man nicht so aus.
01:12:08: Vielleicht war auch beides der Fall, ich weiß es nicht.
01:12:12: Und das hatte ich dann halt auch dem Jungen anbezählen.
01:12:15: Dann haben die gesagt, der darf keinen Kontakt mehr zu seinem Vater haben.
01:12:18: und dann waren wir wirklich einen Punkt wo ich ihm das dann auch mitgeteilt habe du darfst kein Kontakt mehr haben vorläufig bis du nachweisen kannst dass du wieder was dafür tust und du bist trockenheit aufweist und dass sich das saugerecht wollte.
01:12:31: und dazu ist es dann nicht mehr bekommen weil er dann verstorben ist.
01:12:36: Wie hatte er das aufgefast als du ihm das gesagt hattest?
01:12:39: Ich hab's ihm ja geschrieben Und ich kann es gar nicht mehr sagen.
01:12:46: Also, ich weiß noch, dass ich im Hinterjahr noch eine E-Mail geschrieben habe... Dass ich ihm einen Brief geschrieben hab was das und das beinhaltete, was wichtig war.
01:12:58: Ich kann's nicht sagen, vielleicht war es auch ein Auslöser für der Sendung wo möglich wieder noch tiefer da rein gerutscht ist aber da konnte ich jetzt keine Rücksicht mehr darauf nehmen weil es ging ja um unser Leben, ne?
01:13:10: Gibt es da noch etwas, was du eben sagen wollen würdest wenn du könntest?
01:13:16: Das habe ich im Prinzip so mit mir im Stillen ausgemacht.
01:13:21: Dass auf der einen Seite... dass sich die gute Zeit, die wir miteinander hatten, würdige aber die andere natürlich nicht vergessen werde weil dafür ist zu viel passiert einfach.
01:13:35: Ich hab natürlich auch viel dadurch gelernt wie ein Innerlichter durch natürlich auch extrem gewachsen.
01:13:41: Ich bin da auch durch eine Transformation gegangen und ja, das war wirklich ... hat mich natürlich sehr geprägt.
01:13:52: Auch für die Zeit danach so.
01:13:53: Also wenn es um neue Partnerschaften geht oder so weil du verinnerst, dass so viele Dinge geschehen sind, die sich triggern und du dann an das von früher erinnert wirst halt.
01:14:05: Du hast jetzt jahrelang Erfahrung damit wie es ist mit einem Alkoholiker zusammen zu wohnen?
01:14:10: Was würdest du Menschen empfehlen, die in einer ähnlichen Situation sind?
01:14:16: Das Wichtigste ist das man sich erstmal bewusst macht und was für eine Situation man isst.
01:14:23: Und dass man dann auch ja sich bewusst wird, dass man so einer Person nicht helfen kann.
01:14:33: Ich hab viele Jahre damit verplämpert, sage ich jetzt mal indem mich halt immer wieder versucht habe zu helfen.
01:14:40: Es hat lange gedauert bis ich kapiert habe.
01:14:42: Ich kann dieser Person nicht helfen und auf jeden Fall würde ich mir auch Hilfe von außen holen.
01:14:49: es gibt jede Menge Beratungsstelle mehr für Alkoholiker als für Koabhängige was ja eigentlich ein Witz ist weil es gibt ja nunmal viel mehr Koabhänge weil die Menschen da drumherum sind betrifft ja nicht nur meistens einen sondern oft die ganze Familie.
01:15:04: Da gibt es Stellen, wo man sich hinwenden kann.
01:15:08: Und ich habe damals auch interessante Lektüre gefunden, wo auch Fallgeschichten drin standen wie andere damit umgegangen sind.
01:15:17: und ja ist halt ganz wichtig für auch sehr lernen, Grenzen zu setzen.
01:15:24: Also ich hab damals viel auf viel mit mir machen lassen also dass man auch wirklich sagt wenn eine Situation zum Beispiel da ist wo man merkt man kann jetzt mit dem anderen nicht diskutieren das man sich da abgrenzt und sagt okay ich mach jetzt die Tür zu ich gehe jetzt nach draußen und und und dass man z.B.
01:15:43: auch ne räumliche Distanz macht dass es sehr wichtig ist.
01:15:47: Und dass man sich bewusst machen muss dass nur sehr wenige schaffen, überhaupt davon wegzukommen.
01:15:54: Ich kenne Menschen die es geschafft haben auch viele Jahrzehnte schon aber das ist eigentlich im Gesamt gesehen ein ganz geringer Anzahl und das hat auch immer was mit der charakterischen Einstellung zu tun denke ich mehr.
01:16:08: Sophia, was wünscht du dir für deine persönliche Zukunft?
01:16:13: Ja, dass ich noch mehr die Vergangenheit hinter mir lassen kann.
01:16:21: Also es ist wirklich so, dass mit dem Tod wäre ein großes Stück Ballast auch noch mal ablegen konnten.
01:16:29: Weil als diese Ungewissheit nicht mehr da war dieses immer wieder für sucht werden reinzuziehen.
01:16:35: ich konnte mich zum Schluss recht gut abgrenzen aber das war immer ein Kraftakt und ich wünsche mir halt ja dass diese Stärke die ich da erlangt habe einfach bestehend bleibt auch immer mehr in die Selbstruhe komme.
01:16:56: Und ich merke auch, dass ich da jetzt wirklich so in meiner Mitte bin und das mich jetzt so schnell dann nichts mehr umhaut oder triggert, sag' ich mal.
01:17:03: Also ich hab jetzt kein Problem jemanden betrunken zu sehen.
01:17:07: Oder es gab Jahre, da konnte ich im Geschäft nicht an den Alkoholflaschen vorbeigehen.
01:17:13: mittlerweile, kann ich mich davor stellen?
01:17:15: Das macht jetzt nichts mehr mit mir!
01:17:18: Danke dir, danke dir, dass du dich uns geöffnet hast.
01:17:20: Deine Geschichte geteilt hast und ich finde, du bist eine wirklich sehr starke Frau.
01:17:24: Du hast sehr viel Mut und Selbstkraft aufgebracht für dich Und auch für deine Kinder.
01:17:30: Ja, ich danke euch auch
01:17:31: Dankeschön!
01:17:32: Ich kann mich schon lade nur anschließen.
01:17:35: Wir wünschen dir alles lieb und alles Gute Für dich, meine Familie und eure Zukunft.
01:17:39: Vielen Dank
01:17:43: Du willst selbst bei uns dabei sein?
01:17:45: Oder hast einen Themenvorschlag?
01:17:47: Denn melde dich auf unserer Website oder unsere Social Media.
01:17:50: Wenn du von den besprochenen Themen betroffen bist, oder Unterstützung benötigst, dann zögere nicht Hilfe in Anspruch zu nehmen!
01:17:59: Hol dir Unterstützung bei professionellen Hilfeinrichtungen oder dir vertrauten Personen – bis zum nächsten Mal bei Von Bohne
01:18:07: zu Bohne.
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