Bonusfolge #B04 Alessandro: Wenn der Körper das Leben neu schreibt - Meningokokken & Amputationen
Shownotes
*Hinweis: Diese Folge enthält Werbung und wird unterstützt vom ADAC.
Wenn du im Ausland krank wirst oder einen medizinischen Notfall erlebst, zählt schnelle und richtige Hilfe. Der ADAC unterstützt bei medizinischen Notfällen im Ausland, hilft bei der Arztsuche, bei der Abstimmung mit Kliniken und, wenn medizinisch sinnvoll und vertretbar, beim Krankenrücktransport nach Deutschland.
Wichtig ist: Eine ADAC-Plus-Mitgliedschaft kann den Krankenrücktransport abdecken. Krankenhauskosten im Ausland sind damit aber nicht automatisch abgesichert. Dafür brauchst du eine Auslandskrankenversicherung.
In dieser Folge gibt es deshalb später noch einen kurzen redaktionellen Einschub dazu, was im Ernstfall im Hintergrund passiert und worauf du vor einer Reise achten solltest.
Mehr Informationen findest du auf https://www.adac.de/der-adac/ueber-uns-se/aktuelles/
Triggerwarnung: In dieser Bonusfolge geht es um eine schwere Meningokokken-Erkrankung, Sepsis, Lebensgefahr, Intensivstation, starke Schmerzen, schwarze Hautveränderungen, Amputationen, medizinische Notfälle im Ausland, Krankenrücktransport, Angst vor Behinderung und die emotionale Belastung für eine Familie. Hör die Folge nur, wenn du dich stabil genug fühlst. Brich ab, wenn du merkst, dass es dir zu viel wird.
Was passiert, wenn aus einem Familienurlaub innerhalb weniger Stunden ein Kampf ums Überleben wird?
Zeitstempel: 0:00:00 – 00:00:59: Werbepartner ADAC 0:00:00 – 00:02:33: Intro & Triggerwarnung 0:02:33 – 0:04:21: Vorstellung von Alessandro, Diagnose, Meningokokken-Erkrankung und erste medizinische Einordnung 0:04:21 – 0:08:04: Alessandros Familie, seine Frau, fünf Kinder und der Zusammenhalt 0:08:04 – 0:09:49: Der Familienurlaub in Italien und der Ort, an dem alles beginnt 0:09:49 – 0:13:40: Erste Symptome, Schüttelfrost, Fieber, Übelkeit und Schmerzen 0:13:40 – 0:16:46: Schwarze Flecken, Sorge der Familie und Anruf bei der Ambulanz 0:16:46 – 0:20:35: Fahrt ins Krankenhaus, starke Schmerzen und das letzte Mal auf den Beinen 0:20:35 – 0:24:53: Blutwerte, Diagnose, Verlegung nach Lecce und Antibiotika 0:24:53 – 0:29:17: Intensivstation, Lebensgefahr und der Satz vom zweiten Leben 0:29:17 – 0:32:49: Quarantäne, Besuchsregeln, Kontakt zur Familie und Rücktransportplanung 0:32:49 – 0:34:39: ADAC-Einschub zum Krankenrücktransport & Auslandskrankenschutz 0:34:39 – 0:38:47: Transportfähigkeit, Rückflug nach Deutschland und Ankunft in Stuttgart 0:38:47 – 0:41:45: Erstes Gespräch über Amputation und die neue Realität 0:41:45 – 0:44:08: Angst vor Behinderung, Hoffnung durch Medikamente und kleine Fortschritte 0:44:08 – Ende: Wiedersehen mit den Kindern, Pflege durch die Ehefrau und neuer Lebenswille
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Transkript anzeigen
00:00:00: Diese Folge wird unterstützt vom ADAC.
00:00:03: Wenn du im Ausland krank wirst oder einen medizinischen Notfall erlebst, zählt schnelle und richtige Hilfe!
00:00:09: Der ADAC unterstützt bei medizinischem Notfällen im Auslands – hilft bei der Arztsuche, bei der Abstimmung mit Kliniken und wenn medizinische sinnvoll und vertretbar beim Krankenrücktransport nach Deutschland.
00:00:24: Wichtig ist eine ADAC-Plusmitgliedschaft kann den Krankenrücktransport abdecken.
00:00:30: Krankenhauskosten im Ausland sind damit aber nicht automatisch abgesichert, dafür brauchst du eine
00:00:36: Auslands-Krankenversicherung.".
00:00:38: In dieser Folge gibt es deshalb später noch einen kurzen redaktionellen Einschub dazu was im Ernstfall im Hintergrund passiert und worauf Du vor einer Reise achten solltest.
00:00:48: Mehr Informationen findest Du auf www.adac.de.
00:00:54: aria c slash über uns se slash aktuelles.
00:01:00: Und dann kam auch purzisch als später die Ärzte rein und sagten mir, dass ich jetzt ein neues Leben habe – ein zweites Leben!
00:01:09: Es wird ein bisschen anders sein, aber ich werde weiter leben.
00:01:11: Ich werde meine Kinder aufwachsen sehen.
00:01:13: Ich werd mit meiner Familie wieder zusammen sein können.
00:01:16: Da hab' ich noch nicht alles realisiert.
00:01:18: Da habe ich sogar noch nicht realisiert wie schwarz die Beine
00:01:20: sind.".
00:01:24: Bevor wir beginnen, möchten wir Dich auf etwas Wichtiges hinweisen.
00:01:28: Uns in Deine Sicherheit und Gefühle wichtig!
00:01:30: Wir möchten gewährleisten, dass Du Dich während des Höhrens unseres Podcasts wohl fühlst und keine unerwarteten Auslöser erlebst.
00:01:37: In dieser Episode werden wir Themen ansprechen die für einige Höhrende verstörend sein könnten.
00:01:43: Zu Beginn der Folge stellen wir das Thema vor.
00:01:45: Falls du denkst, daß das genannte Thema für dich persönlich belastend sein könnte dann möchten wir dich bitten die Folge direkt zu beenden.
00:01:58: Du kommst in einen Raum, vor dir sitzt ein Mensch und du hast keine Ahnung wer das ist.
00:02:03: Das
00:02:03: passiert mir in jeder Folge bei unserem Podcast von Bohne zur Bohne!
00:02:08: Mein Name ist Charlotte and ich weiß vorher nichts über unsere Gäste.
00:02:11: Kein Name, keine Information, keine Themen.
00:02:15: also werden meine Fragen auch deine Fragen sein.
00:02:18: Ich bin Sanya und ich suche die Gästen.
00:02:20: Hier achte ich darauf dass es Menschen mit ehrlichen berührenden und bewegenden Geschichten sind Und genau diese wollen wir mit euch teilen.
00:02:28: Bist du bereit, gemeinsam mit Charlotte neue Geschichten kennenzulernen?
00:03:02: Also meine Menigokokken, das nennt sich eigentlich pulpura fulminans typ B. Ja?
00:03:07: Menigocokken ist ja der Stamm von diesen Viren und bei mir war es halt einer der stärksten Arten was es davon gibt Und das muss man sich vorstellen.
00:03:19: Das ist eigentlich wie eine Grippeinfektion sag ich mal und eigentlich kriegt man also wenn man ein starkes Immunsystem hat wird das den Körper ab.
00:03:30: Deswegen werden ja jetzt in der Regel, also zum Beispiel meine Kinder sind alle dagegen geimpft.
00:03:36: Aber bei mir weiß ich nicht ob ich geimpf war in der Kindheit, das weiß ich noch nicht mehr oder weiß meiner Mutter auch nicht mehr.
00:03:43: Genau und bei mir weiss man es nicht warum eigentlich war ich auch davor echt top gesund und auch echt sei mal auf einem normalen BMI-Wert.
00:03:51: Das waren nämlich so die Challenges, was ich angefangen hatte auch.
00:03:55: Ich hatte nämlich schon ein bisschen Übergewicht und eigentlich August, April, April hat ich mein BMI Auch wenn der nicht so viel ausschlaggekräftig ist, aber ich hatte den erreicht.
00:04:05: Den Normalwert.
00:04:09: Wie überträgt man die?
00:04:10: Wie kriegt man sie?
00:04:12: Wie gesagt wie eine Krippe über die Luft oder Gegenstände
00:04:16: auf
00:04:17: Essen.
00:04:19: So halt also...
00:04:21: Du hattest gerade gesagt, dass diese Infektion im Familienurlaub kam.
00:04:26: Wie kann ich mir denn deine Familie vorstellen?
00:04:28: Hast du eine große Familie?
00:04:29: Wie hast du dich mit deiner Frau... wie habt ihr euch kennengelernt?
00:04:35: Also kennengelern haben wir uns im Jahr ... ...Darmals bin ich über einen Schulfreund nach Mettingen gekommen das ist ein paar Kilometer weg von Stuttgart und Da habe ich dann damals meine Frau kennengelernt, weil... Ich bin hier in Stuttgart aufgewachsen und groß geworden.
00:04:57: Und wir haben uns noch echt so richtig schön wie man sich damals hat kennengelernt, also... Auf der Straße halt kann man sagen, ja?
00:05:08: Man sieht halt früher nicht wie wir heutzutage in Social Media und alles.
00:05:12: Und so haben wir uns damals echt kennengelaen, klar!
00:05:14: Das war... Ich war vierzehn, sie war zu der Zeit sechzehn.
00:05:18: Wir waren ja eigentlich noch Kinder sag' ich mal Aber mit immer öfteren Sehnen ist daraus unser Liebesgeschichte geworden.
00:05:30: Hätte ich mir bis nie vorstellen können, aber deswegen dass wir so eine große Familie aufgebaut haben und dass wir fünf gemeinsame Kinder haben und alles jetzt zurückblicken.
00:05:42: Das ist auch das Elixir wo uns eigentlich diesen extremen oder unzertrennbaren Zusammenhalt gibt.
00:05:50: Weil wenn man sich halt in so jungen Jahren kennenlernt und im Endeffekt zeige ich mal, was heißt im Endefekt?
00:05:56: Einfach ist die Wahrheit.
00:05:57: Wenn man eigentlich fast alle Facetten von seinem Leben gemeinsam durchgeht... ...weil wir sind dann in den Jahr vier zusammengekommen.
00:06:04: Im Jahr-Zw.August sind wir schon zusammen gezogen also ist sie zu mir eingezogen.
00:06:09: damals Und ich meine, wir waren beide mit der Schule fertig haben unsere Ausbildung angefangen und diese ganzen Facetten haben wir gemeinsam durchgelebt Und bis zum heutigen Zeit sei ich mal zusammen aufgewachsen oder halt.
00:06:26: Ungenau, was ich noch dazu sagen wollte, klar, ich kam und bin Einzelkind.
00:06:30: Das heißt... Ich damals war jetzt noch nicht so im Fokus eine große Familie zu haben.
00:06:36: Meine Frau kommt aus einer Großfamilie und ihr Wunsch war damals schon relativ früh Kinder zu haben weil das bei einer GroßFamilien so gegangen gäbe es Und ich hab mich dann auch damit angefreundet und fand das echt schön.
00:06:52: Ich bin ja auch mit ihrer Familie extrem viel aufgewachsen, sag ich mal... ...und fand es immer schön so eine große Familie zu haben!
00:07:03: Ich selber hatte ja nie ne große Familie sein, aber als Einzelkind hatte ich mal ein Mutter-Vater.
00:07:10: Überwiegend der Familie ist meine Italien, wo man einmal im Jahr damals gesehen hat.
00:07:19: Genau.
00:07:20: Aber ich habe das dann auch lieben gelernt, also deswegen.
00:07:23: damals haben wir unsere erste Tochter geboren ist und dann fand ich es dann schön.
00:07:28: Deswegen war ich dann wie meine Frau der Wunschstand nach vielen Kindern und ich fand es auch schön.
00:07:34: Wenn man das jetzt zurückblicken sieht bin ich Gott froh weil das ja mein Fundament geworden ist erst recht jetzt nach diesem Schicksalsschlag.
00:07:43: Sind alle deine Kinder vor dem, ich nenn's mal, Unfall?
00:07:46: Ja ja natürlich.
00:07:46: Meine Kinder, wie gesagt unsere erste Tochter ist zweitausend elf geboren, unsere letzte zwei tausend achtzehn und die sind dann immer im Zwei-Jahres-Rhythmus bekommen.
00:07:55: Das heißt also dass du hast gesagt es war vor zwei Jahren das heißt dein jungstes Kind war da sechs sieben?
00:08:01: Ja.
00:08:01: Okay.
00:08:02: Die Kleine waren sechs.
00:08:04: Dann lass uns gerne zum Moment kommen, wo ihr euch entschieden habt diesen Familienurlaub zu machen.
00:08:10: Gab es dafür einen ausschlaggebenden Grund?
00:08:14: Nein bei uns in der Familie ist eigentlich immer so.
00:08:16: dadurch dass wir eine Großfamilie sind in der heutigen Zeit sag ich mal ist es ja eh schon alles nicht so einfach sage ich mal sich über Wasser zu halten Machen wir eigentlich im Sommer über die Sommerferien immer ein Urlaub.
00:08:28: das haben wir eigentlich schon immer gemacht seitdem die Kinder da sind.
00:08:33: Und deswegen, was heißt ein besonderer Grund?
00:08:34: Einmal im Jahr machen wir den Familienurlaub.
00:08:38: Fahrt ihr dann in deine Heimat oder in die Heimat deiner Eltern- oder Wuförter da in der Regel hin?
00:08:43: Wir überwegen nach Italien aber das alte in dem Jahr war es Italien, haben wir uns mit Italien entschieden gehabt Aber nicht wirklich jetzt ganz die Heimate wo mein Vater herkommt.
00:08:52: Ich bin ja... Mein Vater ist Italiener meine Mutter ist Deutsche also ich bin halb halb.
00:08:56: Also Ja!
00:08:57: Aber da wo mein Vater aus Süditalien her kommt Nicht ganz die Gegend, wo wir Urlaub gemacht haben.
00:09:03: Weil die Gegenden, die wir Urlaube gemacht haben ist Apulien Die Gegend also bei Gallipoli Letzsche Also Salendo Das ist so ein bisschen Begriff eigentlich wunderschöne Gegend.
00:09:15: Da waren wir das erste Mal als Familie im Urlaub.
00:09:20: Ich kannte das schon aus meiner Kindheit war ich mal da mit meinem Vater damals und meine Eltern auch getrennt sind.
00:09:28: Auf jeden Fall war ich mein Vater mal da Es ist wunderschön und ich wollte auch mal mit meiner Familie dort einen Urlaub machen.
00:09:34: Das war mir das erste Mal dort, dann haben wir uns wieder entschieden da Urlaub zu machen weil es halt jedes Jahr immer guckt man was jetzt preisleistungsmäßig stimmt.
00:09:44: deswegen muss nicht Italien hauptsächlich sein.
00:09:56: Also der erste Tag hat sogar tatsächlich so begonnen.
00:10:01: Der zweite Tag im Ferienhaus hat ganz normal angefangen.
00:10:05: Man ist normal aufgestanden, wir haben uns eigentlich relativ schnell fertig gemacht und wollten den Strand gehen.
00:10:10: Wir sind dann auch an den Strand gegangen, war ein wunderschöner Tag, keine Wolken.
00:10:15: Wir waren am Strand bis mittags und dann ist ein Gewitter aufgezogen.
00:10:22: Ich dachte es zieht vorbei aber es hat sich doch ein bisschen eingeringen gehabt.
00:10:27: Dann sind wir doch ins Ferienhaus zurückgefahren.
00:10:31: Dadurch, dass das Wetter schlecht war, haben wir uns zurückgezogen im Haus und ich habe dann Mittagsschläfchen gemacht auf der Terrasse draußen.
00:10:40: Und die ersten Symptome haben nach dem Mittagschlaf angefangen.
00:10:43: Die haben dann angefangen mit Schüttelfrost – mir war kalt obwohl es eigentlich da dreißig Grad hatte, obwohl's geregnet hat.
00:10:50: Ich habe mir nichts dabei gedacht aber ich dachte okay, Sommer oder Sonnenstich oder Sommergrippe oder sowas hab' ich mir gedacht.
00:10:59: hab mich dann lange warm abgeduscht, weil mir war echt extrem kalt.
00:11:06: Und ich bin halt vom Typ her einer wo echt ziemlich spät erst meine Frau oder generell sich anmerken lässt.
00:11:14: Mir geht's nicht gut und auf jeden Fall gegen Abends ist es dann immer schlimmer geworden.
00:11:21: Oder meine Frau mal meine Stirn kontrolliert hat und gesagt schatz du hast Fieber.
00:11:27: Da hat sie mein Fiebergemess und da hatte ich schon ein bisschen mehr als neununddreißig Fiebe Und ich hab mich schon echt auch schlapp gefühlt.
00:11:35: Also einfach, das war so eine Symptome, muss man sich vorstellen wie wenn die Grippe anfängt.
00:11:38: So Gliederschmerzen, einfach Schlappheit dann halt diese Hitzewallungen, Kälte also immer dieses hin und her alles.
00:11:48: Und da hat sie mir zwei ganz normale Schmerzmittel gegeben, zwei Tabletten.
00:11:53: Weil wir waren an dem Abend mit meinem Vater auf Verabrede weil der auch in der Zeit auch deinem in der Nähe Urlaub gemacht hat.
00:11:58: Wir wollten zusammen Abendessen gehen Und da hab ich dann schon gemerkt, wo wir dann Richtung... Also in die Stadt gefahren sind runter an der Promenade, wo die ganzen Restaurants sind.
00:12:12: Da hab' ich gemerkt das ist immer schlimmer geworden weil diese ganzen Gerüche von den Restaurants, wo malerweise ich bin ein gerne ein... mir ein gerne, wie
00:12:20: gesagt?
00:12:21: Guter Esser!
00:12:21: Genau danke.
00:12:23: und da waren halt viele Gerüchen und die haben mich alle gestört.
00:12:26: Da kamen doch noch Übelkeit dazu Und da habe ich meine Familie eigentlich gesagt, wir haben dann ein Restaurant gefunden.
00:12:31: Da habe ich meiner Familie gesagt geht ihr rein erst was?
00:12:34: Ich kann nicht!
00:12:34: Ich bleibe lieber draußen weil das hat mich echt gestört.
00:12:37: dieser Essensgeruch war eigentlich sehr lecker aber... Ich hab dann daneben ein bisschen gewaldet bin und hab mich ins Auto zurückgezogen und hab dann da ein bisschen geschlafen aber gedacht okay, ich ruhe mich einfach aus und es wird schon morgen wieder besser sein Und dem Auto natürlich auch in der Zeit, die ganze Zeit.
00:12:56: Mir war warm, mir war kalt, hab die Tür aufgemacht, Türe zugemacht.
00:13:00: Ja... Auf jeden Fall, die kam zurück.
00:13:02: dann wollte ich nichts anderes als mich einfach hinlegen und schlafen.
00:13:08: Genau!
00:13:08: Dann in der Nacht bin ich dann einmal aufgestanden weil ich aufs WC musste.
00:13:15: Da hat es schon angefangen dass sich die Füsse komisch angefühlt haben aber dachte mir noch nichts dabei.
00:13:21: Ich dachte okay ist halt wie bei einer Grippe Gliederschmerzen.
00:13:25: Was heißt, Sie haben sich komisch angefühlt?
00:13:27: Hast du einen Kribbeln gespült?
00:13:28: Genau.
00:13:29: Dieses Krippeln dieses... Wie man so echt kennt, wenn man eine Krippe gliederschmerzen hat, die Richtung war das.
00:13:36: Hat mich auf jeden Fall wieder hingelegt und habe mir nichts dabei gedacht.
00:13:40: Großartig!
00:13:42: Auf jeden Fall am nächsten Morgen, wo ich aufgewacht bin, ging es mir natürlich überhaupt nicht besser.
00:13:48: Aber was dann halt ... genau meine Frau hat nämlich ein Kaffee gemacht.
00:13:51: Dann haben wir zusammen Kaffe getrunken und da hab' ich auch schon gemerkt Ich konnte nicht gut hinlaufen an dem Platz, wo wir Kaffee trinken wollten.
00:14:02: Und was dann halt das Schockierende war... Was ich natürlich nicht vergessen werde, dass man quasi hier, wo jetzt die Narbe zu sehen ist, war ein schwarzer Fleck.
00:14:13: Oh!
00:14:14: Also genau hier und es war ein Schwarzer Flecken der war echt wie einen Tintenfleck.
00:14:19: Wo ich das gesehen hatte, habe ich gedacht okay krass und dadurch, dass meine Frau ja Krankschweste ist hat sie auch bisschen medizinische Erfahrungen, sag ich mal und wollte mich nicht zu dem Zeitpunkt beruhigen.
00:14:31: Aber er hat auch gedacht, oh je was ist denn das jetzt?
00:14:35: Und sie hat dann auch Flecken... Ich hatte auch auf den Knien so wie Farb sowie Tintenflecke.
00:14:41: So kann man sagen auch so Tintenflecke.
00:14:43: und auf einen kleinen C hatte ich auch so leichte Streifen.
00:14:47: Zu schwarze leichte Streifen.
00:14:49: War dir bewusst dass es ein Zeichen für Absterben ist?
00:14:52: Nein!
00:14:53: Ich habe da mir überhaupt gar nichts gedacht.
00:14:58: gedacht, okay es ist doch was Ernstes.
00:15:00: Deshalb habe ich mir gedacht das war schon zu der erste Gedanke weil wir dann auch überlegt hatten was machen wir jetzt?
00:15:05: Dann hatte ich ehrlich gesagt nach Ärzten gegoogelt in der Nähe aber im kleinen Ort ganz genau wo wir waren nennt sich Lido Marini und das ist unterhalb dreißig Kilometer von Gallipoli zum Begriff und man muss sich vorstellen dass ist schon ein sehr ländlicher Raum.
00:15:24: und dann hab' ich natürlich gesehen naja Ärzte ist jetzt nicht die richtige Adresse, da haben wir doch die Ambulanz angerufen.
00:15:33: Und die kamen dann auch nach circa einer Stunde ungefähr bis sie uns gefunden haben weil das Ferienhaus war ein bisschen abgelegen so in einem Hügel sag ich mal.
00:15:43: und wo?
00:15:43: die kam ja okay wo die Kam.
00:15:45: natürlich mein Zustand ist immer schlimmer geworden sage ich mal.
00:15:47: also Ich fahre einfach schlapp.
00:15:50: Färber wo die gekommen sind haben mich halt gefragt was ich eingenommen hatte habe ich halt erzählt ich hab diese Schmerzmittel genommen also Paracetamol.
00:16:00: Die haben halt so einen groben Verdacht erst mal von, vielleicht von der Allergische Reaktion gesagt gegen Barat Satamol.
00:16:07: Das war so der erste aber natürlich ohne irgendwelche richtigen Tests durchgeführt zu haben weil halt die Vermutung von denen...
00:16:15: Haben dir die Flecken auch direkt gesehen?
00:16:17: Ja ja das haben sie auch gesehen!
00:16:18: Aber die waren ja zu dem Zeitpunkt ich sag mal nur hier und auf den Knie und da auf einem kleinen See.
00:16:26: Hast du gesehen, dass es da schon größer geworden ist oder war das genauso groß in dem Zeitfenster vom Entdecken?
00:16:31: Ich
00:16:32: muss ehrlich sagen ... In der Situation war ich nicht mehr ... Ich war schon bei mir.
00:16:36: Aber es ist halt ... Ich hab mit mir selber kämpfen müssen und deswegen habe ich das schon realisiert aber auch nicht dann so drauf geachtet wie das verläuft weil... Ich musste mit mir selbst schon kämpfen!
00:16:46: Weil wo die dann wie gesagt gekommen sind haben nämlich ja zum Krankenwagen mitgenommen und da konnte ich schon nicht mehr frei laufen.
00:16:53: Da bin ich um Ampen meine Frau zum Krankenwagen gelaufen.
00:16:58: Meine Frau hat mich auch noch irgendwie, glaub ich, der hat mir noch ein T-Shirt gegeben, aber ich war halt oben ohne und hatte nur einen Hosan.
00:17:04: Genau dann weiß ich halt noch, dass ich mich da reingesetzt habe in den Krankenwagen und dann hab' ich mehr oder weniger die Augen zugemacht und dann Zimmer... Ich dachte immer das wäre nur eine Arztpakse wo wir hingefahren sind.
00:17:17: es sah so aus im ersten Moment.
00:17:19: Nein weil die haben mich nicht, ich hab mich schon im Krankenwagen auf ne Liga gelegt.
00:17:22: genau so war das nämlich.
00:17:23: Ich war nämlich schon da auf ner Liga drauf Und die haben mich nämlich dann vom Kangenwagen direkt auf der Liege schon dahin gefahren gehabt.
00:17:32: Ich war da jetzt schon nicht mehr, ich war es schon da aber wie gesagt die Schmerzen sind immer schlimmer geworden.
00:17:36: deswegen habe ich da nicht mehr wirklich alles hundertprozentig realisiert.
00:17:41: Du hast jetzt beschrieben dass die Scherzen immer stärker geworden sind?
00:17:45: Wie haben sich diese Schmerze denn in den Füßen gezeigt?
00:17:48: Ich meine du hast eben gerade über Kribbeln gesprochen.
00:17:51: blieb es beim Kribeln oder hat sich das verändert?
00:17:54: Es waren Kribblen in der Nacht und deswegen an dem Tag wurde aus Kribbeln brennen.
00:18:00: Und deswegen, weil ich halt vom Typ her so einer bin, wo halt versuch dran da dagegen anzukämpfen ging in Schmerz aber der schmerz war echt... Das hat sich angefühlt wie immer wenn meine Füße im Feuer werden.
00:18:13: So hat es sich angeführt also die Füste die Beine.
00:18:15: Deswegen konnte ich ja auch dann nicht mehr drauf stehen und laufen Weil das war Ja ein Brennen und auch denn hat sie auch angefangen den Händen Also händeunfügsam.
00:18:27: Die Füße haben lange gebrannt, dann haben die Hände gekribbelt und dann ist beides schlimmer geworden.
00:18:31: Hast du es an beiden Händen gespürt?
00:18:33: Ja ja, das waren beide Füßen und beiden Hände weil wo ich dann in dieser Notaufnahme war, haben wir natürlich Blut abgenommen und diverse andere Untersuchungen gemacht.
00:18:43: aber ich war da neben so einem Gruppenwarteraum kann man sagen wo andere Patienten waren und dort lag ich ziemlich lange.
00:18:52: Dort war das letzte Mal, wo ich aufgestanden bin.
00:18:54: Da war ich auf Toilette gehen musste und die Disfetze war drei, vier Meter weg von dort.
00:19:00: Und da habe ich es das letzte mal geschafft mich irgendwie noch hin zu bewegen aber mit extremen Schmerzen der Füßen.
00:19:08: Also... Ich hab mich dann der Wand abgestützt und irgendwie bin ich zu der Tür gelaufen irgendwie noch.
00:19:14: Das war das Letzte Mal, als ich echt auf meinen Beinen stand.
00:19:17: Ich stelle mir die Frage Bist du die ganze Zeit bei Bewusstsein geblieben oder gab es auch Momente, wo du mal weg warst?
00:19:23: Ja doch.
00:19:24: Zu dem Zeitpunkt war ich noch beim Bewusstseins.
00:19:28: Der Schmerz war halt so stark dass ich halt... wie soll man sagen das Bewusstsehen kämpfe mit dem Schmerzen und wiederum Schmerze und Warten!
00:19:38: Ich habe ja gewartet und hab mich dann auch irgendwann aufgeregt ehrlich gesagt weil ich irgendwann gedacht habe, die machen mit mir nichts.
00:19:43: Ich lege hier rum Es war warm, es war nicht klimatisiert kann man sagen geschrien, weil ich dir wollte mir auch nicht zu trinken geben.
00:19:52: Klar im Nachhinein die wollten mich nichts geben, weil ja nun ich wusste was hab' ich denn?
00:19:55: Ich habe mich halt aufgeregt weil ich halt gedacht hab', die geben mir nicht mal was zu trinken!
00:19:58: Ich hab keine Infos, ich hab gar nix und dann nach vielen Stunden haben sie mich irgendwann mal in ein separates Zimmer gebracht, da haben sie dann noch EKG angeschlossen also diese Elektroden wegen Herzfrequenz und alles... Und da hab ich dann irgendwann meine Frau angerufen und hab dann auch noch sogar meine Frau gebetet und gesagt Schatz hol mich ab, die machen mit mir nichts Weil, ja.
00:20:22: Und dann muss ich ehrlich sagen, da war ich irgendwann weg.
00:20:25: Also nicht bewusstlos aber dann war ich wie...
00:20:29: Enttross!
00:20:30: Genau weil die Schmerzen waren zu heftig und da irgendwann haben sie auch angefangen mir was zu geben.
00:20:35: Ich stelle mir die Frage wieso man so lange nicht gehandelt hat?
00:20:38: Weil du hattest ja eigentlich klare Symptome.
00:20:41: Das kann man so nicht sagen.
00:20:43: also klare Symptome hatte.
00:20:44: ich hatte Symptomen Ja Aber das können viele Ursachen sein.
00:20:48: Deswegen haben die halt... Das erste war ja Blut, haben die ja im Blut abgenommen und die haben echt auf die Ergebnisse gewartet von dem Blutbild.
00:20:55: Und dadurch dass wir jetzt nicht in der Hauptstadt von Apulien, deswegen wurde nämlich dieses Blut nach Bade geschickt.
00:21:05: Da ist nämlich das größte Krankenhaus in der Gegend.
00:21:08: Die haben halt auf die Ergebnis so dort gewartet.
00:21:11: Die Ergebnisse kamen auch dann, wo das wurde mir natürlich alles erzählt, da war ich schon, sag' ich mal in meinem Albtraum gefangen.
00:21:21: Die haben dann später ziemlich Richtung Mitternacht, haben die quasi das Diagebensee bekommen und da haben sie gesehen dass es mir nicht unkocken sind.
00:21:28: also diese pulpura formis typi.
00:21:32: aber muss sagen die haben dann auch blitzschnell reagiert.
00:21:34: ich wurde dann von diesem kleinen Krankenhaus sage ich mal wurde ich nach Lecce gebracht.
00:21:40: Das war das nächstgrößere Krankenhaus in der Gegend Und da kann ich mich noch an die vater erinnern weil Ich wurde dann alle auch mit der Liga in den Krankenwagen gebracht.
00:21:50: Ich habe eine Zwischenfrage, sobald man das feststellt gibt es irgendeinen Mittel was man dir verabreichen kann um das ganze zu hemmen oder zu verlangsamen?
00:22:00: Das wollte ich jetzt weiter erzählen.
00:22:02: Na ja alles gut!
00:22:03: Auf jeden Fall kann mich noch an die Fahrt erinnern, ich war ziemlich wild weil sie sind da echt mit Blaulicht und mit Martinshorn und mit Vollgras und ich war auf der Lige und hab nämlich einen noch daran innen.
00:22:16: Das hat halt extrem hin und her gewackelt, klar.
00:22:17: Und dann sind wir da angekommen in Lecce und ich kannte das so aus Serien und so.
00:22:23: Für jeden Fall bin ich in einen Schockraum gekommen wie man kennt.
00:22:26: Diese Räume wo man wenn man reinkommt überall diese Monitore sieht, diese OP-Lampen und daran kann ich mich noch erinnern und dann ging es dann richtig ab.
00:22:34: also da waren viele Krankenschwestern Ärzte und weiß nicht was alles war und dann war ich weg.
00:22:42: Da weiß ich dann, in der Nacht hatte ich mehr oder weniger... Ich habe einen komischen Albtraum gehabt in der nacht.
00:22:48: Ich hatte so ein Albtrom das irgendwie die meine Organe klauen oder sowas.
00:22:52: Das war halt so'n blöden Albtrum.
00:22:53: hat dich Und auf jeden Fall zu der Frage zurück Die hatten durch die Blutergebnisse Haben dir auch gleich das passende Antibiotiker dazu organisiert und haben das ja während der nachts schon angefangen zu stoppen.
00:23:06: Also haben das passenden Antibiatiker gegeben?
00:23:11: Was heißt Allheilmittel?
00:23:12: nicht sondern Gefährlicher Menigunkocken.
00:23:17: Wenn man quasi klar, wie soll ich das sagen?
00:23:21: Die haben das so früh stoppen können dass es halt nur auf meine Beine und nur auf die Finger gegangen ist nicht auf die Innenorgane.
00:23:27: wenn man jetzt da sage ich mal paar Stunden noch später reagiert gibt es dann wahrscheinlich kein Weg zurück mehr oder noch schlimmere Schäden also von Gehören.
00:23:38: Also Dann Ist Man Komplett Oder Klar.
00:23:41: Das Schlimmste ist dann der Tod weil Weil nein, genau.
00:23:45: Weil diese Männigung kocken erzeugt ihr eine Sepsis und die Blutvergiftung.
00:23:49: Und die ist ja dann das quasi Problem wo alles dann zerstört im Körper weil alles was nicht mehr durchblutet ist unreperabel.
00:24:00: Als man dir das gesagt hast, was du hast wusstest?
00:24:03: Nein
00:24:03: ich wusste es nicht da war ich schon
00:24:06: okay.
00:24:06: Das
00:24:06: was ich gerade erzähle habe ich alles dann im Nachhinein erzählt bekommen gehabt.
00:24:11: Frau hatte man dir informiert, in welchem Krankenhaus du warst?
00:24:15: Du warst ja schon weg.
00:24:15: Du konntest das nicht sagen!
00:24:17: Meine Frau war... Also meine Frau und mein Vater beide waren eigentlich immer in meiner Nähe.
00:24:24: Die sind dann da wo ich diesen letzten Anruf getätigt hatte.
00:24:28: Sind ja ins Krankenhaus gekommen Und ich hatte noch meinen Vater und meine Frau gesehen wie die ins Zimmer reinkam.
00:24:35: Aber danach haben sie angefangen mir Sachen zu verabrechen.
00:24:39: Ich war dann nicht mehr ganz da Aber die waren immer informiert, sie waren immer in meiner Nähe.
00:24:44: Das Problem ist nicht das Problem sondern ich war dann in Quarantäne wegen der Krankheit.
00:24:48: auch Deswegen durfte mich die ersten zwei Tage auch niemand besuchen.
00:24:53: Wenn ich jetzt zurück denke an diese blauen Flecken Die waren ja zu Beginn ganz ganz klein Wie hat sich das denn weiterentwickelt?
00:25:02: Ja die sind immer größer geworden.
00:25:03: nur Ich habe halt von dem Erstkontakt Von den Flecken bis wie es dann sich ausgebreitet hatte, diesen Verlauf habe ich nicht mitbekommen oder hab' ich nicht so drauf geachtet ehrlich gesagt.
00:25:17: Weil der Hauptverlauf wo das ganz schlimm geworden ist war in dieser Nacht.
00:25:22: Wo quasi dann wie soll man sagen?
00:25:24: Wo die Ärzte quasi angefangen haben das Gegenteil des Antibiotika zu geben.
00:25:29: und dann war ja quasi der Kampf zwischen Leben und Tod.
00:25:32: es ist echt so gewesen.
00:25:34: also weil... Ich kann mich da nur noch reden.
00:25:38: am nächsten Tag wo ich dann aufgewacht bin im Also ich war dann auf den Sivstation in Letzsche.
00:25:43: Ich war ja dann alleine im Zimmer, wo ich aufgewacht bin.
00:25:46: Fand ich... hab' ich mich erst mal gut gefühlt weil ich hatte eigentlich keine Schmerzen klar!
00:25:50: Ich war an den ganzen Schläuchen angeschlossen und alles.
00:25:54: Auf jeden Fall schaute ich an die Wand und die Wand war auch so ein Bierstohn.
00:25:58: Und da hing das Jesuskreuz in der Wand wie halt in Italien üblich in jedem Krankenhauszimmer.
00:26:03: Und ich hatte die Wand angeschaut und es kam auch echt Sonnenlicht ... Weil hinter mir waren die Fenster und es hat Sonnlicht reingeschienen.
00:26:11: Die Wand war echt wie so fehlend staub.
00:26:15: Das glauben mir viele nicht, aber für mich ... War das wie so ... Ich dachte okay?
00:26:20: So krass!
00:26:21: Weil ich hab mich in dem Moment echt gut gefühlt.
00:26:24: Und dann kam auch kurz erst später die Ärzte rein und sagten mir dann so klar, haben mich gefragt, wie es mir geht und guten Morgen.
00:26:31: Dann haben wir einen Spruch gesagt, wo mich bis heute prägt und zu dem Zeitpunkt nichts damit anfangen konnte.
00:26:38: Wo die dann gesagt haben dass ich jetzt ein neues Leben habe.
00:26:44: Ein zweites Leben, es wird ein bisschen anders sein und ich werde weiter leben.
00:26:47: Ich werde meine Kinder aufwachsen sehen, ich werde mit einer Familie wieder zusammen sein können.
00:26:52: Ich konnte halt mit dem nichts anfangen.
00:26:54: Ich hab halt gedacht okay aber da habe ich auch noch nicht alles realisiert.
00:26:59: Da habe ich sogar noch...da habe ich noch nicht realisiert wie schwarz die Beine sind.
00:27:03: Ich habe an meiner Hand Also an meiner rechten Hand die Finger habe ich, deshalb hab' ich zuerst gesehen.
00:27:08: Die waren ja richtig schwarz so... Ich sag immer in meiner Sprache so richtig zombimäßig, waren die so schwarz verkumpelt.
00:27:18: Ich konnte sie auch nicht mehr wirklich richtig bewegen.
00:27:21: also die rechten vier Finger und ja.
00:27:25: Das heißt Sie haben dich informiert noch als du alle Extremitäten hattest?
00:27:29: Ja, ja.
00:27:29: Und man hatte dir aber gesagt dass sie jetzt amputiert werden?
00:27:31: Nein, nein!
00:27:32: Wie haben Sie es dir denn gesagt, wenn sie sagen dass das
00:27:35: Leben anders
00:27:36: ist?
00:27:36: In Italien
00:27:36: ist schon noch ein bisschen sage ich mal.
00:27:38: Weil dadurch dass mein Vater und meine Frau halt auch dort engen Kontakt mit den Ärzten hatten Und egal wie alt man ist in Italien erzählt man schon eher oder besser gesagt sagen wir es andersrum Was sich den Ärzen dort sehr hoch anrechnen was echt sehr schön war.
00:27:56: Die haben mir zu meinem eigenen Schutz nicht komplett die Wahrheit gesagt.
00:28:01: Man muss ja auch psychologisch vorgehen bei sowas und nicht gleich.
00:28:06: Einem geht es nicht gut, man sieht das irgendwas nicht stimmt.
00:28:10: aber man muss jetzt nicht gleich die knallharte Wahrheit ins Gesicht bekommen.
00:28:17: Ist vielleicht in dem Moment auch echt besser und war auch bei mir zu besser weil die Ärzte hat auch im Nachhinein habe ich dann erfahren auch entschieden mein Handy mich nicht zu geben.
00:28:26: Ich hab mein Handy erst wo ich das Krankenhaus dort verlassen habe bekommen.
00:28:29: Jetzt haben die auch gemacht, dass ich einfach mich sammeln konnte.
00:28:34: Man muss ja erst mal damit mit dem Moment klarkommen und die haben aber mein Vater und meine Frau, wie gesagt, haben die alles besprochen gehabt.
00:28:42: Mein Vater wusste schon ein bisschen was anstehen wird.
00:28:46: Aber auf der anderen Seite muss man natürlich auch immer fairerweise sagen Und Ärzte sagen nie sofort Was gemacht wird weil sie sich ja auch erst hundertprozentig sicher sein wollen.
00:28:55: Deswegen hatte man ja auch bei mir hatte man hier schon auch bis zur Hoffnung Dass sich das vielleicht zurückbildet Weil man wartet auch bei so was ab, bei so einer Blutvergiftung.
00:29:05: Inwieweit das doch noch vielleicht sich zurückbildet?
00:29:08: Und andersherum gesagt noch... Bei mir war ja auch erstmal der Fokus aus außerhalb der Lebensgefahr zu kommen.
00:29:14: Das war ja erst mal der Fokuss die ersten Tage.
00:29:17: War dir bewusst dass du in den Lebensgefahren geschwebt hast?
00:29:20: Ehrlich gesagt auch nicht!
00:29:21: Ich war in so einem Moment... Man kommt da irgendwie in einen speziellen Moment, sag ich mal Man wünscht sich eigentlich nichts mehr einfach, dass es besser wird.
00:29:31: Aber man macht sich dann nicht so viele Gedanken.
00:29:33: Ich habe mir in der Zeit auch gar nicht so viel Gedanken gemacht.
00:29:36: Ich hab in dieser Zeit eigentlich ehrlich gesagt nur versucht irgendwie schnell die Zeit vorbeizubekommen.
00:29:41: aber das war halt ein extremer Kampf weil ich habe einen Fernsehmszimmer gehabt aber die ersten zwei Tage durfte mich keine besuchen.
00:29:50: nach einem dritten Tag durften mich zweimal am Tag also jeweils eine andere von meiner Familie besuchen aber auch nur für ne halbe Stunde Das heißt unnatürlich klar mit der ganzen Montur, mit Maske.
00:30:04: Also komplett weil ich wein' Quarantäne!
00:30:06: Weil halt diese Menigung Kocken so stark sind, dass genau das sich in Quarantine war.
00:30:13: und deswegen habe ich in der Zeit eigentlich versucht die Zeit irgendwie zu überbrücken und hab mich halt eigentlich nichts mehr gefreut gehabt.
00:30:21: in dem Moment jedes Mal wenn da meine Frau gekommen ist oder mein Vater, weil es halt so.
00:30:25: der Kontakt war vor allem Vor allem der Kontakt mit einer Frau war halt besonders, weil ich halt auch wissen wollte wie es den Kindern geht was die Kinder wissen.
00:30:33: Aber natürlich hat meine Frau den Kindern natürlich auch gesagt Papa ist im Krankenhaus aber alles ist gut.
00:30:39: so weit weil man muss ja auch da aufpassen wie man das erzählt.
00:30:44: Weil man kann das Schäden anrichten wo vor allem unsere Kinder sind ja die älteste vierzehn und die kleinste sechs muss man schon aufpassen Man will ja auch nicht unnötig, sage ich mal Sorge verbreiten.
00:31:01: Aber... Ich in dem Moment habe einfach nur gedacht das war für mich so halt zweimal am Tag meine Frau mein Vater zu sehen und hab dann halt Fernsehe geschaut und irgendwie immer wieder geschlafen.
00:31:13: Ich habe natürlich gemerkt es ist schon irgendwas Extremes weil ich konnte mich man muss sich vorstellen im Bett nicht mehr richtig drehen Und ich war ja angeschlossen.
00:31:22: Das nennt sich zentrale WNKT.
00:31:25: der ZVK heißt dieser Anschluss wo man hier bekommt Da war ich ja hier angeschlossen mit, ich weiß nicht gefühlt zehn Schläuchen.
00:31:34: Hatte diesen dauerhaften Blutdruck-Messgerät dran wo er jede fünf Minuten Blut druck misst und deswegen war das halt.
00:31:41: man versucht irgendwie...
00:31:43: Wie lange hat es denn gedauert von diesem Moment wo man dir gesagt hat hey du hast hier ein zweites Leben bis zu dem moment wo man dann gesagt hat wir müssen das amputieren?
00:31:51: Wie lang hat das denn noch gedaubert?
00:31:55: Drei Wochen
00:31:56: So lange?
00:31:57: Wollte die Geschichte komplett hören.
00:31:59: Also ich glaube, dafür sind wir hier oder nicht?
00:32:01: Ja nein!
00:32:02: Aber wenn du... aber die Frage was du gestellt hast, da sind jetzt viele Kapitel dazwischen weil jetzt okay auf jeden Fall in Italien war das Ziel mich quasi transportfähig zu machen Weil es war von Anfang an klar Von Anfang an war ja klar Wohnort ist Stuttgart Ich bin deutsche Italiener Es ist schön hot Aber natürlich war klar das Ziel dass ich nach Hause komme, also heimatsnah komme.
00:32:29: Und... Ich muss sagen im Nachhinein Gott sei Dank waren wir ADAC versichert weil wir haben großartig keine extra Versicherung gar nicht zu sehen.
00:32:36: aber ADAC plus Mitglieder und auch da hat dann meine Frau schon ziemlich am Anfang mit einem ADAC Kontakt gehalten und wenn man ADAC läuft ist quasi so Wenn sowas ist, ist man ja quasi versicherd Dann wird die Reise der Reise rügtritt quasi alles organisiert von denen Also die Familie und auch der Patient.
00:32:58: Und die haben ja auch eigene Ärzte, und die Ärzten haben auch schon Kontakt gehalten mit den Ärzern im Krankenhaus.
00:33:03: Da wurde dann das quasi erarbeitet.
00:33:07: Wir warten ab bis es transportfähig ist, da wurde halt Tag für Tag entschieden wie halt der Zustand sich
00:33:15: entwickelt.".
00:33:17: Wir möchten kurz einordnen was bei einem kranken Rücktransport im Ausland im Hintergrund passiert.
00:33:23: Der ADAC erklärt Ein Rücktransport nach Deutschland passiert nicht sofort.
00:33:28: Zuerst muss der Patient stabil und transportfähig sein, außerdem muss der Transport medizinisch sinnvoll und vertretbar sein.
00:33:36: Dafür stimmt sich das ärztliche Team des ADACs mit den behandelnden Ärztinnen vor Ort ab.
00:33:44: Es werden medizinische Unterlagen geprüft, der Zustand bewertet und geklärt welche Form des Transports überhaupt möglich ist.
00:33:52: Dann braucht es in Deutschland ein passendes Krankenhausbett.
00:33:55: Der ADAC nennt das Bett-zu-Betservice vom Krankenhaus im Urlaubsland bis in ein geeignetes Krankenhaus in Deutschland.
00:34:04: Wichtig ist auch, die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt einen Krankenrücktransport aus dem Ausland nicht und eine ADAC plus mitgehthaft kann zwar den Krankenrücktransport abdecken aber nicht automatisch Krankenhauskosten im Ausland.
00:34:21: Dafür braucht es eine Auslandskrankenversicherung.
00:34:24: Rund sechzehn Prozent der Menschen haben keinen solchen Schutz, im Ernstfall kann das neben der medizinischen Krise auch finanziell sehr belastend werden.
00:34:34: Deshalb prüfe vor deiner Reise deinen Auslandskrankenschutz und speicher dir die ADAC-Notfallnummer ab!
00:34:42: Bei ernsten medizinischem Notfallen im Ausland Deutsche Vorwahl.
00:35:03: Die wichtigsten Links findest du in der Folgenbeschreibung.
00:35:18: Deswegen hatten die an dem Morgen schon gesagt, ich habe ein zweites Leben.
00:35:20: Die haben mir gesehen dass es zurückgeht.
00:35:22: Ah!
00:35:23: Die haben es ja stoppen können.
00:35:24: deswegen diese Ärzte dort... Ich hab sogar noch bisschen Kontakt mit einer der Ärzten.
00:35:30: dort hat mein Leben gerettet weil hätten sie nicht wie gesagt reagiert.
00:35:35: das wäre weitergegangen und ich weiß auch jetzt.
00:35:39: im Nachhinein habe ich auch viel gehört.
00:35:41: viele Patienten oder Menschen wo dies bekommen endet halt tödlich.
00:35:46: Deswegen kriegt man das oft nicht mit dieser Menigon-Kocken-Type Fulminanz, weil viele versterben.
00:35:52: Oder es sind halt so Pflegefälle, dass man ... Ich sag mal so gut wie tot ist.
00:35:57: Genau!
00:35:58: Auf jeden Fall war dann das Ziel im Krankenhaus, dass ich das zum Glück verlief ja dann auch gut, sage ich mal, halt gut in Umständen sprechend und angefangen hat das ja alles.
00:36:07: wir haben ja nicht in Daten also in Tagen gesprochen.
00:36:10: Das war ja quasi der sieben und zwanzigste August die Krankheit ausgebrochen.
00:36:15: Am vierten September war es dann soweit oder mit Abstimmung, mit den ADC und alle mit den Ärzten.
00:36:21: War dann der Termin also quasi Abflug für das September.
00:36:26: Und ich bin dann am vierten september morgens... Das war natürlich da auch extrem aufgeregt weil meine Kinder sind ein paar Tage davor mit einer Partnerin von meinem Vater zurückgeflogen schon nach Stuttgart.
00:36:36: Genau!
00:36:38: Meine Frau ist an dem Tag morgens zurück geflogen Und ich, mein Flug... Also was heißt mein Flug?
00:36:44: Das war ja quasi vom ADAC so ein kranken Rücktransportflugzeug.
00:36:49: War angesetzt... Weiß nicht mehr ganz genau, aber so dreizehn-viertzehn Uhr war der angesetzt am vierten September und ich war halt aufgeregt weil ich konnte es halt kaum abwarten schon irgendwo Heimat jetzt nicht nach Hause zu kommen, war ja klar aber einfach in die Heimat zurückzukommen und war auch sage ich mal ein krasses Erlebnis da.
00:37:10: wo muss man nicht so erlebt haben?
00:37:12: Aber ich wurde dann mit dem Krankenwagen zum Flughafen nach Brindisi gebracht.
00:37:18: Und man muss sich vorstellen, wie in so einem Film ... Ich war auf der Liege und wurde dann echt offen rollfeld quasi von der Lige vom Krankenwagen auf die Liege von einem Transportflugzeug, vom IAC, umgelegt.
00:37:30: Dann war da eine Ärztin dabei, da war auch ein Krankenpfleger dabei.
00:37:35: Da wurde ich dort auch versorgt im Flieger.
00:37:40: Es war halt auch halt irgendwo schon interessant, das mal zu sehen.
00:37:43: Aber wie gesagt in dem Zustand muss man das eigentlich nicht erlebt haben.
00:37:46: aber mein Schicksal wollte es halt so.
00:37:49: Genau und der Flug ging relativ schnell weil man ja quasi es gibt ja da einladen und dann geht's los und dann bin ich in Stuttgart gelandet.
00:37:58: Und schon während vor dem Abflug war schon bekannt in welches Krankenhaus ich komme.
00:38:03: Das war schon der erste so bisschen negative Punkt.
00:38:08: Ich meine, wir leben in Stuttgart.
00:38:10: Die Landeshauptstadt in Württemberg und wir haben hier viele große Krankenhäuser.
00:38:14: Und da wurde schon bekannt das ... Weil ursprünglich hieß es erst doch ich komme nach Stuttgard in ein großes Krankenhaus und kurz vor Knab haben die das doch nicht angenommen mit Stuttgarter.
00:38:24: Weil mein Fall doch so krass war dass sie vielleicht, weiß nicht, entschieden haben okay weil wenn man aus dem Ausland kommt müssen die einen ja nicht annehmen.
00:38:33: Die sind nicht verpflichtet heimatsnah ein anzunehmen.
00:38:37: Auf jeden Fall hat mich dann das Krankenhaus in ... angenommen.
00:38:40: Das ist fünfzehn Kilometer weg von hier, es ist jetzt nicht so weit.
00:38:43: aber ja, auf jeden Fall war da die erste Anlaufstation.
00:38:47: Man natürlich überglücklich erst mal alt glücklich in dem Sinn.
00:38:51: Mir ging's natürlich extrem schlecht noch, aber glücklich halt weil ich dann auch meine Frau jederzeit sehen konnte wieder und... Ich muss sagen sie haben sich trotzdem Mühe gegeben dort, weil am Anfang wurde ich in ein normales Zimmer gebracht.
00:39:06: Aber auch dort habe ich dann festgestellt, viele Ärzte wo vor mir gekommen sind hatten Training in den Augen.
00:39:14: Und ich hab immer gedacht okay ein Arzt Beinen oder halb mit so glasigen Augen zu sehen ist schon weil ich indem er noch nicht so realisiert hatte wie heftig das eigentlich ist was ich hatte weil vielleicht immer noch im Unterbewusstsein schon vielleicht Hoffnung war wird schon alles gut gehen oder?
00:39:29: Ich wusste ja immer noch nicht ganz genau um was sich dreht.
00:39:32: aber zu dem Thema Amputation wurde es schon dann vor mir das erste Mal schon ausgesprochen, was ungefähr so der Weg wird oder was anstehen wird.
00:39:44: Habt das aber trotzdem mit Fassung genommen?
00:39:48: Aber halt trotzdem immer irgendwie versucht ... bin immer oder hab versucht oder bin irgendwie positiv immer geblieben auch weil ja... Es muss ja irgendwie einen Weg geben!
00:39:56: Das wird's schon irgendwie gut gehen habe ich mir immer gedacht
00:39:59: Was hattest du gefühlt als man dir das erste mal das Wort Amputation entgegengeworfen hat?
00:40:08: Ja, ich habe das halt ein bisschen wie sagt man nicht so an mich rankommen lassen.
00:40:13: Ich hab halt gedacht ja okay gut wenn das die Lösung ist aber es war noch nicht trotzdem hundertprozentig entschieden.
00:40:20: Hattest du schon realisiert was das Ausmaß sein wird und wie dass dein Leben und auch das Leben deiner Familie beeinflussen würde?
00:40:28: In dem Moment doch nicht!
00:40:34: Weil zu dem Zeitpunkt, wo mir das gesagt wurde ich noch nie mal meine Kinder wieder gesehen hatte.
00:40:38: Seit dem Tag, wo ich da weggegangen war also im Ferienhaus und ich wollte einfach... wie soll man sagen?
00:40:45: Man will schlechte Sachen in den Moment eh nicht hören!
00:40:46: Man will einfach wieder fit wird.
00:40:50: Egal wie schlimm die Diagnose jetzt war oder was diese Oberärztin damals erzählt hat.
00:40:55: Ich habe damals dann auch gleich eine Frau vom Sozialdienst gekommen.
00:41:02: Ich habe gleich auch positiv, ich hab gesagt ja wir werden das schon alles hinkriegen weil damals wurde dann Deswegen habe ich früher das erwähnt in Italien.
00:41:11: Wurde das liebevoll versucht Im Patienten halt vielleicht doch irgendwie wenn überhaupt nicht zu erzählen aber da wurde Dann ist schon ein knall hat die weit erzählt und da wurde auch das erste mal angesprochen Ja ihr müsst dann vielleicht über um Auszug nachdenken Wenn ihr keinen Aufzug habt und Pflegefall und hin.
00:41:28: Da wurde viel gesagt und ich habe immer gesagt ja Alles gut Schritt für Schritt, wir werden das schon hinkriegen.
00:41:34: Ich meine man muss nicht immer das Schiff sinkt vielleicht so symbolisch gesehen aber es gibt schon irgendwie eine Lösung oder dann wird's schon bei irgendwie werden wir es hinkregen.
00:41:45: und ja
00:41:47: Bei unserem Vorgespräch hattest du aber gesagt dass als die Nachricht kamen dass du diese Amputation brauchst Dass du da nicht weiter leben wolltest
00:41:56: Das hatte ich meiner Frau mal gesagt Ja jetzt Da, aber danach hatte ich meine Frau eigentlich gesagt.
00:42:03: Ich weiß nicht, eigentlich habe ich echt den Spruch zu ihr gesagt damals lieber sterben als behindert zu sein weil ich halt noch da bis hin so in meinem alten Leben halt drin war.
00:42:14: auch muss man sagen Weil weil man halt schon irgendwo dann Angst bekommt natürlich wenn man halt denkt okay Man verliert jetzt seine Beine die Finger wie geht alles weiter?
00:42:24: Weil zu dem Zeitpunkt mein ich kann man ja noch nicht so viel wissen, dass man doch einigermaßen vielleicht doch wieder ein lebenswertes Leben führen kann.
00:42:32: Das ist so bissel auch finde ich... So im Nachhinein finde ich auch echt für viele Menschen die Amputation anstehen, finde ich da fehlt etwas.
00:42:42: Da fehlt diese... Wie soll ich das sagen?
00:42:46: Weil man halt in dem Moment echt ins kalte Wasser geschmissen wird und denkt okay mein Leben ist mehr oder weniger, es hört sich allen wie vorbei aber ist es ja doch vielleicht in manchen Fällen wie bei mir nicht.
00:42:59: Ja, auf jeden Fall stimmt.
00:43:01: Auch hatten auch die Ärzte mir nämlich auch noch Mittel gegeben, wo doch die Hoffnung noch ein bisschen bestand dass diese Blutgefäße wo quasi kaputt gegangen sind durch die Blutvergiftung auch wieder vielleicht sich doch erholen etwas.
00:43:16: und man muss auch sagen es hat ein bisschen was gebracht weil ich habe dieses Medikament Stimmt drei vier Tage in den News bekommen und das hat schon ein bisschen schwarze Teile.
00:43:29: Er holt, sag ich mal.
00:43:30: Wo hast du das gemerkt?
00:43:32: an welchen Stellen?
00:43:33: An meinen Fingern.
00:43:34: Man muss sich vorstellen dass mein Zeigefinger links war auch, sah gar nicht gut aus der war eigentlich schon auf der Liste wo wahrscheinlich weg muss.
00:43:45: aber durch dieses Medikament dieses Wehnmittel hat sich der Zeige Finger etwas so holt gehabt und auch an den Beinen.
00:43:54: man hat halt gesehen dass manche Stellen ein bisschen wieder heller werden.
00:43:58: Es hat jetzt nicht vielleicht zehn Prozent gegeben, vielleicht fünf Prozent.
00:44:02: Wenig!
00:44:02: Aber in dem Moment ist man über jeden kleinen positiven Schritt glücklich.
00:44:08: einfach und muss man auch sagen... Man hat gemerkt es ist nur eine Zwischenstation.
00:44:14: die waren auch mit meinem Fall überfordert.
00:44:17: Was gab es denn noch für einen schönen Schritt oder schönen kraftgebenden Schritt für dich gerade bezogen auf deine Kinder?
00:44:28: Genau, der größte positive Moment in dieser Zeit war.
00:44:33: Gerade ich hatte meine Frau dann jeden Tag gesehen oder war ja eigentlich fast, kann man sagen, rund um die Uhr an meiner Seite.
00:44:41: und ich glaube, der vierte September wo ich angekommen bin im Krankenhaus dort war ein Montag und das erste Mal da, wo meine Kinder kamen, war Samstag und da war ich extrem aufgeregt Mit heute noch mit einem Pfleger auch Kontakt, wo dort im Krankenhaus zu der Zeit gearbeitet hat.
00:45:00: Weil er mir ermöglicht hatte ich konnte ja nicht aufstehen oder geschweige ihn dann überhaupt sitzen in dem Bett aber er hat mich doch dann mit dem Kollegen zusammen hat mir bei meinem Wunsch war dass der Erstkontakt meinen Kindern.
00:45:13: so ist das sie mich nicht im Bett sehen sondern dass sich in einem Rollstoß jetzt wenigstens und halt meine Beine abgedeckt waren.
00:45:21: Das war mir wichtig dass sie nicht gleich sehen oh Papa wie ein Zombie aussieht.
00:45:27: So habe ich mich wahrgenommen in dem Moment.
00:45:31: Und das haben die mir ermöglicht, dass sie mich da zwei kräftige Männer mich in diesen Stuhl irgendwie reingehoben haben und zwar unbeschreibliches Gefühl einfach wieder die Kinder zu sehen.
00:45:43: und ja dann an dem Tag war sogar noch schönes Wetter, haben wir ein Eis gegessen also... Wir sind dann sogar noch kurz einmal... Das war auch das erste Mal wo ich wieder mal draußen war, sind wir zusammen da in den Krankenhausgraten gewesen, haben mein Eis geg Essen Aber haben natürlich trotzdem noch den Kindern jetzt auch nicht... Die Kinder hatten meine rechte Hand oder die Finger gesehen, wo schwarz waren.
00:46:05: Das haben sie gesehen aber die Beine nicht.
00:46:08: Haben die Kinder gefragt was das ist?
00:46:10: Ja natürlich vor allem kleine Kinder sind immer Fragen viel und ich weiß nicht mehr genau was ich geantwortet habe aber wahrscheinlich wird schon wieder alles gut werden irgendwie sowas.
00:46:19: man will ja versuchen den Kindern Was heißt schön zu reden?
00:46:24: Man will diesen kleinen, ich sag mal kleinen vor allem meine kleinsten nicht jetzt das Herz zerbrechen.
00:46:29: Das ist schon... ...heftig ja.
00:46:34: Ja genau!
00:46:35: Das war der Erstkontakt mit meinen Kindern wieder.
00:46:36: und es gibt halt einfach auch einen den Sinn wenn man halt das sieht für was man kämpft.
00:46:43: Für was man diese ganze Qual durchmacht weil es ist nicht einfach.
00:46:48: Ich rede jetzt vielleicht schon ein bisschen lockerer drüber aber Schon durch die Hölle gehen, muss man schon sagen.
00:46:55: Weil... Wie gesagt vor allem nur die ganze Zeit im Bett zu sein alles in dem Bett zu machen.
00:47:01: Gewaschen zu werden im Bett.
00:47:03: Vor allem es hat viel meine Frau übernommen weil ja ich will jetzt nichts gegen das Personal sagen aber wenig Personal.
00:47:10: man wird jetzt nicht wirklich so gut gepflegt im Krankenhaus und meine Frau dadurch dass sie Krankenschwester ist und alles kann das hier aber war auch für Sie weiß nicht wie sie es geschafft hat aber sie hatte auch da mich gepflegt mehr oder weniger.
00:47:24: Sie hatte auch die Narrenfreiheit dort und durfte im Krankenhaus da mehr oder menos meine persönliche Krankenschwester sein, kann man sagen.
00:47:31: Die durfte sich da bedienen an allem und hat mal Bettwäsche gewechselt und alles.
00:47:36: Das war mir ziemlich wichtig weil es ist schon irgendwo anders wenn sich... Auch wenn das nicht schön ist aber die eigene Frau einpflegt wie fremde Leute.
00:47:49: Es ist noch einmal muss man nochmal mehr Diese Hemmschwelle fallen lassen und alles schon.
00:47:57: Dieser Moment, als du mit deinen Kindern zusammen warst und sie dich gefragt haben was mit deiner Hand los ist?
00:48:03: War das der nächste Moment der Realisierung?
00:48:05: Was vor dir da steht?
00:48:07: Ja es schon.
00:48:08: Vor allem ich hatte einfach meine größte Angst war einfach akzeptieren nämlich wie ich bin um das geht's ja.
00:48:17: andere Leute sind mir echt egal.
00:48:18: aber Es gibt ja auch vielleicht Momente wo die Kinder sagen i oder abstoßen finden Und das wäre für mich echt ein Kaoschlag gewesen.
00:48:28: Aber meine Kinder nicht, meine Kinder haben mich so akzeptiert wie ich bin auch in dem Moment war und... Das hat mir wieder diese Motive als schon gegeben.
00:48:41: Deswegen auch zu dem Spruch was ich ja gesagt hatte lieber Tod sein als behindert.
00:48:44: Das habe ich dann irgendwann auch zurückgenommen weil meine Frau oder meine Kinder hatten wir auch schon damals im Italien Video gemacht Also so ein Videomotivationsvideo für mich.
00:48:59: Und ja, das holt er dann schon zurück zu den Tatsachen und denkt okay ist doch nicht so schlimm Dann kann man doch mit einer Behinderung weiterleben weil Ja Man hat einen Grund einfach weiterzuleben wenn man sowas von seinen Kindern hört.
00:49:17: und Meine frau meine kinder sind alles für mich Und es kann man kann ich nicht beschreiben in Worten Es ist einfach was meinem herzen einfach fühlt zu sein kindern Vor allem diese Sprüche.
00:49:30: Und die Angst war dann weg.
00:49:33: zum Glück, wo mich meine Kinder mal akzeptiert haben.
00:49:37: Weil ich hab mir eigentlich schon was heißt geschämt.
00:49:42: Man fühlt sich... Ich habe das früher oft gesagt, dass ich mich wie ein Zombie fühle.
00:49:47: Weil die Finger sahen echt nicht schön aus!
00:49:50: Wann war der Moment, wo dir auch wirklich gesagt wurde?
00:49:55: Hier an dem und dem Datum müssen wir die erste Amputation machen.
00:50:00: Also genau, habe ich ja alles erwähnt gehabt.
00:50:03: soweit, was ich auch vorhin gesagt war ziemlich am Anfang dann klar dass es nur eine Zwischenstation ist weil sie einfach mit dem Fall überfordert waren Und nicht wie auch am Schluss der Chefarzt gemeint hatte Nicht die Erfahrung für so ein fall haben.
00:50:18: deswegen war er noch unser Wunsch in die Becken nach Becken zu gehen oder das sich dahin verlegt worden bin.
00:50:26: Weil dort halt einfach die, sag ich mal für alle extremen Fälle gewappnet sind und zum Glück wurde dann da einen Platz frei, wurde dann dahin überführt und in der BG-Klinik hat man halt gemerkt sie konnten halt... Die sind auch gleich an die Geschichte mit den kannhalten Fakten rangegangen weil die haben ja quasi eine Emmertierung gemacht von mir In die Röhre haben sie mich geschoben, genau.
00:50:55: Und da quasi... Da sieht man ja alles im Körper was los ist, welche Blutgefäße noch gut sind und was nicht.
00:50:59: Und hin und her hatten den *** auch gemacht.
00:51:02: Da bin ich *** das nochmal gemacht weil die wollten ja sich selber vergewissern.
00:51:07: Und dann war eigentlich mir selbst ziemlich klar wenn da die Ergebnisse rauskommen und da die richtigen Ärzte drüber schauen, dass es sind dann die entgültigen Entscheidungen.
00:51:19: Dort wurde dann eigentlich gleich am zweiten Tag schon richtig tacheles geredet was anstehen wird.
00:51:26: also finger das war man muss sich vorstellen wie so ein plan haben die halt aufgebaut.
00:51:31: weil da wurde gleich gesagt erst mal werden die finger genau erstmal werden die finger amputiert.
00:51:38: und Die zweite op war dann die spalttaute habe ich hier kann nicht später vielleicht zeigen hab ich hier auf der oft auf dem hand rücken.
00:51:45: hier oben habe ich spalten bekommen.
00:51:47: Was heißt das?
00:51:48: Das ist die nehmen quasi haut vom ober schenkel weg Und tun die haut drauf pflanzen, weil die haut war so schwer geschädigt Das man halt Haut weg nimmt, das nennt sich Spalthaut.
00:51:57: Man nimmt von seinem eigenen Körper so... Die haben das erklärt wie mit einer Rasierklinge wird Haut weggeschnitten und wird dann halt drauf verpflanzt.
00:52:05: Und es war auf der rechten Hand die zweite OP und in der dritte OP wundern die Beine amputiert.
00:52:13: Bis wohin hat man sie amportiert?
00:52:15: Also das nennte sich Knie-X abgekürzt.
00:52:20: Man muss sich vorstellen, in der Mitte von seinem Knie wird quasi das Bein entfernt.
00:52:24: Also ich hab noch die...
00:52:26: Die Hälfte des Knees?
00:52:27: Ja
00:52:27: genau!
00:52:28: Ich habe meine halbe Kniescheibe noch.
00:52:29: also es wird quasi da wird es weggemacht, weggeschnitten am Knie.
00:52:33: Warum wird die Hälfe des Knies weggenommen, weißt du das?
00:52:36: Weil nein, das war so.
00:52:38: Die Ärzte müssen quasi die Höhe der Amputation hängen gerne davon ab wo was alles beschädigt war.
00:52:44: bei mir war das Problem dass einfach die Unterschöckelmuskulatur abgestorben ist gewesen ist.
00:52:49: Und deswegen hat es keinen Sinn mehr gemacht, wenn eine Muskulatur einmal abgestorben ist durch diese Blutvergiftung die wird kann man nicht mehr reparieren und deswegen hat man dann eine Knie-Ex.
00:53:00: sich entschieden weil man braucht ja auch noch gewisse Haut wo man quasi umschlägt um zu vernähen.
00:53:07: und im Ausblick schon weil der Ärzte also der Oberarzt wo die OP gemacht hat echt spezialisiert für solche Amputationen, weil diese Knie-Axe was ich bekommen habe machen nicht mal alle Ärzte.
00:53:23: Habe ich dann im Nachhinein auch erfahren zum Beispiel hätten die so eine OP auch wenn die das machen wollen würden, hätten sie es gar nicht machen können?
00:53:29: Weil die ist gar nicht können.
00:53:30: Es gibt nicht so viele Ärzten wo diese Knierex machen können.
00:53:34: Die Knièrex hat halt ein Riesenvorteil weil man ja auch die Ärzze schon immer auch dann wie's weitergeht mit der prothetischen Versorgung dass man einfach länger stumpf hat bessere Abhärtung, weil man ja quasi wie eine Kniescheibe hat.
00:53:49: Das heißt auch später einfach das mehr belasten kann und man noch alle seine Muskeln fast hat was mein Oberschenkel hat.
00:53:58: Es hat der riesen Vorteil bei der Knie-X Amputation.
00:54:01: Dadurch hast du eine bessere Stabilität wenn du dann auf Prothesen stehst richtig?
00:54:05: Ja!
00:54:05: Weil ich habe im Endeffekt alle meine Muskeln im Oberschänkel hab' ich noch Nur ein Teil von dem Adduktor, der Adduktor quasi sich verbindet mit einem Unterschenkel.
00:54:15: Der Adduktor geht ja im Innen-Schenkel so ein bisschen weiter.
00:54:18: Der ist ein bisschen weniger aber der Rest der Muskeln ist da war halt zu dem Zeitpunkt fast alle nicht mehr da weil klar durch zwei Monate oder durch das Ganze rumliegen.
00:54:30: Aber ja genau und wo uns damals der Oberarzt war auch ein sehr, sehr netter Mensch Das mit der Mutation, also die Knieex-Anstand hatte sicher echt die Zeit genommen.
00:54:41: Mit mir meiner Frau uns das erzählt gehabt.
00:54:45: und ja...
00:54:48: Wie lange ist die Zeit vergangen zwischen den einzelnen OP's?
00:54:51: Hat man dir recht zügig hintereinander gemacht?
00:54:54: Mein Wunsch am Anfang war sogar aber das wäre natürlich verrückt gewesen alles auf einmal zu haben, dass man nur eine OP hat und aber das ging ja nicht.
00:55:00: Das war ungefähr also immer so ne Woche circa dazwischen
00:55:04: Und war das immer der gleiche Spezialist?
00:55:06: Nein!
00:55:07: Also Hände Ist ja Chirurgie.
00:55:11: Und Beine ist... Das waren auf jeden Fall zwei verschiedene Erzieher, also die Hand hat einen anderen Oberarzt gemacht und der für die Beine ein anderer.
00:55:20: Nur mit dem von den Beinen sag ich mal war das halt menschlicheres Gespräch, also echt schön.
00:55:27: Der hat sich echt die Zeit genommen!
00:55:31: Was man auch echt sagen muss da hinten haben wir auch so eine Pilotphase.
00:55:36: Obwohl ich das erzähle später Wenn wir der Arzt hat nämlich auch Kontakt mit anderen Amputierten, wo danach schon sage ich mal wieder im Leben sie mit Prothesen.
00:55:45: Weil er dann zum Beispiel ziemlich früh hatte mir auch schon Bilder gezeigt von einem Jungen, der ist genauso alt wie ich das halt einfach amputiert.
00:55:54: Was heißt einfach amputieren?
00:55:55: Ja nur ein Bein ab!
00:55:56: Also nur ... ja ... Halt halt nur einen Bein weg und wie das halt dann das Leben danach aussehen könnte.
00:56:02: Das ist natürlich nie eine Garantie in dem Moment, wie es dann tatsächlich wird.
00:56:07: Aber auch gibt dann halt irgendwo Hoffnung.
00:56:09: Deswegen war der Arzt halt speziell und war echt menschlich, weil viele Ärzte sind kühl und machen einfach wie jetzt mit den Fingern.
00:56:18: Da wird angezeichnet an einem Tag von der OP, wo amputiert wird... Ich habe das immer alles sportlich gesehen.
00:56:27: Was für man machen?
00:56:29: Wenn etwas kaputt ist muss es weg!
00:56:30: Als du es gesehen hattest und es war ja wirklich dann bildlich, dass dir jeweils die Teile gefilmt haben an deinem Körper.
00:56:37: Was hast du dabei gefühlt?
00:56:38: War ich
00:56:38: super
00:56:39: froh!
00:56:39: Ich hatte ja genug Zeit zum Glück damit abzuschließen.
00:56:42: was heißt froh?
00:56:43: das hört sich jetzt irgendwie blöd an aber froh in dem Sinn weil die Finger waren nicht mehr schön hatten keine Funktionen mehr.
00:56:50: deswegen war ich dann irgendwo froh wo dann die Amputation anstanden.
00:56:54: natürlich war das ein komisches Gefühl unendlich Komisches Geld.
00:56:56: Das kann man nicht beschreiben.
00:56:57: dieses Gefühl Man wacht auf Ja, es fehlt halt was.
00:57:02: Spürst du das noch heute?
00:57:04: Die Finger und die Beine?
00:57:07: Damit habe ich mich ziemlich schnell oder hab' ich zum Glück diese Phantomschmerzen wie man sie kennt habe ich ziemlich schnell gut den Griff bekommen.
00:57:13: also das ist ja eigentlich viel Kopfsache sehr viel Kopfssache.
00:57:20: Man muss quasi sein Körper ein bisschen vorgaukeln.
00:57:22: Das ist jetzt mein neues Ich.
00:57:25: Es hört sich irgendwie verrückt an aber muss ja jetzt sagen dass bin jetzt ich weil... Und dann muss man halt dieses Gefühl, wie... Man hat eigentlich viel amputiert damit oder ich hatte auch das Gefühl dass zum Beispiel sein kleiner Zeh juckt oder der Finger juckt wo aber nicht mehr da ist.
00:57:42: Das ist ja nur noch ein Gefühl!
00:57:43: Es gibt es hier nicht mehr.
00:57:44: Und hast du dieses Gefühl?
00:57:46: Jetzt nicht mehr?
00:57:46: Am Anfang hatte ich das öfters.
00:57:49: Das ist auch nicht schön Aber man muss halt mit seinem Kopf arbeiten, man muss einfach seinem Körper sagen, das gibts nicht mehr und dieses Gefühl brauchst du mir nicht mehr geben Kann man schwierig beschreiben?
00:58:04: Wie hat sich das denn angeführt, ich meine du bist fünffacher Vater.
00:58:07: Du hast eine Frau zu Hause ihr wohnt im fünften Stock und jetzt sind beide Beine weg und teile deine einen Hand.
00:58:15: wie hat sich dass für dich angefühlt eben mit dieser Behinderung ins Leben zu gehen?
00:58:22: Ja okay das gute war dass ich mich ja lange oder relativ lange vorbereiten konnte weil ich ja von dem Tag wo ich ungefähr dann Bescheid, wo es der Amputationen werden wahrscheinlich stattfinden.
00:58:36: Bis zum tatsächlichen Tag der Ambutation hatte ich ja gewisse Zeit mich vorzubereiten und dadurch dass ich da wieder mein Handy hatte... ...und habe ich schon im Internet angefangen echt sehr viel zu recherchieren.. ..und hat auch dann angefangen schon das Thema Prothesen weil das war für mich ein komplettes Neuland!
00:58:53: Ich hab damit früher aus Horrorfilmen halt wenn Weiser Hain beinab beißt oder sowas kannte ich amputation aber davor echt gar nicht und hab mich halt dann echt in die Materie, weil ich halt gewusst habe schon das wird jetzt mein Zukunft sein.
00:59:10: Und wollte auch sehen was möglich ist und deswegen dieses Wort behindert... Ich mag es eigentlich nicht so, weil ja ich bin behindert aber es ist ein Handicap Es ist halt wieso?
00:59:24: Ja da fängt halt schon das vielleicht an dass man sich so bisschen selber ananlügt oder so.
00:59:29: Was heißt dich anlügt?
00:59:30: Aber halt
00:59:32: Ich wollte mit der Frage auf dein Kampfgeist
00:59:35: eingehen.
00:59:35: Genau, damit wollte ich ja das auch sagen.
00:59:38: Die Prothesen haben mir dann die Hoffnung gegeben und muss ich auch sagen schon ziemlich früh.
00:59:42: meine zwei großen Kinder oder vor allem mein Sohn hat es schon ziemlich am Anfang angefangen links oder Videos zu schicken bei YouTube von Prothesenträgern auch Handprothesen und Beinprotheseln.
00:59:53: Ja Papa guckt du kannst Griechsprothesen ganz wieder laufen und Finger... Und da war ich auch extrem überrascht was halt Zum Glück, weil der Jugend jetzt durch das Internet doch was Positives hat.
01:00:06: Und genau und es hat mir natürlich die Hoffnung gegeben dass ich damit dann wieder irgendwie einigermaßen normales Leben doch führen kann.
01:00:15: aber zu dem Zeitpunkt war mit des trotzdem waren sehr viele Hürden wo ich nicht wusste wird es doch... bei mich hatte er auch nach der Amputation das kleinste Problem an der ganzen Geschichte weil durch diese Sepsis hatte auf meinen Bein, wo er geblieben ist.
01:00:31: Hatte ich trotzdem starke ne große Platten also abgestorbene Haut, wo oft dem auf den bein noch war und auch hier auf mein Ellenbogen.
01:00:42: deswegen sieht es so blöd aus das war ja hier alles schwarz war abgestorbener haut und Das war lange zeit wusste man nicht weil Das war auch immer im Raum oder diese kleine Angst, das hätte auch sein können.
01:00:57: Man muss noch mehr amputieren wenn es sich infiziert oder noch schlimmer wird.
01:01:00: deswegen ich rede jetzt gerade so ein bisschen weil halt schon ein bisschen Zeit vergangen ist so locker drüber.
01:01:05: aber das war auch wieder eine Warterei und hoffen hoffentlich halte es und wird es doch besser.
01:01:11: Und deswegen Prothesen waren zu dem Zeitpunkt klar für mich visuell auf dem Handy zu sehen in Videos oder inform von ja So.
01:01:18: Aber das war noch für mich Mount Everest der Kling.
01:01:23: Da habe ich nicht gedacht, dass... Klar hat man die Hoffnung und kämpft.
01:01:27: Aber in dem Moment kann man das nicht wissen, dass es echt klappen
01:01:33: wird.".
01:01:34: Wie haben denn deine Kinder reagiert als sie dich dann das erste Mal gesehen haben?
01:01:38: Als letztendlich alle drei amputationen schon stattfanden?
01:01:43: Ja okay da war ich in den Zeitpunkt noch im Bett und da waren halt Verbände dran.
01:01:49: Ja, die haben gemischte Gefühle reagiert.
01:01:52: Aber trotzdem eigentlich positiv, weil ich glaube wir haben sogar... Ich bin mir jetzt nicht mehr ganz sicher.
01:02:02: Mein Sohn hatte ein paar Tage danach Geburtstag oder?
01:02:06: Auf jeden Fall haben wir einen Geburtstag im Krankenhaus.
01:02:12: Das war sogar sein Wunsch!
01:02:14: Weil unsere Tochter hat ein paar Tagen davor Geburtstage gehabt und sie hat zu Hause gefeiert gehabt und nicht im Krankenhaus.
01:02:21: Auf jeden Fall bin ich jetzt nicht mehr ganz sicher, auf jeden Fall die Reaktion war jetzt nicht so schlimm, sag' ich mal weil klar... Ich lag halt den Bett da haben die noch nicht so das Ausmaß sehen können sagen wir mal so aber es war nicht so Schlimm!
01:02:38: Weil man halt einfach trotzdem froh war dass man zusammen war.
01:02:42: Wie lange bist du denn insgesamt im Krankenhaus geblieben?
01:02:46: Bist du dann entlassen
01:02:47: worden?
01:02:47: Also wenn mir jetzt rechnen, ich war von vierten September dann in Deutschland eigentlich von August bis zum dritten November im Krankenhaus.
01:02:59: Weil dann, genau wie ich vorher erwähnt habe war ja das Ziel dass die Wundheilung, diese schwarzen abgestorbenen Hauptgewebe heilt.
01:03:08: aber so mein Zustand hat sich schon sehr stark verbessert gehabt.
01:03:15: Ich hatte dann Anfang Oktober auch ein Highlight wo ich das erste Mal vom Bett in den Rollstuhl mobilisiert worden bin Und wo ich dann Gott sei Dank einen elektrischen Rollstuhl bekommen hatte, wo mir dann Mobilität zurückgegeben hat.
01:03:30: Das kann man sich nicht vorstellen habe ich auch bis heute noch sage ich mal diesen Rollstuch.
01:03:34: weil der hat halt damals echt wieder die Welt zugänglicher gemacht ein kleines Stück.
01:03:41: Weil davor kannte ich nur das Bett und das Krankenhauszimmer.
01:03:46: Der Rollstühl hat dann wieder ein Stück auch Lebensfreude zurückgegeben.
01:03:50: Vor allem das erste Mal, wo ich drin saß, bin ich dann gleich mit meiner Frau sind in die Cafeteria war eigentlich auch ein relativ schöner Tag haben wir gleich einen Kuchen gegessen und mal wieder draußen Unbeschreibliches Gefühl und Das hat mir auch Die die Tür geöffnet auch wieder zu vielen anderen Sachen wie dann auch mal mit den Kindern draußen bei einem Garten spazieren zu laufen auch sei spaziert zu laufen im Rollstuhl ja.
01:04:12: aber Ich mein halt einfach wieder sich zu bewegen zu können Und hat mehr auch da die Motivation wiedergebracht, auch anzufangen zu trainieren.
01:04:22: Weil ich hatte dann schon in dem Krankenhaus relativ schnell, wo ich dann im Rollstuhl war, angefangen wieder Muskelaufbau zu betreiben also oberkörpermäßig weil man muss sich vorstellen, ich konnte nicht mal Null Fünfer Wasserflasche heben Die Muskeln waren alle auf Null fast.
01:04:40: Das heißt das war mir dann auch schon früh bewusst Ich musste da Gras geben weil wenn ich irgendwas erreichen will Muskeln aufbauen.
01:04:50: Gab es dann eine Zeit, wo du erst nach Hause bist bevor du zu Physio musstest?
01:04:54: Nein, das wurde alles im Krankenhaus gemacht und mit diesem Trainieren habe ich dann mehr oder weniger auch so ein bisschen mein eigener Wunsch worden ist weil die Physiotherapeutin machen das ja quasi in Bett mit Thera-Bändern.
01:05:07: aber deswegen sage ich also wo ich den Rollstuhl bekommen hatte wollte ich so viel wie möglich unterwegs sein.
01:05:15: Also ich wollte raus aus dem Bett Deswegen auch dann in diesen Trainingsraum und war danach fast immer draußen da im Garten.
01:05:24: Weil klar, wenn man so lange in dem Zimmer ist will man da echt zu wenig wie möglich in den Zimmer bleiben.
01:05:30: Und genau ich war dann auf jeden Fall bis... Genau weil dann halt mein ganzes Zustand zwar mal so weit sich verbessert hatte, weil dann hatten die Ärzte dann auch angefangen eine Akkutreha für mich zu suchen.
01:05:41: Eine Akkudreha ist quasi ein normaler Reha plus aber auch wo noch schon noch Wundversorgung und solche Sachen gemacht werden.
01:05:50: Weil meine Wunden waren halt, sag ich mal, zu gut fürs Krankenhaus, zu schlecht für ihn nach Hause zu gehen.
01:05:55: Deswegen akut Drehhörn Und die haben dann da einen Platz gefunden in ... war das?
01:06:01: Und genau, das war dann... Ich bin weiß nicht mehr ganz genau ob es jetzt dritter oder vierter November war Aber deswegen war ich, wenn man jetzt rechnet, zweiinhalb Monate im Krankenhaus.
01:06:15: Aber im Endeffekt, da wo ich dann hingegangen bin war ja auch eine Art Krankenhaus mit Reha.
01:06:20: Wie lange warst du denn in der Akut-Reha?
01:06:22: Und da war ich dann vom Anfang November bis zum Neunzehn Dezember.
01:06:27: Ah und dann durftest Du heim oder in regulärer Reha?
01:06:30: Nee dort habe ich dann auch meinen Muskelaufbau weiter betrieben Mit dem Fokus natürlich auch mit der Vision mit Prothesen halt.
01:06:41: da waren dann auch Physiotherapeuten sich auskanten, was man auch trainieren muss um überhaupt wieder mal mit Prothesis stehen zu können oder laufen zu können.
01:06:50: Das war dann der Hauptfokus dieses Training.
01:06:52: und generell halt natürlich das die Wunden abheilen weil ich muss auch sagen da war ein super Oberarzt wo er dann angefangen hat diese abgestorbenen Hautsachen abzutragen dass die Wunnteilung überhaupt stattfinden konnte.
01:07:09: Das habe ich ihm zu verdanken, weil viele Ärzte eine andere Meinung hatten.
01:07:13: Auf jeden Fall durch diesen Arzt kam dann auch die Wunnteilung ins Rollen und dann war der Wunsch vorallem kurz vor Weihnachten nach Hause zu kommen mit Absprache.
01:07:27: Meine Frau wurde dann auch einmal dabei beim Verbandswechsel mitten Oberarzt.
01:07:33: Ich hatte immer von Anfang an gesagt, meine Frau ist sehr krank.
01:07:35: Sie kann ja im Endeffekt diese Wundversorgung zuhause machen.
01:07:40: Das war halt auch die Distanz da, das Problem.
01:07:42: Weil ... Und Wohnort von hier, wo wir wohnen, waren über zwei Hundert Kilometer und es war halt immer für meine Frau dann jedes Wochenende herfahren, hinfahren.
01:07:52: Logistisch alles blöd.
01:07:54: Vor allem mit den fünf Kindern?
01:07:56: Mit den fünf Kinder genau!
01:07:57: Und deswegen haben wir das mit Abstimmung mit dem Oberarzt dann entschieden dass meine Frau das weit übernehmen kann und auch mit Abstimmung mit einem Hausarzt Auf jeden Fall, im Dezember bin ich dann nach Hause gekommen.
01:08:12: Und natürlich da... Klar!
01:08:15: Natürlich irgendwo Freude aber natürlich bewusst anderes.
01:08:21: Ich komme anders nachhause als wie es mal davor war.
01:08:23: Ging das so einfach?
01:08:24: Also ich kenne aus einer eigenen schweren Zeit dass ich auch in einem sehr hohen Stockwerk gewohnt habe und ich gesagt habe ich weiß nicht wie ich diesen Menschen hier hoch bringen soll der kann nicht alleine hier hoch kommen.
01:08:36: was soll ich machen?
01:08:37: also mir waren total die Hände gebunden.
01:08:40: Ich war überfordert mit der Situation, um eine Entscheidung zu treffen wie ich das machen soll und da hatte ich dann ne sehr gute Ärztin die mich weitergeleitet hat.
01:08:48: Wie war das denn bei dir?
01:08:49: Gab's da auch so einen Weg?
01:08:51: Ja, bei uns... Das hab' ich noch gar nicht erwähnt!
01:08:54: Bei uns war natürlich klar.
01:08:55: immer in den ganzen Gesprächen oder auch wie gesagt überall schon jeden Krankenhaus war ja immer gefragt wie unsere Wohnverhältnisse sind.
01:09:04: Natürlich wurde von Anfang an eigentlich immer gesagt oh je fünfter Stock ihr müsst wahrscheinlich ausziehen.
01:09:10: Nur bei uns sind die Wohnverhältnisse so, erstens haben wir hier auch ein bisschen eine andere Geschichte.
01:09:16: Weil der Wohnraum schwierig ist in Stuttgart oder generell, haben wir jahrelang diesen Stockwerk, weil früher meine Mutter auf einer Seite gelebt hat mit ihrem Partner und wie auf der anderen, ist dann meine Mutter ausgezogen, dass wir den ganzen Stockwerk für uns hatten und haben ihn quasi mit sehr viel Herzblut komplett kernsaniert und umgebaut in dieser Zeit auch drin gelebt, also wir haben lange Zeit in der Baustelle gelebt.
01:09:43: Auch die Kinder, unsere kleinste Tochter ist mehr oder weniger auf einer Baustellung groß geworden, die erste Zeit und das verbindet einen schon anders mit einer Wohnung wie jetzt ein Außenstehender sage ich mal sehen kann.
01:09:59: er kann nur sehen ja okay es vielleicht schön aber nicht diese Verbindung was wir hier mit der Wohnung haben.
01:10:06: vor allem die Kinder sind hier alle aufgewachsen.
01:10:09: Die Kinder wurde auch ziemlich am Anfang.
01:10:11: Hat meine Frau mal die Großen gefragt, ob wir dann ausziehen sollten?
01:10:14: Das wollten sie nicht.
01:10:17: Wollten die nie und kann ich auch verstehen Und deswegen habe er auch immer gesagt Ich werde das irgendwie schaffen alleine hochzukommen.
01:10:24: nur war immer klar eine Lösung muss her die Zwischenlösung also.
01:10:28: meine frau hat auch schon in In der zeit schon angefangen auch nach dem thema aufzug zu schauen Hat sich auch beraten lassen.
01:10:35: vom deutschen roten kreuz gibt es eine wohnraumberatung.
01:10:38: Meine Frau hat das schon sehr viel versucht zu regeln, sage ich mal.
01:10:46: Das ist mit sehr vielen Hürden bis heute noch nicht wirklich in die Gänge gekommen dieses ganze Projekt weil es schon viele Faktoren von sehr, sehr vielen Sachen abhängig ist.
01:10:59: Auf jeden Fall war die Notlösung ja dann quasi ein Treppensteiger also so einen wo jeder versteht wie ein Sackkarren Wo quasi ein Motor drin ist, wo quasi hinten jemand... Also in dem Fall hat meine Frau quasi hinten stehen muss und mich Stufe für Stufe wie mir zu einem Sackkarten hochziehen musste.
01:11:18: Also klar die Stufe überwindet das Gerät alleine aber sie muss ja quasi das Gleichgewicht und es trotzdem so ziehen wie ein Sackkan.
01:11:26: Und das war natürlich die Herausforderung.
01:11:29: und dann wo ich dann zu Hause war Wir haben das halt so vereinbart dass meine Frau das macht.
01:11:35: Meine Frau hat das Gerät ein paar Tage davor nach Hause bekommen gekriegt und wurde eingewiesen, wie es halt funktioniert mit dem Automobili-Techniker Und wie meine Frau alt ist auch von Natur und Kämpfertyp und ja stark und alles ist war halt natürlich am Anfang schon alles extrem krass.
01:12:00: dieses Gefühl vom Rollstuhl sich da drauf zu setzen dann hochzufahren Vor allem, es war ... hat sehr lange gedauert.
01:12:09: Aber was blieb uns anders übrig?
01:12:11: Dafür hatten wir wieder unsere Familie vereint!
01:12:14: Das war halt der Hauptfokus.
01:12:15: auch, warum ich nach Hause gekommen bin...
01:12:19: Wie war das Gefühl für dich als du dann das erste Mal wieder zuhause warst?
01:12:23: Ungewohnt.
01:12:24: Man muss sich vorstellen, wo ich das letzte mal mein Zuhause verlassen hatte, war alles normal.
01:12:32: Wo ich zurückkam, saß ich im Rollstuhl ohne Beine.
01:12:35: also Man nimmt alles anders wahr.
01:12:40: Also ist ja klar, davor kannte man ja sowas nicht.
01:12:45: oder deswegen man musste halt wieder alles lernen.
01:12:52: wie komme ich jetzt ins Bett rein?
01:12:53: Oder wo brauche ich Hilfe?
01:12:56: Wie wasche ich mich jetzt?
01:12:58: Man muss ja alles neu lernen!
01:13:01: Was früher sehr verständlich war, jetzt alles dann im Rollstuhl war
01:13:05: Musstet ihr was verändern in der Aufteilung der Wohnung oder des Wohnraums?
01:13:11: Da ist ja genau der nächste Punkt.
01:13:12: Dadurch, dass meine Frau Krankenschwester ist – ich habe das auch jetzt im Nachhinein alles von ihr gehört – hatte sie ihm im Zuge vom Umbau auch schon darauf geachtet, dass wir breitere Türen haben.
01:13:23: Ich bin Elektriker vom Beruf.
01:13:24: Ich hab halt elektrisch und Abrissarbeiten gemacht aber so ... Vom Abläufe hat sie damals schon tatsächlich darauf geachtet, dass es so bisschen jetzt nicht komplett barrierefrei aber ist schon So gut wie barrieren frei doch ist.
01:13:39: weil jetzt im nachhinein werden wir davor niemals an sowas gedacht das ich mal mit ein rollstuhl hier durch die wohnung roll.
01:13:45: Aber jetzt im NachhineIN ich kann mein roll stuhl echt überall reinkommen Und okay.
01:13:50: Es gibt zwei stellen wo nicht aber der rest alles und auch hoffen bei kung konnte Ich bin rollstühlt kommen.
01:13:56: da hat Mein vater eine kleine rampe gebaut gehabt am Anfang Aber es ist doch dann schön gewesen, sag ich mal.
01:14:05: Was heißt schön?
01:14:06: Ich war wieder zu Hause.
01:14:08: Ich war bei meiner Frau und meine Kindern.
01:14:10: Ich konnte wieder einigermaßen irgendwie am Familienleben teilnehmen auch wenn das nicht schön ist.
01:14:15: Auch wenn's doch halt schön ist dass man wieder da ist.
01:14:18: aber es ist trotzdem anders.
01:14:20: Samu ist anders.
01:14:22: Gehandicapt!
01:14:25: Jetzt haben wir dich gar nicht im Rollstuhl gesehen sondern du bist mit... Dein Prothesen zu uns gekommen, laufend.
01:14:30: Wie hat sich das... wie war dieser Prozess?
01:14:32: Zu lernen mit Prothesem zu laufen und wie fühlt sich das heute für dich an?
01:14:39: Ja genau wenn man jetzt von diesen neunzehnten Dezember dann sag ich mal wo ich dann der Startpunkt war, dass ich wieder zu Hause war.
01:14:50: War das natürlich noch ein langer Prozess mit Wohnteilung und alles.
01:14:55: Ich glaube, ich bin mir jetzt auch nicht mehr ganz sicher, dass wir letztes Jahr im März-April... Wir waren ja öfters dann schon beim Immorti BD Haus und wurden ja auch da gut aufgeklärt was es noch für Möglichkeiten gibt.
01:15:08: Aber ich glaube das ist im Märze.
01:15:11: April war wo man die ersten Gipsabdrücke gemacht hat von den Beinen Und ich parallel natürlich auch angefangen habe schon zu Hause irgendwie zu trainieren oder ich hab auch schon da angefangen.
01:15:24: Ich bin dann quasi auch schon zu einer ambulanten Reha gegangen und habe also noch nicht fest, sondern hab auch schon dort angefangen zu trainieren.
01:15:31: Schon letztes Jahr im Februar glaube ich weil ich glaube genau wo ich im Dezember zu Hause war klar da war Weihnachtszeit da habe ich nichts gemacht.
01:15:41: Dann habe ich Mitte-Ende-Januar-Jannuartschwein-Zwanzig sagen wir mal ja angefangen dann wieder quasi Fokus auf mich zu legen weiterzu trainieren im Ausblick halt auf Prothesen.
01:15:54: Aber das red ich jetzt alles.
01:15:55: Das war trotzdem... Man muss sich ja trotzdem vorstellen, meine Frau.
01:15:58: Jedes Mal wenn ich das Haus verlassen musste hat mich runtergefahren und dann das Umsetzen von Treppensteiger also auf Rollstuhl, von Rollstühlen ins Auto rein.
01:16:10: Ja, das war alles... Mordsgrad Kraftaufwand eigentlich für mich weniger von meiner Frau, aber das ist echt extrem!
01:16:18: Das ist ja auch... Ja, da komme ich nachher dazu.
01:16:23: Auf jeden Fall das war der Weg dahin.
01:16:26: Und die Prothesen hat man dann halt klar, es ist immer abhängig von den Wundverhältnissen.
01:16:31: Man muss ja quasi vorstellen... Die Wunden mussten komplett abgeheilt sein, komplett belastbar sein, die ganzen Narben und das alles.
01:16:41: Auf jeden Fall war dann eigentlich so geplant dass eigentlich ursprünglich Ende Mai war eigentlich geplant, dass die ersten Prothesen fertig waren.
01:16:50: Hat sich dann doch leider auf Anfang Juni verschoben gehabt.
01:16:54: Und die Nacht davor, wo dann der Timmin fix war mit den ersten Prothesen, konnte ich echt nicht schlafen.
01:17:00: Da war ich echt aufgeregt weil man sich irgendwie nicht vorstellen kann wie wird das sein?
01:17:04: Wie wird es wieder sein überhaupt stehen zu können oder auf Augenhöhe zu sein von dem Menschen?
01:17:10: Weil wenn man halt sage ich mal monatelange im Rollstuhl sitzt ja man hat Mobilität aber man ist trotzdem auf dieser Rollstühle Höhe.
01:17:16: Ich sag mal Bauchnabelhöhe!
01:17:20: Ja und... war unbeschreibliches Gefühl.
01:17:25: Ich war halt auch aufgeregt, um überhaupt zu wissen wie das überhaupt... was man lernen muss und zu laufen.
01:17:31: Und ja, es war schön vor allem meine Frau wieder, wie gesagt da in dem Moment umarmt zu können.
01:17:39: ich bin ja dann nur, man muss sich erforschen, man kriegt die Prothesen.
01:17:42: Man läuft ja quasi in diesem nicht Trainingsraum in diesem Anpassungsraum von der PD Haus, das sind ja quasi so zwei Geländer wo man halt da läuft.
01:17:53: Die ersten Schritte macht aber man hat ja noch gar nicht die Konditionen.
01:17:56: dann muss ich ja dran gewöhnen... Das ist ein langer Prozess!
01:17:59: Man muss ja erstmal seine Stümpfe dran gewöhn'n, das Abhärten, die Muskulatur aufbauen und und und Und Ja, auf jeden Fall war mir dann halt, wo ich dann die ersten Prothesen hatte bewusst Jetzt liegt's an mir selber was ich daraus mache Weil ich meine, die Prothesen oder die Polytechnik bauen einem das.
01:18:21: Die Therapeuten sagen einem was man machen muss aber es liegt ja an einem selber.
01:18:24: Was mache ich jetzt damit?
01:18:27: Und da habe ich halt dann versucht so schnell wie möglich immer Vollgas zu geben weil ich wollte genau ich hab halt immer irgendwo oder immer Ziele mir gesetzt und dadurch dass also zwei von unseren Töchtern haben eine hat in die anderen Geburtstag Das war auch schon so ein bisschen negativer Punkt.
01:18:49: Ich hatte mich halt gefreut gehabt, dass die Ende nicht ursprünglich fertig oder dass die Prothesen da wären weil ich dachte der Geburtstag von meiner Kleine das ich da schon stehen kann zum Geburtstag hat dann leider nicht geklappt und dann mal natürlich das Ziel zum.
01:19:06: es war ja dann drei Wochen später.
01:19:09: das war dann schon mein Ziel bei dem Geburtstage irgendwie Normalität zu haben Weil wie gesagt Ja Ich meine im Rollstuhl zu sitzen ist vielleicht nicht mal das Problem, aber irgendwo auch da die Optik.
01:19:22: ich bin jetzt nicht einer wo so aufs äußere Wert legt für mich selber man hat doch irgendwie so sein eigenes wie sagt man selbstwertgefühl und will doch irgendwie jetzt nicht wie ein ja so aussehen.
01:19:34: und mit Prothesen sieht man halt doch irgendwo schon nicht jetzt normal aus aber irgendwo cool halt und nicht so wie halt ohne beine.
01:19:42: ja.
01:19:43: und deswegen Weil es dann echt mein Ziel zu dem Geburtstag auf den Bein zu stehen oder halt auch schon einigermaßen laufen zu können.
01:19:54: Und da hat mich meine Frau auch unheimlich unterstützt, die ersten Gehversuche habe ich mit ihr angefangen zu machen und noch quasi den Rollstuhl benutzt.
01:20:04: wie so einen Rollator haben wir hier alles auf der Straße.
01:20:08: Es war ja klar Sommerzeit also konnte man das auf der Strasse sagen mal... Gut machen.
01:20:14: Und ich hab das dann auch tatsächlich geschafft, dass so der erste Geburtstag war dann auch das erste Familienfoto wieder wo ich stehe.
01:20:21: Das ist aber recht schnell oder?
01:20:23: Also ich kenn's zumindest so, dass es sehr viele gibt die sehr lange brauchen bis sie sich dran gewöhnt haben.
01:20:28: Ja,
01:20:28: aber wie gesagt Es lag an mir und ich musste mich überwinden und ich habe mir arbeiten.
01:20:33: deswegen wenn ich die Möglichkeit habe umzusetzen Habe ich Vollgas gegeben.
01:20:39: Deswegen habe ich ja im Vorfeld immer trainiert.
01:20:41: doch Weil dieses ganze Training hat mir schon einiges gebracht.
01:20:48: Um auch heute da zu sein, wo ich jetzt bin, weil das ganze Fortraining war immer im Fokus mit einem Ausblick.
01:20:57: Ich brauche die Muskeln und das hier einfach.
01:21:04: Und es war halt so ein Zwischenziel, den ich erreicht hatte...
01:21:11: Hattest du dann auch direkt die Protese für die Handburger?
01:21:14: Die Handprotese habe ich erst im Oktober bekommen, letzten Jahres.
01:21:20: Aber ich muss auch ehrlich sein... ...die Hand-Protese war für mich immer nur ein optisches Thema.
01:21:27: Von meiner Familie nicht so.
01:21:29: Ich meine außerhalb!
01:21:30: Weil eine Hand-Prothese sieht das immer komisch aus.
01:21:35: Wenn ich zurückdenke hätte ich einen Menschen gesehen wo ihm vier Finger fehl und man sieht nur den Daumen.
01:21:40: Ich hätte da auch komisch drauf geschaut sag' ich ehrlich.
01:21:42: Also und deswegen die Handprothese ist schon hat Funktionalität, ja.
01:21:48: Aber ist wichtiger die Optik.
01:21:50: also so im Umgang damit kann ich eigentlich mit ohne die genauso umgehen.
01:21:56: Deswegen war für mich Hauptfokus immer Laufen laufen laufen laufen lernen weil das kann man halt nicht ersetzen.
01:22:01: durch es geht nichts laufen kann man nicht.
01:22:04: also Die hand Ja die Finger bewegen sich aber
01:22:08: wie kannst du die steuern?
01:22:14: Das ist ja quasi hier amputiert, am Glied und ich kann quasi noch mit den kleinen Fingern.
01:22:19: Ich kann ja auch das Glied hier drin ist ja noch da.
01:22:23: Man muss sich vorstellen es sind zwei Sensoren so wie wenn ich den kleinen Finger schließe und aufmache.
01:22:28: Quasi habe ich einen Auf- und Abbefehl also Schließ- und Öffnen Befehlt und das kann ich quasi vom kleinen Fingerglied machen Weil ich kann das Glied ja noch bewegen, es ist halt kein Finger mehr dran.
01:22:40: Aber das Glid hier...
01:22:41: Und kannst du das ausschließlich mit dem kleinen Finger oder mit jedem einzelnen
01:22:45: Finger?
01:22:45: Nein, nur mit dem Kleinfinger!
01:22:46: Okay und kannst du damit die Intensität bestimmen?
01:22:49: Ja, bis halt wie wenn man halt drauf drückt stark leicht oder zum Beispiel so zweimal antippen oder zweimal runter tippen lang gedrückt lassen.
01:22:57: Das hat also verschiedene Steuerungsmuster wo man halt auch lernen muss Wo es auch ein App dafür gibt wo man sieht die Inzit Intensität.
01:23:09: Dankeschön!
01:23:10: Wie stark, wie schwach auf- und abbefehlen.
01:23:12: Das lernt man halt mit der Zeit.
01:23:14: aber unter dem Strich sage ich die Handprothese ist trotzdem ein Spielzeug bisschen.
01:23:20: Du kannst aber mit der Handprothese nicht einzelne Finger bewegen sondern immer nur komplett alle Finger außerhalb
01:23:26: des
01:23:27: Daums.
01:23:28: Ich kann es zeigen Gerne Jetzt zum Beispiel wenn man die einschaltet dann bewegen sie sich so.
01:23:33: das ist so genau.
01:23:35: ich kann jetzt zum Beispiel Komplett aus, da sieht man ich kann die zum Beispiel ein bisschen langsamer machen oder schneller.
01:23:42: und dann zum Beispiel kann man verschiedene Modis einstellen.
01:23:45: Da kann ich jetzt
01:23:45: z.B.,
01:23:47: das nennt sich der Tassengriff, kann man hier eine Tasse abstellen oder... Jetzt zum Beispiel, kann mal noch...
01:23:55: Aber das... Längst
01:23:56: du den Daumen?
01:23:58: Das steuerst du gerade mit dem
01:23:59: Daumen?!
01:23:59: Nein,
01:24:00: nein!
01:24:00: Das ist mit einem kleinen Finger, mit dem Gelenk hier.
01:24:01: Ah... Das bewegt sich halt immer mit... Ach, schuldigung Das ist halt alles nicht so flüssig, deswegen einen Moment.
01:24:13: Kannst du den Mittelfinger zeigen?
01:24:14: Ich wollte auch!
01:24:14: Deswegen
01:24:15: habe ich es gelacht.
01:24:15: Ja das war eigentlich jetzt,
01:24:16: kann ich zum Beispiel den Zeigefinger und das natürlich hab' ich das gemacht.
01:24:19: oder haben mich ja viele gefragt... Ja das Problem ist, wenn man da quasi um diese Modus zu kommen muss man zweimal antippen Und der Sensor manchmal merkt es nicht.
01:24:40: Ich mach quasi zweimal so, aber er merkt das nicht.
01:24:42: Da mache ich noch mal zwei Mal so.
01:24:44: Das ist halt deswegen... Ja und dann bleibe ich länger drin halt, länger geöffnet und dann öffnen.
01:24:53: Der Grundmodus ist quasi so.
01:24:54: So bleibt die Hand quasi immer nichts macht.
01:24:58: Der Stumpf an den Beinen muss sich ja auch erst einmal daran gewöhnen an dieses Gefühl.
01:25:04: Genau
01:25:04: da habe
01:25:05: ich schon im Vorfeld auch auf Berat von meiner Frau damals angefangen auf den Stümpfen zu stehen.
01:25:12: Die ersten Stehversuche auf dem Stümfen habe ich dann im Bett angefangen, das war die Vorstufe zum Abherden der Stümpfe und auch natürlich die Muskulatur dran zu gewöhnen weil da kann man schon mal so trainieren das Gleichgewicht zu finden auf den stümpfen und man muss dann quasi Das so sehen, ich hab das dann zu Hause angefangen.
01:25:38: Zu trainieren im Bett und irgendwann später auch auf dem Boden auf eine Isomatte.
01:25:42: Habt es dann auch im Training angefangen zu machen.
01:25:46: Also vom Spiegel auch da auch in die Isomatt hingelegt.
01:25:50: Es waren natürlich wie viele komische Blicke da aber das war mir immer alles egal weil natürlich klar ich bin mit einem Rollstuhl da angerollt gekommen habe mich dann auf den Boden gesetzt und hab dann standen auf meinen Stümpfen da halt wie so ein kleiner Zwerg, sag ich mal.
01:26:03: Aber hab dann da auch angefangen schon mit Handeln zu trainieren und dieses Gleichgewicht zu lernen oder zu üben.
01:26:08: weil ich mein ist ja klar die Beine waren gefühlten Jahr außer Betrieb also die Muskulatur wo noch dargeblieben ist war trotzdem nicht wirklich beansprucht.
01:26:18: das heißt Muskelaufbau passiert halt nicht von heute auf morgen egal was man macht und das waren halt alles so Sachen weiß ich auch ganz ehrlich mir auch ein bisschen zu selber zusammen oder durchs Internet, die Recherche.
01:26:35: Wo muss ich den Fokus drauf legen um das Ziel vom Laufen wieder Normalität zu haben und zu erreichen?
01:26:43: Deswegen habe ich immer Vollgas gegeben weil ich hab da teilweise zwei bis drei mal die Woche trainiert.
01:26:49: Hat man bei den Prothesen darauf geachtet dass sie deine damalige Schulgröße hatte?
01:26:54: Ja
01:26:57: Ehrlich gesagt hatte ich forty-sechs Schuhgröße früher.
01:27:01: Aktuell trage ich eigentlich jetzt, weil eigentlich sind das die größten Füße was es gibt, eigentlich... Ich trag jetzt gerade forty-fünf, aber ja.
01:27:08: Macht den Bock nicht fett?
01:27:10: Okay!
01:27:10: Genau der Spruch oder auch die Körpergrösses ist das gleiche.
01:27:13: Ich bin jetzt schon so groß wie früher.
01:27:17: Du hast da jetzt von einem sehr langen Leidensweg auch gesprochen und von einem Weg wo sehr viel Veränderung bestand.
01:27:25: Was würdest du Menschen sagen, die selbst grad ganz zu Beginn dieses Weges sind?
01:27:30: Die gerade die Diagnose bekommen dass da eine Amputation notwendig ist.
01:27:35: Was würdest du diesen Menschen sagen?
01:27:37: Also ich weiß nur eins das es sich echt... weil ich dachte selber nicht, dass man mit Prothesen einigermaßen wieder normales Leben haben kann habe ich am Anfang gehört Auch live sogar wie gesagt auch diesen Jungen kennengelernt, wo auch einfach amputiert ist.
01:27:55: Wo ich das damals in der Kontakt auch mit ihm hatte weil... Das nennt sich Peer-Studie.
01:28:02: Wo er halt teilnimmt und an Frischamputierten kommt und zeigt dass es quasi einen Weg gibt und Hoffnung gibt.
01:28:09: Und das kann nicht nur sagen Es stimmt Wenn man... Das Leben ist nicht vorbei wenn mein Bein verliert oder bein der Beine verliert In meinem Fall!
01:28:19: Es ist echt nicht vorbei.
01:28:21: Man muss halt immer sich Ziele setzen und einfach kämpfen.
01:28:27: Und ich meine, wenn man möchte oder wenn ein Mensch etwas möchte kann er eigentlich alles erreichen sage ich mal natürlich gibt es Hürden wo man nicht erreichen kann ja aber dann man versucht das zu ermöglichen.
01:28:41: also wenn man kämpft versucht man hat das zu erreichen was halt möglich ist was halt unmöglich ist so möglich.
01:28:50: Ich bin auch da ein bisschen im Beispiel.
01:28:53: Mein Fall, wenn man sieht wie das aussah und jetzt kann man das schon erreichen natürlich wenn man eine Familie im Hintergrund hat vielleicht ist es ein bisschen einfacher aber ich meine auch alleine kann man es vielleicht schaffen.
01:29:09: Aber ich sage immer allein hätte ich es nicht geschafft sagen eigentlich persönlich immer aber ich denke dann immer ich brauche diesen Gedankenweg nicht gehen weil bei mir ist die Familie da gewesen und fertig aus.
01:29:22: Aber ich mein, es lohnt sich immer irgendwie zu kämpfen.
01:29:25: Wenn du jetzt Eltern vor dir hättest und die müssten jetzt ihren Kindern erklären dass eine Amputation stattfinden wird wie würdest du da ein Rat an die Eltern mitgeben wollen?
01:29:35: Ja
01:29:36: aber wer verliert das Gliedmaßen?
01:29:38: Die Kinder?
01:29:40: Die Eltern!
01:29:41: Ach so wie bei mir halt jetzt war.
01:29:43: Ja okay ist auch immer abhängig vom Alter der Kinder würde ich jetzt mal so sagen.
01:29:50: also unsere Erfahrung hat gezeigt die älteren Kinder nehmen das anders auf und können es anders verarbeiten, wie jetzt kleinere.
01:30:01: Aber auch da haben wir als Partner gut das Perfekt eigentlich unseren Kindern beigebracht.
01:30:09: Das heißt perfekt!
01:30:10: Es gibt kein Perfekte aber man sollte damit... Man muss halt den Grad zwischen dem richtigen Zeitpunkt finden wenn man das sagt und natürlich nicht verschweigen.
01:30:20: Man muss schon sagen nur Den richtigen Zeitpunkt sollte man halt genauer sich überlegen, wann man das sagt.
01:30:27: Und dann wie gesagt ist es alters sage ich mal sehr abhängig Ja und ja und dann vielleicht auch irgendwie Altersabhängig wenn die Kleinen sind als Spieler geschalt Wie wir es gemacht haben Papa kriegt Roboterbeine, kriegt eine Roboterhand Ja und Es kommt immer auf die Kinder drauf an.
01:30:49: Aber unsere Kleinste hat damals am Anfang schon auch viel damit zu kämpfen gehabt, weil natürlich kleine Kinder am Anfang auf dem Spielplatz immer mit den Finger gezeigt haben.
01:30:58: Kann man ja nicht übel nehmen und das passiert ja heute noch!
01:31:03: Das Kinder sind extrem ehrlich oder es ist extrem plappern halt raus was sie gerade denken.
01:31:10: Ist ja normal.
01:31:12: Ja aber ich finde dass zum Beispiel Zum Beispiel, was ich mich auch oft frage, wenn ich das auf der Straße sehe.
01:31:18: Wenn jetzt Kinder so zu kleine Kinder sagen, ah, guck mal, der Mann hat keine Beine!
01:31:25: Im Endeffekt hatte er keine Beinarbeit-Protesen.
01:31:28: also er hat künstliche Beine.
01:31:30: und da merke ich viele Eltern tun sich schwer die Antworten den Kindern nicht weil sie wissen vielleicht in dem Moment selber nicht was sollen die jetzt im Kind sagen?
01:31:37: deswegen...
01:31:38: Was würdest du dir denn wünschen?
01:31:39: Was die Eltern dann den Kindern sagen?
01:31:40: Man ist ja genau so dass sie sagen und Ja, Der Mann hat künstliche Beinen Das hört sich irgendwie doch schöner an als keine Beine, oder?
01:31:50: So finde ich es auch.
01:31:53: Ich sag das ja jetzt oft auch so im Alltag... Ja!
01:31:56: Ich hab andere Beine jetzt Die ziehe ich halt abends aus und leg sie halt beiseite.
01:32:03: Aber irgendwie muss man das doch irgendwie... Man muss es doch schöener machen als es doch ist Dann fühlt sich das alles schöner ein Finde ich.
01:32:10: Wenn man das immer so alles schlecht redet Ist halt eine Ansichtssache.
01:32:16: Vielleicht ein anderer würde sagen, ja was schwätzt er da?
01:32:18: Aber ich sehe es so.
01:32:19: Mein Gott!
01:32:20: Was wünscht du dir denn für deine persönliche Zukunft?
01:32:24: Ja okay, ich bin jetzt gerade dabei wieder beruflich mich zu integrieren weil mein Hauptberuf als Elektriker geht leider nicht mehr gesundheit oder was heißt geht nicht mehr.
01:32:35: Geht nur noch eingeschränkt.
01:32:36: deswegen hat mir meine Arbeitgeber jetzt die Möglichkeit gegeben einen Arbeitsplatz am Computer zu bekommen und da bin Am Anfang halt von einer neuen Tätigkeit oder besser sagt erst in der Leistungserprobung, ob ich das überhaupt hinbekomme.
01:32:54: Und da bin ich jetzt grad gerade in der Hälfte und das wünsche ich mir sage mal beruflich wieder.
01:33:01: Ich meine auch mit dem Ausblick auf als Familienvater habe ich die Pflicht irgendwie... meine Familie zu versorgen oder auch, obwohl meine Frau natürlich auch arbeitet und die Familie versorgt.
01:33:17: Trotzdem ist mir das persönlich auch wichtig als Mensch irgendwie auch wieder was wert zu sein wo die Arbeit halt auch haben nicht nur finanziell oder einfach so zurück gibt.
01:33:27: Und dann sind noch viele andere Sachen dran wie der Auto fahren zu können da warte ich ja auch.
01:33:33: es hat auch etwas mit dem Arbeitsplatz zu tun gerade dass dicht mein Auto im Bau bekommen wird von der Rentenversicherung Ja, und da gibt es noch viele andere Sachen natürlich.
01:33:42: Viele ist auch Freizeitaktivitäten wo mit den Kindern halt noch nicht, wo ich nicht mehr gemacht habe seit damals zum Beispiel jetzt nicht lange hin fängt bei uns in Stuttgart das Frühlingsfest an kennt man vielleicht da vielleicht mal wieder mit den Kindern vielleicht mal Box-Order zu fahren oder kommt halt auf die Wünsche der Kinder an zum Beispiel Kettenkarussell zu fahren.
01:34:07: solche Sachen Das ist auch eigentlich jetzt, wenn ich jetzt gerade überlege.
01:34:12: Auch wieder eine Challenge wo bald vor der Tür ansteht oder weil zum Beispiel Schwimmen gehen und so Sachen haben wir schon geschafft geht auch natürlich ein bisschen mit Handicap aber es geht ja.
01:34:24: solche Sachen sind eigentlich die Zukunft wo halt noch wo noch anstehen.
01:34:29: Ich danke dir, dass du deine Geschichte geteilt hast.
01:34:31: Und ich finde, du bist ein unfassbar starker Mensch und findest toll was für ein wirklich großes Vorbild du für deine Kinder und auch deine ganze Familie bist.
01:34:41: Danke schön!
01:34:41: Dankeschön und wir wünschen dir alles alles lieb und alles Gute für dich, deine Familie und eure Zukunft.
01:34:49: Wenn dich alles andere Geschichte berührt hat dann findest Du in den Show Notes den Link zu seinem Spendenaufruf.
01:34:54: Alessandro braucht einen Außenaufzug, damit er barrierefrei in sein Zuhause kommt und mit seiner Familie wieder Alltag erleben kann.
01:35:02: Wenn du ihn dabei unterstützen möchtest freuen wir uns wenn du über den Link spendest.
01:35:09: Du willst selbst bei uns dabei sein oder hast ein Teamvorschlag?
01:35:13: Denn melde dich auf unserer Website oder unser Social Media!
01:35:16: Wenn du von dem besprochenen Themen betroffen bist oder Unterstützung benötigst dann zögere nicht Hilfe in Anspruch zu nehmen.
01:35:25: Hol die Unterstützung bei professionellen Hilfeinrichtungen oder dir vertrauten Personen.
01:35:30: Bis zum nächsten Mal, bei von Bohne
01:35:33: zu Bohne.
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